TV-Tipps 10. – 12. Mai

Mai 9, 2008

Wegen Pfingsten gibt es heute wieder mehrtägige TV-Tipps mit Helden der Populärkultur:

Samstag, 10. Mai

Sat.1, 23.45

Dirty Harry (USA 1971, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Harry Julian Fink, Rita M. Fink, Dean Reisner, John Milius (ohne Credit)

LV: Harry Julian Fink, Rita M. Fink: Dead Right (Story)

Buch zum Film: Phillip Rock: Dirty Harry, 1971 (Dirty Harry)

In San Francisco knallt Scorpio wahllos Menschen ab. Dirty Harry Calahan nimmt die Fährte auf.

Immer wieder sehenswerter Klassiker des harten Polizeifilms und die Blaupause für unzählige Kopien.

„Ein Plädoyer für mehr und härtere Polizeigewalt ist Siegels Film nur an der Oberfläche. Der Kreislauf der Gewalt bringt zwangsläufig solche Charaktere wie Dirty Harry hervor. Er ist auf seine Weise ein Produkt seiner Umwelt und einer, dem, um seine Integrität zu bewahren, nichts anderes übrig bleibt, als zu handeln wie ein Outlaw mit dem Stern des Gesetztes…Es ist ein Film über einen rechten Charakter, nicht aber ein rechter Film“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Clint Eastwood, Harry Guardino, John Mitchum, John Vernon, Andy Robinson

Mehr von “Dirty Harry”:

Dirty Harry II: Sat.1, Montag, 12. Mai, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Dirty Harry kommt zurück: Tele 5, Freitag, 16. Mai, 22.30 Uhr

Dirty Harry kommt zurück: Tele 5, Montag, 17. Mai, 00.25 Uhr (Taggenau!)

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Sonntag, 11. Mai

Pro 7, 20.15

Jäger des verlorenen Schatzes (USA 1981, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Lawrence Kasdan

Am 22. Mai hat das Warten auf „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ein Ende. Bis dahin können wir uns noch einmal alle Abenteuer des unkonventionellen Archäologen ansehen. Denn er fühlt sich nur außerhalb seines Hörsaals, mit Hut und Peitsche bewaffnet, wohl. Die Story? 1936 soll Indiana Jones in Ägypten den Nazis die biblische Bundeslade wegschnappen.

Mit Harrison Ford, Karen Allen, Wolf Kahler, Paul Freeman, Ronald Lacey, John Rhys-Davies, Anthony Higgins, Alfred Molina (offizielles Spielfilm-Debüt)

Wiederholung: Montag, 12. Mai, 15.45 Uhr

Die weiteren Abenteuer von Indiana Jones:

Indiana Jones und der Tempel des Todes: Pro 7, Montag, 12. Mai, 20.15 Uhr

Indiana Jones und der Tempel des Todes: Pro 7, Dienstag, 13. Mai, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug: Pro 7, Sonntag, 18. Mai, 20.15 Uhr

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug: Pro 7, Montag, 19. Mai, 09.35 Uhr

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Montag, 12. Mai

ARD, 00.25

Das Privatleben des Sherlock Holmes (GB 1970, R.: Billy Wilder)

Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond

LV: Charaktere von Sir Arthur Conan Doyle

Köstliches Hommage an Sherlock Holmes und Doktor Watson. Damals ein ziemlicher Flop an der Kasse, heute ein Klassiker.

Billy Wilder zum Film: „In meinem Film habe ich mich bemüht, Holmes und Watson mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht zu zeichnen. Die Geschichten enthalten viel Humorvolles, doch unsere tiefere Absicht war, die Beziehungen und die Freundschaft zwischen den beiden Männern in ihren früheren Jahren zu verdeutlichen…Holmes ist ein zivilisierter Mensch, ein Gentleman, der seine Fälle löst ohne solche fragwürdigen Methoden wie James Bond. Wenn Sie wollen, so mache ich hier einen ausgesprochenen Anti-Bond-Film.“

Mit Robert Stephens, Colin Blakely, Christopher Lee, Geneviève Page


TV-Tipp für den 9. Mai

Mai 9, 2008

3sat, 23.00

Subway (F 1985, R.: Luc Besson)

Drehbuch: Luc Besson, Pierre Jolivet, Alain Le Henry, Marc Perrier, Sophie Schmit

Fred flüchtet mit geklauten Papieren in die Metro. Dort lernt er eine fremde Welt kennen und vereinbart ein Treffen mit der schönen Helena. Für eine Nacht mit ihr will er ihr die Papiere zurückgeben.

Die Story ist bestenfalls ein luftiges Nichts, aber das Zusammenspiel von Bild, Musik und Schauspielern in einer künstlich-realen Welt ist pures Kino.

„Regie, Drehbuch, Kamera und die hervorragend geführten Darsteller lassen den Zuschauer tief in jene phantastische ‚falsche’ Realität eintauchen, die jenseits der ‚richtigen’ Wirklichkeit originäres Kino bildet, wie man es leider viel zu selten geboten bekommt.“ (Fischer Film Almanach 1987)

„Der Stil ist die Story. Besson nutzt das Cinemascope-Format voll aus und kombiniert geschickt reale Schauplätze des Pariser Metro-Systems mit den von Alexander Tanner nachgebauten Sets (César-prämiert)…In Frankreich avancierte Subway zum Kassenschlager.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Mit Isabelle Adjani, Christopher Lambert, Richard Bohringer, Michel Galabru, Jean-Hugues Anglade, Jean Reno

Hinweise

3sat zum Film

Kamera.co.uk über Subway

Films de France über Subway (englisch)


Neu im Kino: Freischwimmer

Mai 8, 2008

Freischwimmer (D 2007, R.: Andreas Kleinert)

Drehbuch: Thomas Wendrich

In der tiefsten deutschen Provinz wird die falsche Idylle durch den Tod eines Schülers demaskiert. Das ganze firmiert als „böses Märchen“ und sitzt irgendwo zwischen allen Genrestühlen. David Lynch hat aus diesem Gemisch einige seiner besten Filme (Ich sage nur „Twin Peaks“) gemacht. Und Kleinert/Wendrich? Hm, wohl nicht so ganz.

Denn „Kleinerts Film [schlingert] unentschlossen zwischen den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten herum.“ (tip), „lässt das Ganze in ein ziemlich irritierendes Finale münden“ (zitty) und ist „letztlich doch nur moralistisches Beweisführungstheater in Form einer Provinz-Groteske.“ (Lexikon des internationalen Films).

Mit Frederick Lau, August Diehl, Fritzi Haberlandt, Dagmar Manzel, Alice Dyer, Devid Striesow, Jürgen Tarrach

Hinweise

Homepage zum Film (oder optisch schöner, mit anderen Texten hier)

Film-Zeit über „Freischwimmer“


TV-Tipp für den 8. Mai

Mai 8, 2008

Das Vierte, 20.15

Der Falke und der Schneemann (USA 1984, R.: John Schlesinger)

Drehbuch: Steven Zaillian

LV: Robert Lindsey: The Falcon and the snowman, 1979

Musik: Pat Metheny (und dem David Bowie-Hit „This is not america“)

Auf Tatsachen basierendes Drama über die beiden Jugendfreunde Christopher Boyce und Andrew Daulton Lee, die mäßig brisante Geheimdokumente an die UdSSR verkauften. 1977 wurde Lee zu lebenslanger und Boyce zu einer vierzigjährigen Haftstrafe verurteilt. Inzwischen sind beide auf Bewährung entlassen.

Nach 9/11 und der Hatz auf islamistische Terroristen und ihr Umfeld ist „Der Falke und der Schneemann“ als düsteres Drama über jugendlichen Idealismus wieder sehr aktuell.

Mit Sean Penn, Timothy Hutton, Pat Hingle, Joyce Van Patten

Hinweise

The Crime Library: Son of an FBI Agent (Denise Noe über den Fall)

The Daily Breeze: Falcon and the Snowman trying to live quiet lives (von Denixe Nix, veröffentlicht 7. Mai 2008 )


TV-Tipp für den 7. Mai

Mai 7, 2008

RBB, 21.00

30 x verschwundenes Berlin

Ständig verändert sich meine Stadt. Geschäfte öffnen und schließen. Häuser werden gebaut und abgerissen. Prominentestes, aktuelles Beispiel ist der nur noch als Stahlgerüst stehende Palast der Republik.

Diese Doku begibt sich an dreißig bekannten Adressen auf Spurensuche.

Hinweis

RBB zur Doku (umfangreiche Seite)


TV-Tipp für den 6. Mai

Mai 6, 2008

Mal wieder ein Arte-Themenabend: heute „Manifeste des Hasses“

Arte, 21.00

Mein Kampf – Geschichte einer Hetzschrift (F 2008, R.: Antoine Vitkine)

Drehbuch: Antoine Vitkine

Doku über die Rezeption von Adolf Hitlers Werk.

Wiederholung: Arte, Montag, 12. Mai, 01. 25 Uhr (VPS 01.30) (Taggenau!)

Arte zur Doku

Arte, 21.55

Die Protokolle der Weisen von Zion (F 2008, R.: Barbara Necek)

Drehbuch: André Taguieff

Doku über die wahrscheinlich populärste Fälschung der Geschichte. Trotzdem glauben Einige immer noch, dass die Protokolle echt sind.

Arte zur Doku

Arte, 22.50

Gesprächsrunde

Zehn Minuten; – das ist kein Gespräch, sondern ein schnelles Abfragen


TV-Tipp für den 5. Mai

Mai 5, 2008

ZDF, 22.15

Ripley’s Game (GB/I/USA 2002, R.: Liliana Cavani)

Drehbuch: Liliana Cavani, Charles McKeown

LV: Patricia Highsmith: Ripley´s Game, 1974 (Ripley´s Game oder Regel ohne Ausnahme, Ripley´s Game oder Ein amerikanischer Freund)

Ripley schlägt einem todkranken Mann vor, mit einem Auftragsmord seiner Familie ein finanzielles Polster zu verschaffen.

„John Malkovich ist perfekt in der Hauptrolle, die Spannung stimmt, die Inszenierung souverän.“ (Lothar R. Just: Filmjahrbuch 2005)

Die TV-Premiere war nach Mitternacht. Jetzt wird die hochgelobte und sehenswerte Highsmith-Verfilmung endlich zu einer publikumsfreundlicheren Zeit gezeigt. Ich habe keine Ahnung, warum der Film in Deutschland nur eine DVD-Premiere erlebte und jetzt ganz selten im TV läuft. Heute läuft nach der TV-Premiere 2006 die erste Wiederholung des Films.

Mit John Malkovich, Ray Winstone, Hanns Zischler

Hinweis

Mehr über Patricia Highsmith und Tom Ripley


TV-Tipps 1. – 4. Mai

Mai 1, 2008

Verlängertes Wochenende, deshalb:

1. Mai

Sat.1, 23.00

Express in die Hölle (USA 1985, R.: Andrei Konchalovsky)

Drehbuch: Djordje Milicevic, Paul Zindel, Edward Bunker (nach einem Drehbuch von Akira Kurosawa)

Alaska: zwei Knackis brechen aus und hoffen als blinde Passagiere auf einem Güterzug in die Freiheit fahren zu können. Doch der Lokführer stirbt, ein dritter blinder Passagier ist ebenfalls an Bord und der Zug kann nicht gebremst werden.

Harter, spannender Thriller mit guten Schauspielerleistungen. Voight und Roberts waren für je einen Oscar nominiert; Voight erhielt einen Golden Globe, Roberts war nominiert. Außerdem war der Film als bester Film für einen Golden Globe nominiert. Die Schmonzette „Out of Africa“ erhielt ihn. Trotzdem ist der Film heute fast unbekannt.

Mit Jon Voight, Eric Roberts, Rebecca DeMornay, Edward Bunker, Danny Trejo (Debüt)

Hinweise

Crimetime: Edward-Bunker-Porträt von Charles Waring

TWBooks: Edward Bunker

No Exit Press über Edward Bunker

Michael Kaplan interviewt Edward Bunker (September 1996)

BBC: Nachruf auf Edward Bunker (Juli 2005)

New York Times: Nachruf auf Edward Bunker (AP)

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2. Mai

ZDF, 21.15

KDD – Kriminaldauerdienst: Am Abgrund (D 2008, R.: Edward Berger)

Drehbuch: Edward Berger, Oliver Hein

Erfinder: Orkun Ertener

Endlich ist die beste deutsche Krimiserie zurück. „KDD“ kann man sehen, ohne sich zu schämen.

Die erste Staffel endete mit einem verpatzten Einsatz am Gendarmenmarkt. Jetzt kämpft die Einheit um ihr Überleben. Heute 90 Minuten; an den kommenden Freitagen jeweils 45 Minuten.

Mit Götz Schubert, Manfred Zapatka, Saskia Vester, Barnaby Metschurat, Melika Foroutan, Billey Demirtas, Jördis Triebel, Jürgen Vogel, André Hennicke, Devid Striesow

Hinweise

ZDF über „KDD – Kriminaldauerdienst“

Krimijahrbuch 2008: Stephanie Busch und Ulrich Noller reden mit Orkun Ertener

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3. Mai

Vox, 20.15

Ein wahres Verbrechen (USA 1999, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Larry Gross, Paul Brickman, Stephen Schiff

LV: Andrew Klavan: True Crime, 1995 (Ein wahres Verbrechen)

Zynischer Reporter mit familiären und beruflichen Problemen will einen zum Tode Verurteilten retten.

Solider Krimi, der Hollywoods klassische Erzähltugenden mit guten Schauspielern hochhält: Clint Eastwood, James Woods, Isaiah Washington, Denis Leary

Wiederholung: Sonntag, 4. Mai, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Andrew Klavan

Drehbuch „True Crime“ von Stephen Schiff

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4. Mai

Pro 7, 22.10

Hostage – Entführt (USA 2005, R.: Florent Emilio Siri)

Drehbuch: Doug Richardson

LV: Robert Crais: Hostage, 2001 (Hostage – Entführt)

LAPD-Verhandlungsexperte Jeff Talley schiebt in einer Kleinstadt eine ruhige Kugel. Da nehmen drei Jugendliche einen Mafia-Buchhalter und dessen Kinder als Geisel. Talley muss, nachdem die Mafia seine Frau und Tochter entführt, wieder verhandeln.

Okayer Geiselnahmethriller mit einem irgendwo zwischen Italo-Western und Horrorfilm oszillierendem Look und einigen hübschen Twists, wie der doppelten Geiselnahme und den sich verändernden Loyalitäten. Allerdings ist das Buch gerade bei dem Mafia-Plot glaubwürdiger. Und wer wissen will, wie die Polizei verhandelt, sollte auch zu dem Buch greifen.

Der Film ist nur die bleihaltige Action-Variante davon.

Mit Bruce Willis, Kevin Pollak, Jimmy Bennett, Michelle Horn, Ben Foster, Jonathan Tucker, Marshall Allman, Serena Scott Thomas, Rumer Willis (Tochter von Bruce Willis), Kim Coates, Robert Knepper

Wiederholung: Montag, 5. Mai, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Robert Crais

Drehbuch „Hostage“ von Robert Crais (29. März 2002, early draft – Crais schrieb ein Drehbuch nach seinem Roman, das später von anderen Autoren umgearbeitet wurde.)


TV-Tipp für den 30. April

April 30, 2008

3sat, 22.25

Die innere Sicherheit (D 2000, R.: Christian Petzold)

Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki

Die 15-jährige Jeanne ist mit ihren Eltern ständig auf der Flucht. Denn diese sind gesuchte, ehemalige RAF-Terroristen. Jetzt müssen sie wegen Geldproblemen zurück nach Deutschland. Die alten Freunde sollen ihnen aus der finanziellen Misere helfen. Und Jeanne ist erstmals wirklich verliebt.

Mit dem genau beobachteten, die deutsche Wirklichkeit sezierenden Drama über vergangene Schuld, das Erwachsenwerden und Verpflichtungen hatte Christian Petzold seinen Durchbruch bei den Kritikern und dem Publikum (über 100.000 Zuschauer). Stellvertretend für die zahlreichen euphorischen Besprechungen: „bester deutscher Film des Jahres“ (Michael Althen, SZ, 31. Januar 2001)

Mit Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller, Günther Maria Halmer

Hinweis

M Means Movie: Interview mit Christian Petzold (2001)


TV-Tipp für den 29. April

April 29, 2008

WDR, 22.10

Nur die Sonne war Zeuge (F/I 1960, R.: René Clément)

Drehbuch: René Clément, Paul Gégauff

LV: Patricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)

Tom Ripley soll im Auftrag von Philippes Vater den Sohn nach Amerika zurückbringen. Aber Tom und Philippe verstehen sich gut und Tom gefällt das müßige Millionärsleben. Warum also nicht einfach Philippe Greenleaf umbringen und dessen Stelle einnehmen?

Grandiose Verfilmung des ersten Ripley-Romanes; obwohl der Film moralisch korrekter endet.

Neben dem ausgefeilten Drehbuch trug besonders Henri Decaes superbe Farbfotografie zum Erfolg des Films bei. Erstmals schuf Farbe jene beklemmende Atmosphäre, die bis dahin nur aus den Schwarzweiß-Filmen der Schwarzen Serie bekannt war.

Patricia Highsmith schrieb danach vier weitere Bücher mit Tom Ripley, dem ersten sympathischen Psychopathen der Kriminalgeschichte.

Mit Alain Delon, Marie Laforet, Maurice Ronet

Hinweise

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Mystery Net über Tom Ripley


TV-Tipp für den 28. April

April 28, 2008

Kabel 1, 21.10

Damages – Im Netz der Macht (USA 2007)

Erfinder: Todd A. Kessler, Glenn Kessler, Daniel Zelman

Ein weiterer Grund, den Kinosessel gegen die Fernsehcouch zu tauschen, ist die heute startende Anwaltsserie „Damages – Im Netz der Macht“ mit Glenn Close, die heute noch verführerischer ist als vor über zwanzig Jahren, in der Hauptrolle. Sie spielt die erfolgreiche, eiskalte, auf Betrugsfälle spezialisierte New Yorker Anwältin Patty Hewes. Jetzt vertritt Hewes in einer Sammelklage mehrere ehemalige Angestellte gegen ihren früheren Chef Frobisher. Der Multimilliardär Arthur Frobisher soll mit verbotenem Insiderhandel sein Vermögen vermehrt und das der anderen Aktieninhaber vernichtet haben. Sie verklagt ihn auf mehrere hundert Millionen Dollar. Beiden ist zum Erreichen ihrer Ziele jedes Mittel recht. Zwischen die Fronten gerät die junge Anwältin Ellen Parsons – und nach dreizehn spannenden, wendungsreichen Folgen werden die Sympathien zu den Charakteren mehr als einmal gewechselt haben. „Damages – Im Netz der Macht“ steht eindeutig in der Tradition der modernen, episodenübergreifenden TV-Serien, die sich an ein erwachsenes und zum mitdenken bereites Publikum richtet.

Die DVD mit der ersten Staffel (13 Folgen) ist bereits für den 5. Juni angekündigt. In Hollywood wird gerade die zweite Staffel geschrieben und die dritte Staffel ist auch schon bestellt. Patty Hewes bleibt uns also noch einige Jahre erhalten.

Mit Glenn Close (Patty Hewes), Rose Byrne (Ellen Parsons), Zeljko Ivanek (Ray Fiske), Tate Donovan (Tom Shayes), Ted Danson (Arthur Frobisher), Noah Bean (David Connor), Philip Bosco (Hollis Nye)

Hinweise

FX Networks über „Damages“

Kabel 1 über „Damages“

Crimespree Cinema über „Damages“

BuzzSugar: Interview über „Damages“ mit Glenn Close

Petra: Interview mit Glenn Close


TV-Tipp für den 27. April

April 27, 2008

SRTL, 22.15

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweise

Fanpage über Mickey Spillane (letzte Aktualisierung: 2001)

Thrilling Detective über Mickey Spillane

Thrilling Detective: Max Allan Collins über Mickey Spillane

January Magazine: Max Allan Collins zum Tod von Mickey Spillane

Evolver: Martin Compart zum Tod von Mickey Spillane

Mystery File: Steve Holland über Mickey Spillane

Crimetime: Interview mit Mickey Spillane

Combustible Celluloid: Interview mit Mickey Spillane

Kaliber .38 über Mickey Spillane

Krimi-Couch über Mickey Spillane

Mordlust über Mickey Spillane

New York Times: Nachruf auf Mickey Spillane

Washington Post: Nachruf auf Mickey Spillane

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


TV-Tipp für den 26. April

April 26, 2008

ARD, 02.20

Der Teufel mit der weißen Weste (F 1962, R.: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

LV: Pierre Lesou: Le Doulos, 1958

Regieassistenz: Volker Schlöndorff

Nach einem missglückten Einbruch wird Maurice verhaftet. Er glaubt, dass Silien ihn verraten hat und er beauftragt einen Verbrecher, Silien umzubringen. Gleichzeitig tut Silien alles, um Maurice aus dem Gefängnis zu befreien.

Düsterer Gangsterfilmklassiker, mit Jean-Paul Belmondo, Michel Piccoli, Serge Reggiani

Hans Gerhold in „Jean-Pierre Melville“ (Hanser Verlag, Reihe Film 27): „Aus einem durchschnittlichen Série Noire-Stoff wurde ein „Melville“. Tatsächlich macht die komplizierte Konstruktion des Drehbuchs mit unvorhersehbaren Volten und Rückblenden (in den Erzählungen der Personen und in visuellen flash-backs) LE DOULOS zu dem spannendsten und undurchschaubarsten Film Melvilles. Denn LE DOULOS ist eine Anti-Tragödie und auf dem Prinzip der Lüge aufgebaut, die jede Äußerung und jedes Bild sofort wieder relativiert.“


TV-Tipp für den 25. April

April 25, 2008

Arte, 23.30

El Topo (Mexiko/Chile/Frankreich 1970, R.: Alexandro Jodorowsky)

Drehbuch: Alexandro Jodorowsky

Einer der Klassiker des Mitternachtskinos erlebt heute seine TV-Premiere. Die Story von El Topo – der übernatürlich begabte El Topo will in der in der Wüste gegen die vier Männer antreten, die schneller ziehen können als er – ist nur der Rahmen für einen surrealistischen Western, der heute ziemlich abgefeiert wird.

Für die andere Meinung zitieren wir die zeitgenössische Filmkritik: „Der hemmungsloseste Effekthaufen der Filmgeschichte. Die Wüste ist mit sämtlichen Leichen aller Spaghetti- und Hongkong-Western gepflastert, und das lebende personal rekrutiert sich aus den Abstellkammern allen Zelluloid-Horrors. (…) alles wird zu einem echten Jodorowsky gebunden durch metaphysischen Quark aus der Milch katholischer Denkungsart.“ (Der Spiegel)

„’El Topo’, vor vier Jahren ein Kult-Film der New Yorker Boheme, veranstaltet der genialische Kraftmensch Jodorowsky („Montana Sacra“) ein ungeschlachtes Spektakulum abgeschmackter Schockbilder. Fragwürdiger freilich noch als das ebenso eitle wie konfuse Werk, dem der zirzensische Glanz des späteren ‚Montana Sacra’ weitgehend fehlt, erscheint die Begründung, mit der die Wiesbadener Filmbewertungsstelle ‚El Topo’ ein Prädikat verweigerte. Der Film, ‚dessen Krankhaftigkeit nur noch durch Psychoanalyse zu klären ist’, wurde von der FBW in einer ärgerlich faschistoiden Begründung als ein Stück entarteter Kunst verdammt.“ (Die Zeit, 14. März 1975)

Joe Hembus vergibt in seinem Western-Lexikon 1995 keinen Stern an „El Topo“.

Mit Alejandro Jodorowsky, Brontis Jodorowsky, José Legarreta, Alfonso Arau

Wiederholung: Samstag, 3. Mai, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „El Topo“

Premiere: Interview mit Jodorwosky zur DVD-Premiere von „El Topo“

Guardian über die DVD-Premiere von „El Topo“

Weitere Informationen zu Alexandro Jodorowski bei „Der Heilige Berg“


TV-Tipp für den 24. April

April 24, 2008

3sat, 22.55

Fahr zur Hölle, Liebling (USA 1975, R.: Dick Richards)

Drehbuch: David Zelag Goodman

LV: Raymond Chandler: Farewell, my lovely, 1940 (Lebewohl, mein Liebling/Betrogen und gesühnt/Lebwohl, mein Liebling)

Los Angeles, 1941: Der gerade freigelassene Bankräuber Moose Malloy engagiert Marlowe. Der Detektiv soll Malloys Freundin Velma finden. Ein nur scheinbar einfacher Fall.

Dritte, sehr originalgetreue und sehr gelungene Verfilmung des Chandler-Buches.

Mit Robert Mitchum, Charlotte Rampling, John Ireland, Harry Dean Stanton, Anthony Zerbe, Sylvester Stallone (in einer erträglich kurzen Rolle) und – in einer ganz kleinen, aber wichtigen Rolle – Jim Thompson (!)

Hinweise

Thrilling Detective über Philip Marlowe

Thrilling Detective über Raymond Chandler

Krimi-Couch über Raymond Chandler

Mordlust über Raymond Chandler


TV-Tipp für den 23. April

April 23, 2008

MDR, 22.05

TATORT: Laura, mein Engel (D 1994, R.: Ottokar Runze)

Drehbuch: Richard Hey

Laura soll ihre in den Achtzigern in den Westen geflüchtete Mutter umgebracht haben. Als ihr Bild in der Zeitung auftaucht, weiß Ehrlicher, dass Laura nicht vor der Polizei, sondern vor dem wirklichen Täter flüchtet. Kann er Laura retten?

Einer des besten Ehrlicher-TATORTE, basierend auf einem komplexen Drehbuch von Richard Hey.

Mit Peter Sodann, Bernd Michael Lade, Ivan Desny, Beathe Finckh

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Richard Hey

HR: Nachruf auf Richard Hey


TV-Tipp für den 22. April

April 22, 2008

Tele 5, 22.25

Valdez (USA 1971, R.: Edwin Sherin)

Drehbuch: Roland Kibbee, David Rayfiel

LV: Elmore Leonard: Valdez is coming, 1970

Rancher Tanner beschuldigt einen Mann, seinen Freund Erin ermordet zu haben. Hilfssheriff Valdez erschießt ihn. Aber er war unschuldig. Valdez will von Tanner Geld für die Beerdigung und die Witwe des Toten. Dieser lehnt ab. Valdez nimmt den Kampf auf. Schließlich war er nicht immer ein trotteliger Hilfssheriff.

Melancholischer Spätwestern mit Burt Lancaster, Susan Clark, Richard Jordan

Von Elmore Leonards Homepage (Achtung! Das Ende wird verraten.): „Valdez is Coming is Elmore’s favorite western. It shows examples of the style that he would further develop in his contemporary crime novels. Burt Lancaster as Bob Valdez is the underestimated man, a constant theme in Elmore Leonard’s work. He is forced to confront the local ruthless land baron who nearly has him killed. He retaliates and lets his nemesis know that “Valdez is coming.” Before beginning The Moonshine War, Elmore wanted to write Valdez for the screen. Unfortunately Burt Lancaster was not available for a couple of years and the project was delayed. Edwin Sherin, the director of Valdez is Coming was a Broadway director and this was his first film which he shot in Spain. The biggest surprise of Valdez was that there was no shootout at the end, just as Elmore had written in the book. Nobody in Hollywood could believe it.”

Auch bekannt als „Valdez kommt“

Wiederholung: Mittwoch, 23. April, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

The Unknown Movies über „Valdez is coming“

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“


TV-Tipp für den 21. April

April 21, 2008

ZDF, 22.15

L.A. Confidential (USA 1997, R.: Curtis Hanson)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: James Ellroy: L. A. Confidential, 1990 (Stadt der Teufel, L. A. Confidential)

Drei unterschiedliche Polizisten versuchen einen Mord aufzuklären und müssen dabei einen tiefen Sumpf aus Drogen, Sex, Gewalt und Abhängigkeiten trockenlegen.

Grandiose Verfilmung eines grandiosen Buches, das den Deutschen Krimipreis erhielt.

Brian Helgeland schaffte das scheinbar unmögliche: er raffte den 500-seitigen Thriller gelungen zu einem etwa zweistündigen Film zusammen und erhielt dafür einen Oscar. Kim Basinger für ihre Rolle als Edelhure erhielt ebenfalls die begehrte Trophäe.

Mit Guy Pearce, Russell Crowe, Kevin Spacey, Kim Basinger, Danny DeVito, James Cromwell, David Strathairn, Paul Guilfoyle, Ron Rifkin,

Wiederholung: Mittwoch, 23. April, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

SPLICEDwire: Interview mit James Ellroy zu „L. A. Confidential“ (1997)

Identity Theory: Robert Birnbaum redet mit James Ellroy (2001)

Los Angeles Times (Scott Timberg): Hollywood’s James Ellroy Enigma (6. April 2008 )

James-Ellroy-Fanseite (letztes Update: 2006)

Krimi-Couch über James Ellroy


TV-Tipp für den 20. April

April 20, 2008

Tele 5, 23.00

Das Quiller Memorandum (GB 1966, R.: Michael Anderson)

Drehbuch: Harold Pinter

LV: Adam Hall: The Berlin Memorandum, The Quiller Memorandum, 1965 (Das Berlin-Memorandum)

Berlin, während des Kalten Krieges: Geheimagent Quiller soll den Mörder eines Kollegen finden. Wenn das so einfach wäre.

Spannender, in der deutschen Synchronisation entnazifizierter, Agententhriller.

Das Buch von Adam Hall, ein Pseudonym von Elleston Trevor, erhielt den Edgar Allan Poe Award for Best Novel und den Grand Prix de Littérature Policière. In den folgenden Jahren schrieb Hall weitere von der Kritik hochgelobte, kommerziell erfolgreiche Quiller-Romane.

Mit George Segal, Senta Berger, Alec Guiness, Max von Sydow, George Sanders

Wiederholung: Freitag, 25. April, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Kirjasto über Elleston Trevor (aka Adam Hall)

Quiller-Fanpage

BFI Screen Online über „The Quiller Memorandum“


TV-Tipp für den 19. April

April 19, 2008

ARD, 23.05

Arabeske (USA 1966, R.: Stanley Donen)

Drehbuch: Julian Mitchell, Stanley Price, Pierre Marton (Pseudonym von Peter Stone)

LV: Alex Gordon (auch Gordon Cotler): The Cipher, 1961

Oxford-Professor Pollock soll eine hethitische Inschrift entziffern. Er weiß nicht, dass er danach umgebracht werden soll.

Schwungvolle Agenten-Komödie in einem verschwenderischen Dekor, z. B. trägt Sophia Loren nur Kleider von Dior. Ist einer der besten nicht von Hitchcock inszenierten Hitchcock-Filme – und eine prall gefüllte Wundertüte an Intrigen und Gegenintrigen.

Gordons Buch war 1962 als bestes Debüt für den Edgar nominiert.

Mit Gregory Peck, Sophia Loren

Hinweis

Turner Classic Movies über „Arabeske“