Als die Actionkomödie „Einmal ist keinmal“ mit Katherine Heigl als Kopfgeldjägerin Stephanie Plum in den US-Kinos startete, wurde sie von den US-Kritikern regelrecht geschlachtet.
Als ich den Film sah, fragte ich mich, woher dieser Hass auf den Film kam. Denn obwohl „Einmal ist keinmal“ wahrlich kein Meisterwerk ist, versucht er auch nicht mehr zu sein, als eine kleine, launige Actionkomödie, die wie ein hoch budgetierter TV-Serienpilot wirkt, der irrtümlich im Kino läuft. Denn Regisseurin Julie Anne Robinson stellt in ihrer Verfilmung des ersten Stephanie-Plum-Krimis, wie auch Janet Evanovich in ihrem Roman, ausführlich Stephanies Familie, die Kautionsagentur ihres Vetters Vinnie samt leicht schrägem Personal und ihren künftigen Freund vor. Dieser ist Polizist, soll eine Frau ermordet haben und ist untergetaucht.
Für Stephanie, die händeringend einen Job sucht und deshalb notgedrungen bei Vinnie anheuert, wäre das Kopfgeld von 50.000 Dollar (im Buch 10.000 Dollar), wenn sie Joe Morelli bei der Polizei abliefert, das Ende ihrer Geldsorgen. Dass Morelli sie vor Jahren betrogen hat, stachelt ihren Jagdeifer zusätzlich an. Ohne einen Plan und ohne irgendetwas über die Arbeit zu wissen, aber mit einem losen Mundwerk, macht sie sich in ihrer Heimatstadt Trenton, New Jersey, auf die Jagd.
Der Film folgt dem vor fast zwanzig Jahren erschienenem Roman erstaunlich genau und ist sogar witziger als der Roman. Denn der ist eine ziemlich dröge Mischung aus Romanze und Krimi, mit einer sich mir nicht erschließenden humoristischen Note.
Dagegen ist die Verfilmung, tief in den achtziger Jahre steckend, ziemlich kurzweilig-nette Unterhaltung für Zwischendurch, die nie behauptet mehr zu sein als eine kleine Actionkomödie mit einem vernachlässigbaren Krimiplot voller Unwahrscheinlichkeiten und viel Romantic.
Einmal ist keinmal (One for the Money, USA 2012)
Regie: Julie Anne Robinson
Drehbuch: Stacy Sherman, Karen Ray, Liz Brixius
LV: Janet Evanovich: One for the Money, 1994 (Einmal ist keinmal)
mit Katherine Heigl, Jason O’Mara, Daniel Sunjata, John Leguizamo, Sherri Shepherd, Debbie Reynolds
Länge: 93 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Vorlage, jetzt mit neuem Cover
Janet Evanovich: Einmal ist keinmal
(übersetzt von Regina Rawlinson)
Goldmann, 2012
288 Seiten
8,99 Euro
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Deutsche Erstausgabe
Goldmann, 1996
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Taschenbuchausgabe
Goldmann, 1997
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Originalausgabe
One for the Money
Scribner’s, New York 1994
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Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Film-Zeit über „Einmal ist keinmal“
Rotten Tomatoes über „Einmal ist keinmal“
Wikipedia über „Einmal ist keinmal“
Deutsche Homepage von Janet Evanovich
Krimi-Couch über Janet Evanovich
Wikipedia über Janet Evanovich (deutsch, englisch)
Thrilling Detective über Stephanie Plum
Meine Besprechung von Janet Evanovichs „Kuss mit lustig“ (Fearless Fourteen, 2008)


Veröffentlicht von AxelB 









