R. i. P. Burkhard Driest

Burkhard Driest (28. April 1939 in Stettin – 27. Februar 2020 in Berlin)

Bekannt wurde Burkhard Driest 1974 mit seinem Debütroman „Die Verrohung des Franz Blum“, in dem er aus eigener Erfahrung über das Leben im bundesdeutschen Gefängnis schrieb. Kurz vor seinem mündlichen Jura-Examen überfiel er eine Bank. Für diesen Banküberfall wurde er am 1. Juli 1966 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. 1968 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen und schlug sich danach mit Gelegenheitsjobs durch.

Das autobiographische Buch wurde im gleichen Jahr von Reinhard Hauff verfilmt. Driest schrieb das Drehbuch und übernahm im Film eine wichtige Rolle. Das war der Beginn seiner Karriere als Autor, Schauspieler und Regisseur. Mit Hauff arbeitete er in den folgenden Jahren öfter zusammen. Unter anderem in dem autobiographischen Gangsterdrama „Endstation Freiheit“ (1980), für das Driest das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle übernahm.

Zu seinen weiteren Drehbüchern gehören „Paule Pauländer“ (1976), „Querelle“ (1982), „Annas Mutter“ (1984, auch Regie), „Sanfte Morde“ (1997) und „Schande“ (1999).

Zu seinen Romanen gehören „Mann ohne Schatten“ (1981), „Sanfte Morde“ (1997) und die auch verfilmten, auf Ibiza spielenden Kommissar-Toni-Costa-Krimis, „Der rote Regen“ (2003), „Liebestod“ (2005), „Brennende Schuld“ (2006), „Sommernachtsmord“ (2008) und „Küchenkunst“ (2010). In seinem letzten Buch „Die Maikäfer und der Krieg“ (2011) schrieb er über seine Kindheit.

Driest starb in Berlin nach langer Krankheit.

Hinweise

Homepage von Burkhard Driest

Wikipedia über Burkhard Driest

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