I killed my Mother (J’ai tué ma Mère, Kanada 2009)
Regie: Xavier Dolan
Drehbuch: Xavier Dolan
Xavier Dolans semi-autobiographisches, mitreißendes Debüt über die schwierige Beziehung eines 17-jährigen zu seiner Mutter. Von der Kritik abgefeiert und der Beginn einer erstaunlichen Karriere.
Davor, um 20.15 Uhr zeigt One Dolans zweiten Spielfilm ‚“Herzensbrecher“, um 21.50 Uhr die Kurzdoku „Xavier Dolan – Wunderkind oder Enfant terrible“ und, als Wiederholung, um 23.45 Uhr „Matthias & Maxime“. Ein wahrlich dolanesker Abend
mit Xavier Dolan, Anne Dorval, François Arnaud, Suzanne Clément, Patricia Tulasne
Wiederholung: Samstag, 23. März, 00.05 Uhr (Taggenau! – nach „Herzensbrecher“ um 22.30 Uhr)
Xavier Dolans bester Film (laut Rotten-Tomatoes-Tomatometer): die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter und ihrer Beziehung zu ihrem anstrengendem Sohn, der seine Mutter über alles liebt.
Wenige Tage vor einem zweijährigen Aufenthalt in Australien küsst Maxime, während einer Party mit seinen langjährigen Freunden, aufgrund einer Wette, für einen Studentenfilm seinen Sandkastenfreund Matthias. Daraus ergeben sich einige Gefühlskonfusionen, die ihre Beziehung auf die Probe stellen.
In seinem achten Film bewegt Xavier Dolan (der auch Maxime spielt) sich auf vertrautem Terrain. Aber dieses Mal ist alles ruhiger, normaler und weniger hysterisch als in seinen vorherigen Filmen.
Am 20. März feiert Xavier Dolan seinen 35. Geburtstag. Für One ist das der willkommene Anlass für eine kleine Werkschau. Anschließend, ab 22.05 Uhr zeigt One als TV-Premiere Dolans Miniserie „Die Nacht, als Laurier erwachte“. Am Sonntag, den 17. März, um 23.15 Uhr „Mommy“. Am Montag, den 18. März, um 20.15 Uhr „Herzensbrecher“, um 21.50 Uhr das Kurzporträt „Xavier Dolan – Wunderkind oder Enfant Terrible“ und um 22.10 Uhr sein Regiedebüt „I killed my Mother“.
Mit Xavier Dolan, Gabriel D’Almeida Freitas, Anne Dorval, Harris Dickinson, Catherine Brunet
TV-Premiere, versteckt in der Nacht. Wenige Tage vor einem zweijährigen Aufenthalt in Australien küsst Maxime, während einer Party mit seinen langjährigen Freunden, aufgrund einer Wette, für einen Studentenfilm seinen Sandkastenfreund Matthias. Daraus ergeben sich einige Gefühlskonfusionen, die ihre Beziehung auf die Probe stellen.
In seinem achten Film bewegt Xavier Dolan (der auch Maxime spielt) sich auf vertrautem Terrain. Aber dieses Mal ist alles ruhiger, normaler und weniger hysterisch als in seinen vorherigen Filmen.
Mit Xavier Dolan, Gabriel D’Almeida Freitas, Anne Dorval, Harris Dickinson, Catherine Brunet
TV-Premiere von Xavier Dolans bestem Film (laut Rotten-Tomatoes-Tomatometer): die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter und ihrer Beziehung zu ihrem anstrengendem Sohn, der seine Mutter über alles liebt.
Der fünfzehnjährige Steve (Antoine Olivier Pilon) ist ein echtes Problemkind, das sogar in einer Geschlossenen Anstalt kaum gebändigt werden kann. Also nimmt seine Mutter Diane (Anne Dorval), die kaum genug Geld verdient, um alleine über die Runden zu kommen, ihn wieder bei sich auf. Denn die Witwe liebt ihren Sohn abgöttisch und auch Steve liebt sie ebenso abgöttisch. Er würde alles für sie tun. Wenn er einen Wutanfall bekommt, dann nur, weil etwas nicht nach seinem Kopf abgeht oder jemand Diane, aus seiner Perspektive heraus, schlecht behandelt. Genauso hemmungslos wie seine Wutausbrüche sind auch seine Liebesbeweise. Außerdem ist er der Mann im Haus.
Zu diesem immer kurz vor einer Explosion stehendem Mutter-Sohn-Gespann kommt noch die Nachbarin Kyla, eine auf unbestimmte Zeit beurlaubte Lehrerin, die eine Sprachstörung hat, sich deshalb fast nur in ihrem Vorstadthaus aufhält, schließlich Steve Privatunterricht gibt und dabei auch ihr Stottern überwindet.
Nach dem schwächeren „Sag nicht, wer du bist!“ ist „Mommy“, Xavier Dolans fünfter Spielfilm in fünf Jahren, wieder einmal überbordendes, kompromissloses Kino, das über fast hundertvierzig, äußerst kurzweilige Minuten in jeder Hinsicht begeistert. Das beginnt schon mit der mutigen Entscheidung, den Film im Format 1:1 zu drehen. Dieses viereckige Bild, wie ein CD-Cover, lässt links und rechts ungefähr ein Drittel der Leinwand im Dunkeln, was dazu führt, dass Steve, Diane und Kyla auch optisch in ihren seelischen Gefängnissen gefangen sind. Vor allem Steve hat diesen Tunnelblick, der seinen Blick einengt. Er handelt immer spontan, aus dem Moment heraus und ohne irgendeine Impulskontrolle.
Wenn sich dann zweimal das Bild öffnet und die ganze Leinwand in Besitz nimmt, ist es umso befreiender für die Charaktere, die in diesem Moment ihr inneres Gefängnis verlassen und Freiheit spüren. Für einen kurzen Moment. Denn, daran lässt Dolan von der ersten Minute, keinen Zweifel: Steve wird sich nicht ändern und Diane muss überlegen, wie sie ihrem Sohn am Besten helfen kann. Bis jetzt hat sie alles für ihren Sohn geopfert.
In Cannes erhielt Xavier Dolan für „Mommy“, gemeinsam mit Jean-Luc Godard für „Adieu au langage“ den Preis der Jury. Verdient.
Seine Hauptdarsteller, die Neuentdeckung Antoine Olivier Pilon, der bislang nur einige TV-Auftritte und eine Nebenrolle in Dolans „Laurence Anyways“ hatte, und die beiden Dolan-Stammschauspielerinnen Anne Dorval und Suzanne Clément hätten ebenfalls Preise für ihre natürliche und glaubwürdige Darstellung der psychsich lädierten Charaktere verdient.