TV-Tipp für den 21. Oktober

Oktober 21, 2008

TheGreat Silence postete diesen fast 15-minütigen Ausschnitt aus „The Tall T“, weil er ein Fan der dort gezeigten Landschaft ist. Der Ausschnitt ist vom Ende des Films, den ich heute in der deutschen Fassung empfehle:

Tele 5, 20.15

Um Kopf und Kragen (USA 1957, R.: Budd Boetticher)

Drehbuch: Burt Kennedy

LV: Elmore Leonard: The Captives, 1955 (Kurzgeschichte)

Nach einem Überfall auf eine Postkutsche nehmen die Banditen die Passagiere als Geisel. Sie wollen von ihnen Lösegeld erpressen. Aber sie haben nicht mit Brennan gerechnet.

Gelungene Verfilmung einer frühen Kurzgeschichte von Elmore Leonard. Aber bei den Western-Verfilmungen war die Ausbeute schon immer besser und Budd Boetticher hat mit Randolph Scott einige seiner besten Western inszeniert.

„Schlüssig konstruierter, dicht und spannend inszenierter, harter Western.“ (Lexikon des internationalen Films)

Budd Boetticher über diesen Film: „Ich schätze The Tall T sehr, es ist einer meiner besten Filme: Besonders liebe ich die Figur, die Richard Boone spielt; das war der wirkliche Beginn seiner Karriere. Es ist ein sehr guter Western. Er brachte Maureen O’Sullivan, die eine wunderbare Schauspielerin ist, auf die Leinwand zurück. Was der Titel bedeuten soll, habe ich selbst nie verstanden. Der Titel der Erzählung, die dem Drehbuch zugrunde lag, war The Captives, aber an diesem Titel hatte eine andere Gesellschaft die Rechte. Wir haben den fertigen Film nach New York geschickt, und die Bürokraten da, die von nichts eine Ahnung haben, haben ihm diesen ‚kommerziellen’ Titel gegeben, der mit dem Film überhaupt nichts zu tun hat. T soll vielleicht für Texas oder Terror stehen. Eine Frage, die an mich gestellt worden ist, finde ich sehr amüsant. Es heißt, die meisten meiner Banditen hätten sexuelle Obsessionen. Es ist mir nie eingefallen, dass sie so etwas hätten oder dass ich etwa so etwas hätte. Ich glaube, dass Sexualität für einen Mann, der diesen Namen verdient, eine sehr wichtige Sache ist. Es ist so wichtig wie Schlafen und Essen, nur noch viel angenehmer und unterhaltsamer. Der Umstand, dass ein Mann eine Frau begehrt oder umgekehrt, ist absolut normal. Meine Figuren interessieren mich sehr als Menschen, aber ich ziehe es vor, ihnen eine moralische Dimension zu geben, statt mich mit ihren physischen Obsessionen abzugeben.“

Mit Randolph Scott, Richard Boone, Maureen O’Sullivan, Henry Silva

Wiederholung: Mittwoch, 22. Oktober, 09.30 Uhr

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“

Images Journal: 30 great Westerns: The Tall T (und hier die komplette Liste)

FilmFreakCentral über „The Tall T“ (3 von 4 Sterne)


TV-Tipp für den 20. Oktober

Oktober 20, 2008

ARD, 21.00

Duell ums Weiße Haus (D 2008, R.: Thomas Berbner, Udo Lielischkies)

Drehbuch: Thomas Berbner, Udo Lielischkies

45-minütige Doku mit dem Untertitel „Obama und McCain im Endspurt“.

Wiederholung: Dienstag, 21. Oktober, 03.20 Uhr (Taggenau! – und anschließend, wahrscheinlich, in der ARD-Mediathek)

Hinweise

ARD/NDR über die Doku

„Tagesschau“-Schwerpunkt zur Wahl


TV-Tipp für den 19. Oktober

Oktober 19, 2008

3sat, 00.10

Prince of the City (USA 1981, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Jay Presson Allen, Sidney Lumet

LV: Robert Daley: Prince of the City, 1978 (Prince of the City)

Nach der Entdeckung der “French Connection” in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bildete die Polizei von New York eine mit besonderen Rechten ausgestattete Eliteeinheit zur Bekämpfung des Drogenhandels: die Special Investigating Unit (SIU). Sie nannten sich „Prinzen der Stadt“. Schnell begannen sie ihre Rechte auszunutzen. Bob Leuci war einer von ihnen. Bis er sich bereit erklärte, seine Kollegen zu bespitzeln.

Sidney Lumet verfilmte die auf Tatsachen beruhende Geschichte von Bob Leuci – der im Film Daniel Ciello heißt – als spannendes Biopic, bei dem keine Seite des Gesetzes besonders gut wegkommt und Leuci/Ciello sich zunehmend isoliert.

Das Drehbuch war 1982 als bestes Drehbuch für den Oscar, Edgar-Allan-Poe-Preis und den Preis der Writers Guild of America nominiert.

Heute ist der auch nach den in „Prince of the City“ geschilderten Ereignissen immer noch überzeugte Polizist Bob Leuci ein Krimiautor. Robert Daley, der Autor des verfilmten Tatsachenromans, war ebenfalls ein Polizist. Bis 1972 war er stellvertretender Polizeichef von New York City.

Mit Treat Williams, Jerry Orbach, Bob Balaban

Hinweise

3sat über „Prince of the City“

Die Zeit: Interview mit Sidney Lumet (19. April 2008)


TV-Tipp für den 18. Oktober

Oktober 18, 2008

HR, 20.15

Tatort: Und dahinter liegt New York (D 2001, Friedemann Fromm)

Drehbuch: Friedrich Ani

Wer erschoss den Polizisten Reck? Batic und Leitmayr ermitteln in Münchens nicht so gut gestellten Kreisen.

Toller Krimi mit fesselnder Story, guter Besetzung und authentischer Atmosphäre.

Bei der Erstausstrahlung gab es eine groteske Diskussion über den Titel: Dürfen wir nach dem Anschlag vom 11. September noch die Worte New York im Titel haben? Oder sollen wir sie durch die Welt ersetzten?

Mit Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Michael Fitz, Barbara Rudnik

Hinweise

dtv-Homepage über Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)


TV-Tipp für den 17. Oktober

Oktober 17, 2008

ZDF, 00.10

Young Adam – Dunkle Leidenschaft (F/GB 2003, R.: David Mackenzie)

Drehbuch: David Mackenzie

LV: Alexander Trocchi: Young Adam, 1954/1957 (Wasserläufe)

Glasgow, um 1950: Der gescheiterte Schriftsteller Joe heuert auf Les Lastkahn an. Schnell beginnt er ein Verhältnis mit dessen Frau. Als Joe und Les eine tote Frau im Wasser entdecken, verschweigt Joe, dass er die Tote kennt.

David Mackenzie beschreibt „Young Adam – Dunkle Leidenschaft“ als eine unmoralische Parabel über die Moral. Über den innerlich zerrissenen Helden Joe sagt er: „Von reiner Unschuld ist er so weit entfernt wie man nur sein kann, und doch trifft ihn andererseits keine Schuld.“

Düstere Erotiktragödie, bei der die Sexszenen in den USA für den erwarteten Skandal sorgten, während auf dem Kontinent das Interesse mehr der Geschichte galt.

Der Film lebt von seiner atmosphärischen Dichte und einem erstklassigen Ensemble, das dem unnachgiebigen Blick der Kamera standhält.“ (Martin Schwickert, AZ, 9. Dezember 2004) oder „Ein wunderschöner, trauriger, lyrischer Film, ein kleines Meisterstück.“ (film-dienst)

Die Musik stammt von David Byrne.

Mit Evan McGregor, Tilda Swinton, Peer Mullan, Emily Mortimer, Jack McElhone, Therese Bradley

Hinweise

Wikipedia über Alexander Trocchi

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Young Adam“


TV-Tipp für den 16. Oktober

Oktober 16, 2008

3sat, 21.00

3satbuchzeit

oder: Eine Sondersendung zur Frankfurter Buchmesse. Aber im Gegensatz zum ZDF zu einer normalen Zeit. Das ZDF zeigt seine „aspekte extra“ um 00.35 Uhr nach Maybrit Illner (mit den üblichen Verdächtigen zu dem erwartbaren Thema der Woche) und Johannes B. Kerner (mit Atze Schröder).

Heute stellt Gert Scobel Autoren vor, Elke Heidenreich kommentiert (wenn sie bis dahin nicht die ersehnten Entlassung bekommen hat) und Orhan Pamuk spricht über türkische Literatur.

Hinweise

Homepage der Frankfurter Buchmesse

3sat über die Frankfurter Buchmesse

Am Samstag, den 18. Oktober, gibt es um 21.30 Uhr eine „3satbuchzeit extra“ (Diese Kleinschreibung ist wohl das neue Hip-Ding bei den Öffentlich-Rechtlichen.)


TV-Tipp für den 15. Oktober

Oktober 15, 2008

Und gleich noch ein Caper

Tele 5, 20.15

Topkapi (USA 1964, R.: Jules Dassin)

Drehbuch: Monja Danischewsky

LV: Eric Ambler: The light of day, 1962 (Topkapi)

Gentleman-Gauner Walter will mit seiner Gang einen kostbaren Dolch aus dem Topkapi-Museum in Istanbul klauen. Ohne die Hilfe des zwielichtigen Fremdenführers Arthur haben sie keine Chance.

Mit dem düsteren Gangsterfilm „Rififi“ erfand Dassin das Caper-Movie, mit seiner Parodie „Topkapi“ trug er es stilbewusst zu Grabe.

Amblers Buch erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Melina Mercouri, Peter Ustinov, Maximilian Schell, Robert Morley, Akim Tamiroff

Wiederholung: Freitag, 17. Oktober, 08.35 Uhr

Hinweise

Kirjasto über Eric Ambler

Krimi-Couch über Eric Ambler

Kaliber .38: Thomas Wörtche über Eric Ambler

California Literary Review: Brett F. Woods: Beyond the Balkans – Eric Ambler and the British Espionage Novel, 1936 – 1940 (26. März 2007)


TV-Tipp für den 14. Oktober

Oktober 14, 2008

WDR, 22.10

Der große Eisenbahnraub (GB 1978, R.: Michael Crichton)

Drehbuch: Michael Crichton

LV: Michael Crichton: The great train robbery, 1975 (Der große Eisenbahnraub)

Drei Gauner rauben 1855 in England Goldbarren aus einem fahrenden Zug.

Die auf Tatsachen beruhende, anfangs etwas langatmige Krimikomödie besticht durch ihre Ausstattung und die glänzend aufgelegten Darsteller (Sean Connery, Lesley-Ann Down, Donald Sutherland)

Kinotitel war „Der erste große Eisenbahnraub“

Hinweis

Homepage von Michael Crichton


TV-Tpp für den 13. Oktober

Oktober 13, 2008

WDR, 23.15

Invasion der Amateure – Die USA und der Wiederaufbau des Irak (USA 2007, R.: Charles Ferguson)

Drehbuch: Charles Ferguson

In seinem Regiedebüt fragt der frühere Berater der US-Regierung und diverser Hightech-Firmen Charles Ferguson, was bei der Invasion und dem Wiederaufbau im Irak schief ging. Wie der Titel schon andeutet: viel. Inkompetenz, Planungsmängel und Naivität hatten, so das wenig überraschende, aber gut untermauerte Fazit der Doku, zu der heutigen Situation im Irak geführt. Beim Sundance Filmfestival gab’s dafür 2007 den Spezialpreis der Jury; für den Oscar und den Preis der Writers Guild of America, um nur die in Deutschland bekanntesten Preise zu nennen, war „No End in Sight“ auch nominiert.

Hinweis

Homepage zum Film


TV-Tipp für den 12. Oktober

Oktober 12, 2008

Arte, 22.50

Mr. President (FR 2008, R.: Emilio Pacull)

Drehbuch: Maurice Ronai, Emilio Pacull

Doku über die Darstellung des amerikanischen Präsidenten in Hollywood-Filmen und Serien, wie diese Darstellungen Washington beeinflussen und umgekehrt.

Wiederholung: Montag, 27. Oktober 2008, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Arte zur Doku (im Tagesprogramm runterscrollen; eine direkte Verlinkung geht nicht mehr)


TV-Tipp für den 11. Oktober

Oktober 11, 2008

Sat.1, 20.15

Der ewige Gärtner (GB/D 2005, R.: Fernando Meirelles)

Drehbuch: Jeffrey Caine

LV: John le Carré: The constant gardener, 2001 (Der ewige Gärtner)

Der in Kenia lebende Diplomat Justin Quayle will herausfinden, wer seine politisch aktive Frau Tessa umbrachte.

Gute le-Carré-Verfilmung, die auch dem Autor gefällt.

Mit Falph Fiennes, Rachel Weisz, Danny Huston, Peter Postlethwaite, Anneke Kim Sarnau

Wiederholung: Montag, 13. Oktober, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von John le Carré

Meine Besprechung von John le Carrés „Geheime Melodie“ (The Mission Song, 2006)

Film-Zeit über „Der ewige Gärtner“


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Oktober 11, 2008

Welche Krimi-Verfilmungen laufen demnächst im Fernsehen? Hier gibt es die Antwort. Hier die ersten Zeilen:

In den kommenden beiden Wochen gibt es zwei TV-Premieren: einmal die gelungene John-le-Carré-Verfilmung „Der ewige Gärtner“ und einmal „The Da Vinci Code – Sakrileg“. Brian de Palmas kraftvolles „Scarface“-Remake (eine aktualisierte Verfilmung des Buches von Armitage Trail) wird zweimal gezeigt und, nachdem er zuletzt sogar einmal ungekürzt und einmal nur minimal gekürzt lief, stehen die Chancen für eine ungekürzte Fassung gut.
Außerdem sehenswert sind William Friedkins Robin-Moore-Verfilmung „French Connection“, John Frankenheimers Fortsetzung „French Connection II“, Jules Dassins Eric-Ambler-Verfilmung „Topkapi“, Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung „Die Verurteilten“, Robert Altmans John-Grisham-Verfilmung „Gingerbread Man – Eine nächtliche Affäre“, David Mackenzies Alexander-Trocchi-Verfilmung „Young Adam – Dunkle Leidenschaft“, J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, Friedemann Fromms Friedrich-Ani-Verfilmung „Ud dahinter liegt New York“, Don Siegels J.-Campbell-Bruce-Verfilmung „Flucht von Alcatraz“, Sam Raimis Scott-B.-Smith-Verfilmung „Ein einfacher Plan“, Sidney Lumets Robert-Daley-Verfilmung „Prince of the City“, Budd Boettichers selten gezeigte Elmore-Leonard-Verfilmung „Um Kopf und Kragen“ und Stuart Rosenbergs Donn-Pearce-Verfilmung „Der Unbeugsame“ (mit dem unlängst verstorbenen Paul Newman).
Und selbstverständlich verfolgt Van Veeteren weiterhin Mörder und James Bond rettet, vor seinem nächsten Kinoeinsatz, mehrmals die Welt.


Neu im Kino: Eagle Eye

Oktober 10, 2008

Eagle Eye – Außer Kontrolle (Eagle Eye, USA 2008)

Regie: D. J. Caruso

Drehbuch: Dan McDermott, John Glenn, Travis Adam Wright, Hillary Seitz

Actionfilm über einen slackerhaften Copyshop-Angestellten und eine alleinerziehende Mutter, die plötzlich in das Fadenkreuz von Polizei und Geheimdiensten geraten. Die Regierung hält sie für gemeingefährliche Terroristen. Eine geheimnisvolle Frau hilft ihnen via Telefon immer wieder aus der größten Gefahr. Und die beiden Gejagten wollen herausfinden, warum sie öfters in Lebensgefahr geraten als James Bond in einem halben Dutzend Abenteuer.

Der Paranoiathriller soll nach Meinung der Macher vor der totalen Überwachung warnen. Das dürften einige ältere Filme (Staatsfeind Nr. 1?) schon besser erledigt haben. Dafür gibt es Action satt, für die Mädel Shia, für die Jungs Michelle und Rosario, für die Arthouse-Fans Billy, „The Shield“-Fans können Michael wieder auf der großen Leinwand genießen und Cineasten die Referenzen zählen. Den Kritikern gefiel’s nicht. Dem zahlenden Publikum schon mehr.

mit Shia LaBeouf, Michelle Monaghan, Rosario Dawson, Michael Chiklis, Billy Bob Thornton

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Eagle Eye“

Collider: Interview mit D. J. Caruso zu „Eagle Eye“

UGO Movie Blog: Interview mit D. J. Caruso zu „Eagle Eye“ und „Y: The last man“

CHUD: Interview mit D. J. Caruso, Alex Kurtzmann und Robert Orci zu „Eagle Eye“

Moviehole: Interview mit Drehbuchautor/Produzent Roberto Orci zu „Eagle Eye“

Drehbuch „Eagle Eye“ (Version vom 26. September 2007)


TV-Tipp für den 10. Oktober

Oktober 10, 2008

3sat, 22.25

Popkomm 2008

Dieses Jahr waren besonders viele Bands aus dem benachbarten Frankreich zur alljährlichen Musikmesse „Popkomm“ nach Berlin eingeladen. 3sat gibt mit vielen Konzertausschnitten einen fünfstündigen Überblick.

Hinweise

Popkomm-Homepage

3sat zur Sendung


Alfred Hitchcock zeigt weitere Beispiele für schlechtes Benehmen

Oktober 9, 2008

In den Sechzigern gehörte die „Alfred Hitchcock Hour“ nach „Alfred Hitchcock presents“ zu den langlebigen und beliebten Programmen des US-amerikanischen Fernsehens. Hitchcock selbst gab seinen Namen und sprach die Zwischentexte. Seine Popularität erreichte ungeahnte Ausmaße. In Deutschland zeigte das Erste nur zwölf von dreiundneunzig Folgen, die jetzt, zusammen mit dem ersten Teil der DVD-Kollektion „Alfred Hitchcock zeigt“, alle auf DVD veröffentlicht sind. Außerdem sind im zweiten Teil der DVD-Ausgabe von „Alfred Hitchcock zeigt“ wieder mehrere bis heute in Deutschland noch nie gezeigte, verdammt gute Episoden enthalten. Ergänzt werden die zehn, jeweils knapp einstündigen Episoden, wie schon im ersten Teil von „Alfred Hitchcock zeigt“, durch die deutschen Originalvorspänne und ein 48-seitiges informatives Booklet, das allerdings erst nach dem Genuss der Filme gelesen werden sollte, weil manchmal die Schlusspointe verraten wird. Und diese ist fast immer sehr gelungen.

Manchmal, wie in „Murder Case“ (Alte Liebe rostet nicht), ist sie heute nicht mehr so überraschend. Gena Rowlands und John Cassavetes spielen ein Liebespaar. Cassavetes will den Ehemann von Rowlands umbringen. Dass sein perfekter Mordplan schief geht, ist keine Überraschung. Das wie schon – wenn Sie lange keinen Krimi mehr gesehen haben. Aber dafür entschädigen natürlich die Schauspieler und die ökonomisch erzählte Geschichte. Immerhin stammt das Drehbuch von James Bridges, einem Stammautor der „Alfred Hitchcock Hour“, und dem damals jungen Team William Link/Richard Levinson, die vor allem als Erfinder von „Columbo“, „Mannix“ und „Murder, She Wrote“ (Immer wenn Sie Krimi schrieb…, Mord ist ihr Hobby) bekannt sind.

„Night Caller“ (Der letzte Anruf), „Ten Minutes from now“, „Body in the Barn“ (Wer andern eine Grube gräbt), „An unlocked Window“, „The Trap“ (Die Falle), „Power of Attorney“ (Generalvollmacht) und „Off Season“ sind spannende Kriminalfilme. „The Sign of Satan“ und „The Life Work of Juan Diaz“ gehen dagegen in Richtung Horrorfilm. Und „Sign of Satan“ ist mit Christopher Lee, bei seinem ersten Hollywood-Ausflug, auch grandios besetzt. Er spielt den österreichischen Schauspieler Karl Jorda, der in einem nur in elitären Kreisen gezeigtem Horrorfilm als Führer eines satanischen Kultes einen Hollywood-Produzenten überzeugte, der ihn für eine ähnliche Rolle engagiert. Jorda nimmt an. Aber am Filmset verhält er sich seltsam. Außerdem behauptet er, dass er von den Satansjüngern verfolgt werde. Die Originalfassung ist für uns Deutsche wegen der vielen deutschsprachigen Dialogpassagen ein Genuss.

„The Life Work of Juan Diaz“ ist eine längliche Episode um den Mexikaner Juan Diaz, der für seine Familie sorgen möchte, sich ein Grab auf dem Friedhof kauft und nach seinem Tod von dem Totengräber um seine Ruhestätte betrogen wird. Seine Frau und sein Sohn wollen sich das nicht gefallen lassen. Außer zwei spannenden Szenen in einer unterirdischen Halle auf dem Friedhof, in der die mumifizierten Leichen an den Wänden aufgebahrt sind, und einen als trunksüchtigen Totengräber lustvoll aufspielenden Frank Silvera, hat diese Folge wenig zu bieten.

Krimifans werden deshalb zu Recht diese beiden Episoden, trotz der bekannten Ideengeber, ignorieren und sich auf die restlichen Episoden freuen. „Night Caller“ (Der letzte Anruf) erzählt von dem jungen Roy Bullock, der einer schönen, mannstollen Ehefrau nachstellt. Sie erwischt ihn zuerst, als er sie heimlich im Garten beobachtet. Als sie später von anonymen Anrufen verängstigt wird und Bullock sich immer mehr in das Leben ihrer Familie einschleicht, wird eine tödliche Dynamik in Gang gesetzt. Denn Bullock ist viel zu höflich und verständnisvoll, um keine Hintergedanken zu haben.

Bruce Dern liefert mit diesem Peeping-Tom-Charakter (so wird er im Film immer wieder genannt, heute würde man ihn Stalker nennen) eine frühe Glanzleistung seines Könnens ab.

In „Ten Minutes from Now“ treibt der Künstler James Bellington (Donnelly Rhodes [unter anderem die neue „Kampfstern Galactica“-Serie]) eine Kleinstadt in den Wahnsinn. Denn nachdem ein Unbekannter mehrere Anschläge auf ein Museum androhte, spaziert er mit einem Karton in das Museum. Selbstverständlich glaubt die Polizei, dass Bellington der Unbekannte ist und in dem Karton eine Bombe ist. Und ebenso selbstverständlich ist keine drin. Aber jetzt ist Bellington für die Polizei der Hauptverdächtige und ein Psychiater analysiert während eines Besuchs in Bellingtons Atelier, dass der Maler äußert gefährlich ist und demnächst wahrscheinlich jemand umbringen werde. Kurz darauf spaziert Bellington wieder in das Museum.

„Body in the Barn“ (Wer andern eine Grube gräbt) ist auf den ersten Blick eine auf dem Land spielende „Fenster zum Hof“-Variante. Die alte Bessie Canby ist eine Mischung aus charmanter, neugieriger alter Dame und Giftzwerg. Als der gutmütige Ehemann ihrer herrsüchtigen Nachbarin spurlos verschwindet, hat Bessie Canby nur noch ein Ziel: die Nachbarin für den Mord hinter Gitter zu bringen.

Auf den zweiten Blick ist „Body in the Barn“ (Wer anderen eine Grube gräbt) eine Sternstunde für die Hauptdarstellerin Lilian Gish. Sie begann ihre Filmkarriere in Stummfilmen, spielte in den D.-W.-Griffith-Klassikern „Geburt einer Nation“ und „Intolerance“ und den Tonfilmen „Duell in der Sonne“, „Die Nacht des Jägers“, „Die Stunde der Komödianten“, „Eine Hochzeit“ und „Wale im August“, ihrem letzten Film 1987, mit und starb 1993 fast hundertjährig. Inszeniert wurde die Folge von Joseph Newman, der auch den S-F-Klassiker „Metaluna IV antwortet nicht“ drehte.

Newman inszenierte auch den Schocker „An unlocked Window“. In ihm sind während einer Gewitternacht zwei Krankenschwestern, eine trunksüchtige Haushälterin und ein krank an sein Bett gefesselter Hausherr in einem abgelegenen Haus eingeschlossen. Draußen geht ein Serienkiller um, der Krankenschwestern umbringt. Dana Wynter (Die Invasion der Körperfresser/Die Dämonischen, Airport) und Louise Latham (Marnie, Sugarland Express) sind die bekannten Damen in Lebensgefahr und das einsam auf einem Hügel stehende Haus kennen Filmfans aus „Psycho“.

„The Trap“ (Die Falle) erzählt, wie schon „Murder Case“, die altbekannte Geschichte von einem älteren Mann (Robert Strauss), seiner jungen Frau (Anne Francis) und dem jungen Nebenbuhler (Donnelly Rhodes). Denn irgendwann verlieben sich die beiden jüngeren ineinander und der Alte soll sterben. Dass dabei die Witwe auch das Vermögen erbt, erhöht nur die kriminelle Energie.

Hier trifft der Titel in mehr als einer Beziehung zu und Robert Strauss als kindisch aufgedrehter Spielehersteller mit einem Sinn für derb-platten Humor überzeugt restlos.

„Power of Attorney“ (Generalvollmacht) bietet wieder einmal einer älteren Schauspielerin die Gelegenheit zu einem großen Auftritt. Fay Bainter spielt eine ältere, vermögende, vertrauensselige Dame, auf die es ein Trickbetrüger abgesehen hat. Richard Johnson (Bis das Blut gefriert, Scoop – Der Knüller) spielt ihn mit dem öligen Charme eines Gebrauchtwagenverkäufers. Und Geraldine Fitzgerald (Die Wacht am Rhein) spielt die skeptische Hausdame, die irgendwann auch von dem Charme des Betrügers eingewickelt wird.

Fay Bainter war, eine Seltenheit in der Oscar-Geschichte, 1938 als beste Hauptdarstellerin und beste Nebendarstellerin für einen Oscar nominiert und erhielt ihn in der zweiten Kategorie für ihre Rolle in „Jezebel – die boshafte Lady“. Einen späten Erfolg hatte sie mit „Infam“. „Power of Attorney“ war ihre letzte Filmrolle.

„Off Season“ ist, nach einigen Dokumentationen, der erste fiktionale Film von William Friedkin. Einige Jahre später inszenierte er „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“, „Der Exorzist“, „Atemlos vor Angst“, „Leben und sterben in L. A.“ und „Die Stunde des Jägers“.

In „Off Season“ erzählt er die Geschichte des hitzköpfigen Polizisten Johnny Kendall (John Gavin [Psycho, Spartacus]). Er erschießt nachts einen Obdachlosen und, um einer Entlassung zuvorzukommen, kündigt er den Dienst. Zusammen mit seiner Freundin zieht er in eine Kleinstadt. Kurz darauf arbeitet er wieder als Polizist und als Milt Woodman (Richard Jaeckel [Zähl bis drei und bete, Flammender Stern, Das dreckige Dutzend, Pat Garrett jagt Billy the Kid, Revolte in der Unterwelt, Unter Wasser stirbt man nicht, und die TV-Serien „Spenser“ und „Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“]) mit seiner Freundin flirtet, brennen bei dem eifersüchtigem Kendall die Sicherungen durch.

„Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2“ knüpft nahtlos mit zehn weiteren auch heute noch sehr ansehbaren Episoden an den ersten Teil an. Die meisten Geschichten können, abgesehen von einigen technischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte, locker neben neuen Kriminalfilmen bestehen. Und technisch gibt es, für im Schnitt 45 Jahre alte TV-Folgen, nichts zu meckern.

Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

(The Alfred Hitchcock Hour)

Koch Media

Laufzeit: 482 Minuten (10 Episoden auf 3 DVDs)

Bildformat: 1,33:1 (4:3)

Tonformat: Dolby Digital 2.0

Sprachen: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Bonus: Deutsche Originalvorspänne, 48-seitiges Booklet mit Episodenguide

Freigegeben ab 12 Jahren

Enthält:

Night Caller (Der letzte Anruf, USA 1964)

Regie: Alf Kjellin

Drehbuch: Robert Westerby, Gabrielle Upton (nach einer Idee von Gabrielle Upton)

Murder Case (Alte Liebe rostet nicht, USA 1964)

Regie: John Brahm

Drehbuch: James Bridges, William Link, Richard Levinson

LV: Max Marquis: Murder Case (London Mystery Magazine, September 1955)

Ten Minutes from now (USA 1964)

Regie: Alf Kjellin

Drehbuch: Arthur Ross

LV: Jack Ritchie: Ten Minutes from now (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine, Oktober 1963, deutsch „Noch zehn Minuten“)

The Sign of Satan (USA 1964)

Regie: Robert Douglas

Drehbuch: Barré Lyndon

LV: Robert Bloch: Return to the Sabbath (Weird Tales, Juli 1938, deutsch „Der Star aus dem Grab“)

Body in the Barn (Wer andern eine Grube gräbt, USA 1963)

Regie: Joseph Newman

Drehbuch: Harold Swanton

LV: Margaret Manners: Body in the Barn (Argosy 1945)

The Life Work of Juan Diaz (USA 1964)

Regie: Norman Lloyd

Drehbuch: Ray Bradbury

LV: Ray Bradbury: The Life Work of Juan Diaz (Playboy, September 1963, deutsch “Das Lebenswerk von Juan Diaz”)

An unlocked Window (USA 1965)

Regie: Joseph Newman

Drehbuch: James Bridges

LV: Ethel Lina White: An unlocked Window (My best Mystery Story, 1939, deutsch “Ein unverschlossenes Fenster”/”Das unverriegelte Fenster”)

The Trap (Die Falle, USA 1965)

Regie: John Brahm

Drehbuch: Lee Kalcheim

LV: Stanley Abbott: The Trap (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine, November 1964, deutsch „Die Todesfalle“)

Power of Attorney (Generalvollmacht, USA 1965)

Regie: Harvey Hart

Drehbuch: James Bridges

LV: Selwyn Jepson: Letter of the Law (The Evening Standard 1950er – The Evening Standard Detective Book, deutsch „Nach den Buchstaben des Gesetzes“)

Off Season (USA 1965)

Regie: William Friedkin

Drehbuch: Robert Bloch

LV: Edward D. Hoch: Winter Run (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine, Januar 1965, deutsch „Schüsse um Mitternacht“/“Flucht im Schnee“/“Schneetreiben“)

Hinweis

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“ (mit weiterführenden Links)


TV-Tipp für den 9. Oktober

Oktober 9, 2008

Vox, 22.05

Rambo (USA 1982, R.: Ted Kotcheff)

Drehbuch: Michael Kozoll, William Sackheim, Sylvester Stallone

LV: David Morell: First Blood, 1972 (Rambo)

Vietnam-Veteran John Rambo wird in einem Provinzkaff der Landstreicherei verdächtigt und von der Polizei gedemütigt. Er bricht aus und flüchtet in den Wald – verfolgt von einem riesigen Polizeiaufgebot. Rambo beginnt sich zu verteidigen. Und davon versteht der ehemalige Elitesoldat und Dschungelkämpfer etwas.

Das auch heute noch sehenswerte, harte Actiondrama mit gesellschaftskritischen Tendenzen machte Sylvester Stallone endgültig zum Star, sorgte in den Achzigern für zwei überflüssige Fortsetzungen und eine Welle von inzwischen – glücklicherweise – fast vollständig vergessenen Vietnam-Filmen. 2008 folgte dann, nach einer zwanzigjährigen Pause, der vierte Rambo-Film, der vor allem als kurzer, altmodischer Brutalo-Film für Aufsehen sorgte.

Für den ersten Rambo-Film wurde das Buchende geändert.

Mit Sylvester Stallone, Richard Crenna, Brian Dennehy, David Caruso

Wiederholung: Freitag, 10. Oktober, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von David Morell

Meine Besprechung von David Morrells „Creepers“

Meine Besprechung von David Morrells „Level 9“


TV-Tipp für den 8. Oktober

Oktober 8, 2008

Tele 5, 23.00

The Hot Spot – Spiel mit dem Feuer (USA 1990, R.: Dennis Hopper)

Drehbuch: Nona Tyson, Charles Williams

LV: Charles Williams: Hell hath no fury, The Hot Spot, 1953 (Bis dass der Mord euch scheidet, Spiel mit dem Feuer, The Hot Spot – Spiel mit dem Feuer)

Aus dem Nichts taucht Harry Maddox in einem texanischen Provinzkaff auf. Er will nur die Bank überfallen. Aber nachdem er mit zwei Frauen ein Verhältnis beginnt, gerät sein einfacher Plan aus dem Ruder.

Schwüler Film Noir mit einem glänzenden Soundtrack (Miles Davis, John Lee Hooker) und grandios aufspielenden Schauspielern. Eine gelungene Liebeserklärung an die Klassiker.

Mit Don Johnson, Virginia Madsen, Jennifer Connelly, Charles Martin Smith, William Sadler, Jerry Hardin

Wiederholung: Samstag, 11. Oktober, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Williams

Mysteryfile: Bill Crider über Charles Williams

NoirZine: Ed Lynskey über Charles Williams


TV-Tipp für den 7. Oktober

Oktober 7, 2008

Planung oder Zufall? In jedem Fall passt der Arte-Themenabend „Management und Verantwortung“ perfekt zu den Schlagzeilen

Arte, 21.02

Bosse, Börse und Bilanzen (D 2008, R.: Regie: Monika Hielscher, Mattias Heeder)

Drehbuch: Monika Hielscher, Mattias Heeder

Doku über Manager zwischen Rendite und sozialer Verantwortung.

Wiederholungen

Freitag, 17. Oktober, 09.55 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober, 05.00 Uhr

Arte, 21.55

Mit Charme und Dollars (D 2008, R.: Carmen Butta)

Drehbuch: Carmen Butta

Doku über den Investor Guy Wyser-Pratte, der sich als Heilsbringer sieht. Andere sehen in ihm die perfekte „Heuschrecke“, weil er sich in Aktienunternehmen einkauft um das Management zu einem profitableren Kurs zu zwingen.

Wiederholungen

Freitag, 17. Oktober, 10.50 Uhr

Freiat, 24. Oktober, 05.00 Uhr

Hinweis

Arte zum Themenabend

Bonus-Hinweis: am Mittwoch, den 22. Oktober, gibt es den Arte-Themenabend „Das Wall-Street-Fiasko“.


TV-Tipp für den 6. Oktober

Oktober 6, 2008

Kabel 1, 20.15

Jede Menge Ärger (USA 2002, R.: Barry Sonnenfeld)

Drehbuch: Robert Ramsey, Matthew Stone

LV: Dave Barry: Big Trouble, 1999 (Jede Menge Ärger – Big Trouble)

Etwa ein halbes Dutzend Menschen suchen in Florida eine Atombombe.

Auch Dave Barry porträtiert Florida als Irrenanstalt und Barry Sonnenfeld (Get Shorty, Men in Black) schien der geeignete Regisseur zu sein. Trotzdem floppte die sehr kurze, prominent besetzte Komödie, kurz nach 9/11, an der Kasse und erlebte in Deutschland nur eine Videopremiere. Und das lag nicht nur an 9/11.

„So simpel die Story, so prominent die Besetzung – von leichter Hand inszenierte Komödie, der ein wenig mehr Ironie gut getan hätte.“ (Lothar R. Just: Filmjahrbuch 2004) Und etwas weniger Klamauk.

Mit Tim Allen, Rene Russo, Stanley Tucci, Tom Sizemore, Johnny Knoxville, Dennis Farina, Dwight ‚Heavy D‘ Myers, Omar Epps, Jason Lee, Martha Stewart (als sie selbst), Dave Barry (Gastauftritt als Anwalt)

Hinweise

Dave Barrys Homepage

Dave Barry zu seinem Roman


Neu im Kino: Burn after reading, Far Cry

Oktober 3, 2008

Heute starten die neuen Filme von drei Kultfilmern. Natürlich auf vollkommen verschiedenen Ebenen. Vorhang auf für:

Burn after reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA 2008, R.: Joel & Ethan Coen)

Drehbuch: Joel & Ethan Coen

Nach dem düsteren “No Country for old Men” liefern die Coen-Brüder wieder eine ihrer schwarzhumorigen Komödie à la “Fargo” und “The Big Lebowski” ab. In „Burn after reading“ will ein CIA-Agent sich für seine Entlassung rächen. Er schreibt seine unverhüllten Memoiren und verliert das sich auf einer CD befindende Manuskript. Es fällt, wenig überraschend, in die Hände eines Fitness-Trainers, der endlich das große Geld machen will. Einige andere Trottel versuchen ebenfalls ihren Schnitt zu machen.

Ach, es ist beruhigend, dass die Hollywood-Phase mit „Ein (un)möglicher Härtefall“ und „Ladykillers“ der Coens überstanden ist.

Mit George Clooney, Brad Pitt, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Richard Jenkins, David Rasche, J. K. Simmons, Olek Krupa

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Burn after reading”

“You know, for Kids!” (Coen-Seite)

Far Cry (D 2008, R.: Uwe Boll)

Drehbuch: Masaji Takei, Michael Roesch, Peter Scheerer

Ein neues Werk des legendären Uwe Boll. Dieses Mal verfilmte er das Computerspiel „Far Cry“. Ex-Elitesoldat Jack Carver hilft einer schönen Journalistin gegen einen Bösewicht, die auf einer einsamen Insel genmanipulierte Superkrieger erschafft. – Ach, eigentlich ist auch hier, wie bei den Coens, die Story nur der Vorwand für etwas anderes. Bei Boll Ballereien, bei den Coens…

Mit Till Schweiger, Emmanuelle Vaugier, Natalia Avelon, Udo Kier, Ralf Moeller, Michael Paré

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Far Cry“