TV-Tipp für den 9. Juni: Die Auserwählten

Juni 8, 2021

ARD, 20.15

Die Auserwählten (Deutschland 2014)

Regie: Christoph Röhl

Drehbuch: Sylvia Leuker, Benedikt Röskau

Als die junge, idealistische Petra Grust in den späten Siebzigern eine Stelle als Lehrerin an der Odenwaldschule erhält, ist sie begeistert. Die Odenwaldschule war damals das reformpädagogische Vorzeigeinternat. In ihr wurden Zwang und Strafen abgelehnt. Stattdessen sollte sich die Persönlichkeit frei entfalten können. Schnell bemerkt Grust, dass in der nach außen heilen Welt der Odenwaldschule nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Auf Tatsachen basierendes Drama, das den sexuellen Missbrauch von Kindern durch die Lehrer der Odenwaldschule behandelt. Regisseur Christoph Röhl war von 1989 bis 1991 Englisch-Tutor an der Odenwaldschule. Bereits 2010 beschäftigte er sich in dem beeindruckendem Dokumentarfilm „Und wir sind nicht die Einzigen“ mit dem Thema. 

Brillant gespieltes (Fernseh-)Drama, das mit beklemmender Eindringlichkeit die Mechanismen des Verdrängens, Verschweigens und der Einschüchterung an einer Schule zeigt, die als reformpädagogische Vorzeigeanstalt galt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Der Film wurde in der Odenwaldschule gedreht.

mit Ulrich Tukur, Julia Jentsch, Leon Seidel, Béla Gabor Lenz, Rainer Bock, Bernd Stegemann, Christian Friedel, Lena Stolze

Wiederholung: Donnerstag, 10. Juni, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

ARD über „Die Auserwählten“ (bis 13. September 2021 in der Mediathek)

Wikipedia über „Die Auserwählten“ und die Odenwaldschule


TV-Tipp für den 6. Mai: Die weiße Rose

Mai 6, 2013

 

NDR, 23.15

Die weiße Rose (D 1982, R.: Michael Verhoeven)

Drehbuch: Michael Verhoeven, Mario Krebs

Es muss ja nicht immer „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ sein, es kann auch mal Michael Verhoevens „Die weiße Rose“ über Sophie Scholl, die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ und ihren letztendlich erfolglosen Kampf gegen das Hitler-Regime sein.

Verhoeven „tut das auf eine sehr nüchterne, differenzierte Weise, er idealisiert die Widerstandsgruppe nicht, er zeigt ihre Zweifel und Ängste, ihre Konflikte.“ (Fischer Film Almanach 1983)

mit Lena Stolze, Wulf Kessler, Oliver Siebert, Ulrich Tukur (sein Debüt!), Werner Stocker, Martin Benrath, Anja Kruse

Hinweise

Filmportal über „Die weiße Rose“

Rotten Tomatoes über „Die weiße Rose“

Wikipedia über „Die weiße Rose“ (deutsch, englisch)

 

 


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