Phillip Vandarpleog (Brendan Fraser) ist ein Schauspieler, den es im Kino immer so gibt. In Japan ist er immer noch bekannt für einen sieben Jahre alten Zahnpasta-Werbespot. Abgesehen davon ist seine Karriere seit Jahren nicht existent. Der in Tokio allein lebende, an Geldnot leidende US-Schauspieler hat also genug Zeit, um jeden anderen Job anzunehmen. In diesem Fall ist es, für eine „Rental Family“-Agentur in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Entsprechend der Wünsche des Auftraggebers spielt er unterschiedliche Rollen. Mal direkt für den Auftraggeber, mal für Menschen, denen der Auftraggeber helfen möchte. Mal spielt Phillip den Bräutigam (die Eltern der lesbischen Auftraggeberin sind begeistert über den weißen Ehemann), mal den Vater (der echte ist abwesend, aber die Schule verlangt einen anwesenden Vater), mal einen Journalisten, der einen zunehmend dementen alten Schauspieler interviewen soll.
Diese Arbeit könnte für Phillip eine neue, gute und mühelose Einkunftsquelle sein. Er spielt den Menschen vor, was sie sehen wollen oder sehen sollen, macht sie glücklich und nimmt das Geld. Dummerweise fällt es ihm schwer, zwischen der Rolle und seinem emotionalem Investment in die Rolle zu unterscheiden. Er mischt sich in das Leben der Personen ein, für die er eine Rolle spielt.
Und schon haben wir eine Geschichte über zwei verschiedene Kulturen, kulturelle Missverständnisse und wie guter Wille und eine gehörige Portion Tollpatschigkeit, alles etwas aus dem Ruder laufen lassen. Hikari inszeniert dies feinfühlig als warmherziges Low-Key-Feelgood-Movie mit vorhersehbaren Verwicklungen und nur die guten Aspekte solcher ‚gemieteten Freunde‘ betonend. Brendan Fraser spielt diesen Phillip Vandarpleog etwas eindimensional als großes, schüchtern lächelndes Kind, das immer noch mit den japanischen Sitten und Gebräuchen fremdelt.

Rental Family (Rental Family, USA/Japan 2025)
Regie: Hikari
Drehbuch: Hikari, Stephen Blahut
mit Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, Shannon Gorman
Länge: 110 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
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Hinweise
Moviepilot über „Rental Family“
Metacritic über „Rental Family“
Veröffentlicht von AxelB 
