TV-Tipp für den 8. Januar: Eric Clapton: Leben mit dem Blues

Januar 7, 2021

Arte, 21.45

Eric Clapton: Leben mit dem Blues (Eric Clapton: A Life in 12 Bars, Großbritannien 2017)

Regie: Lili Fini Zanuck

Drehbuch: Stephen ‚Scooter‘ Weintraub, Larry Yelen

TV-Premiere. Zweistündige Doku über das Leben und Werk von Bluesgitarrist Eric Clapton, mit vielen Archivaufnahmen und aktuellen Interviews.

Lili Fini Zanuck könnte etwas bekannter für ihr Drogendrama „Rush“ (1991) sein, für das Clapton die Musik (und „Tears in Heaven“) schrieb. Große Erfolge hatte sie als Produzentin von, u. a., „Cocoon“ (1985), „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ (Driving Miss Daisy, 1989; der Film erhielt den Oscar als bester Film des Jahres), „Nach eigenen Regeln“ (Mulholland Falls, 1996) und „Ein wahres Verbrechen“ (True Crime, 1999).

Arte zeigt nach der Doku den gut zweistündigen Konzertmitschnitt „Slowhand at 70“ (bzw. „Live at the Royal Albert Hall“ (Großbritannien 2015).

mit Eric Clapton, Chris Dreja, Hughie Flint, Richard Goldstein, Alex Hooper, Cathy James, John Mayall, Jim McCarty, Jamie Oldaker, Ben Palmer, Howard Smith, George Terry, Steve Turner, Mike Vernon, Roger Waters, Bobby Whitlock, Steve Winwood

Hinweise

Arte über die Doku (bis zum 6. Februar in der Mediathek) und das Konzert (bis zum 8. März in der Mediathek)

Rotten Tomatoes über „Eric Clapton: Leben mit dem Blues“

Homepage von Erick Clapton

AllMusic über Eric Clapton

Wikipedia über Eric Clapton (deutsch, englisch)

Where’s Eric! (sehr umfangreiche Fanclubseite)

Meine Besprechung von Blue Leachs „Eric Clapton: Live at the Royal Albert Hall – Slowhand at 70“ (Großbritannien 2015)

Zwei Gespräche zum Film mit Lili Fini Zanuck und Eric Clapton (das zweite ist eine Amateuraufnahme)


TV-Tipp für den 16. März: Beware of Mr. Baker

März 16, 2018

Arte, 21.45

Beware of Mr. Baker (Beware of Mr. Baker, USA 2012)

Regie: Jay Bulger

Drehbuch: Jay Bulger

Hochgelobte Doku mit und über Ginger Baker, den Schlagzeuger von „Cream“ (Sixties Supergroup mit E-Gitarrist Eric Clapton und Bassist Jack Bruce), „Blind Faith“ (dito, aber kurzlebiger) und „Ginger Baker’s Air Force“ (auch kurzlebig). Neben zahlreichen Soloplatten trommelte er mehrere Jahre bei „Hawkwind“ und auf zahlreichen Platten von anderen Künstlern. Musikalisch grandios, menschlich nicht so sehr.

mit Ginger Baker, Ginette Baker, Kofi Baker, Leda Baker, Jay Bulger, Brian Auger, Bonnie Bramlett, Jack Bruce, Eric Clapton, Stewart Copeland, Jon Hiseman, Femi Kuti, Bill Laswell, John Lydon, Ron Miles, Carlos Santana, Lars Ulrich, Charlie Watts, Steve Winwood, Bernie Worrell

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Beware of Mr. Baker“

Wikipedia über „Beware of Mr. Baker“ und Ginger Baker (deutsch, englisch)

AllMusic über Ginger Baker


Der Konzertfilm „Eric Clapton: Live at the Royal Albert Hall“ im März 2015

September 22, 2015

Seit Jahren ist die Royal Albert Hall in London so etwas wie Eric Claptons Wohnzimmer, in dem er regelmäßig vor Freunden spielt. Manchmal veröffentlicht er danach einen Konzertmitschnitt, wie „24 Nights“ (1991), dem umfangreiche Aufnahmen 1990 und 1991 voraus gingen, weil Clapton mit der musikalischen Qualität der ersten Konzerte unzufrieden war. Insgesamt ist die Doppel-CD ein Best-of aus 42 Konzerten, gespielt von vier verschiedenen Bands.
Zu seinem siebzigsten Geburtstag, der am 30. März war, gab er mit seiner Band zwischen dem 14. und 23. März sieben Konzerte in der Royal Albert Hall. Die Konzerte wurden aufgenommen und – nun, hier beginnen die Probleme. Denn ich sah das Konzert in sehr reduzierter Ton- und Bildqualität und dem bildschirmfüllenden, zweizeiligen Wasserzeichen „Property of Eagle Rock Entertainment – All Rights reserved“ in der Bildmitte, weshalb ich über Bild und Ton nichts sagen will. Und vielleicht kaum deshalb bei mir beim Ansehen niemals eine Konzertstimmung auf. Die einzelnen Stücke standen, immer mit ungefähr der gleichen Länge an Applaus und menschenleeren Aufnahmen von Instrumenten- und Hallenteilen, unverbunden nebeneinander. Zwischen der Band und dem Publikum entwickelt sich, abgesehen von dem vorletzten Stück „Cocaine“, bei dem plötzlich die Hütte brennt, keine Interaktion. Das Publikum ist zwischen den Songs nur spärlich zu hören und während der Songs hört man, bis auf wenige Ausnahmen, überhaupt nichts von ihm. So entsteht nie eine Live-Dynamik. Deshalb erscheint das plötzlich bei „Cocaine“ im ganzen Saal tanzende Publikum umso merkwürdiger. Immerhin präsentierte Clapton bereits vorher einige seiner Hits, die eher zu so einer Reaktion einladen würden. Claptons Ansagen beschränken sich durchweg auf ein prosaisches „Thank you“ und er stellt fast keinen seiner Mitmusiker vor. Dabei gehört es zum guten Ton, wenigstens einmal die Band vorzustellen. So wirkt „Live at the Royal Albert Hall“, auch wenn sich ziemlich an die von Abend zu Abend kaum variierte Set-List gehalten wird, immer wie ein Zusammenschnitt mehrere Konzerte (obwohl nur die Konzerte am 20. und 21. Mai 2015 aufgenommen wurden), die für eine Reihe von Geburtstagskonzerte, überraschend und angenehm schmucklos daherkommen. Denn der zu erwartende Star-Auftrieb bleibt aus. Es gibt auch nichts „Besonderes“, was bei so Gelegenheiten ja gerne präsentiert wird.
Es sind Konzerte, in denen Clapton und Paul Carrack, Chris Stainton (beide Keyboard), Nathan East (Bass), Steve Gadd (Schlagzeug), die Background-Sängerinnen Michelle John und Sharon White, und, bei „High Time we went“, Andy Fairweather Low (Gitarre), die alle schon seit Ewigkeiten zu Eric Claptons Band gehören, gut aufeinander eingespielt, ein kleines Best-of von Claptons bekanntesten Lieder entspannt blues-rockig und mit vielen Soli spielen. Halt wie man es spätestens seit Claptons Doppel-Live-LP „Just one Night“ (1980) kennt.
Wobei gerade die Acoustic-Versionen von „Driftin‘ Blues“, „Nobody knows you when you’re down and out“ (eine sehr enttäuschende Pflichterfüllung), „Tears in Heaven“ (mit Reggae-Anklängen) und „Layla“ (ohne stilprägende E-Gitarre) wie eine ungeliebte Pflichtaufgabe heruntergespielt werden. Dagegen wirken die davor gespielten Versionen von „Somebody’s knockin‘ on my Door“, „Key to the Highway“, „Pretending“, „Hoochie Coochie Man“, „Can’t find my Way home“ und, nur mit einem ganz leichten Reggae-Touch, „I shot the Sheriff“ wesentlich inspirierter. Aber „Let it Rain“, der im Film erste Song nach dem 22-minütigem Acoustic-Set, beginnt arg langsam. Als müssten sie sich erst wieder warm spielen, ehe es mit „Wonderful Tonight“, „Crossroads“ und „Cocaine“ in die Schlussrunde geht.
„Eric Clapton: Live at the Royal Albert Hall – Slowhand at 70“ läuft noch in einigen Kinos (hier findet ihr die aktuellen Kinos) und wird am 13. November auf DVD und Blu-ray (in verschiedenen Ausgaben) veröffentlicht.

Eric Clapton - Live at the Royal Albert Hall

Eric Clapton: Live at the Royal Albert Hall – Slowhand at 70 (Großbritannien 2015)
Regie: Blue Leach
mit Eric Clapton, Paul Carrack, Chris Stainton, Nathan East, Steve Gadd, Andy Fairweather Low, Michelle John, Sharon White
Länge: 106 Minuten

Hinweise
Homepage zum Film
Homepage von Erick Clapton
AllMusic über Eric Clapton
Wikipedia über Eric Clapton (deutsch, englisch)
Where’s Eric! (sehr umfangreiche Fanclubseite; hier geht’s zu den diesjährigen Konzerten)


TV-Tipp für den 16. Juni: Eric Clapton: Crossroads/Mumford & Sons: Live – The Road to Red Rocks

Juni 16, 2014

Wegen des Fußballspiels läuft heute wohl das gesamte restliche Fernsehprogramm unter „ferner liefen“, aber ZDFkultur hat etwas feines im Archiv gefunden:
ZDFkultur, 20.55
Eric Clapton: Crossroads (USA 2013)
ZDFkultur, 22.00
Mumford & Sons: Live – The Road to Red Rocks (USA 2012)
„Crossroads“ dokumentiert das vierte „Crossroads“-Konzert vom 12. April 2013 in der New Yorker Madison Square Hall. Mit gewohnt hochkarätigen Gästen und viel Blues.
Folkiger wird es mit „Mumford & Sons“ bei ihrem Konzert im Red Rocks Amphitheatre in Colorado.
Das klingt nach zwei Stunden feiner Musik.
Hinweise
ZDFkultur über „Eric Clapton: Crossroads“ und „Mumford & Sons“
Wikipedia über Eric Clapton (deutsch, englisch) und „Mumford & Sons“ (deutsch, englisch)


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