TV-Tipp für den 5. Juni: An einem Tag wie jeder andere

Juni 5, 2009

WDR, 23.15

An einem Tag wie jeder andere (USA 1955, R.: William Wyler)

Drehbuch: Joseph Hayes

LV: Joseph Hayes: The desperate hours, 1954 (Roman), 1956 (Bühnenstück) (An einem Tag wie jeder andere)

Auf der Flucht dringen Gangster bei der Familie Cornell ein und nehmen sie als Geisel. Ein Psychoduell zwischen Geiseln und Geiselnehmern beginnt. Und die Polizei taucht auch auf.

Kurz nachdem Hayes Stück seine Broadway-Premiere erlebt hatte (mit Paul Newmann in der im Film von Bogart gespielten Rolle des Gangster Glenn Griffin), wurde es bereits von Hollywood in einer entschärften Version verfilmt. Bogarts vorletzter Film kann nie seine Herkunft vom Theater verleugnen. „Der Film entpuppte sich als ebenso langatmiges wie reaktionäres Pamphlet für Recht und Ordnung.“ (Clifford McCarty: Humphrey Bogart und seine Filme)

Mit Humphrey Bogart, Fredric March, Arthur Kennedy


Eingestiegen im falschen „Shuttle“

Juni 4, 2009

Man muss wirklich kein Genie sein, um zu wissen, dass die beiden Studentinnen, als sie mitten in einer verregneten Nacht auf dem Flughafen in den Airport-Shuttle steigen, den Fehler ihres Lebens begehen. Denn zuerst unterbietet der Fahrer einen Kollegen, dann besteht er, trotz zahlreicher freier Plätze, auf einer Höchstzahl von drei Passagieren und der schon im Bus sitzende Mann, Typ ängstlicher Buchhalter, ist auch nicht ganz koscher. Aber die eine Studentin kann den Fahrer überzeugen, die beiden Jungs, die sie auf dem Flughafen kennen gelernt haben, mitzunehmen. Als sie durch verlassene Ghettostraßen fahren, platzt ein Reifen. Beim Wechseln verliert der eine Junge seine Finger und der Fahrer eröffnet ihnen, dass er sie nicht in die Stadt bringen werde.

In der folgenden Stunde entspinnt sich in dem Kleinbus ein gnadenloser Kampf zwischen dem Fahrer und seinen Passagieren. In der letzten halben Stunde nimmt die Geschichte in einer Lagerhalle dann einige überraschende Wendungen und ein Ende, das einerseits schockierend, aber andererseits auch ziemlich unplausibel und pseudo-sozialkritisch ist.

Edward Andersons Regiedebüt „Shuttle“ ist einer dieser kleinen Thriller, die auf einem sehr begrenzten Raum (die meiste Zeit in einem Kleinbus) innerhalb weniger Stunden spielen und sich vor allem auf die Dynamik zwischen einer Handvoll Personen verlassen. Dank des geringen Budgets und dem Verzicht auf bekannte Namen muss Anderson auch kein Hollywood-Ende präsentieren.

Allerdings gibt es, gerade weil „Shuttle mit über hundert Minuten einfach zu lang geraten ist, zu viele ärgerliche Plotlöcher und zu viele Wendungen sind zu vorhersehbar. Handys funktionieren nicht in einer amerikanischen Großstadt. Diese ist in der Nacht sowieso einsamer als eine Geisterstadt. Die Geisel flüchten nicht, wenn sie die Gelegenheit haben. Sie wehren sich nicht entschieden genug gegen den Entführer. Und, selbstverständlich hat der Entführer mehr Leben als eine Katze.

Shuttle

Shuttle (Shuttle, USA 2008)

Regie: Edward Anderson

Drehbuch: Edward Anderson

Mit Tony Curran (Busfahrer), Peyton List (Mel), Cameron Goodman (Jules), Cullen Douglas (Andy), Dave Power (Matt), James Snyder (Seth)

DVD

Koch-Media, 2009

Länge: 102 Minuten

Bildformat: 2.35:1 (16:9)

Tonformat: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Trailer (deutsch, englisch), wahrscheinlich Wendecover

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmthreat: Interview mit Edward Anderson (5. März 2008)

ESplatter: Interview mit Edward Anderson (13. März 2009)

Bloody Good Horror: Interview mit Edward Anderson (8. April 2009)


TV-Tipp für den 4. Juni: Cannonball

Juni 4, 2009

HR, 00.05

Cannonball (USA 1976, R.: Paul Bartel)

Drehbuch: Paul Bartel, Don Simpson

Ein perfekter Mitternachtsfilm: Bei einem jährlichen illegalen Autorennen quer durch die USA werden die Fahrer von der Polizei verfolgt und gleichzeitig kämpfen sie selbst mit harten Bandagen gegeneinander.

„Primitiver, menschenverachtender Nervenkitzel, schlampig und spannungslos inszeniert.“ (Lexikon des internationalen Films; wahrscheinlich die zeitgenössische Meinung)

Die Story ist natürlich nur der Aufhänger für Autostunts und Kloppereien. Etliche Gaststars, die damals noch am Anfang ihrer Karriere standen, verzieren die Actionkomödie.

Der 1996 verstorbene Drehbuchautor Don Simpson wurde später zusammen mit Jerry Bruckheimer der Blockbuster-Produzent der achtziger und neunziger Jahre. „Flashdance“, Top Gun“, „Beverly Hills Cop“, „Bad Boys“ und „The Rock“ waren einige ihrer Hits.

Kameramann Tak Fujimoto drehte später unter anderem fast alle Filme von Jonathan Demme (“Das Schweigen der Lämmer”) und „The sixth sense“.

Mit David Carradine, Bill McKinney, Veronica Hamel, Robert Carradine, Carl Gottlieb (Drehbuch „Der weiße Hai“), James Keach, John Herzfeld (Regisseur „Kill Bobby Z“, „15 Minuten“), Allan Arkush (Regisseur, Produzent „Crossing Jordan“ und „Heroes“), Paul Bartel, Roger Corman, Joe Dante (Regisseur „Gremlins“), Jonathan Kaplan (Regisseur „Angeklagt“, Produzent „ER“ und „Without a trace“), Martin Scorsese, Don Simpson, Sylvester Stallone

Hinweise

DVD Drive in: Besprechung von „Cannonball“

Wikipedia über den Cannonball Run


„Diese Zukunft kenne ich nicht“ – Die Reboots von „Star Trek“ und „Terminator“

Juni 3, 2009

Foster - Star TrekFoster - Terminator Die Erlösung

Alan Dean Foster gelang wahrscheinlich als erstem Autor das Kunststück, gleichzeitig zu mehreren potentiellen Blockbustern den Roman zum Film geschrieben zu haben. Er schrieb, neben einigen anderen Büchern, die Filmromane zu „Star Trek“, „Terminator: Die Erlösung“ und „Transformers“. „Star Trek“ und „Terminator: Die Erlösung“ wurden übersetzt. Bei „Transformers“ schrieb Foster auch ein Prequel und beide „Transformers“-Bücher erscheinen, so der derzeitige Stand, nicht auf Deutsch. Deshalb bespreche ich nur die beiden übersetzten Werken des Altmeisters des Science-Fiction-Filmromans („Krieg der Sterne“, „Alien“, „Outland“) und wie sehr ihre Geschichte überzeugt.

Mein Fantum für „Terminator“ und „Raumschiff Enterprise“ beschränkt sich weitgehend auf den Genuss der „Terminator“-Spielfilme, der TV-Serie „Terminator S. C. C.“ (wobei die erste Staffel nach einem guten Beginn rapide abbaute), der ersten „Raumschiff Enterprise“-Serie und einiger „Raumschiff Enterprise“-Romane. Die späteren „Star Trek“-Serien kollidierten dann zu sehr mit meiner Freizeitplanung und, weil mir keine bekennenden Trekkies in den Ohren lagen, verzichtete ich auf weitere Abenteuer aus dieser Welt.

Daher, so dachte ich, dürfte der „Star Trek“-Reboot nicht mit meinen Erinnerungen kollidieren. Der vierte „Terminator“-Spielfilm spielt ja sowieso in der bislang filmisch noch nicht oder kaum erforschten Zukunft und soll an die Filme anknüpfen. Regisseur McG meint: „Wir haben unser Bestes getan, um uns an die Zeitvorgaben der vorherigen Filme zu halten.“ Das klingt doch ganz verheißungsvoll und weil ich letztendlich einfach gut unterhalten werden will, ist mir die Geschichte wichtiger als dass jedes Detail der vorherigen Filme genauestens beachtet wird.

Nachdem ich Alan Dean Fosters Filmromane gelesen habe, kann ich nur sagen: ich habe mich geirrt.

Aufbruch zu neuen Galaxien: Star Trek

Beginnen wir mit dem schon länger im Kino laufenden „Star Trek“ und Alan Dean Fosters Roman zum Film. Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten wahrscheinlich jeder Winkel des „Star Trek“-Universums ausgeleuchtet wurde, entschlossen Regisseur J. J. Abrams und die Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman sich zu einem beherzten Relaunch, indem sie erzählen, wie die Besatzung der Enterprise zu einem Team wird. Um das ganze spannender zu gestalten, müssen Kirk, Spock und die restliche Enterprise-Besatzung gegen den durchgeknallten Romulaner Nero kämpfen. Denn in der Zukunft zerstörte Spock irrtümlich seine Welt. Also springt Nero, um sich an Spock zu rächen, in der Zeit zurück. Außerdem möchte er durch den Zeitsprung die Zerstörung seines Heimatplaneten verhindern. Neros erste Tat nach dem Zeitsprung ist die Ermordung von Kirks Vater (und einiger anderer Erdbewohner).

Nach diesem Eingriff in die Zeitlinie befinden wir uns in einer anderen Zukunft (oder Gegenwart), in der zwar vieles wie in der „Raumschiff Enterprise“-Serie ist, aber, das haben Zeitreisen so an sich, halt nicht alles. James T. Kirk wächst als Waise auf und, nachdem er sich bei der Sternenflotte meldet, ist auf der Enterprise Spock sein Vorgesetzter. Das einzige was die beiden zunächst verbindet, ist eine herzliche gegenseitige Abneigung. Diese hat sich nach gut zwei Kinostunden und etwas Hilfe von dem älteren Spock, der ebenfalls in der Zeit zurückreiste, in die aus der TV-Serie bekannte Freundschaft verwandelt.

„Star Trek“ ist ein schmissiges mit viel Humor erzähltes Weltraumabenteuer, bei dem die Helden sich mit einer optimistischen „Was kostet die Welt“-Attitüde in das Abenteuer stürzen und, während ihrer ersten Bewährungsprobe, zu einem Team zusammenwachsen. Im Zentrum steht dabei natürlich die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Charaktere James T. Kirk und Spock. Während der eine mehr Herz (oder Abenteurer und Hasardeur, aber natürlich superintelligent) ist, ist der andere vor allem Hirn (wenn da nicht die Sache mit der menschlichen Mutter wäre und auch sein vulkanischer Vater hat Gefühle). Am Ende haben beide erkannt, dass Herz und Hirn (wie wir schon seit „Metropolis“ wissen) zusammengehören.

Alan Dean Foster schmückte diese Geschichte in dem gelungenen Filmroman mit einigen weiteren Episoden und längeren Szenen mit Kirk, Spock und der „Raumschiff Enterprise“-Besatzung aus. Dagegen ist der Bösewicht Nero im Film wesentlich präsenter und überzeugender motiviert. „Star Trek“ ist, wenn man nicht zu sehr auf die Logik achtet (die bei Zeitreisen immer an ihre Grenzen stößt), ein feines Weltraumabenteuer.

Totalschaden: Terminator – Die Erlösung

Bereits die ersten Bilder und Trailer für den vierten „Terminator“-Spielfilm schlagen dagegen einen ganz anderen Ton an. Alles ist unglaublich schmutzig, staubig, dreckig, dunkel und es kracht ordentlich. Der Kampf der letzten Menschen gegen die bösen Roboter wird als actionlastiger, in der Wüste und in Ruinen spielender Kriegsfilm verkauft. Das sieht nicht gerade nach dem „Terminator“-Film, den wir erwartet haben, aus, aber „Black Hawk Down“ und „Jarhead“ waren ja okay. Beim Dreh scheint dann das Drehbuch von John Brancato und Michael Ferris, denen wir „The Game“, „Das Netz“, „Catwoman“ und „Terminator 3“ verdanken, zur freien Verfügungsmasse von McG und Christian Bale geworden zu sein.

Denn Alan Dean Foster schreibt auf seiner Homepage, er habe nach der Abgabe des Buchmanuskripts vom Verlag einige Änderungswünsche erhalten (nicht ungewöhnlich) und, nachdem er das verfilmte Drehbuch gelesen habe, hat er den gesamten Roman neu geschrieben. Denn er hält es für seine Aufgabe, einen Roman zu schreiben, der möglichst nah an dem Film ist. Dafür nimmt er den Zeitdruck und den oft begrenzten Zugang zu Material, wie Skizzen, Setaufnahmen und Filmaufnahmen (vom Sichten des Rohschnitts vor dem Schreiben kann meistens nur geträumt werden), in Kauf. Bei „Terminator: Die Erlösung“ scheint Alan Dean Foster, nach den durchgängig sehr knappen Beschreibungen von Menschen, Gebäuden und Robotern, nur über das Drehbuch verfügt zu haben. Und das ist ein ziemlich zusammengehauenes Desaster, das auch ohne die vorherigen „Terminator“-Filme als postapokalyptischer Kriegsfilm ein unlogisch, wirres Werk mit schlecht motivierten Charakteren, die nur die wenigen Minuten zwischen den Action-Szenen überbrücken sollen, wäre.

Die bestenfalls rudimentäre Geschichte geht so: In der Gegenwart sitzt Marcus Wright in der Todeszelle. Er vermacht seinen Körper der Wissenschaft. 2018 wacht Marcus Wright nackt in der Wüste auf. Die letzten Menschen kämpfen gegen die Skynet-Roboter. Wright wird von dem Teenager Kyle Reese und dem Mädchen Star vor den Robotern gerettet. Sie lernen sich kennen und machen sich gemeinsam auf die Reise. Kurz darauf entführen Roboter Kyle und Star. Wright, der zu seinem Erstaunen über Superkräfte verfügt, kann nach einem Kampf entkommen. Er will seinen neuen Freunde retten.

Die Pilotin Blair Williams überzeugt ihn, mit ihr zu den Rebellen zu gehen. Nach einigen Kämpfen sind sie im Lager der Rebellen und, weit nach der Mitte des Buches, treffen Marcus Wright und John Connor zum ersten Mal aufeinander. Wright muss, nachdem eine Anti-Roboter-Mine ihn ziemlich zerstörte, mit der Entdeckung kämpfen, dass er offensichtlich ein Terminator ist. Connor muss sich fragen, ob er Wright vertrauen kann. Denn der von den Robotern entführte Kyle Reese steht auf einer Skynet-Todesliste ganz oben, er ist jetzt irgendwo in der Skynet-Zentrale und Wright könnte sie unentdeckt betreten. Während Connor noch überlegt, haut Wright (immerhin liegt die letzte Action-Szene schon einige Seiten zurück) ab.

Wir fragen uns währenddessen, warum die Roboter Kyle Reese noch nicht umgebracht haben (immerhin ist er, dank einer Zeitreise in Terminator 1, der Vater von John Connor), warum John Connor alle Roboter hasst (immerhin wurde er in Terminator 2 und 3 immer wieder von Robotern gerettet), warum die Rebellen ständig High-Tech-Sachen mit sich herumschleppen (wenn die Technik doch so Böse ist), warum der künftige Retter der Menschheit immer an vorderster Front kämpft, weshalb der inzwischen ziemlich unpassende Titel nicht geändert wurde und warum diese drittklassige Actionplotte unbedingt als Teil der „Terminator“-Reihe firmieren muss.

Denn „Terminator: Die Erlösung“ funktioniert nie als eine auch nur einigermaßen kohärente Story, sondern nur als eine Abfolge von im Multiplex sicher beeindruckenden Actionszenen. Die kurzen Dialoge sind nur rudimentäre Vorbereitungen für das nächste Kampfgetümmel, bei dem austauschbaren Menschen gegen gesichtslose Roboter kämpfen. Die durchaus interessante Geschichte von Marcus Wright, der zum Menschen wird, ist auch im Filmroman so kurz, dass sie nicht mehr nachvollziehbar ist. Im Film soll sie noch knapper ausfallen. Hier hätte man gerne genauer erfahren, wie ein gefühlloser Schwerverbrecher zu einem mitfühlenden Wesen wird. Dagegen könnten alle John-Connor-Szenen mühelos gestrichen werden. Aber, wie Devin Faraci in einem sehr lesenswerten Artikel über die verschiedenen Drehbuchfassungen schreibt, wollte „Batman“ Christian Bale unbedingt John Connor spielen und er wollte unbedingt mehr Leinwandzeit haben. Denn eigentlich sollte Connor nur einen kurzen Auftritt haben. Also wurden während des Drehs zusätzliche Connor-Szenen geschrieben und die stärkere Story dank eines Staregos und eines vor allem an Krach-Wumms interessierten Regisseurs terminiert.

Alan Dean Fosters Romanfassung von „Terminator: Die Erlösung“, die kaum mehr als ein in Prosa gekleidetes Drehbuch ist, deckt diese Defizite der Geschichte schonungslos auf. Denn der eigentliche Held von „Terminator: Die Erlösung“, Marcus Wright, ist (auch) im Buch nur eine Handlungsanweisung ohne Eigenleben und der Rest ist eine seelenlos-beliebige Abfolge von Actionszenen.

„Terminator: Die Erlösung“ ist nach den vorherigen „Terminator“-Filmen eine ziemliche Enttäuschung. Aber auch ohne diese Filme, die den Machern entgegen dem Pressegeblubber herzlich egal sind, wäre „Terminator: Die Erlösung“ eine schlechte Science-Fiction-Geschichte.

Alan Dean Foster: Star Trek

(übersetzt von Susanne Döpke; mit einem Interview mit J. J. Abrams und Alan Dean Foster)

Cross Cult, 2009

320 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

Star Trek

Pocket Books, 2009

Alan Dean Foster: Terminator: Die Erlösung

(übersetzt von Ralph Sander)

Heyne, 2009

368 Seiten

8,95 Euro

Originalausgabe

Terminator Salvation: The Official Movie Novelisation

Titan Publishing, 2009

Hinweise

– Zu Alan Dean Foster

Homepage von Alan Dean Foster

AMCTV: Interview mit Alan Dean Foster zu „Star Trek“, „Terminator: Die Erlösung“ und „Transformers“ (25. Mai 2009)

– Zu „Star Trek“

Amerikanische Homepage zum Film „Star Trek“

Deutsche Homepage zum Film „Star Trek“

Film-Zeit über „Star Trek“

Cross-Cult-Seite zu „Star Trek“

– Zu „Terminator: Die Erlösung“

Amerikanische Homepage zum Film „Terminator: Die Erlösung“

Deutsche Homepage zum Film „Terminator: Die Erlösung“

Film-Zeit über „Terminator: Die Erlösung“

Chud: Devin Faraci: What went wrong with „Terminator: Salvation“ (24. Mai 2009)


TV-Tipp für den 3. Juni: Dirty Harry

Juni 3, 2009

Weil Clint Eastwood am 31. Mai seinen letzten Geburtstag feierte, zeigt Kabel 1 heute zwei Filme mit Clint Eastwood. Um 20.15 Uhr gibt es „Million Dollar Baby“ (USA 2004) und anschließend

Kabel 1, 22.45

Dirty Harry (USA 1971, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Harry Julian Fink, Rita M. Fink, Dean Reisner, John Milius (ohne Credit)

LV: Harry Julian Fink, Rita M. Fink: Dead Right (Story)

Buch zum Film: Phillip Rock: Dirty Harry, 1971 (Dirty Harry)

In San Francisco knallt Scorpio wahllos Menschen ab. Dirty Harry Calahan nimmt die Fährte auf.

Klassiker des harten Polizeifilms und Blaupause für unzählige Kopien.

„Ein Plädoyer für mehr und härtere Polizeigewalt ist Siegels Film nur an der Oberfläche. Der Kreislauf der Gewalt bringt zwangsläufig solche Charaktere wie Dirty Harry hervor. Er ist auf seine Weise ein Produkt seiner Umwelt und einer, dem, um seine Integrität zu bewahren, nichts anderes übrig bleibt, als zu handeln wie ein Outlaw mit dem Stern des Gesetztes…Es ist ein Film über einen rechten Charakter, nicht aber ein rechter Film“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Clint Eastwood, Harry Guardino, John Mitchum, John Vernon, Andy Robinson


Cover der Woche

Juni 2, 2009

Carter - Die Eiszeitfalle


TV-Tipp für den 2. Juni: Kamikaze 1989

Juni 2, 2009

NDR, 23.00

Kamikaze 1989 (D 1982, R.: Wolf Gremm)

Drehbuch: Robert Katz, Wolf Gremm

LV: Per Wahlöö: Mord pa 31: a vaningen, 1964 (Mord im 31. Stock)

Was verbirgt sich in dem 31. Stock eines Verlagshochhauses? Kommissar Jansen ermittelt.

Von der damaligen Kritik wurde der Film lauwarm aufgenommen. Nur Fassbinders Darstellung wurde allgemein gelobt. Und er ist in seinem letzten Filmauftritt auch das Zentrum des Films. Um ihn scharen sich etliche Leute aus seinem Clan und weitere bekannte Schauspieler. Und Wolf Gremm vermischte munter alle Stile zu einem postmodernen Deutschland, in dem Intellektuelle nichts mehr zählen.

Aus heutiger Sicht ist „Kamikaze 1989“ einer der wenigen gelungenen bundesdeutschen S-F-Filme und, ungewollt, ein Abgesang auf eine Ära. Wahrscheinlich der beste Film von Wolf Gremm.

„Der letzte Auftritt von Fassbinder als Schauspieler…was Gremms durchdachten und rätselhaften Hybriden noch interessanter macht…stellt der Film eine Übung in einer Mischung von Stilen und genreübergreifender Charakterisierung dar.“ (Phil Hardy: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)

Mit Reiner Werner Fassbinder, Günther Kaufmann, Boy Gobert, Arnold Marquis, Richy Müller, Nicole Heesters, Brigitte Mira, Franco Nero, Frank Ripploh, Hans Wyprächtiger

Hinweise

Krimi-Couch über Per Wahlöö

Wikipedia über Per Wahlöö

Die Zeit: Filmbesprechung von Hans-Christoph Blumenberg (16. Juli 1982)