TV-Tipp für den 14. Juni: Polizeiruf 110: Kreise

Juni 13, 2024

ARD, 21.45

Polizeiruf 110: Kreise (Deutschland 2015)

Regie: Christian Petzold

Drehbuch: Christian Petzold

Kommissar Hanns von Meuffels soll den Mord an der Eigentümerin einer Möbel-Manufaktur aufklären. Die Firma sollte von einem Investor übernommen werden und mit dem Eigentümerwechsel sollten 72 Arbeitsplätze wegfallen. Der Hauptverdächtige ist ihr Ex-Mann, dem die Polizei nichts nachweisen kann.

Christian Petzold, der in den vergangenen Jahren hauptsächlich für das Kino arbeitete und dessen TV-Filme immer wie Kinofilme aussehen, inszeniert seinen ersten „Polizeiruf 110“. Es wurde, wie erwartet, ein ebenso ungewöhnlicher, wie gelungener Krimi. Mit „Wölfe“ (2016) und „Tatorte“ (2018), gleichzeitig der letzte von-Meuffels-Polizeiruf, inszenierte Petzold zwei weitere hochgelobte „Polizeiruf 110“-Krimis mit Kommissar von Meuffels.

Ach ja: Petzolds Inspiration für „Kreise“ war Claude Gorettas „Ganz so schlimm ist er auch nicht“ mit einem noch jungen und schlanken Gérard Depardieu in der Hauptrolle.

mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi, Luise Heyer, Daniel Sträßer, Jan Messutat

Hinweise

Wikipedia über „Polizeiruf 110“ und diesen Polizeiruf

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Phoenix“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Transit“ (Deutschland/Frankreich 2018)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Undine“ (Deutschland/Frankreich 2020) und der DVD

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Roter Himmel“ (Deutschland 2023)

Christian Petzold in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Sauber, sauber, sauberer, „A pure Place“

November 27, 2021

Bevor Nikias Chryssos für seinen zweiten Spielfilm, nach dem grotesken Kammerspiel „Der Bunker“, seine Filmsekte erfand, recherchierte er im Sektenmilieu. Er fand, so sagt er, eine faszinierende „Mischung aus echter Begeisterung auf Seiten der Anhänger, fast erotischer Aufladung und Albernheit (…) Und was von außen vor allem skurril wirkte, erwies sich bei einem Blick hinter die Kulissen doch als Mischung aus falschen Versprechungen, Lügen und Formen von Missbrauch.“

Er entdeckte immer wieder ähnliche Strukturen und bemerkte, wie wichtig in vielen Sekten Waschrituale und ein Streben nach Reinheit sind. Das trieb er in „A pure Place“ auf eine porentief reine Spitze. In der von Fust angeführten Sekte ist Seife enorm wichtig. Alles muss sauber sein. Der Schmutz muss weggeschrubbt werden. Fust umgibt mit seinem weißen Anzug, seiner Sonnenbrille, seinem Vollbart, seinen ausladenden Geste und seiner manirierten Sprechweise eine geheimnisvolle und weltentrückte Aura. Ein wenig wirkt er wie ein aus der Zeit gefallener Kolonialherr. Seine Jünger beten ihn an.

Während bei ihnen alles sauber ist, schuften im Keller des auf einer griechischen Insel liegenden Herrenhauses Waisenkinder. Sie leben im Dunkeln, zwischen Schweinen, im Dreck. Sie stellen die für die Sekte wichtige heilbringende Seife her.

Eines Tages holt Fust die 14-jährige jungfräuliche, aber schon sehr weiblich aussehende Irina aus diesem Schmutz heraus. Er trennt sie so von ihrem jüngerem Bruder Paul. Irina soll in den auserwählten Kreis seiner Sektenjünger aufsteigen. Als erstes soll sie mit Siegfried in einem Theaterstück auftreten. In dem Mysterienspiel soll sie die für die Sekte wichtige Hygeia, die Göttin der Reinheit, verkörpern.

A pure Place“ ist vor allem die Milieustudie einer Sekte und ihrer Strukturen. Chryssos erzählt das, sich dabei immer auf dem schmalen Grad zwischen Arthaus, Kunst und Trash bewegend, als edel bebildertes Horror-Sittengemälde mit erotischen Anspielungen. Es gibt auch etwas griechische Mythologie, Wagner und Nazismus. Das erinnert an Filme aus den Siebzigern, die mal Kunst, mal Exploitation waren, immer provozieren wollten, und in denen unter südlicher Sonne nackte Frauenkörper in herrschaftlichen, größtenteils leerstehenden Villen gezeigt wurden, während irgendwelche Geister und Monster durch die Gänge schlichen.

A pure Place“ ist ein sympathisch-sperriger Film, der seinen, zugegeben prätentiösen, Spaß mit prätentiösen Sekten hat.

A pure Place (Deutschland 2021)

Regie: Nikias Chryssos

Drehbuch: Nikias Chryssos, Lars Henning Jung

mit Sam Louwyck, Greta Bohacek, Claude Heinrich, Daniel Sträßer, Daniel Fripan, Lena Lauzemis, Wolfgang Czeczor

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Filmportal über „A pure Place“

Moviepilot über „A pure Place“

Wikipedia über „A pure Place“ 


TV-Tipp für den 29. August: Polizeiruf 110: Kreise

August 29, 2019

WDR, 20.15

Polizeiruf 110: Kreise (Deutschland 2015)

Regie: Christian Petzold

Drehbuch: Christian Petzold

Kommissar Hanns von Meuffels soll den Mord an der Eigentümerin einer Möbel-Manufaktur aufklären. Die Firma sollte von einem Investor übernommen werden und mit dem Eigentümerwechsel sollten 72 Arbeitsplätze wegfallen. Der Hauptverdächtige ist ihr Ex-Mann, dem die Polizei nichts nachweisen kann.

Christian Petzold, der in den vergangenen Jahren hauptsächlich für das Kino arbeitete und dessen TV-Filme immer wie Kinofilme aussehen, inszeniert seinen ersten „Polizeiruf 110“. Es wurde, wie erwartet, ein ebenso ungewöhnlicher, wie gelungener Krimi. 2016 inszenierte er mit „Wolfe“ einen weiteren „Polizeiruf 110“ mit Kommissar von Meuffels.

Ach ja: Petzolds Inspiration für „Kreise“ war Claude Gorettas „Ganz so schlimm ist er auch nicht“ mit einem noch jungen und schlanken Gérard Depardieu in der Hauptrolle.

mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi, Luise Heyer, Daniel Sträßer, Jan Messutat

Hinweise

Wikipedia über „Polizeiruf 110“ und diesen Polizeiruf

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Phoenix“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Transit“ (Deutschland/Frankreich 2018)

Christian Petzold in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Dezember: Polizeiruf 110: Kreise

Dezember 4, 2018

NDR, 22.00

Polizeiruf 110: Kreise (Deutschland 2015)

Regie: Christian Petzold

Drehbuch: Christian Petzold

Kommissar Hanns von Meuffels soll den Mord an der Eigentümerin einer Möbel-Manufaktur aufklären. Die Firma sollte von einem Investor übernommen werden und mit dem Eigentümerwechsel sollten 72 Arbeitsplätze wegfallen. Der Hauptverdächtige ist ihr Ex-Mann, dem die Polizei nichts nachweisen kann.

Christian Petzold, der in den vergangenen Jahren hauptsächlich für das Kino arbeitete und dessen TV-Filme immer wie Kinofilme aussehen, inszeniert seinen ersten „Polizeiruf 110“. Es wurde, wie erwartet, ein ebenso ungewöhnlicher, wie gelungener Krimi. 2016 inszenierte er mit „Wolfe“ einen weiteren „Polizeiruf 110“ mit Kommissar von Meuffels.

Ach ja: Petzolds Inspiration für „Kreise“ war Claude Gorettas „Ganz so schlimm ist er auch nicht“ mit einem noch jungen und schlanken Gérard Depardieu in der Hauptrolle.

mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi, Luise Heyer, Daniel Sträßer, Jan Messutat

Hinweise

Wikipedia über „Polizeiruf 110“ und diesen Polizeiruf

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Phoenix“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Transit“ (Deutschland/Frankreich 2018)

Christian Petzold in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Juni: Polizeiruf 110: Kreise

Juni 27, 2015

ARD, 20.15
Polizeiruf 110: Kreise (Deutschland 2015, Regie: Christian Petzold)
Drehbuch: Christian Petzold
Kommissar Hanns von Meuffels soll den Mord an der Eigentümerin einer Möbel-Manufaktur aufklären. Die Firma sollte von einem Investor übernommen werden und mit dem Eigentümerwechsel sollten 72 Arbeitsplätze wegfallen. Der Hauptverdächtige ist ihr Ex-Mann, dem die Polizei nichts nachweisen kann.
Christian Petzold, der in den vergangenen Jahren hauptsächlich für das Kino arbeitete und dessen TV-Filme immer wie Kinofilme aussahen, inszeniert seinen ersten „Polizeiruf 110“. Das verspricht einen ebenso ungewöhnlichen, wie gelungenen Krimi.
Ach ja: Petzolds Inspiration für „Kreise“ war Claude Gorettas „Ganz so schlimm ist er auch nicht“ mit einem noch jungen und schlanken Gérard Depardieu in der Hauptrolle.
mit Matthias Brandt, Barbara Auer, Justus von Dohnányi, Luise Heyer, Daniel Sträßer, Jan Messutat
Wiederholungen
Eins Festival, Sonntag, 28. Juni, 21.45 Uhr und 23.45 Uhr
ARD, Dienstag, 30. Juni, 00.35 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
ARD über den „Polizeiruf 110: Kreise“
Wikipedia über „Polizeiruf 110“

Meine Besprechung von Christian Petzolds „Phoenix“ (Deutschland 2014)

Christian Petzold in der Kriminalakte