TV-Tipp für den 16. September

September 16, 2008

Das Vierte, 23.25

Capone (USA 1975, R.: Steve Carver)

Drehbuch: Howard Browne

Biopic über Al Capone aus dem Hause Roger Corman.

„Ein Mosaik breit ausgespielter Brutalitäten und gesellschaftlicher Unmoral in einer auf Authenzität und Entromantisierung bedachten, aufwendigen Inszenierung.“ (Lexikon des internationalen Films)

Howard Browne schrieb vor seiner Hollywood-Karriere auch einige Krimis, unter anderem die vierbändige Serie mit Privatdetektiv Paul Pine (erschien zuletzt in der Schwarzen Serie von Bastei-Lübbe) und war Herausgeber des S-F-Magazins „Amazing Stories“. In Hollywood schrieb er hauptsächlich für Serien wie „Maverick“, „77 Sunset Strip“, „Die Leute von der Shiloh Ranch“, „Auf der Flucht“, „Kobra, übernehmen sie“, „Mannix“ und „Detektiv Rockford – Anruf genügt“.

Mit Ben Gazzara, Harry Guardino, Susan Blakely, Sylvester Stallone, John Cassavetes

Hinweise

Howard Browne: Werkübersicht und Kurzbio

Thrilling Detektive über Paul Pine


TV-Tipp für den 15. September

September 15, 2008

Arte, 00.00

Der Glöckner von Notre Dame (USA 1923, R.: Wallace Worsley)

Drehbuch: Edward T. Lowe Jr., Perley Poore Sheehan

LV: Victor Hugo: Notre Dame de Paris, 1831 (Der Glöckner von Notre Dame)

Nach offizieller Zählung die erste Verfilmung des Stoffes (es scheint noch drei frühere, verschollene Verfilmungen zu geben) und ein „Meisterwerk der Stummfilmzeit“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon).  Christa Maerker schrieb im Spandauer Volksblatt sogar: „Bei weitem die beste Verfilmung. Star Lon Chaney schlägt Charles Laughton…und über Anthony Quinn – den Dritten – muss man nichts sagen.“ (Zitiert nach Manfred Hobsch: Mach’s noch einmal!)

mit Lon Chaney

HInweise

Arte über den Film (Die haben ein neues Layout! Hier ist der ausführliche Artikel.)

Wikipedia über Victor Hugo


TV-Tipp für den 14. September

September 14, 2008

ARD, 20.15

Tatort: Das schwarze Grab (D 2008, R.: Gregor Schnitzler)

Drehbuch: Thomas Kirchner

LV: Martin Conrath: Das schwarze Grab, 2005

Kommissar Kappl möchte bei einer unterirdischen Feier einen Bergmann über den Tod seiner Frau informieren. Bevor er das tun kann, stürzt der Schacht ein und Kappl ist mit über dreißig Menschen über 1000 Meter unter der Erde eingesperrt. Dumme Situation, die eskaliert, als Kappl herausfindet, dass einer von ihnen sie umbringen will.

Einerseits klingt, das nach der hunderttausendsten „Stirb langsam“-Variante, andererseits ist Conraths Roman alles, nur das nicht und der Saarländische Rundfunk ist nicht gerade für spannungsgeladene Kost bekannt.

Bei der Berliner Zeitung wurde in der Schlussredaktion anscheinend das Gehirn ausgeschaltet. Denn unter der nur zu nahe liegenden Überschrift „Unterirdische Ermittlungen“ findet sich kein Verriss, sondern, ein Lob: „ein spannender Bergbau-Krimi“. Auch dem Tagesspiegel gefällt die Folge:

„„Das schwarze Grab“ ist klassischer Detektiv-Krimi, Actionfilm, Familien- und Bergwerksdrama in einem. Eine der ungewöhnlichsten „Tatort“-Folgen seit langem.“

Mit Maximilian Brückner, Gregor Weber, Hartmut Volle

Hinweise

SR über „Das schwarze Grab“

Tatort-Fundus über „Das schwarze Grab“

Meine Besprechung von Martin Conraths „Das schwarze Grab“


TV-Tipp für den 13. September

September 13, 2008

ARD, 02.50

Dreckige Hunde (USA 1978, R.: Karel Reisz)
Drehbuch: Judith Rascoe, Robert Stone
LV: Robert Stone: Dog Soldiers, 1974 (Unter Teufeln)
Zwei Gangster und ein korrupter Polizist jagen einen Vietnam-Soldaten, der zwei Kilos Heroin in die USA schmuggelte, nach Mexiko.
Spannendes Actiondrama über den Verlust von Hippie-Idealen.
Mit Nick Nolte, Tuesday Weld, Michael Moriarty, Anthony Zerbe, Richard Masur, Ray Sharkey, Gail Strickland

Hinweise

The Boston Globe: Interview mit Robert Stone (2007)

Identity Theory: Interview mit Robert Stone (2003)

Wired for Books: Audiointerviews mit Robert Stone (1986: 47 Minuten, 1992: 37 Minuten)


Neu im Kino: Gomorrha

September 11, 2008

Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra (I 2008, R.: Matteo Garrone)

Drehbuch: Maurizio Braucci, Ugo Chiti, Gianni Di Gregorio, Matteo Garrone, Massimo Gaudioso, Roberto Saviano

LV: Robert Saviano: Gomorra, 2006 (Gomorrha)

Hochgelobte Verfilmung von Savianos auf Tatsachen basierendem gleichnamigem Roman. Garrone zeichnet in fünf unabhängigen Handlungssträngen ein unglamouröses Bild der Camorro in Neapel.

Der Film erhielt in Cannes den Großen Preis der Jury.

Mit Salvatore Abruzzese, Maria Nazionale, Toni Servillo

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

Italienische Homepage zum Film

Film-Zeit über “Gomorrha”

FAZ: Andreas Kilb interviewt Roberto Saviano (2007)


TV-Tipp für den 11. September

September 11, 2008

ARD, 22.45

Scheibenwischer

Der schon von unseren Großeltern geliebte Klassiker: Kabarett mit Mathias Richling, Bruno Jonas, Frank Lüdecke und Claus von Wagner.  Bis auf die Möglichkeit, den „Scheibenwischer“ vom 19. Juni online zu sehen, ist der Internetauftritt der ARD zum „Scheibenwischer“ vergessenswert.

Wiederholungen: zahlreiche, in allen Dritten Programmen oder jederzeit in der ARD-Mediathek


TV-Tipp für den 10. September

September 10, 2008

Vox, 23.00

BBC Exklusiv: Leiche zu verkaufen (GB 2008)

Karitative Organspende war gestern. Weil der Bedarf an Leichen und Leichenteilen immer größer wird, ist in den USA bereits ein Markt dafür entstanden. Die BBC-Dokumentation „How much is your dead body worth?“ berichtet darüber.

Hinweise

dctp über „Leiche zu verkaufen“

BBC Germany über „Leiche zu verkaufen“ (andere Links als bei dctp)

BBC über “How much is your dead body worth?”


TV-tipp für den 9. September

September 9, 2008

ARD, 00.20

Scarface – Toni, das Narbengesicht (USA 1983, R.: Brian de Palma)

Drehbuch: Oliver Stone

LV: Armitage Trail: Scarface, 1930 (Scarface)

Buch zum Film: Paul Monette: Scarface, 1983 (Scarface – Der Mann mit der Narbe)

De Palma aktualisierte „Scarface“, die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Gangsters, und schuf ein packendes Sittengemälde des Verbrechens in Florida vor fünfundzwanzig Jahren.

Damals wurde die Sprache („Fuck“) und die Brutalität kritisiert. Heute wäre es die grauenhafte, altmodische Disco-Musik von Giorgio Moroder. Ansonsten ist „Scarface“ in der ungekürzten Fassung inzwischen einer der Klassiker des Gangsterfilms.

Aber mit einer angekündigten Laufzeit von 150 Minuten stehen die Chancen, trotz der späten Sendezeit, für eine gekürzte Fassung gut. Denn die ungekürzte Fassung dauert 170 Minuten

Mit Al Pacino, Michelle Pfeiffer, Mary Elizabeth Mastrantonio, Robert Loggia, F. Murray Abraham

Wiederholung: WDR, Sonntag, 14. September, 00.00 (Taggenau! – angekündigt ist die FSK-16-Fasung)

Hinweise

Mann beißt Film bespricht Scarface

Filmstarts bespricht Scarface

Schnittberichte vergleicht die FSK-16-Fassung mit der FSK-18-Fassung (oder: Eine andere Art von Massaker)


TV-Tipp für den 8. September

September 8, 2008

ZDF, 20.15

Der Heckenschütze (D 2008, R.: Manfred Stelzer)

Drehbuch: Felix Huby

LV: Felix Huby: Der Heckenschütze, 2005

Kaum ist Schwaben-Import Kommissar Heiland in Preußen, äh Berlin, angekommen, muss er sich mit einem Heckenschützen herumschlagen, der nur Schwaben umbringt. Das missfällt Kommissar Heiland. Und dass er auf der Todesliste des Killers steht, missfällt ihm noch mehr.

Scheint ein Krimi für die Freunde der gemütlichen Gangart zu sein.

„“Der Heckenschütze“ ist eigentlich ein Klamaukfilm. Oder auch nicht. Vielleicht ist er auch Heimatfilm, Liebeskomödie, Tatort-Kopie – kurz: Er ist eine Mischung aus all diesen Genres, ein ambitionierter Versuch Spannung, Humor und Romantik zu verbinden. Ein Versuch, der leider völlig scheitert.“ (Maike Jansen, Der Westen, 7. 9. 2008)

mit Fabian Busch, Karl Krankowski, Stefanie Stappenbeck, Antonio Wannek, Dietz-Werner Steck

Hinweise

Homepage von Felix Huby

ZDF über „Der Heckenschütze“


TV-Tipp für den 7. September

September 7, 2008

SWR, 01.30

Lange SWR Jazz-Nacht

Warum sollte es im TV dem Jazz besser gehen als dem Rock und der Klassik (die immerhin an ausgewählten Feiertagen das Gnadenbrot eines besseren Sendeplatzes erhält)? Die guten Sendeplätze sind immer noch fest in den schmierigen Klauen der Volksmusik. Dafür bekommt die Jazzmusik manchmal die Stunden von der Geisterstunde bis Sonnenaufgang spendiert. Das Programm ist selbstverständlich auch dann unauffällig mainstreamig.

Mit Cassandra Wilson, Stacy Kent, Roy Hargrove, Till Brönner, Les McCann, Walter „Wolfman“ Washington, Mike Batt


TV-Tipp für den 6. September

September 6, 2008

Vox, 20.15

Out of sight (USA 1998, R.: Steven Soderbergh)

Drehbuch: Scott Frank

LV: Elmore Leonard: Out of sight, 1996 (Zuckerschnute, Out of sight)

Auf der Flucht verbringt Jack Foley im Kofferraum einige Zeit mit Deputy U. S. Marshal Karen Sisco. Zwischen ihnen funkt es gewaltig. Als Jack in Detroit seinen letzten Coup plant, erscheint auch Karen auf der Bildfläche.

Hochgelobte und uneingeschränkt empfehlenswerte Leonard-Verfilmung mit George Clooney, Jennifer Lopez, Ving Rhames, Don Cheadle, Dennis Farina, Luis Guzman

Von Elmore Leonards Homepage: “Out of Sight, like Get Shorty, was a totally happy film experience for Elmore. The Get Shorty production team and writer: Danny DeVitos Jersey Films and screenwriter Scott Frank, once again collaborated on an Elmore Leonard project. Jersey signed Steven Soderbergh to direct and he cast George Clooney and Jennifer Lopez in the lead roles. (…) Clooney and Lopez added considerable sizzle to Out of Sight. Steve Zahn is hilarious as a stoner car thief; Ving Rhames, Don Cheadle and Isaiah Washington are all deadly and cool. Albert Brooks was a pleasant surprise. He makes the most out of the Ripley character. It was Scott Frank who took Ripley, off-stage in the book, and made him a key character. After Scott finished his screenplay, Elmore disagreed with the Ripley move and the ´happy´ movie ending, but admitted he was right after seeing the finished film. Out of Sight has a great look thanks to Steven Soderberghís masterful direction and Scott Frank’s savvy script. The film was a critical success but a box office so-so because of an unfortunate summer release date.”

Wiederholung: Sonntag, 7. September, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards  „Gangsterbraut“ (The Hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards  „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“


TV-Tipp für den 5. September

September 5, 2008

ARD, 01.15 (Teil 1)

ARD, 02.50 (Teil 2)

Der Pate – Teil 1/Teil 2 (USA 1977, R.: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola

LV: Mario Puzo: The godfather, 1969 (Der Pate)

Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.

Allerdings zeigt das Erste heute und kommenden Freitag die vierteilige, chronologisch erzählte, ziemlich unbekannte TV-Version. Coppola schnitt die beiden ersten „Der Pate“-Filme neu und integrierte auch Szenen, die nicht in den Kinofilmen enthalten sind.

Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire

Hinweise

Der Pate – Teil 3: Samstag, 13. September, 01.20 Uhr (Taggenau!)

Der Pate – Teil 4: Samstag, 13. September, 02.55 Uhr (Taggenau!)

The official Mario Puzo Library

Kirjasto über Mario Puzo

Krimi-Couch über Mario Puzo


Neu im Kino: Sparrow, Wanted

September 4, 2008

Nach einer wochenlangen Durststrecke starten heute – bei großzügiger Auslegung der Regeln – zwei Filme für die Genrejunkies: der eine Film ist ein Action-Kracher und der andere Film läuft hier in Berlin in einem Kino. Aber nächste Woche wird’s besser.

Sparrow (Man Jeuk, Hongkonk 2008)

Regie: Johnny To

Drehbuch: Kin Chung Chan, Chi Keung Fung

Eine Frau verführt vier kantonesische Taschendiebe einen mächtigen Geschäftsmann zu berauben. Selbstverständlich geht der Plan schief.

Tos Film lief bereits auf der Berlinale. Der „tip“ sagt „leichthändige Gaunerkomödie“ und hält den Film für „sehenswert“; was ungefähr den Konsens der Kritiker über den neuen Film des Machers von „The Mission“ und einigen weiteren Perlen des Hongkong-Kinos, wiedergibt.

Mit Simon Yam, Kelly Lin, Ka Tung Lam

Hinweise

Film-Zeit über „Sparrow“

Wanted (Wanted, USA 2008)

Regie: Timur Bekmambetov

Drehbuch: Michael Brandt, Derek Haas, Chris Morgan

LV: Mark Millar (Text)/J. G. Jones (Zeichnungen): Wanted, 2003/2004

Der zweite Film hat die bekannteren Namen, das größere Budget, das witzigere Plakat (Achten Sie auf den kleinen gelben Aufkleber mit der schwarzen Schrift und überlegen sich dann, was dieses Wort nach den Diskussionen der vergangenen Monate verrät.), die größere Kopienzahl und wird wahrscheinlich keine großen Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen.

Die Story: Wesley Gibson, Typ Schwiegermamas Liebling, wird von einer Bruderschaft, der schon sein Vater angehörte, geschnappt. Denn Wesley hat eine besondere Gabe und er soll fortan dieser Bruderschaft als Attentäter helfen Bösewichter umzubringen, bevor sie etwas anstellen. Sein erster Gegner ist der Mörder seines Vaters.

Aber eigentlich ist die Story nur der Aufhänger für viele Actionszenen, die Heerscharen von Programmierern lange beschäftigten.

Mit Angelina Jolie, James McAvoy, Morgan Freeman, Terence Stamp, Thomas Kretschmann

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Wanted“

Homepage von Mark Millar

Den of Geek redet mit Mark Millar (2008)

Newsarama redet auch mit Mark Millar (2008) (und hier ist Teil 2, in dem er einiges über „Wanted 2“ sagt)


TV-Tipp für den 4. September

September 4, 2008

ARD, 00.55

Police Python 357 (F/D 1976, R.: Alain Corneau)

Drehbuch: Daniel Boulanger, Alain Corneau

Zu nachtschlafender Stunde gibt es einen seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigter Polizeifilm. Wahrscheinlich dachte ein Redakteur: “Wenn’s ein Noir ist, dann senden wir ihn wenn’s draußen Dunkel ist.”

Die Story erinnert (unhöfliche Leute sagen: der Plot ist abgekupfert) natürlich an den Noir-Klassiker „Spiel mit dem Tod“: Die einsame Polizist Marc Ferrot verliebt sich in Sylvia, die Geliebte seines Vorgesetzten Ganay. Als der eifersüchtige Ganay sie ermordet, setzt er seinen besten Mann darauf an, den Nebenbuhler, der als Mörder hängen soll, zu finden. Erst langsam begreift Ferrot, dass er der gesuchte Nebenbuhler ist und alle Beweise auf ihn als Mörder deuten.

„Geschickt in Szene gesetzter Polizeithriller.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

„Police Python 357 ist eine stilistische Neuerung im Genre und beschwört zugleich dessen Traditionen. (…) Es ist der melancholische Rückblick des Genres auf seinen mythischen Helden, von dem es weiß, dass er nicht mehr zu retten ist.“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Yves Montand, Simone Signoret, Francois Périer, Stefania Sandrelli Mathieu Carrière, Vadim Glowna, Claude Bertrand


TV-Tipp für den 3. September

September 3, 2008

BR, 23.15

Kino Kino extra

mit einer Sondersendung über die 65. Biennale. Denn auch dieses Jahr bewerben sich in Venedig etliche gute Filme um den Goldenen Löwen. Jury-Präsident Wim Wenders („Der amerikanische Freund“) wird ihn verleihen. Die Coen-Brüder haben für „Burn After Reading“ schon viel Lob erhalten, Guillermo Arriaga hat „The Burning Plain“ vorgestellt, Takeshi Kitano ist inzwischen bei „Achilles und die Schildkröte“ angelangt und alles weitere erfahren Sie in dieser halben Stunde aus Venedig.


TV-Tipp für den 2. September

September 2, 2008

Arte, 21.00

Waffenhandel: Ein Bombengeschäft (F 2008, R.: David Andre, Paul Moreira)

Drehbuch: Paul Moreira

Beginn eines „Arte Themenabends“; was inzwischen ja nur noch heißt: eine spielfilmlange Doku und anschließend eine halbstündige Diskussion. Davon abgesehen ist die Doku über den illegalen Waffenhandel sicher sehenswert.

Wiederholungen

Donnerstag, 4. September, 09.55 Uhr

Mittwoch, 10. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte zum Themenabend (Online-Dossier)


TV-Tipp für den 1. September

September 1, 2008

Tele 5, 20.15

Johnny Handsome – Der schöne Johnny (USA 1989, R.: Walter Hill)

Drehbuch: Ken Friedman

LV: John Godey: The three worlds of Johnny Handsome, 1972 (Die drei Gesichter des Johnny Handsome)

Nachdem Johnny Handsome aus dem Knast entlassen wird, beginnt er sich an seinen früheren Komplizen zu rächen.

Ein geradliniger, unsentimentaler, düsterer Gangsterfilm mit der Musik von Ry Cooder.

Danach gibt’s in der „Wir lieben Kino“-Reihe ein einstündiges Mickey-Rourke-Porträt.

Mit Mickey Rourke, Ellen Barkin, Elizabeth McGovern, Morgan Freeman, Lance Henrikson, Forest Whitaker


TV-Tipp für den 31. August

August 31, 2008

BR, 23.15

Gilda (USA 1946, R.: Charles Vidor)

Drehbuch: Marion Parsonnet

In Buenos Aires trifft der glücklose Spieler Farrell auf seine frühere Geliebte Gilda und das Unheil nimmt seinen Lauf.

„Gilda“ zählt inzwischen zu den Noir-Klassikern. Nicht wegen der mittelprächtigen Story, sondern wegen Rita Hayworth. Sie zieht ihre Handschuhe aus und wir wissen, was wahre, auch heute noch knisternde, Erotik ist.

Mit Rita Hayworth, Glenn Ford, George Macready

Hinweise

Arte über „Gilda“

Wikipedia über „Gilda“

Noir of the Week über “Gilda“

Dobermann-Pedigrees über „Gilda“ (Fanseite; vor allem Bilder)


TV-Krimi-Buch-Tipps online

August 30, 2008

Don Alfred hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut (der Alligator war dabei eine gute Argumentationshilfe) und die neuen TV-Krimi-Buch-Tipps sind online bei den Alligatorpapieren. Die ersten Zeilen der aktuellen Tipps lesen sich so:

Der Höhepunkt der beiden kommenden Fernsehwochen ist die Wiederholung von Francis Ford Coppolas „Der Pate“. Allerdings nicht die bekannten Kinofilme, sondern die sehr selten gezeigte, vom Meister selbst neu geschnittene TV-Fassung. Wegen der Uhrzeit empfehle ich das Programmieren des Rekorders.
Zu den weiteren sehenswerten Filmen gehören Sidney Lumets Edwin-Torres-Verfilmung „Tödliche Fragen“, Alan Parkers William-Hjortsberg-Verfilmung „Angel Heart“, der Noir-Klassiker „Gilda“ (ich sage nur Handschuhe), John Frankenheimers Evan-Hunter-Verfilmung „Die jungen Wilden“, Walter Hills John-Godey-Verfilmung „Johnny Handsome“, Basil Deardens Catherine-Arley-Verfilmung „Die Strohpuppe“, Steven Soderberghs Elmore-Leonard-Verfilmung „Out of sight“, Alfred Hitchcocks Robert-Bloch-Verfilmung „Psycho“, René Clements Sébastien-Japrisot-Verfilmung „Der aus dem Regen kam“ und wenn Sie die Tage Martin Scorseses „Casino“ verpasst haben, können Sie sich die Wiederholung ansehen.
Weil wahrscheinlich die gekürzte Fassung von Brian de Palmas „Scarface – Toni, das Narbengesicht“ gezeigt wird, muss ich von diesem Klassiker abraten.
Ganz ohne Wertung weise ich auf die Erstaustrahlung von „Der Heckenschütze“, nach einem Roman und Drehbuch von Felix Huby, hin.


TV-Tipp für den 30. August

August 30, 2008

NDR, 20.15

Tatort: Stoevers Fall (1992, R.: Jürgen Roland)

Drehbuch: Willi Voss (Dramaturgie: Dieter Hirschberg)

Kommissar Stoever glaubt nicht, dass ein hoher hanseatischer Polizist korrupt sein soll. Als ein befreundeter Polizeireporter ermordet wird, beginnt der Mordkommissar zu ermitteln.

Ein schöner, später Roland mit Dieter Thomas Heck („Fein. Fein.“) als dubiosen Polizisten.

Danach gibt’s die sicher sehenswerte 90-minütige Reportage „Ein Abend für die Reeperbahn: Kiez, Kultur und Tabledance“ und den verzichtbaren Wolfgang-Staudte-Film „Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache“ (D 1971).

Mit Manfred Krug, Charles Brauer, Lutz Reichert, Dieter Thomas Heck, Hans Häckermann, Horst Frank, Jürgen Roland