RBB, 23.30 Union fürs Leben (Deutschland 2014)
Regie: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Drehbuch: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Äußerst sympathischer Film für Union-Fans, Fußballfans und Nicht-Fußballfans, der anhand der Porträts einiger Fans des kultigen Vereins „1. FC Union Berlin“ etwas über seine bewegte Geschichte (in der DDR war er ein Systemgegner-Verein, heute ist er der sympathische Underdog), seine alle Altersstufen und sozialen Schichten überschreitenden Fans und ihr großes Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem Verein schildert; – wobei das natürlich Punkte sind, die für eigentlich jeden Fußballverein zutreffen. Auch ohne alljährliches Adventssingen. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Chris Lopatta, Mario Czaja, Christopher Quiring, Stefan Schützler, Alexander Grambow
RBB, 22.45 Union fürs Leben (Deutschland 2014)
Regie: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Drehbuch: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Äußerst sympathischer Film für Union-Fans, Fußballfans und Nicht-Fußballfans, der anhand der Porträts einiger Fans des kultigen Vereins „1. FC Union Berlin“ etwas über seine bewegte Geschichte (in der DDR war er ein Systemgegner-Verein, heute ist er der sympathische Underdog), seine alle Altersstufen und sozialen Schichten überschreitenden Fans und ihr großes Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem Verein schildert; – wobei das natürlich Punkte sind, die für eigentlich jeden Fußballverein zutreffen. Auch ohne alljährliches Adventssingen. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Chris Lopatta, Mario Czaja, Christopher Quiring, Stefan Schützler, Alexander Grambow
Wer etwas über die bewegte Vereinsgeschichte des 1. FC Union Berlin erfahren will, sollte sich wahrscheinlich den Wikipedia-Artikel oder eines der Bücher über den Fußballverein durchlesen.
Wer allerdings etwas über die Fans des Kultvereins will, der kann einen Blick auf die Dokumentation „Union fürs Leben“ werfen, die, wie es derzeit bei Dokumentationen üblich ist, auf einen Off-Kommentar verzichtet und daher einige wichtige Informationen im Presseheft versteckt. Frank Marten Pfeiffer und Rouven Rech porträtieren fünf Fans des Vereins und werfen einen kleinen Blick in die Vereinsgeschichte. Zu DDR-Zeiten war der Köpenicker Verein auch die Anlaufstelle für Underdogs und Systemgegner. Damals hieß es: „Nicht jeder Union-Fan ist ein Staatsfeind, aber jeder Staatsfeind ist ein Union-Fan.“ Aber diese Vergangenheit wird nur in einigen historischen Aufnahmen und den Erinnerungen der älteren Union-Fans angesprochen.
Im wesentlichen begleiten Pfeiffer und Rech fünf Fans des Vereins, die auch ein Bild der Stadt und der vielfältigen Fanstruktur geben. Immerhin ist Fußball eine der wenigen Fankulturen, die wirklich generationen- und schichtenübergreifend funktioniert. Es sind der 1990 geborene Christopher Quiring, der Nachwuchsspieler beim 1. FC Union Berlin ist und der vor einer Profikarriere steht. Gesundheitssenator Mario Czaja, der als CDUler seit zwanzig Jahren politisch aktiv ist und der auch wenn er von seiner Beziehung zum Verein erzählt, immer etwas steif wirkt. Überhaupt nicht steif ist Stefan Schützler, der am Ende der DDR vor einer Karriere als Grenzsoldat stand, normalerweise nicht über seine Vergangenheit spricht, und seit über zwanzig Jahren als Streetworker arbeitet. Einer seiner Schützlinge bei „Gangway“ ist Alexander Grambow, der aus einer zerrütteten Familie kommt und der jetzt versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Der 1963 geborene, lebenslustige Schauspieler Chris Lapotta, der eine „Eiserne Karte“ besitzt, die als Dauerkarte bis an sein Lebensende gilt, und der seine Schauspiel-Engagements um die Spiele herum legt. Die drei letztgenannten und ihr Umfeld haben dabei die meiste Filmzeit.
Im Film wird auch immer wieder der Underdog-Mythos und der Kampfwille des Zweitliga-Vereins angesprochen. Denn „Ein Unioner stiegt nicht ab, ein Unioner wechselt nur die Liga!“. Dabei, so Lopatta, übertrage sich nicht der Kampfgeist der Spieler auf seine Fans, sondern seine Fans kämpften täglich für ihre Ziele und sie projezierten ihren Kampfgeist auf die Mannschaft, die deshalb auf dem Spielfeld so engagiert spiele. Eine interessante Beobachtung zum Verhältnis zwischen Fans und Spielern.
Dabei dürfte diese Beobachtung und auch vieles, was den Union-Fans bei ihrem Verein so gut gefällt und ihn aus ihrer Sicht einmalig macht, auch so ähnlich von Fans anderer Mannschaften gesagt werden.
„Union fürs Leben“ ist kein Film über Fußball, sondern über eine Handvoll Berliner, die auch Fußballfans sind.
Union fürs Leben(Deutschland 2014)
Regie: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
Drehbuch: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech
mit Chris Lopatta, Mario Czaja, Christopher Quiring, Stefan Schützler, Alexander Grambow
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
– Hinweise Homepage zum Film Film-Zeit über „Union fürs Leben“ Moviepilot über „Union fürs Leben“