Neu im Kino/Filmkritik: „Die Küchenbrigade“ im Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

September 17, 2022

Cathy Marie (Audrey Lamy) hat genug von ihrer Chefin. Die betreibt ein nobles Sterne-Restaurant, hat im Fernsehen eine erfolgreiche Kochshow und einen Kontrollfetisch. In ihrem Restaurant werden nur ihre Kreationen in der von ihr gewünschten Zubereitung hergestellt. Cathy bereitet es anders zu und wird dafür von ihrer Chefin heruntergeputzt. Verärgert kündigt sie. Die Vierzigjährige denkt sich, dass sie mit ihrem Lebenslauf schnell in einem anderen Nobelrestaurant angestellt wird.

Dem ist nicht so. Fast schon verzweifelt bewirbt sie sich auf eine Anzeige, die, wie sie schon beim ersten Blick auf das heruntergekommene, abseits gelegene Gebäude feststellt, etwas blumig formuliert wurde. Die angekündigte Küche ist nicht etwas, sondern weit unter ihrem Niveau. Angesichts ihrer hoffnungslosen Lage nimmt sie die Stelle als Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge trotzdem an.

Schockiert bemerkt sie an ihrem ersten Tag, dass die Zubereitung des Essens hier aus dem Erhitzen von vorgefertigten Zutaten besteht. Das wird sie ändern. Auch wenn ihr der Leiter des Hauses erklärt, für ein besseres Essen reiche das Geld nicht und die Jugendlichen seien zufrieden mit der Dosenravioli, solange sie warm ist und pünktlich auf dem Tisch steht.

Die Küchenbrigade“ ist der neue Film von Louis-Julien Petit. Sein letzter Film war das warmherzige, äußerst gelungene Drama „Der Glanz der Unsichtbaren“ über eine von der Schließung bedrohte Tagesstätte für obdachlose Frauen.

Dieses Mal stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Mittelpunkt des Films. Wenn sie nicht vor ihrem 18. Geburtstag eine Ausbildung beginnen, werden sie abgeschoben. Diese Flüchtlinge werden, wie die Frauen im „Glanz der Unsichtbaren“, von Laien gespielt, die sich letztendliche selbst spielen.

Trotz all der Probleme, die die Figuren in dem Film haben, und die auch angesprochen werden, erzählt Petit die Geschichte als Feelgood-Movie mit einer begrüßenswerten Botschaft.

Das Problem des Films ist nur, wie sie hier präsentiert wird. Deshalb ist „Die Küchenbrigade“ eine Sozialkomödie, die nicht so gelungen wie sein vorheriger Film ist.

Natürlich muss in einem Film einiges verdichtet und zugespitzt werden. So ist das Essen in dem Heim überirdisch schlecht. Es gibt sehr wenig, eigentlich überhaupt kein Personal. Das Haus ist riesig, aber nur wenige Zimmer werden bewohnt. Das alles muss man im Rahmen der Konventionen eines humoristischen Feelgood-Dramas hinnehmen. Ebenso dass alle sehr schnell bei der im zwischenmenschlichen Umgang schwierigen Cathy Kochen auf höchstem Niveau lernen wollen.

Ärgerlich wird es am Ende des Film. Sobald Cathy sich um einen Auftritt in der Kochshow ihrer früheren Chefin bewirt, wird die Geschichte unglaubwürdig. Das live ausgestrahlte Finale der Kochshow, in der Cathy zu den Finalisten gehört, ist eine einzige Abfolge unplausibler und nur scheinbar überraschender Wendungen. Dieser Teil wirkt, als habe das Team einer Daily-Soap die Macht am Set übernommen.

Die Küchenbrigade“ gehört, mit Lamby und Cluzet in den Hauptrollen, zum sozial bewusstem französischem Starkino. Öfter wirkt es so, als würde das Schicksal der Flüchtlinge für den Film ausgebeutet. Sie dürfen irgendwann im Film kurz aus ihrem Leben erzählen, aber im Mittelpunkt steht die biestige Cathy mit ihren Problemen. Und das Finale folgt der sich nicht um Realismus kümmernden Dramaturgie schlechter US-amerikanischer Feelgood-Movies.

Die Küchenbrigade (La brigade, Frankreich 2022)

Regie: Louis-Julien Petit

Drehbuch: Louis-Julien Petit, Liza Benguigui-Duquesne, Sophie Bensadoun, Thomas Pujol (in Zusammenarbeit mit) (nach einer Idee von Sophie Bensadoun)

mit Audrey Lamy, François Cluzet, Chantal Neuwirth, Fatou Kaba, Yannick Kalombo

Länge: 97 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Die Küchenbrigade“

AlloCiné über „Die Küchenbrigade“

Rotten Tomatoes über „Die Küchenbrigade“

Wikipedia über „Die Küchenbrigade“ (deutschfranzösisch)

Meine Besprechung von Louis-Julien Petits „Der Glanz der Unsichtbaren“ (Les Invisibles, Frankreich 2018)


TV-Tipp für den 10. Juni: Das Leben ist ein Spiel

Juni 9, 2020

Arte, 20.15

Das Leben ist ein Spiel (Rien ne va plus, Frankreich/Schweiz 1997)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

Ein ungleiches Gaunerpärchen erleichtert reiche Herren. Als sie auf einen Geschäftsmann mit fünf Millionen Schweizer Franken im Reisegepäck stoßen, wird ihre Loyalität auf eine harte Probe gestellt. Denn das Geld gehört der Mafia.

Chabrols nach offizieller Zählung fünfzigster Film ist eine witzige Gaunerkomödie, die vor allem Dank dem Ganovenduo Huppert/Serrault Spaß macht.

Ein unfeierliches Jubiläum, so ganz in der Manier des Meisters. Der alte Zyniker stellt dem Publikum darin wie eh und je hinterlistige Fallen in einem Vexierspiel zwischen Schein und Sein. Ein frivoles Spiel sowohl mit Identitäten und Identifikationen als auch mit den Normen und Genres des Mediums Film.“ (Fischer Film Almanach 1999)

D. h.: „Sehenswert.“ (Lexikon des internationalen Films)

Mit Isabelle Huppert, Michel Serrault, François Cluzet, Jean-François Balmer

Hinweise

AlloCiné über „Das Leben ist ein Spiel“

Rotten Tomatoes über „Das Leben ist ein Spiel“

Wikipedia über „Das Leben ist ein Spiel“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 3. Juli: Kein Sterbenswort

Juli 3, 2018

Tele 5, 20.15

Kein Sterbenswort (Ne le dis à personne, Frankreich 2006)

Regie: Guillaume Canet

Drehbuch: Guillaume Canet, Philippe Lefebvre

LV: Harlan Coben: Tell no one, 2001 (Kein Sterbenswort)

Acht Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Arzt Alexandre Beck eine Nachricht von ihr. Er will herausfinden, ob sie noch lebt. Dabei gerät er in eine Intrige und unter Mordverdacht.

Spannender, wendungsreicher Thriller, der überall abgefeiert wurde und die deutsche Premiere auf DVD erlebte.

Das Drehbuch war für den Edgar nominiert. Der Film war für neun Césars nominiert und erhielt vier. Unter anderem für die beste Regie und beste Hauptrolle.

mit Francois Cluzet, Kristin Scott Thomas, André Dussolier, Nathalie Baye, Jean Rochefort, Harlan Coben (Cameo als Mann auf dem Bahnhof)

Bonushinweis

Harlan Coben ist ja ein emsiger Autor, der jedes Jahr einen Thriller veröffentlicht, und seine älteren Myron-Bolitar-Romane müssen auch übersetzt werden. Denn der Goldmann-Verlag begann (nachdem die ersten beiden Bolitar-Romane sich nicht so toll verkauften und dann keine weiteren Romane übersetzt wurden) mit Cobens Einzelromanen, die sich gut verkauften, und flocht, mit Pausen, seine älteren Romane ein. Mit „Seine dunkelste Stunde“ (Darkest Fear, 2000) liegt jetzt die spannende, witzige und mit dem Edgar-, Shamus- und Anthony-Preis ausgezeichnete Bolitar-Serie vollständig auf Deutsch vor. Myron Bolitar ist ein Sportagent, der immer wieder auch als Privatdetektiv arbeitet. Meistens weil seine Schützlinge in Schwierigkeiten geraten.

In „Seine dunkelste Stunde“ taucht Bolitars große Liebe wieder auf. Sie bittet ihn, ihr bei der Suche nach einem Knochenmarkspender für ihren Sohn zu helfen. Die Suche wird schnell sehr gefährlich.

Nach dem siebten Bolitar-Roman „Seine dunkelste Stunde“ legte Coben eine sechsjährige Bolitar-Pause ein, die er 2006 mit „Ein verhängnisvolles Versprechen“ (Promise Me) beendete. Seitdem schiebt er zwischen seine Einzelromane immer wieder eine Bolitar-Geschichte.

Vor einigen Tagen erschien sein neuester Einzelroman „In deinem Namen“ (Don’t let go, 2017), der bei mir noch nicht eingetroffen ist, auf Deutsch.

Harlan Coben: Seine dunkelste Stunde

(übersetzt von Gunnar Kwisinski und Friedo Leschke)

Goldmann, 2018

384 Seiten

10 Euro

Originalausgabe

Darkest Fear

Delacorte Press, 2000

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (Ne le dis à personne, Frankreich 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Nur zu deinem Schutz“ (Shelter, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Ich finde dich“ (Six Years, 2013)

Harlan Coben in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Guillaume Canets „Blood Ties“ (Blood Ties, Frankreich/USA 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Operation Duval – Das Geheimprotokoll“ und ein neugieriger Biedermann

November 24, 2017

Aus dem benachbarten Frankreich kommt die „Operation Duval – Das Geheimprotokoll“. François Cluzet spielt den Unternehmensberater Duval, der nach einem überstandenen Burn-Out wieder Arbeit sucht. Nur eine mysteriöse Firma bietet ihm einen Job an. In einem leeren Apartment soll er, ohne auf den Inhalt zu achten, Telefongespräche transkribieren. Dabei muss er viele Regeln zu seinen Arbeitszeiten und seinem Verhalten in der Wohnung (kein Lärm, nicht rauchen, nicht am Fenster stehen) exakt einhalten. Eines Tages hört er auf einem der Tonbänder einen Mord. Ein sich nicht an die Regeln haltender Kollege taucht auf und Duval beginnt Fragen zu stellen. Über seinen Arbeitgeber. Über den Inhalt der Tonbänder.

In „Operation Duval“ erzählt Thomas Kruithof in seinem Spielfilmdebüt eine klassische Verschwörungsgeschichte. Denn selbstverständlich ist der allein lebende Duval der perfekte Kandidat für diesen Job und ebenso selbstverständlich stolpert er durch seine Neugierde in ein politisches Komplott, das er nie vollständig überblickt.

Kruithofs Film ist ein hübscher kleiner Noir, bei dem man, schon nachdem Duval das erste Tonband abgehört hat, keinen Cent auf sein Überleben wetten möchte. Dabei sind die ersten Tonbänder scheinbar vollkommen harmlos.

Operation Duval – Das Geheimprotokoll (La Mecanique de l’ombre, Frankreich 2016)

Regie: Thomas Kruithof

Drehbuch: Thomas Kruithof

mit François Cluzet, Alba Rohrwacher, Denis Podalydes, Sami Bouajila, Simon Abkarian

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

AlloCiné über „Operation Duval“

Moviepilot über „Operation Duval“

Rotten Tomatoes über „Operation Duval“

Wikipedia über „Operation Duval“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 22. Dezember: Ziemlich beste Freunde

Dezember 22, 2016

ARD, 20.15
Ziemlich beste Freunde (Frankreich 2011, Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache)
Drehbuch: Eric Toledano, Olivier Nakache
Ein wohlhabender, körperlich schwerbehinderter Franzose engagiert einen jungen, gerade aus dem Gefängnis entlassenen Migranten als Pfleger. Dieser behandelt ihn nämlich ohne falschen Respekt.
Mit fast neun Millionen Besuchern war „Ziemlich beste Freunde“ 2012 der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos. Jetzt können alle, die den Film im Kino verpassten, das Versäumte als Einstimmung für die Weihnachtstage nachholen.
„Charmantes Buddy-Movie (…) Konzipiert als schwungvoller Wohlfühlfilm, mangelt es ihm allerdings an Glaubwürdigkeit, zumal die Konflikte und Probleme recht naiv verharmlost werden.“ (Lexikon des internationalen Films)
mit Francois Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Molllet
Widerholung: Freitag, 23. Dezember, 01.20 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Film-Zeit über „Ziemlich beste Freunde“
Moviepilot über „Ziemlich beste Freunde“
Rotten Tomatoes über „Ziemlich beste Freunde“
Wikipedia über „Ziemlich beste Freunde“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 2. Dezember: Kein Sterbenswort

Dezember 2, 2016

3sat, 22.35

Kein Sterbenswort (Frankreich 2006, Regie: Guillaume Canet)

Drehbuch: Guillaume Canet, Philippe Lefebvre

LV: Harlan Coben: Tell no one, 2001 (Kein Sterbenswort)

Acht Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Arzt Alexandre Beck eine Nachricht von ihr. Er will herausfinden, ob sie noch lebt. Dabei gerät er in eine Intrige und unter Mordverdacht.

Spannender, wendungsreicher Thriller, der überall abgefeiert wurde und die deutsche Premiere auf DVD erlebte.

Das Drehbuch war für den Edgar nominiert. Der Film war für neun Césars nominiert und erhielt vier. Unter anderem für die beste Regie und beste Hauptrolle.

mit Francois Cluzet, Kristin Scott Thomas, André Dussolier, Nathalie Baye, Jean Rochefort, Harlan Coben (Cameo als Mann auf dem Bahnhof)

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (F 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Nur zu deinem Schutz“ (Shelter, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Ich finde dich“ (Six Years, 2013)

Harlan Coben in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Guillaume Canets „Blood Ties“ (Blood Ties, Frankreich/USA 2013)


TV-Tipp für den 7. Juli: Ziemlich beste Freunde

Juli 6, 2014

ARD, 20.15
Ziemlich beste Freunde (Frankreich 2011, Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache)
Drehbuch: Eric Toledano, Olivier Nakache
Ein wohlhabender, körperlich schwerbehinderter Franzose engagiert einen jungen, gerade aus dem Gefängnis entlassenen Migranten als Pfleger. Dieser behandelt ihn nämlich ohne falschen Respekt.
Mit fast neun Millionen Besuchern war „Ziemlich beste Freunde“ 2012 der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos. Jetzt können alle, die den Film im Kino verpassten, das Versäumte nachholen.
„Charmantes Buddy-Movie (…) Konzipiert als schwungvoller Wohlfühlfilm, mangelt es ihm allerdings an Glaubwürdigkeit, zumal die Konflikte und Probleme recht naiv verharmlost werden.“ (Lexikon des internationalen Films)
Auftakt vom ARD-Sommerkino, das uns in den kommenden Wochen noch einige gute Filme ins heimische Kino bringt.
mit Francois Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Molllet
Widerholung: Dienstag, 8. Juli, 02.25 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Film-Zeit über „Ziemlich beste Freunde“
Moviepilot über „Ziemlich beste Freunde“
Rotten Tomatoes über „Ziemlich beste Freunde“
Wikipedia über „Ziemlich beste Freunde“ (deutsch, englisch, französisch)


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