TV-Tipp für den 21. April: Die Körperfresser kommen

April 20, 2025

Arte, 21.55

Die Körperfresser kommen (Invasion of the Body Snatchers, USA 1978)

Regie: Philip Kaufman

Drehbuch: W. D. Richter

LV: Jack Finney: The Body Snatchers, 1955 (Unsichtbare Parasiten, Die Körperfresser kommen )

Außerirdische Sporen landen auf der Erde und entwickeln sich zu Doppelgängern von Menschen. Sie beginnen die Macht auf der Erde zu übernehmen. Dr. Matthew Benell versucht die Menschheit zu warnen.

Die damalige Kritik war ziemlich ungnädig gegenüber dem aus heutiger Sicht gelungenem und, wie die regelmäßigen Wiederholungen zeigen, beständigem Remake mit einem legendären Ende. Auch die Grundidee, „dass es die urbane Entfremdung praktisch unmöglich macht, zwischen Zombies und Menschen zu unterscheiden“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie, 1998) ist heute, wo alle mit dem Blick auf das Smartphone und dem Kopfhörer über den Ohren, aktueller denn je.

Entsprechend positiv sind heutige Einschätzung des SF-Films.

Hier einige zeitgenössische Kritiken:

Nur in wenigen Sequenzen erreicht er die albtraumhafte Qualität des Originals“ (Hans C. Blumenberg, Die Zeit)

Durch die auf äußere Effekte ausgerichtete Inszenierung wird die tiefere Dimension der Horrorgeschichte nicht erfasst.“ (Lexikon des internationalen Films)

Philip Kaufmans Remake ist zwar nicht weniger spannend, hat die Geschichte jedoch stark verflacht und die nach innen gelagerte Dramatik dieses Stoffes den äußerlichen Effekten geopfert.“ (Fischer Film Almanach 1980)

Das Remake kommt „bei weitem nicht an das Original heran“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films, 1983)

Später wurde es, wie gesagt, positiver:

Dies ist eines der interessantesten Remakes innerhalb der Neuverfilmungen, die Hollywood in den siebziger Jahren hervorbrachte.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie, 1998)

effektvolle Gruselthriller“ (Manfred Hobsch: Mach’s noch einmal!, 2002)

Das 1956 von Don Siegel inszenierte Original „Die Dämonischen“ (Invasion of the Body Snatchers) könnte auch mal wieder gezeigt werden.

Ebenso Abel Ferraras ebenfalls sehenswerte 1992er Version der Geschichte „Body Snatchers – Angriff der Körperfresser“.

Mit Donald Sutherland, Brooke Adams, Leonard Nimoy, Veronica Cartwright, Jeff Goldblum, Art Hindle, Kevin McCarthy, Don Siegel, Robert Duvall

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Körperfresser kommen“

Wikipedia über „Die Körperfresser kommen“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Philip Kaufmans „Der große Minnesota-Überfall“ (The great Northfield Minnesota Raid, USA 1972)


TV-Tipp für den 7. Septemter: Die Brut

September 7, 2017

Arte, 23.35
Die Brut (Kanada 1979, Regie: David Cronenberg)
Drehbuch: David Cronenberg
Während eines Sorgerechtsstreit begibt sich Nola Carveth in die Therapie von Dr. Hal Raglan, der ihr am Somafree Institute seine Therapie, die Psychoplasmatik, empfiehlt. Sie soll ihren Zorn und ihre Traumata nicht mehr in sich hineinzufressen, sondern ihnen in körperlichen Reaktionen eine Form geben. Sie fantasiert schrecklich-eklige Killerkinder herbei.
Zum deutschen Kinostart 1982 schrieb der Fischer Film Almanach: „Die Horrortaube auf dem Dach – darf man, unbescheiden, gar nicht mehr auf sie warten; muß man schon mit diesem Spatzen zufrieden sein?“
2010 war „Die Brut“ einer der zehn Extra-Tipps in Frank Schnelle/Andreas Thiemanns „Die 50 besten Horrorfilme“: „’Die Brut‘ ist David Cronenbergs Replik auf Hollywoods Scheidungsdrama ‚Kramer gegen Kramer‘ und zugleich eine eigenwillige Verarbeitung autobiographischer Erlebnisse. (…) Eine schaurige, beklemmende, verstörende Fantasie.“
Und, das war zwischen „Rabid – Der brüllende Tod“ und „Scanners – Ihre Gedanken können töten“ nicht vorhersehbar, Cronenberg wurde seitdem zu einem anerkannten Regisseur, der auf die wichtigen Filmfestivals eingeladen und abgefeiert wird.

Anschließend, um 01.05 Uhr, zeigt Arte mit „Scanners – Ihre Gedanken können töten“ (Kanada 1981) einen weiteres Cronenberg-Frühwerk.

Mit Oliver Reed, Samantha Eggar, Art Hindle, Cindy Hinds, Nuala Fitzgerald, Henry Beckman

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Brut“

Wikipedia über „Die Brut“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

Meine Besprechung von David Cronenbergs “Maps to the Stars” (Maps to the Stars, Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014) (und die DVD-Kritik)

David Cronenberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. November: Die Brut

November 26, 2014

Tele 5, 02.30
Die Brut (Kanada 1979, Regie: David Cronenberg)
Drehbuch: David Cronenberg
Während eines Sorgerechtsstreit begibt sich Nola Carveth in die Therapie von Dr. Hal Raglan, der ihr am Somafree Institute seine Therapie, die Psychoplasmatik, empfiehlt. Sie soll ihren Zorn und ihre Traumata nicht mehr in sich hineinzufressen, sondern ihnen in körperlichen Reaktionen eine Form geben. Sie fantasiert schrecklich-eklige Killerkinder herbei.
Heute läuft, hübsch zwischen Mitternacht und Morgengrauen versteckt, David Cronenbergs Frühwerk „Die Brut“ erstmals im TV.
Zum deutschen Kinostart 1982 schrieb der Fischer Film Almanach: „Die Horrortaube auf dem Dach – darf man, unbescheiden, gar nicht mehr auf sie warten; muß man schon mit diesem Spatzen zufrieden sein?“
2010 war „Die Brut“ einer der zehn Extra-Tipps in Frank Schnelle/Andreas Thiemanns „Die 50 besten Horrorfilme“: „’Die Brut‘ ist David Cronenbergs Replik auf Hollywoods Scheidungsdrama ‚Kramer gegen Kramer‘ und zugleich eine eigenwillige Verarbeitung autobiographischer Erlebnisse. (…) Eine schaurige, beklemmende, verstörende Fantasie.“
Und, das war zwischen „Rabid – Der brüllende Tod“ und „Scanners – Ihre Gedanken können töten“ nicht vorhersehbar, Cronenberg wurde seitdem zu einem anerkannten Regisseur, der auf die wichtigen Filmfestivals eingeladen und abgefeiert wird.
Mit Oliver Reed, Samantha Eggar, Art Hindle, Cindy Hinds, Nuala Fitzgerald, Henry Beckman

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Brut“

Wikipedia über „Die Brut“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Maps to the Stars“ (Maps to the Stars, Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014)