K-19: Showdown in der Tiefe (K-19: The Widowmaker, USA/Großbritannien/Deutschland 2002)
Regie: Kathryn Bigelow
Drehbuch: Christopher Kyle (nach einer Geschichte von Louis Nowra)
1961, während des Kalten Kriegs schlägt der Atomreaktor des sowjetischen Atom-U-Boots K-19 vor der US-Ostküste leck. Können die Soldaten ohne die Hilfe der US-Amerikaner das Leck reparieren, überleben und einen Dritten Weltkrieg verhindern?
Heldentum unter Wasser gibt es in Kathryn Bigelows von wahren Ereignissen inspiriertem U-Boot-Thriller reichlich. Action auch. Trotzdem gehört „K-19“ nicht zu ihren besten Filmen. Sie fügt dem Genre nicht Neues bei, sondern füllt einfach nur die Konventionen des U-Boot-Thrillers aus. Kompetent, aber auch vorhersehbar bis zum letzten Atemzug.
Im Anschluss, um 22.25 Uhr, zeigt Arte die brandneue fünfzigminütige Doku „Kathryn Bigelow – Hollywood unter Adrenalin“.
Mit Harrison Ford, Liam Neeson, Peter Sarsgaard, Joss Ackland, John Shrapnel, Donald Sumpter
Heute ist Peter Bogdanovich vor allem als überaus kompetenter Gesprächspartnern in unzähligen Filmdokumentationen und für kleine Schauspielrollen (z. B. „Gefühlt Mitte Zwanzig“) bekannt. Dabei war er in den siebziger Jahren ein bekannter und erfolgreicher Regisseur, der drei Hits hintereinander hatte („Die letzte Vorstellung“, „Is’ was, Doc?“ [läuft öfter im TV] und „Paper Moon“). An diese Erfolgsserie konnte er nicht wieder anschließen.
Heute zeigt Arte aus keinem besonderem Grund zwei seiner schon lange nicht mehr, falls überhaupt, im TV gezeigten Filme
Arte, 20.15
Die letzte Vorstellung (The last picture show, USA 1971)
Regie: Peter Bogdanovich
Drehbuch: Larry McMurtry, Peter Bogdanovich
LV: Larry McMurtry: The last picture show, 1966 (Die letzte Vorstellung)
Hochgelobtes, an der Kinokasse erfolgreiches SW-Porträt einiger Jugendlicher, die 1951/1952 in der texanischen Kleinstadt Anarene leben, sich fragen, was aus ihrem Leben werden soll und das Dorfkino als Zuflucht haben, in dem sie von einem anderen Leben träumen können. Als der Betreiber stirbt, soll auch das Kino schließen.
Der Klassiker ist „kein nostalgischer Rückblick auf die ‚guten, alten Zeiten‘, wie ihn beispielsweise ‚American Graffiti‘ lieferte, sondern ein ehrliches, manchmal frustrierendes Psychogramm einer langsam zugrunde gehenden Kleinstadt.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
mit Timothy Bottoms, Jeff Bridges, Cybill Shepherd, Ben Johnson, Cloris Leachman, Ellen Burstyn, Eileen Brennan, Clu Gulager, Sam Bottoms, Randy Quaid, John Hillerman
Drehbuch: Howard Sackler, Paul Theroux, Peter Bogdanovich
LV: Paul Theroux: Saint Jack, 1973 (Saint Jack)
Weltenbummler Jack will 1971 in Singapur das beste Bordell der Welt eröffnen. Das ist einfacher gedacht als getan.
„Ein kleiner Film, offensichtlich mit niedrigem Budget gedreht. Doch der ‚Wunderknabe‘ Bogdanovich zeichnet das Porträt des Glücksritters Saint Jack mit viel Sorgfalt und Interesse für eine Person.“ (Fischer Film Almanach 1981)
Ben Gazarra, der hier Saint Jack spielt, spielte in John Cassavetes‘ „Tod eines chinesischen Buchmachers“ (1976) eine ähnliche Figur.
Kameramann war Robby Müller
mit Ben Gazarra, Denholm Elliott, James Villers, Joss Ackland, George Lazenby, Peter Bogdanovich