TV-Tipp für den 11. Juli: Ein mörderischer Sommer

Juli 10, 2025

3sat, 22.25

Ein mörderischer Sommer (L’éte meurtrier, Frankreich 1983)

Regie: Jean Becker

Drehbuch: Sébastien Japrisot

LV: Sébastien Japrisot: L’été meurtrier, 1977 (Blutiger Sommer)

Isabelle Adjani macht eine Bauernfamilie in der Haute-Provence kirre. Natürlich nicht ohne – mörderische – Hintergedanken.

Spannender, erotischer, französischer Psychothriller.

„Melodram, Psycho-Thriller, Groschenheft-Tragödie – der Film ist all das und all das nicht schlecht; vor allem aber hat es der Zuschauer hier mit einem filmisch raffniert umgesetzten erzählerischen Puzzle zu tun, dessen unzählgen Schlenkern und Wendungen zu folgen großen Spaß macht.“ (Robert Fischer, epd Film 5/1984)

Andere Kritiker gingen erheblich ungnädiger mit dem mit vier Césars ausgezeichneten Publikumserfolg (jedenfalls in Frankreich) um. Aber keiner vergaß, auf die Hauptdarstellerin hinzuweisen.

Mit Isabelle Adjani, Alain Souchon, Michel Galabru, Suzanne Flon, Jenny Clève, Maria Machado, Evelyne Didi, Jean Gaven, François Cluzet, Manuel Gélin, Roger Carel

Die Vorlage (aktuell nur als E-Book erhältlich)

Sébastien Japrisot: Blutiger Sommer

(übersetzt von Elisabeth Uebe)

rororo thriller, 1979

208 Seiten (damalige Buchausgabe)

9,99 Euro (E-Book)

Originalausgabe

L’Été meurtrier

Éditions Denoel, Paris, 1977

Hinweise

AlloCiné über „Ein mörderischer Sommer“

Rotten Tomatoes über „Ein mörderischer Sommer“

Wikipedia über „Ein mörderischer Sommer“ (deutsch, englisch, französisch) und Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Meine Besprechung von Joann Starrs Sébastien-Japrisot-Verfilmung „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ (La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil, Frankreich/Belgien 2015)

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 7. Juli: Ertrinken verboten

Juli 6, 2025

Arte, 20.15

Ertrinken verboten (Noyade Interdite, Frankreich/Italien 1987)

Regie: Pierre Granier-Deferre

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Dominique Roulet

LV: Andrew Coburn: Widow’s Walk, 1984

Vor dem Beginn der umsatzträchtigen Saison werden in einem kleinen Badeort am Atlantik mehrere Männer angespült, die durch einem Schuss ins Ohr ermordet wurden. Ein Trio junger, in einer Villa an der Küste lebender Frauen gerät in den Fokus von Inspector Molinat. Sind sie die Mörderinnen – oder halten sie ihn zum Narren? Außerdem muss Molinat sich mit einem jungen Kollegen herumschlagen, der sich zu sehr für seine Vergangenheit in dem Badeort interessiert.

Selten gezeigter französicher Krimi, der schwarzhumorig vergnüglich seine Geschichte entfaltet. Ein Sommerkrimi

mit Philippe Noiret, Guy Marchand, Elizabeth Bourgine, Anne Roussel, Gabrielle Lazure, Marie Trintignant, Stefania Sandrelli, Andréa Ferréol, Laura Betti, Suzanne Flon

Wiederholung: Freitag, 11. Juli, 13.45 Uhr

Hinweise

Arte über den Film (anschließend in der Mediathek)

AlloCiné über „Ertrinken verboten“

Wikipedia über „Ertrinken verboten“


TV-Tipp für den 29. Januar: Die Blume des Bösen

Januar 28, 2025

Arte, 20.15

Die Blume des Bösen (La Fleur du mal, Frankreich 2003)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol (nach einer Geschichte von Caroline Eliacheff und Louise L. Lambrichs)

Madame Charpin-Vasseur kandidiert als Bürgermeisterin. Als ein Flugblatt hässliche Familiengeheimnisse enthüllt, beginnt die noble Fassade zu bröckeln und ein Mord geschieht.

Claude Chabrol bei seiner Lieblingsbeschäftigung: die Demaskierung der Bourgeoisie. Immer wieder schön anzusehen.

Ach, Arte könnte uns mit einer Chabrol-Filmreihe erfreuen. Er hat in seiner langen Karriere ja genug Filme inszeniert.

mit Nathalie Baye, Bernard Le Coq, Mélanie Doutey, Benoît Magimel, Suzanne Flon, Thomas Chabrol, Henri Attal, Françoise Bertin

Wiederholung: Sonntag, 2. Februar, 14.00 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Die Blume des Bösen“

Rotten Tomatoes über „Die Blume des Bösen“

Wikipedia über „Die Blume des Bösen“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. Januar: Monsieur Klein

Januar 10, 2021

https://youtu.be/LuV8RgCxCYQ

Arte, 22.00

Monsieur Klein (Monsieur Klein, Frankreich/Italien 1976)

Regie: Joseph Losey

Drehbuch: Franco Solinas, Fernando Morandi, Joseph Losey

Paris 1942: Robert Klein verdient als Kunsthändler gut an der Not der Juden. Eines Tages liegt vor seiner Haustür ein an ihn adressiertes Exemplar der „Les informations juives“. Klein will herausfinden, warum er die Zeitung zugeschickt bekommen hat. Er erfährt von einem gleichnamigen Juden, der sich anscheinend seiner Identität bemächtigen will.

Kafkaesker Alptraum ohne die Hoffnung auf ein Happy End, von Losey karg und sehr stilbewusst inszeniert. Delons zurückhaltendes Spiel passt perfekt zur Rolle des emotionslosen Mitläufers, der nur an sich denkt und dabei zielsicher ins Verderben läuft.

Delon war für einen Cesar als bester Schauspieler nominiert, Losey erhielt einen für die Regie und der Film gewann den Cesar für bester Film.

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Arte das sehenswerte Drama „Verleugnung“ (Denial, GB/USA 2016, Regie: Mick Jackson; über den aufsehenerregenden Prozess, in dem die angesehene Historikerin Deborah E. Lipstadt gegenüber dem sie wegen Verleugnung anklagendem Holocaust-Leugner David Irving beweisen musste, dass es den Holocaust gegeben hat).

mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Michel Lonsdale, Juliet Bertot, Suzanne Flon, Jean Bouise

Hinweise

Wikipedia über „Monsieur Klein“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 21. Februar: Monsieur Klein

Februar 21, 2016

Arte, 21.45

Monsieur Klein (Frankreich/Italien 1976, Regie: Joseph Losey)

Drehbuch: Franco Solinas, Fernando Morandi, Joseph Losey

Paris 1942: Robert Klein verdient als Kunsthändler gut an der Not der Juden. Eines Tages liegt vor seiner Haustür ein an ihn adressiertes Exemplar der „Les informations juives“. Klein will herausfinden, warum er die Zeitung zugeschickt bekommen hat. Er erfährt von einem gleichnamigen Juden, der sich anscheinend seiner Identität bemächtigen will.

Kafkaesker Alptraum ohne die Hoffnung auf ein Happy End, von Losey karg und sehr stilbewusst inszeniert. Delons zurückhaltendes Spiel passt perfekt zur Rolle des emotionslosen Mitläufers, der nur an sich denkt und dabei zielsicher ins Verderben läuft.

Delon war für einen Cesar als bester Schauspieler nominiert, Losey erhielt einen für die Regie und der Film gewann den Cesar für bester Film.

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Arte die Dokumentation „Alain Delon, persönlich“ und die Tage einige weitere Delon-Filme, im Rahmen eines Schwerpunktes.

mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Michel Lonsdale, Juliet Bertot, Suzanne Flon, Jean Bouise

Wiederholung: Dienstag, 23. Februar, 13.50 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Monsieur Klein“ (deutsch, englisch, französisch)