TV-Tipp für den 27. März: Der Untertan

März 26, 2021

3sat, 20.15

Der Untertan (Deutschland 1951)

Regie: Wolfgang Staudte

Drehbuch: Wolfgang Staudte, Fritz Staudte

LV: Heinrich Mann: Der Untertan, 1914 (Buchausgabe 1918)

Das Leben von Diederich Hessling, einem Mann, der schon früh lernte, dass man nach oben buckeln muss und nach unten treten darf.

Schon der Roman war ein Skandal und mit dem Film wiederholte sich die Geschichte. Denn der Defa-Film lief erst 1957 in Westdeutschland an. Um elf Minuten gekürzt und mit einem erklärendem Vorspann versehen. Davor hätten die Bonner Filmprüfer eine Aufführung in deutschen Kinos am liebsten vollkommen verhindert. Und vielen zeitgenössischen Kritikern gefiel die satirische, aber auch sehr treffende Charakterstudie des Untertans, eines Typen, der die zwei Weltkriege und die Nazi-Herrschaft, ermöglichte, überhaupt nicht.
„’Der Untertan‘ gehört zu den bedeutendsten Nachkriegsfilmen.“ (Christa Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des deutschen Tonfilms 1930 – 1960, 1980). Die Einschätzung stimmt heute immer noch.

mit Werner Peters, Paul Esser, Sabine Thalbach, Friedrich Maurer, Renate Fischer

Hinweise

Filmportal über „Der Untertan“

Wikipedia über „Der Untertan“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. Juni: Tatort: Der Boß

Juni 25, 2017

RBB, 22.15

Tatort: Der Boss (Deutschland 1971)

Regie: Heinz Schirk

Drehbuch: Johannes Hendrick

Da dürften sich einige „Tatort“-Fans freuen: Der RBB zeigt bis Ende September jeden Montag um 22.15 Uhr einen alten, oft schon seit Jahren (Jahrzehnten?) nicht mehr gezeigten Berlin-„Tatort“ und das in brandneu restaurierten Fassungen. Sie könnten also besser als bei der Erstausstrahlung aussehen und wir können prüfen, ob die damaligen Urteile heute immer noch stimmen. Denn nicht jeder „Tatort“ aus Berlin wurde euphorisch abgefeiert.

Gezeigt werden „Der Boss“ (heute), „Rattennest“ (mit Götz George, am 3. Juli), „Transit ins Jenseits“ (mit Götz George und Marius Müller-Westernhagen, am 10. Juli), „Feuerzauber“ (am 17. Juli), „Sterne für den Orient“ (am 24. Juli), „Gefährliche Träume“ (am 31. Juli), „Beweisaufnahme“ (am 7. August), „Katz und Mäuse“ (am 15. August), „Sterben und sterben lassen“ (am 22. August), „Fluppys Masche“ (am 29. August), „Freiwild“ (Wolfgang Staudtes letzter Film, am 4. September), „Blutwurstwalzer“ (ein Klassiker, von Wolfgang Becker, mit Jürgen Vogel, am 11. September), „Berlin – Beste Lage“ (von Matti Geschonneck, am 18. September) und „Die Sache Baryschna“ (ebenfalls von Matti Geschonneck und, wie die vorherigen beiden „Tatorte“, mit Günter Lamprecht, am 25. September).

In „Der Boss“, dem ersten „Tatort“ des RBB (damals Sender Freies Berlin [SFB]), geht es um eine Bande von Pelzdieben. Als deren Boss an der Zonengrenze ermordet aufgefunden wird, sucht Kommissar Kasulke (Paul Esser) den Mörder; – wobei es damals noch möglich war, den „Tatort“ als Gangsterkrimi zu erzählen und den Ermittler zum Nebendarsteller zu machen. Es war auch möglich, die Geschichte innerhalb einer Stunde zu erzählen.

Der zweite und letzte Kasulke-Fall wird am kommenden Montag gezeigt.

mit Paul Esser, Hugo Panczak, Heribert Sasse, Elke Aberle, Günther Dockerill, Gustl Bayrhammer (Gastkommissar)

Hinweise

RBB über seine „Tatorte“

Tatort-Fundus über „Der Boss“

Wikipedia über „Tatort: Der Boss“


TV-Tipp für den 3. Oktober: Der Untertan

Oktober 2, 2014

3sat, 17.00
Der Untertan (Deutschland 1951, Regie: Wolfgang Staudte)
Drehbuch: Wolfgang Staudte, Fritz Staudte
LV: Heinrich Mann: Der Untertan, 1914 (Buchausgabe 1918)
Das Leben von Diederich Hessling, einem Mann, der schon früh lernte, dass man nach oben buckeln muss und nach unten treten darf.
Schon der Roman war ein Skandal und mit dem Film wiederholte sich die Geschichte. Denn der Defa-Film lief erst 1957 in Westdeutschland an. Um elf Minuten gekürzt und mit einem erklärendem Vorspann versehen. Davor hätten die Bonner Filmprüfer eine Aufführung in deutschen Kinos am liebsten vollkommen verhindert. Und vielen zeitgenössischen Kritikern gefiel die satirische, aber auch sehr treffende Charakterstudie des Untertans, eines Typen, der die zwei Weltkriege und die Nazi-Herrschaft, ermöglichte, überhaupt nicht.
„’Der Untertan‘ gehört zu den bedeutendsten Nachkriegsfilmen.“ (Christa Bandmann/Joe Hembus: Klassiker des deutschen Tonfilms 1930 – 1960, 1980). Die Einschätzung stimmt heute immer noch.
Heute läuft „Der Untertan“ im Rahmen des 3sat-Thementag „Erlesene Filme – Die besten Verfilmungen deutscher Literatur“.
mit Werner Peters, Paul Esser, Sabine Thalbach, Friedrich Maurer, Renate Fischer
Hinweise
Filmportal über „Der Untertan“
Wikipedia über „Der Untertan“ (deutsch, englisch)


<span>%d</span> Bloggern gefällt das: