TV-Tipp für den 1. April

März 31, 2008

ZDF, 22.15

Neues aus der Anstalt

Nicht „April. April.“, sondern gutes Kabarett bieten Urban Priol, Georg Schramm, Hagen Rether, Olaf Schubert und Josef Hader.

Wiederholung: Mittwoch, 2. April, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

ZDF über „Neues aus der Anstalt“ (mit Informationen zu den Gästen und der Möglichkeit die Sendungen online anzusehen)


TV-Tipp für den 31. März

März 31, 2008

ZDF, 22.15

Catwoman (USA 2004, R.: Pitof)

Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris, John Rogers

LV: Charaktere von Bob Kane

Patience entdeckt eine Verschwörung, wird ermordet, erwacht als mit Superkräften ausgestattete Catwoman und rächt sich.

Der Film ist Müll der nicht unterhaltsamen Sorte. Aber Halle Berrys Auftritt bei den Razzies hat Größe. Denn sie gehört (siehe das YouTube-Video) zu den wenigen Gewinnern, die den ehrlich verdienten Preis für außergewöhnlich schlechte Leistungen persönlich abholte.

Mit Halle Berry, Benjamin Pratt, Sharon Stone, Lambert Wilson, Frances Conroy, Michael Massee

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film 

Film-Zeit über “Catwoman”


TV-Tipp für den 30. März

März 30, 2008

Arte, 22.35

Verbrechen in Florenz (D 2000, R.: Peter Goedel)

Drehbuch: Peter Goedel

Preisgekrönte Doku über die 2007 verstorbene Krimiautorin Magdalen Nabb.

Wiederholung: Freitag, 11. April, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte zur Doku

Homepage von Magdalen Nabb

Krimiblog: Interview mit Magdalen Nabb

Krimi-Couch über Magdalen Nabb


TV-Tipp für den 29. März

März 28, 2008

3sat, 22.35

3sat extra: Tod

Zum Abschluss des Shakespeare-Programmschwerpunktes präsentiert 3sat eine etwas ziellose vierzigminütige Diskussion zwischen Krimiautorin Andrea Maria Schenkel, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Intendant Claus Peyman und Ex-Soldat Steven E. Kuhn über den Tod bei Shakespeare und in der Gegenwart.

Die Diskussion kann bei 3sat online gesehen werden.


TV-Tipp für den 28. März

März 28, 2008

RBB, 00.00

Mein großer Freund Shane (USA 1953, R.: George Stevens)

Drehbuch: A. B. Guthrie jr., Jack Sher

LV: Jack Schaefer: Shane, 1949 (Mein großer Freund Shane)

Revolverheld Shane hilft einigen Siedlern gegen einen bösen Viehzüchter.

Ein Westernklassiker mit einem mythologischen Helden. Sowohl Roman als auch Film eroberten Publikum und Kritik im Sturm.

Mit Alan Ladd, Jean Arthur, Van Heflin, Brandon De Wilde, Jack Palance, Ben Johnson, Elisha Cook jr.

Hinweis

Western-Autor Richard S. Wheeler über „Shane“ von Jack Schaefer

Wikipedia über „Mein großer Freund Shane“

Google-Books: „Shane. The Critical Edition“ (Herausgegeben von James C. Work, 1984)

Kirjasto über Jack Schaefer 

New York Times: Nachruf auf Jack Schaefer 


TV-Tipp für den 27. März

März 27, 2008

Arte, 23.15

Die Pornografinnen (DK 2005, R.: Marita Neher)

Drehbuch: Marita Neher

Doku über Frauen, die mit ihren erotischen Fantasien den Porno-Markt aufbrechen. Neher porträtiert Pornodarstellerin und -produzentin Ovidie, Fotografin Natascha Merritt, Verlegerin Claudia Gehrke, Pornoregisseurin Petra Joy und die Herausgeberinnen eines Pornoheftes für Mädchen, Elke Kuhlen und Nicole Rüdiger, Herausgeberinnen von „Glück“.

Wiederholungen

Montag, 31. März, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Sonntag, 6. April, 03.50 Uhr (Taggenau!)

Arte zur Doku


TV-Tipp für den 26. März

März 26, 2008

SWR, 23.00

Der Saustall (F 1981, R.: Bertrand Tavernier)

Drehbuch: Jean Aurenche, Bertrand Tavernier

LV: Jim Thompson: Pop. 1280, 1964 (Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen, 1280 schwarze Seelen)

Wirklich gelungene Verfilmung eines der besten Thompson-Bücher: ein Haufen Menschen geht ihren niederen Trieben (Sex, Ehebruch, Mord) nach und fühlt sich dabei von moralischen Gesetzen nicht gebunden.

Tavernier verlegte die Handlung von einem Südstaaten-Kaff nach Französisch-Westafrika, blieb aber der Seele des Buches treu.

Mit Philippe Noiret, Isabelle Huppert, Stéphane Audran, Guy Marchand

Hinweise

Mordlust über Jim Thompson

Kirjasto über Jim Thompson 

Crime Time über Jim Thompson


TV-Tipp für den 25. März

März 25, 2008

Arte, 23.05 (VPS 23.00)

Patti Smith: Dream of Life (USA 2008, R.: Steven Sebring)

Drehbuch: Steven Sebring

Gestern auf der Berlinale und heute, dank Arte, im Wohnzimmer: das zweistündige intime Porträt über die Sängerin.

Mit Patti Smith, Jay Dee Daugherty, Flea, Philip Glass, Lenny Kaye, Sam Shepard, Benjamin Smoke, Tom Verlaine, Bob Dylan

Hinweise

Homepage von Patti Smith

MySpace-Seite von Patti Smith 

Arte-Schwerpunkt über Patti Smith und „Patti Smith: Dream of Life“

Film-Zeit über „Patti Smith: Dream of Life“

Der Tagesspiegel: Patti-Smith-Interview (Berlinale 2008)


Ostermorde: TV-Tipps für die Feiertage

März 20, 2008

Freitag, 21. März

Pro 7, 20.15

Aviator (USA 2004, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: John Logan

Braves Biopic über den Multimillionär Howard Hughes und sein Leben in den dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Gut gespielt, liebevoll ausgestattet, straf erzählt mit einem Blick auf die dunklen Seiten des Porträtierten, aber von Scorsese erwarte ich mehr.

Denn letztendlich ist „Aviator“ Ausstattungskino.

Mit Leonardo DiCaprio, Cate Blancett, Kate Beckinsale, John C. Reilly, Alan Alda, Jude Law, Alec Baldwin, Alan Alda, Ian Holm, Danny Huston, Gwen Stefani, Willem Dafoe,

Wiederholung: Sonntag, 23. März, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Aviator“

About.com: Längeres Interview mit Martin Scorsese über „Aviator“

Umfangreiche Martin-Scorsese-Fanseite

 

Samstag, 22. März

HR, 00.00

Tatort: So ein Tag… (D 1982, R.: Jürgen Roland)

Drehbuch: Uwe Erichsen, Jürgen Roland

Damals waren auch innerhalb des „Tatort“-Formats solche Einzelstücke möglich. Der selten gezeigter „Tatort“ zeigt den ganz normalen Arbeitstag eines Schutzpolizisten in einer großen Stadt. Polizeihauptmeister Rolfs erfährt, dass einige Gangster die Pelzgroßhandlung, in der seine Freundin arbeitet, überfallen wollen.

Allerdings gehört der in Frankfurt spielende Krimi „So ein Tag…“ nicht zu den besten Werken von Jürgen Roland.

Mit Klaus Löwitsch, Michael Schwarzmeier, Harald Dietl, Diana Körner, Günter Ungeheuer

Hinweis

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Uwe Erichsen

 

Sonntag, 23. März

ARD, 21.45

Der Wolf – Das vermisste Mädchen (Dän/ Nor/D 2007, R.: Ulrik Imtiaz Rolfsen)

Drehbuch: Thomas Moldestad

LV: Gunnar Staalesen: Bitre Blomster, 1991 (Bittere Blumen)

Nun hat sich in Co-Produktion die Degeto auch Gunnar Staalesens Privatschnüffler Varg Veum angenommen. In dem ersten von bislang drei TV-Krimis soll Veum den spurlos verschwundenen Geliebten einer Politikerin finden.

Den zweiten Krimi mit Varg Veum, „Dunkle Geschäfte“, zeigt das Erste am Montag, nach dem Konstanz-„Tatort“ um 21.45 Uhr.

Mit Trond Espen Seim, Kathrine Fagerland, Bjørn Floberg

Hinweise

Krimi-Couch über Gunnar Staalesen

ARD zu „Der Wolf“

 

Montag, 24. März

Pro 7, 22.15

Das Schweigen der Lämmer (USA 1991, R.: Jonathan Demme)

Drehbuch: Ted Tally

LV: Thomas Harris: The silence of the lambs, 1988 (Das Schweigen der Lämmer)

FBI-Agentin Starling verfolgt einen Serienkiller und verliebt sich in den inhaftierten Hannibal Lecter.

Inzwischen schon ein Klassiker, der – zu Recht – etliche Oscars erhielt (Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptrolle). Beim wiederholten Sehen fällt auf, wie wenig von den schockierenden Ereignissen wirklich zu sehen ist – und wie konservativ die Kameraführung ist. Achten sie auf die erste Begegnung von Jodie Foster und Anthony Hopkins. Da ist keine Bewegung überflüssig, kein Schnitt zuviel und es wird sich in jeder Sekunde auf das Drehbuch und die Schauspieler verlassen.

Hitchcock hätte der Film gefallen.

Mit Jodie Foster, Anthony Hopkins, Scott Glenn, Ted Levine

Hinweise 

Drehbuch „The Silence of the lambs“ von Ted Tally (2nd draft script, 28. Juli 1989)

Drehbuch „The Silence of the lambs“ von Ted Tally und Thomas Harris (final draft script)

Drehbuch „The Silence of the lambs“ von Ted Tally und Thomas Harris  (undated, unspecified draft script)

Homepage von Thomas Harris

Krimi-Couch über Thomas Harris


Neu im Kino: Juno, Ein tödlicher Anruf

März 20, 2008

Neue Kriminalfilme gibt es diese Woche nicht. Aber dafür laufen die Verfilmung des besten Drehbuchs des Jahres (jedenfalls nach der Meinung der Oscar-Juroren) und ein Remake, für das ein bekannter Thrillerautor zur Feder griff, an.

 

Juno (USA 2007, R.: Jason Reitman)

Drehbuch: Diablo Cody

Heute startet die in den USA unglaublich erfolgreiche Komödie über einen schwangeren, rotzlöffeligen Teenager. Diablo Codys Drehbuch erhielt den Oscar für das beste Drehbuch.

Mit Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner, Jason Bateman, J. K. Simmons

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Juno“

Kriminalakte: Wer ist Diablo Cody? (mit Links zum Drehbuch und Interviews)

 

 

Ein tödlicher Anruf (J/USA 2007, R.: Eric Valette)

Drehbuch: Andrew Klavan

LV: Yasushi Akimoto: Chakushin ari

Der Kritikerkonsens sagt: missglücktes Remake des eh nicht so tollen japanischen Horrorfilms „One missed Call“ (J 2003) von Takashi Miike über Teenager, die wenige Tage nach einem Handyanruf, der ihren Tod ankündigt, sterben. Bei Rotten Tomatoes erreicht der Film bei den Kritikern einen Frischegrad von „Null Prozent“. Das dürfte ein Rekord sein und veranlasste Andy Klein vom Los Angeles City Beat zu schreiben: its 0% Rotten Tomatoes rating is harsh enough to almost make me want to defend it. Almost.

Die zahlenden Zuschauer attestieren dem Werk an gleicher Stelle mit „Sechzehn Prozent Frische“ einen ähnlich verrotteten Zustand.

Für das amerikanische Remake schrieb Thrillerautor Andres Klavan das Drehbuch. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die auch verfilmten Romane „Ein wahres Verbrechen“ (True Crime, mit Clint Eastwood) und „Sag kein Wort“ (Don’t say a word, mit Michael Douglas).

Mit Edward Burns, Shannyn Sossamon, Azura Sky, Ray Wise

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Ein tödlicher Anruf“

Homepage von Andrew Klavan


TV-Tipp für den 20. März

März 20, 2008

ZDF, 22.15

Air Force One (USA 1997, R.: Wolfgang Petersen)

Drehbuch: Andrew W. Marlowe

Buch zum Film: Max Allan Collins: Air Force One, 1997 (Air Force One)

Russische Terroristen entführen die Air Force One. Der US-amerikanische Präsident James Marshall wirft sie – Wer könnte bei dem Namen daran zweifeln? – aus seinem Flugzeug. Davor erkundet er den Gepäckraum der Air Force One und versucht mit dem Weißen Haus zu telefonieren.

Gut besetztes Popcorn-Kino von unserem Mann in Hollywood.

Mit Harrison Ford, Glenn Close, Gary Oldman, Wendy Crewson, Paul Guilfoyle, Xander Berkeley, William H. Macy, Dean Stockwell, Jürgen Prochnow, Bill Smitrovich, Philip Baker Hall, Werner Sonne (als deutscher Journalist)

Wiederholung: Freitag, 21. März, 02.00 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 19. März

März 19, 2008

HR, 22.15

Marnie (USA 1964, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Jay Presson Allan

LV: Winston Graham: Marnie, 1961 (Marnie)

Ein Verleger verknallt sich in eine Kleptomanin.

„Marnie“ ist – nach mehreren Klassikern –  ein schwacher Hitchcock, der von der damaligen Kritik ziemlich verrissen wurde. Sean Connery bewies allerdings schon zu Bond-Zeiten seine Lust auf ungewöhnliche Rollen: der Geheimagent ihrer Majestät als Weichei.

„Marnie ist Hitchcocks Phantasie über das kleine Kind in der Frau und über den Züchtigungswahn der Männer. Auch ein Experiment damit, wie sehr das Freudsche Sozialisierungsmodell taugt für den Rahmen eines Suspense-Thrillers, in dem es anscheinend nur um die Auflösung kindlicher Traumata geht (die zu Verwirrung bei Rot/Weiß-Wahrnehmungen, zu Alpträumen bei nächtlichen Klopfgeräuschen, zu Angstzuständen bei Gewittern führen). Im Grunde aber handelt der Film von den Stadien eines permanenten Schocks auf der einen Seite, die in ständige Transfers in andere Identitäten münden, und von der systematischen Manipulation einer Abhängigen, mal mit Gewalt, mal mit sadistischer Verzögerung zelebriert.“ (Norbert Grob in Lars-Olav Beier/Georg Seeßlen [Hrsg.]: Alfred Hitchcock, 1999)

Mit Sean Connery, Tippi Hedren, Diane Baker

Hinweise

Winston Graham and Poldark Literary Society

Telegraph: Nachruf auf Winston Graham 

Turner Classic Movies über „Marnie“ 

Tony Lee Moral: Hitchcock and the Making of „Marnie“, Manchester University Press 2002 (via Google Buchsuche) 


TV-Tipp für den 18. März

März 18, 2008

Arte, 22.20

Geheimauftrag Kidnapping (GB 2007, R.: Dan Edge, Stephen Grey)

Drehbuch: Dan Edge, Stephen Grey

Doku über die CIA-Praxis des illegalen Verschleppens von Terrorverdächtigen nach dem 11. September in unbekannte Foltergefängnisse irgendwo auf dem Globus. Die US-amerikanische Regierung hält das Rendition-Programm für ein notwendiges Übel um den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Die beiden Dokumentarfilmer glauben, dass das Rendition-Programm die Rekrutierung islamistischer Terroristen erleichtert.

Wiederholung: Dienstag, 1. April, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Arte zur Doku


TV-Tipp für den 17. März

März 17, 2008

WDR, 22.00

die story: War made easy – Wie Amerikas Präsidenten lügen (USA 2007, Loretta Alper, Jeremy Earp)

Drehbuch: Loretta Alper, Jeremy Earp

Hochgelobte Doku über US-Präsidenten und ihr, wenn es um Krieg und Frieden geht, laxes Verhältnis zur Wahrheit. Die Filmemacher analysieren die immergleichen Methoden, mit denen die Präsidenten zuerst die willigen Journalisten und dann ihr Volk kriegsbereit machten.  

Die deutsche Fassung wurde um eine halbe Stunde gekürzt.

Hinweise

WDR zur Dokumentation

Offizielle Homepage zu „War made easy: How Presidents & Pundits Keep Spinning Us to Death”

Die ungekürzte Dokumentation bei Google Video


TV-Tipp für den 16. März

März 16, 2008

3sat, 23.40

Vogelfrei (USA 1949, R.: Raoul Walsh)

Drehbuch: John Twist, Edmund H. North

LV: W. R. Burnett: High Sierra, 1940

1870: Bandit McQueen flieht vor dem Gesetz und früheren Kumpels in die Berge.

„Vogelfrei“ ist die Western-Adaption von Burnetts Gangster-Roman „High Sierra“, den Walsh bereits 1941 mit Humphrey Bogart verfilmte und für Bogart ein wichtiger Schritt in seiner Karriere hin zu einem Hauptdarsteller war.

Der Western „ist die beste Filmversion des Stoffes, und die Schlußszenen mit dem Tod des Liebespaares gehören zum Besten, was Walsh je gedreht hat.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

Mit Joel McCrea, Virginia Mayo

Hinweise

Krimi-Couch über W. R. Burnett

Mordlust über W. R. Burnett

Detnovel über W. R. Burnett

Film Noir.net über W. R. Burnett

ShotsMag über W. R. Burnett


TV-Tipp für den 15. März

März 15, 2008

Das Vierte, 22.20

Copkiller (I/USA 1983, R.: Roberto Faenza)

Drehbuch: Ennio De Concini, Roberto Faenza, Hugh Fleetwood

LV: Hugh Fleetwood: The Order of Death, 1976

Der harte, korrupte Cop O’Connor hat in seinem illegal erworbenen Nobelapartment einen ungebetenen Gast: einen jungen Mann, der behauptet ein gesuchter Polizistenmörder zu sein.

Ein unterschätztes Psychoduell zwischen Harvey Keitel, der für diese Rolle unter anderem zwei Monate bei der New Yorker Polizei verbrachte und die als Vorstudie für „Bad Lieutenant“ gesehen werden kann, und dem Straßenpunk John Lydon. Er ist bekannter als Johnny Rotten von den Sex Pistols und spielte hier seine einzige Hauptrolle.

Copkiller „erscheint wie eine böse funkelnde Parabel auf den Niederang des ‚neuen’ Kleinbürgertums mit seinen ebenso rasch erworbenen wie wieder verlorenen Ansprüchen, auch wenn das Geschehen in ein eher abstrakt gezeichnetes Amerika verlegt wurde.“ (Georg Seesslen: Copland)

Die Musik ist von Ennio Morricone.

Mit Harvey Keitel, John Lydon, Nicole Garcia, Leonard Mann

Einige Informationen über Hugh Fleetwood


TV-Tipp für den 14. März

März 14, 2008

Bevor Dominic Purcell den „Prison Break“ machte, stand er am „3-Way“

Pro 7, 01.00

3-Way (USA 2004, R.: Scott Ziehl)

Drehbuch: Russell P. Marleau

LV: Gil Brewer: Wild To Possess, 1959 (Mord ohne Mörder)

Bevor die Polizei Lew wegen des Todes seiner Frau verhören kann, flüchtet er in eine Kleinstadt. Dort belauscht er ein Paar bei der Planung einer Entführung. Lew denkt, er könne seinen Schnitt machen.

Bestenfalls solider Noir.

Mit Dominic Purcell, Ali Larter, Dwight Yoakam, Gina Gershon

Wiederholung: Samstag, 15. März, 04.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Gil Brewer

Bill Pronzini über Gil Brewer


Neu im Kino: 13 Tzameti

März 13, 2008

13 Tzameti (Frankreich/Georgien 2005, R.: Géla Babluani)

Drehbuch: Géla Babluani

In die Hände des jungen georgischen Emigranten Sébastien gerät ein geheimnisvoller Brief, der alle seine finanziellen Probleme beseitigen kann. Er folgt den im Brief stehenden Anweisungen.

Ein in stilvollem Schwarzweiß gedrehtes Noir-Debüt, das auf verschiedenen Festivals Preise erhielt, aber beim Fantasy Filmfest nicht so gut ankam. Jörg Buttgereit ist jedenfalls nicht begeistert: „Der Film wirkt wie eine überambitionierte Arthouse-Version von Eli Roths Schlachteplatte ‚Hostel’. Ein aufwendiges Hollywood-Remake mit Starbesetzung ist bereits angekündigt. Vielleicht ausnahmsweise mal eine gute Idee.“ (tip 6/2008) Etliche andere Kritiker finden die Story zwar auch nicht so toll, aber die Bilder und den Film insgesamt schon sehenswert

Die Berliner können heute in der Kulturbrauerei um 20.30 Uhr die Deutschlandpremiere mit den Hauptdarstellern genießen.

Mit George Babluani, Pascal Bongard

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit zum Film


TV-Tipp für den 13. März

März 13, 2008

3sat, 19.20

Kulturzeit

3sat, 21.00

3satbuchzeit: Leipziger Buchmesse

3sat berichtet über eine Stunde vom ersten Tag der Leipziger Buchmesse. Und das ist nur der Anfang der Berichterstattung von Deutschlands schönster Buchmesse.

Wenn sie irgendwann einen schlecht angezogenen, desorientierten Mann durch das Bild stolpern sehen, dann bin ich das. Denn ich werde mich in das Messetreiben stürzen, mir die Vorstellung Jahresbestenliste der Krimiwelt anhören, Verleger und Pressedamen belästigen, mich von wildgewordenen Kindern über den Haufen rennen lassen, ehe ich auf der Antiquariatsmesse beim Bestaunen mittelalterlicher Schriften Luft schnappe und mich dann hungrig zu den Superhelden von „Comics in Leipzig“ durchkämpfen werde.

Hinweise

3sat-Special zur Leipziger Buchmesse

Seite der Leipziger Buchmesse

Seite von „Leipzig liest“

Berliner Literaturkritik über die Leipziger Buchmesse


TV-Tipp für den 12. März

März 12, 2008

ARD, 23.30

Notfall „Kindeswohl“ (D 2007, R.: Peter Schran)

Drehbuch: Peter Schran

Ein Filmteam des SWR durfte für diese Doku drei Monate Mitarbeiter des Kreisjugendamtes des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems bei der Arbeit begleiten. So entstand ein Blick hinter normalerweise verschlossene Türen.

Wiederholung: Donnerstag, 13. März, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Das Erste zur Doku