Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris, John Rogers
LV: Charaktere von Bob Kane
Patience entdeckt eine Verschwörung, wird ermordet, erwacht als mit Superkräften ausgestattete Catwoman und rächt sich.
Der Film ist Müll der nicht unterhaltsamen Sorte. Aber Halle Berrys Auftritt bei den Razzies hat Größe. Denn sie gehört (siehe das YouTube-Video) zu den wenigen Gewinnern, die den ehrlich verdienten Preis für außergewöhnlich schlechte Leistungen persönlich abholte.
Mit Halle Berry, Benjamin Pratt, Sharon Stone, Lambert Wilson, Frances Conroy, Michael Massee
Zum Abschluss des Shakespeare-Programmschwerpunktes präsentiert 3sat eine etwas ziellose vierzigminütige Diskussion zwischen Krimiautorin Andrea Maria Schenkel, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Intendant Claus Peyman und Ex-Soldat Steven E. Kuhn über den Tod bei Shakespeare und in der Gegenwart.
Doku über Frauen, die mit ihren erotischen Fantasien den Porno-Markt aufbrechen. Neher porträtiert Pornodarstellerin und -produzentin Ovidie, Fotografin Natascha Merritt, Verlegerin Claudia Gehrke, Pornoregisseurin Petra Joy und die Herausgeberinnen eines Pornoheftes für Mädchen, Elke Kuhlen und Nicole Rüdiger, Herausgeberinnen von „Glück“.
Wirklich gelungene Verfilmung eines der besten Thompson-Bücher: ein Haufen Menschen geht ihren niederen Trieben (Sex, Ehebruch, Mord) nach und fühlt sich dabei von moralischen Gesetzen nicht gebunden.
Tavernier verlegte die Handlung von einem Südstaaten-Kaff nach Französisch-Westafrika, blieb aber der Seele des Buches treu.
Mit Philippe Noiret, Isabelle Huppert, Stéphane Audran, Guy Marchand
Braves Biopic über den Multimillionär Howard Hughes und sein Leben in den dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Gut gespielt, liebevoll ausgestattet, straf erzählt mit einem Blick auf die dunklen Seiten des Porträtierten, aber von Scorsese erwarte ich mehr.
Denn letztendlich ist „Aviator“ Ausstattungskino.
Mit Leonardo DiCaprio, Cate Blancett, Kate Beckinsale, John C. Reilly, Alan Alda, Jude Law, Alec Baldwin, Alan Alda, Ian Holm, Danny Huston, Gwen Stefani, Willem Dafoe,
Damals waren auch innerhalb des „Tatort“-Formats solche Einzelstücke möglich. Der selten gezeigter „Tatort“ zeigt den ganz normalen Arbeitstag eines Schutzpolizisten in einer großen Stadt. Polizeihauptmeister Rolfs erfährt, dass einige Gangster die Pelzgroßhandlung, in der seine Freundin arbeitet, überfallen wollen.
Allerdings gehört der in Frankfurt spielende Krimi „So ein Tag…“ nicht zu den besten Werken von Jürgen Roland.
Mit Klaus Löwitsch, Michael Schwarzmeier, Harald Dietl, Diana Körner, Günter Ungeheuer
Der Wolf – Das vermisste Mädchen (Dän/ Nor/D 2007, R.: Ulrik Imtiaz Rolfsen)
Drehbuch: Thomas Moldestad
LV: Gunnar Staalesen: Bitre Blomster, 1991 (Bittere Blumen)
Nun hat sich in Co-Produktion die Degeto auch Gunnar Staalesens Privatschnüffler Varg Veum angenommen. In dem ersten von bislang drei TV-Krimis soll Veum den spurlos verschwundenen Geliebten einer Politikerin finden.
Den zweiten Krimi mit Varg Veum, „Dunkle Geschäfte“, zeigt das Erste am Montag, nach dem Konstanz-„Tatort“ um 21.45 Uhr.
Mit Trond Espen Seim, Kathrine Fagerland, Bjørn Floberg
Das Schweigen der Lämmer (USA 1991, R.: Jonathan Demme)
Drehbuch: Ted Tally
LV: Thomas Harris: The silence of the lambs, 1988 (Das Schweigen der Lämmer)
FBI-Agentin Starling verfolgt einen Serienkiller und verliebt sich in den inhaftierten Hannibal Lecter.
Inzwischen schon ein Klassiker, der – zu Recht – etliche Oscars erhielt (Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptrolle). Beim wiederholten Sehen fällt auf, wie wenig von den schockierenden Ereignissen wirklich zu sehen ist – und wie konservativ die Kameraführung ist. Achten sie auf die erste Begegnung von Jodie Foster und Anthony Hopkins. Da ist keine Bewegung überflüssig, kein Schnitt zuviel und es wird sich in jeder Sekunde auf das Drehbuch und die Schauspieler verlassen.
Hitchcock hätte der Film gefallen.
Mit Jodie Foster, Anthony Hopkins, Scott Glenn, Ted Levine
Neue Kriminalfilme gibt es diese Woche nicht. Aber dafür laufen die Verfilmung des besten Drehbuchs des Jahres (jedenfalls nach der Meinung der Oscar-Juroren) und ein Remake, für das ein bekannter Thrillerautor zur Feder griff, an.
Juno (USA 2007, R.: Jason Reitman)
Drehbuch: Diablo Cody
Heute startet die in den USA unglaublich erfolgreiche Komödie über einen schwangeren, rotzlöffeligen Teenager. Diablo Codys Drehbuch erhielt den Oscar für das beste Drehbuch.
Mit Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner, Jason Bateman, J. K. Simmons
Ein tödlicher Anruf (J/USA 2007, R.: Eric Valette)
Drehbuch: Andrew Klavan
LV: Yasushi Akimoto: Chakushin ari
Der Kritikerkonsens sagt: missglücktes Remake des eh nicht so tollen japanischen Horrorfilms „One missed Call“ (J 2003) von Takashi Miike über Teenager, die wenige Tage nach einem Handyanruf, der ihren Tod ankündigt, sterben. Bei Rotten Tomatoes erreicht der Film bei den Kritikern einen Frischegrad von „Null Prozent“. Das dürfte ein Rekord sein und veranlasste Andy Klein vom Los Angeles City Beat zu schreiben: its 0% Rotten Tomatoes rating is harsh enough to almost make me want to defend it. Almost.
Die zahlenden Zuschauer attestieren dem Werk an gleicher Stelle mit „Sechzehn Prozent Frische“ einen ähnlich verrotteten Zustand.
Für das amerikanische Remake schrieb Thrillerautor Andres Klavan das Drehbuch. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die auch verfilmten Romane „Ein wahres Verbrechen“ (True Crime, mit Clint Eastwood) und „Sag kein Wort“ (Don’t say a word, mit Michael Douglas).
Mit Edward Burns, Shannyn Sossamon, Azura Sky, Ray Wise
Buch zum Film: Max Allan Collins: Air Force One, 1997 (Air Force One)
Russische Terroristen entführen die Air Force One. Der US-amerikanische Präsident James Marshall wirft sie – Wer könnte bei dem Namen daran zweifeln? – aus seinem Flugzeug. Davor erkundet er den Gepäckraum der Air Force One und versucht mit dem Weißen Haus zu telefonieren.
Gut besetztes Popcorn-Kino von unserem Mann in Hollywood.
Mit Harrison Ford, Glenn Close, Gary Oldman, Wendy Crewson, Paul Guilfoyle, Xander Berkeley, William H. Macy, Dean Stockwell, Jürgen Prochnow, Bill Smitrovich, Philip Baker Hall, Werner Sonne (als deutscher Journalist)
„Marnie“ ist – nach mehreren Klassikern –ein schwacher Hitchcock, der von der damaligen Kritik ziemlich verrissen wurde. Sean Connery bewies allerdings schon zu Bond-Zeiten seine Lust auf ungewöhnliche Rollen: der Geheimagent ihrer Majestät als Weichei.
„Marnie ist Hitchcocks Phantasie über das kleine Kind in der Frau und über den Züchtigungswahn der Männer. Auch ein Experiment damit, wie sehr das Freudsche Sozialisierungsmodell taugt für den Rahmen eines Suspense-Thrillers, in dem es anscheinend nur um die Auflösung kindlicher Traumata geht (die zu Verwirrung bei Rot/Weiß-Wahrnehmungen, zu Alpträumen bei nächtlichen Klopfgeräuschen, zu Angstzuständen bei Gewittern führen). Im Grunde aber handelt der Film von den Stadien eines permanenten Schocks auf der einen Seite, die in ständige Transfers in andere Identitäten münden, und von der systematischen Manipulation einer Abhängigen, mal mit Gewalt, mal mit sadistischer Verzögerung zelebriert.“ (Norbert Grob in Lars-Olav Beier/Georg Seeßlen [Hrsg.]: Alfred Hitchcock, 1999)
Geheimauftrag Kidnapping (GB 2007, R.: Dan Edge, Stephen Grey)
Drehbuch: Dan Edge, Stephen Grey
Doku über die CIA-Praxis des illegalen Verschleppens von Terrorverdächtigen nach dem 11. September in unbekannte Foltergefängnisse irgendwo auf dem Globus. Die US-amerikanische Regierung hält das Rendition-Programm für ein notwendiges Übel um den islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Die beiden Dokumentarfilmer glauben, dass das Rendition-Programm die Rekrutierung islamistischer Terroristen erleichtert.
Wiederholung: Dienstag, 1. April, 05.00 Uhr (Taggenau!)
die story: War made easy – Wie Amerikas Präsidenten lügen (USA 2007, Loretta Alper, Jeremy Earp)
Drehbuch: Loretta Alper, Jeremy Earp
Hochgelobte Doku über US-Präsidenten und ihr, wenn es um Krieg und Frieden geht, laxes Verhältnis zur Wahrheit. Die Filmemacher analysieren die immergleichen Methoden, mit denen die Präsidenten zuerst die willigen Journalisten und dann ihr Volk kriegsbereit machten.
Die deutsche Fassung wurde um eine halbe Stunde gekürzt.
1870: Bandit McQueen flieht vor dem Gesetz und früheren Kumpels in die Berge.
„Vogelfrei“ ist die Western-Adaption von Burnetts Gangster-Roman „High Sierra“, den Walsh bereits 1941 mit Humphrey Bogart verfilmte und für Bogart ein wichtiger Schritt in seiner Karriere hin zu einem Hauptdarsteller war.
Der Western „ist die beste Filmversion des Stoffes, und die Schlußszenen mit dem Tod des Liebespaares gehören zum Besten, was Walsh je gedreht hat.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)
Drehbuch: Ennio De Concini, Roberto Faenza, Hugh Fleetwood
LV: Hugh Fleetwood: The Order of Death, 1976
Der harte, korrupte Cop O’Connor hat in seinem illegal erworbenen Nobelapartment einen ungebetenen Gast: einen jungen Mann, der behauptet ein gesuchter Polizistenmörder zu sein.
Ein unterschätztes Psychoduell zwischen Harvey Keitel, der für diese Rolle unter anderem zwei Monate bei der New Yorker Polizei verbrachte und die als Vorstudie für „Bad Lieutenant“ gesehen werden kann, und dem Straßenpunk John Lydon. Er ist bekannter als Johnny Rotten von den Sex Pistols und spielte hier seine einzige Hauptrolle.
Copkiller „erscheint wie eine böse funkelnde Parabel auf den Niederang des ‚neuen’ Kleinbürgertums mit seinen ebenso rasch erworbenen wie wieder verlorenen Ansprüchen, auch wenn das Geschehen in ein eher abstrakt gezeichnetes Amerika verlegt wurde.“ (Georg Seesslen: Copland)
Die Musik ist von Ennio Morricone.
Mit Harvey Keitel, John Lydon, Nicole Garcia, Leonard Mann
Bevor Dominic Purcell den „Prison Break“ machte, stand er am „3-Way“
Pro 7, 01.00
3-Way(USA 2004, R.: Scott Ziehl)
Drehbuch: Russell P. Marleau
LV: Gil Brewer: Wild To Possess, 1959 (Mord ohne Mörder)
Bevor die Polizei Lew wegen des Todes seiner Frau verhören kann, flüchtet er in eine Kleinstadt. Dort belauscht er ein Paar bei der Planung einer Entführung. Lew denkt, er könne seinen Schnitt machen.
Bestenfalls solider Noir.
Mit Dominic Purcell, Ali Larter, Dwight Yoakam, Gina Gershon
13 Tzameti (Frankreich/Georgien 2005, R.: Géla Babluani)
Drehbuch: Géla Babluani
In die Hände des jungen georgischen Emigranten Sébastien gerät ein geheimnisvoller Brief, der alle seine finanziellen Probleme beseitigen kann. Er folgt den im Brief stehenden Anweisungen.
Ein in stilvollem Schwarzweiß gedrehtes Noir-Debüt, das auf verschiedenen Festivals Preise erhielt, aber beim Fantasy Filmfest nicht so gut ankam. Jörg Buttgereit ist jedenfalls nicht begeistert: „Der Film wirkt wie eine überambitionierte Arthouse-Version von Eli Roths Schlachteplatte ‚Hostel’. Ein aufwendiges Hollywood-Remake mit Starbesetzung ist bereits angekündigt. Vielleicht ausnahmsweise mal eine gute Idee.“ (tip 6/2008) Etliche andere Kritiker finden die Story zwar auch nicht so toll, aber die Bilder und den Film insgesamt schon sehenswert
Die Berliner können heute in der Kulturbrauerei um 20.30 Uhr die Deutschlandpremiere mit den Hauptdarstellern genießen.
3sat berichtet über eine Stunde vom ersten Tag der Leipziger Buchmesse. Und das ist nur der Anfang der Berichterstattung von Deutschlands schönster Buchmesse.
Wenn sie irgendwann einen schlecht angezogenen, desorientierten Mann durch das Bild stolpern sehen, dann bin ich das. Denn ich werde mich in das Messetreiben stürzen, mir die Vorstellung Jahresbestenliste der Krimiwelt anhören, Verleger und Pressedamen belästigen, mich von wildgewordenen Kindern über den Haufen rennen lassen, ehe ich auf der Antiquariatsmesse beim Bestaunen mittelalterlicher Schriften Luft schnappe und mich dann hungrig zu den Superhelden von „Comics in Leipzig“ durchkämpfen werde.
Ein Filmteam des SWR durfte für diese Doku drei Monate Mitarbeiter des Kreisjugendamtes des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems bei der Arbeit begleiten. So entstand ein Blick hinter normalerweise verschlossene Türen.