Ein Spiel mit echten Menschen

August 8, 2008

„Der Prototyp von Scavenger kann ohne euch nicht gelingen.“

Am Ende von „Creepers“ lagen Frank Balenger und Amanda Evert verletzt am Strand von Asbury Park, New Jersey, während hinter ihnen das Paragon Hotel abbrannte. In den folgenden Monaten heilten die beiden ihre Wunden und begannen in New York ein gemeinsames Leben. Eines Tages erhält Balenger die rätselhaft-liebevoll gestaltete Einladung zu einem Vortrag des Manhattan History Club über Zeitkapseln.

Sie gehen hin – und als Balenger wieder wach wird, liegt er am Strand von Asbury Park, New Jersey.

Seine Freundin Amanda wird dagegen in einer hermetisch abgeriegelten, einsam gelegenen Hütte wach. Bei ihr sind der Irak-Veteran Ray Morgan, die Seglerin Bethany Lane und das Bergsteigerpaar Derrick und Vivian Montgomery. Sie alle haben, wie Amanda, lebensbedrohende Situationen überlebt. Die Öffentlichkeit sieht sie als Helden.

Eine Stimme aus einem Lautsprecher sagt ihnen, dass sie jetzt Teil des Spiels „Scavenger“ seien. Sie hätten vierzig Stunden, um eine bestimmte Menge Aufgaben zu erfüllen. Wenn sie das nicht tun oder versagen, werden sie, wie die Figuren in einem Computerspiel, sterben. Auch Balenger ist, wie er erst im Laufe seiner Suche nach Amanda, begreift, ein Teil des Spiels. Doch schnell hält er sich, wie er glaubt, nicht mehr an die Spielregeln.

„Level 9“ ist ein würdiger Nachfolger für das klaustrophobische „Creepers“. Während Morrell sich damals von den Urban Explorers inspirieren ließ, hat er sich jetzt, wie sein informatives Nachwort verrät, von dem Phänomen der Zeitkapseln, GPS-Schatzsuchen und Videospielen und deren Metaphysik inspirieren lassen. Diese Informationen fügt Morrell gekonnt als Teil des Spiels und der Suche von Balenger nach seiner Geliebten Amanda in die spannende, weitgehend in der freien Natur spielende Geschichte ein.

„Level 9“ ist, trotz seines schwachen Endes (aka das Spiel beendende „Level 9“), als echter Pageturner eine ideale Sommerlektüre.

David Morrell: Level 9

(übersetzt von Christine Gaspard)

Knaur, 2008

416 Seiten

7,95 Euro

Originalausgabe

Scavenger

CDS Books, 2007

Hinweise

Homepage von David Morrell

Scavenger – The Game

Krimi-Couch: David Morrell – Eine Theorie über Thriller (2007)

Subterranean Press: Interview mit David Morrell über „Scavenger“ (und „Creepers“)

ITW: Interview mit David Morrell über “Scavenger”

ITW: „Between the Lines“-Interview mit David Morrell: The Making of a Bestseller (2008 )

Meine Besprechung von David Morrells „Creepers“


Parker besucht Neu-England

August 6, 2008

Endlich wird Richard Stark wieder ins Deutsche übersetzt. Denn Donald E. Westlake schreibt bereits seit 1997 unter dem Pseudonym Richard Stark neue Parker-Romane. Parker, für die, die ihn noch nicht kennen, ist ein eiskalter Profigangster. Seinen ersten Auftritt hatte er 1962 in „The Hunter“ (Jetzt sind wir quitt; Payback). Der Roman wurde, für die Älteren 1967 von John Boorman mit Lee Marvin als „Point Blank“ (Klassiker), für die Jüngeren 1999 von Brian Helgeland mit Mel Gibson als „Payback“ (Schrottfilm), verfilmt. Bis 1974 schrieb Richard Stark fünfzehn weitere Parker-Geschichten. Etliche wurden, mehr oder weniger erfolgreich, mit verschiedenen, oft bekannten Schauspielern, die alle wegen der von Stark abgeschlossenen Verträge nie „Parker“ hießen, verfilmt. Dann schrieb er über zwanzig Jahre keine weiteren Parker-Abenteuer und auch keine weiteren Bücher als „Richard Stark“. Seit der Rückkehr 1997, ganz unspektakulär „Comeback“ betitelt, erschienen acht weitere Parker-Abenteuer, die sich nur in der Länge von den früheren Parker-Geschichten unterscheiden. Sie sind etwas länger, aber nach heutigem Standard immer noch unglaublich kurz und gefüllt mit mehr Handlung als ein halbes Dutzend Bestseller.

Zsolnay veröffentlichte jetzt – und das ist der kleine Wermutstropfen bei seinem neuen Auftritt in Deutschland – mit „Fragen Sie den Papagei“ den vorletzten Parker-Roman. Der bislang letzte, „Dirty Money“, erschien in den USA im April. Zusammen mit „Nobody runs forever“ bilden die drei Romane eine kleine Trilogie. Denn „Fragen Sie den Papagei“ schließt sich unmittelbar an „Nobody runs forever“ an.

Parker flüchtet nach einem teilweise fehlgeschlagenen Überfall vor den Polizeihunden in die Berge. Er trifft den Einzelgänger Tom Lindahl, der einen todsicheren Plan zum Stehlen der Rennbahn-Wettgelder bei seinem früheren Arbeitgeber hat. Parker ist nicht sonderlich begeistert, während die Polizei ihn jagt, zusammen mit einem Amateur einen Diebstahl zu begehen. Doch Lindahl erpresst ihn und in dem kleinen, beschaulichen Ort, in dem Lindahl lebt und die Bewohner als Höhepunkt ihrer kriminellen Karriere eine Ampel bei Rot überfahren, geraten die Dinge schnell außer Kontrolle, es gibt Tote und Parker wünscht sich wieder zurück in die Gesellschaft von Gangstern. Denn diese sind immerhin berechenbar.

„Dirty Money“ spielt wenige Tage nach „Fragen Sie den Papagei“. Parker kehrt gerade zu seiner Freundin Claire zurück, als er erfährt, dass Nick Dalesia einen U. S. Marshal ermordete und flüchtig ist. Dalesia hatte in „Nobody runs forever“ zusammen mit Parker und Nelson McWhitney den Geldtransporter der Bank überfallen. Während McWhitney entkommen konnte, wurde Dalesia, als er einen Teil der Beute ausgab, verhaftet.

Parker weiß, dass er jetzt die in einer verlassenen Kirche versteckte Beute holen muss. Denn Nick Dalesia wird sie wahrscheinlich für sich hohlen und – was noch wahrscheinlicher ist, weil er an der Ostküste niemanden kennt – vorher von der Polizei geschnappt werden und dann, für eine geringere Strafe, seine Mitverbrecher und das Versteck der Beute verraten.

Parker, Claire, Nelson McWhitney und die ebenfalls bereits aus „Nobody runs forever“ bekannte Kopfgeldjägerin Sandra Loscalzo machen sich auf den Weg in das beschaulich-herbstliche Neu England. Offiziell wollen sie sich als „leaf peepers“ (Laubbeobachter) unter die Touristen mischen. Doch überall hängen Fahndungsplakate mit Parkers Bild herum und Detective Gwen Reversa sucht immer noch das gestohlene Geld und die Diebe.

„Dirty Money“ ist, wie auch alle vorherigen Parker-Romane, ein schneller, amoralischer, schwarzhumoriger Hardboiled-Gangsterkrimi, der eine überragende Serie spannend fortsetzt.

Und, für Neueinsteiger, das Gute bei den Parker-Romanen ist, dass sie vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden können. Die letzten drei sind (wie die ersten Parker-Romane) nur deshalb eine Trilogie, weil der Verleger das für verkaufsfördernder hält und Richard Stark einige Charaktere und lose Fäden aus den vorherigen Büchern wieder aufgenommen hat. Ansonsten ist, für die Deutschen, „Fragen Sie den Papagei“ einfach der neue Parker-Roman.

Deshalb ist der Wermutstropfen nur für die Kenner der Originale erkennbar. Und Zsolnay will mit weiteren Parker-Romanen Abhilfe schaffen (natürlich nur, wenn die Zahlen stimmen).

Nachtrag, 8. 8. 08: Im Frühjahr 2009 erscheint die deutsche Ausgabe von „Nobody runs forever“. Der deutsche Titel steht noch nicht fest.

Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

(übersetzt von Dirk van Gunsteren)

Zsolnay, 2008

256 Seiten

16,90 Euro

Originalausgabe

Ask the Parrot

Mysterious Press, 2006

Richard Stark: Dirty Money

Grand Central Publishing, 2008

288 Seiten

17 Euro (circa)

Hinweise

Homepage von Donald E. Westlake

Meine ausführliche Vorstellung von Parker und seinen Erben in der Spurensuche

Meine Besprechung von Richard Starks „Ask the Parrot“

Richard-Stark-Seite des Zsolnay Verlages


Die Forensiker aus Las Vegas und Miami ermitteln

August 6, 2008

Im Sommer gibt es zwar keine CSI-Pause, aber Vox und RTL präsentieren nur Wiederholungen von teilweise schon öfters gezeigten Folgen. Das ist – auch weil TV am Strand nicht so toll ist – eine gute Gelegenheit, sich einen CSI-Roman zu schnappen. Denn in diesen Romanen werden neue Fälle mit den bekannten Teams erzählt. Zuletzt sind zwei „CSI: Miami“-Romane von Donn Cortez (dessen Thriller „Closer“ demnächst bei Knaur erscheint) und, als Taschenbuch, ein CSI-Las-Vegas-Roman von Max Allan Collins erschienen.

Nach dieser Vorrede wollen eingefleischte CSI-Fans jetzt, vor dem Kauf, nur wissen, ob die Romane sich an das Serienkonzept halten. Sie tun es.

Für Krimileser, die vor allem einen guten Roman lesen wollen, ist es etwas komplizierter.

In dem „CSI: Miami“-Roman „Todsicheres Alibi“ bringt Donn Cortez die mit „Mörderisches Fest“ begonnene Geschichte des Kampfes zwischen Horatio Caine und dem Magier Abdus Pathan, der „Brillante Batin“, zu einem Ende. In „Mörderisches Fest“ konnten Caine und seine Leute Pathan seine Taten nicht nachweisen. Jetzt glauben die CSIler, dass Pathan auf einem Schrottplatz neun Männer erschoss. Allerdings hat Pathan wieder ein bombensicheres Alibi. Bei ihren weiteren Ermittlungen vermuten die CSIler, dass Pathan der international gesuchte, skrupellose Terrorist ‚Der Hase’ ist, der inzwischen auch eine schmutzige Bombe besitzt.

Erst als das Kreuzfahrtschiff Heart’s Voyage, auf dem Pathan als Zauberer arbeitet, entführt wird, beginnt Caine die Puzzleteile richtig zusammen zu setzen. Eine der Geisel an Bord ist sein Mitarbeiter Eric Delko, der seine Freundin Marie beschützen will.

„Todsicheres Alibi“ ist, wie es sich für „CSI: Miami“ gehört, eher actionlastig und stärker als Thriller angelegt. Das wird besonders im letzten Drittel, wenn die CSIler langsam den Plan des Terroristen durchschauen und ihn verhindern wollen, deutlich.

„Im freien Fall“, der zweite neue „CSI: Miami“-Roman von Donn Cortez folgt dagegen mit drei parallelen Fällen dem gängigen CSI-Whodunit-Prinzip.

Horatio Caine und Calleigh Duquesne suchen den Mörder des Ballonfahrers Timothy Breakwash. Im Ballon, dem Tatort, gibt es zwar keine Spuren von einem Täter und auch keine von der Schusswaffe, aber auch ein Selbstmörder schießt sich nicht in sein rechtes Auge.

Im zweiten Fall versuchen Eric Delko und Ryan Wolfe herauszufinden, warum es auf einem Jacht zu einem tödlichen Schusswechsel zwischen dem Bootsbesitzer und seinen Gästen, einer nach ihrem Aussehen und ihren Waffen bunten Mischung aus russischen und kubanischen Gangstern, die anscheinend gerade ein Geschäft abwickeln wollten, und Kleingangstern aus Florida, die das Boot überfallen wollten, gekommen ist. Dabei müssen die CSIler vor allem herausfinden, welches Geschäft der Bootsbesitzer Jovan Dragoslav auf seinem Boot abschließen wollte.

In dem dritten Fall wurde Kolumnist Hiram Davey, der gerade ein von wahren Ereignissen inspirierten Enthüllungsroman über die High Society von Miami schreiben wollte, ermordet. Natalia Boa Vista und Frank Tripp haben schnell mehr als genug Verdächtige.

Die drei Fälle sind ordentlich geplottet und die Lösung ist auch überraschend. Allerdings bleiben bei Donn Cortez die einzelnen Charaktere, besonders natürlich die der Verdächtigen, blass und die Ermittlungen werden sehr kleinteilig geschildert. Da überträgt sich teilweise die Langsamkeit und Zähigkeit polizeilicher Ermittlungen auf den Leser.

Dieses Problem hat Max Allan Collins nicht. In seinem CSI-Roman „Die Last der Beweise“ muss das Forensiker-Team aus Las Vegas in zwei Fällen ermitteln, die entsprechend der TV-Serie auf die beiden Hauptermittler Gil Grissom und Catherine Willows aufgeteilt wurden.

Der neue Fall für Gil Grissom beginnt unspektakulär, aber mit einem außergewöhnlich guten Zeugen. David Benson hat auf einer nächtlichen Fahrt gesehen, wie ein Mann eine in einen Teppich eingewickelte Frau in der Wüste ablegte. Er konnte sich einen Teil des Nummernschildes notieren und kann sogar Auto und Täter beschreiben. Grissom, der natürlich in erster Linie den Beweisen glaubt, erhält seinen ersten Schock, als sie die Leiche obduzieren. Es ist die seit drei Wochen verschwundene Candace Lewis, Assistentin von Bürgermeister Daryl Harrison. Ab jetzt befindet sich Grissom in den von ihm gehassten Fronten eines politischen Krieges zwischen dem Bürgermeister Darryl Harrison, seinem politisch ambitionierten Vorgesetzten Sheriff Brian Mobley, dem FBI und dem Leiter der Tagschicht Conrad Ecklie, der vorher den Fall bearbeitet hat. Denn Lewis war auch die Geliebte des Bürgermeisters und damit deuten alle Spuren in das politische Milieu.

Auch der zweite Fall in „Die Last der Beweise“, der von dem Team Catherine Willows und Nick Stokes ermittelt wird, ist nicht weniger brisant. Sekretärin Janice Denard hat im Drucker ihres Chefs Ruben Gold kinderpornographische Bilder gefunden. Wenn das die Öffentlichkeit erfährt, wäre die renommierte Werbeagentur ruiniert. Deshalb ist auch in diesem Fall von den Ermittlern viel Fingerspitzengefühl gefragt. Da ist es gut, dass die Werbeagentur hilfsbereit ist und den CSIlern Kopien ihrer Festplatten erlaubt.

Ihre erste Spur führt zu Ben Jackson. Von seinem Computer stammt der Druckauftrag. Doch Jackson hat ein Alibi und der Choleriker Gary Randle verweigert Willows seine Fingerabdrücke. Ist er der gesuchte Pädophile oder nur ein auf seine Bürgerrechte bedachter Mann oder ist er, wie er, nachdem die CSIler weitere Beweise gegen ihn finden, behauptet, das Opfer eines Komplotts? Willows, Stokes und der Computerexperte Tomas Nunez sehen sich die elektronischen Beweise genau an und machen einige überraschende Entdeckungen.

Der vierte CSI-Roman „Die Last der Beweise“ von Max Allan Collins ist, wie nicht anders bei ihm zu erwarten, ein gut geplotteter Whodunit, der sich genau an das TV-Format hält, aber mit vielen Informationen über Forensik und Computernetzwerke weit über eine normale Serienfolge hinausgeht. Außerdem sind die Charaktere mit wenigen Worten glaubwürdig gezeichnet.

„Die Last der Beweise“ ist eine spannende Lektüre, auch wenn ich gerne wieder eines der anderen Werke von Max Allan Collins (also seiner nicht mit Hollywood zusammenhängenden Werke) auf Deutsch lesen würde. Denn dann ist Collins, wie er unter anderem in dem Shamus-nominierten „Deadly beloved“ zeigt, an keine Vorgaben gebunden.

Donn Cortez: CSI: Miami – Todsicheres Alibi

(übersetzt von Frauke Meier)

vgs, 2008

312 Seiten

17,95 Euro

Originalausgabe

CSI: Miami – Harm for the Holidays – Heart Attack

Pocket Books, 2006

Donn Cortez: CSI: Miami – Im freien Fall

(übersetzt von Frauke Meier)

vgs, 2008

312 Seiten

17,95 Euro

Originalausgabe

CSI: Miami – Cut and run

Pocket Books, 2007

Max Allan Collins: CSI: Crime Scene Investigation – Die Last der Beweise

(übersetzt von Frauke Meier)

vgs, 2008

416 Seiten

9,95 Euro

Originalausgabe

CSI: Crime Scene Investigation – Body of Evidence

Pocket Books, 2003

Hinweise

Homepage von Donn Cortez

Homepage von Max Allan Collins

Weitere Besprechungen und Hinweise auf Informationen über „CSI“, „CSI: Miami“ und „CSI: New York“ (und was Sie dort nicht finden, aber in der Kriminalakte abgelegt wurde, finden Sie über die Suchen-Funktion)


Fucking up someone else’s day

August 4, 2008

Whether your monster is a werewolf or a serial killer or a bank robber, it boils down to somebody fucking up someone else’s day.

Tom Piccirilli

Das erste Mal las ich in Duane Swierczynkis Secret Dead Blog von Tom Piccirilli. Er wies mit einem Zitat auf ein Interview mit Piccirilli in Allan Guthries Noir Zine hin. Ich musste laut lachen und setzte Tom Piccirilli sofort auf meine Zu-lesen-Liste. Piccirilli kommt aus dem Horrorgenre und erhielt mehrere Bram-Stoker-Awards (mit „The Night Class“ setzte er sich 2002 gegen Stephen King und Chuck Palahniuk durch). Vor wenigen Tagen erhielt er für „The Midnight Road“ von der ITW den Preis für das beste Thriller-Taschenbuch des Jahres. In Deutschland erschien bislang nur vor acht Jahren sein Bram-Stoker-Award-nominiertes Debüt „Dark Father“ als „Söhne des Bösen“. In seiner Heimat veröffentlichte er seitdem fast zwanzig Romane und über 150 Kurzgeschichten.

Vor wenigen Wochen publizierte der Heyne Verlag in seiner Hardcore-Reihe mit „Killzone“ einen seiner neuesten Romane. Er erzählt die Geschichte von Eddie Whitt, der den Serienkiller Killjoy finden will. Killjoy brachte vor fünf Jahren seine Tochter Sarah um. Seine Frau Karen lebt seither in einer Nobel-Irrenanstalt. Seit Jahren schreibt Killjoy ihm rätselhafte Briefe. Der letzte perverse Spielzug von Killjoy ist, dass er, als Zeichen seiner Buße, den Eltern der von ihm ermordeten Kinder andere Kinder gibt. Denn während Killjoy zuerst perfekte Familien zerstörte, rettet er jetzt Kinder aus dysfunktionalen Familien. Seitdem feiern die Medien Killjoy als Volkshelden. Doch Eddie Whitt kann nicht verzeihen.

„Killzone“ ist strukturell ein eher läppischer Whodunit mit einer großen Action-Szene im letzten Drittel. Innerhalb dieser Struktur befolgt Piccirilli seinen eingangs zitierten Satz. Denn das Monster Killjoy hat das Leben von Eddie Whitt gründlich zerstört.

Piccirilli konzentriert sich in dem Roman auf das Porträt eines Mannes, der alles verloren hat; der nur noch obsessiv die immergleichen Handlungen vollzieht; der an der Schwelle zum Wahnsinn steht und der nur noch für seine Rache lebt. Außerdem bemüht Eddie Whitt sich immer wieder, ein richtiges Arschloch zu sein, mit dem man nicht mehr Zeit als nötig verbringen möchte.

„Killzone“ ist entgegen dem Image der Hardcore-Reihe nicht besonders gewalttätig, sondern absolut Noir. Doch Piccirilli gelingt es nicht, die Leiden von Eddie Whitt emotional nachvollziehbar zu machen. Das kann an dem emotional-verhärteten Charakter von Whitt liegen. Das kann, denn in angloamerikanischen Rezensionen wird immer wieder auf Piccirillis gute Sprache hingewiesen, auch an der Übersetzung liegen, die hier Feinheiten nicht übertragen hat.

Daher ist „Killzone“ kein Buch, das unbedingt gelesen werden muss. Und (ich hoffe, dass seine anderen Werke besser sind) eine schlechte Wahl um einen Autor auf einem neuen Markt zu etablieren.

Tom Piccirilli: Killzone

(übersetzt von Nicolai von Schweder-Schreiner)

Heyne, 2008

352 Seiten

8,95 Euro

Originalausgabe

The Dead Letters

Bantam Dell, New York, 2006

Hinweise

Homepage von Tom Piccirilli

Noir Zine: Allan Guthrie redet mit Tom Piccirilli

SF Scope: Kit Hawkins redet mit Tom Piccirilli

Cemetary Dance Publications: Norman Partridge redet mit Tom Piccirilli

Enter the Octopus: Matt Staggs redet mit Tom Piccirilli


Harlan Coben begräbt eine gute Idee

August 1, 2008

In seinem neuesten Roman „Das Grab im Wald“ verarbeitet Harlan Coben viele bekannte Themen und bekannte Charaktere wie Chefermittlerin Loren Muse und Privatdetektivin Cingle Shaker treten auf. Auch die Ausgangslage ist Coben-klassisch.

Paul Copeland ist in New Jersey ein vom Schicksal gebeutelter Bezirksstaatsanwalt vor dem Sprung in die Politik. Vor zwanzig Jahren wurden Copelands Schwester und drei weitere Jugendliche in einem Wald bei einem Ferienlager von einem Serienkiller umgebracht. Seine Frau starb vor fünf Jahren und jetzt zieht er seine Tochter alleine groß. Gerade bereitet er sich auf seinen bislang größten Fall, eine Klage wegen Vergewaltigung gegen die reichen Söhne Barry Marantz und Edward Jenrette, vor.

Da bitten ihn die Detectives Tucker York und Don Dillon, sich die Leiche des in Manhattan ermordeten Manolo Santiago anzusehen. Copeland sagt der Name nichts. Als er die Leiche sieht, ist er fassungslos. Denn Santiago ist der vor zwanzig Jahren mit seiner Schwester Camille und zwei weiteren Alterskameraden im Wald ermordete Gil Perez. Copeland fragt sich, was damals wirklich vorgefallen ist, warum die Mutter von Gil Perez bei der Leichenschau lügt und ob seine Schwester, schließlich wurde auch ihre Leiche niemals gefunden, noch am Leben ist.

Das klingt nach einem klassischen Coben-Pageturner, von denen ich bereits einige abgefeiert habe. Auch in seinen anderen Einzelwerken wird ein ganz normaler Mensch (meistens ein Mann) mit Ereignissen konfrontiert, die sein bisheriges Leben als auf einer Lüge aufgebaut erscheinen lassen und er die Wahrheit herausfinden will. Aber im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist Harlan Cobens neuer Thriller „Das Grab im Wald“ letztendlich nur ein Langweiler.

Denn während Harlan Coben in seinen vorherigen Romanen aus ähnlichen Prämissen spannende Thriller schuf, verkrätzt er hier bereits auf Seite 30 mit einem Bruch der Perspektive. Bis dahin erzählte Paul Copeland die Geschichte. Im zweiten Kapitel wechselt Coben in die dritte Person und beginnt einen sich gleichzeitig ereignenden Subplot mit der Uniprofessorin Lucy Gold, die herausfinden möchte, welcher ihrer Studenten einen Text über einen Geschlechtsverkehr in einem Ferienlager (Ja, Sie vermuten richtig.) geschrieben hat. Später, besonders gegen Ende, wechselt Coben immer häufiger die Erzählperspektive. Solche Perspektivenwechsel stören wahrscheinlich Autoren und Kritiker, die sich darüber seeehr lange unterhalten können, mehr, als die meisten Leser.

Aber außerdem funktioniert in „Das Grab im Wald“ der Wechsel zwischen Haupt- und Nebenplots, die bis zum Ende weitgehend unverbunden nebeneinander herlaufen, überhaupt nicht. Denn mit zunehmender Zahl der Seiten beginnt Coben neben dem Hauptplot (der zwanzig Jahre zurückliegende Mord und die vielleicht noch lebende Schwester) und dem Subplot (die Gerichtsverhandlung) einen weiteren Subplot, der auf den ersten Blick nichts mit den beiden anderen Plots zu tun hat. Jemand versucht die Existenz von Copeland zu vernichten. Schnell findet Copeland heraus, dass Edward Jenrettes Vater die große Detektei MVD beauftragt hat, über ihn und die anderen am Verfahren beteiligten Personen Dinge herauszufinden, mit denen Jenrette sie erpressen kann. So möchte er vor allem den politisch ambitionierten Copeland zur Aufgabe der Anklage bewegen. Und dann trifft Copeland wieder seine Jugendliebe.

Dazu kommen immer wieder Coben-untypische Szenen, die entweder den Protagonisten als Idioten erscheinen lassen (so muss Cingle Shaker ihm über mehrere Seiten erklären, wie Treuetesterinnen arbeiten) oder den Fortgang der Geschichte unnötig verzögern (gegen Ende des Buches muss Muse wegen einem frauenfeindlichen Wärter an einer Schranke warten).

Dass die Lösung letztendlich nur in ihrer Vorhersehbarkeit überrascht, hat dann fast schon wieder etwas.

Sagen wir es zum Abschluss noch einmal ganz deutlich: Gemessen an Cobens Standard ist „Das Grab im Wald“ ein Desaster.

Harlan Coben: Das Grab im Wald

(übersetzt von Gunnar Kwisinski)

Goldmann, 2008

480 Seiten

8,95 Euro

Originalausgabe

The Woods

Dutton, 2007

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)


Mörderischer Herbst XIII – KBV, Kindler, Knaur Hardcover, Ullstein Hardcover, Wunderlich Hardcover

Juli 30, 2008

KBV Krimi

September

Carola Clasen: Mord im Eifel-Express (Niklas will, angestiftet von seinem Onkel, seinen bankrotten Vater im titelgebenden Eifel-Express umbringen. Zum Glück ist auch Sonja Senger, Kriminalkommissarin a. D. und Privatdetektivin, im Zug.)

Robert Gordian: Tödliche Brautnacht (Auch zu Zeiten Karls des Großen regierte, wie die „Tödliche Brautnacht“ beweist, das Verbrechen die Welt.)

Klaus Stickelbroeck: Kalte Blicke (Privatdetektiv Hartmann muss einen Mordfall klären. Ihm helfen sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und ein Taxi fahrender Medizinstudent aus Ghana. – Wenn es der Wahrheitsfindung dient.)

Klaus Wanninger: Schwabenengel (Kommissar Steffen Braig vom Stuttgarter LKA jagt einen Serienfrauenmörder.)

November

Wolfgang Kemmer (Hrsg.): In Kürze verstorben – Mörderische Stories (von Thomas Kastura, H. P. Karr, Jürgen Kehrer, Jürgen Ehlers, Christoph Güsken, Richard Lifka und anderen.)

Ralf Kramp: Stimmen im Wald (Nach Jahren kehrt Jo Frings in sein heimatliches Eifeldorf zurück. Er will seinen Bruder Michel beerdigen und den Hof verkaufen. Aber Michel wurde umgebracht und der Hof ist wertlos. Jo will die Wahrheit herausfinden.)

Monika Mirelli/Ralf Kramp/Carsten Sebastian Henn: Mords-Weihnacht („Ein Adventsbüchlein mit vierundzwanzig Kapiteln und eine Tafel köstlicher Weihnachtsschokolade im edlen Organzabeutelchen“)

Burkhard Ziebolz: Im tiefsten Dunkel (Liam Coubert tauchte auf der Flucht vor einem mehrfachen Frauenmörder in Mannheim unter. Da werden in seiner Nähe Frauen umgebracht. Coubert muss sich seiner Vergangenheit stellen – und herausfinden, was das Geheimnis des Kommentars zum „Grafen von Monte Christo“ ist.)

Josef Zierden: Eifel Krimi-Reiseführer – Auf den Spuren von Jacques Berndorf & Co. (mit einem Vorwort von Jacques Berndorf – Tja, besuchen Sie die Schauplätze der Eifelkrimis.)

Kindler

September

Liza Marklund: Lebenslänglich (Piratförlaget – ein neues Abenteuer mit der Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll über die Polizistenmörderin Julia Lindholm schreiben. Schnell zweifelt sie an Lindholms Schuld.)

Januar

Leena Lehtolainen (Tammi – Der neunte Fall für Maria Kallio)

Knaur Hardcover

6. September

Susan Hill: Der Seele schwarzer Grund (The Risk of Darkness – Simon Serrailler und seine Jungs suchen einen Kidnapper.)

5. November

Lisa Jackson: Cry – Meine Rache ist der Tod (Absolute Fear – der Nachfolger von Shiver)

Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen (Der historische Krimi spielt 1671 in Amsterdam und Jeremias Katoen ermittelt wieder.)

16. Februar

Thomas Thiemeyer: Nebra (ein mystischer Wissenschaftsthriller)

Ullstein Hardcover

Oktober

Rita Mae Brown: Fette Beute (Full Cry – Jane Arnold jagt zusammen mit ihren schlauen Tieren einen Mörder, der bereits zwei Obdachlose umgebracht hat.)

Jo Nesbo: Schneemann (Snomannen – In seinem siebten Fall jagt Harry Hole einen Serienmörder. In Norwegen wurde der Roman als Bester Krimi und Bester Roman des Jahres ausgezeichnet.)

Januar

Michael Theurillat: Sechselläuten (Eine FIFA-Mitarbeiterin wird erstochen. Kommissar Eschenbach sucht den Täter.)

Wunderlich Hardcover

1. August

Petra Hammesfahr: Erinnerung an meinen Mörder (Charlotte Meller ist eine vom Ehrgeiz besessene Mutter. Ihr Mann sieht alles lockerer. Eines Tages wird ihr achtjähriger Sohn Felix mit einer Stichverletzung am Hals aufgegriffen. Was ist geschehen? – Nach gut 500 Seiten wissen wir es.)

6. Oktober

Lincoln Child: Wächter der Tiefe (Ex-Marinearzt Peter Crane wird auf eine Bohrinsel beordert. In einem unterseeischen Labor erkranken täglich Besatzungsmitglieder an mysteriösen Leiden. Crane fragt sich, ob die Krankheiten etwas mit der dort vermutlich entdeckten Stadt Atlantis zu tun haben.)

Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes (ein 1854 in Ruhrort spielender Krimi)

16. Januar

Simon Beckett: Leichenblässe (Forensiker David Hunter hilft einem Kollegen bei der Jagd nach einem sadistischen Mörder.)

Philip Kerr: Das letzte Experiment (Buenos Aires, 1950: Privatdetektiv Bernie Gunther soll eine 15-jährige finden. Dabei stößt er auf zahlreiche Überlebende des Dritten Reiches.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch


Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch

Juli 28, 2008

Auch der Heyne-Verlag hat einige Perlen und zwei Klassiker des New Journalism in seinem Herbstprogramm:

November

Ian Banks: Die Sphären (ist ein weiterer S-F-Roman des schottischen Auch-Thriller-Autors. Denn Banks wechselt ständig die Genres.)

Mary Higgins Clark: Stille Nacht (ein modernes Weihnachtsmärchen)

Meg Gardiner: Gottesdienst (Der Bruder von Anwältin Evan Delaney wird beschuldigt, den Anführer einer fundamentalistisch-christlichen Sekte umgebracht zu haben. Delaney will die Wahrheit herausfinden.)

John Grisham: Das Fest (Das Weihnachtsbuch von Grisham in neuer Ausstattung.)

Charlie Huston: Killing Game (The Shotgun Rule – In seinem ersten Einzelwerk erzählt Charlie Huston von vier Teenagern, die nach etwas Aufregung suchen und, als sie auf ein Drogenlabor stoßen, mehr Ärger bekommen, als sie verdauen können.)

Dean Koontz: Todeszeit (Der mittellose Gärtner Mitch muss innerhalb weniger Tage zwei Millionen Dollar beschaffen. Sonst bringen die Entführer seine Frau um.)

Scott Sigler: Infiziert (Ein unbekannter Erreger verwandelt normale Menschen in mordgierige Psychopathen. CIA-Epidemologin Margaret Montoya will den Erreger finden. – Für das Buch ist eine große Werbekampagne geplant. Mal sehen, ob der Inhalt dann hält, was die Verpackung verspricht.)

Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken im Wahlkampf (oder die einzig wahre Wahrheit über den US-amerikanischen Präsidentenwahlkampf 1972. Deutsche Erstausgabe.)

Dezember

Jürgen Alberts/Eckard Mordhorst: Leiche über Bord (Tatsachenroman in dem der heutige Polizeipräsident von Bremen Mordhorst erzählt, wie er in Afrika den Mord an einem Offizier eines Bremer Frachtschiffes aufklärte. Denn das Schiff gehörte zum deutschen Hoheitsgebiet.)

Catherine Coulter: Hass (Julia wird bei einem nächtlichen Spaziergang ins Meer gestoßen. FBI-Agent Cheney Stone glaubt an einen Mordanschlag.)

Colin Forbes: Komplott (Taschenbuch-Ausgabe eines Thrillers mit Spezialagend Tweed.)

Robert Harris: Ghost (oder der beste Thriller des Jahres; – sagt jedenfalls die ITW)

Corine Hartman: Der letzte Atem (Eine Läuferin wird mit einem Golfschläger erschlagen. Nelleke de Winter ermittelt in einem Roman, der wohl in erster Linie die Fans von Elizabeth George anspricht.)

Jack Ketchum: Blutrot (erscheint in der Hardcore-Reihe: einige reiche Bengel erschießen im Wald den Hund eines alten Mannes. Dieser sieht rot.)

Manfred H. Krämer: Tod im Saukopftunnel (Taschenbuch-Ausgabe: Erster Band der Bergstraßen-Trilogie mit den Ermittlern Solo und Tarzan.)

Joe R. Lansdale: Der Gott der Klinge („Die Wiederentdeckung eines Klassikers – komplett überarbeit und mit sechs unveröffentlichten Geschichten, Vorwort von Dean Koontz“ schreibt der Verlag zur Neuveröffentlichung von „The Nightrunners“. Und ich sage nur: Danke!)

Kyle Mills: Global Warning (Mark Beamon, Leiter der Energieabteilung gegen Ökoterrorismus, jagt Terroristen, die mit einer Rohölfressenden Bakterie die weltweiten Ölreserven vernichten wollen. – Da stellt sich eine Frage: Noch nie etwas von alternativen Energiequellen gehört?)

George D. Shuman: Die Hand des Totes („Die Fortsetzung des Bestsellers 18 Sekunden“ schreibt der Verlag – und schließt damit alle Menschen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, von der Lektüre aus. Aus meiner Sicht ist das nicht gerade die beste Werbestrategie.)

Rebecca Stott: Und Blut soll dich verfolgen (Taschenbuch-Ausgabe)

Januar

Gary Braver: Die Maske (In Boston wütet ein Serienkiller unter den schönen Frauen der Stadt. Detective Steve Markarian jagt ihn. Der Killer – Überraschung! – will Markarians Frau umbringen.)

Mary Higgins Clark: Und hinter Dir die Finsternis (Taschenbuch-Ausgabe)

William Landay: Strangler (Der Boston Strangler hat bereits dreizehn Frauen umgebracht. Da entschließen sich die verfeindeten Daley-Brüder dem Treiben ein Ende zu setzen. Denn der Boston Strangler hat schon zu viele ihrer Frauen umgebracht.)

Alexander McCall Smith: Gute Nachbarn in der 44 Scotland Street (ist wohl nicht gerade ein Krimi.)

Michael Morley: Spider (Taschenbuch-Ausgabe)

Alexandra von Grote: Mord in der Rue St. Lazare (Kommissar Maurice LaBréa sucht den Mörder eines bekannten Filmproduzenten.)

Alexandra von Grote: Tod an der Bastille (Kommissar Maurice LaBréa jagt einen Serienmörder. – Pünktlich zur Publikation strahlt das Erste die Verfilmungen aus.)

Februar

Jacques Berndorf: Bruderdienst (Taschenbuch-Ausgabe)

Andreas Brandhort: Äon (Journalist Vogler soll eine Reportage über einen Jungen, der Wunderheilungen vollbringt, schreiben. Als Vogler die Hintergründe recherchiert, stößt er auf eine Verschwörung, die – na, den Rest kennen wir.)

Andrew Britton: Der Agent (CIA-Agent Ryan Kealey muss mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Denn einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat in Pakistan die amerikanische Außenministerin entführt.)

Brent Ghelfi: Im Schatten des Kreml (Volkow soll im Auftrag des ‚General’ in Tschetschenien ein belastendes Video beschaffen. Weil das Buch in der Hardcore-Reihe erscheint, dürfte es für zartbesaitete Gemüter nichts sein.)

Duane Louis (Swierczynski): Letzte Order (Außerplanmäßige Dienstbesprechung. Der Chef sagt: „Wir sind eine Tarnfirma des CI-6, eines Geheimdienstes der Regierung. Und der Laden hier wird heute dichtgemacht. Ich werde euch nicht feuern. Ich werde euch töten.“ Tja, und dann geht’s in dem neuen Thriller des Autors von „Blondes Gift“ rund.)

Robert Ludlum: Die Bancroft-Strategie (Taschenbuch-Ausgabe)

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test (hieß früher „Unter Strom“ und schildert den Ausflug von Tom Wolfe in die Welt der Hippies. Zusammen mit Ken Kesey und der Band „Merry Prankster“ reisten sie durch die USA und andere Sphären. Der aktuelle Anlass für die Wiederveröffentlichung dieses Klassikers des New Journalism ist die geplante Verfilmung des Buches von Gus Van Sant.)

März

Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree (Taschenbuch-Ausgabe)

Michael Connelly: Der Mandant (Taschenbuch-Ausgabe)

Vince Flynn: Die Bedrohung (Terroristen entführen die CIA-Chefin. Antiterror-Agent Mitch Rapp muss sie befreien.)

Daniel Kalla: Blutlüge (Die Polizei glaubt, dass der junge Arzt Ben Dafoe seine ehemalige Verlobte umgebracht hat. Dafoe muss den wahren Täter finden. Er glaubt, dass es sein tot geglaubter Zwillingsbruder ist.)

Stephen King (schreibt als Richard Bachman): Qual (Taschenbuch-Ausgabe)

Richard Laymon: Die Jagd (erzählt von der sechzehnjährigen Jody, die von einer Bande jugendlicher Killer gejagt wird.)

Zdral: Tartufo (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Alex Berenson: Netzwerk des Todes (Zweites Werk des Edgar-Preisträgers: CIA-Agent Wells soll in Afghanistan herausfinden, wer die Taliban von außen unterstützt. Er entdeckt das titelgebende Netzwerk des Todes.)

Tom Clancy/Steve Pieczenik: Tom Clancys Net Force – Die Attacke (Terroristen besetzen hoch gesicherte Militärbasen. Die Net Force muss ran.)

John Grisham: Touchdown (Taschenbuch-Ausgabe)

James Sallis: Driver (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am Meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch


Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Juli 25, 2008

Gut, die rororo-Thriller-Reihe gibt es nicht mehr und seitdem die Krimis in das Mainstream-Programm ausgewandert sind, ist es auch bei Rowohlt mühsamer, die Krimiperlen zu finden (Joe R. Lansdale hatte ich im Mainstram-Programm vollkommen übersehen.).  Deshalb gibt es hier den Überblick über das Herbstprogramm:

August

Simon Beckett: Kalte Asche (Written in bone – Taschenbuch-Ausgabe)

Beat Glogger: Lauf um dein Leben (Science-Thriller über Gendoping im Profisport. Im Buch geht’s ums Laufen und die Olympiade, aber die täglichen Doping-Meldungen der Tour de France sind auch okay.)

Leena Lehtolainen: Wer sich nicht fügen will (Rivo Satakieli – Taschenbuch-Ausgabe des achten Falles von Kommissarin Maria Kallio)

Boris Meyn: Die Schattenflotte (Ein historischer Kriminalroman)

Joseph Thornborn: Das vierte Geheimnis (Il quartro segreto – und noch ein Vatikan-Thriller. Dieses Mal geht’s um das vierte Geheimnis von Fatima.)

Andrew Vachss: Der Fahrer (The getaway man – Ich hatte gedacht, Andrew Vachss wäre für den deutschen Buchmarkt gestorben. Und jetzt kehrt er nach einer vierjährigen Pause mit einer düsteren Gangstergeschichte zurück.)

September

Chris Mooney: Secret (The secret friend – Polizistin Darby McCormick sucht den Entführer und Mörder von zwei Harvard-Studentinnen. Da verschwindet die dritte Studentin.)

Roman Rausch: Das Mordkreuz (In seinem sechsten Fall beschäftigt sich der Würzburger Kommissar Killian mit dem geheimnisvollen Erscheinen einer Weißen Frau, die die Botin des Todes sein soll.)

Catherine Sampson: Furchtlos (Out of mind – Taschenbuch-Ausgabe)

Tatjana Ustinowa: Stirb, Brüderchen, stirb (Podruga osobogonaznachenija – Taschenbuch-Ausgabe)

Jacqueline Winspear: Maisie Dobbs – Das Haus zur letzten Ruhe (Maisie Dobbs – Taschenbuch-Ausgabe eines 1929 in London spielenden Krimis, der wahrscheinlich etwas falsch mit „Englands erste Detektivin ermittelt“ untertitelt ist.)

Oktober

Declan Hughes: Blutrivalen (The price of blood – In seinem dritten Fall soll Privatdetektiv Ed Loy einen verschwundenen Rennpferdetrainer finden.)

Liza Marklund: Nobels Testament (Nobels Testament – Taschenbuch-Ausgabe eines Abenteuers mit der Journalistin Annika Bengtzon)

Petra Oelker: Die Schwestern vom Roten Rathaus (Ein 1773 in Hamburg spielender Krimi.)

Norman Partridge: Die dunkle Saat (Dark Harvest – erhielt 2006 den Bram-Stoker-Preis und war für den World-Fantasy-Preis nominiert.)

Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen (Taschenbuch-Ausgabe)

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: Die Martin-Beck-Romane (Alle Sjöwall/Wahlöö-Romane erscheinen in neuer Übersetzung und mit Vorworten von bekannten Krimiautoren.)

November

Benjamin Black: Nicht frei von Sünde (Christine Falls – Taschenbuch-Ausgabe)

Petra Hammesfahr (Hrsg.): Zum Sterben schön (Weihnachtskrimis von Ingrid Noll, Jan Costin Wagner, Sandra Lüpkes, Leen Lehtolainen, Philip Kerr – Taschenbuch-Ausgabe)

Jilliane Hoffman: Vater unser (Plea of Insanity – Taschenbuch-Ausgabe)

Mons Kallentoft: Mittwinterblut (Midtvinterblot – Taschenbuch-Ausgabe)

Jan Seghers (Hrsg.): Der Tod hat 24 Türchen – Ein mörderischer Adventskalender (mit Geschichten von Friedrich Ani, Oliver Bottini, Gila Klönne, Jan Costin Wagner und anderen.)

Dezember

Gregory & Tintori: Das Auge Gottes (The Illumination – Reporterin Dana Landau entdeckt im Irak einen scheinbar wertlosen Talisman. Als deswegen Menschen sterben, will sie das Geheimnis des Steines herausfinden.)

Jilliane Hoffman: Cupido/Morpheus (Retribution/Last Witness – Zwei Krimis in einem Band)

Katherine John: Wehrlos (Midnight Murders – Zweiter Fall für Inspector Trevor Joseph. In einem alten Gebäude werden mehrere lebendig begrabene Frauenleichen gefunden und Trevor Joseph wird als Täter verdächtigt.)

Cormac McCarthy: Die Border Trilogie (fasst „All die schönen Pferde“, „Grenzgänger“ und „Land der Freien“ in einem Buch zusammen)

George Pelecanos: Der Totengarten (The Night Gardener – Ob Pelecanos bei seinem dritten Verlag [hoffentlich hab ich mich nicht verzählt] mehr Glück hat? Zu gönnen wäre es ihm und die von Rowohlt geplante Werbekampagne ist sicher hilfreich.)

Valerio Varesi: Die Schatten von Montelupo – Commissario Soneri kommt ins Grübeln (Le ombre di Montelupo – Taschenbuch-Ausgabe)

Janwillem van de Wetering: Der Freund, der keiner war (Beyond the Infinite – Kriminalnovelle)

Mila Wolf: Schandfleck (Ja, so sind die Dörfler. Statt friedlichem Landleben gibt es den Missbrauch von Minderjährigen und den Mord an einer Sechzehnjährigen. Da kann ich doch gleich in der bösen Großstadt bleiben.)

Januar

Jay Bonansinga: Todesschatten (Dark) (Perfect Victim – Vierter Thriller mit FBI-Profiler Ulysses Grove. Dieses Mal erfahren wir, dass Grove bestimmt ist, die Menschheit vor dem Verderben zu retten.)

David Hewson: Das zweite Leben (The promised land – Nach zwanzig Jahren wird David Bierce als unschuldig Verurteilter aus dem Gefängnis entlassen. Da geschieht ein weiterer Mord und wieder scheint David der Täter zu sein. Doch dieses Mal will er den wahren Täter finden. – Achten Sie auch auf den im Dezember bei Ullstein Taschenbuch erscheinenden, älteren Roman „Epiphanias“ von David Hewson.)

Alexander Köhl: Wundmale (Kommissar Basler wird wegen des Selbstmords einer jungen Frau in einer Spessartdorf geschickt. Bei seinen Ermittlungen stößt er neben Familiengeheimnissen auf religiösen Fanatismus und Aberglauben.)

Kate Pepper: Nur 15 Sekunden (Names of the Dead – Reporterin Darcy recherchiert eine Mafia-Story. Gleichzeitig wird sie von einem Stalker belästigt. Als er ein Video von einem Treffen von ihr mit einem Informanten ins Netz stellt, ist ihr Leben in Gefahr.)

Nana Rademacher: Seelenruh (In einem südbadischen Winzerdorf werden drei Frauen ermordet. Goldschmiedin Sina ermittelt „mit weiblicher Raffinesse und unkonventionellen Methoden“)

Karin Slaughter: Dreh dich nicht um/Schattenblume (A faint cold fear/Indelible – Zwei Krimis in einem Band)

Februar

J. M. Calder: Ich töte, was du liebst (And hope to die – Eine Serie von Kindesentführungen hält die Stadt in Atem. Lieutenant Solomon Glass steht vor einem Rätsel.)

Leena Lehtolainen: Du dachtest, du hättest vergessen (Kun luulit unohtaneesi – Taschenbuch-Ausgabe)

Chris Mooney: Missing (Remembering Sarah – Vor fünf Jahren verschwand Mike Sullivans Tochter spurlos. Als er versucht, einen sterbenden Ex-Priester zum Reden zu bringen, verschwindet ein weiteres Mädchen.)

Saskia Noort: Und hüte dich vor dem Bösen (De Eetclub – Taschenbuch-Ausgabe)

Thierry Serfaty: Phobie (Peur – Paris: Seltsame Selbstmorde beschäftigen Kommissar Flammand Erick. Er glaubt, dass ein Angsttherapeut sie in den Tod getrieben hat. – Allein die angekündigte Länge von 688 Seiten finde ich schon ziemlich abschreckend.)

März

Martha Grimes: Inspektor Jury küsst die Muse/Inspektor Jury bricht das Eis (The dirty duck/Jerusalem Inn – Zwei Krimis in einem Band)

Tom Harper: Der vergessene Tempel (Lost Temple – Kreta 1947: Glücksritter Sam Grant hat von einem sterbenden Archäologen ein Notizbuch erhalten. Als Grant plötzlich von britischen, amerikanischen und sowjetischen Agenten verfolgt wird, weiß er, dass er etwas Wertvolles in den Händen hat.)

Brad Kelln: Die Bibel der Toten (In tongues of the dead – Und noch ein Sakral-Thriller mit der katholischen Kirche als Bösewicht. Gut, dass Pater Benicio Valori berechtigte Zweifel hat.)

Philip Kerr: Das Janusprojekt (The one from the other – Taschenbuch-Ausgabe eines 1949 in München spielenden Krimis mit Bernie Gunther. Mitte Januar 2009 erscheint bei Wunderlich Hardcover der fünfte Bernie-Gunther-Roman „A quiet flame“ als „Das letzte Experiment“.)

Stefan Maelck: Tödliche Zugabe – Hank Meyer ermittelt (Taschenbuch-Ausgabe)

Jenniver Mc Mahon: Die Insel der verlorenen Kinder (Island of the lost girls – Ernestine fragt sich, ob ihr Freund Peter Kinder entführt.)

Gregg Olsen: Suspect – Tödlicher Verdacht (A cold dark place – Seltsame Sitte bei Rowohlt. Das mit den englischen Titeln bei den deutschen Ausgaben von englischen Werken, die in ihrer Heimat einen ganz anderen Titel haben. Oh, die Story: Detective Emily Kenyon jagt einen Serienkiller, der anscheinend ihre Tochter in seiner Gewalt hat.)

April

Kenneth Abel: Die Flut (Floaters – Mit „Köder am Haken“ und „Die Mauer des Schweigens“ hatte Kenneth Abel vor über zehn Jahren einen guten Start in Deutschland. Dann war lange Pause. In seinem neuesten Werk erzählt er eine Mafiageschichte, die während des Hurrikans Kathrina spielt.)

Simon Beckett: Obsession (Owning Jacob – Ben hat’s nicht leicht. Zuerst stirbt seine Frau Sarah. Dann muss er erfahren, dass sein autistischer Sohn Jacob nicht Sarahs Sohn ist. Sie hat ihn als Baby entführt. Ben beginnt – ganz schlechte Idee – die leiblichen Eltern von Jacob zu suchen.)

Anke Cibach: Der Tote vom Leuchtturm – Ein Fall für Tilde Janssen („Für alle, die skurille Kriminalromane lieben“, sagt der Verlag.)

Kevin O’Brien: Blutzeugen (One last scream – Die psychisch labile Amelia tötet in ihren Alpträumen ihre Familie. Da werden ihre Alpträume wahr und sie fragt sich, ob sie oder jemand anderes die Morde begangen hat.)

Mario Puzo: Der Sizilianer (The Sicilian – Neuausgabe)

Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn – Lemmings vierter Fall (Babysitterin Angela ist tot. Lemming sucht ihren Mörder.)

P. J. Tracy: Spiel unter Freunden/Der Köder (Monkeywrench/Live Bait – Zwei Krimis in einem Band)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch


Was hätte ich bei „Weiße Nächte“ anders gemacht?

Juli 24, 2008

Etwas Gutes haben schlechte Bücher und Filme. Ich überlege mir, was warum nicht funktioniert und wie ich es besser machen würde. Auch das gestern besprochene Buch „Weiße Nächte“ von Rainer Gross funktioniert nicht und ich fragte mich:

Wie hätte ich die Geschichte geschrieben?

Der Protagonist und der Anfang

Zuerst einmal hätte ich eindeutig das Ziel des Protagonisten (hier auch des namenlosen Ich-Erzählers) formuliert. Er will sich am Nordkap an dem Ort umbringen an dem er vor Jahren seinen Freund Jan umgebracht hat. Er ist von Schuldgefühlen getrieben. Er glaubt an den katholischen Sühnegedanken.

(Eindeutig heißt: der Leser weiß es. – Dabei ist es durchaus möglich, dass ich als Leser später erfahre, dass das ursprünglich genannte Motiv und Ziel nicht stimmen. Denken Sie nur an „The sixth sense“. Während des gesamten Films glauben wir, dass der Psychiater dem Jungen helfen will, keine Toten mehr zu sehen. Erst am Ende erkennen wir, dass der Junge dem Psychiater helfen wollte, seinen Tod zu akzeptieren. „Die üblichen Verdächtigen“ hat ein ähnlich überraschendes Ende.)

Das Handlungsziel des Protagonisten gibt mir für diese Geschichte dann die weiteren Stationen vor. Er muss auf seiner Reise auf Widerstände stoßen. Diese Widerstände müssen dazu führen, dass er sich immer wieder mit der Frage von Schuld und Sühne beschäftigt. Ihm wird immer wieder – mehr oder weniger deutlich – gesagt, dass seine Idee mit dem Selbstmord Quatsch ist. Doch er hält daran fest. Denn, als Theologiedozent hat er gelernt, dass das alttestamentarische Prinzip von Schuld und Sühne befolgt werden muss. Ein Leben für ein Leben. Auch wenn es das eigene ist.

Das könnte schon eine gute Geschichte abgeben. Aber sie bliebe eine episodische Reiseerzählung; das literarische Äquivalent zu „Easy Rider“ und „Apocalypse Now“.

Die Begleiterin und die Mitte

Doch oft sind die Reisenden nicht allein unterwegs. Denn mit einem Gefährten kann sich der Protagonist austauschen (Das ist im Film natürlich wichtiger, als in einer Erzählung. Aber auch in einer Erzählung wirken Dialoge meistens dynamischer als ein über sich nachdenkender Mensch.). Außerdem bedeutet ein Gefährte prinzipiell Konflikt. Und Konflikt ist für einen Erzähler (im Gegensatz zum normalen Leben) das, was er sucht. Für eine Geschichte gilt: Je mehr Konflikt, desto besser.

Auch Rainer Gross stellt seinem Erzähler eine Frau an die Seite. Es ist die Studentin Myriel, die zufällig das gleiche Fahrtziel hat. Sie will ihren Freund besuchen. Fein; – aber eigentlich will sie das Treffen mit ihm hinauszögern, weil sie nicht weiß, ob sie mit ihm zusammenleben möchte. Diesen Konflikt thematisiert Gross nur in wenigen Sätzen.

Doch viel wichtiger als der eben erwähnte innere Konflikt von Myriel ist die Frage, in welcher Beziehung sie zu dem Protagonisten steht. Kurz: Was will sie erreichen? In dem Roman erfahren wir es nicht.

Außerdem stehen wir am Beginn der Reise noch vor einem anderen Problem: Warum nimmt der Erzähler die Frau mit? Er hat keinen vernünftigen Grund die Frau mitzunehmen. Ebenso stellt sich die Frage, warum er sie auf der ganzen Fahrt nicht einmal verlässt. Sie ist für ihn nur unnötiger Ballast. Kurz: bis jetzt hat sie absolut keine Funktion in der Geschichte.

Überlegen wir uns also, warum er einverstanden ist, gemeinsam mit ihr zum Nordkap zu fahren.

Hat er Gefühle für sie? Unwahrscheinlich. Am Anfang der Geschichte darf er nicht in sie verliebt sein. Denn wenn er sie lieben würde, würde er nicht diese Fahrt beginnen.

Doch der Wunsch, als Sühne für einen vor Jahren stattgefundenen Unfall in den Freitod zu gehen, zeigt im Charakter des Protagonisten eine Möglichkeit auf. Er fühlt sich für seine Taten und für andere Menschen verantwortlich.

Also fühlt er sich auch für Myriel verantwortlich. Vielleicht hat er sie einmal vor einem Selbstmord gerettet. Hm, nicht so toll. Immerhin will er sich umbringen und dann nimmt er eine gescheiterte Selbstmörderin mit.

Vielleicht ist sie die Tochter seines Mentors und dieser hat ihn gebeten, auf seine Tochter aufzupassen. Das würde erklären, warum er jemanden mitnimmt, der ihn bei seiner Mission nur stört.

Dann hätten wir jetzt einen Protagonisten, der sich am Nordkap umbringen will. Auf seiner Fahrt dorthin muss er auf eine Frau aufpassen. Auf der Fahrt muss immer wieder seine Entscheidung, sich umzubringen, hinterfragt werden. Begegnungen mit Menschen und Dialoge sind hier hilfreich. Er könnte sich mit gläubigen Evangelen treffen. Er könnte sich mit der Frage auseinandersetzen, ob er für die Verbrechen der Nazis in Skandinavien heute büßen muss. Er sagt ja. Sie (oder jemand anderes) sagt nein. Und wir haben einen Konflikt.

Wenn wir ihm schon eine Begleiterin verpassen, muss zwischen ihnen auch etwas geschehen. Das kann sein, dass sie sich ineinander verlieben. Sie will daher unbedingt mit ihm in den Schlafsack hüpfen. Er will, weil er sich ja bald umbringen und seine Entscheidung nicht gefährden will, sich unter keinen Umständen in sie verlieben. Das kann sein, dass sie nach seiner Ansicht zum falschen Mann fahren will. Er will sie also vor einer falschen Entscheidung bewahren. Es kann auch sein, dass sie sich nach einer unglücklichen Beziehung umbringen will und er das verhindern muss, weil er seinem Mentor versprochen hat, sie sicher ans Nordkap zu bringen.

Jedenfalls gibt es genug Möglichkeiten, die Zeit bis zum Ziel mit spannenden Ereignissen zu füllen.

Das Ende

Irgendwann kommen wir zum Ziel der Reise. Bei Gross ist der Selbstmordversuch des Protagonisten auf Seite 156 bis 160. Die Geschichte endet ohne besondere Ereignisse auf Seite 197. Diese fast vierzig Seiten sind unnötiger Ballast. Denn nachdem der Protagonist sich für das Leben entscheidet (und so auch mit seiner Vergangenheit abschließt), ist seine Mission erfüllt. Er hat sein ursprüngliches Ziel nicht erreicht, weil er festgestellt hat, dass es das falsche Ziel war.

Natürlich sollte er das durch etwas anderes erfahren, als – wie in „Weiße Nächte“ – ein im falschen Moment umstürzendes Motorrad und seine verzweifelte Suche nach einer Feder. Ein Gespräch wäre vielleicht besser. Vielleicht sagt sie ihm, dass sie nicht verstehen könne, warum er sich umbringen wolle, nachdem er ihr in den vergangenen Tagen immer wieder sagte, wie schön das Leben sei. Er versucht seine Entscheidung zu rechtfertigen und kann es nicht.

Klingt kitschig.

Mag sein, aber es wäre ein befriedigendes Ende. Und vielleicht hätte ich, wenn ich diese Geschichte schreiben würde, bis dahin eine bessere Idee. Jedenfalls müssen alle Seiten vor dem entscheidenden Moment auf der Klippe nur einem Ziel dienen: mir als Leser begreiflich zu machen, warum der Protagonist eine bestimmte Handlung vollzieht.

Und warum hat er den Revolver mitgenommen?

Keine Ahnung.


Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Juli 24, 2008

Ein neuer Roman von Val McDermid, weitere bekannte Namen und einige Debüts bestimmen das Programm von Knaur Taschenbuch. Das vollständige Krimiprogramm sieht so aus:

Oktober

Giles Blunt: Eisiges Herz (Taschenbuch-Ausgabe)

November

Peter Abrahams: Gerissen (Eine junge, idealistische Schriftstellerin glaubt, dass ein Mann unschuldig als Raubmörder verurteilt wurde. Wenn sie sich da mal nicht irrt. – Neuer Thriller eines mehrfach für den Edgar nominierten Autors.)

Michael Böckler: Tödlicher Tartufo (Der zweite Fall für Hippolyt Hermanus – Taschenbuch-Ausgabe)

Vena Cork: Augen in der Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Tim Green: Kesseltreiben (Immobilienmakler Thane Coder wird durch den Mord an einem Freund reich. Da verdächtigt ihn der Sohn des Opfers als Täter und das hoffentlich spannende Psychoduell beginnt. -Zurückgezogen)

Douglas Preston/Lincoln Child: Maniac – Der Fluch der Vergangenheit (Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast – Taschenbuch-Ausgabe)

Maurice Philip Remy: Mogadischu Welcome – Das Entführungsdrama der Landshut (der Tatsachen-Thriller zum gleichnamigen ARD-TV-Film. Ob das Buch jetzt ein Sachbuch oder der Roman zum Film ist, wird in der Werbung nicht richtig deutlich.)

Dezember

Thomas Kastura: Der vierte Mörder (Klemens Raupachs erster Fall – Taschenbuch-Ausgabe)

Damien Lewis: Cobra Gold (Libanon 1979: britische Elitesoldaten rauben in Beirut den Goldvorrat einer großen Bank. Zwanzig Jahre später wollen sie das versteckte Gold abholen. Doch sie sind nicht die einzigen. – Beruht teilweise auf Tatsachen.)

Val McDermid: Schleichends Gift (Tony Hill und Carol Jordan ermitteln.)

Michael White: Der Orden der schwarzen Sphinx (Mysterythriller: ein Polizeifotograf stößt bei seinen Ermittlungen in einer aktuellen Mordserie auf eine ähnliche Mordserie, die vor 150 Jahren geschah. Der Orden der schwarzen Spinx scheint etwas damit zu tun zu haben.)

Januar

Karin Alvtegen: Schatten (Taschenbuch-Ausgabe)

Beverly Barton: Killing Beauties (Polizistin Lindsay McAllister jagt zwei Serienkiller, die ehemalige Schönheitsköniginnen umbringen.)

John Farrow: Eishauch (Montreal: Detective Emil Cinq-Mars findet am Heiligabend die bestialisch ermordete Leiche seines besten Informanten. Er glaubt, dass er von einem Polizisten ermordet wurde. Aber es gibt auch Spuren zu rivalisierenden Motorradgangs, der russischen Mafia, der Cosa Nostra und der CIA. – Genug Stoff für über 500 Seiten.)

Reginald Hill: Der Wald des Vergessens (Taschenbuch-Ausgabe)

Jean-Michel Sakka: Horus – Das Jenseits ist nur einen Schritt entfernt (In diesem Mysterythriller will eine religiöse Sekte verhindern, dass Genforscher Joel Costes den Schlüssel zur Unsterblichkeit findet.)

Chris Simms: Totenhaut (In seinem zweiter Fall jagt Detective Inspector Jon Spicer in Manchester einen Serienkiller, der seinen Opfern die Haut abzieht.)

Februar

Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein (Die Amateurdetektivinnen Carole und Jude suchen erstens eine verschwundene Leiche und zweitens den Mörder.)

Andreas Franz: Mörderische Tage – Julia Durants schwerster Fall (Ein Unbekannter entführt Frauen. Sein neuestes Opfer: Julia Durant.)

Gay Longworth: Am Anfang war die Täuschung (Taschenbuch-Ausgabe)

Judy Mercer: Frau ohne Vergangenheit (TV-Journalistin Ariel Gold fragt sich, ob der charismatische Angeklagte Jack Spurling schuldig ist. – Das klingt doch nach einem ausgewachsenen Romantic Thriller.)

Kate Morgenroth: Die Schlangengrube (Ein Mitglied eines Krimi-Lesezirkels wird ermordet. Buchhändlerin Sofie sucht den Mörder. „Britischer kann es in Amerika nicht werden“, verspricht der Verlag.)

Chris Tvedt: Frei von Schuld (Noch ein Debüt eines Norwegers. Rechtsanwalt Mikael Brenne gerät in die kriminellen Machenschaften eines ausländischen Mandanten und wird zum Mörder.)

März

Roderick Anscombe: Verschwunden (Boston im Sommer: Ein achtjähriges Mädchen wird entführt. In ihrem Versteck wird sie nur 24 Stunden überleben. Der Verdächtige schweigt und Gerichtspsychiater Paul Lucas sieht sich vor eine schwere Entscheidung gestellt. – Ähnlichkeiten mit einem wahren Fall sind rein zufällig.)

Rebecca Drake: Still sollst du sterben… (In der Nähe einer idyllisch gelegenen Mädchenschule wird eine Mädchenleiche entdeckt. Die junge Lehrerin Lauren sucht den Mörder und stößt in der Schule auf einen geheimen Mädchenclub und ihre fanatische Anführerin.)

Dianne Emley: Kreuzstich (Der zweite Fall für Detective Nan Vining vom Pasadena Police Department. Sie muss einen Doppelmord, bei dem ein stadtbekannter Lebemann starb, aufklären.)

Jeff Lindsay: Komm zurück, mein dunkler Bruder (Drittes Buch mit Dexter Morgan, Serienkiller und Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami. – Bin gespannt, ob die nach Lindsays Büchern entstandene TV-Serie „Dexter“ auch in Deutschland ein Erfolg wird. RTL II will sie im Herbst ausstrahlen.)

Steven Sidor: Stadt der Knochen (Sein Debüt „Skin River“ gefiel mir ganz gut. Mal sehen, ob er nach seinem Gangsterkrimi eine guten Polizeikrimi über die Jagd nach dem Mörder eines polizeibekannten Transsexuellen schreibt.)

April

Carla Cassidy: Vergiss nie deine Sünden (Ein Unbekannter bringt Menschen, denen Marissa zufällig begegnet, um. Der Täter hinterlässt auf ihnen eine Karte, in der er Marissa seine Liebe gesteht.)

Scott Frost: Fear – Angst hat einen Namen (Nach „Risk“ der zweite Fall für Detective Alex DeLillo. Dieses Mal soll sie den Mord an ihrem ihr bis zu seinem Ableben unkannten Halbbruder aufklären.)

Lawrence Goldstone: Anatomie der Täuschung (Ein 1889 in Philadelphia spielender Forensiker-Krimi.)

Steve Mosby: Der 50/50-Killer (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch


Zweihundert Seiten Langeweile

Juli 23, 2008

Drängender Gedanke beim Lesen: „?“

Fazit, schon während dem Lesen gezogen und durch das Ende bestätigt: „Weiße Nächte“ von Rainer Gross ist weniger als ein Kriminalroman. Es ist eine dieser typischen deutschen Betroffenheitswerke, die es zu einer Tugend erheben, den Leser zu langweilen und die ich normalerweise nach den ersten Seiten entnervt weglege. Denn sie erzählen nach meiner Erfahrung keine Geschichte.

Auch „Weiße Nächte“ erzählt keine Geschichte, sondern reportiert nur, wie ein Uni-Dozent, der von irgendeiner Schuld (oder einem Verlangen) getrieben ist, sich mit seine Motorrad auf den Weg zum Nordkap macht. Bei einer früheren Fahrt dorthin ist irgendetwas geschehen. In seinem Gepäck hat er einen Revolver. Was er damit tun will, wissen wir nicht. Die Studentin Myriel begleitet ihn, weil sie ihren Freund im Norden treffen will. Das ist die schon nicht vielversprechende Ausgangslage. Denn es unklar, was der Protagonist in dieser Geschichte erreichen will.

Auf den folgenden gut zweihundert Seiten erzählt Gross nur, wie sie nach Norden fahren. Besondere Ereignisse gibt es während dieser Fahrt nicht. Es ist einfach nur eine ganz normale Motorradfahrt von zwei Menschen, die nichts füreinander empfinden und zufällig den gleichen Weg zurücklegen. Später erfahren wir – und der Klappentext verrät es auch fast (was allerdings nur bei einem Kriminalroman ein Problem wäre) -, dass bei einer früheren Fahrt er mit seiner Freundin Vera und seinem Freund Jan unterwegs war. Damals entwickelte Vera Gefühle für Jan (Es ist auch möglich, dass sie sich in Jan verliebte; dass der Erzähler sich das einbildete; oder dass die Beziehung einfach zu Ende war). Auf einer Klippe kam es zu einem Streit und Jan stürzte hinunter. Ob es ein Unfall oder ein gezielter Stoß des Erzählers war, bleibt unklar. Jedenfalls fuhren Vera und der Erzähler wieder zurück. Sie wurde kurz darauf schwanger, trieb ab und brachte sich um. Er wurde Dozent und will jetzt mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen indem er sich, wie wir jetzt erfahren, erschießt (Fragen Sie nicht warum. Es ist einfach so.). Weil im entscheidenden Moment sein Motorrad umfällt, misslingt sein Selbstmordversuch. Er beschließt zurückzufahren.

Das ist alles und für eine Kurzgeschichte wäre die Szene an der Klippe mit dem Selbstmordversuch auch ausreichend.

Für einen Roman ist das allerdings zu wenig. In „Weiße Nächte“ fehlt alles, was zu einer packenden Geschichte gehört. Der Protagonist hat kein klar definiertes Ziel. Es gibt keine Konflikte. Die Reise verläuft problemlos. Seine Reisegefährtin ist ihm herzlich egal – und damit für die Fahrt dramaturgisch überflüssig. Er brütet allein vor sich hin – und teilt seine Gedanken niemandem mit. Wir wissen also bis zu der Szene auf der Klippe nicht, was er warum tun will.

Doch wenn ich als Leser nicht weiß, was der Protagonist erreichen will, ist mir sein Schicksal (und damit dann auch die ganze Geschichte) herzlich egal. Deshalb enttäuschte mich, nach dem vielversprechenden, mit dem Debüt-Glauser ausgezeichneten „Grafeneck“, der zweite Roman von Rainer Gross auf ganzer Linie.

Rainer Gross: Weiße Nächte

Pendragon, 2008

200 Seiten

9,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von seinem Debüt „Grafeneck“


Besprechung des neuen Syd-Field-Buches online

Juli 23, 2008

In der Berliner Literaturkritik ist meine Besprechung von „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ von Syd Field erschienen. Im Original erschien „The Screenwriter’s Problem Solver – How to Recognize, Identify, and Define Screenwritng Problems“ bereits 1998 und vor acht Jahren erschien auch eine deutsche Ausgabe. Es ist also nicht so neu und wer bereits „Das Drehbuch“ von Syd Field gelesen hat, muss hier nicht unbedingt zuschlagen. Denn „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ vertieft nur einige, bereits in „Das Drehbuch“ behandelte Fragen, ohne wesentliche neue Erkenntnisse zu liefern.


Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Juli 22, 2008

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Auch im Herbstprogramm veröffentlicht Ullstein keinen Roman von T. Jefferson Parker. Die gute finden Sie weiter unten.

September

Jo Nesbo: Der Erlöser (Weihnachten in Oslo: Harry Hole liefert sich ein atemloses Duell mit einem kroatischen Auftragskiller)

Oktober

Linwood Barclay: Dem Tode nah (Die kleinen Sünden bestraft der Herrgott sofort: der 17-jährige Derek will sich im leeren Haus der Nachbarn mit seiner Freundin treffen. Doch die Hausbesitzer kehren überraschend zurück, werden von einem Killer ermordet und Derek schwebt als Zeuge in Lebensgefahr.)

Carol Higgins Clark: Alptraum in Weiß (Achtes Abenteuer mit Privatdetektivin Regan Reilly: Ihr Brautkleid wird aus einer Boutique gestohlen und ihr Künftiger will vor der Hochzeit noch einen Bankräuber stellen.)

Sidney Sheldon: Blutspur (Neuauflage des Thrillers)

November

R. R. Heller: Der 13. Jünger (Eine Verschwörung biblischen Ausmaßes – angerichtet von einem schreibenden Ehepaar)

Gisa Klönne: Leise rieselt der Schnee… – Der Krimi-Adventskalender

Dezember

D. H. Dublin: Body Code (Auftakt einer neuen Thrillerserie im CSI-Milieu mit einer charmanten Ermittlerin. – Brauchen wir das wirklich? Können wir uns nicht einfach wieder „Crossing Jordan“ ansehen?)

David Hewson: Epiphanias (Zwanzig Jahre nach einem furchtbarem Mord will eine mysteriöse Frau Genugtuung für die damalige Tat. – Im Januar erscheint bei rororo Taschenbuch mit „Das zweite Leben“ ein neueres Werk von Hewson.)

Iris Johansen: Netz des Todes (Für einen Drogenbaron soll Eve Duncan ein Gesicht rekonstruieren. Als Bezahlung soll sie erfahren, was mit ihrer verschwundenen Tochter geschah.)

Dan Kavanagh: Duffy (Ja, wieder erhältlich. Und der Verlag hat spendiert sogar eine neue Übersetzung von Willi Winkler.)

Januar

Anna Blundy: Wodka Pur (Journalistin Faith Zanetti kann nicht lange das mondäne Leben in Moskau genießen. Denn sie soll einen Mord begangen haben.)

Rita Mae Brown: Auf heißer Fährte (Ein neuer Fall für Sister Jane und ihre tierischen Freunde.)

Peter Robinson: Eine seltsame Affäre (Inspektor Alan Banks ermittelt wieder: eine junge Frau wird ermordet und alle Spuren führen zu Banks.)

Michael Schomers: Todsichere Geschäfte (Taschenbuch-Ausgabe)

Februar

Peter Brendt: Seawolf (Captain Robert DiAngelo soll ein im Persischen Golf gestrandetes Seawolf-Atom-U-Boot wieder seetüchtig machen. Wenn es ihm nicht gelingt, droht eine internationale Krise)

Jens Johler: Kritik der mörderischen Vernunft (klingt bedeutungsschwer, und dass der Mörder sich Kant nennt, klingt nicht minder bedeutungsschwer. Da ist es beruhigend, dass der Wissenschaftsjournalist Troller die Spur des Mannes, der Wissenschaftler umbringt, um so den freien Willen zu schützen, aufgenommen hat. – Naja, Menschen haben schon aus dümmeren Motiven Morde begangen.)

März

Ronald Cutler: Eternitas (Ein Archäologe entdeckt eine von Jesus beschriebene Schriftrolle. Noch bevor er sie entschlüsselt hat, werden seine Mitarbeiter von einer fanatischen Gruppe umgebracht.)

Elizabeth Peters: Das Königsgrab (Amelia Peabody ermittelt am Grab des Tutenchamun.)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch


Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Juli 17, 2008

Und gleich noch ein Verlag, der Werke von James Patterson und Jeffery Deaver veröffentlicht.

November

Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher (Taschenbuch-Ausgabe – Verhörspezialistin Kathryn Dance, die mit „Die Menschenleserin“ ihre eigene Serie erhielt, trat erstmals in diesem Lincoln-Rhyme-Amelia-Sachs-Roman auf. Gemeinsam jagen sie den Uhrmacher; einen Serienmörder, der seine Morde mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks begeht.)

Linda Howard: Gefahr (Unternehmer Bailey Wingate und seine Pilotin Cam Justice kämpfen nach einem Flugzeugabsturz über den Rocky Mountains ums Überleben. Denn Wingates Kinder wollen ihren Vater tot sehen. – Ein Ladythriller.)

Jim Kelly: Einer bleibt zurück (Bei einem Militärmanöver wird ein Skelett entdeckt. Journalist Philip Dryden sucht den Mörder.)

Hilmar Klute: Herz Kammer Jäger (Privatdetektiv Josef Celle soll im Auftrag eines Siebzigjährigen dessen Mutter suchen. Als Celle über die erste Leiche stolpert, weiß er, dass das kein Routineauftrag ist. – Krimidebüt eines Redakteurs der Süddeutschen Zeitung.)

Lisa Scott: Stummer Verrat (Eine Juraprofessorin beobachtet während eines Gefangenenaufstandes den Mord an einem Wärter. Die Mörder wollen anschließend auch die Zeugin töten.)

Colleen Thompson: Geliebter Mörder (Ist Claires Mann, der Polizist Spence, ein Mörder? Und will er sie umbringen? – Thompson ist in den USA der neue Star des romantischen Thrillers, sagt der Verlag)

Dezember

Robin Cook: Der Experte (Der mittellose Taxifahrer Davydov will sich rächen und als Ex-Biochemiker weiß er auch wie.)

Gonzalo Giner: Die letzte Reliquie (Auch in Spanien können alte Schmuckstücke die Welt in den Untergang stürzen und nur ein einzelner kann die Katastrophe aufhalten.)

Matthew Scott Hansen: Schwarzes Dickicht (Ty Greenwood sucht in den Wäldern des US-Staates Washington nach einer menschenfressenden Bestie. – Wird als Horrorthriller beworben.)

Januar

Dale Brown: Feuerstoss (ein weiterer Hich-Tech-Thriller: Jason Richter und seine Jungs von TALON jagen die Hintermänner von Ökoterroristen, die mit einer Nuklearbombe eine Ölraffinerie vernichteten.)

Clive Cussler: Höllenjagd (The Chase – Kopfgeldjäger Isaac Bell jagt einen brutalen Bankräuber.)

Tess Gerritsen: Blutmale (Taschenbuch-Ausgabe)

Tami Hoag: In aller Unschuld (Richterin Moore glaubt nicht, dass ein mehrfach verurteilter Sexualstraftäter eine Mutter und ihre beiden Töchter umgebracht hat. Doch wie lange kann sie ihm ein faires Verfahren garantieren?)

Mike Lawson: Das Poseidon-Komplott (Joe DeMarco jagt eine nordkoreanische Agentin. – Lawson erhält viele Vorschusslorbeeren. Sein Debüt „Der Luchs“ liegt auf meinem Zu-Lesen-Stapel.)

Debra Webb: Wie ein dunkler Fluch (FBI-Jungagentin Grace und Ex-Agent McBride suchen einen Entführer. Dummerweise kennt er ihre dunklen Geheimnisse.)

Februar

James Becker: Unheilig (Und wieder einmal kennt der Vatikan, wenn er seine Geheimnisse schützt, keine Skrupel.)

Andrea C. Busch (Hrsg.): Mord zwischen Messer & Gabel – 54 Krimis – 99 Rezepte (Die Erstausgabe der Sammlung aus Kurzkrimis und Kochrezepten war bei Gerstenberg.)

Linda Fairstein: Leichenfund (Killer Heat – Die New Yorker Staatsanwältin Alex Cooper jagt in der Augusthitze einen sadistischen, willkürlich zuschlagenden Serienmörder.)

J. D. Robb: Tödliche Unschuld ( Strangers in Death – ein neues Abenteuer mit Eve Dallas. Dieses Mal scheint der Tod online zu kommen.)

Nina Wright: Ein Ganove auf vier Pfoten (Das Krimidebüt scheint etwas für die Fans von Janet Evanovich zu sein.)

März

Jordan Dane: Shadowkiller (Detective Rebecca Montgomery sucht einen Frauenmörder. Bei ihren Ermittlungen trifft sie immer wieder den attraktiven Diego Galvan. Da ist dann die Frage „Ist mein Geliebter ein Mörder?“ nicht weit.)

Gina French: Aus Notwehr! – Ich tötete meinen Mann, um mein Kind zu retten (Taschenbuch-Ausgabe des englischen Sachbuchs)

Derek Meister: Todfracht (Historischer Kriminalroman: Lübeck, 1393: Patrizier Rungholts vierter Fall.)

Mark Nykanen: Der Fallensteller (Taschenbuch-Ausgabe)

Inger Ash Wolfe: Todesgebet (Inspector Hazel Micalleffs erster Fall: die kurz vor der Pensionierung stehende Polizeichefin sucht, zusammen mit ihrer achtzigjährigen Mutter nach einem Mörder, der mit seinen Taten ein Todesgebet quer durch Kanada inszeniert. – Hm.)

April

Clive Cussler/Dirk Cussler: Geheimcode Makaze – Ein Dirk-Pitt-Roman (Taschenbuch-Ausgabe des Dirk-Pitt-Thrillers.)

Olivier Descosse: Verflucht sei dein Name (Luc Vernon will herausbekommen, welches tödliche Geheimnis eine Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert enthält. Seine Reise führt ihn über New York nach Amazonas.)

Margie Orford: Blutrose (Profilerin Clare Hart soll in Namibia eine in der Nähe einer Kaserne stattfindende Mordserie an Jungen aufklären.)

Bill Vidal: Der Clayton-Deal (Debüt: Investmentbanker Clayton erfährt von einem Millionenvermögen, das sein Großvater vor einem halben Jahrhundert in einer Schweizer Bank bunkerte. Als Clayton das Geld umbucht, gerät er in Teufels Küche. – Irgendwie klingt das nach Robert Ludlums „The Holcroft Convenant“/“Der Holcroft-Vertrag“.)

Christine Westendorf: Und jeder tötet, was er liebt (Kommissarin Greves erster Fall und erst nach drei Toten zeichnet sich eine erste Spur ab, die dann auch prompt zum Mann der ersten Leiche führt. – Taschenbuch-Ausgabe des ursprünglich bei Fredebold und Fischer erschienenen Romans.)

Mai

James Patterson: Dead (Double Cross – Im dreizehnten Alex-Cross-Roman ist der Profiler im Fadenkreuz von zwei Psychopathen.)

Fett Kursiv bedeutet „große Vorfreude“ (wenn ich den Roman noch nicht kenne) und/oder „diesem Werk wünsche ich viele Leser“ (wenn ich —).

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

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Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch


Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Juli 16, 2008

Viel Stoff, deshalb ohne große Vorrede:

August

Gianrico Carofiglio: In freiem Fall (Taschenbuch-Ausgabe)

September

James Patterson: Totenmesse (Terroristen nehmen während einer Trauerfeier die hochrangigen Gäste als Geisel. Der New Yorker Deeskalationsspezialist Mike Bennett soll das Schlimmste verhindern.)

November

Brett Battles: Der Profi (The Cleaner – Jonathan Quinn ist ein freiberuflicher Cleaner [aka Putzfrau] für einen amerikanischen Geheimdienst. Als er bei einem Putzauftrag über die nicht angemeldete Leiche eines bekannten Virologen stolpert, gerät er in Teufels Küche.)

Michael Crichton: Enthüllung (ist wieder lieferbar.)

Janet Evanovich/Leanne Banks: Cheers, Baby! (Romantische Komödie)

Martha Grimes: Die Trauer trägt Schwarz (Sonderausgabe eines Inspektor-Jury-Krimis zum Aktionspreis)

Mo Hayder: Die Sekte (Taschenbuch-Ausgabe des von der CWA für den Steel Dagger nominierten Werkes.)

Henning Klüver: Der Pate – Letzter Akt: Die sizilianische Mafia (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs)

Birgit Lautenbach/Johann Ebend: Totenseelen – Ein Hiddensee-Krimi (Es mag ungerecht sein, aber wenn bei einem Roman vor allem mit der Provinz, in der er spielt, geworben wird, habe ich schon keine Lust mehr zum Lesen. Und wenn dann – wieder einmal – ein siebzig Jahre zurückliegender Mord aufgeklärt wird, greife ich lieber zu etwas anderem.)

Ruth Rendell: Die Liebe eines Mörders (Taschenbuch-Ausgabe)

Francesca Weisman: Kalte Schatten (Anwalt Callum Scott kann nach einem Überfall keine Gesichter mehr unterscheiden. Dumme Sache. Noch dummer ist, dass jemand ihn umbringen will.)

Dezember

Lin Anderson: Das rote Band des Todes (Ein sechsjähriger Junge verschwindet; seine Mutter und Großmutter werden grausam ermordet. Gerichtsmedizinerin Rhonda Macleods einzige Spur ist ein afrikanischer Talisman.)

Richard A. Clarke: Break Point (Taschenbuch-Ausgabe)

Nicola Förg: Schussfahrt – Ein Allgäu-Krimi (Emons darf sich über einen weiteren Reprint eines seiner Bücher bei Goldmann freuen.)

Nicci French: Acht Stunden Angst (Taschenbuch-Ausgabe)

Elizabeth George: Wo kein Zeuge ist (Taschenbuch-Ausgabe)

Carl Hiaasen: Striptease (Neuauflage des verfilmten Comic-Crime-Bestsellers. Sehr empfehlenswert!)

Peter Temple: Spur ins Nichts (nach „Vergessene Schuld“ der zweite Krimi mit Jack Irish)

David Wolstencroft: Contact Zero (sein Debüt hat mir nicht so gefallen, aber dieses Buch wurde für den Steel Dagger nominiert.)

Januar

Patricia Cornwell: Defekt – Ein Kay-Scarpetta-Roman (Taschenbuch-Ausgabe)

Jeffery Deaver: Lautloses Duell (Neuauflage seines 2001 erstmals erschienenen „Blue Nowhere“, der von einem Duell zwischen zwei Hackern erzählt.)

Janet Evanovich: Die Chaos Queen (Die Taschenbuch-Ausgabe des elften Stephanie-Plum-Krimis)

Jack Harvey (aka Ian Rankin): Bis aufs Blut (ein weiteres Frühwerk des Erfinders von Inspector Rebus)

David Hosp: Die Tote im Wasser (Taschenbuch-Ausgabe)

John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators (Ein Krimi aus dem alten Rom)

Peter Schaar: Das Ende der Privatsphäre – Der Weg in die Überwachungsgesellschaft (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.)

Daniel Twardowski: Tod auf der Northumberland – Ein Fall für John Gowers (Erster Auftritt von Privatdetektiv Gowers. 1865 soll er in New York und auf einem Schiff den Tod eines Mannes untersuchen.)

Minette Walters: Die Schandmaske/Dunkle Kammern (Zwei Schmöker in einem Band.)

Michelle Wan: In tödlicher Absicht – Ein Krimi aus der Dordogne (Dritter Auftritt von Mara Dunn und Julian Wood.)

Februar

Laurent Botti: Totendämmerung (Türstopperdicker HorrorThriller über eine Familie, die drei Jahre nach dem Tod eines Kindes, in eine Kleinstadt zieht, in der sich bestialische Verbrechen ereignen und der Bruder des toten Jungen erfahren muss, dass die dunklen Mächte es auf ihn abgesehen habe.)

Jonathan Kellerman: Mordgier – Ein Alex-Delaware-Roman (Deutsche Erstveröffentlichung von „Compulsion“: Delaware und Sturgis fragen sich, wie der Mord an einem Partygirl und einer verwitweten alten Frau zusammenhängen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf weitere Morde.)

Charlotte Link: Das Echo der Schuld (Taschenbuch-Ausgabe)

Maria Masella: Blumen für die Toten – Ein Fall für Commissario Mariani (In seinem ersten Fall jagt er einen Serienmörder und einen Mann, der ihm seltsame Päckchen zuschickt.)

Robert Mrazek: Die Stunde der Verräter (London 1944: Lisa und ihre Spezialeinheit sollen die Informationen zu einer streng geheimen Mission der Alliierten unter Verschluss halten. Da sterben ihre Kolleginnen unter mysteriösen Umständen.)

John Sandford: Blinder Hass (Erster Auftritt von Virgil Flowers von der Kriminalpolizei von Minnesota.)

März

Stephen Booth: Todesacker (Die beiden Polizisten Diane Fry und Ben Cooper wollen das Geheimnis der Pity Wood Farm lösen.)

Deborah Crombie: Wen die Erinnerung trügt (Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma Jansen suchen auf Bitten der im Krieg aus Berlin geflohenen Erika Rosenthal die Käuferin einer lange verschollenen Brosche.)

Ruth Downie: Der Fluch des Hirschgottes – Ein Fall für Medicus Ruso (Auch der zweite Roman mit dem Medicus spielt im alten Rom.)

Martha Grimes: Inspektor Jury spielt Katz und Maus (Wiederveröffentlichung eines Inspektor-Jury-Krimis.)

Sara Paretsky: Feuereifer (Taschenbuch-Ausgabe)

Lisa Unger: Das Gift der Lüge (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Tom Egeland: Der Pakt der Wächter (die Fortsetzung von „Frevel“)

Zoe Ferraris: Die letzte Sure (Taschenbuch-Ausgabe eines in Saudi-Arabien spielenden Krimis, mit einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin als Ermittlerteam. Sie sollen den Mord an einer schwangeren Tochter aus gutem Hause aufklären.)

Carl Hiaasen: Sumpfblüten (Taschenbuch-Ausgabe)

Jonathan Kellerman: Sharon: Die Frau, die zweimal starb – Ein Alex-Delaware-Krimi (Die deutsche Erstausgabe von „Silent Partner“ erschien bei Bastei-Lübbe.)

Adele Marini: Denn nichts ist je vergessen (Die junge, als Waise aufgewachsene Marcella will wissen, wer ihre Eltern sind. Ihre erste Spur führt in die frühen Siebziger nach Catania. Dort wurde damals eine Familie grausam ermordet. Die vierjährige Tochter überlebte.)

James Patterson: Todesahnung (Im Original „You’ve been warned“ von James Patterson und Howard Roughan. – Warum verschweigt Goldmann bei Patterson so hartnäckig die Co-Autoren?)

Nick Stone: Der Totenmeister (Der zweite Krimi mit Max Mingus spielt vor „Voodoo“ im Florida der Achtziger und erzählt die Vorgeschichte von Mingus und Boukman.)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am meisten.

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Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch


Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Juli 14, 2008

Wer die Skandinavier liebt, sollte einen genaueren Blick auf diese Neuerscheinungen werfen:

November

Henning Boetius: Der Strandläufer (Schriftsteller Boysen nimmt Abschied von seinem Vater. – Ein psychologischer Roman vom Erfinder von Inspektor Piet Hieronymus.)

Davide Longo: Der Steingänger (Taschenbuch-Ausgabe eines zuerst bei Wagenbach erschienenen kurzen Romans: Cesare soll seinen Freund Fausto, mit dem er jahrelang Flüchtlinge von Italien nach Frankreich gebracht hat, getötet haben. War er’s?)

Hakan Nesser: Aus Doktor Klimkes Perspektive (Taschenbuch-Ausgabe der Sammlung von Kurzgeschichten)

Helen Tursten: Tod im Pfarrhaus/Die Tätowierung (Kriminalinspektorin Iren Huss aus Göteborg muss in zwei Fällen ermitteln.)

Dezember

Barbara Becker Jáckli: Mord im Biedermeier (Ein historischer Kriminalroman, der seine Premiere bei Emons erlebte.)

Thomas Kanger: Der tote Winkel (Ein Liebespaar wird mit einer Axt erschlagen. Noch bevor Kommissarin Elina Wiik mit ihren Ermittlungen beginnt, mischt sich der schwedische Geheimdienst ein. Denn Jamal Al-Sharif soll ein Sympathisant einer Terrorgruppe gewesen sein. Wiik glaubt nicht an diese Version und ermittelt weiter.)

Januar

Asa Larsson: Der schwarze Steg (Anwältin Rebecka Martinsson will wissen, warum die leitende Angestellte einer Grubengesellschaft ermordet wurde.)

Sergio Pitol: Defilee der Liebe (Taschenbuch-Ausgabe eines mit dem Premio Cervantes ausgezeichneten Buches: Miguel will herausfinden, warum 1942 in Mexiko-Stadt der Exilant Erich Maria Pistauer erschossen wurde und die Künstlermuse Delfina Uribe behauptete, den Toten nicht zu kennen.)

Gunnar Steinbach: Mord mit Meerblick (Ex-Kommissar Kugelmeyer verbringt an der westdänischen Küste Weihnachten unter redseligen Rentnern. Als ein Rentner umgebracht und Kugelmeyer verdächtigt wird, ihn umgebracht zu haben, beginnt er den wahren Täter zu suchen. – Klingt nach einem Geschenk für meinen Vater, der sonst nie Krimis liest.)

Sarah Stewart Taylor: Ein listiger Tod/Der Totenschmuck (Kunsthistorikerin Sweeney St. George muss zweimal böse Buben jagen.)

Februar

Stefan Brijs: Der Engelmacher (Der jetzt als Taschenbuch erscheinende Thriller erhielt von der Königlichen Akademie der Niederlande die „Goldene Eule“ als bestes Buch des Jahres.)

Aevar Örn Jósepsson: Blutberg (Kommissar Árni aus Reykjavik fragt sich, ob der Tod von sieben Bauarbeitern beim Bau eines abgelegenen Staudamms ein Unfall oder Mord war.)

März

Michael Collins: Nicht totzukriegen (USA, Mittlerer Westen, siebziger Jahre: Frank Cassidy will wissen, wer seinen Onkel erschossen hat. Die Mördersuche wird zu einer Reise in die Vergangenheit.)

Hakan Nesser: Der Tode vom Strand/Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod (Van Veeteren zweimal auf Mörderjagd)

April

Stella Blómkvist: Das letzte Treffen – Ein Island-Krimi (Anwältin Stella Blómkvist sucht den Mörder eines ermordeten und verstümmelten Mannes. Da erfährt sie von einem Kinderpornoring, zu dem der Tote Kontakt hatte.)

Klaus Hagerup/Nils Nordberg: Letzter Akt (Fernsehkommissar Niklas Faber muss, als bei einer Shakespeare-Inszenierung in Oslo einige Morde geschehen, seine kleinen grauen Zellen anstrengen.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

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Mörderischer Herbst V – dtv


Mörderischer Herbst V – dtv

Juli 11, 2008

Weiter geht’s mit dem deutschen Verlag von John Harvey und einigen weniger bekannten Schreibern, wie Umberto Eco und Henning Mankell.

Oktober

Anne George: O du Mörderische (Die streitlustigen Southern Sisters jagen den Mörder einer Galeristin.)

Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens (Taschenbuch-Ausgabe; Deutscher-Krimi-Preis 2007 – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

Jorun Thorring: Glaspuppen (Ein samischer Kriminalpolizist und alleinerziehender Vater sucht den Mörder von Medizinstudentinnen. – In Norwegen wurden 50.000 Exemplare verkauft. – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

November

Denis Lépée: Der Carthago-Code (Heutige Anschläge auf Regierungssitze scheinen mit architektonische Grundprinzipien, nach denen Karthago gebaut wurde, zusammenzuhängen. Unterwasserarchäologe Tommaso McDonnell deckt die Verschwörung auf.)

Zoran Zivkovic: Das letzte Buch („Spannender, postmoderner Thriller von einem Meister des schwarzen Humors…der seinen Eco gelesen hat“, schreibt der Verlag.)

Dezember

Joel Rose: Kein Rabe so schwarz (Edgar Allan Poe auf Mörderjagd)

Januar

Umberto Eco: Das Focaultsche Pendel (in neuer Ausstattung)

Frode Grytten: Die Raubmöwen besorgen den Rest (Riverton-Preis für den besten Krimi des Jahres 2005)

John Harvey: Verführung zum Tod (Charlie Resnick ist wieder da.)

Jorgen Jaeger: Blutschrift (Das nenne ich norwegische Eskalation: zuerst wird ein Zahnarzt erschossen, dann brennen drei Gebäude und kurz darauf gibt es eine Bombendrohung. Polizeichef Ole Vik und sein Team ermitteln in – abhängig von der Lesegeschwindigkeit – Echtzeit.)

Kevin Lewis: Jagd auf Frankie (Nachdem Frankie einen Kinderschänder umgebracht hat, wird sie von der Polizei und den Zuhälterfreunden des Toten gejagt. Als sie in den Besitz geheimer Daten gerät, heften sich noch einige weitere Verfolger an ihre Fersen.)

Februar

Charlaine Harris: Falsches Grab (Harper Connelly entdeckt auf einem Friedhof in Memphis, Tennessee, in einem Grab eine Leiche zu viel. Gut, dass sie die letzten Augenblicke der Toten nachempfinden kann. Dumm, dass dem Mörder das nicht gefällt.)

Cynthia Harrod-Eagles: Mord im Park (Dritter Fall für Detective Inspector Bill Slider: Der Parkmörder ersticht Joggerinnen. Doch sein jüngstes Opfer starb an einer Überdosis Beruhigungsmittel.)

Tom Kahn: Das Tibetprojekt (Historiker Decker soll das Geheimnis des tibetischen Buddhismus ergründen. Seine gefährlichen Recherchen führen ihn zurück in das Dritte Reich.)

Henning Mankell: Die flüsternden Seelen (Taschenbuch-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Henning Mankell: Das Auge des Leoparden (Großdruck-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Ilkka Remes: Hochzeitsflug (Gehirnforscher Christian Brück will herausfinden, warum das Flugzeug mit seiner künftigen Frau abstürzte. Eine Videokassette liefert ihm dabei den Hinweis auf ein ungeheuerliches Geschehen. – Remes überarbeitete und aktualisierte „Hochzeitsflug“ für die deutsche Ausgabe.)

März

Iain McDowall: Gefährliches Wiedersehen (Als dritter Roman erscheint der erste Fall von DCI Jacobson und DS Kerr. In ihm suchen sie den Mörder eines unauffälligen Geschichtsprofessors.)

Tomas Ross: Der Tod des Kandidaten (De zesde mei, 2003 – Der Autor ist ein Niederländer, der in Wirklichkeit H. P. Hogendoorn heißt, und mit dem Ami Ross Thomas nichts zu tun hat. Aber auch bei ihm geht es um Politik: eine gerade aus der Haft entlassene Tierschützerin soll ihre Freunde bespitzeln. Der Sicherheitsdienst glaubt, dass sie ein Attentat planen. Der Roman erhielt den niederländischen Krimipreis „Gouden Strop“.)

April

William Gibson: Neuromancer/Biochips/Mona Lisa Overdrive (die bahnbrechende Neuromancer-Trilogie vom Vater des Cyberpunk in einem Band)

Jutta Profijt: Kühlfach 4 (Krimikomödie: Autoschieber Pascha wird ermordet. Damit sein Tod gerächt wird, nimmt sein Geist Kontakt mit dem Rechtsmediziner Gänsewein auf und dieser muss unter Verbrechern ermitteln.)

Greg Rucka: Ein Job in Taschkent (Ex-SIS-Mitarbeiterin Tara Chace soll in Taschkent, Usbekistan, einen Mann und sein Kind retten. Das ist leichter gesagt, als getan.)

Qiu Xialong: Rote Ratten (Oberinspektor Chen soll den Roten Ratten – korrupte Beamte und Neokapitalisten – das Handwerk leben.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

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Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs


Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Juli 10, 2008

Weiter geht’s mit einigen Verlagen, die jedes Halbjahr eine überschaubare Zahl von Kriminalromanen veröffentlichen.

btb Hardcover

25. August

Hakan Nesser: Eine ganz andere Geschichte (Inspektor Gunnar Barbarotti ermittelt wieder.)

22. September

Henning Boetius: Berliner Lust (Der pensionierte Inspektor Piet Hieronymus sucht in Berlin den verschwundenen Informanten einer Immobilienfirma.)

Alexander Verlag

Herbst

Ross Thomas: Am Rand der Welt (Out on the rim, 1987 – Artie Wu und Quincy Durant versuchen 1986 ihr Glück auf den Philippinen in den Wirren nach dem Ende des Marco-Regimes. Ein Klassiker!)

Leonard Schrader: Der Yakuza (The Yakuza, 1975 – Und noch ein Klassiker. Wobei der gleichnamige Film von Sydney Pollack mit Robert Mitchum bekannter ist. Für die Neuausgabe wurde die alte Übersetzung überarbeitet.)

Heyne Hardcover

Juli

John Grisham: Berufung (The Appeal – Ein Chemiekonzern geht, nachdem er in erster Instanz zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, in die Berufung. Außerdem verlässt sich Firmenboss Trudeau beim Kampf um den Erhalt seines Unternehmens gegen die junge Klägerin Jeannette Baker nicht nur auf findige Anwälte und die Mühlen der Justiz. – Das klingt doch nach einem echten Grisham.)

August

Meg Gardiner: Die Beichte (Dirty Secrets – Eine Suizidwelle unter Prominenten erschüttert San Francisco. Die forensische Psychiaterin Jo Beckett soll die Hintergründe hinter der Selbstmordwelle herausfinden und weitere Selbstmorde verhindern.)

September

Claude Cueni: Gehet hin und tötet (denkt sich ein Geheimbund, nachdem der Papst mit islamischen Gotteskriegern ein Abkommen zum Schutz des Weltfrieden schließen will. Gut, dass die Geheimbündler nicht mit Kardinal Albertini gerechnet haben. – Irgendwie scheint es für solche Verschwörungstheorien ein Publikum zu geben.)

Colin Forbes: Todeskette (The Main Chance – Spezialagent Tweed will herausfinden, wer die Inhaberin von Europas größter Privatbank ermordete. „Todeskette“ ist der vorletzte Roman des 2006 verstorbenen Colin Forbes.)

Mary Higgins Clark: Warte, bis du schläfst (Wher are you now – Zehn Jahre nach seinem Verschwinden will Marks Schwester herausfinden, warum er verschwand.)

Michael Morley: Viper (Sein 08/15-Serienkillerromandebüt „Spider“ mit dem in Italien lebenden Ex-FBI-Profiler Jack King gefiel mir zwar nicht so, aber „Viper“ hat eine gute Prämisse: Was wäre, wenn ein Mitglied der Camorra ein Serienkiller wäre? Ich werde also dem zweiten Jack-King-Roman eine Chance geben.)

Liebeskind

August

Pete Dexter: Paris Trout (Das mit dem National Book Award ausgezeichnete und erfolgreich verfilmte Werk erschien bereits in einer anderen Übersetzung als „Tollwütig“ bei Goldmann.)

James Sallis: Deine Augen hat der Tod (erschien bereits in der viel zu schnell eingestellten Dumont-Noir-Krimireihe. Schön, dass Liebeskind diese beiden Autoren in sein Programm aufgenommen hat.)

Manhattan

August

Sharon Bolton: Todesopfer (Neuankömmling Tora entdeckt auf ihrem Grundstück auf den Shetland-Inseln eine mit drei Runen gekennzeichnete Frauenleiche. Gemeinsam mit der Polizistin Dana will sie das Rätsel lösen.)

September

Ian Rankin: Ein Rest von Schuld (Exit Music – der letzte [?] Inspector-Rebus-Roman)

Page & Turner

September

John Sandford: Mordlust (Lucas Davenport soll herausfinden, ob ein Staatssenator eine Affäre mit einer Fünfzehnjährigen hatte. Außerdem muss er den Mord an einer achtzigjährigen Honoratiorin aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt DAvenport auf weitere Morde an älteren, reichen Kunstsammlern.)

Rotbuch

August

Jerome Charyn: Citizen Sidel (Ex-Cop Isaac Sidel ist der Kandidat der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Doch so einfach ist das nicht. Zehnter Sidel-Roman.)

Gunter Gerlach: Jäger des Alphabets (Großvater ist stinkreich und wird von allen Familienmitgliedern gehasst. Gordon beschließt. Großvater muss sterben! – Dass das bei Gunter Gerlach nicht ohne Nebenwirkungen abgeht, dürfte nach seinen vorherigen Krimis niemand überraschen.)

September

Allan Guthrie: Post Mortem (Auch sein Debüt „Two-Way Split“ ist ein düsterer Gangsterroman. Ian Rankin meinte „Seek him out and buy his book“.)

Hard Case Crime

Richard Aleas: Tod einer Stripperin (Little Girl Lost, 2004 – Der Krimi war zu Recht für den Edgar und den Shamus nominiert.)

Christa Faust: Hardcore Angel (Money Shot, 2008 – diese Frau ist härter als viele Männer)

Mickey Spillane: Das Ende der Straße (Dead Street, 2007 – aus dem Nachlass des Erfinders von Mike Hammer)

Donald E. Westlake: Mafiatod (361, 1962 – ein tolles Frühwerk, das bereits – wahrscheinlich unter einer anderen Übersetzung – als „Höllenfahrt“ auf Deutsch erschien)

vgs

August

Keith R. A. Decandido: CSI: NY – Ohne Ausweg (Dieses Mal müssen die New Yorker CSIler einen Doppelmord im Knast und den Mord an einem Polizisten aufklären. – Decandido schrieb auch einige Buffy-Romane.)

Oktober

Jerome Preisler: CSI: Crime Scence Investigation – Tod in der Wüste (In Las Vegas müssen die CSIler sich mit dem Mord an eine Sport-Groupie und einer unbekannten Leiche auf einem Golfplatz herumschlagen. – Preisler schrieb auch einige „Tom Clancy’s Power Play“-Romane.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons


Mörderischer Herbst III – Editon Köln, Emons

Juli 7, 2008

Und was bietet Köln?

Edition Köln

August

Peter Faecke: Die Tango-Sängerin („Ein Buch, das nach dem Prinzip der Puppe konstruiert ist: eins steckt im anderen, im Kriminalroman der literarische Roman, und wer anfängt zu lesen, der ist auch schon drin und verloren“, schreibt der Verlag über den zweiten Kommissar-Kleefisch-Roman)

Kriminelle Sittengeschichte Deutschland (Herausgegeben von Frank Göhre und Jürgen Alberts)

August

Michael Molsner: Rote Messe (1973)

Irene Rodrian: Schlaf, Bübchen, Schlaf (1980)

September

Helga Riedel: Einer muss tot (1983)

Peter Schmidt: Die Regeln der Gewalt (1984)

Oktober

Peter Zeindler: Feuerprobe (1991)

Robert Brack: Psychofieber (1993)

Criminalbibliothek 1850 – 1933

Dieter Paul Rudolph (aka Watching the Detectives und Alte Krimis) gibt eine zehnbändige Reihe, versehen mit kundigen Nachworten, mit verschollenen Krimis heraus. Die erste Lieferung:

November

Emilie Heinrichs: Leibrenten (1866)

Später

Benno Bronner: Herr von Syllabus (1872)

J. D. H. Temme: In einer Brautnacht (Erzählungen, ab 1862)

Adolf Streckfuß: Der tolle Hans (1871)

Ernst von Wildenbruch: Das wandernde Licht (1893)

Emons

Juli

Sybille Baecker: Irrwege (Kommissar Brandner von der Tübinger Kripo muss den Mord an einem Jogger aufklären. Dummerweise finden sie im persönlichen Umfeld des Toten keinen Tatverdächtigen.)

Walter G. Pfaus: Tödliche Machenschaften (Privatdetektiv Fetzer sitzt in der Patsche. Er soll einen Finanzmakler umgebracht haben.)

August

Peter Kersken: Tod an der Ruhr (Im 19. Jahrhundert spielender Krimi)

September

Marlene Bach: Ab in die Hölle (Maria Moosers dritter Mordfall: Wer schnitt einem Heidelberger Finanzberater die Kehle durch?)

Martin Conrath/Sabine Klewe: Das Vermächtnis der Schreiberin (Was haben ein 1308 und ein heute begangener Mord miteinander zu tun? Heinrich Morgen wird für uns diesen Fall klären.)

Ralf H. Dorweiler: Schwarzwälder Schinken (drittes Abenteuer mit Testdieb Schlaicher und seinem Basset Dr. Watson. Dieses Mal sucht er ein entführtes Mädchen.)

Christoph Ernst: Kein Tag für Helden (Detektiv Jacob Fabian soll herausfinden, wer den Bestsellerautor Weiden als Abschreiber diffamiert. Die Spur führt in die Vergangenheit.)

Hannsdieter Loy: Rosenschmerz (Im Rosenheimer Biohotel wird einer der Gäste in der Sauna ermordet. Kriminalrat Josef Ottakring und Chili Toledo ermitteln.)

Dietmar Lykk: Totenschlüssel (Die Provinz lebt: Kommissar Lüthje muss in Norden von Schleswig-Holstein drei Morde aufklären.)

Manfred Megerle: Seefeuer (Mehrere Brände und Morde am Bodensee halten Kommissar Leo Wolf auf Trapp. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Internat.)

Edgar Noske: Himmel über Köln (Der Nachfolger von „Nacht über Nippes“ spielt 1968: Leo Saalbach soll eine minderjährige Tochter aus Frankreich zurückholen.)

Hannes Nygaard: Tod am Kanal (Die Husumer Kripo sucht den Mörder einer Lehrerin.)

Oliver G. Wachlin: Wunderland (Berlin Krimi über den Fall der Mauer. – Als Berliner bin ich gespannt.)

Roswitha Wildgans: Chorale Criminale (Vierter Fall der Weinstubenwirtin und Chorsängerin Maja Kuckuck: ein Metzger, mit dem Kuckuck vor vierzig Jahren eine Affäre hatte, wird erschossen. – Prost!)

Oktober

Meinrad Braun: Fliegende Fische (Richie Salewski findet zwei Stinger-Raketen und will die große Kohle machen. Doch das ist nicht so einfach.)

Carsten Sebastian Henn: Vino Diavolo (Ein Drei-Sterne-Koch wird ermordet und der Tatverdächtige Julius Eichendorff versucht seine Unschuld zu beweisen.)

Stefan Valentin Müller: Schlachthofsymphonie (Kommissar Richard Rose soll in Aschaffenburg den Mord an einem Schlachthofdirektor aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen Kinderhändlerring.)

Reinhard Rohn: Falsche Herzen (Hey, das ist neu: ein Serienmörder in Köln. Sein nächstes Opfer: der ermittelnde Kommissar.)

Roland Stark: Tod im Klostergarten (Eine junge Frau wird ermordet. Ihre Freundin verschwindet. Kommissar Mayfeld ermittelt. Die Schwester der Toten und der Bruder der Verschwundenen wollen die Wahrheit herausfinden. Und die Spur führt – Überraschung! – in die Vergangenheit.)

Dennis Vlaminck: Reliquiem (Ein Krimi aus dem Mittelalter)

November

Nicola Förg: Hundsleben (Kommissar Weinzirl will herausfinden, wer eine Künstlerin und Tierschützerin erschlagen hat. Verdächtig sind die bäuerlichen Nachbarn, andere Tierschützer und Verwandte von Spendern.)

Marianne Enzweiler Hill: Blinde Zeit (Kommissar Karter auf dem Selbstfindungstrip; allerdings ohne Drogen, aber dafür mit einigen anderen Verbrechen, wie einem gefälschten Familienstammbuch und einem verschwundenen Jungen.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit


Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Juli 4, 2008

Weiter geht’s mit zwei Krimiverlagen, die sich vor allem dem deutschsprachigen Krimi widmen:

Gmeiner

Seit zehn Jahren gibt es die ausschließlich mit deutschsprachigen Autoren bestrittene Krimireihe im Gmeiner-Verlag. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch! (Oh, und auf der Verlags-Homepage gibt es ein Gewinnspiel.)

Juli

Beate Baum: Häuserkampf (Journalistin Kirsten Bertram ermittelt wieder: der Bruder ihres Freundes kommt nach Dresden. Er will das Hechtviertel sanieren. Bertram ist misstrauisch und befindet sich schnell zwischen den Fronten eines mörderischen Kampfes um das Sanierungsgebiet.)

Susanne Bonn: Der Jahrmarkt zu Jakobi (Historischer Kriminalroman: Lindenfels in der Pfalz, 14. Jahrhundert)

Klaus Erfmeyer: Geldmarie (Justizkrimi: Die Polizei glaubt, dass Knobels Freundin ihren Germanistikprofessor umgebracht hat. Anwalt Knobel will ihre Unschuld beweisen.)

B. Erwin/U. Buchhorn: Die Herren von Buchhorn (Historischer Kriminalroman: St. Gallen, 10. Jahrhundert)

Matthias P. Gibert: Kammerflimmern (Der Tod eines Justiziars bringt Kommissar Lenz auf die Spur der Wirtschaftsmafia.)

Edi Graf: Leopardenjagd (Der Leopard will die Tübinger Journalistin Roloff umbringen. Ihre einzige Hoffnung ist ein seit Wochen verschwundener kenianischer Safariführer.)

Sigrid Hunold-Reime: Frühstückspension („ein frecher Beziehungskrimi“ sagt der Verlag)

Marcus Imbsweiler: Schlussakt (Privatdetektiv Max Koller soll den Mörder einer Operngarderobiere finden.)

Fritjof Karnani: Notlandung (Wirtschaftsthriller: Pilotenausbilderin Beryl Kirchbach will herausfinden, warum einer ihrer Schüler sich umbrachte.)

Gabriele Keiser: Gartenschläfer (Kommissarin Franca Mazzari sucht den Mörder des bestialisch erstochenen 18-jährigen Mario Reschkamp. Eine Spur führt ins Drogenmilieu, eine andere in okkulte Kreise und eine dritte zu einer Freundin des Toten.)

Uwe Klausner: Die Kiliansverschwörung (Historischer Kriminalroman: Würzburg: 15. Jahrhundert)

Sabine Klewe: Blutsonne (Eine Mordserie erschüttert Düsseldorf. Die „MK Henker“ und Amateurdetektivin Katrin Sandmann suchen den Täter.)

Matthias Klösel: Tourneekoller (Debüt: Kommissar Beckmann kommt der Selbstmord eines Schweizer Geschäftsmanns nicht koscher vor.)

Norbert Klugmann: Die Nacht des Narren (Historischer Krimi: Lübeck, 17. Jahrhundert)

Paul Lascaux: Wursthimmel (Nach dem Käse geht’s für die Privatdetektive Heinrich Müller und Nicole Himmel um die Wurst.)

Kurt Lehmkuhl: Raffgier (Erster Band der Serie mit dem pensionierten Kommissar Rudolf-Günther Böhnke. Er sucht den Mörder eines angesehenen Immobilienmaklers.)

Raimund A. Mader: Glasberg (Debüt: Kommissar Bichlmaier muss den Mord an einem Politiker und seiner Tochter aufklären. Eine Spur führt in die Vergangenheit zum „Prager Frühling“.)

Hardy Pundt: Deichbruch (Debüt: Wurde beim Deichbau gepfuscht? Wiard Lüpkes will’s wissen.)

Friederike Schmöe: Spinnefeind (Privatdetektivin Katinka Palfy soll herausfinden, wer dem Mathematiklehrer Falk wichtige Unterlagen gestohlen hat und warum einer seiner Schüler bei einer Exkursion verschwand. Da wird Falks Ex-Verlobte umgebracht, Falk wird als Mörder verdächtigt, und Palfy erhält das Angebot, an einer dreimonatigen Ausgrabung in Libyen teilzunehmen. – Klingt verwirrend? Ist es wahrscheinlich auch.)

Hans-Peter Vertacnik: Ultimo (ein Politthriller aus Österreich)

18. September

Bernd Franzinger: Kindspech (achter Fall für Kommissar Tannenberg: die kleine Emma Tannenberg wird entführt. Der Kommissar sucht die Entführer.)

Grafit

Ohne große Vorrede

Bereits erschienen

Matti Rönkä: Der Grenzgänger (Taschenbuch-Ausgabe)

Juli

Christoph Güsken: Sensemann lacht (Comedy-Krimi: Bestsellerautor Dankmar G. Rolling beauftragt Privatdetektiv Henk Voss das Lösegeld für ein gestohlenes Manuskript zu überbringen. Voss erledigt den Auftrag. Doch als er sein Honorar abholen will, ist Rolling tot. Todesursache: zu Tode gelacht.)

Beate Sauer: Der Geschmack der Tollkirsche (Taschenbuch-Ausgabe)

September

Wilfried Eggers: Paragraf 301 (Rechtsanwalt Peter Schlüter soll in einem Fall die Auslieferung eines zu einer zwanzigjährigen Strafe verurteilten Türken in seine Heimat verhindern, in einem anderen Fall soll er einen illegal in Deutschland lebenden Türken in einem Mordprozess verteidigen. – Der Verlag meint „provokant“)

H. P. Karr/Herbert Knorr (Hrsg.): Mord am Hellweg IV (und wieder schreiben deutsche und einige ausländische Krimiautoren Kurzgeschichten. Dieses Mal wird beim Hellweg-Krimifestival auch erstmals der europäische Krimipreis „Ripper-Award“ verliehen.)

Charles den Tex: Die Macht des Mr. Miller (Taschenbuch-Ausgabe)

Oktober

Horst Eckert: Königsallee (Taschenbuch-Ausgabe)

Reinhard Junge: Achsenbruch (PEGASUS ermittelt wieder: eine Autobombe tötet Rechtsanwalt Beißner. Aber wem galt der Anschlag? Ihm oder der Bochumer Oberbürgermeisterin Sonnenschein?)

Pentti Kirstilä: Den Göttern trotzt man nicht (Ein Fall für Lauri Hanhivaara)

Gabriella Wollenhaupt: Es muss nicht immer Grappa sein (ein neuer Comedy-Krimi mit der Journalistin Grappa. – Ich fand den ersten Grappa-Krimi so schlecht, dass ich auf weitere Versuche keine Lust habe.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag