Kleinkram: „Sherlock Holmes“-Trailer online – und viele Buchempfehlungen

Mai 20, 2009

SHERLOCK HOLMES: Der erste Trailer zur Sherlock-Holmes-Neuinterpretation von Guy Ritchie ist online:

Die-hard-Holmes-Fans dürften an diesem Actionspektakel wenig Freude haben. Für sie erschien vor einigen Tagen das neunstündige Hörbuch „The Adventures of Sherlock Holmes“ (Bertz + Fischer). David Ian Davies liest die erste Sammlung von Holmes-Abenteuern vor. Im Original.

Wer’s lieber übersetzt hat kann sich „Sherlock Holmes Geschichten“ (Diogenes, Neuauflage) oder „Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ (dtv, anscheinend neue Übersetzungen)  schnappen. In beiden Büchern sind mehrere Geschichten mit dem Meisterdetektiv versammelt.

Ich werd mir jetzt den Trailer noch mal ansehen. Nach dem Trailer könnte der Film als Action-Comedy funktionieren.

James Reasoner feiert „The Midnight Room“ von Ed Gorman ab und versteckt in seiner Besprechung diese interessante Betrachtung:

In too many contemporary thrillers, the reader never learns much about the characters beyond what they need to know for the plot. In too much literary fiction, the author provides such an abundance of information about the characters that nothing ever happens; there’s no room for anything else.

John Harvey nennt zwanzig Krimis, die er immer wieder liest. Eine feine Liste.

Der Nerd of Noir ist von Ken Bruens neuem Jack-Taylor-Roman „Sacntuary“ begeistert.


Kleinkram: Interviews mit Andreas Steinhöfel, Elmore Leonard und Harlan Coben, Neuigkeiten zu „Killshot“, Filmbesprechungen von „Das Fenster zum Hof“ und „Gewagtes Alibi“

Mai 18, 2009

Bei Planet Interview beantwortet Jugendkrimibuchautor Andreas Steinhöfel viele Fragen:

Nur aus Konflikten entsteht eine Bewegung, sowohl im Kopf als auch nach außen. Entwicklung findet immer unter Gegensätzen, die aufeinander prallen, statt. Nichts passiert von allein.

Warum er Krimis schreibt:

Mit Kriminalgeschichten hält man Kinder mit am besten bei der Stange. Es ist ein probates Mittel, um Inhalte zu transportieren, sozusagen die ideale Art, Unterhaltung mit Anspruch zu paaren. (…) Wenn am Schluss nur die Unterhaltung für den kindlichen Leser übrig bleibt, ist das in Ordnung für mich. Wenn die sagen: Das war eine spannende Abenteuergeschichte, ein cooler Krimi, super. Aber es sind dann immer welche da, die tiefer sehen, die erkennen, dass Rico nicht der gängige Held aus dem Kinderbuch ist.

Und was er selbst liest:

Wenn ich dann wirklich Zeit zu lesen habe, dann sind es letztendlich immer die Engländer oder Amerikaner, die ich lese. Ich mag, wie sie Unterhaltung mit Anspruch kombinieren. Deutsche Literatur ist mir fast immer zu kopflastig.

Ach, lest das ganze Interview.

In den USA ist Elmore Leonards neuer Roman „Road Dogs“ erschienen.  Bei Amazon.com gibt’s ein Interview. Duane Swierczynski hat ihn getroffen und er hat auch gleich noch ein schon etwas älteres Interview gepostet:

I’m always making it up as I go along. The first 100 pages seem to work, because I’m introducing characters, and we find out what their angle is. But then from 100–and I always think of it that way, in three parts—but from 100 to 200 is when I have to do a little plotting. And I don’t want the plot to be obvious. I want the reader to wonder what’s going to happen and be surprised at what develops. Because now in that second act some of the secondary characters will get into action. And then, of course, the third act, in the past my manuscripts all run around 350-360 pages, around in there. So once I approach page 300, I have to start thinking of the ending. And there are always several different ways you can end it. I choose one that I like and just go for it.

Bleiben wir bei Elmore Leonard. In den USA erscheint die, nach den Kritiken durchaus gelungene, hochkarätig besetzte Leonard-Verfilmung „Killshot“ jetzt Ende Mai direkt auf DVD. Hier eine DVD-Kritik, hier die Besprechung der New York Times:

‘Killshot’’ is a tough, uncompromising picture that has much more in common with the no-hope noirs of the ‘40s and ‘50s than with the test-marketed pap no one is ashamed to release today. Hossein Amini’s screenplay misses Mr. Leonard’s dark humor, but that’s a small price to pay for preserving his hardnosed tone. Caleb Deschanel’s photography puts a wintry sheen on the frozen industrial Midwest. And Mr. Madden, whose career has stumbled since ‘‘Shakespeare in Love,’’ directs with tight control and an obvious love for actors.

Die da wären: Diane Lane, Mickey Rourke, Thomas Jane, Hal Holbrook, Rosario Dawson, Joseph Gordon-Levitt.

Eigentlich sollte „Killshot“ bereits 2007 starten und es war auch ein deutscher Kinostart geplant. In der IMDB steht, dass „Killshot“ am 16. Juli in Deutschland starten soll. Dann hoffe ich mal, dass das stimmt. Ansonsten wird sich die DVD besorgt.

Vor einigen Tagen erschien bei Bertz + Fischer das knapp achtstündige Hörbuch „Killshot“. Rider Strong (Das Leben und ich, Cbin Fever) liest das gesamte Buch ungekürzt vor.

Die Übersetzung von „Killshot“ erschien vor Jahren bei Heyne als „Beruf: Killer“ und wenn Sie es in einem Antiquariat finden, schlagen sie zu.

Harlan Coben hat einen neuen Myron-Bolitar-Roman veröffentlicht. The Rap Sheet fragt ihn zu „Long Lost„, der Verfilmung von „Tell no one“ (Kein Sterbenswort), seiner Beziehung zu Frankreich und dem ganzen Rest:

I’m not a big researcher; most of the stuff I already knew about, or I made up. One of the things I’ve always said is that “Hey, I don’t need to do much research, as I don’t write the big international thrillers, with big conspiracies.” But now I’ve done it! Again, it’s about trying to do new things. You see, for Long Lost I had this idea: a small-scale tragedy with one of Myron’s old girlfriends, Terese Collins, whose story I never finished anyway; and then [in Long Lost] I watched it blossom into something much bigger.

Drehbuchautor William Martell schreibt über seinen Lieblingsfilm „Rear Window“ (Das Fenster zum Hof, USA 1954, Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: John Michael Hayes, nach einer Kurzgeschichte von Cornell Woolrich) eine ausführlich, kundige Analyse.

Ach, da krieg ich doch glatt  Lust, den Film wieder zu sehen.

Und der Noir of the Week ist „Criss Cross“ (Gewagtes Alibi, USA 1948). Regie führte Robert Siodmak. Das Drehbuch ist von Daniel Fuchs und basiert auf dem Roman von Don Tracy. Burt Lancaster, Yvonne De Carlo und Dan Duryea spielen mit.

Auch ein sehr sehenswerter Film (ich habe ihn erst vor kurzem gesehen), der seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief. Aber die DVD ist günstig erhältich.


Zwischenbemerkung zu Suhrkamp Krimi und Unionsverlag Metro

Mai 16, 2009

Nachdem Ulrich Deurer im Titel-Magazin, wie viele andere, die Metro-Reihe des Unionsverlages lobt und sie positiv gegen die demnächst startende Krimireihe des Suhrkamp-Verlages absetzt, sollten wir einen Blick auf die ersten Metro-Bücher werfen:

Jean-Claude Izzo: Total Cheops (Frankreich)

Helen Zahavi: Donna und der Fettsack (England)

Walter Mosley: Socrates in Watts (USA – ein damals bereits bekannter Name)

Stan Jones: Weißer Himmel, schwarzes Eis (USA – Fraglich, ob seine neuesten Bücher übersetzt werden)

Christopher G. Moore: Haus der Geister  (in Bangkok lebender Kanadier – es wurden nur drei von zehn Calvino-PI-Krimis übersetzt)

Rebecca Bradley, Stewart Sloan: Temutma (als Mix aus Krimi und Horror etwas neues)

Chester Himes: Plan B (Wiederveröffentlichung)

Jon Ewo: Torpedo (Skandinavien; allerdings Hardboiled-Gangsterkrimi und der dritte Band der Trilogie wurde nicht mehr übersetzt)

Mongo Beti: Sonne, Liebe, Tod (Afrika)

Jerry Raine: Frankie Bosser kommt heim (England, Gangsterkrimi – keine weiteren Übersetzungen)

Ein durchaus durchwachsener Start mit bekannten Gegenden, bekannten Genrevarianten und bekannten Autoren. Letztendlich hat sich, als Neuentdeckung, nur Izzo bei uns durchgesetzt.

Denn von Zahavi, Mosley und Himes erschienen bereits bei anderen Verlagen Übersetzungen.


Kleinkram

Mai 15, 2009

Vor über einem halben Jahr habe ich geschrieben, dass die „Neues vom Wixxer“-Macher auch Jerry Cotton verfilmen wollen. Jetzt sind sie beim Drehen und die Berichte vom Pressetreffen beim Dreh (natürlich hier in Berlin) lassen schlimmes erahnen. Der eine verwechselt Jerry Cotton mit Perry Rhodan (HaHa!), der andere findet die Hefte langweilig und der Produzent meint:

Wir drehen drei Viertel in Berlin und ein Viertel in Hamburg. Ganz am Ende drehen wir zwei oder drei Tage in New York. 90 Prozent der Zuschauer werden nicht merken, dass fast alles hier gedreht wurde.

Oh, und das ganze soll keine Parodie, sondern eine Action-Komödie sein. 2010 im Kino ihres Vertrauens.

Schnittberichte meldet, dass die Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ dieses Jahr auf DVD erscheinen soll. Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert: es ist weltweit die erste DVD-Veröffentlichung des Burt-Reynolds-Films und es wird die ungekürzte Version veröffentlicht. In unseren Kinos und im TV lief bislang immer eine gekürzte Version.

Beim Rap Sheet gibt’s ein Interview mit Lee Child.

Bei Irresistible Targets eines mit Michael Connelly – und Crimespree Cinema weist auf die Videos zu seinem neuen Roman hin.


Kleinkram: Klönne über ihren Glauser-Roman, Compart über Verschiedenes, Weinman über Pelecanos, D’Amato über Preise – und Killer Covers

Mai 13, 2009

Gisa Klönne spricht über ihren mit dem Glauser ausgezeichneten Roman „Nacht ohne Schatten“, sagt aber nichts zum Preis. Verdächtig oft kommt dabei das Wort „Hass“ vor. Bei Morden ist es Frauenhass und, wenn’s um Prostitution geht, ist es Frauenverachtung. Hmhm; – mehr nach der Lektüre.

Martin Compart haut auf unschuldige Politiker ein und hat Neuigkeiten zu seinem Roman  „Die Lucifer Connection“:

Wie mir Peter Hiess mitteilte, laufen die Vorbereitungen für den LUCIFER CONNECTION–Vorabdruck bei EVOLVER. Über die anschließende Veröffentlichung bei Book on Demand werde ich im Blog detailliert berichten.

Sarah Weinman schreibt über den neuen Roman „The Way Home“ von George Pelecanos und verbindet das mit einem Rückblick auf seine vorherigen Bücher:

„The Way Home“ remains true to its titular purpose; as a result, the structure is perhaps less weighted toward a classic narrative arc and more toward the journey itself. As with his last two novels, Pelecanos demonstrates that redemption, if it comes at all, is hard-won.

Barbara D’Amato vom The Outfit erzählt ein wenig über die Tätigkeit als Jurymitglied bei verschiedenen Buchpreisen und warum Preise so wichtig sind:

they all do one thing—give recognition to authors who might otherwise receive none. I don’t agree with the people who wish awards didn’t exist.

Deshalb poste ich hier auch so ausführlich so viele Nominierungslisten. Sie weisen auf Bücher und Autoren hin, die ich sonst vielleicht nicht kennen würde.

Und es gibt Killer Covers aus den Suburbs.


Kleinkram: Jeffery Deaver redet, Killer Covers, Bloody Cover – und viel „Noir“

Mai 11, 2009

Gerade habe ich Jeffery Deavers neuen Roman „Der Täuscher“ (The broken window) verschlungen (ich werde ihn die Tage gebührend abfeiern), da entdecke ich diesen sehr informativen Blick in Deavers Schreibstube:

Schon seit einigen Tagen gibt es das von J. Kingston Pierce als Nebenprojekt zum Rap Sheet betriebene Blog „Killer Covers“. Der Name ist selbstverständlich Programm.

Tom Piccirilli versucht für einen Freund, mit zahlreichen Beispielen, die Frage „Was ist Noir?“ zu beantworten:

More than anything, I think that noir can be defined as a „date with doom.“ Characters know that they’re making mistakes, missteps, tempting fate, but for whatever reason they’re drawn to doing so anyway. Usually by a woman but not always. They step out of the average life and step into another life that they seem to have been destined for, a kind of surreal or hyper-real existence. (…)

That sense of fate, inevitability, highly romanticized-energized living before tragedy, the flame burning brighter before it burns out is the essence of noir, I think.

„Noir of the Week“ widmet sich dem zeitgenössischeren Noir mit Arthur Penns Klassiker „Night Moves“ (Die heiße Spur, USA 1975) und John Baileys „China Moon“ (China Moon; Eine heiße Affäre, USA 1994).  Über diese fast unbekannte Videopremiere mit Ed Harris und Madeleine Stowe schreibt der Fischer Film Almanach: „Psychothriller à la ‚Bodyheat – die heißkalte Frau‘, der ein interessantes Wechselspiel zwischen prickelndem Liebesdrama und Thriller treibt.“

Oh, und das „Bloody Cover“ (für das beste Titelbild für den Krimi eines deutschsprachigen Autors) ging an Renate Kampmanns „Fremder Schmerz“.


Glauser-Preis 2009 vergeben

Mai 10, 2009

Das Syndikat hat auf der Criminale den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis 2009 an diese Werke vergeben:

Bester Roman

„Nacht ohne Schatten“, von Gisa Klönne

Bestes Debüt

„Der 13. Brief“, von Lucie Klassen

Bester Kurzkrimi

„Monopoly“, von Judith Merchant (aus „Money – Geschichten von schönen Scheinen“)

Hansjörg-Martin-Preis (bester Jugendkrimi)

„Blichtlichtgewitter“ von Christian Linker

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis

Hans Werner Kettenbach

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Die Nominierten finden Sie hier; die Begründung der Jury hier.

Schon witzig, die Preisvergabe. Da gab’s auf der Criminale eine sicher als Jammerveranstaltung geplante Diskussion, dass Frauen keine Preise erhielten und dann das: Frau gewinnt, Frau gewinnt, Frau gewinnt.


Kleinkram: Martin Compart, Robert B. Parker, Michael Connelly, Online-Petition gegen Internetsperre

Mai 9, 2009

Martin Compart hat die Fortsetzung seines Debüt „Der Sodom-Kontrakt“ geschrieben und was er über „Die Lucifer Connection“ verrät, klingt verdammt gut.  Außerdem schreibt er schon an seinem dritten Roman. Weil es Ärger mit dem Verlag gab, überlegt Martin Compart jetzt, wie er die Geschichte veröffentlicht.

Spenser-Erfinder Robert B. Parker bringt uns mal wieder auf den neuesten Stand mit seinen Veröffentlichungen (wie immer: viele in den kommenden Monaten), den Jesse-Stone-Verfilmungen und er hat auch eine erfreuliche Neuigkeit:

we are in negotiation for a remake of the SPENSER: FOR HIRE series to be produced by SONY/DREAMWORKS, and shown on TNT

Yeah, bei den ganzen CSI- und Polizeiserien („Monk“, „Psych“ und „The Mentalist“ sind alle Polizeiberater) vermisse ich schon seit langem eine richtige Privatdetektivserie.

Michael Connelly verrät einiges über sein neues Buch „The Scarecrow“:

Unser Wirtschaftsminister hat Probleme, seine Gedanken über die Internetsperre und die Unterzeichner der Petition in verständlichen Sätzen auszudrücken und macht stattdessen auf Dadaismus.

Und jetzt ab zum Bundestag und die Online-Petition gegen die Internetsperre unterzeichnen. Die für eine Beratung notwendigen 50.000 sind schon geknackt. Das nächste Ziel ist 100.000 Unterzeichner.

Der Text:

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Spinetingler 2009 vergeben

Mai 8, 2009

Der diesjährige Spinetingler Preis wurde vergeben:

New Voice

Toby Barlow: Sharp teeth

Rising Star

Christa Faust: Money Shot (Hardcore Angel)

Legend

Lawrence Block: Hit and run

Graphic Novel

Christopher Mills and Joe Staton: Femme Noir

Best Editor

Charles Ardai – Hard Case Crime

Best Reviewer

Lesa Holstine

Best Publisher

Hard Case Crime

Special Services to the Industry

J. Kingston Pierce: The Rap Sheet

Peter Rozovsky: Detectives Beyond Borders

Best Cover

Toby Barlow: Sharp teeth (Cover Design von Christine Van Bree, illustriert von Natasha Michaels)

Best Short Story on the Web

Anonymous-9: Hard Bite (Originally published at Beat to a Pulp)

Die  Liste mit allen Nominierungen finden Sie hier.

Tja, Hard Case Crime hat’s mal wieder in drei Kategorien geschafft. Denn Christa Fausts „Money Shot“ ist ein Hard-Case-Crime-Buch.  Das vielleicht letzte Keller-Abenteuer „Hit and run“ von Lawrence Block (eines meiner Lieblingsbücher 2008) hat sich gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt.


Und der Gewinner ist…

Mai 7, 2009

red

Der Einsendeschluss der Verlosung von einer DVD der gelungenen Jack-Ketchum-Verfilmung  „Red“ ist vorbei und

Christine S. aus Frankfurt

hat die „Red“-DVD gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch und Viel Vergnügen beim Film!

Die DVD geht noch heute in die Post.


Hinweise: The Big Thrill, Stichwort Drehbuch, Interview mit Horst Eckert, Joe-Gores-Porträt, Sean Chervover über seine Edgar-Jurorenarbeit

Mai 6, 2009

Die neue Ausgabe von The Big Thrill ist online mit Interviews und Porträts zu den neuen Werken von Jon Land (sein 28. Roman),  Douglas Preston & Lincoln Child, James Rollins, Steve Martini und viele weitere Autoren.

Douglas Preston sagt:

„Generally we start with a plot. These are thrillers, which are plot-driven books. And then we populate it with characters, old and new. But we often find a character hijacking the story, seizing it and taking it off in a different direction while we chase after him hollering for him to come back. So in that sense the characters can also be fundamental. I would say the plot is more elemental in a building block sort of way. Without plot, you have no story. But a story without characters can still be a story… especially if you have aliens or robots in it!“

James Rollins sagt zum Unterschied zwischen seinen Erwachsenenbüchern und seinem ersten Buch für jüngere Leser:

The story here is more linear, but is otherwise not much different. I don’t think it serves to write down to kids. I think a well-told tale will appeal to any age.

Stichwort Drehbuch empfiehlt einige Podcasts und Internetseiten. Hörenswert, aber leider ohne Verlinkung.  Also mach ich es:

Creative Screenwriting Magazine (zuletzt gab es Interviews mit den Autoren von Atonement, Rachel Getting Married, Eastern Promises, The Last House On The Left, Watchmen, Gomorrah und The International)

Martini Shot (oder TV-Autor Rob Long über das Geschäft)

The Treatment (zuletzt gab es Interviews mit James Toback, Steve McQueen, Tony Gilroy, Diablo Cody, James Gray, Danny Boyle, David Fincher, Ed Zwick)

Filmspotting (hauptsächlich Filmkritiken)

Horst Eckert hat (endlich!) ein neues Buch geschrieben. „Sprengkraft“ erscheint am 20. Mai. Bis dahin kann hier ein kurzes Interview mit ihm gelesen werden.

Außerdem lesenswert: ein Porträt von Joe Gores im Stanford Magazine.

Und Sean Chercover schreibt über seine Arbeit als Edgar-Juror.


Die Macavity-Nominierungen 2009

Mai 4, 2009

Mystery Readers International hat diese Werke für den diesjährigen Macavity Award 2009:

Best Mystery Novel

• Trigger City, von Sean Chercover (Morrow)

• Where Memories Lie, von Deborah Crombie (Morrow)

• The Price of Blood, von Declan Hughes (Morrow)

• The Draining Lake, von Arnaldur Indridason (Minotaur)

• Curse of the Spellmans, von Lisa Lutz (Simon & Schuster)

• The Cruelest Month, von Louise Penny (Minotaur)

• The Fault Tree, von Louise Ure (Minotaur)

Best First Mystery

• Finding Nouf, von Zoë Ferraris (Houghton Mifflin Harcourt)

• The Girl with the Dragon Tattoo, von Stieg Larsson (Knopf)

• Death of a Cozy Writer, von G.M. Malliet (Midnight Ink)

• Calumet City, von Charlie Newton (Simon & Schuster)

• An Innocent Client, von Scott Pratt (Onyx)

• A Carrion Death, von Michael Stanley (Harper; Headline)

• The Blood Detective, von Dan Waddell (Minotaur)

Best Nonfiction/Critical

• African American Mystery Writers: A Historical and Thematic Study, von Frankie Y. Bailey (McFarland & Company)

• Hard-Boiled Sentimentality: The Secret History of American Crime Stories, von Leonard Cassuto (Columbia University Press)

• How to Write Killer Historical Mysteries, von Kathy Lynn Emerson (Perseverance Press)

• Scene of the Crime: The Importance of Place in Crime and Mystery Fiction, von David Geherin (McFarland & Company)

• Edgar Allan Poe: An Illustrated Companion to His Tell-Tale Stories, von Dr. Harry Lee Poe (Metro Books)

• The Suspicions of Mr. Whicher: A Shocking Murder and the Undoing of a Great Victorian Detective, von Kate Summerscale (Walker)

Best Mystery Short Story

• The Night Things Changed, von Dana Cameron (aus “Wolfsbane and Mistletoe”, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L.P. Kelner; Ace)

• A Sleep Not Unlike Death, von Sean Chercover (aus “Hardcore Hardboiled”, herausgegeben von Todd Robinson; Kensington Publishing)

• Keeping Watch Over His Flock, von Toni L.P. Kelner (aus “Wolfsbane and Mistletoe”)

• Scratch a Woman, von Laura Lippman (aus “from Hardly Knew Her”; Morrow)

• Between the Dark and the Daylight, von Tom Piccirilli (aus Ellery Queen Mystery Magazine, September/October 2008)

Sue Feder Memorial Historical Mystery:

• A Royal Pain, von Rhys Bowen (Berkley)

• Stealing Trinity, von Ward Larsen (Oceanview)

• The Whiskey Rebels, von David Liss (Random House)

• Veil of Lies, von Jeri Westerson (Minotaur)

• Company of Liars, von Karen Maitland (Michael Joseph/ Delacorte)

• Nox Dormienda, von Kelli Stanley (Five Star)

Die Gewinner werden auf der Bouchercon im Oktober in Indianapolis, Indiana, bekanntgegeben.

(Dank an The Rap Sheet für die Listen.)


Agatha 2008 verliehen

Mai 4, 2009

Die Gewinnerinnen des diesjährigen Agatha Award von der  Malice Domestic sind:

Best Novel

The Cruelest Month, von Louise Penny (Minotaur Books)

Best First Novel

Death of a Cozy Writer, von G.M. Malliet (Midnight Ink)

Best Non-fiction

How to Write Killer Historical Mysteries, von Kathy Lynn Emerson (Perseverance Press)

Best Short Story

The Night Things Changed, von Dana Cameron (aus “Wolfsbane and Mistletoe”, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L.P. Kelner; Ace)

Best Children’s/Young Adult

The Crossroads, von Chris Grabenstein (Random HouseChildren’s Books)

Die Nominierungen finden Sie hier.


Edgar 2009 verliehen

Mai 4, 2009

Die diesjährigen Edgars der Mystery Writers of America gingen an:

Best Novel

Blue Heaven (Stumme Zeugen), von C.J. Box (St. Martin’s Minotaur)

Nominiert

Missing, von Karin Alvtegen (Felony & Mayhem Press)

Sins of the Assassin, von Robert Ferrigno (Scribner)

The Price of Blood, von Declan Hughes (Morrow)

The Night Following, von Morag Joss (Delacorte Press)

Curse of the Spellmans, von Lisa Lutz (Simon & Schuster)

Best First Novel von an American Author

The Foreigner, von Francie Lin (Picador)

Nominiert

The Kind One, von Tom Epperson (Five Star)

Sweetsmoke, von David Fuller (Hyperion)

Calumet City, von Charlie Newton (Touchstone)

A Cure for Night, von Justin Peacock (Doubleday)

Best Paperback Original

China Lake, von Meg Gardiner (Obsidian Mysteries)

Nominiert

The Prince of Bagram Prison, von Alex Carr (Random House Trade)

Money Shot (Hardcore Angel), von Christa Faust (Hard Case Crime)

Enemy Combatant, von Ed Gaffney (Dell)

The Cold Spot, von Tom Piccirilli (Bantam)

Best Fact Crime

American Lightning: Terror, Mystery, the Birth of Hollywood, and the Crime of the Century, von Howard Blum (Crown)

Nominiert

The Thrill of It: Leopold, Loeb, and the Murder that Shocked Chicago, von Simon Baatz (HarperCollins)

Havana Nocturne: How the Mob Owned Cuba and Then Lost It to the Revolution, von T.J. English (Morrow)

The Man Who Made Vermeers: Unvarnishing the Legend of Master Forger Hans van Meegeren, von Jonathan Lopez (Harcourt)

The Suspicions of Mr. Whicher, von Kate Summerscale (Walker & Company)

Best Critical/Biographical

Edgar Allan Poe: An Illustrated Companion to His Tell-Tale Stories, von Dr. Harry Lee Poe (Metro Books)

Nonimiert

African American Mystery Writers: A Historical and Thematic Study, von Frankie Y. Bailey (McFarland & Company)

Hard-boiled Sentimentality: The Secret History of American Crime Stories, von Leonard Cassuto (Columbia University Press)

Scene of the Crime: The Importance of Place in Crime and Mystery Fiction, von David Geherin (McFarland & Company)

The Rise of True Crime, von Jean Murley (Praeger)

Best Short Story

Skinhead Central, von T. Jefferson Parker (aus “The Blue Religion”, herausgegeben von Michael Connelly; Little, Brown)

Nominiert

A Sleep Not Unlike Death, von Sean Chercover (aus “Hardcore Hardboiled”, herausgegeben von Todd Robinson; Kensington Publishing)

Skin and Bones, von David Edgerley Gate (in Alfred Hitchcock Mystery Magazine, October 2008)

Scratch of a Woman, von Laura Lippman (aus “Hardly Knew Her”; Morrow)

La Vie en Rose, von Dominique Mainard (aus “Paris Noir”; herausgegeben von Aurelien Masson; Akashic Books)

Best Juvenile

The Postcard, von Tony Abbott (Little, Brown Books for Young Readers)

Nonimiert

Enigma: A Magical Mystery, von Graeme Base (Abrams Books for Young Readers)

Eleven, von Patricia Reilly Giff (Random House/Wendy Lamb Books)

The Witches of Dredmoore Hollow, von Riford McKenzie (Marshall Cavendish Children’s Books)

Cemetery Street, von Brenda Seabrooke (Holiday House)

Best Young Adult

Paper Towns, von John Green (Dutton Children’s Books)

Nominiert

Bog Child, von Siobhan Dowd (Random House/David Fickling Books)

The Big Splash, von Jack D. Ferraiolo (Amulet Books)

Getting the Girl, von Susan Juby (HarperTeen)

Torn to Pieces, von Margo McDonnell (Delacorte Books for Young Readers)

Best Play

The Ballad of Emmett Till, von Ifa Bayeza (Goodman Theatre, Chicago)

Nominiert

Dr. Jekyll and Mr. Hyde, adaptiert von Jeffrey Hatcher, basierend auf der Geschichte von Robert Lewis Stevenson (Arizona Theatre Company)

Cell, von Judy Klass (International Mystery Writers’ Festival)

Best Television Episode Teleplay

Wire in the Blood (Hautnah – Die Methode Hill): Prayer of the Bone, Drehbuch von Patrick Harbinson (BBC America)

Nominiert

Law & Order: SVU (Law & Order: New York): Streetwise, Drehbuch von Paul Grellong (Wolf Films/NBC Universal)

Law & Order: SVU (Law & Order: New York): Signature, Drehbuch von Judith McCreary (Wolf Films/NBC Universal)

CSI: Miami: You May Now Kill the Bride, Drehbuch von Barry O’Brien (CBS)

Law & Order: Burn Card, Drehbuch von David Wilcox (Wolf Films/NBC Universal)

Best Motion Picture Screenplay

In Bruges (Brügge sehen…und sterben?), Drehbuch von Martin McDonagh (Focus Features)

Nominiert

The Bank Job, Drehbuch von Dick Clement und Ian La Frenais (Lionsgate)

Burn After Reading, Drehbuch von Joel Coen und Ethan Coen (Focus Features)

Tell No One (Kein Sterbenswort), Drehbuch von Guillaume Canet, basierend auf dem Roman von Harlan Coben (Music Box Films)

Transsiberian, Drehbuch von Brad Anderson und Will Conroy (First Look International)

Robert L. Fish Memorial Award

Buckner’s Error, von Joseph Guglielmelli (aus Queens Noir, herausgegeben von Robert Knightly; Akashic Books)

Grandmaster der Mystery Writers of America

Sue Grafton

James Lee Burke

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner. Der Box ist jetzt ganz oben auf meinem Lesestapel.

Hier gibt es hier ein schönes Interview mit James Lee Burke; aufgenommen kurz vor der Preisverleihung.


Charlie Stross über Ideen; Allison Brennan übers Verkaufen, James Ellroy über den ganzen Rest

April 30, 2009

S-F-Autor Charlie Stross beantwortet die 100.000-Dollar-Frage „Wie kommst du zu deinen Ideen?“:

Generating ideas isn’t some mystical talent that you have to be born with: it’s a skill you can develop. The first step is to throw your net far and wide, and see what comes back to you. I spend a couple of hours every day skimming news sources (most of them on the web, this century) (…)

But grabbing tidbits from the zeitgeist is only the first step. The second step is to try to fit them together in new and interesting patterns. This is free-form brainstorming, and it’s something I tend to do at the pub, when I’m not busy drinking beer.

Dann erzählt er uns von einer neuen Idee, die er kürzlich hatte und wie sie weiterentwickelt werden könnte und schließt mit der für alle, die Angst vor Ideenklau haben, desillusionierenden Bemerkung:

Ideas, hah. The real challenge in this line of work is being able to weed the productive ones from the chaff, to decide which you’re going to spend the next six to nine months turning into something that people will pay for.

Krimiautorin Allison Brennan hat sich eine Gedanken über das Verkaufen von Büchern und wie wichtig die schriftstellerische Qualität dabei ist, gemacht:

The story has to resonate in some way for readers to pick up the next book and the next book. The story has to deliver on the story promise.

If it’s a romance, it has to have a happily ever after.

If it’s a mystery, the crime has to be solved.

If it’s horror, it has to be scary.

If it’s comedy, it has to be funny.

James Ellroy hat hier anscheinend einen grandiosen Auftritt hingelegt.  Die schlechte Nachricht ist, dass er noch (?) nicht online zum Beispiel bei YouTube ist. die gute Nachricht ist, dass sein neues Buch „Blood’s a rover“ für den 22. September angekündigt ist.


Kleinkram: Criminale-Programm, Internetsperre, Darwyn Cookes „The Hunter“ (Vorschau)

April 28, 2009

Das Programm zur diesjährigen Criminale (6. bis 10. Mai in und um Singen am Hohentwiel) ist online.

Ich wollte nichts dazu sagen, aber unsere Sarah Palin, Familienministerin Ursual von der Leyen, redet hier so konfus über das Bekämpfen von Kinderpornographie im Internet und den von ihr eingebrachten Gesetzesentwurf, dass ich mich danach fragte, was denn eigentlich in dem Entwurf drin steht und ob sie wirklich meint, was sie das sagt.

Wesentlich kompetenter ist dagegen Johnny Haeusler (Spreeblick) zum gleichen Thema. Die anderen 3sat-Interviews sind auch sehenswert.

Und nun etwas erfreuliches: Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf Darwyn Cookes Version von Richard Starks erstem Parker-Roman „The Hunter“ (Point Blank, Jetzt sind wir quitt).

Sieht ziemlich gut aus.


Die Verlosung von Jack Ketchums „Red“

April 27, 2009

red1

Am Freitag habe ich „Red“, die sehr werkgetreue Verfilmung von Jack Ketchums Roman „Blutrot“, als besten Clint-Eastwood-Film des Jahres ohne Clint Eastwood abgefeiert. Wer sich überzeugen möchte, ob ich damit nicht schamlos übertrieben habe, muss ich an dieser Verlosung beteiligen – und, wenn er die DVD gewinnt, irgendwo (zum Beispiel in einem Blog oder bei Amazon) einige Zeilen über den Thriller schreiben.

Denn dank Koch Media kann ich ein Exemplar der DVD „Red“ verlosen. Wer die DVD möchte, muss bis zum Montag, den 4. Mai, eine E-Mail an info@axelbussmer.de mit dem Betreff „Ich will ‚Red’ haben“ und einer Postanschrift schicken.

Ich werde kommende Woche dann….na, das übliche🙂


KrimiWelt-Bestenliste Mai 2009

April 25, 2009

„Alles neu macht der Mai“ heißt es definitiv nicht bei der Bestenliste der KrimiWelt für den schönen Monat Mai. Stattdessen gibt es viele alte Bekannte:

1 (4) Roger Smith: Kap der Finsternis

2 (3) Jörg Juretzka: Alles total groovy hier

3 (5) John Farrow: Eishauch

4 (-) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen

5 (6) Oliver Bottini: Jäger in der Nacht

6 (-) Gianrico Carofiglio: Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land

7 (10) Uta-Maria Heim: Wespennest

8 (1) Richard Stark: Keiner rennt für immer

9 (-) Robert Hültner: Inspektor Kajetan kehrt zurück

10 (2) Jan Costin Wagner: Im Winter der Löwen

Einiges liegt noch ungelesen bei mir herum. Einiges interessiert mich nicht und dass Richard Stark immer noch dabei ist, freut mich bei dieser auffallend deutschen Liste.

In ( ) ist die Platzierung des Vormonats.


„Die Uhr läuft ab“ – erste Amazon-Kritiken

April 23, 2009

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Bei Amazon gibt es die ersten euphorischen Leserkritiken zu „Die Uhr läuft ab – Die besten Einsendungen zum Agatha-Christie-Krimipreis 2009“.  Der Kurzgeschichtenband enthält auch meinen Krimi „Val Kilmer kommt“.

Christoph Spohr meint:

bei keinem der Autoren werden die Seiten dem Leser langweilig.  (…)
Kurzgeschichten werden im Krimi-Genre noch immer unterschätzt, aber dieser Band straft das Vorurteil eindrucksvoll Lügen.

Rachel Lucius schreibt:

Eine eindrucksvolle Leistungsschau, die allen Krimifreunden zeigt, was für Leckerbissen auch (vielleicht sogar gerade) in der kurzen Form möglich sind.

Sie vergeben außerdem jeweils die höchste Sternezahl.

Ich sage nur, auch im Namen der anderen Autoren: Danke!

Oh, und Kauft das Buch. Es kostet keine acht Euro und ist in jeder gutsortierten Buchhandlung erhältlich.


Hochkarätige Vorlesungsreihe zum Grundgesetz

April 20, 2009

Als Mitveranstalter poste ich unsere Presseerklärung mit kleinen Änderungen:

60 Jahre Grundgesetz – Anspruch und Wirklichkeit

Gemeinsame Ringvorlesung der Humanistischen Union und des Instituts für Recht und Gesellschaft

Heute startet die gemeinsame Ringvorlesung der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union und des Instituts für Recht und Gesellschaft an der Humboldt Universität zu Berlin.

Unter dem Titel „60 Jahre Grundgesetz – Anspruch und Wirklichkeit“ ziehen Vertreter aus Wissenschaft und Politik eine kritische Bilanz zum 60. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes. Die Veranstalter haben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Medien eingeladen, sich den Herausforderungen unserer Verfassung zu stellen. Die Spannbreite der Themen reicht von der (Bild-)Geschichte des Grundgesetzes, seiner philosophischen Idee und dem Wandel bis zu aktuellen Debatten wie Gleichheit und Differenz, Sicherheit und Freiheit oder dem Verhältnis des Grundgesetzes zur Europäischen Union.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe spricht am Montag, dem 20. April 2009, um 16.00 Uhr Prof. Dr. Matthias Mahlmann (Universität Zürich) über „Menschenwürde und republikanische Rechtskultur“. Sein Vortrag wird die Menschenwürde als Leitgedanke nicht nur der nationalen, sondern auch der internationalen Rechtskultur vorstellen. Matthias Mahlmann wird auf die in jüngster Zeit formulierten kritischen Perspektiven auf die Menschenwürde eingehen. Zugleich lotet er die Möglichkeiten einer überzeugenden, ideengeschichtlich informierten Konzeption der Menschenwürde in Bezug auf aktuelle Rechtsfragen aus. Damit leistet er einen Beitrag zur Diskussion um die rechtsethische Orientierung der Gegenwart.

Die Vorlesungen sind während des Sommersemesters immer montags von 16.00 bis 18.00 Uhr im Hauptgebäude der Humboldt-Universität (Kinosaal/Senatssaal, Unter den Linden 6, Berlin-Mitte):

20. April: Matthias Mahlmann (Universität Zürich): Menschenwürde und republikanische Rechtskultur

27. April: Horst Bredekamp (Humboldt-Universität): Das Anikonische des Grundgesetzes und die Galerie der Kanzler

4. Mai: Dieter Grimm (Humboldt-Universität): Identität und Wandel. Das Grundgesetz 1949 und heute

11. Mai: Christian Bommarius (Berliner Zeitung): Geschichte des Grundgesetzes

18. Mai: Susanne Baer (Humboldt-Universität): Gleichheit und Differenz

25. Mai: Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz): Die Politik und das Bundesverfassungsgericht

8. Juni: Mark A. Zöller (Universität Trier): Europäische Strafgesetzgebung – jenseits des Grundgesetzes?

15. Juni: Georg Nolte (Humboldt-Universität): „Dem Frieden der Welt zu dienen“ – Das Grundgesetz und das Völkerrecht

22. Juni: Herfried Münkler (Humboldt-Universität): Sicherheit und Freiheit

29. Juni: Christoph Möllers (Universität Göttingen): Religiöser Pluralismus und Grundgesetz

6. Juli: Hubert Rottleuthner (Freie Universität Berlin): Das Grundgesetz lesen

13. Juli: Juliane Kokott (Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof): Grundgesetz und Europäische Union

Die Veranstalter

Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union sieht sich dem Schutz und dem Ausbau verfassungsgemäßer Freiheitsgarantien verpflichtet. Ihre Kritik an ausufernden Sicherheitsgesetzen und gesetzgeberischen Verfassungsverstößen führt sie in Musterklagen immer wieder vor das Bundesverfassungsgericht. Gemeinsam mit anderen Bürger- und Menschenrechtsorganisationen gibt sie den jährlich erscheinenden Grundrechte-Report heraus, der die deutsche Verfassungswirklichkeit kritisch bilanziert.

Das neu gegründete Berliner Institut für Recht und Gesellschaft/Law and Society Institute Berlin (LSI) ist als Ort interdisziplinärer Rechtsforschung der Analyse der sozialen, ökonomischen, politischen, kulturellen und ethischen Grundlagen dieser Entwicklung gewidmet.