TV-Tipp für den 3. Mai: Begegnung

Mai 2, 2021

Arte, 20.15

Begegnung (Brief Encounter, Großbritannien 1945)

Regie: David Lean

Drehbuch: Noël Coward, David Lean, Anthony Havelock-Allan, Ronald Neame (nach Noël Cowards Einakter „Still Life“, 1936)

Laura ist eine Hausfrau. Alec Arzt. Beide sind glücklich verheiratet. Aber nicht miteinander. Als die beiden Londoner sich durch Zufall an einer kleinen Bahnstation kennen lernen, spüren sie eine Verbindung. Sie treffen sich immer wieder. Zunächst nur, um sich miteinander zu unterhalten.

Anscheinend wird David Leans hochgelobtes Frühwerk heute zum ersten Mal im Fernsehen gezeigt. Falls nicht, wurde das sehenswerte und zu Herzen gehende Drama seit Ewigkeiten nicht mehr im TV gezeigt. „Begegnung“ ist ein intimes Drama über zwei Liebende, die nicht miteinander leben können.

Das Kammerspiel ist „dank der seltenen Harmonie zwischen Regie, Besetzung und Sujet, eine der schönsten Leinwandromanzen überhaupt, ein Klassiker des britischen Kinos“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Lean drehte später die Epen „Die Brücke am Kwai“, „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“.

mit Celia Johnson, Trevor Howard, Cyril Raymond, Stanley Holloway, Joyce Carey

Wiederholung: Mittwoch, 5. Mai, 13.50 Uhr

Hinweise

Arte über „Begegnung“ (bis zum 1. 6. in der Mediathek)

Rotten Tomatoes über „Begegnung“

Wikipedia über „Begegnung“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 28. September: The Italian Job (das Original)

September 28, 2014

Pro 7 Maxx, 22.30
The Italian Job (Großbritannien 1969, Regie: Peter Collinson)
Drehbuch: Troy Kennedy Martin
Frisch aus dem Knast entlassen erbt Charlie (Michael Caine) einen bombensicheren Plan für einen Überfall auf einen Turiner Goldtransport. Charlie beginnt den Plan in die Tat umzusetzen. Dabei legen er und seine Kumpels sich mit der Polizei und der Mafia an – und es gibt eine legendäre Autoverfolgungsjagd, die zeigt, was man mit einem Mini Cooper alles machen kann.
Ein Kultfilm in England dank Michael Caine, seinem Satz „You’re only supposed to blow the bloody doors off!“, Benny Hill, der Mini Coopers und der Autoverfolgungsjagd durch eine italienische Stadt, der allerdings arg unentschlossen zwischen den Stilen schwankt und auch seine Längen hat, bis zu seinem legendärem Ende. Als ich „The Italian Job“ zum ersten Mal sah, war ich ziemlich enttäuscht.
Das gleichnamige Remake von 2003 (das mir als Caper-Movie-Fan gefällt) nimmt sich etliche Freiheiten (eigentlich erzählt F. Gary Gray eine komplett neue Geschichte), verzichtete aber nicht auf die Mini Coopers.
James Mottram meint in „Public Enemies: The Gangster Movie A – Z“, dass der „somewhat xenophobic film“ den Übergang zwischen den alten, liebenswerten „Ladykillers“-Verbrechern und den späteren, kaltblütigen Brit-Gangsten markierte.
„’The Italian Job‘ is a last romp for a Britain which was at the centre of pop culture, which even had a national cinema that was cool; a Britain now teetering at the edge of a precipice, with no real ideas of what to do next.“ (Lloyd Hughes: The Rough Guide to Gangster Movies)
mit Michael Caine, Noel Coward, Benny Hill, Raf Vallone, Tony Berkley
Auch bekannt als „Charlie staubt Millionen ab“ (Kinotitel)
Wiederholung: Montag, 29. September, 03.25 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „The Italian Job“
Wikipedia über „The Italian Job“ (deutsch, englisch)


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