Best of Cinema: Mit David Lynch auf der “Lost Highway”

Februar 2, 2026

Am morgigen Dienstag, den 3. Februar, ist es wieder soweit. Im Rahmen der uneingeschränkt empfehlenswerten “Best of Cinema”-Reihe wird David Lynchs vorletzter großer und großartiger Film “Lost Highway” gezeigt.

Diese Rückkehr ins Kino kann auch als etwas nachgeschobene Ehrung zu Lynchs Geburts- und Todestag verstanden werden. Er wurde am 20. Januar 1946 in Missoula, Montana, geboren und starb am 16. Januar 2025 in Los Angeles, Kalifornien.

Im Mittelpunkt der schlüssig nicht nacherzählbaren Geschichte von “Lost Highway” steht der eifersüchtige Jazzsaxophonist Fred Madison (Bill Pullman). Als seine Frau ermordet wird und eine Videoaufnahme auftaucht, die ihn eindeutig als Mörder zeigt, wird er zum Tode verurteilt.

In der Zelle verwandelt er sich plötzlich in den Automechaniker Pete Dayton (Balthazar Getty). Weil Dayton offensichtlich nicht Madison ist, wird er freigelassen. Er verliebt sich in die Geliebte des Gangsters und Pronofilmproduzenten Dick Laurent. Dieser soll allerdings, so sagte eine Stimme am Filmanfang, tot sein.

David Lynch und sein Co-Drehbuchautor Barry Gifford (Lynch verfilmte seinen Roman „Wild at Heart“) ersannen eine Noir-Geschichte, die ein labyrinthischer Alptraum ohne endgültige Erklärungen, mit vielen losen Enden, starken und verstörenden Szenen und einer gelungenen Musik (von Angelo Badalamenti) und von Trent Reznor kuratierten Musikauswahl ist. Das ist, wie schon David Bowie am Filmanfang singt, ziemlich ‚deranged‘.

Und jetzt wieder auf der großen Leinwand.

P. S.: Für den 23. April ist eine 4K UHD des Films angekündigt.

Lost Highway (Lost Highway, USA 1997)

Regie: David Lynch

Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford

mit Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty, Robert Blake, Natasha Gregson Wagner, Richard Pryor, Lucy Butler, Michael Massee, Gary Busey, Robert Loggia, John Roselius, David Byrd, Jack Nance

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lost Highway“

Wikipedia über „Lost Highway“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Lost Highway“ von David Lynch und Barry Gifford

Arthaus über David Lynch

Homepage von David Lynch

Meine Besprechung von David Lynchs „Der Wüstenplanet“ (Dune, USA 1984) und der gleichnamigen Vorlage von Frank Herbert

Meine Besprechung von David Lynchs „Twin Peaks – Fire walk with me“ (Twin Peaks: Fire walk with me, USA 1992)

Meine Besprechung von David Lynchs „Lost Highway“ (Lost Highway, USA 1997)

Meine Besprechung von David Lynchs „Mulholland Drive – Straße der Finsternis“ (Mulholland Dr., USA/Frankreich 2001)

 


TV-Tipp für den 19. November: The Game – Das Geschenk seines Lebens

November 18, 2025

Kabel 1, 20.15

The Game – Das Geschenk seines Lebens (The Game, USA 1997)

Regie: David Fincher

Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris

Conrad schenkt seinem stinkreichen, einsamen Arschloch-Bruder Nicholas Van Orton einen Gutschein für ein Spiel, das sein Leben interessanter gestalten soll. Nachdem Nicholas das Rollenspiel beginnt, beginnt er die Kontrolle über sein Leben zu verlieren.

Düsterer Thriller (jedenfalls bis zum Beginn des dritten Aktes), der Fincher zwischen „Se7en“ und „Fight Club“ in Topform zeigt.

„Das Ganze ist ein intellektuelles Spiel mit Genre-Elementen und den Erwartungen eines an unzähligen Filmminuten geschulten Publikums. (…) Die Besonderheit an The Game ist nun, dass Fincher gerade darauf zielt, seinen Film als Spielmaterial kenntlich zu machen; methodisch tut er dies mit Sigmund Freud als Aushilfsregisseur, stilistisch mit den Mitteln des Verfolgungswahns.“ (Michael Kohler in Frank Schnelle, Hrsg.: David Fincher)

Mit Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger, James Rebhorn, Peter Donat, Carroll Baker, Armin Mueller-Stahl, Jack Kehoe (sein letzter Auftritt, als Lieutenant Sullivan), Spike Jonze (kleine Nebenrolle), Michael Massee (dito kleine Nebenrolle)

Wiederholung: Donnerstag, 20. November, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Game“

Wikipedia über „The Game“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Game“ von John Brancato und Michael Ferris (19. Oktober 1995)

Drehbuch „The Game“ von John Brancato und Michael Ferris, überarbeitet von Larry Gross und Andrew Kevin Walker (8. Februar 1996 -Shooting Script)

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tatoo, USA 2011)

Meine Besprechung von David Finchers „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ (Gone Girl, USA 2014)

David Fincher in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 20. September: Lost Highway

September 19, 2019

3sat, 22.25

Lost Highway (Lost Highway, USA 1997)

Regie: David Lynch

Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford

Feiner Film von David Lynch, den ich hier ausführlich besprochen habe.

mit Bill Pullman, Patricia Arquette, Robert Blake, Balthazar Getty, Robert Loggia, Gary Busey, Michael Massee, Lucy Butler

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lost Highway“

Wikipedia über „Lost Highway“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Lost Highway“ von David Lynch und Barry Gifford

Charlie Rose unterhält sich mit David Lynch (12. Januar 2000; – und damit vor allem über „The Straight Story“)

Meine Besprechung von David Lynchs “Lost Highway” (Lost Highway, USA 1997)


TV-Tipp für den 19. Dezember: Lost Highway

Dezember 19, 2014

Servus TV, 22.15
Lost Highway (USA 1997, Regie: David Lynch)
Drehbuch: David Lynch, Barry Gifford
Feiner Film von David Lynch, den ich auch ausführlich besprochen habe.
mit Bill Pullman, Patricia Arquette, Robert Blake, Balthazar Getty, Robert Loggia, Gary Busey, Michael Massee, Lucy Butler
Wiederholung: Samstag, 20. Dezember, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Barry Gifford

Homepage von David Lynch

Deutsche David-Lynch-Seite

Wikipedia über „Lost Highway“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Lost Highway“ von David Lynch und Barry Gifford

Charlie Rose unterhält sich mit David Lynch (12. Januar 2000; – und damit vor allem über „The Straight Story“)

Meine Besprechung von David Lynchs “Lost Highway” (Lost Highway, USA 1997)


TV-Tipp für den 6. September: The Game – Das Geschenk seines Lebens

September 6, 2013

ZDFneo, 20.15

The Game – Das Geschenk seines Lebens (USA 1997, R.: David Fincher)

Drehbuch: John Brancato, Michael Ferris

Conrad schenkt seinem stinkreichen, einsamen Arschloch-Bruder Nicholas Van Orton einen Gutschein für ein Spiel, das sein Leben interessanter gestalten soll. Nachdem Nicholas das Rollenspiel beginnt, beginnt er die Kontrolle über sein Leben zu verlieren.

Düsterer Thriller (jedenfalls bis zum Beginn des dritten Aktes), der Fincher zwischen „Se7en“ und „Fight Club“ in Topform zeigt.

„Das Ganze ist ein intellektuelles Spiel mit Genre-Elementen und den Erwartungen eines an unzähligen Filmminuten geschulten Publikums. (…) Die Besonderheit an The Game ist nun, dass Fincher gerade darauf zielt, seinen Film als Spielmaterial kenntlich zu machen; methodisch tut er dies mit Sigmund Freud als Aushilfsregisseur, stilistisch mit den Mitteln des Verfolgungswahns.“ (Michael Kohler in Frank Schnelle, Hrsg.: David Fincher)

Mit Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger, James Rebhorn, Peter Donat, Carroll Baker, Armin Mueller-Stahl, Jack Kehoe (sein bislang letzter Auftritt, als Lieutenant Sullivan), Spike Jonze (kleine Nebenrolle), Michael Massee (dito kleine Nebenrolle)

Hinweise

Senses of Cinema über David Fincher

Drehbuch „The Game“ von John Brancato und Michael Ferris (19. Oktober 1995)

Drehbuch „The Game“ von John Brancato und Michael Ferris, überarbeitet von Larry Gross und Andrew Kevin Walker (8. Februar 1996 -Shooting Script)

The Works and Genius of David Fincher (Fan-Blog)

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tatoo, USA 2011)

David Fincher in der Kriminalakte

Bonushinweis zu Michael Douglas

Auf „Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll“ (Behind the Candelabra) von Steven Soderbergh dürft ihr euch freuen. In den USA lief das Biopic nur im TV. Deshalb wird Michael Douglas für seine Interpretation des Entertainers Liberace keinen Oscar bekommen. Bei uns ist der Film ab dem 3. Oktober im Kino: