TV-Tipp für den 5. März: Der stille Amerikaner

März 4, 2010

3sat, 22.25

Der stille Amerikaner (USA 2002, R.: Phillip Noyce)

Drehbuch: Christopher Hampton, Robert Schenkkan

LV: Graham Greene: The quiet American, 1955 (Der stille Amerikaner)

Saigon, 1952: Der britische Reporter Thomas Fowler führt, zwischen gelegentlichen Reportagen, Opium rauchen und Sex, ein ruhiges Leben. Der stille, idealistische Amerikaner Alden Pyle will dagegen etwas bewegen. Schnell sind beide in politische Intrigen verwickelt, die sie nicht überblicken.

Der stille Amerikaner“ ist eine gelungene Greene-Verfilmung und ein im besten Sinn angenehm altmodischer Film, der zwar 1952 spielt, aber auch die heutige Außenpolitik der Ersten Welt präzise beschreibt.

Mit Michael Caine, Brendan Fraser, Do Thi Hai Yen, Rade Sherbedgia

Hinweise

Wikipedia über Graham Greene (deutsch, englisch)

Kirjasto über Graham Greene

Greeneland – The World of Graham Greene (Fanseite)

Film-Zeit über „Der stille Amerikaner“


Zitat des Tages: Was ist Noir?

März 4, 2010

Defining noir isn’t easy to do—and it shouldn’t be. Part of what makes noir such an engaging and enduring art form is its fluidity and adaptability. Perhaps more than anything else, noir is an ethos—one that resists defining. Clues might include bleak settings, a violent tone, tough and cynical characters, eroticism, existentialism, nihilism and of course, darkness—after all, noir means „black“—but noir is so much more, and can be far less. It’s an art form of shadows and should always be partially left in them. Noir is a mind set, a sensibility, a sense of futility, desperation, and isolation.

Michael Lister

(aus der Einleitung zu North Florida Noir)


TV-Tipp für den 4. März: Columbo: Tödliche Trennung

März 4, 2010

SRTL, 22.15

Columbo: Tödliche Trennung (USA 1971, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Steven Bochco

Erfinder: Richard Levinson , William Link

Ken Franklin und Jim Ferris sind ein erfolgreiches Krimiautorenduo. Als Ferris alleine schreiben will, bringt sein untalentierter Partner ihn um. Sein Alibi ist so gut, dass Lieutenant Columbo ermitteln muss.

Spielberg drehte nachher einige Filme, die sich fest in der Top-10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten behaupten.

Bochco erfand einige bahnbrechende TV-Serien, wie „Polizeirevier Hill Street“, „L. A. Law“, „Murder One“ und „NYPD Blue“. Sein erstes Columbo-Drehbuch wurde für den Emmy und den Edgar nominiert.

Ihre Zusammenarbeit markiert den offiziellen Start der erfolgreichen Columbo-Reihe innerhalb der Reihe „NBC Mystery Movie“. „Tödliche Trennung“ ist ein guter TV-Krimi (Gut, das ist jetzt Understatement.) mit einigen ungewöhnlichen Kameraeinstellung und all den Elementen, die Columbo so erfolgreich beim Publikum macht(e).

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Rosemary Forsyth, Martin Milner, Barbara Colby

Hinweise

Wikipedia über „Columbo“ (deutsch, englisch)

The Museum of Broadcast Communications über “Columbo”

Fernsehlexikon über “Columbo”

“Columbo”-Fanseite

Deutsche “Columbo”-Fanseite

Noch eine deutsche “Columbo”-Fanseite

TV Time Machine: Audiointerview mit Peter Falk und Mark Dawidziak


Jim Nisbets kurzweiliger „Dunkler Gefährte“

März 3, 2010

Das ungewöhnlichste an Banerjhee Rolf ist sein Name. Denn seine Eltern kamen 1945 aus Indien in die USA. Der Rest strahlt die stockbiedere Normalität eines Mannes aus dem Mittelschicht aus. Er ist verheiratet, hat ein Haus (belastet mit einer Hypothek), der Sohn studiert in Chicago und er selbst wässert als Frührentner unter der kalifornischen Sonne seine Blumen.

Früher war er als Leiter der Qualitätskontrolle in einer Biotech-Firma ein wichtiger Mann, aber da wollte er vor allem als Wissenschaftler arbeiten und bei einer Umstrukturierung wurde seine Abteilung aufgelöst. Jetzt quält er sich mit seinen Schulden herum und züchtet Blumen. Zur Entspannung unterhält er sich über den Gartenzaun immer wieder mit seinem Nachbar Toby Pride, der anscheinend von seiner Ostküstenverwandschaft das Angebot bekommen hat, dass er sich nicht um Geld kümmern müsse, solange er an der Westküste bleibe. Rolf glaubt auch, dass Pride mit Drogen handelt. Aber das geht ihn nichts an, bis er sich zuerst von Pride breitschlagen lässt, ein Los zu kaufen und, als seine Frau für zwei Wochen zu ihrem Sohn fährt, er die Freundin von Pride vor ihrem wütendem Freund schützt. Schnell ist Prides Wut verraucht und sie machen es sich zu dritt in Prides Wohnung mit Drogen vor dem Fernseher gemütlich. Pride zeigt ihm begeistert die Sendungen eines Piratensenders.

Plötzlich stürmen zwei Männer hinein und beginnen auf sie zu schießen. Bei dem Schusswechsel sterben sie. Pride und seine Freundin werden tödlich verletzt und Rolf hat seinen ersten Mord begangen. Als ehrlicher Bürger will er natürlich sofort die Polizei anrufen, aber Pride hält ihn ab. Denn die Eindringlinge waren Polizisten und das ist noch nicht das schlimmste Geheimnis, das Pride ihm verrät. Rolf muss untertauchen.

Dunkler Gefährte“ ist bereits Jim Nisbets neunter Roman, sein zweites auf Deutsch erschienenes Werk und es wurde für den Hammett-Award, dem jährlichen Preis der nordamerikanischen Abteilung der International Association of Crime Writers, nominiert.

Es ist ein kleiner, feiner Noir über die Macht des Zufalls und wie ein, zwei kleine Ereignisse und eine Verkettung unglücklicher Umstände ein geregelt-langweiliges Leben vollkommen aus den geordneten Bahnen werfen können. Denn Banerjhee Rolf ist der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort.

Gleichzeitig porträtiert Jim Nisbet, wie in seinen früheren Romanen, nüchtern und ohne den polemischen Furor eines Michael Moore den US-amerikanischen Kapitalismus. In „Dunkler Gefährte“ rückt, vor allem in der ersten Hälfte, wenn Nisbet lakonisch von Rolfs Entlassung und seiner Suche nach einem neuen Job erzählt, der Umgang mit der Generation 50+ in den Vordergrund. Denn das Wissen von Rolf wird nicht gebraucht.

Vor zwanzig Jahren erschien in der ebenfalls von Frank Nowatzki herausgegebenen Black-Lizard-Reihe Nisbets zweiter Roman „Tödliche Injektion“ (Lethal Injection, 1987). In dieser Geschichte glaubt der alkoholabhängiger Gefängnisarzt Franklin Royce, dass der Afroamerikaner Bobby Mencken, dem er eben die Todesspritze verpasst hat, unschuldig war. Er will herausfinden, für wen Mencken in den Tod ging, und er besucht in den Slums von Dallas Menckens frühere Freunde.

Mit „Tödliche Injektion“ begibt Jim Nisbet sich sehr gelungen in einen alptraumhaften und hoffnungslosen Kosmos, der anscheinend von Cornell Woolrich ausgeborgt wurde. Woody Haut hält „Tödliche Injektion“ in seinem Buch „Neon Noir“ für „one of the best novels Jim Thompson never wrote“.

Für die anderen Nisbet-Romane sind dann Englischkenntnisse unerlässlich.

Jim Nisbet: Dunkler Gefährte

(übersetzt von Frank Nowatzki und Angelika Müller)

pulp master, 2010

192 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

Dark Companion

Dennis McMillan Publications, 2006

Hinweise

Homepage von Jim Nisbet

Fantastic Fiction über Jim Nisbet

The Writers‘ Block: Jim Nisbet liest seine Kurzgeschichte „Weight less than Shadow“ (aus „San Francisco Noir“, 20 Minuten)

Die zweite Meinung:


TV-Tipp für den 3. März: Das Haus der Lady Alquist

März 3, 2010

RBB, 22.45

Das Haus der Lady Alquist (USA 1944, R.: George Cukor)

Drehbuch: John Van Druten, Walter Reisch, John L. Balderston

LV: Patrick Hamilton: Gaslight, 1938 (Theaterstück)

Nach dem Umzug leidet Paula Alquist an Wahnvorstellungen. Oder will sie jemand in den Wahnsinn treiben?

Über den bekannt-beliebten Romantikthriller schreibt das Lexikon des internationalen Films zutreffend: „Ein ungebrochen spannender Psychokrimi, angesiedelt im viktorianischen Zeitalter, hervorragend inszeniert und gespielt. Reizvoll vor allem durch die außergewöhnliche Kameraführung.“

Ingrid Bergman erhielt für ihre Leistung den Oscar und den Golden Globe. Für die Ausstattung gab es einen weiteren Oscar. Außerdem war „Das Haus der Lady Alquist“ in allen wichtigen Oscar-Kategorien nominiert: Bester Film, Drehbuch, Kamera, Haupt- und Nebenrolle. Der große Abräumer war in diesem Jahr aber das Musical „Going my way“ (Der Weg zum Glück, R.: Leo McCarey). Erinnert sich noch jemand an diesen Film?

Hamilton schrieb auch die Vorlage zum Hitchcock-Film “Rope – Cocktail für eine Leiche”.

Mit Charles Boyer, Ingrid Bergman, Joseph Cotton, Angela Lansbury (Debüt), Barbara Everest

Hinweise

Kirjasto über Patrick Hamilton

Arte über „Das Haus der Lady Alquist“

Wikipedia über „Das Haus der Lady Alquist“ (deutsch, englisch)


Cover der Woche

März 2, 2010


TV-Tipp für den 2. März: Auch Vögel können töten

März 2, 2010

RBB, 22.45

Auch Vögel können töten (USA 1970, R.: Robert Altman)

Drehbuch: Doran William Cannon, Brian McKay (ungenannt)

Brewster McCloud (so auch der Originaltitel) bastelt seit Ewigkeiten in den Katakomben des Houstoner Sportstadions Astrodome an einem Flugapparat. Denn er hält sich für einen Vogel. Da wird er in einen Reihe von Morden verwickelt und er verliebt sich.

Direkt nach „M. A. S. H.“ drehte Robert Altman diese liebenswerte Spinnerkomödie mit satirischen Anklängen und einem betonten Desinteresse an filmischen Konventionen. In Deutschland wurde der Film erst 1992 von Tele 5 als „Nur fliegen ist schöner“ gezeigt.

Bewusst verwirrende, surrealistische Satire, formal eher den Cartoons und der französischen ‚Nouvelle Vague‘ als gängigen Filmkonventionen verpflichtet. (…) Frühe, bizarre Regiearbeit von Robert Altman.“ (Lexikon des internationalen Films)

‚Brewster McCloud‘ ist der Gegenfilm, der die meisten Gegnerschaften in sich vereint, ein Chaos von einem Film, und von vorneherein anarchisch in der Erzählstruktur. (…) Selten hat dieser Filmemacher mehr Ideen und Einfälle gehabt, selten hat er so unbekümmert Erzählhaltungen variiert, von der satirischen Groteske zur fast feierlich vorgetragenen Allegorie, von Metaphern zu konkreten Details. (…) Ein Grundproblem für das Verständnis des Films ergibt sich aus dem Verzicht, die Figuren als Charaktere zu entwickeln; sie werden unmittelbar vom Wechsel der Erzählhaltungen betroffen und erscheinen, ständig in einer Art Metamorphose begriffen, mitunter als Symbol, dann als Allegorie, dann wieder nur als simple Prototypen ihrer Gesellschaft und letztlich als Protagonisten der amorphen Imagination des Regisseurs.“ (Hans Günther Pflaum in Robert Altman, Hanser Reihe Film Band 25, 1981)

mit Bud Cort, Sally Kellerman, William Windom, Shelly Duvall, René Auberjonois, Stacy Keach

Hinweise

Wikipedia über „Brewster McCloud“

New York Times: Vincent Canby über „Brewster McCloud“ (24. Dezember 1970)

Chicago Sun Times: Roger Ebert über „Brewster McCloud“ (24. Dezember 1970)


„Hustle“ oder die elegante Art deine Mitmenschen um ihr Geld zu bringen

März 1, 2010

In fünf Worten ist „Hustle“ die britische Version von „Ocean’s Eleven“. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Mickey Stone und seine Gang sind auch leidenschaftliche Trickbetrüger und in jeder Folge der BBC-Serie legen sie – mit wechselndem Erfolg – einen arroganten Geldsack herein. Die Serie ist auch sehr stylish. Die Macher spielten bereits vor über sechs Jahren souverän auf der gesamten Klaviatur des Films von überraschenden Plottwists (gerne gekoppelt an Rückblenden) über gelungenen Anspielungen auf andere Filme und einer sehr stilisiert-poppigen Filmsprache hin zu Experimenten, wie eingefrorenen Bildern, in denen die Verbrecher den Betrug erklären. Das unterscheidet sich dann kaum von einem Kinofilm.

Aber „Ocean’s Eleven“ war letztendlich, vor allem im zweiten und dritten Teil, nur noch mäßig amüsantes Starkino der Marke „George Clooney und seine Freund haben Spaß“.

Dagegen wird „Hustle“ von Folge zu Folge besser und die Serie ist realistischer als „Ocean’s Eleven“. Denn die Charaktere der von Kudos produzierten Serie (unter anderem „Life on Mars“ und „Spooks – Im Visier des MI5“) sind keine Cartoon-Figuren. Die Opfer sind reich, aber keine milliardenschweren Casinobesitzer.

Und natürlich, das wichtigste Elemente bei einer Serie, Trickbetrüger Mickey Stone und seine Gang sind ein Ensemble dem man gerne zusieht.

Im „Making of“ erzählt Autor Tony Jordan, dass er die Verbrecherbande wie eine Familie mit Großvater, Vater, Sohn, Onkel und Mutter (die hier auch gleichzeitig die Geliebte ist) aufgebaut habe.

Mickey Stone ist der charismatische Anführer. Jordan erzählt, dass die Rolle zuerst für einen anderen Schauspielertyp vorgesehen war, aber als Adrian Lester den Raum betrat, wussten sie, dass sie ihren Mickey Stone gefunden hatten. Er hat die Lässigkeit eines Mannes, dem die Welt gehört – auch wenn alles nur Schein ist. Er flößt Vertrauen ein – auch wenn er gerade einen Betrug durchzieht. Und, als guter Familienvater, schützt er seine Familie. Er nimmt auch, leicht widerwillig, die Rolle als Lehrer für den Neuzugang Danny Blue an.

Albert Stroller ist die Legende, die Stone alles beibrachte und auch im Rentenalter nicht vom verbrecherischen Leben lassen kann. Er ist der Großvater. Dass Stroller von Robert Vaughn gespielt wird, ist eine der glücklichen Fügungen, die gerade wegen Vaughns Filmographie (Ich sage nur „Solo für O. N. K. E. L.“, „Bullit“ und „Die glorreichen Sieben“.) grandios passt. Er ist nicht nur im Film für die Jüngeren ein Vorbild. Er beherrscht alle Tricks und hat schon mit allen Größen im Geschäft zusammengearbeitet hat. In der Serie natürlich Verbrechergrößen; im Filmgeschäft Stars wie Paul Newmann, Steve McQueen, Jacqueline Bisset, Faye Dunaway, Robert Duvall, Walter Matthau, Peter Falk, Charles Bronson, James Coburn, Yul Brynner, Eli Wallach und Boris Karloff.

Danny Blue ist der Jungspund, der zum Meisterverbrecher werden will, aber noch viele jugendliche Flausen im Kopf hat. Für ihn ist das Verbrecherleben, auch wenn er gerade nach einem missglückten Betrug verprügelt wurde, ein einziger großer Spaß und die Gelegenheit, jeden Tag ein neues Abenteuer zu erleben.

Ash Morgan ist der gute Onkel, der Butler und der Handwerker. Er kann anscheinend auf die altmodische Art jedes System hereinlegen und die richtigen Geräte basteln. Er ist immer da, zuverlässig, gesegnet mit dem Humor und dem Duft des Arbeiters. In der ersten Staffel (von inzwischen insgesamt sechs) ist er der unauffälligste Charakter im Team.

Und Stacie Monroe ist die Mutter der Kompanie. Allerdings ist sie sehr sexy und Danny Blue möchte gerne mit ihr ins Bett steigen. Dummerweise ist sie auch klug und als Danny sie einmal zu einer Partie Strip-Poker überredet, hat sie wundersamerweise immer das bessere Blatt in der Hand.

In der ersten Staffel von „Hustle – Unehrlich währt am längsten“ zeigen sie in sechs kurzweiligen Episoden ihr Können. In der ersten Folge ist ihr Opfer der gierige Geschäftsmann Peter Williams, der regelmäßig auf der Liste der 500 reichsten Engländer steht. Mickey Stone erzählt ihm, getarnt als vertrauenswürdiger Banker, dass sein Unternehmen mit einem Computerprogramm gigantische Gewinne machen könne. Demnächst gebe es wieder die Möglichkeit und gegen eine stattliche Geldsumme könne er mitmachen. Williams ist einverstanden. Dass sie bei dem Coup von der Polizei beobachtet werden, stachelt Stone nur noch mehr an.

In „Der Hollywood-Schwindler“ ködern sie einem brutalen Hotel- und Kasinobesitzer, der ein Fan von klassischen Hollywood-SW-Filmen ist, mit einer Investition an einen sich an eben diesen Filmen orientierendem Filmprojekt.

Sie versuchen einer fanatischen Kunstsammlerin einen gefälschten Mondrian zu verkaufen. Dabei haben sie ihren Plan ohne den Fälscher (Köstlich!) und eine ehrgeizige Journalistin gemacht.

Sie werden von einem kurz vor der Pensionierung stehendem Polizisten, der bis jetzt jeden Trickdieb schnappte (wie Albert Stroller aus eigener leidvoller Erfahrung weiß), zur Mitarbeit erpresst. Denn der Polizist will einen Bankräuber, der bis jetzt bei keinem seiner verwegenen Einbrüche geschnappt wurde, verhaften. Mickey Stone versucht den Polizisten hereinzulegen. Aber wird ihm das gelingen? Und: Kann er, vor den Augen der Polizei, die Bank ausrauben?

Sie wollen von einem Scheidungskrieg profitieren, indem sie die hasserfüllte Ehefrau und ihren Gatten mit einem falschen Bauprojekt hereinlegen.

Und, in der letzten Episode der ersten Staffel, „Die letzte Wette“ spielen sie ihre Version von „Der Clou“ (The Sting) durch, indem sie ihrem Opfer erzählen, dass sie wissen, welches Pferd bei einem Pferderennen gewinnt. Dabei müssen Mickey Stone und seine Gang auch damit kämpfen, dass heute Informationen in Echtzeit verfügbar sind.

Als Bonusmaterial gibt es ein zweiteiliges „Making of“. Im ersten, sehr interessanten Teil erzählen die Macher, wie die Serie entstand und die Schauspieler ausgewählt wurden. Im zweiten Teil gibt es dann die üblichen Lobhuddeleien der Schauspieler.

Die grandiose Serie läuft freitags ungefähr um 22.00 Uhr (halt nach dem Spielfilm) auf ZDFneo. Gezeigt werden, wie auch auf der DVD, die vom BBC erstellte kürzere internationale Fassung.

Hustle – Unehrlich währt am längsten (GB 2004)

Erfinder: Tony Jordan (nach einer Idee von Bharat Nalluri)

mit Adrian Lester (Mickey Stone), Marc Warren (Danny Blue), Robert Glenister (Ash Morgan), Jaime Murray (Stacie Monroe), Robert Vaughn (Albert Stroller)

DVD

Polyband

Sprachen: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bild: 16:9 (1,78:1)

Laufzeit: 300 Minuten (6 x 50 Minuten) + 30 Minuten Bonus

Bonusmaterial: Making of (englisches Original mit deutschen Untertiteln), Wendecover

FSK: ab 16 Jahre

Die ersten sechs Betrügereien von Mickey Stone und seiner Gang

Meisterdiebe (The Con is on, Regie: Bharat Nalluri, Drehbuch: Tony Jordan)

Der Hollywood-Schwindler (Faking it, Regie: Bharat Nalluri, Drehbuch: Tony Jordan)

Fälscher (Picture perfect, Regie: Bharat Nalluri, Drehbuch: Matthew Graham)

Räuber und Gendarm (Cops and Robbers, Regie: Minkie Spiro, Drehbuch: Tony Jordan)

Klassefrau (A Touch of Class, Regie: Minkie Spiro, Drehbuch: Ashley Pharoah)

Die letzte Wette (The last Gamble, Regie: Rob Bailey, Drehbuch: Tony Jordan)

Hinweise

BBC über „Hustle“ (neu, alt, deutsch)

Wikipedia über „Hustle“ (englisch, deutsch)

Kriminalakte über „Hustle – Unehrlich währt am längsten“


TV-Tipp für den 1. März: Die Thomas Crown Affäre

März 1, 2010

ZDF, 22.15

Die Thomas Crown Affäre (USA 1999, R.: John McTiernan)

Drehbuch: Leslie Dixon, Kurt Wimmer (nach dem Drehbuch von Alan R. Trustman)

Millionär Thomas Crown hat auf den ersten Blick alles. Aber weil ihn sein Leben als reicher Müßiggänger langweilt, organisiert er komplizierte Diebstähle. Die Versicherungsagentin Catherine Banning will ihn überführen. Crown nimmt die Herausforderung an und plant, während er mit ihr tändelt, seinen nächsten Coup.

Das Remake des gleichnamigen Semi-Klassikers mit Steve McQueen und Faye Dunaway ist locker-flockiges, eskapistisches Starkino.

John McTiernans Version des Steve-McQueen-Klassikers ist der seltene Glücksfall eines Remakes, welches das Original mit kraftvolleren, präziseren Strichen übermalt.“ (Gerhard Midding, tip 19/99)

mit Pierce Brosnan, Rene Russo, Denis Leary, Faye Dunaway, Ben Gazzara, Fritz Weaver

Wiederholung: Dienstag, 2. März, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Die Thomas Crown Affäre“ (deutsch, englisch)