TV-Tipp für den 3. Juni

Juni 3, 2008

WDR, 22.10

Getaway (USA 1972, R.: Sam Peckinpah)

Drehbuch: Walter Hill

LV: Jim Thompson: Getaway, 1958 (Getaway)

Auf Wunsch des korrupten Politikers Jack Benyon wird Doc McCoy vorzeitig aus der Haft entlassen. Er soll eine Bank ausrauben. Der Überfall gelingt, aber danach geht alles schief.

Die gelungene und kommerziell sehr erfolgreiche Verfilmung des Krimis, mit Steve McQueen und Ali MacGraw – obwohl das letzte Drittel des Buches fehlt. Und das ist noch nicht alles, wie der französische Regisseur Alain Corneau meint: „Im Gegensatz zu Hammett und Chandler sind die Amerikaner nicht dazu in der Lage, Thompson zu verfilmen. Nehmen wir zum Beispiel Getaway. Die Figuren werden für die Verfilmung um 180 Grad gedreht, das Buch um mindestens ein Drittel gekürzt. Die Personen und das Thema des Romans wurden an die Seite gedrängt. Doc McCoy ist im Buch ein viel düsterer Charakter als Steve McQueen, und die philosophischen Dimensionen gingen völlig verloren.“ – Trotzdem ist „Getaway“ ein kalter, düsterer und amoralischer Film.

Wenn man den Film nicht kennt, ist der Trailer abschreckend. Aber so wurde damals für Filme geworben.

Mit Steve McQueen, Ali MacGraw, Ben Johnson, Al Lettieri, Slim Pickens, Bo Hopkins

Wiederholung: SWR, Mittwoch, 4. Juni, 23.00 Uhr

Hinweise

Mordlust über Jim Thompson

Crimetime über Jim Thompson

Wikipedia über Jim Thompson (Englisch)

Kirjasto über Jim Thompson

Popsubculture über Jim Thompson

Senses of Cinema über „The Getaway“

Drehbuch „Getaway“ von Walter Hill (Final Revised Shooting Draft – 23. Februar 1972)


Die Anthony Nominierungen 2008

Juni 2, 2008

Die Nominierungen für den diesjährigen Anthony sind draußen. Er wird auf der Bouchercon von Bouchercon-Besuchern gewählt und am 12. Oktober im Sheraton Center City in Baltimore von Mark Billingham verliehen.

Und wer kann gewinnen?

Best Novel

Tin Roof Blowdown, von James Lee Burke

Bad Luck and Trouble, von Lee Child

The Watchman, von Robert Crais

Thunder Bay, von William Kent Krueger

What the Dead Know, von Laura Lippman

.-

Best First Novel

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

In the Woods, von Tana French

The Spellman Files, von Lisa Lutz

Head Games, von Craig MacDonald

The Blade Itself (Der Blutzeuge), von Marcus Sakey

Best Paperback Original

Queenpin, von Megan Abbott

Slide, von Ken Bruen and Jason Starr

Blood of Paradise, von David Corbett

Bavon Shark’s Beaumont Blues, von Robert Fate

A Thousand Bones, von P.J. Parrish

Best Short Story

Please Watch Your Step, von Rhys Bowen (The Strand Magazine, Spring 2007)

Dear Dr. Watson, von Steve Hockensmith (Ellery Queen Mystery Magazine, February 2007)

How Stella Got her Grave Back, von Toni L.P. Kelner (aus Many Bloody Returns, herausgegeben von Charlaine Harris and Toni L.P. Kelner)

Hardly Knew Her, von Laura Lippman (aus Dead Man’s Hand, herausgegeben von Otto Penzler)

Uncle, von Daniel Woodrell (aus A Hell of A Woman: An Anthology of Female Noir, herausgegeben von Megan Abbott)

Best Critical Non-fiction

Arthur Conan Doyle: A Life in Letters, von Jon Lellenberg, Daniel Stashower, Charles Foley

The Essential Mystery Lists, zusammengestellt von Roger Sobin

The Triumph of the Thriller: How Cops, Crooks, and Cannibals Captured Popular Fiction, von Patrick Anderson

Deviance in Contemporary Crime Fiction, von Christiana Gregoriou

Special Services Award

Jon and Ruth Jordan, Crimespree Magazine

Ali Karim, Shots

Maddy Van Hertbruggen, 4 Mystery Addicts

Sarah Weinman, Confessions of an Idiosyncratic Mind

Judy Bobalik, “for being one of the best friends and supporters of mystery writers anywhere.”

Best Web Site

Confessions of an Idiosyncratic Mind, von Sarah Weinman

The Rap Sheet/January Magazine, herausgegeben von J. Kingston Pierce

Murderati, a writers’ blog

Stop, You’re Killing Me!, herausgegeben von Stan Ulrich und Lucinda Surber

Crime Fiction Dossier, von David Montgomery

Lifetime Achievement Award

Robert Rosenwald und Barbara Peters: The Poisoned Pen bookstore in Phoenix, Arizona, und Poisoned Pen Press

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


Die Barry-Nominierungen 2008

Juni 2, 2008

Deadly Pleasures Mystery Magazine hat die Nominierungen für den diesjährigen Barry veröffentlicht. Die Gewinner werden auf der Bouchercon in Baltimore (9. – 12. Oktober) verkündet.

Best Novel (published in the U.S. in 2007)

Soul Patch, von Reed Farrel Coleman

The Unquiet, von John Connolly

Down River, von John Hart

Dirty Martini, von J.A. Konrath

What the Dead Know, von Laura Lippman

Red Cat, von Peter Spiegelman

Best First Novel (published in the U.S. in 2007)

Missing Witness, von Gordon Campbell

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

In the Woods, von Tana French

The Spellman Files, von Lisa Lutz

The Collaborator of Bethlehem, von Matt Beynon Rees

The Blade Itself (Der Blutzeuge), von Marcus Sakey

Best British Crime Novel (published in the U.K. in 2007, not necessarily written von a British writer nor set in the U.K.)

A Quiet Belief in Angels, von R.J. Ellory

Pig Island, von Mo Hayder

One Under, von Graham Hurley

The Death List, von Paul Johnston

The 50/50 Killer (Der 50/50 Killer), von Steve Mosby

Damnation Falls, von Edward Wright

Best Paperback Original

Queenpin, von Megan Abbott

Black Widow Agency, von Felicia Donovan

Choke Point, von Jay MacLarty

The Mark, von Jason Pinter

Wash This Blood Clean from My Hand, von Fred Vargas

Who Is Conrad Hirst?, von Kevin Wignall

Best Thriller

No Time for Goodvone, von Linwood Barclay

The Cleaner, von Brett Battles

The Watchman, von Robert Crais

Volk’s Game, von Brent Ghelfi

Silence, von Thomas Perry

Midnight Rambler, von Jim Swain

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


TV-Tipp für den 2. Juni

Juni 2, 2008

3sat, 22.55

Strafe muss sein – aber wie?

Michael Hofer diskutiert mit Christian Elger (Neurowissenschaftler, Bonn), Udo Jesionek (Professor für Jugendstrafrecht und Strafvollzug, Wien), Wolfgang Schild (Rechtsphilosoph und Strafrechtshistoriker, Bielefeld) und Elisabeth Wagner (Psychotherapeutin, Baden) über Strafe im Allgemeinen und im Speziellen.

Wer die Erstausstrahlung am 11. März verpasste (zum Beispiel ich), kann’s jetzt wiedergutmachen. Die dritte Chance gibt es am –

Wiederholung: Mittwoch, 4. Juni, 06.30 Uhr


TV-Tipp für den 1. Juni

Juni 1, 2008

ARD, 00.00

Kim Novak badete nie im See von Genezareth (S 2005, R.: Martin Asphaug)

Drehbuch: Martin Asphaug

LV: Håkan Nesser: Kim Novak badade aldrig i Genesarets sjö, 1998 (Kim Novak badete nie im See von Genezareth)

Sommer 1962: Der 14-jährige Erik erlebt, während seine Mutter in einem Krankenhaus auf den nahen Krebstod wartet, mit einigen Freunden an einem See seinen letzten unbeschwerten Sommer. Da taucht eine Nachbarin, die wie Kim Novak aussieht, auf und einer seiner Freunde beginnt eine Affäre mit ihr. Mit fatalen Folgen.

Lassen Sie sich nicht durch den bekannten Namen „Nesser“, den Hinweis „Jugenddrama“, die FSK-12-Freigabe, das Labeling „schwedisches ‚Stand by Me’“ und die positiven Kritiken täuschen. „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ ist kein Film für die breite Masse, sondern ein Minderheitenprogramm. Sonst würde Das Erste die TV-Premiere doch nicht vor einem Arbeitstag zur Geisterstunde versenden, oder?

Mit Anton Lundqvist, Jesper Adefelt, Jonas Karlsson

Hinweise

Homepage von Håkan Nesser

Deutsche Homepage von Håkan Nesser

Krimi-Couch über Håkan Nesser

Schwedenkrimi: Interview mit Håkan Nesser (2002)