Sechs Neueinsteiger. Dabei kann gegen Friedrich Ani (tolles Buch), Peter Temple (will ich noch lesen), Didier Decoin (dito) nichts gesagt werden. Daniel Woodrell und Richard Stark sind ebenfalls fantastisch. Nur von Elmore Leonads „Road Dogs“ war ich enttäuscht.
Am Donnerstag, den 31. März, präsentieren die Krimibuchhandlung Hammett, der Pendragon Verlag und das Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Lettrétage (Methfesselstraße 23-25, Berlin-Kreuzberg, Nähe U-Bahnhof Platz der Luftbrücke) Hans Helmich.
Der Krimiautor und Deutsche-Welle-TV-Redakteur liest aus seinem Debütroman „Stadt der Spitzel“ und beantwortet Fragen zu der in Berlin spielenden Geschichte.
Der Eintritt ist frei, aber das Buch kann käuflich erworben werden.
Im winterlichen Berlin kommt es zu einem grausigen Fund. In einem alten Wohnhaus werden menschliche Knochen im düsteren Keller gefunden – eingemauert. Als der Fernsehjournalist Martin Pollock von einem anonymen Anrufer den Tipp erhält, dass an dieser Geschichte mehr dran ist, ist seine Neugierde geweckt.
Während die Polizei den Fall nur mit mäßigem Interesse verfolgt, stößt Pollock auf Spuren, die ihn in die Berliner Hausbesetzer-Szene der 70er und 80er Jahre führen. Doch seine Nachforschungen bleiben nicht unbemerkt. Pollock gerät in das Visier undurchsichtiger Mächte. Welche Rolle spielt der geheimnisvolle Russe in diesem Fall? Und wie weit reicht der Arm des ehemals übermächtigen KGB? Der Kalte Krieg scheint noch lange nicht überwunden und fordert weitere Opfer …
Der Film über Elmore Leonard wurde während des Authors Table Dinner bei dem Tucson Festival of Books präsentiert.
Dieser zwanzigminütige Tribute-Film wurde am 13. November 2010 im Community House in Birmingham währen des 1st Annual Elmore Leonard Literary Arts and Film Festival gezeigt.
Elmore Leonard las am 5. Dezember 2010 seine Kurzgeschichte „When the Women come out to dance“ an der Butler University, Indianapolis, vor. Sie erschien 2002 in dem gleichnamigem, bislang nicht übersetztem Kurzgeschichtensammelband.
The Lincoln Lawyer does its job as a meat-and-potatoes legal thriller–and, let’s be honest, we haven’t had one of those in a while.
Much of this movie feels like a welcome return to the days when studios made entertaining films for adults. Those were movies you could take a date to on a Friday night and not feel pandered to.
Die Übersetzung erschien jetzt als „28 Minuten“ bei Suhrkamp.
Bei „My Book, The Movie“ verrät Zeltserman auch, dass die Filmrechte verkauft sind und es bereits ein Drehbuch gibt, das sich von der Vorlage unterscheidet.
(Irgendwann könnte noch zum „Spiegel“ gewechselt werden. Dann wäre es die KrimiSpiegel-Bestenliste. Bei den anderen Zeitungen klappt das Wortspiel dann nicht mehr.)
Außer dem Namen hat sich, wie ein Blick auf die sehr männerlastige März-Bestenliste zeigt, aber nichts geändert:
1 (1) Elmore Leonard: Road Dogs
2 (8) Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke
3 (-) Daniel Woodrell: Winters Knochen
4 (10) Michael Koryta: Blutige Schuld
5 (-) Richard Stark: Sein letzter Trumpf
6 (-) Romain Slocombe: Das Tamtam der Angst
7 (-) Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen
8 (-) Michael Connelly: Sein letzter Auftrag
9 (2) Ken Bruen: London Boulevard
10 (9) Martin Suter: Allmen und die Libellen
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Fünf Neueinsteiger, aber wer will schon etwas gegen Daniel Woodrell (vielleicht kein reinrassiger Krimi), Richard Stark und Michael Connelly sagen? Ken Bruen ist auch immer akzeptiert. Von Elmore Leonards „Road Dogs“ war ich dagegen ziemlich enttäuscht, aber sein neuester Roman „Djibouti“ ist noch schlechter.
Die Jahresbestenliste 2010 der KrimiWelt-Juroren bietet, weil die besten Krimis des Jahres aus den Krimis ausgewählt werden, die bereits auf einer der monatlichen Bestenlisten waren, keine großen Überraschungen:
Hm, das erinnert mich daran, dass einige Bücher noch auf meinem Zu-lesen-Stapel liegen – und ich meine Abendplanung (weniger Filme, weniger Außer-Haus-Termine, mehr Couch- und Lesesesselsitzungen bei abgestelltem Telefon) dringend überdenken sollte.
8 (-) Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke
9 (-) Martin Suter: Allmen und die Libellen
10 (-) Michael Koryta: Blutige Schuld
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat
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Dieses Mal gibt es wieder nur vier Neulinge – und alles Männer, zwei aus dem benachbartem deutschsprachigem Ausland. Die Liste ist mit neun Jungs sowieso sehr männerlastig. Ansonsten: Ken Bruen und James Sallis haben mir gefallen. John le Carré nicht und von Elmore Leonards „Road Dogs“ bin ich auch etwas enttäuscht. Aber dazu demnächst mehr.
weil am 28. Januar der Film auf DVD und BluRay (mit viel Bonusmaterial) erscheint, und
weil das von Koch-Media zur Verfügung gestellte Interview interessant ist,
poste ich es.
In „Moon“ erzählt Duncan Jones die Geschichte von Sam Bell (Sam Rockwell), der als einziger auf einer Mondstation arbeitet. Kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages häufen sich die seltsamen Ereignisse und plötzlich steht er seinem Doppelgänger gegenüber. Ist er jetzt endgültig verrückt geworden oder gibt es eine rationale Erklärung für den doppelten Bell?
Was fasziniert Sie an dieser Geschichte?
Der Mond bietet sich so offensichtlich als Schauplatz für eine Science-Fiction-Story an, aber er wird meistens ignoriert. Es ist erst vierzig Jahre her, dass wir zum ersten Mal auf den Mond flogen. Ich bekomme eine Gänsehaut bei dem Gedanken, dass der Mond vielleicht bald die Quelle sein könnte, aus der wir unseren Planeten für die nächsten hundert Jahre mit Energie versorgen. Aber unabhängig davon hat doch sowieso jeder eine persönliche Verbindung zum Mond: Jede Nacht gucken wir hoch zu ihm, jede Nacht haben wir da Science Fiction, direkt vor unseren Augen.
Wie kamen Sam Rockwell und Kevin Spacey zu diesem Film?
Nachdem ich die Rolle speziell für Sam Rockwell schrieb, musste es entweder eine große Herausforderung für ihn sein, den Part zu spielen, oder zumindest Spaß versprechen. Außerdem brauchte die Geschichte auch einen Reiz für das Mainstream-Publikum. Deshalb hatte ich schließlich die Idee, dass Sam mehrere Rollen gleichzeitig spielen sollte. Das würde alle unsere Richtlinien abdecken: Sam hätte seine Herausforderung als Schauspieler, die Besetzung bliebe minimal, und wir könnten uns auf einen bestimmten Typ von visuellen Effekten konzentrieren.
Ich spielte mit dem Ansatz, einen einsamen Mann auf einer Mondbasis zu platzieren, und zu diesem Grundgedanken passte auch das Klonen, die Vervielfachung von Sam. Ich wurde ganz aufgeregt, als ich darüber nachdachte, ob man sich wohl mögen würde, wenn man sich auf einmal selbst gegenüber stände. Ich glaube, das ist die brutalste, ehrlichste und menschlichste Frage, die es gibt – und das macht sie perfekt für einen Science-Fiction-Film. Kevin Spacey kannte bereits das Script, aber er wollte einen Rohschnitt des Films sehen, bevor er eine Entscheidung traf. Obwohl der Ton nur ersatzweise und die Effekte noch gar nicht drin waren, hat es ihn umgehauen. Kevin Spacey war begeistert von dem, was Rockwell da bot. Er hat sofort den Vertrag unterschrieben.“
Wie war das Besondere bei der Produktion von MOON?
Es war eine ziemlich verzwickte Aufgabe, MOON zusammenzubasteln. Wir wollten eine minimale Besetzung und die völlige Kontrolle über unseren Drehort. Und wir wollten den letzten Tropfen Leinwandpräsenz aus unseren Spezialeffekten herauspressen.
Der Film war technisch und logistisch sehr kompliziert. Wir hatten 33 harte, sehr von der Technik abhängige Drehtage in den Shepperton Studios. Wir arbeiteten in genau der Umgebung, in der Ridley Scott vor etwa 30 Jahren Alien gedreht hatte.
Ich bin im goldenen Zeitalter der Science-Fiction-Filme aufgewachsen. Wenn also ‚Gerty‘ [der Stationscomputer in MOON] oder ‚Sarang‘ [die Mondstation] ein Design haben, das eine bestimmte Retro-Ästhetik besitzt, dann ist das nicht zufällig so. Es ist die Inspiration der Filme, die wir geliebt haben, als ich aufgewachsen bin: Alien, Silent Running, Outland, und 2001: A Space Odyssey. Es ist eine Hommage an diese Filme und ihre Zeit.
Gibt es eine Szene, die Ihnen besonders vom Shooting in Erinnerung geblieben ist?
Es gibt einen Grund, warum man ‚Indie-Film‘ und ‚Science-Fiction-Film‘ so selten im selben Satz hört. Science Fiction ist das Genre, das am meisten Tricks und Ausstattung braucht, und das kann man mit einem ‚Indie‘-Budget natürlich nie finanzieren. Wir wollten mit dem Film eine Geschichte erzählen, die einerseits sehr persönlich ist, andererseits einen universellen Anspruch erfüllt. Eine bestimmte Szene war so kompliziert, dass wir sie einige Tage aussetzen mussten, um darüber nachzudenken. Aber es hat sich gelohnt – es ist einer der Momente des Films geworden, bei dem der Zuschauer sich anschließend fragt, wie wir das gemacht haben…
Was war die größte Herausforderung an diesem Film?
Einen waschechten Science-Fiction-Film zu drehen, mit einer spannenden Story, einem außergewöhnlichen Schauspieler, einem Sack voll bester Spezialeffekte – und wir haben das in 33 Tagen mit einem niedrigen Budget geschafft.
Was sollen die Zuschauer aus diesem Film mitnehmen?
Ich bin ein Nerd, ein Sci-Fi-Freak – aber ich bin auch hoffnungslos romantisch und ich liebe Filme.
Ich wünsche mir, dass die Science Fiction Fans dieser Welt sich bei dem Versuch überschlagen, all die Zitate und kleinen Hommagen zu entdecken, mit denen wir an vergangene Science-Fiction-Filme erinnern wollen.
Und am allermeisten wünsche ich mir, dass die Menschen, die diesen Film lieben, sagen: „Das war richtig gut. Ich bin gespannt, was diese Jungs als Nächstes vorhaben…“
Moon (Moon, GB 2009)
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Nathan Parker (nach einer Idee von Duncan Jones)
mit Sam Rockwell, Kevin Spacey, Dominique McElligott, Kaya Scodelario, Benedict Wong, Matt Berry, Malcolm Stewart
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Als Bonusmaterial ist angekündigt:
Single Disc Editions
• Originaltrailer
• Audiokommentar mit Regisseur Duncan Jones, Kameramann Gary Shaw sowie den Designern Gavin Rothery und Tony Noble
• Audiokommentar von Regisseur Duncan Jones und Produzent Stuart Fenegan
2-Disc Special Editions (zusätzlich)
• Kurzfilm „Whistle“ von Regisseur Duncan Jones (ca. 29 Minuten)
• Making of Moon (ca. 16 Minuten)
• Visuelle Effekte (ca. 11 Minuten)
• Interview auf dem Sundance Film Festival (ca. 11 Minuten)
• Science Center Interview mit Regisseur Duncan Jones (ca. 21 Minuten)
• Get Capone: The Secret Plot that Captured America’s Most Wanted Gangster, von Jonathan Eig (Simon & Schuster)
• Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (Morrow)
• Iron River, von T. Jefferson Parker (Dutton)
• The Nearest Exit, von Olen Steinhauer (Minotaur)
Die Preisverleihung ist am 20. September in Atlantic City, New Jersey, auf der New Atlantic Independent Booksellers Association (NAIBA) Fall Conference.