TV-Tipp für den 7. November: Die Welt ist nicht genug

November 7, 2008

Falls das Kino Ihres Vertrauens ausverkauft ist, bietet dieses Werk ein Quantum Trost:

Pro 7, 20.15

JAMES BOND: Die Welt ist nicht genug (USA/GB 1999, R.: Michael Apted)

Drehbuch: Bruce Feirstein, Neal Purvis, Robert Wade

LV: Figur von Ian Fleming

Buch zum Film: Raymond Benson: The World is not enough, 1999 (Die Welt ist nicht genug)

Nachdem Öl-Mogul King im Hauptquartier von MI-6 in die Luft gesprengt wurde, wird Bond als Bodyguard für dessen schöne Tochter Elektra abgestellt.

Mit Michael Apted engagierten die Bond-Macher einen renomierten Regisseur (u. a. Gorky Park, Gorillas im Nebel, Halbblut, Nell), der bis dahin nicht durch Action-Filme aufgefallen war. Im Rahmen dieser Produktion wurde er zum willigen Erfüllungsgehilfen einer wie üblich haarsträubenden Geschichte.

Mit Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards (trotz eines Razzie die beste Werbung für den unbeliebten Job eines Atomphysikers), Robbie Coltrane, Claude Oliver Rudolph, John Cleese, Serena Scott Thomas, Goldie

Wiederholung: Pro 7, Sonntag, 9. November, 23.00 Uhr


Neu im Kino: The Chaser, James Bond 007 – Ein Quantum Trost

November 6, 2008

The Chaser (Südkorea 2008, R.: Hong-jin Na)

Drehbuch: Won-Chan Hong, Shinho Lee, Hong-jin Na

In Seoul hält ein Prostituiertenmörder eine weitere Frau gefangen. Ein Ex-Cop, der inzwischen ein Zuhälter ist, sucht sie.

In Korea war der Neo-Noir-Thriller ein Kinohit. Die meisten Kritiker sind ebenfalls begeistert von dem Werk und Hollywood hat sich selbstverständlich bereits die Remake-Rechte gesichert. In Deutschland ist der Kinostart sehr limitiert. In Berlin läuft er in einem Kino.

Hinweis

Film-Zeit über “The Chaser”

James Bond 007 – Ein Quantum Trost (GB 2008, R.: Marc Forster)

Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade

LV: Ian Fleming: Quantum of Solace, 1960 (Das Minimum an Trost, Ein Minimum an Trost [Kurzgeschichte])

Nun ist es soweit. Die Zeit der Vorberichte und Kritiken hat ein Ende. Der zweite Einsatz von Daniel Craig als 007 läuft heute an.

Der Konsens der Kritiker ist: Action gut, aber nicht so gut wie „Casino Royale“ und ganz weit weg von den uns Älteren vertrauten Bond-Modellen.

Die Story, aka Der Vorwand für ganz viele, ganz tolle Verfolgungsjagden und Actionszenen: James Bond will den Tod von seiner Geliebten Vesper Lynd rächen und legt sich mit der geheimnisvollen Organisation Quantum (ist wahrscheinlich ein Nachfolger von Spectre) an.

Mit Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Judi Dench, Giancarlo Giannini, Gemma Arterton, Jeffrey Wright, Jesper Christensen, Rory Kinnear

Hinweise

Englische Homepage zum Film (üppig)

Deutsche Version davon

Film-Zeit über “James Bond 007 – Ein Quantum Trost”

Meine Besprechung des James-Bond-Romans „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care) von Sebastian Faulks mit weiterführenden Links


TV-Tipp für den 6. November: Don Mariano weiß von nichts

November 6, 2008

ARD, 01.20

Don Mariano weiß von nichts (I/F 1967, R.: Damiano Damiani)

Drehbuch: Ugo Pirro, Daminano Damiani

LV: Leonardo Sciascia: Il giorno della civetta, 1961 (Der Tag der Eule)

In Sizilien wird ein Bauunternehmer ermordet. Hauptmann Bellodi will den Fall aufklären und legt sich mit den Mächtigen der Insel an.

„Der Tag der Eule“ ist der erste der sizilianischen Romane von Sciascia, in denen er gegen die Mafia und deren Verflechtungen mit der Politik anschrieb. Seine Bücher waren die Vorlage für einige der besten italienischen Polit-Thriller.

Damianis Verfilmung ist einer der frühen, stilbildenden Polit-Thriller in der Tradition von Costa-Gavras, Petri und Rosi. Damiani begründete unter anderem mit diesem Film seinen Ruhm.

„Sciascias extrem knappem Erzählstil entspricht in den Filmen eine vergleichsweise hastige Montage, die ein wenig von jener unerbittlichen Zwangsläufigkeit an sich hat, die sich in rasch und ohne Schnörkel inszenierten Szenenwechsel präsentiert. Sicher, die zynisch-spitzfindigen Dialoge Sciascias sind, verkürzt, doch die Filme gewinnen (…) gegenüber den Romanen an Anschaulichkeit.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Mit Franco Nero, Claudia Cardinale, Lee J. Cobb, Serge Reggiani

Auch bekannt als „Der Tag der Eule“


TV-Tipp für den 5. November: Der Körper meines Feindes

November 5, 2008

Das Vierte, 22.20

Der Körper meines Feindes (F 1976, R.: Henri Verneuil)

Drehbuch: Michel Audiard, Félicien Marceau, Henri Verneuil

LV: Félicien Marceau: Le Corps de mon ennemi, 1975

Leclerq saß sieben Jahre unschuldig im Knast. Jetzt kehrt er in sein stinkkorruptes Heimatstädtchen zurück und will sich rächen.

Ein Belmondo ohne Action und einer rückblendenlastigen Erzählstruktur. Das war damals eine Ausnahme im Belmondoschen Ouevre. Daher ist „Der Körper meines Feindes“ vor allem etwas für die Freunde des gut abgehangenen französischen Polit-Thrillers.

Mit Jean-Paul Belmondo, Bernard Blier, Marie-France Pisier


TV-Tipp für den 4. November: Immer Ärger mit Harry

November 4, 2008

WDR, 22.10

Immer Ärger mit Harry (USA 1955, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: John Michael Hayes

LV: Jack Trevor Story: The trouble with Harry, 1949

Einige anständige Menschen im beschaulichen, herbstlichen Vermont fühlen sich für Harrys Tod verantwortlich und wollen seine Leiche verschwinden lassen. Aber Harry taucht immer wieder auf, – besonders in den unpassendsten Momenten.

Hitchcocks Lieblingsfilm hält sich eng an das Buch; eine brillante satirische Untersuchung menschlichen Verhaltens. Entsprechend schwarz ist der Humor. Das Understatement des Films wird auch durch Bernard Herrmans Musik (seine erste Zusammenarbeit mit Hitchcock) unterstützt

Mit Shirley MacLaine, John Forsythe, Edmund Gwenn, Mildred Natwick, Jerry Mathers


TV-Tipp für den 3. November: Syriana

November 3, 2008

ZDF, 22.15

Syriana (USA 2005, R.: Stephen Gaghan)

Drehbuch: Stephen Gaghan

LV (Inspiration): Robert Baer: See No Evil: The True Story of a Ground Soldier in the CIA’s War on Terrorism, 2002 (Der Niedergang der CIA)

Ein sich aus einem guten Dutzend verschiedener Storys zusammensetzendes Porträts des weltweiten Kampfes um den Rohstoff Öl.

„Wir leben in einer komplizierten und schwierigen Zeit, und auf diese Komplexität möchte ich in ‚Syriana’ aus dem Bauch heraus reagieren, eine Erzählform dafür finden. Es gibt darin weder Schurken noch Helden, es gibt keine einfachen Lösungen. Die Figuren sind nicht im Sinne des üblichen Spannungsbogens konstruiert, ihre Geschichten münden nicht in nette kleine Lektionen fürs Leben, die bohrenden Fragen werden nicht beantwortet. Vielmehr hoffe ich, dass uns der Film durch sein offenes Ende noch mehr unter die Haut geht, uns länger im Gedächtnis bleibt. Das erschien mir als die ehrlichste Reaktion auf die Welt nach dem 11. September, in der wir alle leben müssen.“ (Stephen Gaghan in den der DVD beiliegenden Filminformationen)

Stephen Gaghan wendet bei „Syriana“ die bereits in seinem oscarprämiertem Drehbuch „Traffic“ erprobten Erzählprinzipien an und liefert einen weiteren komplexen Politthriller für ein denkendes Publikum.

„Syriana“ wurde mit Nominierungen und Preisen überschüttet. Der wichtigste für uns Krimijunkies ist dabei der Edgar-Allan-Poe-Preis, den Gaghan für sein Drehbuch erhielt.

Mit George Clooney, Matt Damon, Jeffrey Wright, Chris Cooper, William Hurt, Mazhar Munier, Tim Blake Nelson, Amanda Peet, Christopher Plummer, Alexander Siddig, Robert Foxworth

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Cinematical: Interview mit Stephen Gaghan (Dezember 2005)

Charlie Rose Show mit Stephen Gaghan (Dezember 2005)

Creative Screenwriting Magazine: Podcast mit Stephen Gaghan (Januar 2006)

Drehbuch „Syriana“ von Stephen Gaghan

Film-Zeit über „Syriana“


TV-Tipp für den 2. November

November 2, 2008

Columbo, zum Dritten:

SRTL, 22.25

Columbo: Tödliche Trennung (USA 1971, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Steven Bochco

LV: Richard Levinson, William Link (Charakter)

Ken Franklin und Jim Ferris sind ein erfolgreiches Krimiautorenduo. Als Ferris alleine schreiben will, bringt sein untalentierter Partner ihn um. Sein Alibi ist so gut, dass Lieutenant Columbo ermitteln muss.

Spielberg drehte nachher einige Filme, die sich fest in der Top-10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten behaupten.

Bochco erfand einige bahnbrechende TV-Serien, wie „Polizeirevier Hill Street“. Sein erstes Columbo-Drehbuch wurde für den Emmy und den Edgar nominiert.

Ihre Zusammenarbeit markiert den offiziellen Start der erfolgreichen Columbo-Reihe innerhalb der Reihe „NBC Mystery Movie“. „Tödliche Trennung“ ist ein guter TV-Krimi (Gut, das ist jetzt Understatement.) mit einigen ungewöhnlichen Kameraeinstellung und all den Elementen, die Columbo so erfolgreich beim Publikum macht(e).

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Rosemary Forsyth, Martin Milner, Barbara Colby


TV-Tipp für den 1. November

November 1, 2008

SRTL, 22.10

Columbo: Lösegeld für einen Toten (USA 1971, R.: Richard Irving)

Drehbuch: Dean Hargrove, Gene Thompson (ungenannt), Richard Levinson (Geschichte), William Link (Geschichte)

LV: Richard Levinson, William Link (Charakter)

Anwälting Leslie Williams entsorgt ihren Mann im Meer. Um nicht als Mörderin verdächtigt zu werden, inszeniert sie die Entführung ihres toten Gatten. Dummerweise wird Columbo mit den Ermittlungen betraut.

Der zweite Pilot-Film nach „Mord nach Rezept“ (dem verfilmten Theatestück, das damals nur als Einzelstück geplant war) und vor dem offiziellen ersten Columbo-Film „Tödliche Trennung“, der morgen Abend gezeigt wird..

Mit Peter Falk, Lee Grant, John Fink, Harold Gould


TV-Tipp für den 31. Oktober

Oktober 31, 2008

SRTL, 22.15

Columbo: Mord nach Rezept (USA 1968, R.: Richard Irving)

Drehbuch: Richard Levinson, William Link

LV: Richard Levinson, William Link: Prescription: Murder, 1962 (Theaterstück)

Kurz nach dem zehnten Hochzeitstag wird die Frau von Dr. Flemming von einem Einbrecher ermordet. Lt. Columbo zweifelt an der Einbrechertheorie und knöpft sich den Gatten vor.

Bevor Columbo 1971 als Teil der „NBC Mystery Movies“ in Serie ging, gab es bereits zwei TV-Auftritte des schusseligen Polizisten, die selten gezeigt werden, und daher nicht so richtig zum offiziellen Kanon gehören.

SRTL beschert uns ein kleines Columbo-Wochenende mit „Mord nach Rezept“ (heute), „Lösegeld für einen Toten“ (morgen) und „Tödliche Trennung“ (Sonntag). Der Anlass? Hm, „Vierzig Jahre Columbo“.

Mit Peter Falk, Gene Barry


TV-Tipp für den 30. Oktober

Oktober 30, 2008

Sat.1, 21.15

Dr. Molly & Karl: Der Mann mit den Kopfschmerzen (D 2008, Regie: Franziska Meyer Price)

Drehbuch: Martin Rauhaus

Mit Sabine Orléans, Susanna Simon

Wiederholung: Freitag, 31. Oktober, 00.15 Uhr (Taggenau! – und auf der Sat.1-Homepage)


Heute läuft die zweite Folge von „Dr. Molly & Karl“, einer neuen Sat.1-Serie, die von etlichen Kritikern ziemlich wohlwollend aufgenommen wurde. Zum Beispiel taz, Spiegel („intelligente Unterhaltung“), Frankfurter Rundschau („verbale Duelle“), Berliner Zeitung („so ziemlich das Beste, was in letzter Zeit an deutschen Serien ausgedacht wurde…großartige Dialoge“), tip („Falls der rhetorische Rambo sein Pulver nicht schon in Folge eins verschossen hat, ist der Donnerstag für Serienfans erst mal gerettet.“ Und „’Scrubs’ trifft ‚Dr. House’“; was eine ziemlich hohe Messlatte ist)

Nach der ersten Folge frage ich mich: Was haben die gesehen?

Und dann fragte ich mich: Wie kann ich meiner Freundin in ein, zwei Sätzen erklären, worum es in der Serie geht und warum sie heute Abend den Fernseher anschalten soll.

Hm. Hm.

Also, die Serie spielt in einem Krankenhaus. Die Hauptpersonen sind eine geniale Hirnchirurgin und eine Psychologin.

Und jetzt komme ich schon ins Schwimmen. Denn das Konzept, soweit es in der ersten Folge erkennbar war, und die Vorwerbung senden so unterschiedliche Signale aus, dass ein Desaster vorprogrammiert ist.

Das beginnt schon bei den Namen der beiden Hauptcharaktere. Dr. Susanne Molberg, genannt „Molly“, manchmal auch „Dr. Molly“, ist, wie der Name vermuten lässt mollig und soll eine menschliche Dampframme mit null Mitgefühl sein.

Ihre Gegenspielerin, die Psychologin Dr. Carlotta Edelhardt, von Molberg „Karl“ genannt (Nee, sind wir heute wieder witzisch.) ist sehr edelmütig. Blond ist sie auch noch.

Beide Namen platzieren die Serie zwischen Unterhaltung für Kleinkinder und hirnloser Comedy. Das restliche Team ist mit ähnlich idiotischen Namen gesegnet: Priester Jack Gildenstein, Professor Werner Klarholdt und Sonnenschein (Hm, das kann natürlich auch ein Spitzname sein….). Das klingt alles nach sehr seichten Gewässern.

Aber „Dr. Molly & Karl“ wurde als deutsches „Dr. House“ angekündigt. „tip“ sah sogar eine Mischung aus „Scrubs“ und „Dr. House“; also eine hundsgemeine, tiefschwarze Satire auf das menschliche Verhalten, teils avantgardistisch dargestellt.

Jedenfalls wäre Molberg ein menschenverachtenes Ekelpaket. Einige vorher eifrig kolportierte, nur auf den Effekt und die Zitierfähigkeit ausgelegte plumpe Beleidigungen von Molberg, wie „Ihre Brüste sprechen zu mir! Sie sagen: ‚Wir sind zu zweit, alleinstehend und hängen hier nur so rum.’“, tendieren in diese Richtung.

Dann tun die Macher alles, um Molberg (allein schon die Verniedlichung „Molly“ nimmt ihr jeden Schrecken. Oder haben Sie schon mal gehört, wie jemand „Housi“, „Bondi“ oder „Rambolein“ gesagt hat?) als mitfühlenden Menschen erscheinen zu lassen. Sie heult fast Rotz und Wasser, wenn der Patient Angst vor einer Untersuchung hat und nimmt ihn mütterlich in den Arm. Sie ist nicht Dr. House, sondern, auch wenn die Serie in Frankfurt am Main spielt und alle Hochdeutsch reden, eine typische Berlinerin mit Herz und Schnauze. Also eigentlich ganz sympathisch.

Das ist nur genau das, was sie nach dem postulierten Konzept nicht sein sollte! Ein Ekelpaket würde dem Patienten nichts von ihren Ängsten erzählen, sondern einfach eine Spritze in den Hintern rammen und dann mit der Untersuchung fortfahren.

Nachdem der Hauptcharakter schon widersprüchlich angelegt ist (der Rest fungiert nur als austauschbarer Stichwortgeber), ist auch der Tonfall der Serie unklar. Für eine Comedy ist sie nicht witzig genug. Ich konnte ein-, zweimal schmunzeln. Aber lachen?

Für eine Krankenhaus-Soap ist es nicht seifig genug. Und für ein Drama nicht dramatisch genug. Es ist von allem etwas und von nichts etwas.

Da ist die panische Angst vor guten Szenen verständlich. Denn in diesen Momenten müssten die Macher Farbe bekennen. Sie müssten sagen, ob sie Comedy oder Drama oder Soap wollen.

Betrachten wir einmal den zentralen Konflikt des Pilotfilms: In der ersten Folge lehnt die Mutter ab, dass Dr. Molberg die Operation durchführt, weil sie sie nicht mag. Ihr Assistent soll es tun. Wir aber wissen, dass der Assistent bei einer Trockenübung der Operation versagte. Er hätte den Patienten getötet.

Schnitt zu einer Montage aus OP-Vorbereitungen und OP. Da dauert es dann einige Zeit, bis deutlich wird, dass die Operation doch von Molberg durchgeführt wird.

Also hat sie die Mutter überzeugt, dass doch der beste Arzt die gefährlich-komplizierte Operation machen soll.

Nur wie?

Das erfahren wir nicht; aber es könnte sein, dass Molberg mit der Mutter von Mutter zu Mutter gesprochen hat. Das wäre in der Wirklichkeit sicher eine gute Methode, jemand zu überzeugen. Die Psychologin hat diese Methode vorgeschlagen. Aber nachdem Molberg als nicht mitfühlendes Ekelpaket angekündigt wurde, ist die Soap-Lösung nicht glaubwürdig. Außerdem wird Molberg in der ersten Folge nicht müde zu betonen, dass sie von der Meinung der Psychologin nichts hält.

Die Drama-Lösung, in der der Assistent mit der Operation beginnt, versagt, Molberg in letzter Sekunde in den OP stürmt und das Leben des Jungen rettet, geht auch nicht. Sie leitet die Operation ja von der ersten Sekunde an.

Also, wie hat sie die Mutter überzeugt?

Wir wissen es nicht.

Aber diese Szene wäre eine starke Szene gewesen. Denn in ihr hätte die Ärztin auf ihre ganz eigene Art die Mutter überzeugen müssen, das Beste für ihr Kind zu tun.

Die „Dr. House“-Methode des Überzeugens sieht so aus:

Wow, das ist eine starke Szene! Davon will ich mehr sehen. Die „Dr. Sommerfeld“-Methode können Sie sich denken.

Aber „Dr. Molly & Karl“ (Argh, was für ein Titel!) will es allen Recht machen und macht so alles falsch. Denn: In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod.

Hinweis

Sat.1-Seite zu „Dr. Molly & Karl“


TV-Tipp für den 29. Oktober

Oktober 29, 2008

ZDF, 00.55 (VPS 00.40)

Letzter Aufruf Tempelhof: Abschied von einer Berliner Legende

Die Mainzer bringen nur eine nach Mitternacht versteckte Sendung zu der Schließung des Westberliner Flughafens (Ich sag nur „Rosinenbomber“).

Unser Hauptstadtsender RBB widmet dagegen ab 20.15 Uhr das gesamte morgige Abendprogramm dem Ende des Flugbetriebs auf Tempelhof. Nach dem Winterschlaf soll dann im Frühjahr das Flughafengelände für die Berliner geöffnet werden. Warten wir’s ab. Denn der rot-rote Senat ist immer wieder für eine Überraschung gut.


TV-Tipp für den 28. Oktober

Oktober 28, 2008

ARD, 02.05

Haben und Nichthaben (USA 1944, R.: Howard Hawks)

Drehbuch: Jules Furthman, William Faulkner

LV: Ernest Hemingway: To have and have not, 1937 (Haben und Nichthaben)

Kutterkapitän Morgan kümmert sich um seine Geschäfte und den regelmäßigen Zufluss von Alkohol. Da lernt er Marie kennen und lieben. Sie kämpft gegen die Vichy-Regierung und reißt ihn aus seiner Passivität.

Hawks Abenteuerfilm hat mit dem Buch nichts mehr zu tun. Ist trotzdem die bekannteste Verfilmung des Romans – wegen Bogart und Bacall, die sich während der Dreharbeiten ineinander verliebten und zu einem von Hollywoods Traumpaaren wurden.

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Walter Brennan


Straßenfeger, die Erste

Oktober 27, 2008

Als vor zwei Jahren die letzte offizielle Francis-Durbridge-Verfilmung „Die Kette“ auf DVD erschien, schrieb ich, es sei nur eine Frage der Zeit, bis alle Durbridge-Verfilmungen der ARD, die vor allem in den Sechzigern „Straßenfeger“ waren, auf DVD veröffentlicht würden.

Jetzt ist es soweit. Mit „Der Andere“, „Es ist soweit“, „Das Halstuch“ und „Die Schlüssel“ liegen in der dafür eigens von ARD-Video/Studio Hamburg initiierten zehnteiligen Straßenfeger-Reihe die ersten vier Durbridge-Verfilmungen vor. Die restlichen sechs Durbridge-Verfilmungen, „Percy Stuart“, „Butler Parker“ „Es muss nicht immer Kaviar sein“ und die Wilkie-Collins-Verfilmungen „Die Frau in Weiß“ und „Der rote Schal“ werden bis Mitte Febuar veröffentlicht.

Als erstes fällt bei den DVDs auf, wie kurz die damaligen Straßenfeger waren. „Der Andere“ und „Es ist soweit“ wurden jeweils als Sechsteiler ausgestrahlt und jede Folge dauerte keine vierzig Minuten. Als zweites fällt auf, dass im Gegensatz zu fast allen DVD-Veröffentlichungen von deutschen TV-Serien, die Filme nicht einfach auf die DVDs geklatscht wurden. Die Filme wurden restauriert. Bei dem fast fünfzig Jahre altem Mehrteiler „Der Andere“ ist die Bildqualität trotzdem immer noch historisch. Bei dem ein Jahr später ausgestrahlten „Es ist soweit“ ist sie deutlich besser. Und es gibt extra für die DVD-Ausgabe produziertes Bonusmaterial! „Der Andere“ enthält ein gut einstündiges Interview mit Siegurd Fitzek. „Es ist soweit“ ein gut fünfundvierzigminütiges Interview mit Eva-Ingeborg Scholz und ein Featurette über die Restaurierung. Außerdem wurden noch einige Trailer für andere Straßenfeger und TV-Krimioldies draufgepackt; – diese Art der Werbung ist bei deutschen Serien- und Film-DVDs immer noch so selten, dass sie extra erwähnt werden muss.

Die erste deutsche Verfilmung eines Buches von Francis Durbridge war 1959 „Der Andere“. Es ist die deutsche Version eines drei Jahre vorher inszenierten britischen Fernsehspiels und, wie wahrscheinlich auch das Original, ist es ein bebildertes Hörspiel. Denn niemals wird sich um eine Visualisierung bemüht. Die meiste Zeit stehen oder sitzen die Schauspieler, wie in einem Theaterstück, in geschlossenen Räumen und reden. Auch wenn der eine dem anderen ein Buch mit einer Inschrift zeigt, dann liest der andere die Inschrift vor. Kamerabewegungen gibt es kaum. Schnitte innerhalb einer Szene sind ebenfalls eine Seltenheit. So können die Schauspieler oft mehrere Minuten lang durchspielen.

Die Außenaufnahmen des gesamten Mehrteilers können locker an einer Hand abgezählt werden.

Die Story beginnt mit dem Tod des italienischen Tauchers und Wissenschaftlers Paolo Rocello. Er wurde auf dem Hausboot des spurlos verschwundenen James Cooper gefunden. Der erste Verdacht des ermittelnden Detective Inspektor Mike Ford fällt auf den ehrbaren Internatslehrer David Henderson. Immerhin wurde er ungefähr zur Tatzeit von Katherine Walters auf dem Boot beobachtet. Wir Zuschauer wissen allerdings, dass Henderson als er von Walters beobachtet wurde, nicht Rocello umbrachte, sondern seine Armbanduhr mit der des Opfers austauschte.

Und damit sind bereits nach wenigen Minuten die zwei großen Fragen für die restlichen gut zweihundert Minuten etabliert: Wer ist der Mörder? Und warum tauscht Henderson die Uhr aus?

„Es ist soweit“, ein Jahr später ausgestrahlt, markiert einen wahren Quantensprung. Während für „Der Andere“ anscheinend überhaupt nicht in England gedreht wurde, wurde jetzt gleich drei Wochen in England gedreht. Innerhalb von Szenen wird wesentlich öfter geschnitten – meist wird traditionell mit Schuss und Gegenschuss gearbeitet. Die Kamera bewegt sich, verfolgt einzelne Schauspieler und die Schauspieler mussten nicht mehr erklären, dass in einem Schulheft Worte stehen. Jetzt werden uns die Worte gezeigt. Kurz: es wird alles das gemacht, was auch schon damals seit langem zu einem Spielfilm gehörte.

Die von Francis Durbridge erfundene Geschichte ist noch einen Tick absurder als in „Der Andere“. Die zehnjährige Tochter des Wissenschaftlers Clive Freeman verschwindet. Die Polizei findet keine Spur. Die Entführer melden sich nicht. Das ist, gleich in der ersten Folge, ein typisches Durbridge-Rätsel. Denn während der restlichen fünf Folgen wird die Frage nach dem Motiv der Entführer (Geld ist es nicht) nicht beantwortet.

Ziemlich schnell beginnen Clive Freeman und seine Frau Lucy, die sich am Anfang scheiden lassen wollten, oft ohne die Hilfe der Polizei ihre Tochter zu suchen. Die erste Spur führt sie, dank einer sehr assoziativen Deduktion aufgrund einiger Worte in einem Schulheft, in das Fotoatelier von Pelford. Und irgendwann, wie in „Der Andere“ mischt sich der Geheimdienst in die Angelegenheit ein.

Die ersten beiden Durbridge-Verfilmungen der Straßenfeger-Edition sind mit ihrem langsamen Erzähltempo auch heute noch ansehbar. Denn die Geschichte bewegt sich immer voran. Durbridge sorgt für genug Verwirrung, um einem weiterrätseln zu lassen, ohne dass man den Überblick verliert und die Namensnennugen allzu penetrant ausfallen. Und jede Folge endet mit einem Cliffhanger.

Allerdings wird ein großer Teil der Spannung dadurch gewonnen, dass am Anfang von „Der Andere“ der Internatslehrer David Henderson und am Anfang von „Es ist soweit“ die Entführer sich irrational verhalten (Haben Sie schon einmal Entführer gesehen, die ein Kind wochenlang versteckt halten und keine Forderung an die Eltern richten, in der Hoffnung sie so weichzukochen?) und so dem Zuschauer ein Rätsel aufgeben, das erst nach sechs Folgen gelöst wird. Außerdem agieren die einzelnen Charaktere oft psychologisch unplausibel. Manchmal, weil sie ein doppeltes Spiel spielen. Manchmal, weil Durbridge so den Verdacht in eine falsche Richtung lenken will. Dabei entwickeln sich die Geschichten in „Der Andere“ und „Es ist soweit“ nicht aus den einzelnen Charakteren heraus, sondern aus einem Spiel mit Überraschungen und Tricks. Insofern ist Francis Durbridge weniger ein Magier als ein Bluffer.

Aber in der beschaulichen Welt des britischen Cozy (Alle Menschen bei Durbridge benehmen sich immer furchtbar gesittet und höflich.) ist er ein unterhaltsamer Bluffer, der in Deutschland, wie Edgar Wallace, bekannter als in seiner Heimat ist.

Straßenfeger 01: Der Andere/Es ist soweit

Studio Hamburg

Sprache/Ton: Deutsch (2.0 Mono)

Bild: 4:3, SW

Bonusmaterial: Kurzdokumentation Straßenfeger – Das Phänomen, Interview mit Darsteller Siegurd Fitzek,

TV Juwelen – Die Straßenfeger im neuen Glanz, Interview mit Hauptdarstellerin Eva-Ingeborg Scholz

Freigegeben ab 12 Jahre

Enthält

Der Andere (Deutschland 1959, 200 Minuten)

Regie: Joachim Hoene

Drehbuch: Francis Durbridge (Übersetzung: Marianne de Barde)

Mit Albert Lieven, Wolf Frees, Heinz Klingenberg, Helmuth Rudolph, Ingeborg Körner, Sigurd Fitzek, Werner Schumacher

Es ist soweit (Deutschland 1960, 236 Minuten)

Regie: Hans Quest

Drehbuch: Francis Durbridge (Übersetzung: Marianne de Barde)

Mit Jürgen Goslar, Eva-Ingeborg Scholz, Gaby Jaeger, Peter Pasetti, Siegfried Lowitz, Annemarie Holtz, Benno Sterzenbach, Karl Lieffen, Wolf Petersen

Die Straßenfeger-Editon im Überblick:

1) Der Andere/Es ist soweit

2) Das Halstuch/Die Schlüssel

3) Percy Stuart – Folge 1 – 26

4) Percy Stuart – Folge 27 – 52

5) Tim Frazer/Tim Frazer: Der Fall Salinger

6) Melissa/Ein Mann namens Harry Brent

7) Wie ein Blitz/Das Messer

8) Butler Parker – Folge 1 – 26

9) Es muss nicht immer Kaviar sein

10) Die Frau in Weiß/Der rote Schal

Hinweise

Homepage zur Straßenfeger-Edition

Meine Besprechung der Francis-Durbridge-Verfilmung „Die Kette“

Krimi-Couch über Francis Durbridge

Wikipedia über Francis Durbridge (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 27. Oktober

Oktober 27, 2008

Das Vierte, 23.20

Der Einzelgänger (USA 1981, R.: Michael Mann)

Drehbuch: Michael Mann

LV: Frank Hohimer: The home invaders: Confessions of a Cat Burglar, 1975

Musik: Tangerine Dream

Ganove Frank will mit dem letzten, großen Coup seine Verbrecherlaufbahn beenden. Dafür lässt sich Frank auch mit einem Gangstersyndikat ein. Und das hätte er nicht tun sollen.

Das Kino-Debüt des „Miami Vice“-Machers ist ein perfekt durchgestylter Gangsterthriller.

„Anstelle des Einbruchs rückt die melodramatische Komponente des Plots in den Mittelpunkt, was ‚Thief’ gemeinsam mit der von Mann kultivierten Neon-Ästhetik zu einem prägenden Vertreter des Noir der frühen 1980er Jahre macht.“ (Andreas Rauscher in „Filmgenres: Film noir“, 2008)

Mit James Caan, Tuesday Weld, Willie Nelson, James Belushi, Dennis Farina, Chuck Adamson, William Petersen

Auch bekannt als “Thief – Der Einzelgänger”

Hinweise

Senses of Cinema über Michael Mann

Drehbuch „Thief“ von Michael Mann (Final Draft, März 1980)

Und hier, weil der Trailer nicht so toll ist, die erste Minuten des Films (den Rest gibt es auch bei YouTube):


TV-Tipp für den 26. Oktober

Oktober 26, 2008

ARD, 00.05

Good Night, and Good Luck (USA 2005, R.: George Clooney)

Drehbuch: George Clooney, Grant Heslov

In den Fünfzigern veranstaltet US-Senator Joseph McCarthy eine Hetzjagd gegen wenige Kommunisten und viele vermeintliche Kommunisten. 1954 beginnt CBS-Moderator Edward R. Murrow die Politik von McCarthy in seiner Sendung „See it now“ zu hinterfragen. Mit den von ihm präsentierten Reportagen und, später, von ihm gemachten Interviews mit McCarthy trug er zu dessen Sturz bei.

Böswillig gesagt ist “Good Night, and Good Luck” Schulfernsehen, bei dem zuerst die historischen Fakten vermittelt und anschließend die Botschaft hinausposaunt wird. Objektiv gesehen ist Clooneys Film gutes altmodisches Kino mit einer zeitlos aktuellen Botschaft über die Verantwortung der Medien (hier des Fernsehens). Denn selbstverständlich wurde der in dem Film geschilderte wahre Fall des TV-Moderators Edward R. Murrow gegen Senator Joseph McCarthy auch als Diagnose des Verhaltens der US-amerikanischen Medien vor dem Irak-Krieg gesehen und der historisch verbürgte Aufruf von Murrow an seine Kollegen am Ende des historisch genauen Films kritisch gegen die Machthaber zu sein, konnte 2005 nur tagespolitisch verstanden werden.

Abgesehen davon ist „Good Night, and Good Luck“ mit seiner eleganten SW-Kamera (Robert Elswit, auch „Michael Clayton“, „There will be Blood“ und, uh, „James Bond – Der Morgen stirbt nie“), dem stimmungsvollen Soundtrack, den pointierten Dialogen und den guten Schauspielern einfach ein Fest für Filmfreunde – und, dank der Sendezeit, ein Pflichttermin für den Videorekorder.

Mit David Strathairn, George Clooney, Patricia Clarkson, Alex Borstein, Robert Downey Jr., Jeff Daniels, Ray Wise, Robert Knepper, Dianne Reeves, Frank Langella

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über “Good Night, and Good Luck

Wikipedia über Edward R. Murrow (deutsch, englisch [viel umfangreicher])

The Museum of Broadcast Communication über Edward R. Murrow

PBS über Edward R. Murrow


TV-Tipp für den 25. Oktober

Oktober 25, 2008

Kabel 1, 20.15

JAMES BOND: Liebesgrüsse aus Moskau (GB 1963, R.: Terence Young)

Drehbuch: Richard Maibaum, Johanna Harwood

LV: Ian Fleming: From Russia with love, 1957 (Liebesgrüße aus Moskau)

James Bond soll ein Dechiffriergerät und eine in ihn verliebte Sekretärin aus der Sowjetunion schmuggeln. Aber er hat seine Rechnung ohne die bösen Russen gemacht.

Zweiter Auftritt von James Bond in einer harten, ziemlich realistischen Agenten-Story (im Verhältnis zu seinen späteren Auftritten), mit Sean Connery, Lotte Lenya (Frau von Kurt Weill und hochgelobte Brecht-Interpretin), Robert Shaw (ein Autor und Shakespeare-Darsteller, der später den Weißen Hai jagen durfte), Daniela Bianchi (die, nun ja, auf Neudeutsch das Love-Interest von Bond war)

Wiederholung: Sonntag, 26. Oktober, 18.00 Uhr

Hinweis

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Oktober 24, 2008

Wie jeden zweiten Freitag hat Don Alfred sich die TV-Krimi-Buch-Tipps geschnappt und die Bleiwüste mit vielen, vielen Bildern verschönert. Das Ergebnis können Sie hier bewundern. Für die Kriminalakte blieben mal wieder nur einige bleihaltige Worte übrig:

Als Vorbereitung für den neuen Bond-Film gibt es eine tröstliche Menge alter Bond-Abenteuer. Miss Marple löst, geplagt von Schlaflosigkeit, in einer Nacht zwei Fälle und dann gibt es noch diese empfehlenswerten Filme: Martin Scorseses Nicholas-Pileggi-Verfilmungen „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ und „Casino“, Joseph Sargents John-Godey-Verfilmung „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, Michael Manns Frank-Hohimer-Verfilmung „Der Einzelgänger“, Howard Hawks‘ Ernest-Hemingway-Verfilmung „Haben und Nichthaben“, ein kleines Columbo-Festival mit „Mord nach Rezept“, „Lösegeld für einen Toten“ und „Tödliche Trennung“ (oder die beiden selten gezeigten Piloten und die erste Folge), René Clements Sébastien-Japrisot-Verfilmung „Der aus dem Regen kam“, Jean-Luc Godards Lionel-White-Verfilmung „Elf Uhr nachts“, Barry Levinsons Larry-Beinhart-Verfilmung „Wag the dog“ (als Vorbereitung für die Wahlnacht), Alfred Hitchcocks John-Trevor-Story-Verfilmung „Immer Ärger mit Harry“, Henri Verneuils selten gezeigte Félicien-Marceau-Verfilmung „Der Körper meines Feindes“ (mit Jean-Paul Belmondo), Damiano Damianis Leonardo-Sciascia-Verfilmung „Don Mariano weiß von nichts“ und die letzten beiden Teile der TV-Fassung von „Der Pate“ werden gezeigt.


TV-Tipp für den 24. Oktober

Oktober 24, 2008

Tele 5, 20.15

Wenn der Postmann zweimal klingelt (USA 1981, R.: Bob Rafelson)

Drehbuch: David Mamet

LV: James M. Cain: The postman always rings twice, 1934 (Wenn der Postmann zweimal klingelt, Die Rechnung ohne den Wirt)

Frank Chambers verliebt sich in Cora, die gelangweilte Frau des Tankstellenbesitzers Nick. Gemeinsam planen sie seinen Tod.

Düsteres Drama mit Jack Nicholson und Jessica Lange. – Das schmale Buch von Cain wurde fünfmal verfilmt und mindestens drei Verfilmungen sind Klassiker: „Ossione“ (I 1942, R.: Lucino Visconti), „Die Rechnung ohne den Wirt“ (USA 1946, R.: Tay Garnett) und „Wenn der Postmann zweimal klingelt“.

Wiederholung: Samstag, 25. Oktober, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Meine Besprechung von David Mamets “Bambi vs. Godzilla – Über Wesen, Zweck und Praxis des Filmbusiness” (Bambi vs. Godzilla – On the Nature, Purpose, and Practice of the Movie Business, 2007)

Krimi-Couch über James M. Cain

Mordlust über James M. Cain

Kirjasto über James M. Cain


TV-Tipp für den 23. Oktober

Oktober 23, 2008

Das Vierte, 20.15

Der Unbeugsame (USA 1967, R.: Stuart Rosenberg)

Drehbuch: Donn Pearce, Frank Pierson

LV: Donn Pearce: Cool Hand Luke, 1965

Betrunken demoliert der brave Luke Parkuhren. Dafür wird er für zwei Jahre ins Arbeitslager geschickt und trifft dort auf eine ganz andere Gesellschaft. Luke will sich nicht anpassen.

Beeindruckendes Knastdrama

Mit Paul Newman, George Kennedy, J. D. Cannon, Lou Antonio, Strother Martin, Dennis Hopper, Harry Dean Stanton

Vorschautipp: Am Donnerstag, den 30. Oktober, zeigt Arte, ab 21.00 Uhr „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (mit Paul Newman) und „Inside the Actors Studio“ (ein Interview mit Paul Newman). Der Grund?


TV-Tipp für den 22. Oktober

Oktober 21, 2008

SWR, 23.00

Der Pate – Teil 1/Teil 2 (USA 1977, R.: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola

LV: Mario Puzo: The godfather, 1969 (Der Pate)

Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.

Allerdings heute in der vierteiligen, chronologisch-erzählten und ziemlich unbekannten TV-Version. Coppola schnitt die beiden ersten ersten „Der Pate“-Filme neu und integrierte auch Szenen, die nicht in den Kinofilmen enthalten sind.

Der dritte Teil folgt am kommenden Mittwoch, den 29. Oktober, um 23.00 Uhr und der abschließende vierte Teil am Mittwoch, den 5. November, ebenfalls um 23.00 Uhr.

Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire

Hinweise

Offizielle Mario-Puzo-Seite

Kirjasto über Mario Puzo

Krimi-Couch über Mario Puzo

Kaliber.38 über Mario Puzo

Time: Mario-Puzo-Titelgeschichte (28. August 1978 – mit einem schönen Titelbild)