TV-Tipp für den 19. Juli

Juli 19, 2008

Kabel 1, 00.10

Der Marathon-Mann (USA 1976, R.: John Schlesinger)

Drehbuch: William Goldman

LV: William Goldman: Marathon Man, 1974 (Der Marathonmann)

Ein Student kommt, durch seinen ermordeten Bruder, einer Nazi-Organisation auf die Spur.

Spannender Thriller mit hochkarätiger Besetzung und einer – immer noch – schrecklichen Zahnarzt-Szene. Ursprünglich sollte sie länger sein, aber Testvorführungen ergaben, dass das zuviel Grauen war.

Mit Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, Marthe Keller, William Devane


TV-Tipp für den 18. Juli

Juli 18, 2008

ARD, 21.45

TATORT: Mann über Bord (D 2006, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Dorothee Schön

Borowski sucht den spurlos verschwundenen Kapitän einer Fähre.

Für einen Borowski-Tatort eine ziemlich erfreuliche Angelegenheit. Immerhin sind die Schauspieler mit spürbarer Lust bei der Sache. Allerdings hangelt sich die Geschichte ziemlich langatmig an einem nicht sonderlich logischen 08/15-Whodunit entlang.

Für einen Lars Becker-Film ist „Mann über Bord“ eine langweilig-unpersönliche Angelegenheit. Aber als Einschliefhilfe ist „Mann über Bord“ sicher okay. Und wenn’s mit dem Einschlafen nicht funktioniert: Arte, 23.30: Bob Marley – Live at Rainbow, London 1977.

Mit Axel Milberg, Maren Eggert, Peter Haber, Catrin Striebeck

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Borowski (und  über „Mann über Bord„)

Das Erste: Interview mit Lars Becker zu „Mann über Bord“

Homepage von Dorothee Schön


TV-Tipp für den 17. Juli

Juli 17, 2008

Das Vierte, 20.15

Fluchtpunkt San Francisco (USA 1971, R.: Richard C. Sarafian)

Drehbuch: Guillermo Cain, Barry Hall (ungenant) (nach einer Gesichte von Malcolm Hart)

Ex-Rennfahrer Kowalski wettet mit einem Freund, dass er in 15 Stunden von Denver nach San Francisco fahren kann. Auf seiner rasanten Fahrt durch die USA wird er von den Medien als Held gefeiert und von der Polizei gejagt.

„Fluchtpunkt San Francisco, ein furios fotografiertes Road-Movie, beschwört wieder einmal mehr den Mythos des freien, ungebundenen Menschen herauf, der jedoch in der modernen amerikanischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts keinen Platz mehr findet.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Der Siebziger-Jahre-Kultfilm wurde auch in Quentin Tarantinos neuestem Film „Death Proof – Todsicher“ ausgiebig erwähnt.

Es ist unklar, welche Fassung gezeigt wird. Der Film ist FSK-18 und dürfte daher um diese Uhrzeit nur gekürzt laufen. Aber die FSK-18-Bewertung ist auch schon einige Jahre alt und aus heutiger Sicht verdient „Fluchtpunkt San Francisco“ wirklich keine FSK-18 mehr.

Mit Barry Newman, Clenvon Little, Dean Jagger, Paul Koslo

Hinweise

Wikipedia über “Fluchtpunkt San Francisco”

Deutsche Fanseite zu „Fluchtpunkt San Francisco“ (der in der DDR „Grenzpunkt Null“ hieß)

Mitschrift “Vanishing Point”

DGA: Unter the Influence: Richard Sarafian’s Vanishing Point (2004)


TV-Tipp für den 16. Juli

Juli 16, 2008

ARD, 22.45

Deutschland, deine Künstler: Reinhard Mey (D 2008, R.: Dagmar Wittwers)

Drehbuch: Dagmar Wittwers

Wer ist der nette Berliner mit der Gitarre, dessen Lieder im Deutschunterricht durchgenommen und von Punkern nachgespielt werden?

Wiederholung: Donnerstag, 17. Juli, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Das Erste über die Doku

Homepage von Reinhard Mey

Wikipedia über Reinhard Mey

Die Zeit: Doppelporträt von Susanne Gaschke über Reinhard Mey und Hannes Wader (2008 )


TV-Tipp für den 15. Juli

Juli 15, 2008

BR, 23.25

Komm, süßer Tod (A 2000, R.: Wolfgang Murnberger)

Drehbuch: Wolfgang Murnberger, Wolf Haas, Josef Hader

LV: Wolf Haas: Komm, süßer Tod, 1998

Ex-Polizist Brenner will bei den „Kreuzrettern“ als Sanitäter nur eine ruhige Kugel schieben. Aber einige mysteriöse Mordfälle verhageln seinen Plan.

„Komm, süßer Tod“ erhielt 1999 den Deutschen Krimipreis und galt als unverfilmbar, bis Josef Hader und Wolfgang Murnberger sich ans Drehbuch setzten und einen Kinohit drehten.

„So viel abgefeimten Wortwitz, makabre Situationskomik und wunderbar verquere Charaktertypen,…, hat man schon lange nicht mehr im Kino erlebt. Fast jede einzelne Szene hat Film-noir-Klasse. Die Krimihandlung ist abstrus, aber clever konstruiert, deren eigenwillige Rasanz ein Lob der Langsamkeit. Wien fährt und läuft Amok, aber immer mit einem guten Schmäh auf den Lippen.“ (Dullinger, AZ, 20. 9. 2001)

2004 (in Deutschland 2005) startete der zweite Brenner-Krimi „Silentium“ im Kino: gleiches Team, gleiche Qualität. Der dritte Brenner-Krimi „Der Knochenmann“, wieder mit dem bewährten Team, ist gerade abgedreht, startet im Dezember in Österreich und irgendwann in Deutschland.

Mit Josef Hader, Simon Schwarz, Barbara Rudnik, Nina Proll, Bernd Michael Lade

Hinweise

Krimi-Couch über Wolf Haas

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Wolf Haas

Planet-Interview redet mit Wolf Haas (2005, zur  Verfilmung von „Silentium“)


TV-Tipp für den 14. Juli

Juli 14, 2008

Arte, 22.45

Hommage an Leonard Cohen

Das diesjährige Montréal Jazz Festival begann mit einer musikalischen Huldigung an Leonard Cohen. Es sangen und spielten unter anderem Martha Wainwright, Rufus Wainwright, K. D. Lang, Chris Botti, Jennifer Warnes, Win Butler/Regine Chassagne (Arcade Fire) und Damien Rice. Ergänzt wird der Konzertmitschnitt durch einige Ausschnitte aus einem neuen Leonard-Cohen-Konzert.

Wiederholung: Mittwoch, 30. Juli, 00.30 Uhr (VPS 00.20, Taggenau!)

Hinweise

Arte zum Konzert

Homepage von Leonard Cohen

The Leonard Cohen Files


TV-Tipp für den 13. Juli

Juli 13, 2008

BR, 23.30

Alamo Bay (USA 1985, R.: Louis Malle)

Drehbuch: Alice Arlen

Vietnam-Veteran Shang ist ein Redneck und Fischer. Als die Regierung immer mehr vietnamesische Flüchtlinge in der Bucht von Alamo Bay ansiedelt und diese als Fischer ihr Glück versuchen, entziehen sie Shang und den anderen alteingesessenen Fischern ihren Lebensunterhalt. Der Konflikt zwischen den beiden Gruppen, zusätzlich angeheizt durch den Ku-Klux-Klan, eskaliert. Zwischen den verfeindeten Gruppen steht Glory, eine Jugendfreundin von Shang und Fischhändlerin.

Der selten gezeigte, fast unbekannte Louis-Malle-Film „Alamo Bay“ beruht auf wahren Ereignissen aus den späten siebziger und frühen achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In „Alamo Bay“ benutzt Louis Malle die Struktur des Western. Er liefert einen fast schon dokumentarischen Blick auf einen bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Ry Cooder schrieb die Musik. Die Schauspieler sind gut. Aber Malle pendelt zu unentschlossen zwischen den drei Hauptcharakteren (aka eine Frau zwischen zwei Männern) und den verschiedenen Geschichten (Erzählt er die Geschichte eines Rassisten? Eines Einwanderers? Einer Frau, die zwischen den Fronten steht? Oder eines Abschieds vom amerikanischen Traum?).

„Alamo Bay ist für mich die perfekte Einwanderer-Geschichte. Und die perfekte Metapher für dieses Land, ein Einwandererland seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie holten Leute, zuerst die Iren, dann die Deutschen, die Schweden, die Polen, die Russen, die Juden. Und jedes Mal – zuerst die Iren – wurden sie mit unglaublichem Rassismus konfrontiert. Jetzt sind es nicht nur die Mexikaner, sondern Leute aus dem übrigen Süd-Amerika. Und die Koreaner und Süd-Vietnamesen. Es ist immer dasselbe Muster. Sie kommen mit diesen riesigen kulturellen Unterschieden und sind eine ökonomische Herausforderung, das ist der Punkt. Sie nehmen den Leuten, die schon ein paar Generationen lang hier waren, die Jobs weg. Das ruft diesen phänomenalen Rassismus hervor, der eigentlich nicht Rassismus per se ist: der beginnt bei Leuten, die nicht nur anders aussehen, sondern eben auch die Jobs wegnehmen. Ich hörte von Schwierigkeiten, mit vietnamesischen Fischern, – von Mexiko bis Florida, in Louisiana und die ganze texanische Küste entlang, wo sich diese Leute niederlassen und anfangen, das zu tun, was Einwanderer machen: Geld zu sparen, um alte Boote zu kaufen, die sie in Ordnung bringen, um dann mit dem Garnelenfang anzufangen. Die einheimischen wandten sich gegen sie und fingen an, ihre eigenen Probleme auf die Vietnamesen zu schieben. Und weil es kulturelle Unterschiede gibt und eine Sprachbarriere – fast keiner der Vietnamesen sprach ausreichend Englisch – eskalierte alles in außerordentlicher Gewalt. Das passierte vor allem zwischen 1979 und 1981/82.“ (Louis Malle in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte, Hrsg.: Louis Malle, 1985)

Mit Amy Madigan, Ed Harris, Ho Nguyen, Donald Moffat


TV-Tipp für den 12. Juli

Juli 12, 2008

ARD, 23.10

Psycho (USA 1960, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Joseph Stefano

LV: Robert Bloch: Psycho, 1959 (Psycho)

Ein immer wieder gern gesehener Schocker von Alfred Hitchcock und das beste Argument gegen Duschen.

Im Anschluss zeigt das Erste die Fortsetzungen „Psycho II“ und „Psycho III“. Wenn Sie also nach Normans ersten Morden nicht schlafen können,…

Mit Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, John Gavin

P. S.: Sehr schöner Trailer!


TV-Tipp für den 11. Juli

Juli 11, 2008

Arte, 21.00

Die Weisheit der Wolken (D 2008, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Martin Kluger

Vor zwanzig Jahren gab die fünfzehnjährige Marie ihr uneheliches Kind zur Adoption frei. Heute trifft sie ihren Sohn wieder und fragt sich, ob sie damals einen Fehler begangen hat.

Ruhiges, prominent besetztes Mutter-Sohn-Drama über ihre gegenseitige Annäherung,

Mit Ina Weise, Tobias Schenke, Sylvester Groth, Manfred Zapatka, Gila von Weitershausen, Cosma Shiva Hagen, Ulrike Krumbiegel

Wiederholung: Sonntag, 13. Juli, 16.15 Uhr

Hinweis

Arte zum Film


Neu im Kino: Der unglaubliche Hulk, Married Life

Juli 10, 2008

Der unglaubliche Hulk (The incredible Hulk, USA 2008, R.: Louis Leterrier)

Drehbuch: Zak Penn

Viel Werbung, aber auf einen Punkt wird nicht hingewiesen: In fast allen deutschen Kinos läuft eine gekürzte FSK-12-Fassung.

In den meisten?

Jaha, der Verleih bringt auch einige Kopien der ungekürzten FSK-16-Fassung raus.

Oh, und Hauptdarsteller Edward Norton hat, nachdem er das Endprodukt gesehen hat, keine Zeit mehr für die übliche Promotour. Primadonnenverhalten oder gnadenlose Ehrlichkeit gegenüber der eigenen Arbeit? Wenn Sie ihn in Afrika treffen, können Sie ihn fragen.

Mit Edward Norton, Liv Tyler, William Hurt, Tim Roth, Lou Ferrigno, Robert Downey Jr. (ungenannt), Stan Lee (ungenannt)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der unglaubliche Hulk“

Married Life (Married Life, USA 2007, R.: Ira Sachs)

Drehbuch: Ira Sachs, Oren Movermann

USA, späte vierziger Jahre. Harry Allen ist ein richtiges Sensibelchen. Weil er seine Geliebte nicht enttäuschen will und er glaubt, seine Ehefrau werde die Scheidung nicht verkraften, will er sie umbringen.

Etwas Film Noir und schwarze Komödie vor historischer Kulisse, viel Schauspielerkino. „Stilübung“ (Berliner Zeitung, 10. Juli 2008 ) „Was anfangs Spannung erzeugt, weil man nicht weiß, woin die Reise führen wird, gerät zum Symptom der Unausgegorenheit. (…) das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint.“ (epd Film 7/2008 )

Mit Pierce Brosnan, Chris Cooper, Patricia Clarkson, Rachel McAdams

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Married Life“


TV-Tipp für den 10. Juli

Juli 10, 2008

3sat, 22.35

Army Go Home! (GB/D/USA 2001, R.: Gregor Jordan)

Drehbuch: Gregor Jordan, Eric Axel Weiss, Nora Maccoby

LV: Robert O’Connor: Buffalo Soldiers, 1992 (Krieg im Frieden, Buffalo Soldiers, Army Go Home))

Mannheim, 1989: GI Ray schiebt, mit einigen Schwarzmarktgeschäften und dem Zerstören von Truppeneigentum, eine ruhige Kugel. Nur der steinharte Sgt. Lee sorgt für Unruhe. GI Ray verführt Lees Tochter und spätestens ab da herrscht ‚Krieg im Frieden“.

Die respektlose Militärkomödie erlebte ihre Uraufführung am 8. September 2001 auf dem Filmfest Toronto und weil am 11. September Terroristen die USA angriffen (Ihr erinnert euch?) war der Weg des Films zum Kassenflop (mit den Umwegen verspäteter Kinostart und DVD-Premiere) vorgegeben.

Mit Joaquin Phoenix, Ed Harris, Scott Glenn, Anna Paquin, Elizabeth McGovern

Hinweise

Oden Film über „Army Go Home!“

3sat  über „Army Go Home!“

Slate über den Film (und die Rezeption in den USA)


TV-Tipp für den 9. Juli

Juli 9, 2008

HR, 23.05

Der Boß (F/Can 1985, R.: Alexandre Arcady)

Drehbuch: Francis Veber, Daniel Saint-Harmont, Alexandre Arcady

LV: Jay Cronley: Quick Change, 1981

Für Grimm und sein Team beginnen die wahren Probleme erst nach dem Banküberfall auf dem Weg zum Flughafen.

„Der Boß“ ist der angenehmste Film der Achtziger von Jean-Paul Belmondo: eine lockere Krimikomödie mit Action-Einlagen. Während des Banküberfalls kann Belmondo in einem Clownskostüm dem Affen Zucker geben.

Mit Jean-Paul Belmondo, Guy Marchand, Kim Cattrall


TV-Tipp für den 8. Juli

Juli 8, 2008

WDR, 22.00

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (GB 1969, R.: Peter Hunt)

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963 (007 James Bond im Dienst Ihrer Majestät; 007 James Bond im Geheimdienst Ihrer Majestät; 007 James Bond und sein gefährlichster Auftrag)

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas

Wiederholung

RBB, Sonntag, 13. Juli, 01.20 Uhr (Taggenau! – davor, Samstag, 12. Juli, 23.30 Uhr: “James Bond: Man lebt nur zweimal” mit Sean Connery)

Hinweis

Meine Besprechung des James-Bond-Romans „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care) von Sebastian Faulks mit weiterführenden Links


TV-Tipp für den 7. Juli

Juli 7, 2008

ZDF, 22.15

Match Point (GB 2005, R.: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen

Ein Woody-Allen-Film ohne New York? Geht das? Wie sein erster im Ausland gedrehter Film “Match Point” zeigt, geht das sehr gut. Für Allen scheint es sogar eine Frischzellenkur gewesen zu sein. Denn er drehte seine weiteren Filme, ohne die gewohnten Allen-Wortkaskaden, in Europa.

Die Geschichte von „Match Point“ ist die alte Geschichte vom Aufsteiger aus kleinen Verhältnissen, der für seine Ziele über Leichen geht. Denn seine große Liebe ist nicht seine Ehefrau und er denkt nicht an eine Scheidung, die ihn selbstverständlich seine gerade mühsam erreichte gesellschaftliche Stellung kosten würde.

„Match Point“ wurde von den Kritikern abgefeiert, erhielt Preise und wurde für wichtige Preise, unter anderem den Oscar und den Edgar Allan Poe Award als bestes Drehbuch, nominiert. Der Film ist ein schön gemeines, etwas überbewertetes Thrillerdrama mit einer bitterbösen Schlusspointe.

Mit Scarlett Johansson, Jonathan Rhys Meyer, Emily Mortimer, Emily Mortimer, Matthew Goode, Mark Gatiss, Brian Cox, Ewen Bremner, James Nesbitt

Wiederholung: Mittwoch, 9. Juli, 00.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Guardian: Interview mit Woody Allen (20. Dezember 2005)

Total Film: Interview mit Woody Allen (30. Dezember 2005)

Die Welt: Interview mit Woody Allen (23. Dezember 2005)

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Match Point“


TV-Tipp für den 6. Juli

Juli 6, 2008

Heute gibt’s wieder einen Arte-Themenabend. Dieses Mal: „Zwei Freunde in Hollywood – Sydney Pollack und Robert Redford“ (bzw. Ein Abend zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Regisseur Sydney Pollack)

Arte, 20.50

Jeremiah Johnson (USA 1972, R.: Sydney Pollack)
Drehbuch: John Milius, Edward Anhalt

LV: Vardis Fisher: Mountain Man (1965), Raymond W. Thorp, Robert Bunker: Crow Killer: The Saga of Liver-Eating Johnson (1958, 1969)

Um 1850 zieht Exsoldat Jeremiah Johnson sich aus der Zivilisation in die Berge zurück. Doch auch dort findet er nicht seinen Seelenfrieden.

„Pollack setzt in seinem Film auf ruhige, meditative Bilder und arbeitet mit langsamen Panoramaschwenks und Überblendungen. Im Mittelpunkt steht die Schilderung der einsamen Bergwelt von Utah, deren überwältigende Schönheit zugleich auch als bedrohlich und lebensfeindlich gezeigt wird. Es ist eine archaische Welt des Auge-um-Auge, in die Jeremiah geht. Die Winter scheinen in diesen Bergen nie zu vergehen, und diese ewigen Winter betonen die selbstgewählte Isoliertheit der Protagonisten.“ (Peter Ruckriegel, in Bernd Kiefer/Norbert Grob [Hrsg.]: Filmgenres Western)

Mit Robert Redford, Will Geer, Stefan Gierasch

Wiederholung: Montag, 7. Juli, 14.55 Uhr

Arte, 22.35

Something about Sydney Pollack (F 2004, R.: Harold Manning)

Drehbuch: Harold Manning

Doku, für die Sydney Pollack ein langes Interview gab.

Mit Sydney Pollack, Robert Redford

Hinweise

Arte zum Themenabend

Kriminalakte: R. i. P. Sydney Pollack


TV-Tipp für den 5. Juli

Juli 4, 2008

Pro 7, 22.30

Mystic River (USA 2003, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Dennis Lehane: Mystic River, 2001 (Spur der Wölfe, Mystic River)

Jimmy Markum, Dave Boyle und Sean Devine waren Jugendfreunde. Jahrzehnte später treffen sie sich wieder. Jimmys Tochter wurde ermordet. Sean soll als Polizist den Mörder finden und Dave gerät in Verdacht, sie umgebracht zu haben.

Seit einigen Jahren dreht Clint Eastwood einen grandiosen Film nach dem nächsten. Auch „Mystic River“ ist ein ruhiges, im positiven Sinn altmodisch erzähltes, düsteres Drama ohne einfache Lösungen über Schuld, Sühne und der Frage nach Gerechtigkeit.

Mit seinen exzellenten Schauspielern, dem guten Drehbuch, der ruhigen Kameraarbeit (Tom Stern, seit „Honkytonk Man“ [1982] bei fast jedem Eastwood-Film dabei) und der stimmigen Musik (Clint Eastwood himself) ist der Film sogar dem etwas ausufernden Roman überlegen.

Neben zahlreichen Nominierungen und Preisen wurde Helgelands Buch auch für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Im Henschel-Verlag erscheint im August der schöne Bildband „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ von Pierre-Henri Verhac mit einem biographischen Essay von Peter Bogdanovich und zahlreichen schönen, überwiegend bislang unveröffentlichten Fotos. Ich durfte schon einen Blick in das Buch werfen und es sieht wirklich schön aus.

Mit Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden, Laura Linney

Wiederholung: Sonntag, 6. Juli, 02.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Dennis Lehane

January Magazine: Interview mit Dennis Lehane über „Mystic River“ (März 2001)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes Kurzgeschichtensammlung „Coronado“

Scriptmag: Brian Helgeland über das Schreiben des Drehbuchs


TV-Tipp für den 4. Juli

Juli 4, 2008

Pro 7, 20.15

Die purpurnen Flüsse (F 2000, R.: Mathieu Kassovitz)

Drehbuch: Mathieu Kassovitz, Jean-Christophe Grange

LV: Jean-Christophe Grange: Les Rivières pourpres, 1997 (Die purpurnen Flüsse)

Wer bringt in einer abgeschiedenen Alpenuni Menschen um? Kommissar Niémans ermittelt und deckt dabei eine gigantische Verschwörung auf.

Spannender, nicht sonderliche plausibler Thriller: „aufwändig inszenierter Trashfilm“ (tip).

Mit Jean Reno, Vincent Cassel, Dominique Sanda

Wiederholung: Montag, 7. Juli, 00.30 Uhr (Taggenau! – dann in der ungekürzten FSK-16-Version)

Hinweise

Homepage von Jean-Christophe Grange

Krimi-Couch über Jean-Christophe Grange


TV-Tipp für den 3. Juli

Juli 3, 2008

Das Vierte, 20.15

Flammender Stern (USA 1960, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Clari Huffaker, Nunnally Johnson

LV: Clair Huffaker: Flaming Lance, 1958

Texas, 1878: Das junge Halbblut Pacer Burton muss sich entscheiden, wem seine Loyalität gehört. Den Weißen oder den Indianern. Dabei möchten er und seine Familie doch nur ihre Ruhe haben.

Pessimistischer Western die Verpflichtungen und Anforderungen an Menschen, die zwischen zwei verfeindeten Gruppen stehen – und wissen, dass jede Entscheidung falsch ist.

„Es liegt durchaus eine gewisse Tragik darin, dass Elvis sein filmisches Meisterwerk nicht wirklich dominieren konnte, weil der Part überwiegend passiver Natur und ‚Flaming Star’ von seiner Struktur her ein Ensemblestück ist. Und in seiner nüchtern-illusionslosen Grundhaltung macht ‚Flaming Star’ natürlich überdeutlich klar, dass Don Siegel keineswegs der tumbe, rechtslastige Law-and-Order-Bolzen sein konnte, den spätestens nach ‚Dirty Harry’ viele partout in ihm sehen wollten, allerdings auch kein den Zeitgeist hofierender und auf verlogene Sentimentalitäten und Versöhnlichkeiten (die in diesem Fall die amerikanische Realgeschichte schon gar nicht hergab) setzender Liberaler.“ (Ulrich van Berg in Frank Arnold/Michael Esser [Hrsg.]: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme)

„Es wird immer Menschen geben, deren Vorurteile so tief sitzen, dass für sie keine Hoffnung besteht.“ (Don Siegel in Stuart M. Kaminsky: Don Siegel: Director)

Mit Elvis Presley, Dolores del Rio, Steve Forrest, John McIntire, Barbara Eden, Richard Jaeckel, L. Q. Jones


TV-Tipp für den 2. Juli

Juli 1, 2008

Tele 5, 22.50

Der Cop (USA 1987, R.: James B. Harris)

Drehbuch: James B. Harris

LV: James Ellroy: Blood on the moon, 1984 (Blut auf dem Mond)

Sergeant Lloyd Hopkins geht bei der Jagd nach einem Serienmörder nicht gerade zimperlich vor.

Erste düster-nihilistische, unterschätzte Verfilmung eines Buches von James Ellroy. Die zeitgenössische Kritik war verheerend: „distanzloses Starvehikel“ (Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms), „mittelmäßiger Polizei-Thriller“ (Lexikon des Internationalen Films), „Doch anstelle subtiler Psychologie und Suspense setzen Woods und Harris auf drastische Mittel, die aus einem Polizei- einen Gewaltfilm machen.“ (Fischer Film Almanach 1989).

Zu den wenigen Verteidigern von „Der Cop“ gehört Georg Seesslen: „Es ist eine fast schon abstrakte (und gelegentlich ironische) Studie über den harten und besessenen Cop, der am Ende alles verliert: Frau, Familie und bürgerliche Existenz.“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit James Woods, Lesley Ann Warren, Charles Durning

Wiederholung: Samstag, 5. Juli, 02.15 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 1. Juli

Juli 1, 2008

ZDF, 22.15

Neues aus der Anstalt

Georg Schramm, Urban Priol und ihre Gäste Andreas Giebel, Andreas Müller und Frank-Markus Barwasser (aka Erwin Pelzig) läuten die parlamentarische Sommerpause mit 45 Minuten Satire ein.

Wiederholung: Mittwoch, 2. Juli, 02.05 Uhr (Taggenau! – und in der ZDF Mediathek)

Hinweis

ZDF über „Neues aus der Anstalt“