TV-Tipp für den 22. Februar

Februar 21, 2008

Das Vierte, 22.30

Die gefürchteten Vier (USA 1966, R.: Richard Brooks)

Drehbuch: Richard Brooks

LV: Frank O’Rourke: A mule for the Marquesa, 1964 (später “The Professionals”)

Mexiko 1917: ein texanische Öl- und Viehmillionär engagiert vier Söldner seine von einem mexikanischen Revolutionär und Banditenführer entführte Frau zu befreien. Die vier Profis machen sich auf den Weg.

Viel zu selten gezeigter Western-Klassiker. Richard Brooks Film „The Professionals“ ist gleichzeitig eine Heroisierung und zynische Demontage des professionellen Kriegshandwerks. Einer von Brooks besten, vielleicht sogar sein bester, Film.

Mit Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan, Woody Strode, Claudia Cardinale, Jack Palance, Ralph Bellamy


Mündliche Verhandlung der Plagiatsklage gegen „Tannöd“

Februar 21, 2008

Am Mittwoch, den 20. Februar, war die mündliche Verhandlung der Klage von Peter Leuschner gegen Andrea Maria Schenkel. Er behauptet sie habe ihr Debüt „Tannöd“ aus einem seiner Sachbücher abgeschrieben. Der Richter hielt die Klage heute für nicht stichhaltig und schlug eine gütliche Einigung vor (ausführlicher in der Netzeitung).

Hier die Mitteilung von Schenkels Verlag, der Edition Nautilus:

Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass das Landgericht München I die Plagiatsvorwürfe Peter Leuschners  gegen Andrea Maria Schenkel als ungerechtfertigt ansieht.

In der heutigen mündlichen Verhandlung ließ das Landgericht München I deutlich erkennen,  dass es der Klage Peter Leuschners auf Unterlassung und Schadensersatz keinerlei Erfolg in Aussicht stellt. Es ist daher davon auszugehen, dass am 21. Mai 2008 ein Urteil in diesem Sinne ergehen wird. An diesem Tag wird das Gericht seine Entscheidung und die Urteilsbegründung verkünden.

Peter Leuschner hat Andrea Maria Schenkel des Plagiats beschuldigt: Sie habe für ihren Bestseller-Roman „Tannöd“ aus seinem Sachbuch „Der Mordfall Hinterkaifeck“ abgeschrieben. In seiner Klage fordert er 500.000 Euro Schadensersatz und die Vernichtung aller existierender Exemplare von „Tannöd“. Verlag und Autorin haben den Plagiatsvorwurf immer als ungerechtfertigt zurückgewiesen – eine Haltung, die heute von gerichtlicher Seite bestätigt wurde.

Das Gericht machte deutlich, dass es keine Urheberrechtsverletzungen durch Andrea Maria Schenkel gegeben sieht, da es sich bei dem Fall Hinterkaifeck um ein belegtes historisches Ereignis handele.


Neu im Kino: Helden der Nacht

Februar 21, 2008

Helden der Nacht (USA 2007, R.: James Gray)

Drehbuch: James Gray

Stilsicherer, an das Kino der Siebziger erinnernder, 1988 in New York spielender Polizeithriller über zwei Brüder: der eine folgt der Familientradition und wird Polizist; der andere Discobesitzer und Verbrecher. Jetzt steht der Discobesitzer vor der Frage, ob er vollständig mit seiner Familie brechen soll.

„Helden der Nacht hat alle Ingredienzien eines Genrethrillers. Mehr noch, Gray scheint einigen dieser Klassiker seine Reverenz erweisen wollen. In seinen besten Momenten ruft Helden der Nacht Erinnerungen an die Korruptionsthriller Sidney Lumets oder die dreckigen kleinen Nachtfilme Scorseses wach.“ (epd Film 2/2008)

Mit Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Eva Mendes, Robert Duvall, Tony Musante

Hinweise:

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Helden der Nacht“

Film & Video: Interview mit James Gray über Stuntmen und digitale Bildbearbeitung

Salon Conversations: Podcast mit James Gray 

Dark Horizons: Interview mit James Gray 


TV-Tipp für den 21. Februar

Februar 21, 2008

Pro 7, 20.45

Fast Track – No Limits (D 2007, R.: Axel Sand)

Drehbuch: Lee Goldberg

Ein Cop und ein Ex-Fluchtwagenfahrer treffen sich in Berlin bei illegalen Autorennen. Gemeinsam balzen sie um die Organisatorin herum und kloppen sich mit einem Russen-Mafiosi.

Die Story ist natürlich eine schamlose „The Fast and the Furios“-Kopie. Die Action-Szenen, produziert wurde der Film von der „Alarm für Cobra 11“-Firma, sind natürlich gelungen.

Die Monk-Bücher von Lee Goldberg haben mir sehr gut gefallen. Seinen Blog besuche ich regelmäßig. Goldberg schrieb dort viel über die gute Zusammenarbeit und dass „Fast Track – No Limits“ bei der richtigen Quote in Serie gehen soll. Das Making-of, das schon länger auf You Tube zu sehen ist, ist ein typisches Making-of, das sich vor allem auf die Action-Szenen konzentriert und diese mit den üblichen Blurbs anreichert. Und der Trailer verspricht was Trailer versprechen.

Jedenfalls bin ich auf diese Action-Concept-Produktion gespannt. Auch wenn „Quotenmeter“ verdächtig begeistert; „TV Spielfilm“ und „tip“, erwartungsgemäß, absolut nicht begeistert sind.

Mit Erin Cahill, Andrew Walker, Alexia Barlier, Joseph Beattie, Ill-Young Kim

Hinweise:

Homepage von Lee Goldberg (mit  weiteren Infos zu „Fast Track – No Limits“)

Meine Besprechung von „Mr. Monk und die Montagsgrippe“ (Mr. Monk and the Blue Flu, 2007) von Lee Goldberg

Meine Besprechung von “Mr. Monk besucht Hawaii“ (Mr. Monk goes to Hawaii, 2006) von Lee Goldberg

Meine Besprechung von „Mr. Monk und die Feuerwehr“ (Mr. Monk goes to the Firehouse, 2006) von Lee Goldberg


Ausgewählte Frühjahrsmorde 2008: Mörderisches von Blanvalet und Goldmann

Februar 20, 2008

Heute kommen wir zu zwei großen Verlagen, die einerseits viel für die Hardcorekrimifans uninteressante Bestsellerware verlegen, die andererseits aber auch einige gute Autoren in ihrem Programm haben. Ich sage nur Lynda La Plante, Ian Rankin, Mark Billingham, Jeffery Deaver, Peter Temple und Norbert Horst. Ja, der Polizist hat seine Schreibmaschine endlich wieder zum Krimischreiben benutzt.

Blanvalet

März

Margie Orford: Blutsbräute (Deutsche Erstveröffentlichung eines heftig beworbenen Krimidebüts aus Südafrika. Ich bin deshalb entsprechend misstrauisch.)

April

Clive Cussler: Cyclop (Sonderausgabe zum Welttag des Buches)

Mai

Susan Andersen: Todesspirale (Deutsche Erstveröffentlichung eines Lady-Thrillers)

Steve Berry: Patria (Deutsche Erstveröffentlichung: Cotton Malone soll Erpressern den Zugang zur Bibliothek von Alexandria verschaffen. Sonst stirbt sein Sohn.)

Jeffery Deaver: Gezinkt (Deutsche Erstveröffentlichung von sechzehn Kurzgeschichten)

Kathy Reichs: Hals über Kopf (mit einer großen Werbekampagne garnierte Taschenbuch-Veröffentlichung eines Tempe-Brennan-Romans)

Juni

Jenna C. Black: Der Seelensammler (zweiter Thriller mit der Polizistin Laura Cardinal)

Sandra Brown: Weißglut (Taschenbuchausgabe: Sayre Hoyle vermutet den Mörder ihres jüngeren Bruders im Kreis der Familie.)

Rachel Butler: Blutbild (Deutsche Erstveröffentlichung: eine Malerin und Killerin soll im Auftrag des FBI eine kriminelle Organisation unterwandern. Klingt ziemlich ausgedacht; könnte aber ein netter Schmöker sein.)

Clive Cussler/Paul Kemprecos: Höllenschlund (diese Deutsche Erstveröffentlichung ist der siebte Kurt-Austin-Roman und wurde den NUMA-Akten entnommen)

Jerome Delafosse: Im Blutkreis (Mystery-Thriller über eine Verschwörung, die die Welt an den Rand des…)

Andy McNab: Die Abrechnung (Deutsche Erstveröffentlichung eines Nick-Stone-Agententhriller)

Juli

Suzanne Brockmann: Feuerkuss (Deutsche Erstveröffentlichung)

Robin Cook: Crisis (Medizin-Thriller)

Iris Johansen: Melodie der Angst (Ein Lady-Thriller)

James Patterson: Die 5. Plage (ein „Women’s Murder Club“-Roman in der Taschenbuchausgabe)

Helena Reich: Nasses Grab (Originalausgabe; geplant als Start einer in Prag spielenden Serie mit einem sympathischen Ermittlertrio aus Kommissar, Pathologin und Reporterin. Hm.)

Andreas Wilhelm: Projekt Sakkara (Ein Mystery-Thriller)

August

Commander James Barrington: Die Virus-Waffe („Die britische Antwort auf Tom Clancy!“ – Sie sind gewarnt.)

Janet Evanovich: Tiefer gelegt (Krimikomödie ohne Stephanie Plum)

David Gibbins: Mission: Atlantis (oder: Viele Menschen suchen die untergegangene Stadt Atlantis und es geht rund.)

Tami Hoag: Kaltherzig (Deutsche Erstveröffentlichung: Eine Ex-Polizistin muss sich auf der Jagd nach einem Mörder den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen. Tja, nun.)

Linda Howard: Mordgeflüster (Deutsche Erstveröffentlichung eines Lady-Thrillers: ein Unbekannter scheint noch eine Rechnung mit Blair Mallory offen zu haben.)

Mike Lawson: Der Luchs (Thrillerdebüt über einen Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten. Die Kritiken versprechen eine spannenden, leicht unrealistischen Verschwörungsthriller.)

Lisa Scott: Die Richterin (Deutsche Erstveröffentlichung, Thriller über eine Richterin auf Mördersuche)

Debra Webb: Wie ein böser Traum (Deutsche Erstveröffentlichung)

September

Dale Brown: Erstschlag (Deutsche Erstveröffentlichung: Major Jason Richter und seine Hightech-Eingreiftruppe zeigen einem Drogenbaron wo der Hammer hängt.)

Gilles Del Pappas: Der Kuss der Muräne (Deutsche Erstveröffentlichung; Marseille-Krimi für die Camilleri-Fans)

Cindy Gerard: Riskant (Deutsche Erstveröffentlichung; nach einer längeren Pause erscheint jetzt der vierte Bodyguard-Roman. Bis jetzt gefiel mir der erste Bodyguard-Roman „Wer den Tod begrüßt“ am besten.)

Brad Thor: Overkill (Deutsche Erstveröffentlichung eines Agententhrillers)

Oktober

Chelsea Cain: Furie (Ihr Debüt als Taschenbuch: ein Polizist in den Händen einer Serienmörderin. Die Fortsetzung erscheint die Tage als Hardcover.)

Lynda La Plante: Die blutrote Dahlie (Deutsche Erstveröffentlichung eines Polizeithrillers von der in Großbritannien erfolgreichen TV-Produzentin.)

Giuseppe Pederiali: Die Todesshow (Deutsche Erstveröffentlichung eines in Italien spielenden Krimis)

Vanda Symon: Ein harmloser Mord (Deutsche Erstveröffentlichung; Eine Polizistin ermittelt in Neuseeland)

Goldmann – Taschenbuch

März

Jonathan Burnham Schwartz: Eine Sekunde nur (Buch zum Film mit Joaquin Phoenix und Jennifer Connelly)

Janet Evanovich & Charlotte Hughes: Jeder Kuss ein Treffer (Deutsche Erstveröffentlichung, Komödie)

April

Deborah Crombie: Der Rache kaltes Schwert (limitierte Auflage zum Sonderpreis zum Welttag des Buches)

Nicci French: Der Feind in deiner Nähe (Taschenbuch-Ausgabe)

Frank Schätzing: Mordshunder (Taschenbuchausgabe mit Rezepten von 15 Kölner Küchenchefs; die Verfilmung läuft im Frühjahr bei RTL)

Minette Walters: Der Schrei des Hahns (Deutsche Erstveröffentlichung: kurzer Psychothriller über einen historischen Kriminalfall)

Mai

Jennifer Apodaca: Ladykiller (Deutsche Erstveröffentlichung, der Romance Readers Connection ist begeistert von dieser „Romantischen Komödie des Monats“)

Giorgio Faletti: Im Namen des Mörders (Deutsche Erstveröffentlichung: ein Halbindianer muss sich seinen und den Dämonen seines Stammes stellen.)

Frederick Forsyth: Der Afghane (heftig beworbene Taschenbuch-Ausgabe des Spiegel-Jahresbestsellers 2006: SIS-Agent Mike Martin soll einen Al-Kaida-Anschlag verhindern.)

Martha Grimes: Inspektor Jury geht übers Moor (Neuauflage des Rowohlt-Titels)

Ruth Rendell: Alles Liebe vom Tod/Mord ist ein schweres Erbe (die Wexford-Krimis erscheinen jetzt wieder monatlich in chronologischer Reihenfolge in Doppelbänden)

Michael Robotham: Todeskampf (Deutsche Erstveröffentlichung, ist der Krimi des Monats des Verlages)

Andrew Taylor: Im Zeichen des Raben (Deutsche Erstveröffentlichung: ein Kinderspiel wird zum Alptraum.)

Juni

Jonathan Kellerman: Narben – Ein Alex-Delaware-Roman (Muss noch mehr gesagt werden?)

John Matthews: Die letzte Stunde (Deutsche Erstveröffentlichung: Thriller über einen Anwalt der seinen Mandanten vor der Todesstrafe bewahren will. Dummerweise hat dieser alles gestanden und will sterben. – Hübsche Prämisse. Mal lesen, wie’s ausgeht.)

Ian Rankin: Eindeutig Mord – Zwölf Fälle für John Rebus (Kurzgeschichten in Deutscher Erstveröffentlichung)

Patrick Redmond: Die Gottesanbeterin (Deutsche Erstveröffentlichung eines psychologischen Thrillers)

Ruth Rendell: Schweiß der Angst/Mord am Polterabend

Daniel Scholten: Der kopflose Engel (dritter Fall für Kommissar Cederström)

Peter Temple: Kalter August (hab ich bereits abgefeiert)

Grazia Verasani: Briefe einer Toten (Deutsche Erstveröffentlichung: eine Privatdetektivin ermittelt in Bologna.)

Juli

Maxime Chattam: Das Pentagramm (ein Mystery-Thriller)

Patricia Cornwell: Gefahr – Ein Win-Garano-Roman

Robert Ellis: Todesqual (Deutsche Erstveröffentlichung – Michael Connelly blurbt diesen Polizistin-jagt-Serienkiller-Krimi)

Martha Grimes: Karneval der Toten – Ein Inspector-Jury-Roman

Marcel Feige: Gier (Deutsche Erstausgabe – Kommissar Kalkbrenner ermittelt wieder in meiner Stadt. Aber dieses Mal ohne mich.)

G. M. Ford: Die Spur des Blutes (Blown Away, 2006 – sechster und vorläufig letzter Corso-Roman)

Ruth Rendell: Der Liebe böser Engel/Schuld verjährt nicht

John Searles: Kind der Lüge (Deutsche Erstveröffentlichung; ist wohl eher eine Familientragödie)

Dimitri Stachow: Der Retuscheur (Deutsche Erstveröffentlichung eines russischen Mystery-Thrillers: ein Fotograf retuschiert Menschen aus Bildern. Kurz darauf verschwinden diese Menschen.)

Michelle Wan: Wer Lügen sät – Ein Krimi aus der Dordogne (Deutsche Erstveröffentlichung)

August

Mark Billingham: Das Blut des Opfers – Ein Inspector-Thorne-Roman (Deutsche Erstveröffentlichung: Thorne jagt einen Killer, der nichts mehr zu verlieren hat)

Gianrico Carofiglio: In freiem Fall (habe ich bereits abgefeiert)

Michael Crichton: Next (oder Crichton und die bösen Umtriebe der Biogenetiker.)

Janet Evanovich: Liebe über Bord (eine romantische Screwball-Komödie ohne Stephanie Plum)

Eugenio Fuents: Das Herz des Mörders – Ein Fall für Ricardo Cupido (der in Spanien einen Mörder jagt)

Gerald Hagemann: Mord bei Pooh Corner (Originalausgabe; könnte ziemlich cozy sein)

Thomas O’Callaghan: Blutrituale (nach „Der Knochendieb“ jagen die Polizisten Driscoll und Aligante wieder einen Serienkiller. Oder zwei?)

Anne Perry: Gefährliche Trauer/Eine Spur von Verrat (zwei im viktorianischen England spielende Privatdetektiv-William-Monk-Romane)

Ruth Rendell: Die Tote im falschen Grab/Phantom in Rot

Sabine Rückert: Unrecht im Namen des Volkes – Ein Justizirrtum und seine Folgen (Sachbuch über zwei zu Unrecht als Vergewaltiger verurteilte Männer)

September

Jefferson Bass: Bis auf die Knochen (Forensiker Bill Brockton will wissen, warum der Mann in Frauenkleidern sterben musste.)

Stephen Booth: Todesnacht (750 Seiten – Soll das noch ein Krimi sein?)

Jan Burke: Blutsverwandte (Deutsche Erstveröffentlichung – müsste das für den Anthony- und Nero-nominierte „Kidnapped“ sein. Dieses Mal hat Journalistin Irene Kelly Trouble, nachdem sie eine Geschichte über misshandelte und vermisste Kinder veröffentlicht.)

Norbert Horst: Sterbezeit (Endlich erscheint sein vierter Krimi)

Jonathan Kellerman: Schwere Schuld/Faye Kellerman: Der Wächter meiner Schwester (Deutsche Erstveröffentlichung zweier für Kellermansche Verhältnisse kurzer Romane in einem Band)

Frank Littek: Alle Achtung! – Sich erfolgreich schützen und zur Wehr setzen bei Überfällen, Einbrüchen, Taschendiebstählen, etc. (Sachbuch, Originalausgabe)

Andy McDermott: Die Jagd nach Atlantis (Deutsche Erstveröffentlichung. „Für alle Leser von Clive Cussler“ schreibt Goldmann sicher ziemlich treffend.)

James Patterson: Totenmesse (Deutsche Erstveröffentlichung: Start der Serie mit dem polizeilichen Deeskalationsexperten Mike Bennett. Die Trauergäste bei der Beerdigung der First Lady werden als Geisel genommen und Bennett beginnt mit den Verhandlungen.)

Ruth Rendell: Der Kuss der Schlange/Leben mit doppeltem Boden

Lawrence Wright: Der Tod wird euch finden – Al-Qaida und der Weg zum 11. September (Taschenbuchausgabe des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Sachbuchs)

Oktober

Maxime Chattam: Bestie (Deutsche Erstveröffentlichung eines französischen Bestsellers. Eine Bestie dezimiert eine Schiffsbesatzung. Aber sie hat nicht mit Leutnant Craig Ferwin gerechnet.)

Michael Chrichton: The Lost World – Vergessene Welt (Arbeitstitel war wohl „Jurassic Park II“)

Barbara Krohn: Die achte Todsünde – Ein Neapel-Krimi

Natasha Mostert: Der Fluch der Schwestern (Mystery-Thriller in Deutscher Erstveröffentlichung)

Anne Perry: Das dunkle Labyrinth (William Monk ermittelt in den Abwasserkanälen Londons)

Ian Rankin: Der diskrete Mr. Flint (ein von mir bereits abgefeiertes Frühwerk von Rankin)

Ruth Rendell: Der Tod fällt aus dem Rahmen/Die Verblendeten

Frank Schätzing: Tod und Teufel – Die illustrierte Ausgabe des Weltbestsellers (Weltbestseller ist, ohne Übersetzung ins Englische, wohl etwas hoch gegriffen)

Mike Walters: Blutiger Schnee (Auch in Ulan Bator dezimiert ein Serienkiller Westler. Gut, dass Inspector Nergui ermittelt.)

Louise Welsh: Der Kugeltrick

Fett Kursiv sind die Titel gedruckt, auf die ich mich besonders freue.

Und hier geht’s zu den vorherigen Teilen:

Alexander Verlag, Edition Nautilus, Pendragon, Unionsverlag, Pulp Master, vgs

Emons, Gmeiner Grafit


TV-Tipp für den 20. Februar

Februar 20, 2008

ARD, 20.15

Sophie Scholl – Die letzten Tage (D 2005, R.: Marc Rothemund)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Das sei Schulfernsehen, sagte Breinersdorfer, als Rothemund ihm vorschlug die letzten Tage der Geschwister Scholl zu verfilmen. Dann vertiefte er sich in die Protokolle der Verhöre und schrieb das Drehbuch zu einem von Kritikern, Kollegen und Publikum hochgelobten Film. Über eine Million sahen „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ in den deutschen Kinos.

Mit Julia Jentsch, Alexander Held, Fabian Hinrichs, Jörg Hube

Wiederholung

Donnerstag, 21. Februar, 10.03 Uhr

Hinweise

Homepage von Fred Breinersdorfer

Das Parlament: Interview mit Fred Breinersdorfer zu „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Meine Besprechung von „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ von Fred & Léonie-Claire Breinersdorfer


Cover der Woche

Februar 19, 2008

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TV-Tipp für den 19. Februar

Februar 19, 2008

SWR, 00.00

Der Obrist und die Tänzerin (USA/E 2002, R.: John Malkovich)

Drehbuch: Nicholas Shakespeare

LV: Nicholas Shakespeare: The Dancer upstairs, 1995 (Der Obrist und die Tänzerin)

Irgendwo in den Anden: Polizist Augustin soll eine Gruppe von Terroristen bekämpfen und gerät zwischen die Fronten.

Malkovichs Regiedebüt ist ein, trotz gewisser Schwächen, beeindruckender Politthriller.

„Die Verfilmung von Nicholas Shakespeares gleichnamigem Roman ist eine politisch und psychologisch spannende Auseinandersetzung mit Gewalt und Gegengewalt, Terror und Gegenterror. In jedem Moment spürt man die Spirale der Hoffnungslosigkeit, auch die Ursachen des Übels werden nicht verschwiegen. Javier Bardem brilliert als zwischen Staatsloyalität und Liebe zerrissener Mann.“ (Margret Köhler, Film-Jahrbuch 2004)

Mit Javier Bardem, Laura Morante


Ein alltäglicher Fall, ein moralisches Dilemma

Februar 18, 2008

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Kann ein Krimi ohne einen Mord spannend sein? Auch wenn die Antwort in Zeiten einer steigenden Zahl von Leichen pro Krimi überraschen mag: Ja, natürlich. Gianrico Carofiglio bringt in seinem dritten Roman „Das Gesetz der Ehre“ niemanden um. Eigentlich geht es nur um einen kleinen Rauschgiftfall, der sogar in der Saure-Gurken-Zeit kaum Chancen hat in den Kleinmeldungen erwähnt zu werden.

Fabio Paolicelli ist bereits rechtskräftig verurteilt vierzig Kilo Rauschgift nach Italien geschmuggelt zu haben. Er wurde an der Grenze erwischt und gestand die Tat. Aber jetzt leugnet er die Tat. Er behauptet, jemand habe ihm die Drogen untergeschoben. Er behauptet, von den Beamten erpresst worden zu sein, ein Geständnis zu unterschreiben oder seine Familie werde angeklagt. Er feuert seinen unfähigen Anwalt und bittet Guido Guerrieri ihn zu verteidigen.

Denn während er seinen ersten Anwalt aufgrund einer dubiosen Empfehlung engagierte, hat Paolicelli sich dieses Mal unter den Knastkumpanen umgehört und sich dann für den Besten entschieden: „Von Ihnen wird behauptet, Sie hätten keine Angst. Es heißt, Sie würden nicht kneifen, wenn es darum geht, sich für eine gerechte Sache einzusetzen. Es heißt, Sie seien anständig. Und Sie gelten als sehr guter Anwalt“, antwortet er auf die Frage Guerrieris, warum er sich für ihn entschieden habe.

Aber Paolicelli hat bei seiner Wahl eines vergessen. Guerrieri kennt ihn von früher. Als Halbstarker war Paolicelli bei den Nazis und, zusammen mit seinen Freunden, verprügelte er vor über zwanzig Jahren Guerrieri. Damals schwor der Anwalt Rache und jetzt sitzt er vor seinem damaligen Feind: „Ich begriff, klar und deutlich, dass ich eher sein Richter – und vielleicht auch sein Henker – sein wollte als sein Anwalt. Ich wollte eine alte Rechnung begleichen.“

Damit ist der Grundkonflikt von „Das Gesetz der Ehre“ bereits umrissen. Guerrieri steht vor der Entscheidung, sich für vergangenes Unrecht zu rächen oder, indem er seine Arbeit macht, einem Angeklagten zu helfen.

Denn auch in Italien gilt, wie der Originaltitel „Ragionevoli dubbi“ verrät, das Prinzip, dass der Verteidiger für einen Freispruch berechtigte Zweifel an der Version der Anklage säen muss und der Richter im Zweifel für den Angeklagten entscheiden muss. Als Guerrieri mit seiner Arbeit beginnt, beginnt er auch schnell die Version Paolicellis für wahrscheinlich zu halten. Denn warum sonst sollte ein Unbekannter Paolicellis Frau auf offener Straße ansprechen und ihr einen Anwalt aus dem fernen Rom nennen, der dann das Mandat übernimmt, ohne jemals dafür auch nur einen Cent zu verlangen.

Doch Guerrieri fragt sich weiterhin, warum er diesem Angeklagten helfen soll. Denn neben dem alten Racheschwur ist Guerrieri einsam. Seine Freundin hat einen Job in New York angenommen und Paolicellis gutaussehende, japanische Frau lässt seine Hormone verrückt spielen. Er könnte gleichzeitig seinen alten Schwur erfüllen und einen Nebenbuhler aus dem Weg räumen.

Gianrico Carofiglios dritter Roman mit dem Anwalt und Ich-Erzähler Guido Guerrieri ist wieder einmal spannende Unterhaltung aus Italien. In „Das Gesetz der Ehre“ erzählt Carofiglio schnörkellos die Geschichte eines kleinen, alltäglichen Falles, der am Ende eine ganz neue und viel größere Dimension bekommt. Doch das ist eine andere Geschichte, mit der Guerrieri nichts mehr zu tun hat. Der in „Das Gesetz der Ehre“ erzählte Fall des verurteilten Rauschgiftschmugglers wird durch das moralische Dilemma für den Helden spannend. Ein Dilemma, das jeder kennt und auf das es keine endgültige Antwort gibt.

 

 

Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der Ehre

(übersetzt aus dem Italienischen von Claudia Schmitt)

Goldmann Verlag, 2007

272 Seiten

19,95 Euro

 

Originalausgabe

Ragionevoli dubbi

Sellerio editore Palermo, 2006

 

Lesungen

Berlin: Montag, 18. Februar, 19.00 Uhr, Italienisches Kulturinstitut

Zürich: Donnerstag, 13. März, 20.30 Uhr, Orell Füssli Buchhandlung am Bellevue

München: Freitag, 14. März, 18.00 Uhr, Landeskriminalamt

 

Goldmann über Gianrico Carofiglio

Meine Besprechung von Gianrico Carofiglios „In freiem Fall“


TV-Tipp für den 18. Februar

Februar 18, 2008

Ist „Fleisch“ ein weiteres Remake, das die Welt nicht braucht? Nach 115 Minuten (mit Werbung) wissen wir es:

Pro 7, 20.15

Fleisch (Südafrika 2007, R.: Oliver Schmitz)

Drehbuch: Thomas Gaschler

LV: Rainer Erler: Fleisch, 1980

Der billige Südafrika-Urlaub von Frank und Marisa wird, nachdem Frank von Organhändlern entführt wird, zum Horrortrip.

Braucht wirklich jemand dieses Remake von Rainer Erlers immer noch spannendem Thriller? Nach den Vorberichten: Nein. Nein. Und nochmals Nein.

Mit Theresa Scholze, Sebastian Ströbel, Tony Kgoroge, Susan Danford     

Wiederholung:

Samstag, 23. Februar, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Homepage von Rainer Erler

Lexikon der Deutschen Krimiautoren über Rainer Erler

Pro 7 zum Film (nicht sonderlich informativ, aber immerhin einige, eher abschreckende, Bilder aus dem Fernsehfilm)


TV-Tipp für den 17. Februar

Februar 17, 2008

SRTL, 22.15

Columbo: Blumen des Bösen (USA 1972, R.: Boris Sagal)

Drehbuch: Jonathan Latimer

Onkel Jarvis, Orchideenzüchter und Verwalter des Familienvermögens, schlägt dem in finanziellen Nöten steckenden Playboy Goodland eine fingierte Entführung vor. Aber Goodland bleibt für immer verschwunden. Oder wird Columbo ihn finden?

Diese natürlich äußerst gelungene Columbo-Folge (Plot gut, Dialoge gut, Schauspieler dito) ist das letzte Drehbuch des Pulp-Autors. Joseph Latimer schrieb auch Drehbücher für die langlebige Perry Mason-Serie mit Raymond Burr.

Mit Peter Falk, Ray Milland

Hinweise:

Krimi-Couch über Jonathan Latimer

Mystery File (John Fraser sehr ausführlich) über John Latimer

Kirjasto über Jonathan Latimer

Thrilling Detective über Jonathan Latimer


TV-Tipp für den 16. Februar

Februar 16, 2008

Auf der Berlinale erhält Francesco Rosi den Goldenen Ehrenbär und die Hommage ist ihm gewidmet. Das hat sicher beim BR zu diesem Abend geführt:

BR, 20.15/01.30 (VPS 01.29)

Die Macht und ihr Preis (I/F 1976, R.: Francesco Rosi)

Drehbuch: Francesco Rosi, Tonino Guerra, Lino Jannuzi

LV: Leonardo Sciascia: Il contesto – Una parodia, 1971 (Tote Richter reden nicht, Die Macht und ihr Preis, Der Zusammenhang – Eine Parodie)

Inspektor Rogas stößt bei der Suche nach dem Mörder zweier Richter und eines Staatsanwaltes auf ein die höchsten Kreise betreffendes Komplott.

Ein starbesetzter Klassiker unter den Polit-Thrillern der Siebziger.

Mit Lino Ventura, Alain Cuny, Charles Vanel, Max von Sydow, Fernando Rey

 

BR, 22.15

Lucky Luciano (I/F 1973, R.: Francesco Rosi)

Drehbuch: Francesco Rosi, Lino Jannuzi, Tonino Guerra

Material/Buch zum Film: Lino Jannuzzi, Francesco Rosi: Lucky Luciano, 1973

Überzeugendes Biopic über den Mafiosi Salvatore “Lucky” Luciano.

Mit Gian Maria Volonté, Rod Steiger, Charles Siragusa, Edmond O’Brien

Wiederholung:

3sat, Montag, 18. Februar, 00.45 Uhr (Taggenau!)

 

BR, 00.00

Francesco Rosi – Momente der Wahrheit (D 2002, R.: Eckhart Schmidt)

Drehbuch: Eckhart Schmidt

Spielfilmlange Doku über Francesco Rosi

Mit Francesco Rosi, Rod Steiger, Lino Ventura


Ausgewählte Frühjahrsmorde 2008: Wir können auch Krimis

Februar 15, 2008

Im zweiten Teil unserer kleinen Verlagsschau sehen wir uns das Frühjahrprogramm einiger kleiner Verlage, die regelmäßig gute Krimis veröffentlichen, an. Der Alexander Verlag, die Edition Nautilus, Pendragon, der Unionsverlag, Pulp Master und vgs veröffentlichen nicht nur Kritikerlieblinge, sondern sie haben auch einige die Bestsellerlisten stürmende  Publikumslieblinge im Angebot.

 

 

Alexander Verlag

setzt seine Ross-Thomas-Neuausgabe fort:

Ross Thomas: Teufels Küche (Überarbeitete Neuausgabe von „Mördermission“ [Missionary Stew, 1983]; erhielt 1986 den Deutschen Krimi Preis und Stephen King meint: „Dieses Buch ist definitiv das beste, das ich von Ross Thomas gelesen habe.“)

David Mamet: Bambi vs. Godzilla (Arbeitstitel; David Mamet meckert über Hollywood; das ist zwar kein Krimi, aber David Mamet hat mit seinen Drehbüchern und Filmen auch im Genre seine Spuren hinterlassen.)

Die Bücher erscheinen im Frühjahr.

 

 

Edition Nautilus

setzt die „Kaliber .64“-Reihe (64 Seiten und Schluss – schöne Reihe mit inzwischen schon einigen Entdeckungen) mit drei Geschichten fort:

Bernhard Jaumann: Geiers Mahlzeit

Roman Rausch: Meet the Monster

Friedrich Ani: Der verschwundene Gast

Die Bücher erscheinen Ende Februar.

 

 

Pendragon

Herausgeber Günther Butkus verspricht mir immer wieder, dass im nächsten Programm weniger Kriminalromane seien – und bricht dieses regelmäßig dieses Versprechen. Aber bei diesen angekündigten Romanen will ich wirklich nicht böse sein:

Februar

Frank Göhre: MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser (Nachdem Göhre vor Jahren bereits die Werke von Friedrich Glauser herausgegeben hat, legt er jetzt eine literarische Annäherung an Glauser vor.)

Frank Göhre: An einem heißen Sommertag (Neuveröffentlichung von „Letzte Station vor Einbruch der Dunkelheit“, dem auch verfilmten „Schnelles Geld“ und den bislang unveröffentlichten Kurzgeschichten „Verrückte Schritte“ und „Keine Chance“)

Renate Niemann: Der Graumacher (Psychothriller über eine Journalistin, die den Graumacher jagt.)

Wolfgang Schweiger: Der höchste Preis (Nach einer langen Pause endlich wieder ein neuer Schweiger. Dieses Mal erzählt er eine Familien- und Rachegeschichte.)

Jürgen Siegmann: Am Abgrund (In Bielefeld verschwinden zwei Schülerinnen. Kommissar Lippe ermittelt.)

März

Die Schweizer gestalten den Pendragon-März

Mitra Devi: Stumme Schuld (Eine Privatdetektivin sucht einen Mörder und findet zunächst viele Verdächtige.)

Roger Graf: Die Frau am Fenster (Yep, der Mann, der uns die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney bescherte scheint dieses Mal wesentlich ernsthafter zu erzählen. Jedenfalls sucht die Polizei nach einem Mörder, der bei seinen Opfern immer eine Plastikuhr mit der Uhrzeit 11.15 Uhr zurücklässt.)

Daniel Himmelberger/Saro Marretta: Die letzte Reise nach Palermo (Ein Berner Schriftsteller wird ermordet. Seine Kollegen fragen sich, ob’s die Mafia war. Die Polizei ermittelt.)

Roger Strub: Kalter Abschied (Vor dreißig Jahren brachte eine Mutter zuerst ihre Kinder und dann sich um. Heute untersucht die Polizei den Fall wieder und fragt sich, ob die Tote wirklich die Mutter war.)

 

 

Unionsverlag

Bleiben wir in der Schweiz. Der Unionsverlag legt sein erstes Krimiprogramm nach dem Ausscheiden von Thomas Wörtche als Herausgeber vor. Aber für die meisten Bücher dürfte Wörtche noch irgendwie verantwortlich sein. Jedenfalls liest sich das Programm so:

Fester Einband

Leonardo Padura: Das Havanna-Quartett (Sammelband mit „Ein perfektes Leben“, „Handel der Gefühle“, Labyrinth der Masken“ und „Das Meer der Illusionen“)

Claudia Pineiro: Ganz die Deine (Tuya, 2003 – Inés wird von ihrem Mann betrogen. Irgendwann reicht es ihr und sie beginnt einen Rachefeldzug. Die ersten Zeilen gefallen mir sehr gut.)

Tran-Nhut: Das schwarze Pulver von Meister Hou – Ein Kriminalfall für Mandarin Tan (La pudre noire de Maitre Hou, 2002 – eine im Vietnam des 17. Jahrhunderts spielende Mischung aus historischem Roman, Spannung und Fantasy)

Taschenbuch

Februar

Friedrich Glauser: Die Wachtmeister-Studer-Romane (alle sechs Krimis in einer Kassette und damit die ideale Ergänzung zu Frank Göhres Glauser-Roman)

Celil Oker: Dunkle Geschäfte am Bosporus (Son Ceset, 2004 – Nach einer vierjährigen Pause und nachdem ich bereits die Hoffnung auf eine weitere Übersetzung eines Krimis mit Privatdetektiv Remzi Ünal aufgegeben hatte, erscheint jetzt sein vierter Fall. Guter Hardboiled aus der Türkei.)

Leonardo Padura: Adiós Hemingway (Adios Hemingway, 2006 – hab ich bereits abgefeiert)

Manfred Wieninger: Kalte Morde (Erstausgabe 2006 im Haymon-Verlag – Privatdetektiv Marek Miert glaubt nicht an die Mär von den blutrünstigen Ausländern. Er sucht den wahren Mörder.)

April

Garry Disher: Schnappschuss (Snapshot, 2005 – hab ich bereits abgefeiert)

Bill Moody: Solo Hand (Solo Hand, 1994 – Neuausgabe des ersten Evan-Horne-Krimis. Moodys Evan-Horne-Serie hab ich hier abgefeiert.)

Gabriel Trujillo Munoz: Tijuana Blus (El festín de los cuervos, 2002 – hab ich bereits abgefeiert)

 

Pulp Master

will mit zwei Werken den Sommer lebenswert gestalten:

Buddy Giovinazzo: Piss in den Wind (College-Dozent James Gianelli bringt in einem Wutanfall seine Freundin um und entsorgt die Leiche. Kurz darauf trifft er Dominique und jetzt hat er wirkliche Probleme, „denn sie ist nicht nur ultra-cool, sondern irgendwie auch ultra-tot…“ – Ah, das klingt angenehm abgedreht.)

Thor Kunkel: Kuhls Kosmos (Silvester 1979: Raubmörder Kuhl hat sich von Frankfurt nach Miami verabschiedet und, weil er gerne auf großem Fuß lebt, muss er sich schnell um neue Einkünfte kümmern. „Neo-Pulp für Fortgeschrittene“ schreibt der Verlag über dieses Comin-of-Age-Werk. Bin sehr gespannt.)

 

VGS

Die meisten VGS-Bücher sind für Krimifans nicht sonderlich interessant. Aber mit den „CSI“-Romanen gibt es spannendes Futter für die Buch-zum-Film-Fraktion (obwohl es sich hier um neue Fälle mit den bekannten Seriencharakteren handelt) und auch die Freunde einer gut geplotteten Geschichte dürfen zugreifen:

März

Max Allan Collins: CSI: Crime Scence Investigation – Die Last der Beweise (Ich bin halt ein Collins-Fan.)

April

Donn Cortez: CSI: Miami – Todsicheres Alibi

Donn Cortez: CSI: Miami – Im freien Fall

 

Fett Kursiv sind die Titel gedruckt, auf die ich mich besonders freue.

Hier geht’s zu Teil 1: Emons, Gmeiner Grafit


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Februar 15, 2008

Alligator-Alfred kämpft mal wieder gegen die unsichtbaren Killerviren (Gute Besserung!). Deshalb sind die aktuellen TV-Krimi-Buch-Tipps zwar online, aber noch nicht in ihrem endgültigen Zustand. Trotzdem gibt es hier, wie gewohnt die ersten Zeilen. Die schöne Fassung mit den vielen bunten Bildern gibt es hier:

Die kommenden beiden Fernsehwochen beginnen verheißungsvoll mit einem Francesco-Rosi-Abend: „Die Macht und ihr Preis“, „Lucky Luciano“ und eine Doku über Rosi stehen auf dem Programm. Erfreulich geht es mit Alfred Hitchcocks Bolieau-Narcejac-Verfilmung „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“, seiner Arthur-La-Bern-Verfilmung „Frenzy“ und seiner John-Trevor-Story-Verfilmung „Immer Ärger mit Harry“ weiter. Außerdem empfehle ich J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, René Clements Patricia-Highsmith-Verfilmung „Nur die Sonne war Zeuge“, Boris Sagals Jonathan-Latimer-Verfilmung „Columbo: Blumen des Bösen“, John Malkovichs Nicholas-Shakespeare-Verfilmung „Der Obrist und die Tänzerin“, Marc Rothemunds Fred-Breinersdorfer-Verfilmung „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Wenn Sie viel Zeit haben, kaufen Sie die exzellente Doppel-DVD.), Karl Reisz‘ Robert-Stone-Verfilmung „Dreckige Hunde“, Michael Manns Thomas-Harris-Verfilmung „Roter Drache“ (mit einem jungen William L. Petersen), Sam Peckinpahs Jim-Thompson-Verfilmung „Getaway“, Richard Brooks Frank-O’Rourke-Verfilmung „Die gefürchteten Vier“, Howard Hawks‘ Ernest-Hemingway-Verfilmung „Haben und Nichthaben“, Robert Moores Neil-Simon-Verfilmung „Eine Leiche zum Dessert“ und Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shorty“ läuft auch wieder einmal.
Außerdem gibt es zwei TV-Premieren. Einmal das anscheinend ziemlich überflüssige Remake von Rainer Erlers Thriller „Fleisch“. Einmal die „The Fast and the Furious“-Variante „Fast Track – No Limits“. Monk-Autor Lee Goldberg schrieb das Drehbuch – und deshalb bin ich sehr gespannt auf diesen Actionfilm.


TV-Tipp für den 15. Februar

Februar 15, 2008

RTL II, 22.25

Training Day (USA 2001, R.: Antoine Fuqua)

Drehbuch: David Ayer

Düsterer Cop-Krimi über Gangkriminalität und ihre Bekämpfung in Los Angeles: Alonzo Harris zeigt Jake Hoyt am ersten Arbeitstag wie die Arbeit eines Undercover-Cop gegen Drogen- und Gangkriminalität abläuft. Dummerweise ist Harris selbst ein Gangster mit Dienstmarke, der nach dem Motto „Nur wenn du selbst wie ein Wolf bist, kannst du einen Wolf fangen“ arbeitet.

„Ein rasant und konsequent inszenierter Film voll Gewalt und Brutalität. Konsumierbar einerseits als zynisches Actionspektakel, das bloß altbekannte Genretypen weiterentwickelt, aber auch verstehbar als Spiegelung und Reflexion aktueller Debatten über Polizeimethoden, moralische Dilemmata und die Durchsetzbarkeit demokratischer Spielregeln gegenüber Clannormen, die sich freilich potenziellen Missverständnissen aussetzt.“ (Multimedia, 13. Dezember 2001)

Denzel Washington erhielt für seine Rolle als Cop Harris den Oscar für die beste Hauptrolle und einige weitere Preise. David Ayer schrieb danach den ähnlich gelagerten Cop-Thriller „Dark Blue“.

Die in „Training Day“ und „Dark Blue“ angesprochenen Themen werden in der grandiosen Cop-Serie „The Shield“ noch konsequenter und pessimistischer durchbuchstabiert.

Mit Denzel Washington, Ethan Hawke, Scott Glenn, Cliff Curtis, Dr. Dre, Snoop Dogg, Tom Berenger, Eva Mendes, Macy Gray

Wiederholung:

Sonntag, 17. Februar, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Offizielle Seite zu „Training Day“

David Ayer: Training Day (Drehbuchfassung vom 18. August 1999)

David Ayer: Training Day (Drehbuchfassung vom April 2001)

IGN: Zehn Fragen an David Ayer

ScreenwritersUtopia: Kurzbio David Ayer (2003)


Neu im Kino: John Rambo

Februar 14, 2008

John Rambo (USA 2007, R.: Sylvester Stallone)

Drehbuch: Sylvester Stallone, Art Monterastelli

LV: Charakter von David Morrell

Nach der kommerziell erfolgreichen Rückkehr von „Rocky“ schickt Sylvester Stallone seinen zweiten an der Kinokasse erfolgreichen Charakter, den Vietnamveteran John Rambo, in sein neuestes Abenteuer. Dieses Mal befreit er im burmesischen Dschungel christliche Missionare aus den Händen von Söldnern.

Der neunzigminütige Metzelfilm (Rambo tötet 108 Gegner; insgesamt gibt es 236 Tote und damit den höchsten Bodycount in einem Rambo-Film) erhielt erst nachdem der Warner-Verleih etwas über eine Minute aus dem Film herausschnitt die „Keine Jugend“-Freigabe. In Österreich läuft er ungekürzt im Kino.

Insgesamt scheint „John Rambo“ gekonnt an das Action-Kino der Achtziger anzuknüpfen: brutal, hirnlos, psychologiefrei, ironiefrei und mit handgemachter Action.

Rambo-Erfinder David Morrell war jedenfalls positiv überrascht vom vierten Rambo-Film:

It’s spot-on in terms of how I imagined the character: angry, burned-out, and filled with self-disgust because he hates what he is and yet knows it’s the only thing he does well. (…) It’s not a 4-star movie — the villains are too superficial. But this is a solid three stars.  (…)

I was surprised to discover that Stallone, who directed, gives me an additional credit. The contractual one is a single card „created by“ credit before the names of the screenwriters. But then, at the end, after the final surprising, poetic, redeeming sequence, another credit says „From the novel First Blood by David Morrell.“ That’s not the way Hollywood usually treats a novelist.

To say again, the violence is a solid R, but the intent in terms of the character is serious. I was blown away.

Mit Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „John Rambo“

Meine Besprechung von David Morrells „Creepers“


TV-Tipp für den 14. Februar

Februar 14, 2008

HR, 23.55 (VPS 23.10)

Die Rechnung ging nicht auf (USA 1956, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Jim Thompson, Stanley Kubrick

LV: Lionel White: Clean Break, 1955 (später „The killing“, deutsch “Der Millionencoup“)

Ex-Sträfling Johnny Clay will mit einigen Amateuren die Wettgelder während eines Pferderennens klauen. Der minutiös geplante Coup läuft nach Plan ab. Dann geht alles schief.

Grandioses, düsteres Caper-Movie und der endgültige Durchbruch für Kubrick. Im Gegensatz zu anderen Caper-Movies wird die Handlung im Buch und im Film nicht chronologisch, sondern mit zahlreichen Vor- und Rücksprüngen erzählt. Und der Überfall wird, zusammengehalten von einer atemberaubenden Montage, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mit seinen Diskontinuitäten und Dekonstruktionen ist „Die Rechnung ging nicht auf“ ein Vorläufer des postmodernen Kinos.

Einer von Kubricks Schülern ist Quentin Tarantino, der diesen Film in „Reservoir Dogs“ ausführlich würdigte. Im Drehbuch ist sogar eine – im Film nicht gezeigte – Widmung an Lionel White enthalten.

Mit Sterling Hayden, Coleen Gray, Vince Edward, Jay C. Flippen, Elisha Cook jr.

Hinweise:

Mordlust über Lionel White

Noir of the Week über „The Killing“ (mit Filmausschnitten) 

Turner Classic Movies über “The Killing”


Ausgewählte Frühjahrsmorde 2008: Auftritt der Krimiverlage

Februar 13, 2008

Die Verlage Emons, Gmeiner und Grafit sind vor allem für ihre Kriminalromane von deutschsprachigen Autoren bekannt. Emons und Gmeiner veröffentlichen auch andere Bücher. Grafit lässt inzwischen auch übersetzten. Trotzdem liegt bei diesen Verlagen der Schwerpunkt immer noch bei Krimis von deutschsprachigen Autoren.

 

Emons

Februar

Martin Conrath: Der Schattenreiter (Saarland Krimi: Kommissar Bremer ermittelt im Reitermilieu. Ohne mich; denn „Das schwarze Grab“ gefiel mir überhaupt nicht.)

Markus Guthmann: Weinstrassen Marathon (Pfalz Krimi: Ein toter Historiker, ein fünf Jahre zurückliegender Mord und ein Keltengrab beschäftigen das Team Roöder/Hellinger.)

Ingrid Strobl: Tödliches Karma (Köln Krimi: Nele soll ihren Dealer umgebracht haben. Katja glaubt’s nicht.)

März

Peter Freudenberger: Stiller und die Tote im Bus (Main Krimi: Journalist Paul Stiller will herausfinden, wer die alte Hedda Kunkel in einem Linienbus vergiftete. – Hm, nicht gerade der Unauffällige Tatort Nr. 1.)

Alfred Hellmann: Vor den Hymnen (Erstens: der Krimi spielt in Berlin. Zweitens: ich kenne den Autor. Drittens: ich bin gespannt.)

Hannsdieter Loy: Rosen für eine Leiche (Oberbayern Krimi: Kriminalrat a. D. Joe Ottakring will den Mörder der in einem Ausflugschiff ermordeten Menschen finden.)

Barbara Meyer: Im Schatten des Doms (Historischer Kriminalroman: Paderborn um 1600)

Antonia Pauly: Der Büttel zu Köln (Historischer Kriminalroman: Köln, 1271)

April:

Hannes Nygaard: Todesküste (Hinterm Deich Krimi: Haben Terroristen auf dem Heider Marktfrieden einen Mord verübt? Lüder Lüders und Große Jäger – die Namen sind kein Scherz – ermitteln.)

Rainer Martin Mittl: Der Fröhlichmann (Der Badische Krimi: in dem Psychothriller müssen sich die Kommissare Kindlein und Morgenthaler mit zwei Männern herumschlagen, die die gleichen Frauen umgebracht haben wollen.)

Britt Reissmann: Der Traum vom Tod (Stuttgart Krimi: Kommissarin Thea Engel ermittelt in der Szene der Fantasy-Rollenspiele.)

Jobst Schlennstedt: Tödliche Stimmen (Küsten Krimi: Kommissar Birger Andresens dritter Fall: Ein Serienmörder in Lübeck?)

Mai

Oliver Buslau: Neandermord (Der Bergische Krimi: Privatdetektiv Remigius Rott wird Zeuge eines Mordes und Gejagter. Das könnte ein spannender Thriller sein.)

Edgar Noske: Himmel über Köln (allerdings nicht heute, sondern 1968)

 

 

Gmeiner

Der Verlag aus Meßkirch feiert das zehnjährige Bestehen seiner Krimireihe. Dafür schon einmal Herzlichen Glückwunsch. Der erste Teil des Jubiläumsprogramms enthält:

Hermann Bauer: Fernwehrträume (Ein Wiener Kaffehauskrimi mit einem Amateurdetektiv auf Mörderjagd.)

Sinje Beck: Totenklang (Anscheinend der dritte und letzte Heiner-Himmel-Krimi.)

Ulrike Blatter: Vogelfrau (Kommissar Erich Bloch sucht den Mörder eines Archäologieprofessors, der standesgemäß mit einer Steinzeitaxt erschlagen wurde.)

Manfred Bomm: Notbremse (Kommissar Häberles achter Fall: dieses Mal führen ihn die Morde zu Pharmakonzernen und zur Spielautomatenmafia. Da fragen wir uns doch, wer von beiden der größere Schurke ist.)

Ella Danz: Nebelschleier (Kommissar Angermüller muss auch im Urlaub Mörder jagen. Ein Großgrundbesitzer, der seine Felder einem Gentechnikkonzern verkaufen wollte, wurde erwürgt.)

Sandra Dünschede: Solomord (Kommissar Hagen Brandt sucht den Mörder eines entführten Mädchens. Die Spur führt – Überraschung! – ins Kinderpornomilieu.)

Pierre Emme: Ballsaison (Krimi zur Fußball-EM)

Christian Gude: Binärcode (Ein ermordeter Italiener und geheimnisvolle Signale aus dem All beschäftigen Kommissar Karl Rünz.)

Uwe Gardein: Die letzte Hexe – Maria Anna Schwegelin (Historischer Kriminalroman: Kempten, 1775)

Uta-Maria Heim: Das Rattenprinzip (Neuauflage; Deutscher Krimi Preis 1992)

Erwin Kohl: Willenlos (Ein Polizist wird ermordet. Der Täter ist auch schnell gefunden. Aber Kommissar Joshua Trempe glaubt nicht an diese einfache Lösung.)

Paul Lascaux: Salztränen (Privatdetektiv Heinrich Müller soll herausfinden, ob der Autounfall eines Käseeinkäufers wirklich nur ein Unfall war. Lascaux hat unter seinem bürgerlichen Namen Paul Ott das sehr lesenswerte Sachbuch „Mord im Alpenglühen: Der Schweizer Kriminalroman“ veröffentlicht)

Claudia Puhlfürst/Petra Steps (Hrsg.): Mordssachsen 2 (Zwanzig Kurzgeschichten von –ky, Jan Flieger, Franziska Steinhauer und anderen)

Jochen Senf: Knochenspiel (Fritz Neuhaus schlägt sich dieses Mal mit der Organmafia herum.)

Friederike Schmöe: Pfeilgift (Ein Ehemann wird mit einem mit Curare vergifteten Pfeil umgebracht. Privatdetektivin Katinka Palfy ermittelt.)

Harald Schneider: Ernteopfer (Kommissar Reiner Palzki jagt den Mörder eines polnischen Erntehelfers und stochert unter Gemüsebauern herum.)

Franziska Steinhauer: Menschenfänger (Kommissar Peter Nachtigall jagt einen mehrfachen Frauenmörder. Außerdem sucht die Polizei einen flüchtigen Vergewaltiger und Mehrfachmörder. Nach dem Krimilehrbuch gehören beide Fälle zusammen.)

Günther Thömmes: Der Bierzauberer (Historischer Kriminalroman: Mittelalter)

Verena Wyss: Todesformel (das Manuskript erhielt 2004 den Frauen-Krimi-Preis „Agathe“)

Wolfgang Zander: Hundeleben (Privatdetektiv Siegfried Gass muss sich mit zwei Millionen Euro, einer verlassenen Frau, sexlüsternen Buchhändlerinnen und feuerfesten Kinoleinwänden herumschlagen.)

 

 

Grafit

Februar

Jacques Berndorf: Eifel-Kreuz (Taschenbuch-Ausgabe)

Ingo Gach: Freyas Fluch (Historischer Kriminalroman; spielt im von Römern besetzten Köln)

Pentti Kirstilä: Schwarzer Frühling – Ein Fall für Lauri Hanhivaara (Taschenbuch-Ausgabe)

Ernst Solèr: Staub im Schnee (Dritter Kommissar-Staub-Krimi: ein bekannter TV-Moderator wird ermordet.)

April

Angela Esser (Hrsg.): Schöne Leich’  in Wien (Kurzgeschichten zur Criminale von Heinrich Steinfest, Jürgen Kehrer, Burkhard Driest, Nessa Altura, Leo P. Ard, Andrea Maria Schenkel und anderen)

Peter Godazgar: Unter schrägen Vögeln (Privatdetektiv Markus Waldo zweifelt an seinem Job. Er soll den Entführer von Kaninchen finden.)

Matti Rönkä: Bruderland (Der zweite Viktor-Kärppä-Krimi oder guter Hardboiled aus Finnland.)

Mai

Lucie Klassen: Der 13. Brief (Debüt: eine Ausreißerin drückt wieder die Schulbank. Sie will herausfinden, warum die 16-jährige Eva sich umbrachte.)

Jaroslav Kutak: Tod unter Par (Ein Schulfreund von Privatdetektiv Karel Schwarz stirbt auf dem Golfplatz. Der Detektiv sucht unter den Vereinsmitgliedern den Mörder. Das klingt nicht besonders aufregend, aber Kutak wurde für „Strafe muss sein“ mit dem tschechischen Krimipreis ausgezeichnet und mit 192 Seiten ist „Tod unter Par“ angenehm kurz.)

Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld (Historischer Kriminalroman aus dem Vormärz)

 

Fett Kursiv sind die Titel gedruckt, auf die ich mich besonders freue.


TV-Tipp für den 13. Februar

Februar 13, 2008

Das Vierte, 20.15

Der Andeson-Clan (USA 1970, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Frank Pierson

LV: Lawrence Sanders: The Anderson Tapes, 1970 (Die Anderson-Bänder)

Einbruchspezialist Duke Anderson, gerade frisch aus dem Knast entlassen, plant seinen letzten, großen Coup. Aber er und seine Kumpels werden pausenlos überwacht.

In seinem auf Tatsachen beruhenden Kassenknüller zeichnet Lumet ein düsteres Bild einer totalen Überwachung der Gesellschaft. Weil die verschiedenen staatlichen Stellen, die das Gebäude überwachen, keinen Kontakt zueinander haben und jeweils eigene Interessen verfolgen, können sie mit den belauschten Gesprächen nichts anfangen.

Der Roman von Lawrence Sanders erhielt den Edgar für das beste Debüt.

Mit Sean Connery, Dyan Cannon, Martin Balsam, Ralph Meeker, Christopher Walken, Val Avery

Hinweise:

Thrilling Detective über Lawrence Sanders 

Nachruf in der New York Times 


Cover der Woche

Februar 12, 2008

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