„Casino Royale“ – das verlorene Drehbuch

März 7, 2011

Jeremy Duns schrieb im Telegraph einen Artikel über das verlorene Drehbuch von Ben Hecht für die James-Bond-Verfilmung „Casino Royale“, das nach zahlreichen Überarbeitungen in der desaströsen 1966er James-Bond-Parodie „Casino Royale“ endete.

Hier gibt es einige Ausschnitte aus dem Drehbuch.


Ohne Kommentar

März 7, 2011

Volker Pispers über „Doktor“ Karl-Theodor zu Guttenberg


Die KrimiWelt-Bestenliste für den März 2011 ist die KrimiZeit-Bestenliste

März 4, 2011

Nach fast sechs Jahren wechselt die KrimiWelt zur Wochenzeitung „Die Zeit“ und heißt daher ab sofort, wegen des neuen Kooperationspartners, KrimiZeit.

(Irgendwann könnte noch zum „Spiegel“ gewechselt werden. Dann wäre es die KrimiSpiegel-Bestenliste. Bei den anderen Zeitungen klappt das Wortspiel dann nicht mehr.)

Außer dem Namen hat sich, wie ein Blick auf die sehr männerlastige März-Bestenliste zeigt, aber nichts geändert:

1 (1) Elmore Leonard: Road Dogs

2 (8) Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke

3 (-) Daniel Woodrell: Winters Knochen

4 (10) Michael Koryta: Blutige Schuld

5 (-) Richard Stark: Sein letzter Trumpf

6 (-) Romain Slocombe: Das Tamtam der Angst

7 (-) Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

8 (-) Michael Connelly: Sein letzter Auftrag

9 (2) Ken Bruen: London Boulevard

10 (9) Martin Suter: Allmen und die Libellen

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Fünf Neueinsteiger, aber wer will schon etwas gegen Daniel Woodrell (vielleicht kein reinrassiger Krimi), Richard Stark und Michael Connelly sagen? Ken Bruen ist auch immer akzeptiert. Von Elmore Leonards „Road Dogs“ war ich dagegen ziemlich enttäuscht, aber sein neuester Roman „Djibouti“ ist noch schlechter.

 


Die Glauser-Nominierungen 2011

Februar 16, 2011

Jetzt hat das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, in der Königskategorie Romane die Shortlist (basierend auf der Longlist und schneller als erwartet) und die Nominierungen in den anderen Kategorien veröffentlicht:

Bester Roman

Frank Göhre – Der Auserwählte, Pendragon

Paulus Hochgatterer – Das Matratzenhaus, Deuticke

Bernhard Jaumann – Die Stunde des Schakals, Rowohlt

Kurt Palm – Bad Fucking, Residenz

Klaus Stickelbroeck – Fischfutter, KBV

Bestes Debüt

Johanna Alba und Jan Chorin -Halleluja, rororo

Petra Busch – Schweig still, mein Kind, Knaur

Lukas Erler – Ölspur, Kein & Aber

Rita Falk – Winterkartoffelknödel, dtv

Tanja Griesel – Rothard, Hoffmann und Campe

Bester Kurzkrimi

Zoe Beck – Rapunzel (in: “Märchenmörder”, Kölnisch-Preußische Lektoratsanstalt)

Anne Chaplet – Countdown in Selm (in: “Mord am Hellweg V”, Grafit)

Anke Laufer – Die Abweichung (in: “Wie fühlt es sich an ein Tier zu sein”, Swiridoff)

Judith Merchant- Annette schreibt eine Ballade (in: “Mörderisches Münsterland”, KBV)

Sybille Zimmermann – Kleiner Tod (in: “Die lange Tote vom Münsterplatz”, Wellhöfer)

Hansjörg-Martin-Preis 2011 (Kinder- und Jugendkrimi)

Anja Fröhlich – Benni, ich und der Fall Tuckermann , Klopp

Agnes Hammer – Dorfbeben, script5

Irma Krauss – Glücksgift, cbt

Silke Lambeck – Die wilde Farm, Bloomsbury

Ursula Poznanski – Erebos, Loewe

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis 2011

Dr. Jürgen Alberts

Die Verleihung ist auf der Criminale (4. bis 8. Mai).

Tja, nun, auch wenn ich die meisten Werke nicht kenne: einen herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten.

 


Die diesjährigen Barry-Nominierungen

Februar 15, 2011

Die Nominierungen für den Barry Award 2010, vergeben von den Lesern des Krimimagazins Deadly Pleasures Mystery Magazine sind draußen:

Best Novel

Nowhere to Run, von C.J. Box (Putnam)

Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (Morrow)

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur)

Moonlight Mile, von Dennis Lehane (Morrow)

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur)

Savages, von Don Winslow (Simon & Schuster)

Best First Novel

Gutshot Straight, von Lou Berney (Morrow)

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Forge)

The Poacher’s Son, von Paul Doiron (Minotaur)

The Sherlockian, von Graham Moore (Twelve)

The Holy Thief, von William Ryan (Minotaur)

Once a Spy, von Keith Thomson (Doubleday)

Best British Novel

Started Early, Took My Dog, von Kate Atkinson (Doubleday)

Blood Harvest, von S.J. Bolton (Bantam Press)

The Whisperers, von John Connolly (Hodder & Stoughton)

The Woodcutter, von Reginald Hill (HarperCollins)

Three Seconds, von Anders Roslund and Börge Hellström (Quercus)

Fourth Day, von Zoë Sharp (Allison & Busvon)

Best Paperback Original

The Hanging Tree, von Bryan Gruley (Touchstone)

The Dead Lie Down, von Sophie Hannah (Penguin)

Eggsecutive Orders, von Julie Hyzy (Berkley)

Fever at the Bone, von Val McDermid (Harper)

The Rhetoric of Death, von Judith Rock (Berkley)

A Small Death in the Great Glen, von A.D. Scott (Atria)

Best Thriller

13 Hours, von Deon Meyer (Grove Atlantic)

American Assassin, von Vince Flynn (Atria)

The Bricklayer, von Noah Boyd (Harper)

Bolt Action, von Charles Charters (Hodder UK)

On Target, von Mark Greaney (Jove)

The Rembrandt Affair, von Daniel Silva (Putnam)

Best Short Story

• “Requiem for Antlers,” von Mitch Alderman (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], January-February 2010)

• “Family Values,” von Robert Barnard (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], February 2010)

• “The Body in the Dunes,” von Caroline Benton (EQMM, January 2010)

• “The List,” von Loren D. Estleman (EQMM, May 2010)

• “The Seven Sorrows,” von Terence Faherty (EQMM, March-April 2010)

• “When the Apricots Bloom,” von Ellen Larson (AHMM, July-August 2010)

Ab jetzt darf abgestimmt werden. Die Preisverleihung ist auf der Bouchercon in St. Louis.

 


Oscar-Nominierungen – die etwas andere Sicht

Februar 9, 2011

Aus Sicht der Fans und mit viel Liebe für einen Film. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des Titels:

Aus der Sicht eines Mainstream- und eines Independent-Machers:

Und hier die Nominierungsliste.

Die Links zu den nominierten Drehbücher.

(Dank an GITS für den Hinweis auf die Videos!)


Die Glauser-2011-Longlist

Februar 4, 2011

Vor der Shortlist (die in einem Monat veröffentlicht wird) hat die Jury für den diesjährigen Glauser-Preis, dem Krimipreis der Autorenvereinigung „Das Syndikat“, folgende Bücher auf ihre Longlist gesetzt:

Zoe Beck – Das alte Kind (Bastei Lübbe)

Gunter Gerlach – Friedhof der Beziehungen (Ars Vivendi)

Frank Göhre – Der Auserwählte (Pendragon)

Paulus Hochgatterer – Das Matratzenhaus (Deuticke)

Bernhard Jaumann – Die Stunde des Schakals (Rowohlt)

Kurt Palm – Bad Fucking (Residenz)

Bernhard Salomon – Donaublut (Emons)

Amaryllis Sommerer – Keine Wunde, nichts (Milena)

Klaus Stickelbroeck – Fischfutter (KBV)

Daniel Twardowski – Das blaue Siegel (Goldmann)

Hm, da sind ja mal wieder viele mir unbekannte Autoren und Bücher dabei.


Die zehn besten Krimis von 2010?

Januar 29, 2011

Die Jahresbestenliste 2010 der KrimiWelt-Juroren bietet, weil die besten Krimis des Jahres aus den Krimis ausgewählt werden, die bereits auf einer der monatlichen Bestenlisten waren, keine großen Überraschungen:

1 Don Winslow: Tage der Toten

2 Richard Price: Cash

3 Dominique Manotti: Letzte Schicht

4 Pete Dexter: God’s Pocket

5 James Ellroy: Blut will fließen

6 Josh Bazell: Schneller als der Tod

7 David Peace: Tokio, besetzte Stadt

8 Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers

9 Roger Smith: Blutiges Erwachen

10 Thomas Willmann: Das finstere Tal

Hm, das erinnert mich daran, dass einige Bücher noch auf meinem Zu-lesen-Stapel liegen – und ich meine Abendplanung (weniger Filme, weniger Außer-Haus-Termine, mehr Couch- und Lesesesselsitzungen bei abgestelltem Telefon) dringend überdenken sollte.


Die KrimiWelt-Bestenliste Februar 2011

Januar 29, 2011

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Berlinale-Monat Februar sieht so aus:

1 (-) Elmore Leonard: Road Dogs

2 (3) Ken Bruen: London Boulevard

3 (1) John le Carré: Verräter wie wir

4 (2) Åke Edwardson: Der letzte Winter

5 (10) James Sallis: Dunkle Vergeltung

6 (5) Tana French: Sterbenskalt

7 (8) Kurt Bracharz: Der zweitbeste Koch

8 (-) Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke

9 (-) Martin Suter: Allmen und die Libellen

10 (-) Michael Koryta: Blutige Schuld

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat

Dieses Mal gibt es wieder nur vier Neulinge – und alles Männer, zwei aus dem benachbartem deutschsprachigem Ausland. Die Liste ist mit neun Jungs sowieso sehr männerlastig. Ansonsten: Ken Bruen und James Sallis haben mir gefallen. John le Carré nicht und von Elmore Leonards „Road Dogs“ bin ich auch etwas enttäuscht. Aber dazu demnächst mehr.


Ein Interview mit „Moon“-Regisseur Duncan Jones

Januar 28, 2011

Weil mir der mit dem Hugo ausgezeichnete SF-Film „Moon“ gut gefallen hat,

weil am 28. Januar der Film auf DVD und BluRay (mit viel Bonusmaterial) erscheint, und

weil das von Koch-Media zur Verfügung gestellte Interview interessant ist,

poste ich es.

In „Moon“ erzählt Duncan Jones die Geschichte von Sam Bell (Sam Rockwell), der als einziger auf einer Mondstation arbeitet. Kurz vor dem Ende seines Dreijahresvertrages häufen sich die seltsamen Ereignisse und plötzlich steht er seinem Doppelgänger gegenüber. Ist er jetzt endgültig verrückt geworden oder gibt es eine rationale Erklärung für den doppelten Bell?

 

Was fasziniert Sie an dieser Geschichte?

Der Mond bietet sich so offensichtlich als Schauplatz für eine Science-Fiction-Story an, aber er wird meistens ignoriert. Es ist erst vierzig Jahre her, dass wir zum ersten Mal auf den Mond flogen. Ich bekomme eine Gänsehaut bei dem Gedanken, dass der Mond vielleicht bald die Quelle sein könnte, aus der wir unseren Planeten für die nächsten hundert Jahre mit Energie versorgen. Aber unabhängig davon hat doch sowieso jeder eine persönliche Verbindung zum Mond: Jede Nacht gucken wir hoch zu ihm, jede Nacht haben wir da Science Fiction, direkt vor unseren Augen.

Wie kamen Sam Rockwell und Kevin Spacey zu diesem Film?

Nachdem ich die Rolle speziell für Sam Rockwell schrieb, musste es entweder eine große Herausforderung für ihn sein, den Part zu spielen, oder zumindest Spaß versprechen. Außerdem brauchte die Geschichte auch einen Reiz für das Mainstream-Publikum. Deshalb hatte ich schließlich die Idee, dass Sam mehrere Rollen gleichzeitig spielen sollte. Das würde alle unsere Richtlinien abdecken: Sam hätte seine Herausforderung als Schauspieler, die Besetzung bliebe minimal, und wir könnten uns auf einen bestimmten Typ von visuellen Effekten konzentrieren.

Ich spielte mit dem Ansatz, einen einsamen Mann auf einer Mondbasis zu platzieren, und zu diesem Grundgedanken passte auch das Klonen, die Vervielfachung von Sam. Ich wurde ganz aufgeregt, als ich darüber nachdachte, ob man sich wohl mögen würde, wenn man sich auf einmal selbst gegenüber stände. Ich glaube, das ist die brutalste, ehrlichste und menschlichste Frage, die es gibt – und das macht sie perfekt für einen Science-Fiction-Film. Kevin Spacey kannte bereits das Script, aber er wollte einen Rohschnitt des Films sehen, bevor er eine Entscheidung traf. Obwohl der Ton nur ersatzweise und die Effekte noch gar nicht drin waren, hat es ihn umgehauen. Kevin Spacey war begeistert von dem, was Rockwell da bot. Er hat sofort den Vertrag unterschrieben.“

Wie war das Besondere bei der Produktion von MOON?

Es war eine ziemlich verzwickte Aufgabe, MOON zusammenzubasteln. Wir wollten eine minimale Besetzung und die völlige Kontrolle über unseren Drehort. Und wir wollten den letzten Tropfen Leinwandpräsenz aus unseren Spezialeffekten herauspressen.

Der Film war technisch und logistisch sehr kompliziert. Wir hatten 33 harte, sehr von der Technik abhängige Drehtage in den Shepperton Studios. Wir arbeiteten in genau der Umgebung, in der Ridley Scott vor etwa 30 Jahren Alien gedreht hatte.

Ich bin im goldenen Zeitalter der Science-Fiction-Filme aufgewachsen. Wenn also ‚Gerty‘ [der Stationscomputer in MOON] oder ‚Sarang‘ [die Mondstation] ein Design haben, das eine bestimmte Retro-Ästhetik besitzt, dann ist das nicht zufällig so. Es ist die Inspiration der Filme, die wir geliebt haben, als ich aufgewachsen bin: Alien, Silent Running, Outland, und 2001: A Space Odyssey. Es ist eine Hommage an diese Filme und ihre Zeit.

Gibt es eine Szene, die Ihnen besonders vom Shooting in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt einen Grund, warum man ‚Indie-Film‘ und ‚Science-Fiction-Film‘ so selten im selben Satz hört. Science Fiction ist das Genre, das am meisten Tricks und Ausstattung braucht, und das kann man mit einem ‚Indie‘-Budget natürlich nie finanzieren. Wir wollten mit dem Film eine Geschichte erzählen, die einerseits sehr persönlich ist, andererseits einen universellen Anspruch erfüllt. Eine bestimmte Szene war so kompliziert, dass wir sie einige Tage aussetzen mussten, um darüber nachzudenken. Aber es hat sich gelohnt – es ist einer der Momente des Films geworden, bei dem der Zuschauer sich anschließend fragt, wie wir das gemacht haben…

Was war die größte Herausforderung an diesem Film?

Einen waschechten Science-Fiction-Film zu drehen, mit einer spannenden Story, einem außergewöhnlichen Schauspieler, einem Sack voll bester Spezialeffekte – und wir haben das in 33 Tagen mit einem niedrigen Budget geschafft.

Was sollen die Zuschauer aus diesem Film mitnehmen?

Ich bin ein Nerd, ein Sci-Fi-Freak – aber ich bin auch hoffnungslos romantisch und ich liebe Filme.

Ich wünsche mir, dass die Science Fiction Fans dieser Welt sich bei dem Versuch überschlagen, all die Zitate und kleinen Hommagen zu entdecken, mit denen wir an vergangene Science-Fiction-Filme erinnern wollen.

Und am allermeisten wünsche ich mir, dass die Menschen, die diesen Film lieben, sagen: „Das war richtig gut. Ich bin gespannt, was diese Jungs als Nächstes vorhaben…“


Moon (Moon, GB 2009)

Regie: Duncan Jones

Drehbuch: Nathan Parker (nach einer Idee von Duncan Jones)

mit Sam Rockwell, Kevin Spacey, Dominique McElligott, Kaya Scodelario, Benedict Wong, Matt Berry, Malcolm Stewart

Als Bonusmaterial ist angekündigt:

Single Disc Editions

Originaltrailer

Audiokommentar mit Regisseur Duncan Jones, Kameramann Gary Shaw sowie den Designern Gavin Rothery und Tony Noble

Audiokommentar von Regisseur Duncan Jones und Produzent Stuart Fenegan

2-Disc Special Editions (zusätzlich)

Kurzfilm „Whistle“ von Regisseur Duncan Jones (ca. 29 Minuten)

Making of Moon (ca. 16 Minuten)

Visuelle Effekte (ca. 11 Minuten)

Interview auf dem Sundance Film Festival (ca. 11 Minuten)

Science Center Interview mit Regisseur Duncan Jones (ca. 21 Minuten)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Moon“

Wikipedia über „Moon“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des Films „Moon“


Die Hammett-Nominierungen

Januar 27, 2011

Die Nominierungen für den Hammett-Preis 2010, vergeben von der North American Branch of the International Association of Crime Writers, sind draußen. Nominiert sind:

Get Capone: The Secret Plot that Captured America’s Most Wanted Gangster, von Jonathan Eig (Simon & Schuster)

Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (Morrow)

Iron River, von T. Jefferson Parker (Dutton)

The Nearest Exit, von Olen Steinhauer (Minotaur)

Die Preisverleihung ist am 20. September in Atlantic City, New Jersey, auf der New Atlantic Independent Booksellers Association (NAIBA) Fall Conference.

(via The Rap Sheet)


Die Dily-Nominierungen

Januar 27, 2011

Die Nominierungen für den diesjährigen Dily Award, vergeben von der IMBA (Independent Mystery Booksellers Association) sind draußen. Er wird an den Kriminalroman vergeben, den die Buchhändler am liebsten verkauften.

Nominiert sind:

Love Songs from a Shallow Grave, von Colin Cotterill (Soho Crime)

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur Books)

Moonlight Mile, von Dennis Lehane (William Morrow)

Bury Your Dead, von Louise Penny (Minotaur Books)

Once a Spy, von Keith Thomson (Doubleday)

Savages, von Don Winslow (Simon & Schuster)

Die Preisverleihung ist während der Left Coast Crime Convention in Santa Fe, New Mexico, die vom 24. – 27. März stattfindet.

(via The Rap Sheet)


Der Cartier Diamond Dagger 2011 geht an Lindsey Davis

Januar 27, 2011

Die British Crime Writers’ Association hat den diesjährigen CWA Cartier Diamond Dagger für das kriminelle Lebenswerk an Lindsey Davis vergeben. Die Autorin der Marcus-Didius-Falco-Kriminalromane dürfte vor allem bei den Fans historischer Kriminalromane bekannt sein.

Davis sagte zum Preis: “When I heard about this I had just been awarded the Premio Colosseo, from the City of Rome, ‘for enhancing the image of Rome in the world’ so I was already reeling. The Diamond Dagger is the ultimate accolade for a crime author, because it is given by fellow writers and is not just for one book but your work as a whole over the years. I am absolutely delighted and honored to receive the Cartier award.”

(via The Rap Sheet)


Die Edgar-Nominierungen 2011

Januar 20, 2011

Die diesjährigen Nominierungen der Mystery Writers of America (MWA) für den Edgar-Allan-Poe-Preis (dem renommiertesten Krimipreis der Welt) sind:

BEST NOVEL

Caught (In seinen Händen), von Harlan Coben (Penguin Group USA – Dutton)

Crooked Letter, Crooked Letter, von Tom Franklin (HarperCollins – William Morrow)

Faithful Place (Sterbenskalt), von Tana French (Penguin Group USA – Viking)

The Queen of Patpong, von Timothy Hallinan (HarperCollins – William Morrow)

The Lock Artist, von Steve Hamilton (Minotaur/Thomas Dunne Books)

I’d Know You Anywhere, von Laura Lippman (HarperCollins – William Morrow)

BEST FIRST NOVEL BY AN AMERICAN AUTHOR

Rogue Island, von Bruce DeSilva (Tom Doherty Associates – Forge Books)

The Poacher’s Son, von Paul Doiron (Minotaur Books)

The Serialist: A Novel, von David Gordon (Simon & Schuster)

Galveston, von Nic Pizzolatto (Simon & Schuster – Scribner)

Snow Angels (Eis-Engel), von James Thompson (Penguin Group USA – G.P. Putnam’s Sons)

BEST PAPERBACK ORIGINAL

Long Time Coming, von Robert Goddard (Random House – Bantam)

The News Where You Are, von Catherine O’Flynn (Henry Holt)

Expiration Date (Alte Feinde), von Duane Swierczynski (Minotaur Books) (Achtung: das Buch erschien bei uns unter seinem Pseudonym Duane Louis)

Vienna Secrets, von Frank Tallis (Random House Trade Paperbacks)

Ten Little Herrings, von L.C. Tyler (Felony & Mayhem Press)

BEST FACT CRIME

Scoreboard, Baby: A Story of College Football, Crime and Complicity, von Ken Armstrong and Nick Perry (University of Nebraska Press – Bison Original)

The Eyes of Willie McGee: A Tragedy of Race, Sex, and Secrets in Jim Crow South, von Alex Heard (HarperCollins)

Finding Chandra: A True Washington Murder Mystery, von Scott Higham and Sari Horwitz (Simon & Schuster – Scribner)

Hellhound on his Trail: The Stalking of Martin Luther King, Jr and the International Hunt for his Assassin, von Hampton Sides (Random House – Doubleday)

The Killer of Little Shepherds: A True Crime Story and the Birth of Forensic Science, von Douglas Starr (Alfred A. Knopf)

BEST CRITICAL/BIOGRAPHICAL

The Wire: Truth Be Told, von Rafael Alvarez (Grove Atlantic – Grove Press)

Agatha Christie’s Secret Notebooks: Fifty Years of Mysteries in the Making, von John Curran (HarperCollins)

Sherlock Holmes for Dummies, von Steven Doyle und David A. Crowder (Wiley)

Charlie Chan: The Untold Story of the Honorable Detective and his Rendevouz with American History, von Yunte Huang (W.W. Norton)

Thrillers: 100 Must Reads, herausgegeben von David Morrell und Hank Wagner (Oceanview Publishing)

BEST SHORT STORY

The Scent of Lilacs” – Ellery Queen Mystery Magazine, von Doug Allyn (Dell Magazines)

The Plot” – First Thrills, von Jeffery Deaver (Tom Doherty – Forge Books)

A Good Safe Place” – Thin Ice, von Judith Green (Level Best Books)

Monsieur Alice is Absent” – Alfred Hitchcock Mystery Magazine, von Stephen Ross (Dell Magazines)

The Creative Writing Murders” – Dark End of the Street, von Edmund White (Bloomsbury)

BEST JUVENILE

Zora and Me, von Victoria Bond und T.R. Simon (Candlewick Press)

The Buddy Files: The Case of the Lost Boy, von Dori Hillestad Butler (Albert Whitman & Co.)

The Haunting of Charles Dickens, von Lewis Buzbee (Feiwel & Friends)

Griff Carver: Hallway Patrol, von Jim Krieg (Penguin Young Readers Group – Razorbill)

The Secret Life of Ms. Finkleman, von Ben H. Winters (HarperCollins Children’s Books)

BEST YOUNG ADULT

The River, von Mary Jane Beaufrand (Little Brown Books for Young Readers)

Please Ignore Vera Dietz, von A.S. King (Random House Children’s Books – Alfred A. Knopf)

7 Souls, von Barnabas Miller und Jordan Orlando (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

The Interrogation of Gabriel James, von Charlie Price (Farrar, Straus, Giroux Books for Young Readers)

Dust City, von Robert Paul Weston (Penguin Young Readers Group – Razorbill)

BEST PLAY

The Psychic, von Sam Bobrick (Falcon Theatre – Burbank, CA)

The Tangled Skirt, von Steve Braunstein (New Jersey Repertory Company)

The Fall of the House, von Robert Ford (Alabama Shakespeare Festival)

BEST TELEVISION EPISODE TELEPLAY

Episode 1” – Luther, Drehbuch von Neil Cross (BBC America)

Episode 4” – Luther, Drehbuch von Neil Cross (BBC America)

Full Measure” – Breaking Bad, Drehbuch von Vince Gilligan (AMC/Sony)

No Mas” – Breaking Bad, Drehbuch von Vince Gilligan (AMC/Sony)

The Next One’s Gonna Go In Your Throat” – Damages, Drehbuch von Todd A. Kessler, Glenn Kessler und Daniel Zelman (FX Networks)

ROBERT L. FISH MEMORIAL AWARD

Skyler Hobbs and the Rabbit Man” – Ellery Queen Mystery Magazine, von Evan Lewis (Dell Magazines)

GRAND MASTER

Sara Paretsky

RAVEN AWARDS

Centuries & Sleuths Bookstore, Forest Park, Illinois

Once Upon A Crime Bookstore, Minneapolis, Minnesota

THE SIMON & SCHUSTER – MARY HIGGINS CLARK AWARD

(Presented at MWA’s Agents & Editors Party on Wednesday, April 27, 2010)

Wild Penance, von Sandi Ault (Penguin Group – Berkley Prime Crime)

Blood Harvest, von S.J. Bolton (Minotaur Books)

Down River, von Karen Harper (MIRA Books)

The Crossing Places, von Elly Griffiths (Houghton Mifflin Harcourt)

Live to Tell, von Wendy Corsi Staub (HarperCollins – Avon)

Die Preisverleihung ist am Donnerstag, den 28. April 2011, im Grand Hyatt Hotel, New York City. Wer also nach einem Grund für seinen frühsommerlichen New-York-Trip sucht.


Deutscher Krimipreis 2011 verliehen

Januar 19, 2011

Dieses Jahr geht der von Kritikern und Buchhändlern verliehene „Deutsche Krimi Preis“ (so die offizielle Schreibweise des DKP) an:

National

1. Platz: Bernhard Jaumann: Die Stunde des Schakals

2. Platz: Frank Göhre: Der Auserwählte

3. Platz: D. B. Blettenberg: Murnaus Vermächtnis

International

1. Platz: Don Winslow: Tage der Toten (The power of the dog)

2. Platz: Josh Bazell: Schneller als der Tod (Beat the Reaper)

3. Platz: Dominique Manotti: Letzte Schicht (Lorraine Connection)

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Faye Dunaway!

Januar 14, 2011

Am 14. Januar 1941 wurde Dorothy Faye Dunaway in Bascom, Florida, geboren.

Ihre erste Rolle war 1965 in der TV-Serie „Seaway“ und wahrscheinlich nur wichtig als erste von inzwischen über 100 Filmrollen.

1967 spielte sie Bonnie Parker in dem Gangsterfilm „Bonnie & Clyde“ und der Rest ist Geschichte. Jedenfalls sind „Thomas Crown ist nicht zu fassen“, „Little Big Man“ (gut, da spielte Dustin Hoffman eine nicht unwichtige Rolle), „Die drei Musketiere“, „Die vier Halunken der Königin“ (halt die beiden bekannten Musketier-Filme von Richard Lester), „Chinatown“, „Die drei Tage des Condor“, „Network“ (dafür gab’s einen Oscar), um nur einige ihrer bekanntesten Filme zu nennen, ohne sie nicht denkbar.

In späteren Filmen, wie „Die Geschichte der Dienerin“, „Arizona Dream“, „Don Juan de Marco“, „Die Kammer“, „Die Thomas Crown Affäre“ (eigentlich nur ein Gastauftritt), „The Yards – Im Hinterhof der Macht“, „Johanna von Orleans“ und „Die Regeln des Spiels“ standen dann andere Schauspieler im Mittelpunkt.

Und 1993 ermittelte Lt. Columbo in „Der Tote in der Heizdecke“ (It’s all in the game) gegen sie.

Ihr nächster Film ist „Master Class“. Faye Dunaway spielt die Opernsängerin Maria Callas und sie führte auch Regie.

 


Eine Diskussion über Raymond Chandler

Januar 12, 2011

Anläßlich des fünfzigsten Todestages von Raymond Chandler (23. Juli 1888 – 26. März 1959) veranstaltete das USC eine Diskussion über Raymond Chandler, sein Werk und sein Vermächtnis. Auf dem Podium waren Moderatorin Judith Freeman (MPW Fakultätsmitglied, Autorin von „The Long Embrace: Raymond Chandler and the Woman he loved“), Leo Braudy (USC Englischprofessor), Denise Hamilton (Krimiautorin) und Kenneth Turan (Los Angeles Times Filmkritiker).

Die gesamte Diskussion kann man sich ansehen:


Dashiell Hammett (27. Mai 1894 – 10. Januar 1961)

Januar 10, 2011

Heute ist sein fünfzigster Todestag:

Die vollständige, einstündige Diskussion gibt es hier.

2009 schrieb Joe Gores „Spade & Archer – The Prequel to Dashiell Hammett’s ‚The Maltese Falcon'“ (keine deutsche Übersetzung). In einem ausführlichem Gespräch sprach Joe Gores (ebenfalls ein ehemaliger Privatdetektiv und dreimaliger Edgar-Preisträger) über das Buch und Dashiell Hammett.

Ein schöner Trailer

Auch schön

Und um 20.00 Uhr gibt’s im Eiszeit-Kino einen Hammett-Abend.

 


Trickfilmklassiker des Tages: Animal Farm – Aufstand der Tiere (das Original)

Januar 7, 2011

Im Fernsehen lief diese klassische Verfilmung von George Orwells „Animal Farm“ zuletzt vor fast fünf Jahren. John Harlas und Joy Batchelor sind die Regisseure dieser englischen Verfilmung von 1954. Das Drehbuch ist von Lothar Wolff, Bordon Mace, Philip Stapp, John Halas und Joy Batchelor.

Es ist ein Trickfilm, aber kein Kinderfilm. Und es handelt sich um die deutschsprachige Version.


Hammett präsentiert Hammett

Januar 4, 2011

Just the facts!

Tja, nun: die Krimibuchhandlung Hammett präsentiert zusammen mit Wiglaf Droste und dem Eiszeit-Kino eine Lesung zum 50. Todestag Dashiell Hammetts

am Montag, den 10. Januar 2011

um 20.00 Uhr

im Eiszeit-Kino (Zeughofstr. 20 , 10997 Berlin-Kreuzberg, Nähe U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof).

Wiglaf Droste liest aus Dashiell Hammetts Klassikern „Das große Umlegen“ und „Der Malteser Falke“. Anschließend wird ein Überraschungsfilm gezeigt.

Ich würde mal auf „Die Spur des Falken“ tippen. Eine wirkliche Überraschung wäre „Sam Marlow, Privatdetektiv“/“Der Mann mit Bogarts Gesicht“.

Der Eintritt beträgt 12 Euro und Karten können schon jetzt bei Hammett (der Buchhandlung, nicht der Autor) bestellt werden.


Von Wiglaf Droste erschien zuletzt „Im Sparadies der Friseure – Eine kleine Sprachkritik“ (Goldmann Taschenbuch, 7,95 Euro, Originalausgabe bei Edition Tiamat). Lesenswert.