Neues zur geplanten Mitch-Rapp-Verfilmung

Januar 13, 2010

Nachdem es lange keine Neuigkeiten zu den geplanten Verfilmungen der von Vince Flynn geschriebenen und enorm erfolgreichen Thriller um den CIA-Agenten Mitch Rapp gab, gibt es jetzt erfreuliche Neuigkeiten.

Antoine Fuqua (Training Day, Shooter)  führt Regie, Jonathan Lemkin (Im Auftrag des Teufels, Shooter) schreibt das Drehbuch und verfilmt werden soll der fünfte Mitch-Rapp-Roman „Der Feind“ (Consent to kill, 2005); – jedenfalls ist „Consent to kill“ der gar nicht so schlechte Filmtitel für den Auftakt einer geplante Serie.

Unklar ist immer noch, wer die Hauptrolle übernimmt und wann der Dreh starten soll.


TV-Tipp für den 13. Januar: Tatort: Acht Jahre später

Januar 13, 2010

WDR, 22.50

Tatort: Acht Jahre später (D 1974, R.: Wolfgang Becker)

Drehbuch: Karl-Heinz Willschrei

Nach acht Jahren wird der Einbrecher Brossberg aus der Haft entlassen. Er schwor damals, sich an seiner Ex-Geliebten und an Kommissar Heinz Haferkamp (der seinen Bruder erschoss) zu rächen.

Der feine Einstand von dem beliebtesten „Tatort“-Kommissar der siebziger Jahre und auch ohne Nostalgie-Bonus immer noch besser als die meisten aktuellen „Tatorte“.

Alte und neue Haferkamp-Fans dürfen sich die kommenden Mittwoche fest im Kalender notieren. Denn der WDR zeigt nach !Acht Jahre später“, „Zweikampf“ (20. Januar, WDR, 23.00 Uhr), „Der Mann aus Zimmer 22“ (27. Januar, WDR, 23.00 Uhr), „Wodka Bitter-Lemon“ (3. Februar, WDR, 23.00 Uhr), „Die Abrechnung“ (10. Februar, WDR, 23.00 Uhr), „Treffpunkt Friedhof“ (17. Februar, WDR, 23.00 Uhr) undsoweiter chronologisch bis Ende Mai alle zwanzig Haferkamp-Tatorte.

mit Hansjörg Felmy, Willy Semmelrogge, Karin Eickelbaum, Bernd Schäfer, Christine Ostermayer, Relja Basic, Herbert Bötticher, Klaus Schwarzkopf (als Gastkommissar)

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommisar Haferkamp

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Karl-Heinz Willschrei


Cover der Woche

Januar 12, 2010


Kleinkram mit James Camerons „Avatar“, Charlie Huston, Mark Billingham, Detektiv Rockford…

Januar 12, 2010

Darauf haben einige gewartet: das Drehbuch von James Cameron zu seinem Film „Avatar“ ist online. Über den Film muss ich ja nichts sagen, oder?

Charlie Huston hat nach langem Schweigen einige Neuigkeiten. Sein neuer Roman „Sleepless“ erscheint heute. Er hat sich an verschiedenen Filmprojekten beteiligt, über die er noch nichts sagen darf (es könnte eine Hank-Thompson-Verfilmung geben) und er schreibt ein Drehbuch zu seinem Roman „Das Clean Team“ (The Mystic Art of Erasing all Signs of Death, 2009) für eine HBO-Serie:

What happened was that I was lucky enough to make an acquaintance with Alan Ball a couple years back and we’d spoken about doing a film or TV project about.
More recently I asked him if he was interested in the idea of a MYSTIC ARTS TV show and he volunteered to executive produce and guru for my first foray into TV.
Hint to the TV newbie: having Alan Ball as your guru helps.
Sometimes, you just get unreasonable lucky.
Anyway, I’m writing the pilot. If it clears the many many hurdles in between script and TV show, the first season will loosely follow the plot of the book.
And then who the fuck knows what.

Mark Billingham verrät Crimespree Cinema seine fünf filmischen Lieblinge (Clint Eastwood ist dabei und…).

Es gibt eine Neuauflage von „Detektiv Rockford“.

Die Winterausgabe von Mysterical E ist online; mit vielen Kurzgeschichten und Jim Doherty porträtiert „Dirty Harry“ Callahan.

Ebenso die Januar-Ausgabe der Krimi-Couch, mit Angelo Petrella (Nazi Paradise), Richard Stark (Das große Gold),  Harlan Coben (Sie sehen dich) und einigen weiteren Krimibesprechungen.

Und natürlich hat das January Magazine auch dieses Jahr eine Liste der besten Krimis des letzten Jahres erstellt (Teil 1, Teil 2).


TV-Tipp für den 12. Januar: KDD – Kriminaldauerdienst

Januar 12, 2010

Arte, 22.15

KDD – Kriminaldauerdienst: Chancen (1) (D 2010, R.: Christian Zübert)

Drehbuch: Orkun Ertener

Heute startet die dritte und letzte Staffel von „KDD – Kriminaldauerdienst“, der ziemlich grandiosen, in Berlin spielenden Polizeiserie, die sich nicht vor amerikanischen und englischen Vorbildern verstecken muss. Die Quoten waren nie berauschend, die Optik und die Geschichten gefielen den typischen ZDF-Freitagabendkrimizuschauern nie, aber dafür gab’s gute Kritiken, Preise und in der Szene eine leichte Verwunderung (oder große Erleichterung?), dass das ZDF die Serie zweimal fortsetzte.

Jetzt ist Schluss; mit der dümmlichen Begründung, die Geschichten seien auserzählt. Da fragt man sich, wann die Geschichten der sich inflationär breitmachenden Sokos, dem „Fall für zwei“ und Bergdoktoren auserzählt sind.

Orkun Ertener: Ich habe vor vier, fünf Jahren gedacht: Wir hinken der Höhe der Erzählkunst im Fernsehen hinterher, die woanders ja existiert. Da gibt es genügend Beispiele, die man sich auf DVD ansehen kann, Kaufserien, die mich persönlich interessieren und die wenig im deutschen Fernsehen zu sehen waren und sind. Desillusioniert bin ich insofern, als ich mich mittlerweile frage, ob wir die Höhe dieser Erzählkunst jemals erreichen, ob wir diese Entwicklung überhaupt durchlaufen werden. Ich glaube eher nicht.

Die deutsche Serienzukunft sieht finster aus?

Was für einen deutschen Weg es geben wird in den nächsten drei, vier oder fünf Jahren, das weiß ich nicht. Aber wir sind ja insgesamt, was Serien betrifft, auf einem relativen Tiefpunkt angelangt. Im Privatfernsehen findet Serie im Moment so gut wie gar nicht mehr statt, bei Sat.1 und RTL gibt es kaum neue Formate oder neue Versuche, im Öffentlich-Rechtlichen sind die erfolgreichen Serien diejenigen, über die wir hier nicht sprechen, die mit KDD nichts zu tun haben, die aber prolongiert werden. Insofern ist ästhetisch-künstlerisch eine Talsohle erreicht, und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Arte zeigt die letzten acht KDD-Folgen an den kommenden Dienstagen zu sehr wechselnden Uhrzeiten (nächste Woche um 21.45 Uhr, übernächste um 23.00 Uhr); ab April dann wieder im ZDF.

Mit Barnaby Metschurat, Billey Demirtas, Bülent Sharif, Götz Schubert, Henny Reents, Johanna Gastdorf, Jördis Triebel, Laura Tonke, Lucas Gregorowicz, Manfred Zapatka, Melika Foroutan, Michael Rotschopf, Nina Kronjäger, Saskia Vester, Uwe Preuss

Wiederholungen

Freitag, 15. Januar, 03.00 Uhr (VPS 02.59 Uhr, Taggenau!)

Samstag, 16. Januar, 05.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „KDD – Kriminaldauerdienst“ (nur Pflichtprogramm)

ZDF über „KDD – Kriminaldauerdienst“

Wikipedia über „KDD – Kriminaldauerdienst“

Galore: Interview mit Orkun Ertener (9. April 2008 – ACHTUNG: Nach der Startseite nur noch wenige Tage online.)

Wunschliste: Interview mit Orkun Ertener (11. Januar 2010)


Kleinkram: Lee Child, Roger Smith und der „Ghostwriter“-Trailer

Januar 11, 2010

Martin Compart schreibt über Lee Child und Jack Reacher. (Müsste, wegen der Zigarette, schon etwas älter sein. Ist aber immer noch lesenswert.)

Roger Smith („Kap der Finsternis“) verrät Crimespree Cinema seine fünf filmischen Lieblinge 2009.

Sodele, der Trailer für den neuen Film von Roman Polanski, „Der Ghostwriter“ (nach dem Bestseller von Robert Harris) ist online.

Premiere ist auf der Berlinale und danach im Kino ihres Vertrauens.

Die ersten Sekunden haben mir gut gefallen; danach sieht’s wie der Trailer für einen x-beliebigen TV-Film aus.


TV-Tipp für den 11. Januar: Mörder auf Amrum

Januar 11, 2010

ZDF, 20.15

Mörder auf Amrum (D 2010, R.: Markus Imboden)

Drehbuch: Holger Karsten Schmidt

Polizeimeister Vogt liebt an Amrum die Ruhe. Doch damit ist es vorbei, als er eine Moldawierin vor der Russenmafia beschützen soll.

Erstens ist „Mörder auf Amrum“ der letzte Film von Barbara Rudnik.

Zweitens erhielt der Film beim Hamburger Filmfest den Produzentenpreis mit dieser schönen Begründung: „’Mörder auf Amrum‘ der Beweis ist, dass sich Spannung und Verbrechen und Humor nicht ausschließen. Obwohl in diesem Film sinnlos und zahlreich getötet wird, überwiegt beim Zuschauer das Lebensbejahende.“

Und der Tagesspiegel meint: „ein wunderbar garstiges Kleinod im deutschen Krimifernsehen, komisch und grotesk, voller schräger Figuren und mit Momenten echten Schreckens – man wähnt sich zeitweise in einem Film der Brüder Coen.“

mit Hinnerk Schönemann, Irina Potapenko, Thomas Thieme, Barbara Rudnik, Simon Schwarz

Hinweise

ZDF über „Mörder auf Amrum“

Reisenews-Online: Textreportage über die Drehorte von „Mörder auf Amrum“


TV-Tipp für den 10. Januar: Die drei Tage des Condor

Januar 10, 2010

Arte, 20.15

Die drei Tage des Condor (USA 1975, R.: Sydney Pollack)

Drehbuch: Lorenzo Semple jr., David Rayfield

LV: James Grady: Six days of the Condor, 1974

Joe Turner ist ein Büromensch und Angestellter der CIA. Als er nach einem Einkauf in das Büro zurückkommt sind seine Kollegen tot und er wird gejagt. Von den eigenen Leuten, wie Turner schnell herausfindet. Turner kämpft um sein Leben.

Der spannende Thriller entstand unmittelbar nach der Watergate-Affäre und fing – wie einige andere fast zeitgleich entstandene Filme – die damalige Atmosphäre von Mißtrauen und Paranoia gut ein.

Das Drehbuch erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman

Wiederholungen

Mittwoch, 20. Januar, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Montag, 25. Januar, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise


Wikipedia über „Die drei Tage des Condor“ (deutsch, englisch)

New York Times: Vincent Canby über „Three days of the Condor“ (25. September 1975)

Jump Cut: Patrick McGilligan redet mit Sydney Pollack (1976)

Lorenzo Semple jr./David Rayfield: Three days of the Condor (Drehbuch, Fassung vom 3. Februar 1975)

Homepage von James Grady


TV-Tipp für den 9. Januar: Agenten-Poker

Januar 9, 2010

MDR, 20.15

Agenten-Poker (USA 1980, R.: Ronald Neame)

Drehbuch: Brian Garfield, Bryan Forbes

LV: Brian Garfield: Hopscotch, 1975

Ein geschasster CIA-Agent will seine Memoiren veröffentlichen. Sie stoßen vor allem in Agentenkreisen auf großes Interesse.

Nette Agentenkomödie, die in Deutschland nur eine Videopremiere erlebte.

Witzige und größtenteils schwungvolle Agenten-Komödie.“ (Lexikon des internationalen Films)

Der Film war für einen Edgar nominiert, das Drehbuch für den Preis der Writers Guild of America , der Roman erhielt den Edgar als bester Krimi des Jahres und auch Brian Garfield ist mit dieser Verfilmung sehr zufrieden.

mit Walter Matthau, Glenda Jackson, Sam Waterston, Herbert Lom, Ned Beatty, David Matthau, George Baker

Auch bekannt als „Bluff Poker – Ein Schlitzohr packt aus“ (Videotitel)

Hinweise

Wikipedia über „Hopscotch“

Themroc über „Agenten-Poker“

DVD Savant über „Hopscotch“

New York Times: Vincent Canby über „Hopscotch“ (26. September 1980)

Homepage von Brian Garfield


Guter Anfang

Januar 8, 2010

Wenn du denselben Terroristen gleich zweimal in einer Woche umlegen musst, dann liegt es entweder an dir und deinen Fähigkeiten, oder es stimmt etwas mit der Welt nicht, in der du lebst.

Und an meinen Fähigkeiten gibt es nichts auszusetzen.

Das sind die ersten Sätze und das erste Kapitel von Jonathan Maberrys Thriller „Patient Null“ (Patient Zero, 2009) und obwohl ich nicht weiß, ob mir der Roman gefallen wird, bin ich jetzt gespannt auf die folgenden Seiten.

Grandios ist dieser Titel; jedenfalls in Deutschland:



Meine Besprechung von Gerard Donavans „Winter in Maine“ ist online

Januar 8, 2010

In der Berliner Literaturkritik ist jetzt meine Besprechung von Gerard Donovans „Winter in Maine“ online. Warum der Roman für mich eine durchwachsene Angelegenheit ist, können Sie hier nachlesen.

Gerard Donovan hat zur deutschen Ausgabe einen lesenswerten Text geschrieben.


Neu im Kino: Gamer

Januar 8, 2010

Gamer (Gamer, USA 2009)

Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor

Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor

Für SF- und Thriller-Fans ist die Grundidee von „Gamer“ ein alter Hut: ein Mann beteiligt sich bei einem Spiel, bei dem der Gewinner einen unglaublich großen Preis erhält. Wenn er verliert, ist er tot. Die bekanntesten neueren Versionen sind von Robert Sheckley und Stephen King. Sie mischen den Thrillerplot mit Gesellschaftskritik (denn das Gladiatorenspiel wird vor einem sensationsgierigem Publikum aufgeführt) und wurden mehrmals verfilmt: „Das zehnte Opfer“, „Das Millionenspiel“, „Kopfjagd“, „Running Man“. Die „Crank“-Macher gaben dem alten Plot einen neuen Dreh, indem die Kämpfer Teil eins Computerspiels sind und sie von anderen Menschen gesteuert werden.

Oh, und es gibt etwas mehr knallige Action. Schließlich müssen die Lautsprecher im Multiplex ausgenutzt werden.

mit Gerard Butler, Amber Valletta, Michael C. Hall, Kyra Sedgwick, Logan Lerman, Alison Lohman, Ludacris, Zoe Bell, John Leguizamo, James Roday, Maggie Lawson

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Gamer“

Collider: Interview mit Mark Neveldine und Brian Taylor (3. September 2009)

Slashfilm: Interview mit Mark Neveldine und Brian Taylor (4. September 2009)

MovieWeb: Interview mti Mark Neveldine und Brian Taylor (Teil 1, Teil 2 [leider gibt es nur die Antworten von Neveldine und Taylor; dort gibt es auch weitere Interviews mit anderen am Film Beteiligten)


TV-Tipp für den 8. Januar: Live Flesh – Mit Haut und Haar

Januar 8, 2010

3sat, 22.25

Live Flesh – Mit Haut und Haar (E/F 1997, R.: Pedro Almodóvar)

Drehbuch: Pedro Almodóvar, Ray Loriga, Jorge Guerricaechevarria

LV: Ruth Rendell: Live Flesh, 1986 (In blinder Panik)

Sechs Jahre nachdem Victor einen Polizisten zum Krüppel schoss, kreuzen sich wieder ihre Wege.

Halt ein typischer Almodovar-Film. „Almodóvar pendelt in überraschenden Wendungen geschickt zwischen Pathos und Ironie, ohne völlig in den schrillen Erzählton früherer Werke zu kippen.“ (Zoom 8/98)

mit Liberto Rabal, Javier Bardem, Francesca Neri, Angela Molina

Wiederholung: Samstag, 9. Januar, 05.25 Uhr


TV-Tipp für den 7. Januar: Die Spur des Falken

Januar 7, 2010

Arte, 22.35

Die Spur des Falken (USA 1941, R.: John Huston)

Drehbuch: John Huston

LV: Dashiell Hammett: The Maltese Falcon, 1930 (Der Malteser-Falke)

Spades Geschäftspartner Miles Archer wird ermordet. Privatdetektiv Sam Spade sucht den Täter.

John Hustons Regiedebüt ist die gelungene Verfilmung von Hammetts Klassiker und begründete die Schwarze Serie.

Für Krimi- und Filmfans ein Pflichttermin. Das Buch gehört selbstverständlich in jede gute Krimi-Sammlung.

Anschließend läuft die knapp einstündige Doku „Humphrey Bogart – You must remember this“ (GB 1996).

Mit Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre, Sydney Greenstreet, Walter Huston

Hinweise

Wikipedia über „Die Spur des Falken“ (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über Sam Spade

Noir of the Week über „The Maltese Falcon“

Drehbuch „The Maltese Falcon“ von John Huston


Die Glauser-Nominierungen für den besten Krimi

Januar 6, 2010

Die Jury des „Syndikats“ hat für den diesjährigen Glauser in der Kategorie „Bester Kriminalroman des Jahres 2009“ eine Auswahlliste erstellt:

Ani, Friedrich – Todsein verjährt nicht (Zsolnay)
Drvenkar, Zoran – Sorry (Ullstein)
Eckert, Horst – Sprengkraft (Grafit)
Ernst, Sabine – Der Krieger (Pendragon)
Geier, Monika – Die Herzen aller Mädchen (Ariadne)
Hültner, Robert -Inspektor Kajetan kehrt zurück (btb)
Juretzka, Jörg – Alles total groovy hier (Rotbuch)
Profijt Jutta – Kühlfach 4 (dtv)
Roth, Silvia – Schattenriss (Hoffmann und Campe)
Slupetzky Stefan – Lemmings Zorn (Rowohlt)
Steier, Christoph – Framhuysen (Mitteldeutscher Verlag)
Twardowski, Daniel – Tod auf der Northumberland (Goldmann)
Voss, Willi – Pforte des Todes (Pendragon)
Wagner, Jan Costin – Im Winter der Löwen (Eichborn)


Kleinkram

Januar 6, 2010

Der Noir of the Week ist „Broken Embrances“, auch bekannt als „Los abrozos rotos“ oder „Zerrissene Umarmungen“ oder einfach „der neue Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz in der Hauptrolle“.

In der Berliner Morgenpost gibt es ein Interview mit Christoph Waltz. Es liest sich wie ein Transkript, aber immerhin sagt er einiges über die Gerüchte, dass er für den HR einen „Tatort“-Kommissar spielen sollte:

Es hat vor längerer Zeit Gespräche darüber gegeben, dass das im Prinzip nicht unmöglich wäre. Ungefähr mit diesem Grad an Wahrscheinlichkeit. Dann aber musste ich von meinem Agenten hier in den USA erfahren, dass im „Hollywood Reporter“ eine Nachricht stand, ich hätte für eine deutsche Fernsehserie unterschrieben. (…) Das war nicht abgesprochen, davon war so nie die Rede, das haben die aus dem Hut gezaubert. Da war ich schon ein bisschen angesäuert, muss ich gestehen.

Waltz spricht auch über die Dreharbeiten zu „The green hornet“ und über „Inglourious Basterds“.

Bei YouTube gibt es auch ein kürzeres deutsches Interview mit ihm zum Kinostart von „Inglourious Basterds“ und ein ausführliches, sehr aktuelles, englisches Interview (5. Dezember 2009).

Wer nicht bis Ende Januar warten will, kann schon jetzt das Drehbuch für den neuen Sherlock-Holmes-Film, der einfach „Sherlock Holmes“ heißt, lesen. Mike Johnson schrieb das Drehbuch, Anthony Peckham überarbeitete es und „RockNRolla“ Guy Ritchie führte Regie.

Bei Go into the Movies gibt es die Liste der 101 Drehbücher, die nach Ansicht der WGA die besten jemals geschriebenen Drehbücher sind (oder auf der WGA-Seite).

Etliche davon gibt es auch online.

Ebenfalls bei Go into the Movies spricht Ring Lardner jr. über sein Drehbuch „MASH“:

I took some of the main incidents, invented a couple more, and organized them into a continuity that I thought would work, even though it violated the cardinal rule that a story involves a change of character in one or more of the principals. In my adaptation, the main characters were the same all the way through, and the illusion of a story had to be sustained by the action and the comedy.

Ali Karim (The Rap Sheet) hat sich mit C. J. Box unterhalten.

Und zum Schluss einige Worte von Elmore Leonard:

I’m always amazed when I’m in someone’s home and see no evidence of books.  Or when someone tells me he never reads novels, doesn’t have time for that.  Really?  You don’t need a special time or place to read.  You can take a book with you wherever you go and find moments to entertain yourself, or to learn about something you’d like to know.

I can’t imagine not having a good book close by, one that I can’t wait to begin.


TV-Tipp für den 6. Januar: Beverly Hills Cop

Januar 6, 2010

Sat.1, 20.15

Beverly Hills Cop – Ich lös‘ den Fall auf jeden Fall (USA 1984, R.: Martin Brest)

Drehbuch: Daniel Petrie jr. (nach einer Geschichte von Danilo Bach und Daniel Petrie jr.)

Als ein alter Freund von Detroit-Cop Axel Foley ermordet wird, nimmt er Urlaub und beginnt im noblen Beverly Hills den Mörder zu jagen. Dort fällt er nicht nur wegen seiner Hautfarbe, seinen Klamotten, seinem Mundwerk, sondern auch wegen seinen Methoden (die jede geschriebene und ungeschriebene Dienstvorschrift ignorieren) auf.

Die Action-Comedy war damals ein Kassenschlager und zog zwei schwächere Fortsetzungen nach sich. Eine vierte ist immer wieder im Gespräch.

Meisterwerk des Kommerzes“ (Fischer Film Almanach 1986)

pures Entertainment“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Tja, das Team Simpson/Bruckheimer wusste schon damals, wie sie an unser Geld kommen. Ihr nächster Film war „Top Gun“.

Das Drehbuch war für einen Oscar und den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.

mit Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott

Wiederholung: Freitag, 8. Januar, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Beverly Hills Cop“ (deutsch, englisch)


„Sleeper 4“: Holden Carver steigt aus

Januar 5, 2010

Mit einer Nachtmission beginnt der vierte und abschließende „Sleeper“-Band von Autor Ed Brubaker und Zeichner Sean Phillips. In „Das lange Erwachen“ erzählen sie, wie der Undercover-Agent Holden Carver endlich wieder aus dem Leben als Verbrecher aussteigt. Er wurde von John Lynch rekrutiert, um in dem globalen Verbrechensimperium von Tao aufzusteigen und das Imperium zu vernichten. Carver brach alle Verbindungen zu seiner Vergangenheit bei dem geheimen Geheimdienst I. O. (International Operations) ab. Offiziell wurde er zu einem Überläufer. Er wurde von seinen früheren Freunden als Verräter gejagt und er stieg in Taos Imperium auf. Dabei verliebte er sich in Taos gewalttätige Freundin Miss Misery und er fragte sich immer mehr, ob er nicht inzwischen an dem Leben als Verbrecher zu viel Gefallen gefunden hatte. Denn der Unterschied zwischen I. O. und Taos Gangsterbande ist, dass die ersten im Auftrag der Regierung Verbrechen begehen.

Als Tao erfährt, dass Carver ein Undercover-Agent ist, tötet er ihn nicht, sondern macht ihn zu seinem Vertrauten. Denn, so Tao, inzwischen sei er einer von ihnen geworden. Resigniert akzeptiert Carver am Ende des zweiten „Sleeper“-Bandes „Die Schlinge zieht sich zu“ Taos Angebot. Denn Lynch, der einzige Mann, der von Carvers Mission wusste, liegt im Koma. Was Carver allerdings nicht weiß, ist, dass Lynch in diesem Moment aus dem Koma erwacht. Als Carver davon erfährt, hofft er wieder auf eine Rückkehr in sein früheres Leben. Aber das ist schwieriger als gedacht. Denn alle Ausstiegspläne schlagen fehl. Am Ende des dritten Bandes „Die Gretchenfrage“ verbündete er sich mit Miss Misery. Sie wollen gemeinsam gegen alle kämpfen und Carver hat auch schon einen Plan, wie er die beiden Meistermanipulateure Tao und Lynch gegeneinander ausspielen kann.

Auf den ersten Seiten von „Das lange Erwachen“ sollen Carver, Miss Misery und Peter Grimm (der Carver am Liebsten umbringen würde) einen Codeknacker, der in Echtzeit jeden Code entschlüsselt, aus einer geheimen I.-O.-Station entführen. Carver gelingt es, die Mission zu sabotieren. Aber auch nach dieser Mission ist er keinen Schritt näher an dem von ihm ersehnten Ausstieg aus dem Verbrecherleben.

Da taucht Cole Cash (der Hauptfigur der „Sleeper“-Vorgeschichte „Point Blank“) wieder auf. Er will wieder für I. O. arbeiten. Dort wissen sie nicht, dass er, nachdem Tao seine Gedanken manipuliert hatte, Lynch ins Koma schickte Außerdem besitzt Tao die Tatwaffe mit Cashs Fingerabdrücken. Als Cash und Tao sich treffen, wittert Carver seine Chance mit einem Ablenkungsmanöver seine Rückkehr in ein ehrliches Leben vorzubereiten.

Das lange Erwachen“ enthält die letzten sechs Hefte der zweiten Season der von Ed Brubaker erfundenen und von Sean Phillips kongenial gezeichneten Noir-Geschichte „Sleeper“. Ursprünglich war „Sleeper“, wie Ed Brubaker in seinem Nachwort schreibt, auf zwölf Hefte angelegt und er hatte bereits das Ende geplant, als er das Angebot für eine Fortsetzung erhielt. Indem er den im Koma liegenden I.-O.-Strategen John Lynch wieder zurückholte, mischte er die Karten neu und der zweite, ebenfalls auf zwölf Hefte angelegte Arc entfaltete eine neue Dynamik. Holden Carver will jetzt nicht mehr als Doppelagent an den Kopf eines weltumspannenden Verbrechensimperiums herankommen, sondern er will, voll rehabilitiert, aus dem verbrecherischen Leben aussteigen. Gerade weil Carver wieder ein ehrliches Leben führen will, setzt er eine tödliche Dynamik in Gang.

Dass die Saga von Holden Carver nicht in einem banal-zuckerigem Happy-End mündet, dürfte nur die Menschen erstaunen, die Comics immer noch für Kinderkram halten. Denn Ed Brubaker hat ein überraschendes, befriedigendes und gleichzeitig ziemlich fatalistisches Ende für die feine Noir-Serie „Sleeper“ erfunden.

Die von Hollywood geplante Verfilmung ist immer noch in Planung. Sam Raimi ist anscheinend immer noch, Tom Cruise derzeit nicht mehr dabei. Soviel aus der Hollywood-Gerüchteküche und demnächst einiges über „Incognito“, die neue Serie des Teams Brubaker/Phillips.

Ed Brubaker/Sean Phillips: Sleeper 4 – Das lange Erwachen

(übersetzt von Maria Morlock)

Cross Cult, 2009

144 Seiten

19,80 Euro

Originalausgabe

Sleeper 4: The long way home

Wildstorm/DC Comics 2005

enthält

Sleeper: Season 2, Vol. 7 – 12

DC Comics 2005

Hinweise

Homepage von Ed Brubaker

Blog von Sean Phillips

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips” “Criminal 1 – Feigling” (Criminal 1: Coward, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Criminal 2 – Blutsbande” (Criminal 2: Lawless, 2007)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ „Criminal 3 – Grabgesang“ (Criminal 3: The Dead and the Dying, 2008)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Colin Wilsons “Point Blank” (Point Blank, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 1 – Das Schaf im Wolfspelz” (Sleeper: Out in the cold, 2003)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillips’ “Sleeper 2 – Die Schlinge zieht sich zu” (Sleeper: All false moves, 2004)

Meine Besprechung von Ed Brubaker/Sean Phillipss „Sleeper 3 – Die Gretchenfrage“ (Sleeper 3: A crooked line, 2005)


Cover der Woche

Januar 5, 2010


TV-Tipp für den 5. Januar: The Sentinel – Wem kannst du trauen?

Januar 5, 2010

ZDF, 20.15

The Sentinel – Wem kannst du trauen? (USA 2006, R.: Clark Johnson)

Drehbuch: George Nolfi
LV: Gerald Petievich: The Sentinel, 2003

Aus den Reihen des Secret Service soll ein Attentat auf den Präsidenten geplant werden. Die Ermittlungen führen David Breckinridge zu seinem ehemaligem Freund Pete Garrison. Doch bevor er ihn verhaften kann, flüchtet Garrison. Garrison will auf eigene Faust den Verräter finden; falls er nicht vorher von Breckinridge erwischt wird.

Unterschätzter Thriller

Mit Michael Douglas, Kiefer Sutherland, Eva Longoria, Kim Basinger, Martin Donovan, David Rasche, Gloria Reuben, Clark Johnson

Wiederholung: Mittwoch, 6. Januar, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Sentinel“

Wikipedia über „The Sentinel“ (deutsch, englisch)

Evolver: Marcus Wessel über „The Sentinel“

Homepage von Gerald Petievich