Neu im Kino: Burn after reading, Far Cry

Oktober 3, 2008

Heute starten die neuen Filme von drei Kultfilmern. Natürlich auf vollkommen verschiedenen Ebenen. Vorhang auf für:

Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA 2008, R.: Joel & Ethan Coen)

Drehbuch: Joel & Ethan Coen

Nach dem düsteren “No Country for old Men” liefern die Coen-Brüder wieder eine ihrer schwarzhumorigen Komödie à la “Fargo” und “The Big Lebowski” ab. In „Burn after reading“ will ein CIA-Agent sich für seine Entlassung rächen. Er schreibt seine unverhüllten Memoiren und verliert das sich auf einer CD befindende Manuskript. Es fällt, wenig überraschend, in die Hände eines Fitness-Trainers, der endlich das große Geld machen will. Einige andere Trottel versuchen ebenfalls ihren Schnitt zu machen.

Ach, es ist beruhigend, dass die Hollywood-Phase mit „Ein (un)möglicher Härtefall“ und „Ladykillers“ der Coens überstanden ist.

Mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Richard Jenkins, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Burn after reading”

“You know, for Kids!” (Coen-Seite)

Far Cry (D 2008, R.: Uwe Boll)

Drehbuch: Masaji Takei, Michael Roesch, Peter Scheerer

Ein neues Werk des legendären Uwe Boll. Dieses Mal verfilmte er das Computerspiel „Far Cry“. Ex-Elitesoldat Jack Carver hilft einer schönen Journalistin gegen einen Bösewicht, die auf einer einsamen Insel genmanipulierte Superkrieger erschafft. – Ach, eigentlich ist auch hier, wie bei den Coens, die Story nur der Vorwand für etwas anderes. Bei Boll Ballereien, bei den Coens…

Mit Till Schweiger, Emmanuelle Vaugier, Natalia Avelon, Udo Kier, Ralf Moeller, Michael Paré

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Far Cry“


TV-Tipps für das lange Wochenende

Oktober 3, 2008

TV-Tipp für den 3. Oktober

ZDF, 23.30

Arsène Lupin (F/I/E/GB 2004, R.: Jean-Paul Salomé)

Drehbuch: Jean-Paul Salomé, Laurent Vachaud, Nicolas Saada

LV: Maurice Leblanc: La comtesse de Cagliostro, 1924 (Die Gräfin von Cagliostro oder die Jugend des Arsène Lupin)

Meisterdieb Arsène Lupin soll die verschwundenen Königsjuwelen finden. Das wollen auch einige andere Parteien mit unlauteren Absichten und eine mysteriöse, ewig junge Gräfin becirct Lupin.

„Zu viel kann gar nicht genug sein in diesem überbordenden und im charmantesten Sinne naseweisen Abenteuerfilm, randvoll mit großen Gefühlen, großer Romantik, großem Wagemut und fantastischen Elementen. Hinreißend frech folgt hier auf jede noch so tolldreiste Actionsequenz ein noch furioserer Stunt und immer neue Wendungen werden aus dem Hut gezaubert, bis der erzählerische Faden uns irgendwann sanft entgleitet. Egal!“, bewirbt das Programmheft des 19. Fantasy Filmfest gewohnt euphorisch dieses aufwändige Spektakel, das in Deutschland, wie es sich inzwischen für einen französischen Film gehört, seine Premiere auf DVD erlebte.

Mit Romain Duris, Kristin Scott Thomas, Eva Green, Mathieu Carrière

Hinweise

Wikipedia über Arsène Lupin

Krimi-Couch über Maurice Leblanc

Kirjasto über Maurice Leblanc

TV-Tipp für den 4. Oktober

WDR, 00.15

Der unauffällige Mr. Crane (USA 2001, R.: Joel Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Friseur Ed Crane führt ein unauffälliges und ehrliches Leben, bis ihm ein Kunde ein todsicheres Geschäft anbietet.

Die Noir-Hommage „The Man who wasn’t there“ ist einer der schönsten Filme der Coen-Brüder.

„Kein Fehler, sich dieses kunstvolle Meisterwerk der Melancholie anzusehen.“ (Adrian Prechtel, AZ, 8. November 2001)

Mit Billy Bob Holland, Frances McDormand, James Gandolfini, Scarlett Johansson, Richard Jenkins, Tony Shalhoub

Auch bekannt als “The Man who wasn’t there” (Kinotitel)

Hinweise

You know, for Kids! (Coen-Seite)

Drehbuch „The Man who wasn’t there“ von Joel & Ethan Coen

TV-Tipp für den 5. Oktober

Arte, 20.45

Die Affäre der Sunny von B. (USA 1990, R.: Barbet Schroeder)

Drehbuch: Nicholas Kazan

LV: Alan M. Dershowitz: Reversal of Fortune – Inside the von Bülow Case, 1985 (Die Affäre der Sunny von B.)

Die Staatsanwaltschaft glaubt Millionär Claus von Bülow habe versucht seine Frau zu töten. Nach seiner Verurteilung engagiert von Bülow den Rechtsprofessor Alan Dershowitz. Dieser erwirkt 1985 einen Freispruch.

Schroeder verfilmte den wahren, in der Sensationspresse ausführlich behandelten Fall: „Nuancierte Regie, effizientes Drehbuch, eine Kamera, die in Einstellung, Bewegung und Farbe die Welten der drei Hauptpersonen exakt differenziert und konfrontiert, exzellente Hauptdarsteller, die in jeder Sequenz überzeugen, haben ein vielschichtiges Kunstwerk geschaffen. Hervorzuheben ist das Fingerspitzengefühl, mit dem unverhüllt ein Vorgang behandelt wird, dessen Protagonisten, einschließlich der wahren Sunny, alle noch leben.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Mit Jeremy Irons, Glenn Close, Ron Silver, Annabella Sciorra

Wiederholung: Dienstag, 7. Oktober, 14.55 Uhr

Hinweise

Spiegel: Gerhard Mauz über Alan Dershowitz, die Vorlage und die Verfilmung (6/1991)

Crime Library: Mark Gribben über den von-Bülow-Fall


TV-Tipp für den 2. Oktober

Oktober 2, 2008

Arte, 21.00

Gegen die Wand (D 2004, R.: Fatih Akin)

Drehbuch: Fatih Akin

Sibel will endlich leben. Als einziger Ausweg aus ihrer strenggläubigen türkischen Familie bleibt ihr die Scheinehe mit Cahit. Er ist wahrlich kein Traummann, aber Türke. Die Scheinehe funktioniert prächtig, bis Cahit sich in Sibel verliebt und das labile Gleichgewicht zwischen ihnen außer Kontrolle gerät.

Das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Drama wurde auch vom Kinopublikum angenommen. „Gegen die Wand“ landete mit über 760.000 Zuschauern, deutlich vor „Unterwegs nach Cold Mountain“, „Hidalgo“ und „Paycheck“, auf dem 48. Platz der Kinojahrescharts 2004. Der Grund dafür ist ziemlich einfach: „In ‚Gegen die Wand’ steckt eine ungeheure Kraft, die sich zugleich aus der Liebe und der selbstzerstörerischen Energie der Liebenden speist. (…) So klaffen der Rhythmus der Montage und der Herzschlag der Geschichte mitunter ein wenig auseinander. Doch was zählt das schon, wenn man die melodramatische Wucht mit der eher lauwarmen Betriebstemperatur der meisten Wettbewerbsbeiträge vergleicht?“ (Peter Körte, FAZ, 12. Februar 2004 zur Berlinale-Premiere und vor dem Erhalt des Goldenen Bärens)

Mit Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck

Wiederholungen

Arte, Dienstag, 7. Oktober, 00.20 Uhr (Taggenau!)

NDR, Mittwoch, 8. Oktober, 00.25 Uhr (Taggenau! – Als Vorprogramm läuft ab 23.00 Uhr Fatih Akins Musikdoku „Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul“)

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Gegen die Wand“


TV-Tipp für den 1. Oktober

Oktober 1, 2008

ARD, 20.15

Sommer vorm Balkon (D 2005, R.: Andreas Dresen)

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase

Ein Fest für Berliner und Berlin-Freunde: Andreas Dresen verfolgt in seinem wahrscheinlich leichtesten Film die beiden Mittdreißigerinnen Nike und Katrin. Beide sind aus dem Leben gegriffene Charaktere, die ihre alltäglichen Probleme auch mit viel Humor kaum bewältigen können. Dank des liebevoll-melancholisch-humorvollen Tonfalls schwebt ein sehr angenehmer Hauch von Nouvelle Vague durch den skizzenhaften Film. Da fällt die dünne Story kaum auf.

Mit Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt, Stefanie Schönfeld

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sommer vorm Balkon“

Bonustipp: Arte, 22.30: Muxmäuschenstill (noch ein Berlin-Film, ebenfalls witzig, aber schwarzhumorig)


TV-Tipp für den 30. September

September 30, 2008

Arte, 23.15 (VPS 23.30)

Amerika made in Hollywood (F 2006, R.: Jean-Michel Meurice)

Drehbuch: Jean-Michel Meurice

Meurice behauptet, dass die US-Bürger ihr geschichtliches Wissen nicht von Historikern, sondern aus Spielfilmen erhalten. Er präsentiert zur Erhärtung seiner These Ausschnitte aus fünfzig Filmen und lässt sie von den Autoren Jim Harrison (Legenden der Leidenschaft) und Russell Banks (Das süße Jenseits, Der Gejagte) kommentieren.

Mit Russell Banks, Jim Harrison und zahlreichen Kinostars

Hinweis

Arte zum Film


TV-Tipp für den 29. September

September 29, 2008

RTL II, 22.55

Dexter: Der Tod kommt in kleinen Stücken (USA 2006, R.: Michael Cuesta)

Drehbuch: James Manos Jr.

LV: Jeff Lindsay: Darkly Dreaming Dexter, 2004 (Des Todes dunkler Bruder)

Dexter Morgen ist bei der Polizei von Miami Spezialist für Blutanalysen. Außerdem ist er Serienmörder. Allerdings bringt er, dank des liebevollen Einflusses von seinem Vater, nur andere Serienmörder um. Als in Miami ein neuer Serienkiller auftaucht, der seine Opfer vollkommen ausgeblutet und zerstückelt zurücklässt, ist Dexter von ihm fasziniert. Endlich hat er einen gleichrangigen Gegner gefunden.

Michael C. Hall hat bereits in „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ Erfahrung mit Leichen und abseitigem Verhalten gesammelt. Die erfolgreiche Serie „Dexter“ knüpft daran an und ist noch gemeiner.

Die erste Folge hält sich dabei erstaunlich genau an das erste Drittel des schwarzhumorigen Romans von Jeff Lindsay, in dem Ich-Erzähler Dexter die Menschen und ihre Gefühle, mit dem kalten Blick eines Wissenschaftlers, wie eine fremde Spezies beobachtet. Der Plot und die Lösung sind dagegen zweitrangig.

Die restlichen elf Folgen der ersten Staffel, die, wie der erste Dexter-Roman, als großen Bogen die Jagd von Dexter nach dem Kühllaster-Killer schildert, strahlt RTL II an den kommenden Montagen aus.

Mal sehen, ob die Deutschen Dexter ebenfalls mögen oder ob die Serie ein Kritiker- und Nischenprogramm wird. Nach den Erfahrungen mit den „Sopranos“, „The Shield“, „24“, „Damages“, „Six Feet Under“ und „Nip/Tuck“, um nur einige zu nennen, befürchte ich letzteres. Im TV schlechte Quoten und dann gute DVD-Verkäufe.

Mit Michael C. Hall (Dexter Morgan), Julie Benz (Rita Bennett), Jennifer Carpenter (Debra Morgan), Erik King (Sergeant James Doakes), Lauren Vélez (Lt. Maria Laguerta), David Zayas (Angel Batista), James Remar (Harry Morgan), Dominic Janes (Young Dexter)

Wiederholung: Dienstag, 30. September, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Jeff Lindsay

Showtime-Homepage zu „Dexter“

The Rap Sheet über „Dexter“

Crimespree Cinema über die erste “Dexter”-Staffel (Infos über die zweite und dritte Staffel dann über die Suche-Funktion)


TV-Tipp für den 28. September

September 28, 2008

SRTL, 22.20

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweis

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


TV-Tipp für den 27. September

September 27, 2008

Kabel 1, 01.25 Uhr

Boiling Point (USA 1993, R.: James B. Harris)

Drehbuch: James B. Harris

LV: Gerald Petievich: Money men, 1981 (Sumpfblüten, Boiling Point)

Innerhalb einer klassischen Genre-Geschichte (ein Cop jagt den Mörder seines Partners) präsentiert Harris eine melancholische und desillusionierte Charakterstudie über Männer, deren gescheiterte Beziehungen und großspurigen Pläne. Dabei laufen die Geschichten weitgehend unverbunden nebeneinander. Kein Klassiker, aber ein unterschätzter Film, der im Trailer zu Unrecht als Action-Film verkauft wird und viel zu wenig von Dennis Hopper zeigt. Aber Wesley Snipes war damals mit den erfolgreichen Filmen „New Jack City“, „Weiße Jungs bringen’s nicht“ und „Passagier 57“ der aufstrebende Star. „Demolition Man“ und „Die Wiege der Sonne“ starteten kurz darauf und festigten seinen Status; – auch wenn das angesichts der letzten Filme von Wesley Snipes heute schwer vorstellbar ist.

James B. Harris produzierte die frühen Kubrick-Filme, wie „Die Rechnung ging nicht auf“ und „Lolita“.

Morgen Abend zeigt Kabel 1 um 00.20 Uhr eine weitere Gerald-Petievich-Verfilmung: „Leben und sterben in L. A.“, inszeniert von William Friedkin, mit William Petersen in der Hauptrolle.

Mit Wesley Snipes, Dennis Hopper, Viggo Mortensen, Lolita Davidovich, Seymour Cassel, Tony Lo Bianco, Tobin Bell, Dan Hedaya, Paul Gleason

Hinweise

Homepage von Gerald Petievich

Wikipedia über „Boiling Point“


TV-Tipp für den 26. September

September 26, 2008

3Sat, 22.25

Das Mädchen und der Kommissar (F/I 1971, R.: Claude Sautet)

Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie, Claude Néron

LV: Claude Néron: Max et les ferrailleurs, 1968

Ein ehrgeiziger Polizist animiert, mit Hilfe einer Prostituierten, eine Gruppe von Kleingangstern zu einem Banküberfall. Er will sie auf frischer Tat ertappen.

Der vorzügliche französische Kriminalfilm mit Starbesetzung ist eine beklemmende Charakterstudie über einen ehrgeizigen Polizisten und die Annahme, dass der Zweck die Mittel heilige.

Mit Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson


Neu im Kino: Der Baader Meinhof Komplex, Pathology

September 25, 2008

Der Baader Meinhof Komplex (D 2008)

Regie: Uli Edel

Drehbuch: Bernd Eichinger

LV: Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, 1985 (danach mehrere überarbeitete Neuausgaben)

Buch zum Film: Katja Eichinger: Der Baader Meinhof Komplex – Das Buch zum Film, 2008

Epische Verfilmung des gleichnamigen Sachbuchs. Im Kino sind 150 Minuten Sitzfleisch (zuzüglich Werbung), im Fernsehen dann zwei mal 90 Minuten Sitzfleisch, gefordert. Tja, je schnelllebiger die Zeit wird, umso länger werden die Spielfilme.

Ansonsten wurde die vergangenen Wochen das zahlungswillige Publikum mit RAF-Geschichten und Interviews mit den Schauspielern, Drehbuchautor und Produzent Eichinger, Autor Aust und Regisseur Edel auf den deutschen Spielfilm des Jahres vorbereitet.

Die Kampagne erinnerte in ihrer medialen Präsenz an die bereits überstandenen Kampagnen für den neuen Indiana-Jones- und den neuen Batman-Film. Die Kampagne für den neuen Bond läuft ja noch.

Aber in keinem Artikel stand, dass einige Szenen vor meiner Haustür gedreht wurden. Deshalb kann der Film gar nicht schlecht sein. Nein, schon die Wahl des Drehortes qualifiziert ihn zu einem Meisterwerk. – – – Ja, ja. Nicht direkt vor meiner Haustür. Sondern in einer Querstraße. Und es war nur eine Nacht. Wahrscheinlich eine Szene, in der Bleibtreu ein Haus verlässt und sie ist nur in der TV-Fassung oder den Geschnittenen Szenen zu finden. Oder Bleibtreu war in der Nacht verhindert und die Szene wurde deshalb überhaupt nicht gedreht.

Mit Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Bruno Ganz, Simon Licht, Jan Josef Liefers, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch, Nadja Uhl, Hannah Herzsprung, Niels-Bruno Schmidt, Stipe Erceg, Daniel Lommatzsch, Volker Bruch, Bernd Stegemann, Tom Schilling, Katharina Wackernagel, Anna Thalbach, Jasmin Tabatabai, Hans Werner Meyer

Hinweise

Homepage zum Film (Naja, aber mit Unterrichtsmaterialien)

Film-Zeit über „Der Baader Meinhof Komplex“

Pathology (Pathology, USA 2008)

Regie: Marc Schoelermann

Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor

Schoelermann drehte vorher zwei Folgen der Action-Concept-Serie „Der Clown“ und Scooter-Videos. Neveldine und Tayler schrieben das Drehbuch für den Action-Film „Crank“. Etliche Schauspieler sind aus TV-Serien bekannt.

„Pathology“ erzählt, anscheinend ziemlich kurzweilig und blutig für ein jugendliches Publikum, von einigen Jungmedizinern, die sich fragen, ob sie einen Mord verüben können, der bei einer Autopsie nicht bemerkt wird. Ted hält das zuerst für eine akademische Frage. Bis er zur ersten Autopsie gebeten wird.

Mit Milo Ventimiglia, Michael Weston, Alyssa Milano, John De Lancie, Lauren Lee Smith, Johnny Whitworth

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Pathology“

Monsters and Critics: Interview mit Marc Schoelermann, Mark Neveldine und Brian Taylor auf der Comic Con 2007

Collider: Video-Interviews mit Mark Neveldine und Brian Taylor (16. März 2008)

MovieWeb: Mark Neveldine über „Pathology“ (10. April 2008)


TV-Tipp für den 25. September

September 25, 2008

Arte, 21.00

Belle de jour – Schöne des Tages (F/I 1967, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Wiederholung: Donnerstag, 2. Oktober, 00.50 Uhr (VPS 00.45 – Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Belle de jour“

3sat über „Belle de jour“ (mit weiterführenden Links; meistens zu Wikipedia)


TV-Tipp für den 24. September

September 24, 2008

SWR, 23.00

Killer – Tagebuch eines Serienmörders (USA 1996, R.: Tim Metcalfe)

Drehbuch: Tim Metcalfe

LV: Thomas E. Gaddis/James D. Long: Killer: A Journal of Murder, 1970

Widmung: „For Sam Peckinpah“

Auf Tatsachen beruhender Spielfilm über Carl Panzram (bravourös gespielt von James Woods), dem ersten bekannten Massenmörder der USA. Er wurde 1929 wegen Mordes an 21 Menschen hingerichtet.

Differenziertes Drama, das allerdings immer auf dem Niveau eines gehobenen Fernsehspiels bleibt.

Hinweise

Mark Gado auf der Crimelibrary über Carl Panzram

Serienkiller über Carl Panzram

Wikipedia über Carl Panzram

Executed Today über Carl Panzram

Serial Killer Calender über Carl Panzram


TV-Tipp für den 23. September

September 23, 2008

WDR, 22.10

Der unsichtbare Aufstand (Fr/I/D 1972, R.: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Franco Solinas

In einem südamerikanischen Staat halten Revolutionäre den US-Bürger Philip Michael Santore als Geisel. Sie glauben, dass der Diplomat kein harmloser Verkehrsplaner, sondern ein Polizeiberater der Militärjunta ist.

„Der unsichtbare Aufstand“ ist der Abschluss von Costa-Gavras Trilogie über die Machenschaften totalitärer Regime. Die ersten beiden Filme waren „Z“ und „Das Geständnis“; beide mit dem damals sehr populären Yves Montand in der Hauptrolle. Dessen Starpower, die Anlehnung an bekannte Erzählmuster und das gesellschaftliche Klima sorgten für klingende Kinokassen. Außerdem blieb Costa-Gavras immer nah an historisch verbürgten Fällen. Die Entführung und Ermordung von Dan Anthony Mitrione war die reale Vorlage für „Der unsichtbare Aufstand“. Mitrione bildete in Uruguay die dortige Polizei in Foltermethoden aus. Er wurde von den Tupamaros entführt und am 10. August 1970 hingerichtet.

„Die Ambivalenz in der Rolle Santores/Mitriones hebt die Geschichte weit über die moralischen Implikationen von Gut und Böse hinaus. Hier setzt ein Mechanismus ein, der den Zuschauer im unverstellten Rahmen des Unterhaltungsgenres zur Mitarbeit, zum Nachdenken zwingt.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ ibs „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991)

Mit Yves Montand, O. E. Hasse, Renato Salvatori, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Harald Wolff

Hinweise

Wikipedia über Constantin Costa-Gavras

BFI: Ian Christie redet mit Costa-Gavras (17. November 2003)

Wikipedia über Dan Mitrione

Trivia Library über Dan Anthony Mitrione


TV-Tipp für den 22. September

September 22, 2008

3sat, 23.15

Was kommt nach dem Copyright? (A 2008, R.: Günter Kaindlstorfer)

Drehbuch: Günter Kaindlstorfer

Ein Bericht vom Linzer Kulturfestival „Ars Electronica“, der bei uns den harmlosen Untertitel „Warum Internet und Ipod eine neue Ökonomie des Teilens hervorbringen könnten“ und in Österreich den eindeutigen Untertitel „Netzpiraten, Datendiebe, Raubkopierer – Warum wir ein neues Urheberrecht brauchen“ hat. In jedem Fall sind die 45 Minuten künstlerisch wertvoll.

Wiederholung: Donnerstag, 25. September 2008, 06.00 Uhr

Hinweise

Oberöstereich-Magazin über die Doku

3sat über die Doku

Wikipedia über das Urheberrecht

Das Kulturfestival „Ars Electronica“


TV-Tipp für den 21. September

September 21, 2008

Arte, 22.30

Romy Schneider – Eine Frau in drei Noten (A 2008, R.: Frederick Baker)

Drehbuch: Frederick Baker

Baker versucht in diesem spielfilmlangen Porträt ein Bild von Romy Schneider zu zeichnen, indem er die Kopf-, Herz- und Basisnote in dem Leben des Filmstars visualisiert.

Vor dem Porträt, immerhin ist das heute ein Arte-Themenabend, zeigt Arte den letzten Spielfilm von Romy Schneider: „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (D/F 1982, Regie: Jacques Rouffio, Drehbuch: Jacques Kirsner, Jacques Rouffio)

Mit Romy Schneider, Alain Delon, Daniel Biasini, Claude Chabrol

Wiederholungen

Freitag, 3. Oktober, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Samstag, 4. Oktober, 15.30 Uhr

Montag, 6. Oktober, 09.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Doku

Weitere Links zu Romy Schneider


TV-Tipp für den 20. September

September 20, 2008

RBB, 23.35

Im Zeichen des Bösen (USA 1958, R.: Orson Welles)

Drehbuch: Orson Welles

LV: Whit Masterson: Badge of Evil, 1956 (Unfehlbarkeit kann tödlich sein)

In einer schäbigen Grenzstadt versuchen ein korrupter US-Polizist und ein mexikanischer Drogenfahnder (in den Flitterwochen) einen Mord aufzuklären.

Noir-Klassiker, bei dem sich eine deutsche DVD-Ausgabe mit den verschiedenen Fassungen, einem Making-of und einem guten Audiokommentar lohnen würde. In den USA ist für den 8. Oktober eine entsprechende Edition angekündigt.

„Einer der schönsten und intelligentesten Polizeifilme der Kinogeschichte.“ (Seesslen: Copland)

Mit Charlton Heston, Janet Leigh, Orson Welles, Akim Tamiroff, Marlene Dietrich, Joseph Cotten, Zsa Zsa Gabor, Dennis Weaver

Hinweise

Mystery File über Whit Masterson

Wikipedia über Whit Masterson

Mordlust über Whit Masterson


TV-Tipp für den 19. September

September 19, 2008

3sat, 22.25

Le Train – Nur ein Hauch von Glück (F/I 1973, R.: Pierre Granier-Deferre)

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: Le train, 1961 (Der Zug)

1940 in Frankreich verbringen Julien und Anna auf der Flucht vor den Nazis in einem Zug einige gemeinsame Stunden. Zwei Jahre später hat diese Begegnung ein Nachspiel.

Hervorragend gespieltes, menschlich anrührendes Liebesdrama mit Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider

Wiederholungen

HR, Sonntag, 21. September, 02.25 Uhr (Taggenau!)

SWR, Mittwoch, 24. September, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Romy Schneider

Romy-Schneider-Bilderseite

Arte über Romy Schneider


Neu im Kino: Redbelt

September 18, 2008

Redbelt (Redbelt, USA 2007)

Regie: David Mamet

Drehbuch: David Mamet

Nachdem David Mamets vorletzter Spielfilm „Spartan“ (immerhin mit Val Kilmer in der Hauptrolle) in Deutschland nur eine DVD-Premiere erlebte, findet sein neuster Spielfilm „Redbelt“ den Weg in die Kinos. Und während „Spartan“ eindeutig ein Krimi war, ist „Redbelt“ ein Drama im Sportlermilieu und, wie immer bei Mamet, ein Schauspielerfilm.

Die Story: Kampfsport-Experte Mike Terry hat in einem heruntergekommenen Stadtteil von Los Angeles ein Jiu-Jitsu-Studio. Er ist dort der tugendhafte Krieger, der den Armen und Schwachen hilft und nicht an sich selbst denkt. Deshalb will er zunächst bei einem Wettkampf nicht mitmachen, aber seine Schulden zwingen ihn zu ungeliebten Entscheidungen.

Mit Chiwetel Ejiofor, Tim Allen, Rodrigo Santoro, Alice Braga, Emily Mortimer, Alice Braga, Ricky Jay, Max Martini, Ed O’Neill, Cathy Cahlin Ryan, Dominic Hoffman, Joe Mantegna, Jennifer Grey

Hinweise

US-Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Redbelt“

About.com: David Mamet über „Redbelt“

Wikipedia über David Mamet (deutsch, englisch)

Mamets Werke im Alexander Verlag


TV-Tipp für den 18. September

September 18, 2008

WDR, 23.15

Alonzo – The Man Who Shot Chinatown (D/USA/GB 2007, R.: Axel Schill)

Drehbuch: Stephanie Bahr, Axel Schill

Sehenswerte 75-minütige Doku über den 2001 verstorbenen Kameramann John A. Alonzo. Zu seinen Filmen gehören neben „Chinatown“ auch „Scarface“, „Infernal Affairs“, „Das fliegende Auge“, „Ich, Tom Horn“, „Schwarzer Sonntag“, „Die Bären sind los“, „Harold und Maude“, „Fluchtpunkt San Francisco“ und „Fahr zur Hölle, Liebling“.

Mit Richard Dreyfuss, Roger Ebert, Mike Figgis, William Friedkin, Sally Field, Michael Crichton, Haskell Wexler

Hinweise

Homepage zum Film (Presseheft)

Film-Zeit über „Alonzo – The Man who shot Chinatown“


TV-Tipp für den 17. September

September 17, 2008

RBB, 23.05

Der Obrist und die Tänzerin (USA/E 2002, R.: John Malkovich)

Drehbuch: Nicholas Shakespeare

LV: Nicholas Shakespeare: The Dancer upstairs, 1995 (Der Obrist und die Tänzerin)

Irgendwo in den Anden: Polizist Augustin soll eine Gruppe von Terroristen bekämpfen und gerät zwischen die Fronten.

Malkovichs Regiedebüt ist ein, trotz gewisser Schwächen, beeindruckender Politthriller.

„Die Verfilmung von Nicholas Shakespeares gleichnamigem Roman ist eine politisch und psychologisch spannende Auseinandersetzung mit Gewalt und Gegengewalt, Terror und Gegenterror. In jedem Moment spürt man die Spirale der Hoffnungslosigkeit, auch die Ursachen des Übels werden nicht verschwiegen. Javier Bardem brilliert als zwischen Staatsloyalität und Liebe zerrissener Mann.“ (Margret Köhler, Film-Jahrbuch 2004)

Mit Javier Bardem, Laura Morante