TV-Tipp für den 5. Juni: Mid 90s

Juni 4, 2021

One, 21.45

Mid90s (Mid90s, USA 2018)

Regie: Jonah Hill

Drehbuch: Jonah Hill

Los Angeles, neunziger Jahre, die coole Skaterszene und wie sie ihre Tage verbummeln. Jonah Hills Regiedebüt ist ein Film wie eine Zeitkapsel.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges, Na-kel Smith, Olan Prenatt, Gio Galicia, Ryder McLaughlin, Alexa Demie, Harmony Korine

Hinweise

Moviepilot über „Mid90s“

Metacritic über „Mid90s“

Rotten Tomatoes über „Mid90s“

Wikipedia über „Mid90s“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jonah Hills „Mid90s“ (Mid90s, USA 2018)


TV-Tipp für den 21. Januar: Mid90s

Januar 20, 2021

WDR, 23.45

Mid90s (Mid90s, USA 2018)

Regie: Jonah Hill

Drehbuch: Jonah Hill

TV-Premiere zu einer unmögliche Uhrzeit. Los Angeles, neunziger Jahre, die coole Skaterszene und wie sie ihre Tage verbummeln. Jonah Hills Regiedebüt ist ein Film wie eine Zeitkapsel.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges, Na-kel Smith, Olan Prenatt, Gio Galicia, Ryder McLaughlin, Alexa Demie, Harmony Korine

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Mid90s“

Metacritic über „Mid90s“

Rotten Tomatoes über „Mid90s“

Wikipedia über „Mid90s“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jonah Hills „Mid90s“ (Mid90s, USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: The Sound of „Waves“

Juli 20, 2020

Ich stelle mir vor, dass Trey Edward Shults sein Material in einer frühen Fassung Trent Reznor und Atticus Ross mit dem Kommentar „macht was draus“ gegeben hat. Die beiden Musiker schufen eine Bild- und Toncollage die an Reznors Arbeit für „Natural Born Killers“ anknüpft.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen „Nine Inch Nails“ Trent Reznor und Atticus Ross begann erst später. Ihre bekanntesten Filmarbeiten sind für die David-Fincher-Filme „The Social Network“ (Oscar-prämiert), „The Girl with the Dragon Tattoo“ und „Gone Girl“.

In Wirklichkeit hat Shults Reznor und Ross natürlich nicht einen Haufen belichtetes Zelluloid gegeben und dann den Sonnenuntergang genossen. Die Songs werden schon in seinem Drehbuch genannt. Die Struktur des Films stand schon fest. Nur die Länge noch nicht. Reznor und Ross begannen ihre Arbeit ausgehend von einzelnen Szenen und später einem vierstündigem Rohschnitt und der Aufgabe, eine Score zu entwerfen, der beide Filmhälften miteinander verbindet.

Denn „Waves“ zerfällt in zwei weitgehend unverbundene Teile, die auch einen anderen Ton anschlagen. Es ist, als habe man zwei Filme zu einem Double-Feature zusammengeklebt. Der erste Film ist ein fiebriges Drama, eine Kriminalgeschichte über einen drogensüchtigen und straffälligen Jugendlichen. Der zweite Film ist ein zuckriger Liebesfilm über das berühmte erste Mal. Zufällig wurden beide Filme mit den gleichen Schauspielern im gleichen Haus gedreht. Es ist das durchaus noble Anwesen der in Südflorida lebenden afroamerikanischen Familie Williams. Sie gehört zum oberen Mittelstand und hat keine drängenden finanziellen Probleme. Das Familienoberhaupt ist ein Unternehmer, der ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern hat, sie aber auch fordert. Die Kinder, der siebzehnjährige Tyler und seine jüngere Schwester Emily, gehen in die gleiche Schule.

Im ersten Teil steht Tyler im Mittelpunkt. Er ist Ringer, Star der Schulmannschaft, nimmt nach einem Sportunfall Schmerzmittel gegen die Schmerzen, hat eine Freundin und ist cholerisch und eifersüchtig.

Im zweiten Teil steht seine Schwester Emily im Mittelpunkt. Und während sie in der ersten Stunde keine Rolle spielte, spielt er in der zweiten Stunde keine Rolle. Sie verliebt sich in Luke, der mit ihrem Bruder im Ringerteam war.

Mehr muss man nicht über die Filmgeschichte wissen. Sie bleibt rudimentär und Shults verweigert die üblichen Ursache-Wirkung-Erklärungen. Tylers Schmerzmittelkonsum wird zwar einmal gezeigt, aber ein Statement zur Opioid-Krise entwickelt sich daraus nicht. Es geht auch nicht um die Wirkung von Drogen. Eine wichtige Gerichtsverhandlung wird einfach ausgelassen. Irgendwann wird uns mitgeteilt, wie das Verfahren für Tyler ausging.

Aber in dem Moment ist schon lange offensichtlich, dass Shults kein konventionelles Drama über eine afroamerikanische, vom Leid geprüfte Familie drehen wollte.

Er wollte einen Trip drehen, der durch Ton und Bild zusammengehalten wird. Und wer „Waves“ als musikalischen Trip genießt, wird begeistert sein.

Waves (Waves, USA 2019)

Regie: Trey Edward Shults

Drehbuch: Trey Edward Shults

mit Sterling K. Brown, Taylor Russel, Kelvin HarrisonJr., Alexa Demie, Lucas Hedges

Länge: 137 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Waves“

Metacritic über „Waves“

Rotten Tomatoes über „Waves“

Wikipedia über „Waves“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Trey Edward Shults‘ „It comes at Night“ (It comes at Night, USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: Eine Kindheit in den „Mid90s“ unter Skatern

März 9, 2019

Egal was man erwartet, wenn man hört, dass Jonah Hill einen Film inszeniert: sein Regiedebüt „Mid90s“ ist anders als erwartet. Bekannt wurde Hill als Komiker der gröberen Sorte. In den vergangenen Jahren profilierte er sich auch als ernsthafter Schauspieler. Für seine Rollen in „Moneyball“ und „The Wolf of Wall Street“ erhielt er Oscar-Nominierungen. Trotzdem ist er immer noch am bekanntesten für künstlerisch nicht besonders bemerkenswerten Komödien, wie „Superbad“ und „21 Jump Street“.

Mid90s“ ist weder das eine, noch das andere. Es ist ein quasi-dokumentarischer, auf 16mm gedrehter Blick auf die Skaterszene in Los Angeles in den Neunzigern, garniert mit der dazu passenden Musik. Im Mittelpunkt steht der dreizehnjährige Stevie (Sunny Suljic). Er bewundert seinen älteren Bruder Ian (Lucas Hedges) und, fast noch mehr, eine Gruppe von fast gleichaltrigen Skatern. Er möchte gerne zu ihnen gehören. Aber wie spricht man seine Idole an? Und wie erwirbt man ihren Respekt? Vor allem wenn die eigene Skater-Erfahrung gegen Null tendiert und das eigene Skateboard ein zusammengeflickter Witz ist.

Jonah Hill schildert das mit dem ruhigen Blick eines Dokumentarfilmers. Er nimmt sich Zeit. Er hält sich im Hintergrund. Er beobachtet die Jugendlichen mit einem sympathisierendem und auch neugierigen Blick. Die Skater werden von realen Skatern gespielt, die sich mehr oder weniger selbst spielen. Sie hängen Die Filmgeschichte ist dabei nur die erzählerische Krücke für den Einblick in eine Jugendkultur. „Mid90s“ ist eine Milieustudie, die, außer bei Stevie, die Protagonisten nur bei ihrer gemeinsamen Freizeit beobachtet.

Der Look und das 4:3-Bildformat lassen den Film wie einen damals aufgenommenen und seitdem in irgendeiner Schublade vergessenen Film wirken. Das ist die Stärke und Schwäche des Films. Er zeigt die Szene so, wie sie damals war zwischen skaten, abhängen, pseudophilosophisch blödeln, Drogen nehmen, Musik hören und Mixtapes erstellen.

Gleichzeitig fehlt der Blick aus der Gegenwart auf die Vergangenheit und umgekehrt. Es ist, im Gegensatz zu den ebenfalls gerade im Kino angelaufenen Dramen „Die Berufung“ und „Beale Street“, unklar, was die besondere Bedeutung dieser Skaterjungs für die Gegenwart ist.

Mid90s (Mid90s, USA 2018)

Regie: Jonah Hill

Drehbuch: Jonah Hill

mit Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges, Na-kel Smith, Olan Prenatt, Gio Galicia, Ryder McLaughlin, Alexa Demie, Harmony Korine

Länge: 85 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Mid90s“

Metacritic über „Mid90s“

Rotten Tomatoes über „Mid90s“

Wikipedia über „Mid90s“ (deutsch, englisch)


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