Die Nominierungen für den Strand Magazine Critics Award 2009

Februar 22, 2010

Das Strand Magazine hat die Nominierungsliste für den diesjährigen Strand Magazine Critics Awards bekannt gegeben. Die Jury besteht aus Buchkritikern und Journalisten großer Zeitungen wie Washington Post, Chicago Tribune, Wall Street Journal und Boston Globe. Verliehen wird der noch junge Krimipreis am 7. Juli in New York.

Nominiert sind

Best Novel

Nine Dragons von Michael Connelly (Little, Brown and Company)

The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Das Clean-Team) von Charlie Huston (Ballantine Books)

Life Sentences von Laura Lippman (William Morrow)

The Renegades von T. Jefferson Parker (Dutton)

The Little Stranger von Sarah Waters (Riverhead Books)

Best First Novel

Beat the Reaper von Josh Bazell (Little, Brown and Company)

The Manual of Detection von Jedediah Berry (Penguin Press)

A Reliable Wife von Robert Goolrick (Algonquin Books)

Starvation Lake von Bryan Gruley (Touchstone)

Black Water Rising von Attica Locke (Harper)

Lifetime Achievement Award

Elmore Leonard


Kleinkram

Februar 21, 2010

Torsten Dewi erklärt seine Sicht zu den Plagiatsvorwürfen gegen den von ihm geschriebenen TV-Zweiteiler „Dr. Hope“:

Historische Fakten sind nicht schützbar, ein Sachbuch ist kein Roman, und „Dr. Hope“ ist weder die Adaption noch die Verfilmung eines Sachbuches (oder einer anderen Quelle).

Die Klage ähnelt der zu Andrea Maria Schenkels „Tannöd“.

Bei „Soko 5113“ wird der Vertrag von Hartmut Schreier (seit 18 Jahren spielt er Manne Brand) nicht verlängert. Irgendwie wollte ihn das ZDF nicht mehr haben.

Hans Schmid hat ein sehr ausführliches Porträt über (Western-)Regisseur Budd Boetticher geschrieben. (Hier ist der zweite Teil.)

Die Briten wollen drei Romane mit Michael Dibdins Ermittler Aurelio Zen verfilmen. Rufus Sewell wird den italienischen Polizisten spielen.

Die Franzosen wollen den Myron-Bolitar-Roman „Long Lost“ von Harlan Coben verfilmen.

Kinowelt veröffentlicht Mitte April die anscheinend verdammt gute Verfilmung der „Red Riding“-Romane von David Peace. Die „Red Riding Trilogy“ enthält „1974“, „1980“ und „1983“.

Yep, ein Buch wurde nicht verfilmt.

Und das sieht nach einigen Stunden Lesezeit aus: Classic Movies Digest. Zum Beispiel über „The Maltese Falcon“ oder „The Public Enemy“ oder „Meet John Doe“ (Hier ist John Doe; ein unbekannterer Film von Frank Capra mit Gary Cooper, der an den Erfolg von „Mr. Deeds goes to Town“ anknüpfen sollte).

„Meet John Doe“ kann hier angesehen werden.


Früher…

Februar 21, 2010

hatte die Jugend noch Ideale und ging dafür auch ins Fernsehen


Die Nominierungen für den Agatha-Award 2010

Februar 19, 2010

Malice Domestic, der Verein der Freunde des traditionellen Krimis (aka Cozy aka Landhauskrimi), hat die Nominierungen für den diesjährigen Agatha-Preis veröffentlicht:

Best Novel

Swan for the Money, von Donna Andrews (Minotaur)

Bookplate Special, von Lorna Barrett (Berkley Prime Crime)

Royal Flush, von Rhys Bowen (Berkley Prime Crime)

A Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)

Air Time, von Hank Phillippi Ryan (Mira)

Best First Novel

For Better, for Murder, von Lisa Bork (Midnight Ink)

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte Press)

Posed for Murder, von Meredith Cole (Minotaur)

The Cold Light of Mourning, von Elizabeth Duncan (St. Martin’s Press)

In the Shadow of Gotham, von Stefanie Pintoff (Minotaur)

Best Non-fiction

Duchess of Death, von Richard Hack (Phoenix Books)

Talking About Detective Fiction, von P.D. James (Knopf)

Blood on the Stage, 1925-1950, von Amnon Kabatchnik (Scarecrow Press)

Dame Agatha’s Shorts, von Elena Santangelo (Bella Rosa Books)

The Talented Miss Highsmith, von Joan Schenkar (St. Martin’s Press)

Best Short Story

Femme Sole, von Dana Cameron (aus Boston Noir, herausgegeben von Dennis Lehane; Akashic Books)

Handbaskets, Drawers, and Killer Cold, von Kaye George (from Crooked)

The Worst Noel, von Barb Goffman (aus The Gift of Murder, herausgegeben von John M. Floyd; Wolfmont Press)

On the House, von Hank Phillippi Ryan (aus Quarry, herausgegeben von Kate Flora, Ruth McCarty und Susan Oleksiw; Level Best Books)

Death Will Trim Your Tree, von Elizabeth Zelvin (aus The Gift of Murder)

Best Children’s/Young Adult Novel

The Morgue and Me, von John C. Ford (Viking Juvenile)

The Hanging Hill, von Chris Grabenstein (Random House)

The Case of the Poisoned Pig, von Lewis B. Montgomery (Kane Press)

The Other Side of Blue, von Valerie O. Patterson (Clarion Books)

The Case of the Cryptic Crinoline, von Nancy Springer (Philomel)

Die Preisverleihung ist auf dem 22. Treffen der Malice Domestic in Arlington, Virginia, vom 30. April bis 2. Mai.

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)


Herzlichen Glückwunsch, Ross Thomas!

Februar 19, 2010

Ross Thomas (19. Februar 1926 – 18. Dezember 1995)

Das ist der Trailer zur Verfilmung von „Das Mordpatent Procane“

Mehr Infos zu Ross Thomas.


Kleinkram: einmal Ellroy, viel „Shutter Island“ und ausreichend Hegemann

Februar 12, 2010

David Peace unterhält sich mit James Ellroy.

Terrence Rafferty (New York Times) hat mit Martin Scorsese über seinen neuen Film „Shutter Island“ gesprochen.

Jerome Charyn war „Einmal beim Meister“ Martin Scorsese. Der Text erschien in der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ und dürfte die Tage online gehen (Nachtrag 14. 2. 2010: online).

In der SZ beantwortet Leonardo DiCaprio einige Fragen zu seinem neuen Film „Shutter Island“ und wie die Zusammenarbeit mit Martin Scorsese ist.

Auch der Autor der Vorlage, Dennis Lehane, darf einige Fragen zum Buch und Film beantworten.

Und nun alle zusammen: Martin Scorsese, Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley und Dennis Lehane.

Zwei Worte zu Helene Hegemann, „Axolotl Roadkill“ und ihren Verteidigern in den Feuilletons:

Würden Sie, liebe Literaturkritiker, auch dann Hegemann und ihren Roman verteidigen, wenn die Autorin Texte von ihnen, ohne um Erlaubnis zu fragen, abgeschrieben hätte und ohne auf die Originaltexte hinzuweisen? Würden Sie auch dann sagen, dass es okay ist, dass der Abschreiber Geld verdient, während der Urheber nichts (noch nicht einmal eine namentliche Nennung) erhält?

Wenn Sie auf diese Fragen bejahen, dann…

Aufgedeckt wurde die Abschreiberei der jungen Dame von dem Blogger Deef Pirmasens (Die Gefühlskonserve).

Airen, der auf seine Anonymität bedachte Schreiber der Originaltexte, hat sich mit der FAZ unterhalten:

Da ich meine eigenen Texte natürlich besser kenne als Deef Pirmasens, der als erster über die Parallelen berichtet hat, sind mir schon sehr viel mehr Stellen aufgefallen. Ich habe heute gehört, dass diese Stellen in zukünftigen Ausgaben von „Axolotl Roadkill“ gekennzeichnet werden sollen.

Dort gibt es auch eine beeindruckend lange Liste von ähnlichen Textstellen.

Im Kölner Stadtanzeiger äußern sich Schriftsteller (u. a. Helmut Krausser, Kai Meyer, Dieter Wellershoff) zu Hegemanns Abschreiberei.

Stellvertretend Helmut Krausser: Diebstahl ist Diebstahl, da bin ich sehr konservativ. Sich es mit dem Hinweis, heute werde überall geklaut, einfach zu machen, zeugt von wenig Reflexion und einer gewissen Wollust am Selbstbetrug. Bei über dreißig Büchern habe ich im Leben erst zwei Sätze anderer Autoren verwendet – und es war mir ein Herzensbedürfnis, dies kenntlich zu machen, ansonsten ich mich für die fremden Federn geschämt hätte.

Und für den Rest empfehle ich einen Besuch im Literaturcafé. Dort hat Wolfgang Tischer eine gute Zusammenfassung geschrieben: „Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK“.

Nachtrag: Vor dem Hintergrund von Abmahnungen und der Forderung nach einer Kulturflatrate oder einem Leistungsschutzrechte für Verlage sind die von etlichen Literaturkritikern vertretenen Pro-Hegemann-Positionen — höchst interessant.

Nachtrag (18. Februar 2010): In der FAZ sind die Quellen aufgelistet, die der Ullstein-Verlag in der nächsten Ausgabe des Buches abdruckt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In der Zeit hat Josef Joffe einen klugen Kommentar geschrieben:

Ob ein Richter den Autodieb freisprechen würde, der ein Fanal gegen den »Eigentumsrechtsexzess« setzen wollte?


Die Nominierungen für den Hammett-Preis 2010

Februar 10, 2010

Die International Association of Crime Writers (North Amercian Branch) hat die Nominierungen für den diesjährigen Hammett-Preis veröffentlicht:

Megan Abbott: Bury Me Deep

Ace Atkins: Devil’s Garden

Jedediah Berry: The Manual of Detection

Walter Mosley: The Long Fall

George Pelecanos: The Way Home

(Dank an Bill Crider für die Infos)


Kleinkram

Februar 8, 2010

Die Februar-Ausgabe der Krimi-Couch ist online. Es werden unter anderem die neuen Werke von James Ellroy (Blut will fließen), Olen Steinhauer (Der Tourist), Robert B. Parker (Hundert-Dollar-Baby), Charlie Huston (Das Clean-Team), Anthony E. Zuiker/Duane Swierczynski (Level 26), James Lee Burke (Black Cherry Blues), Armitage Trail (Scarface) und Agatha Christie (Der Tod auf dem Nil; – okay, die drei gehören in die Abteilung Klassiker) besprochen.

Die Februar-Ausgabe der Phantastik-Couch ist online. Dort wird unter anderem die neuen Werke von Jonathan Maberry (Patient Null), Graham Brown (Black Rain) und Richard Laymon (Der Ripper; jaja, ist eine Wiederveröffentlichung) besprochen und sich mit Eoin Colfer unterhalten.

Bei Evolver lobt Marcel Feige Don Winslows Mafiakrimi „Frankie Machine“ (Sollte mal wieder ein Buch von Marcel Feige lesen. Denn uns gefallen die gleichen Bücher.)

Scene of the Crime unterhält sich mit Matt Beynon Rees: A different View of Palestine.

Bei The Hollywood Interview gibt es ein Interview von 2002 mit Cathy Moriarty. Sie spielte in Martin Scorseses „Raging Bull“ (Wie ein wilder Stier) die Ehefrau von Jake La Motta (Robert De Niro).

Ebenfalls dort gibt es ein 2006-Interview mit Diane Kruger.

Und eines mit Fernando Mereilles (City of God).

Ligature Marks Fiction & Film unterhält sich mit Joe R. Lansdale (und es gibt einige Kurzgeschichten und Filmkritiken von „The French Connection“ und „Massenmord in San Francisco“).

Die Frankfurter Rundschau druckte einen Vortrag von Roberto Scarpinato (Leitender Oberstaatsanwalt der Anti-Mafia-Direktion Palermo) über die Mafia in der globalen Welt ab.

HBO will die Leonid-McGill-Krimis von Walter Mosley verfilmen.

Die New York Times bespricht „Red Riding: 1974/1980/1983“, die Verfilmung der gleichnamigen Krimis von David Peace. Außerdem gibt es eine informative Slideshow zu den Filmen: Three Shades of Noir.

(Und jetzt bin ich sehr neugierig auf die Filme.)

Einen Blick hinter die Kulissen gibt es bei „Making of“; zum Beispiel von den Dreharbeiten zu „Shutter Island“ (Clip 1, Clip 2) oder ein Interview mit Clint Eastwood zu „Invictus„.

Einerseits habe ich viele Filme schon in meiner DVD-Sammlung. Andererseits würde ich diese Box (die es bis jetzt nur für den amerikanischen Markt gibt) geschenkt mit Kußhand nehmen.


Kleinkram

Februar 5, 2010

Das „Bloody Cover 2010“ kann gewählt werden. Also welcher deutschsprachige Krimiautor hat letztes Jahr das schönste Cover erhalten?

Ende Februar veröffentlicht Koch Media die ersten Folgen der langlebigen TV-Serie „Polizeiinspektion 1“. Da werden Erinnerungen wach…


Kleinkram mit einem Vampir, einem Money Shot, dem Auftrag Rache und Thuglit

Februar 3, 2010

Schnittberichte hat einen sehr ausführlichen und informativen Vergleich zwischen der Public Domain und der restaurierten Fassung von „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (ein Klassiker des Horrorfilms, des Stummfilms, des deutschen Films und eine der ersten Verfilmung von Bram Stokers „Dracula“, auch wenn Dracula hier Nosferatu heißt).

Martin Compart macht den „Money Shot“ (Teil 1, Teil 2).

Das Drehbuch von William Monahan und Andrew Bovell zu dem neuen Mel-Gibson-Actionrachethriller „Edge of Darkness“ ist online. Es ist die amerikanische Fassung der gleichnamigen britischen TV-Serie von Troy Kennedy-Martin.

Regie führte Martin Campbell; der Regisseur des Originals.

Bei uns lief das Original anscheinend vor Ewigkeiten als „Die Plutonium-Affäre“.

Das Remake wird ab dem 4. März als „Auftrag Rache“  im Kino ihres Vertrauens gezeigt.

Und Thuglit schlägt wieder zu.


Kleinkram

Februar 2, 2010

Die Februar-Ausgabe von The Big Thrill (der Zeitung der International Thriller Writers) ist online. Dieses Mal unter anderem mit Interviews und Porträts mit/von Michael Palmer, Eric Van Lustbader (kein Bourne-Roman, sondern ein Thriller mit ATF-Agent Jack McClure), Gar Anthony Haywood, Lisa Gardner, Douglas Preston und James Grippando zu ihren neuen Krimis.

James Grippando: The distinction between thrillers and novels of suspense must mean something to marketing people, because I don’t see it as a writer.  I suppose you could say that mysteries and thrillers are a subgenre of „suspense,“ but you could probably say that about every novel ever written.  Don’t we always want to know what happens next?

Die Daniel-Woodrell-Verfilmung „Winter’s Bone“ erhielt auf dem Sundance Festival den Grand Jury Prize in der Kategorie „Drama“ und den Waldo Salt Screenwriting Award.

Die Deutschlandpremiere von „Winter’s Bone“ ist auf der Berlinale.

Oh, das Berlinale-Programm ist draußen (und hier das ganze als pdf).

Dito die Razzie-Nominierungen.

Die Oscar-Nominierungen gibt es hier.

In der New York Times gibt es eine sehr ausführliche Reportage von Jonathan Mahler über James Patterson. Der Titel: „James Patterson Inc.“

Patterson ist im „Guiness Buch der Rekorde“ (das inzwischen auch bei uns „Guinnes World Records“ heißt, aber ich bin altmodisch) als Autor mit den meisten New-York-Times-Bestsellern gelistet. Aktuell hat er es 51 mal auf die NYT-Bestsellerliste geschafft, 35 mal sogar auf den ersten Platz.

Einige Bilder aus der Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“. Regie führte Martin Scorsese. Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo und Ben Kingsley spielen mit. Die Deutschlandpremiere ist auf der Berlinale und wenige Tage später läuft der Film auch regulär an.

Ebenfalls bei Collider gibt es ein Interview mit Produzent Graham King. Er produzierte unter anderem die Scorsese-Filme „The Aviator“ und „The Departed“. Kings neue Projekte sind unter anderem die Ken-Bruen-Verfilmung „London Boulevard“, „The Tourist“ (das Remake von „Anthony Zimmer“) und „The Rum Diaries“.

Bei Serienjunkies gibt es ein Interview mit Tom Fontana. Er schrieb Drehbücher für „Homicide“ und „Oz“; gewann einen Edgar und drei Emmys.

Ebenfalls bei Serienjunkies versucht Christian Junklewitz herauszufinden, wie die Briten zu ihren Qualitätsserien kamen. Teil 1 ist online, Teil 2 wahrscheinlich morgen.

Gucken. Gucken. Und nochmal gucken. Bei Lost Films.

Eher nicht gucken:


KrimiWelt-Bestenliste Februar 2010

Februar 1, 2010

Voilà, die Februar-Bestenliste der Krimiwelt:

1 (-) James Ellroy: Blut will fließen

2 (-) Jo Nesbø: Leopard

3 (1) Don Winslow: Frankie Machine

4 (2) Gerard Donovan: Winter in Maine

5 (-) Åke Edwardson: Toter Mann

6 (9) Jim Nisbet: Dunkler Gefährte

7 (7) William Boyd: Einfache Gewitter

8 (4) Angelo Petrella: Nazi Paradise

9 (8) Giampaolo Simi: Camorrista

10 (-) Wolfgang Schorlau: Das München-Komplott

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Wo ist nur der Monat hingegangen? Zu einem guten Teil ins Ellroy-Lesen. Denn ich habe mir die gesamte Underworld-Trilogie vorgenommen und die Schwarten lassen sich einfach nicht in der normalen Lesegeschwindigkeit lesen.

Ansonsten bin ich ja immer noch in der schon vor einem Monat angekündigten Bringschuld für Nisbet und Petrella. Beide gut.


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Januar 29, 2010

Bei den Alligatorpapieren sind, verziert mit vielen schönen Bildern, meine aktuellen TV-Krimi-Buch-Tipps online:

Ein Vorteil der kleinen ÖR-Sender ist, dass dort lange nicht mehr gezeigte Krimis auch zu einer für normal arbeitende Menschen angenehmen Zeit laufen. So zeigt ZDF neo die Tage „Jesse Stone – Totgeschwiegen“, den ersten, seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigten „Der Preis des Verbrechens“-Zweiteiler und eine weitere Elizabeth-George-Verfilmung; der ZDF Theaterkanal einen weiteren „Anwalt Abel“-Film. Außerdem sehenswert sind Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shory“, Matti Geschonnecks Friedrich-Ani-Verfilmung „Hinter blinden Fenstern“, David Finschers Robert-Graysmith-Verfilmung „Zodiac“, Martin Scorseses Herbert-Asbury-Verfilmung „Gangs of New York“, Richard Eyres Zoe-Heller-Verfilmung „Tagebuch eines Skandals“, Doug Limans Robert-Ludlum-Verfilmung „Die Bourne Identität“, Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung „Zeugin der Anklage“, Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung „Misery“, Jean-Luc Godards Lemmy-Caution-Film „Alphaville“ und Mickey Spillane steht in einem Columbo-Film vor der Alternative „Schreib oder stirb“. Für die Monsterfans gibt es „King Kong und die weiße Frau“; für die Filmfans „Metropolis“ in der restaurierten Fassung und James Bond rettet einige Male die Welt.


Kurzer Hinweis auf zwei neue Taschenbücher

Januar 29, 2010

Wem die Hardcover-Ausgaben zu teuer waren, kann jetzt zuschlagen

D. B. Blettenberg: Land der guten Hoffnung

Pendragon, 10,95 Euro

Allan Guthrie: Post Mortem (Two-Way Split, 2004)

Heyne, 7,95 Euro


Neu im Kino: Sherlock Holmes

Januar 28, 2010

Sherlock Holmes (Sherlock Holmes, USA 2009)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Guy Ritchie, Mike Johnson

LV: Charakter von Arthur Conan Doyle

Guy Ritchies Version des britischen Meisterdetektivs. Auf den einschlägigen Seiten (wie Crimespree Cinema und The Rap Sheet) sind die Krimifans, die die Holmes-Geschichten gelesen haben, von dieser Version ziemlich begeistert.

Jon Jordan (Crimespree Cinema): I like the movie. I feel it treated the character with respect. The respect came from the screen writers who actually seem to have read some of the Conan Doyle works, Guy Ritchie who seemed to have done the same (…)

One of the factors in my love of this film is the fact that they portray Holmes as a genius. (…) The film also remembers that Holmes can fight, and is capable of action.

Ritchie arbeitet bereits an einem zweiten „Sherlock Holmes“-Film.

mit Robert Downey jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, Eddie Marsan, Geraldine James, James Fox

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

film-zeit über „Sherlock Holmes“

Drehbuch „Sherlock Holmes“ von Guy Ritchie und Mike Johnson

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Kriminalakte: Panel zu „Sherlock Holmes“ auf der Comic Con

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes


Kleinkram

Januar 28, 2010

BSC hat sich mit Charlie Huston unterhalten (Teil 1, Teil 2).

Die erste Ausgabe von Crime Factory ist online. 108 Seiten mit Texten von Ken Bruen, Scott Phillips, Adrian McKinty, Dave White und vielen Besprechungen.

Auf dem Sundance Festival wurde die Verfilmung von Daniel Woodrells „Winters Bone“ gezeigt und die ersten Kritiken (zum Beispiel von Filmdrunk) sind euphorisch. Bei Crimespree Cinema gibt es auch etwas für’s Auge.

Der Film läuft demnächst auf der Berlinale im Forum.

Das Programm der Berlinale ist langsam komplett. Im Wettbewerb laufen unter anderem:

Submarino (Dänemark) von Thomas Vinterberg (nach dem Roman von Jonas T. Bengtsson)
The Killer Inside Me (USA/Großbritannien) von Michael Winterbottom (nach dem Roman von Jim Thompson)
Im Forum unter anderem

Winter’s Bone von Debra Granik (nach dem Roman von Daniel Woodrell)

Im Angesicht des Verbrechens von Dominik Graf

Im Rap Sheet gibt es zwei Nachschläge zu Robert B. Parker: Autoren und Kritiker sagen, was Parker für sie bedeutete (eins, zwei).

Robert Crais: There has always been a “Big Three” in American detective fiction–Chandler, Hammett, and Macdonald. Now there is a “Big Four,” and deservedly so. Robert B. Parker influenced a generation of writers. His contributions will continue to influence the coming generations. A tragic and terrible loss.

Vintage Hardboiled Reads ist nach einer langen Pause wieder zurück.


Die Lefty-, Bruce-Alexander-, Panik- und Dily-Nominierungen

Januar 25, 2010

Während der Left Coast Crime Convention vom 11. bis 14. März in Los Angeles werden einige Preise vergeben. Nominiert sind:

Lefty Award (for a humorous mystery)

Swan for the Money, von Donna Andrews (Minotaur)

Living with Your Kids Is Murder, von Mike Befeler (Five Star)

Strangle a Loaf of Italian Bread, von Denise Dietz (Five Star)

Getting Old Is a Disaster, von Rita Lakin (Dell)

High Crimes on the Magical Plane, von Kris Neri (Red Coyote Press)

Bruce Alexander Award (for a historical mystery set before 1950)

Tears of Pearl, von Tasha Alexander (Minotaur)

In a Gilded Cage, von Rhys Bowen (Minotaur)

A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)

Freedom’s Fight, von Gary Phillips (Parker Publishing)

Serpent in the Thorns, von Jeri Westerson

Panik Award (for L.A.-based noir, honoring deceased LCC 2010 chairman Paul Anik)

Cemetery Road, von Gar Anthony Haywood (Severn House)

Trust No One, von Gregg Hurwitz (St. Martin’s Press)

Death Was in the Picture, von Linda L. Richards (St. Martin’s Press)

Boulevard, von Stephen J. Schwartz (Forge)

Dilys Award (verliehen von der Independent Mystery Booksellers Association für den Krimi, den die Buchhändler am liebsten verkauft haben)

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)

A Quiet Belief in Angels, von R.J. Ellory (Overlook)

The Dark Horse, von Craig Johnson (Viking)

The Girl Who Played with Fire (Verdammnis), von Stieg Larsson (Knopf)

The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho)

The Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)

The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


Jaaames Ellroy besucht Deutschland

Januar 24, 2010

Eine Woche. Mit seinem neuen Buch. Blut will fließen. Die Termine:

München, 25. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Salvatorplatz 1)

Moderation: Claudius Seidl, FAS

Deutsche Lesung: Matthias Brandt

Hamburg, 26. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Schwanenwik 38)

Köln, 27. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Schönhauser Str. 8)

Stuttgart, 28. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Breitscheidstr. 4)

Berlin, 29. Januar 2010

um 19.00 Uhr in Kulturkaufhaus Dussmann (Friedrichstr. 90)

Und weil ich mit dem abschließenden Band seiner Underworld-Trilogie „Blut will fließen“ (Blood’s a Rover, 2009) noch nicht fertig bin, gibt es zur Einstimmung für die Abende mit James Ellroy einige aktuelle Videos



Die zehn besten Krimis 2009?

Januar 22, 2010

Die KrimiWelt hat jetzt ihre Jahresbestenliste veröffentlicht. Qualifiziert sind Krimis, die im Lauf des Jahres auf einer der monatlichen Bestenlisten auftauchten.

Hier ist die Liste:

1 Roger Smith: Kap der Finsternis

2 Fred Vargas: Der verbotene Ort

3 David Peace: Tokio im Jahr Null

4 Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott

5 Don Winslow: Frankie Machine

6 Friedrich Ani: Totsein verjährt nicht

7 Tana French: Totengleich

8 Richard Stark: Keiner rennt für immer

9 Pete Dexter: Paris Trout

10 James Sallis: Dunkle Schuld

Kein Ken Bruen? Kein Garry Disher? Kein Horst Eckert (Hm, war der überhaupt auf der Liste?)?


Die Edgar-Nominierungen 2010

Januar 20, 2010

Die Mystery Writers of America haben die Nominierungen für den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis bekannt gegeben. Der Preis wird am 29. April 2010 im Grand Hyatt Hotel, New York City, verliehen.

Die Nominierten sind:

BEST NOVEL

The Missing von Tim Gautreaux (Random House – Alfred A. Knopf)

The Odds von Kathleen George (Minotaur Books)

The Last Child von John Hart (Minotaur Books)

Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Das Clean-Team) von Charlie Huston (Random House – Ballantine Books)

Nemesis von Jo Nesbø, übersetzt von Don Bartlett (HarperCollins)

A Beautiful Place to Die von Malla Nunn (Simon & Schuster – Atria Books)

BEST FIRST NOVEL BY AN AMERICAN AUTHOR

The Girl She Used to Be von David Cristofano (Grand Central Publishing)

Starvation Lake von Bryan Gruley (Simon & Schuster – Touchstone)

The Weight of Silence von Heather Gudenkauf (MIRA Books)

A Bad Day for Sorry von Sophie Littlefield (Minotaur Books – Thomas Dunne Books)

Black Water Rising von Attica Locke (HarperCollins)

In the Shadow of Gotham von Stefanie Pintoff (Minotaur Books)

BEST PAPERBACK ORIGINAL

Bury Me Deep von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Havana Lunar von Robert Arellano (Akashic Books)

The Lord God Bird von Russell Hill (Pleasure Boat Studio – Caravel Books)

Body Blows von Marc Strange (Dundurn Press – Castle Street Mysteries)

The Herring-Seller’s Apprentice von L.C. Tyler (Felony & Mayhem Press)

BEST FACT CRIME

Columbine von Dave Cullen (Hachette Book Group – Twelve)

Go Down Together: The True, Untold Story of Bonnie and Clyde von Jeff Guinn (Simon & Schuster)

The Fence: A Police Cover-Up Along Boston’s Racial Divide von Dick Lehr (HarperCollins)

Provenance: How a Con Man and a Forger Rewrote the History of Modern Art von Laney Salisbury und Aly Sujo (The Penguin Press)

Vanished Smile: The Mysterious Theft of Mona Lisa von R.A. Scotti (Random House – Alfred A. Knopf)

BEST CRITICAL/BIOGRAPHICAL

Talking About Detective Fiction von P.D. James (Random House – Alfred A. Knopf)

The Lineup: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives, herausgegeben von Otto Penzler (Hachette Book Group – Little, Brown and Company)

Haunted Heart: The Life and Times of Stephen King von Lisa Rogak (Thomas Dunne Books)

The Talented Miss Highsmith: The Secret Life and Serious Art of Patricia Highsmith von Joan Schenkar (St. Martin’s Press)

The Stephen King Illustrated Companion von Bev Vincent (Fall River Press)

BEST SHORT STORY

„Last Fair Deal Gone Down“ (in Crossroad Blues) von Ace Atkins (Busted Flush Press)

„Femme Sole“ (in Boston Noir) von Dana Cameron (Akashic Books)

„Digby, Attorney at Law“ (in Alfred Hitchcock Mystery Magazine) von Jim Fusilli (Dell Magazines)

„Animal Rescue“ (in Boston Noir) von Dennis Lehane (Akashic Books)

„Amapola“ (in Phoenix Noir) von Luis Alberto Urrea (Akashic Books)

BEST JUVENILE

The Case of the Case of Mistaken Identity von Mac Barnett (Simon & Schuster Books for Young Readers)

The Red Blazer Girls: The Ring of Rocamadour von Michael D. Beil (Random House Children’s Books – Alfred A. Knopf)

Closed for the Season von Mary Downing Hahn (Houghton Mifflin Harcourt Children’s Books)

Creepy Crawly Crime von Aaron Reynolds (Henry Holt Books for Young Readers)

The Case of the Cryptic Crinoline von Nancy Springer (Penguin Young Readers Group – Philomel Books)

BEST YOUNG ADULT

Reality Check von Peter Abrahams (HarperCollins Children’s Books – HarperTeen)

If the Witness Lied von Caroline B. Cooney (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

The Morgue and Me von John C. Ford (Penguin Young Readers Group – Viking Children’s Books)

Petronella Saves Nearly Everyone von Dene Low (Houghton Mifflin Harcourt Children’s Books)

Shadowed Summer von Saundra Mitchell (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

BEST TELEVISION EPISODE TELEPLAY

Place of Execution” Drehbuch von Patrick Harbinson (PBS/WGBH Boston)

Strike Three” (The Closer), Drehbuch von Steven Kane (Warner Bros TV for TNT)

Look What He Dug Up This Time” (Damages), Drehbuch von Todd A. Kessler, Glenn Kessler & Daniel Zelman (FX Networks)

Grilled” (Breaking Bad), Drehbuch von George Mastras (AMC/Sony)

Living the Dream” (Dexter), Drehbuch von Clyde Phillips (Showtime)

ROBERT L. FISH MEMORIAL AWARD

„A Dreadful Day“ (in Alfred Hitchcock Mystery Magazine) von Dan Warthman (Dell Magazines)

GRAND MASTER

Dorothy Gilman

RAVEN AWARDS

Mystery Lovers Bookshop, Oakmont, Pennsylvania

Zev Buffman, International Mystery Writers’ Festival

ELLERY QUEEN AWARD

Poisoned Pen Press (Barbara Peters & Robert Rosenwald)

THE SIMON & SCHUSTER – MARY HIGGINS CLARK AWARD

(Presented at MWA’s Agents & Editors Party on Wednesday, April 28, 2010)

Awakening von S.J. Bolton (Minotaur Books)

Cat Sitter on a Hot Tin Roof von Blaize Clement (Minotaur Books)

Never Tell a Lie von Hallie Ephron (HarperCollins – William Morrow)

Lethal Vintage von Nadia Gordon (Chronicle Books)

Dial H for Hitchcock von Susan Kandel (HarperCollins)