Wer den Ton der aztekische Todes-Pfeife hört, wird kurz darauf sterben.
Jetzt bläst eine Schülerin der Pellington High, als sie mit vier Schulkameraden eine nächtliche Mini-Party feiert, in diese Pfeife.
Fortan müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Aus dieser Prämisse, die Horrorfans möglicherweise an die „Final Destination“-Filme erinnert, macht Corin Hardy einen gradlinigen Horrorfilm mit ordentlichen Effekten, einer durchaus überschaubaren Zahl von Toten und vielen Suspense-Momenten.
Weil die Erscheinungsform, die der Tod annimmt, durchgehend CGI-generiert ist, sind Effekte möglich, die sonst nicht möglich wären. Schließlich sind Gelenke nicht endlos biegsam.
Corin Hardy präsentiert mit „Whistle“ einen sich kurzweilig und gelungen innerhalb bekannter Bahnen bewegenden Horrorfilm. Die im Abspann versteckte Schlusspointe sollte man besser nicht als einen direkten Hinweis auf eine sich direkt an diesen Film anschließende Fortsetzung sehen. Man sollte sich auch nicht zu sehr mit Fragen der Logik beschäftige, wie beispielsweise der Frage, warum der Schulspind der neuen Schülerin in den vergangenen Monaten, nach dem entsetzlichen Tod eines anderen Schüler (den wir am Filmanfang sehen), nicht geöffnet und ausgeräumt wurde.

Whistle (Whistle, Kanada 2025)
Regie: Corin Hardy
Drehbuch: Owen Egerton
mit Ali Skovbye, Dafne Keen, Jhaleil Swaby, Nick Frost, Percy Hynes White, Sky Yang, Sophie Nélisse
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
Kinostart: 7. Mai 2026
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Hinweise
Rotten Tomatoes über „Whistle“
Wikipedia über „Whistle“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Corin Hardys „The Nun“ (The Nun, USA 2018)
Veröffentlicht von AxelB 