Joe Zawinul gestorben

September 11, 2007

Er war einer der ganz großen Jazzmusiker. Hier der offizielle Nachruf von Managerin Risa Zincke und seiner Plattenfirma Birdjam:

Joe Zawinul  * 7. Juli 1932  † 11. September 2007

 

 

Joe Zawinul, Österreichs berühmtester Jazzmusiker, ist in den frühen Morgenstunden des 11. September in Wien an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Ende Juni hatte er in Wien mit seiner Band Zawinul Syndicate seine letzte Europatournee angetreten, am 7. Juli feierte er seinen 75. Geburtstag. Nach dem Abschlusskonzert der Tournee am 3. August in Güssing musste er sich, bereits von der Krankheit gezeichnet, in Wien in Spitalsbehandlung begeben.

 

Joe Zawinul, geboren am 7. Juli 1932 in Wien, galt schon in jungen Jahren als Höchstbegabung am Klavier. Anders als sein um zwei Jahre älterer Freund Friedrich Gulda schlug er aber nicht den Weg zur Klassik, sondern jenen zu einer Jazz-Laufbahn ein.

 

1959 übersiedelte er mit einem Stipendium des Berklee College of Music in die USA, wo er eine steile Karriere antrat, die ihn rasch zum Weltstar machen sollte. Zawinul wurde Pianist bei der Vokalistin Dinah Washington und trat 1962 in die Band des  Saxophonisten Julian Cannonball Adderley ein, für den er Evergreens wie den Hit „Mercy, Mercy, Mercy“ schrieb. Ende der Sechziger Jahre arbeitete er mit dem Trompeter Miles Davis, der eines seiner Alben, „In A Silent Way“, nach einer Zawinul-komposition benannte. 1970 gründete er gemeinsam mit dem Saxophonisten Wayne Shorter die legendäre Band Weather Report, die mehr als 15 Jahre lang die führende Formation des Fusion-Stils werden sollte, der Jazz mit starken Rockelementen verband. Aus dieser Ära stammen Zawinul-Welterfolge wie „Birdland“ oder „Black Market“.

 

Nach dem Abschied von Weather Report gründete Zawinul 1987 sein Ensemble Zawinul Syndicate, das heuer sein 20-Jahre-Jubiläum feierte. In den letzten Jahren wandte sich der Musiker, der im kalifornischen Malibu lebte, wieder verstärkt Europa und seiner österreichischen Heimat zu. 2004 gründete er in Wien seinen Jazzclub, das Birdland.

 

Joe Zawinul hinterlässt drei Söhne, Erich, Ivan und Anthony. Er überlebte seine Ehefrau Maxine, die am 26. Juli starb, nur um wenige Wochen.

Und noch einige Links:

Homepage von Joe Zawinul

Nachruf von Thomas Miessgang (Die Zeit)

Nachruf von Tobias Rapp (taz) 


Lesungen in Berlin und dem Rest der deutschsprachigen Welt

September 10, 2007

Einerseits taumeln in Berlin literaturbegeisterte Menschen die Tage euphorisiert von den vielen bekannten Namen über das Literaturfestival. Andererseits ist für den richtigen Genrefan die Ausbeute an bekannten Namen auf dem Literaturfestival karg. Chuck Palahniuk las. Aber ist er ein Krimi-Autor? Eben.

In den kommenden Tagen wird’s allerdings besser. Es lesen, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Jörg Juretzka liest am Donnerstag, den 13. September, um 20.00 Uhr in der Gaststätte „Matto“ (Chamissoplatz 4, Nähe U-Bahn Platz an der Luftbrücke) aus seinem neuen Kriminalroman „Bis zum Hals“.

Juretzka erhielt für seine Kryszinsky-Krimis bereits zweimal den Deutschen Krimipreis. In seinem neuesten Roman wirft die Polizei Privatdetektiv Kristof Kryszinski vor, den Russen Dimitrij Jalnikow getötet zu haben. Die Suche nach dem wahren Mörder führt ihn in die übelsten Ecken des Ruhrpotts. Und dann klopft die wunderschöne Witwe des Toten an seine Tür.

(Weitere Informationen)

Michael Morley unternimmt mit seinem Debütroman „Spider“ eine ganze Lesereise. Die deutschen Teile liest Ralph Herforth. Kriminalhauptkommissar und Sachbuchautor Stephan Harbort diskutiert anschließend mit Morley über das Phänomen Serienkiller.

Die Termine:

München: Dienstag, 18. September, um 19.00 Uhr im Sektionshörsaal des Pathologischen Instituts der LMU (Frauenlobstraße 7)

Berlin: Mittwoch, 19. September, um 20.00 Uhr im Berliner Medizinhistorischem Museum der Charité (ehemaliger Virchow-Hörsaal, Charitéplatz 1)

Wien: Donnerstag, 20. September, um 19.00 Uhr im Wiener Kriminalmuseum (Große Sperlgasse 24)

Bremen: Freitag, 21. September, um 20.00 Uhr in der Buchhandlung Geist (Am Wall 161)

Bremen: Samstag, 22. September, um 19.30 Uhr, in der Großen Kriminacht in der Bremer Shakespeare Company (Leibnizplatz)

FBI-Profiler Jack King zog sich mit seiner Frau und seinen Sohn nach einem Zusammenbruch in die Toskana als Hotelier zurück. Er wird von Alpträumen an „Spider“, den einzigen Serienkiller, den er niemals fassen konnte, geplagt. Da meldet sich „Spider“ zum zwanzigsten Jahrestag seines ersten Mordes zurück. In den USA gräbt er sein erstes Opfer aus und schickt den Kopf an das „FBI, zu Händen Jack King“. In Italien bringt er eine junge Frau um. Jack King muss sich der Herausforderung stellen.

(Weitere Informationen)

Marcel Feige liest aus seinem Thriller „Wut“ am Donnerstag, den 27. September, um 20.30 Uhr in den Räumen der Berliner Unterwelten (Brunnenstraße 108a). Vor der Lesung gibt es eine Führung durch die historische Luftschutzanlage im U-Bahnhof Gesundbrunnen. Der Treffpunkt ist die südliche Vorhalle des U-Bahnhofs Gesundbrunnen (Ausgang Humboldthain/Brunnenstraße).

Ein Serienkiller legt seine Opfer im Berliner Untergrund ab. Kommissar Paul Kalkbrenner hat schnell einen Verdächtigen: den Studenten Leif Nehring, der wegen eines Drogendeliktes Sozialstunden in einem Obdachlosenprojekt leistet. Leif versucht seine Unschuld zu beweisen. Als kurz vor einem Internationalen  Umweltgipfel eine Angestellte der amerikanischen Botschaft das nächste Opfer des Killers wird, müssen Paul und Leif zusammenarbeiten.

(Weitere Informationen)


Webwatch ohne Schäuble

September 10, 2007

Bei der Krimi-Couch sind die September-Besprechungen online. Ken Bruen wird abgefeiert. Muss ich auch mal tun. Denn seine mit dem Shamus ausgezeichnete, noch (?) nicht übersetzte Serie um den Privatdetektiv Jack Taylor ist wirklich verdammt gut. Stuart M. Kaminsky, James Crumley und Sean Rowe werden ebenfalls gelobt und Scott Smith gibt den Blindgänger des Monats ab. Auch hier muss ich zustimmen.

Bei Things I’d rather be doing beantwortet Allan Guthrie einige Fragen.  Auch er hat immer noch keinen deutschen Verleger.

In der New York Times wird die Leonard-Verfilmung „3:10 to Yuma“ durchaus wohlwollend besprochen. Der deutsche Kinostart ist noch unklar.

In unseren Kinos startet am Donnerstag die schon erwähnte Garfield-Verfilmung „Death Sentence – Todesurteil“ von  James ‚Saw‘ Wan mit Kevin Bacon in der Hauptrolle.

Und der Alligator beißt wieder zu.


TV-Tipp für den 11. September

September 10, 2007

ZDF, 20.15

Der 11. September 2001 (D 2007, R.: Michael Renz, Guy Smith)

45-minütige Doku über den Wahrheitsgehalt einiger populärer Verschwörungstheorien über den titelgebenden 11. September.

Weitere Informationen über die Doku, die Dreharbeiten und Verschwörungstheorien:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,5590735,00.html


Ein bisschen Luxus – Kapitel 17 online

September 10, 2007

Heute ist Montag. Heute geht’s mit dieser Geschichte weiter.


TV-Tipp für den 10. September

September 9, 2007

Vox, 20.15

CSI: NY – Freier Fall (USA 2006, R.: Rob Bailey                     

Drehbuch: Peter M. Lenkov, Pam Veasey

Creator: Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn

Mit zwei kniffeligen Fällen startet die dritte Staffel von „CSI: NY“: Wer erstach unter der Brooklyn Bridge einen Finanzexperten? Warum wurde eine junge Frau erschlagen? Wetten, dass Detective Mac Taylor und sein Team nach einer Stunde die Täter geschnappt haben?

Nach den Sonnenbrillen und den Taschenlampen startet heute der zweite CSI-Ableger. Und, was soll ich sagen: Mir gefällt „CSI:NY“ am Besten. Das kann daran liegen, dass ich inzwischen genug Fälle aus Las Vegas gesehen habe; dass mir Caines überbetonte Coolness gegen den Rest der Welt und seine ebenso übertriebene Empathie für Kinder und hilfebedürftige Frauen (Er heiratet eine Todkranke!) langsam mächtig auf den Sack geht; dass New York am meisten Berlin ähnelt; dass Mac Taylor ein Jazzfan ist (Gary Sinise spielt Bass in der Lt. Dan Band); dass mir das stinknormale, gut in der Realität einer Millionenstadt situierte New Yorker-Team am besten gefällt oder auch ganz einfach daran, dass ich mich an „CSI:NY“ noch nicht sattgesehen haben.

Jedenfalls startet heute die dritte Staffel mit 24 Fällen für Mac Taylor und sein Team. Im Gegensatz zu RTL zeigt Vox nämlich die gesamte Staffel am Stück.

Mit Gary Sinise (Detective Mac Taylor),   Melina Kanakaredes (Detective Stella Bonasera), Carmine Giovinazzo (Detective Danny Messer), Anna Belknap (Detective Lindsay Monroe), Hill Harper (Dr. Sheldon Hawkes), Eddie Cahill (Detective Don Flack), Robert Joy (Dr. Sid Hammerback)

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Vox (Zwischen der Werbung und  den Pop-Up-Fenstern sind einige Informationen versteckt. Bei den Seiten verstehe ich die Panik der Privaten vor den Internetaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen. Denn diese sind einfach  besser.)

CBS (bietet die von den beiden anderen CSI-Serien gewohnte Qualität.  Sehr empfehlenswert!)

Über die CSI:NY-Romane von Stuart M. Kaminsky

Über den CSI:NY-Comic von Max Allan Collins

 


TV-Tipp für den 9. September

September 8, 2007

Und schon wieder empfehle ich einen Arte-Themenabend. Heute: „Cary Grant – Eine Klasse für sich“. Viel Vergnügen mit:

Arte, 20.40

Über den Dächern von Nizza (USA 1955, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: John Michael Hayes

LV: David Dodge: To catch a thief, 1952

John Robie hat sich zur Ruhe gesetzt. Als ein anderer Einbrecher Robies Stil nachahmt, will er im wohlverstandenen Eigeninteresse den Nachahmer fangen.

Lockere Krimikomödie von Hitchcock, die zur Blaupause für künftige kultivierte Thriller-Romanzen werden sollte. Hitchcock war besonders an dem Aspekt der fetischistischen Liebe (To catch a thief) interessiert und pfiff – wie so oft – auf die Logik. 

Mit Cary Grant, Grace Kelly (die danach den Fürst von Monaco heiratete), Charles Vanel

Wiederholung: Montag, 17. September, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Homepage von David Dodge: http://www.david-dodge.com/

 

Arte, 22.30

Cary Grant – Gentleman des Kinos (USA 2004, R.: Robert Trachtenberg)

Drehbuch: Robert Trachtenberg

Emmy-nominierte spielfilmlange Doku über Cary Grant, der bürgerlich Archibald Leach hieß und mit diesem Namen sicher nicht der Schwarm aller Frauen geworden wäre.

Arte zur Doku: http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=780520,day=2,week=37,year=2007.html

Wiederholung: Dienstag, 11. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 8. September

September 7, 2007

Pro 7, 22.25

Panic Room (USA 2002, R.: David Fincher)

Drehbuch: David Koepp

Die frisch geschiedene Meg Altman entdeckt mitten in Manhattan ihr Traumhaus. In ihm ist sogar, letzter Schrei der Sicherheitsindustrie für ängstliche, stinkreiche Großstädter, ein Panic Room. In diesen sicheren Raum kann sich der Hausbesitzer während eines Einbruchs zurückziehen und abwarten bis die Polizei anrückt. Meg hält den Raum für überflüssig, aber als in der Nacht drei Einbrecher auftauchen, flüchtet sie mit ihrer Tochter in den Panic Room. Dummerweise wollen die Einbrecher die in diesem Zimmer versteckten Millionen des Vorbesitzers stehlen.

Das mag jetzt neu klingen, aber im Kern erzählt „Panic Room“ eine uralte, aus jedem zweiten Western bekannte Story. Tauschen Sie einfach den Panic Room gegen ein Fort oder eine Wagenburg; die Einbrecher gegen Indianer aus und Sie wissen genau, in welchem Moment die Kavallerie auftaucht. Oh, und in welchem Zustand das Haus ist.

David Koepp und David Fincher machen daraus einen spannenden Hightechthriller.

Oder sagen wir es mit den Worten von Georg Seeßlen: Panic Room „ist vor allem ein reduzierter, ebenso brillant konstruierter wie fotografierter Thriller, ein Kammerspiel des Terrors, das alle Elemente, die am Anfang eingeführt wurden, beständig transponiert, wendet und variiert. Insofern ist Panic Room ein Stück reiner Film-Komposition, in der Sujets, Objekte und Einstellungen die Rollen von Melodien, Takten und Tönen übernehmen(…). Und wie für eine musikalische Komposition, so gilt auch für Panic Room: Es kommt nicht allein auf die Erfindung einer Melodie an, sondern auch darauf, was ein Interpret mit ihr anzustellen weiß.“ (in Frank Schnelle [Hrsg.]: David Fincher)

Mit Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker, Dwight Yoakam, Jared Leto, Patrick Bauchau, Andrew Kevin Walker (der „Se7en“-Drehbuchautor spielt den verschlafenen Nachbarn)

Wiederholung: Sonntag, 9. September 02.15 Uhr (Taggenau!)

Drehbuch von David Koepp


Frank Elder ist zurück

September 6, 2007

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Wenige Monate nach dem ersten hochgelobten Kriminalroman mit Detective Inspector Frank Elder erscheint „Schau nicht zurück“. In dem zweiten Elder-Roman beweist der in England hochgeschätzte John Harvey wieder einmal seine Klasse. Die Geschichte beginnt mit einem missglückten Polizeieinsatz und wird immer mehr zu einem düsteren Porträt des heutigen Englands.

In London will die Polizei den seit langem gesuchten Gangster James William Grant verhaften. Doch die Verhaftung geht schief. Grant kann Detective Constable Paul Draper erschießen. Anschließend erschießt Einsatzleiter George Mallory ihn. Die einzige Zeugin des Schusswechsels und Beinahe-Opfer Detective Sergeant Maddy Birch kann sich nachher nicht erinnern, ob Grant den Derringer bereits von Anfang an in der Hand hatte oder Mallory ihn nachträglich dorthin legte. Noch während die „Behörde zur Untersuchung polizeilicher Vergehen“ den Fall untersucht, fühlt Maddy Birch sich verfolgt. Kurz darauf ist sie tot. Sie wurde erstochen. Die ersten Ermittlungen des von Detective Chief Inspector Karen Shields, einer Schwarzen, geleiteten Teams führen zu nichts.

Der seit drei Jahren frühpensionierte DI Frank Elder interessiert sich für den Fall. Denn vor sechzehn Jahren hatte er eine sehr kurze Affäre mit Birch. Jetzt will er als unabhängiger, zum Fall hinzugezogener Experte helfen, den Mord aufzuklären.

Gleichzeitig versucht seine sechzehnjährige, vor einem Jahr von Keach entführte und vergewaltige Tochter Katherine ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie trifft sich mit älteren, in Drogengeschäfte verwickelten Jugendlichen. Bei einer Polizeikontrolle wird in ihrer Tasche Heroin gefunden. Elder will ihr helfen.

Vor wenigen Wochen erhielt John Harvey den Diamond Dagger der Crime Writers‘ Association (CWA) für seine Verdienste als Autor. „Schau nicht zurück“, der mittlere Teil der Elder-Trilogie, zeigt eindrucksvoll warum er von seinen Kollegen so geschätzt wird. Denn wie ruhig und überlegt Harvey seine Geschichte ausbreitet, mit wie wenigen Strichen er seine Charaktere lebendig werden lässt und wie pointiert er die heutige britische Gesellschaft porträtiert, das ist ganz einfach wirklich gekonntes Handwerk. Hier arbeitet ein Autor, der sich nicht an irgendwelche modischen Trends anschließt oder mangelnde inhaltliche Substanz mit Sex und Gewalt verdecken will. Insofern ist der 1938 geborene Harvey, genau wie der 1930 geborene Regisseur Clint Eastwood, ein Erzähler der alten Schule. Für sie steht die Geschichte im Mittelpunkt; alles andere muss sich ihr unterordnen.

Deshalb steht in dem Polizeiroman nicht Frank Elder sondern Maddy Birch und die Jagd nach ihrem Mörder im Zentrum der Erzählung. John Harvey stellt sie genauer beim Einsatz, der anschließenden Befragung und mit ihrer Freundin vor. Dann kommt auf Seite 81 der Schock. Die über so viele Seiten liebevoll eingeführte Vierundvierzigjährige wurde ermordet. Bis Frank Elder sich dann in die Ermittlungen einmischt, vergehen wieder etliche Seiten. Auf diesen Seiten beginnt John Harvey den Fall auszubreiten und entwirft ein Porträt des heutigen Englands. Allerdings kein sehr positives Bild. Die Gesellschaft und damit auch die Polizei sind korrupt. Rassismus und Sexismus sind allgegenwärtig. Im Hintergrund wabert ein endloser Krieg gegen den Terrorismus.

Dies ist der Hintergrund für John Harveys ruhig erzählten Polizeiroman, in dem er souverän die Perspektiven wechselt und die einzelnen Erzählstränge so entwickelt, dass man letztendlich unbedingt wissen will, wie der Mord an einer Polizistin mit einer fehlgeschlagenen Verhaftung zusammenhängt.

P. S.: Natürlich können die Elder-Romane unabhängig voneinander gelesen werden.

 

 

John Harvey: Schau nicht zurück

(übersetzt von Sophie Kreutzfeldt)

dtv, 2007

448 Seiten

8,95 Euro

 

Originaltitel:

Ash & Bone

Heinemann, London, 2005

 

Homepage von John Harvey:

http://www.mellotone.co.uk/

CWA zur Verleihung des Cartier Diamond Dagger für John Harvey:

http://thecwa.co.uk/daggers/2007/cartier.html


TV-Tipp für den 7. September

September 6, 2007

Arte, 00.00 (VPS 00.05)

Von Sex bis Simmel (D 2005, R.: Hans Günther Pflaum, Peter H. Schröder)

Doku über die Zeit, als der „Schulmädchen-Report“ ein Kassenerfolg war und eine Prise Nacktheit zu jedem deutschen Kommerzfilm gehörte.

Mit Wolf C. Hartwig, Hans-Christoph Blumenberg, Volker Schlöndorff

Wiederholung:

Sonntag, 9. September, 03.00 Uhr (taggenau!)

Arte zum Film


Pulp Master kündigt drei Neuerscheinungen an

September 6, 2007

Pulp Master hat jetzt ganz offiziell sein Herbst-/Winterprogramm vorgelegt. Noir-Freunde dürfen sich auf drei Neuerscheinungen von bekannten Pulp Master-Autoren freuen. Wie üblich garantiert der kleine Verlag nur das Erscheinen der Werke. Aber dafür hat sich das Warten, auch in den vergangenen Jahren, immer gelohnt.

Diese Perlen gibt es in demnächst:

Paul Freeman: Laster und Tugend (Sein Debüt „Die Legenden von Ophir“ hat mir gut gefallen. Jetzt legt Pulp Master mit der Serie um den Journalisten Peter Maddox vom Arabian Chronicle nach. In Al Khobar explodiert eine Autobombe. Neben der Leiche werden Reste von einer großen Lieferung Schnaps gefunden. Maddox findet heraus, dass das Opfer illegale Pubs in den östlichen Provinzen betrieb. Musste er deshalb sterben? – Angekündigt für September/Oktober)

Garry Disher: Niederschlag (Der langerwartete Abschluss der Wyatt-Serie schließt unmittelbar an „Port Vila Blues“ an. Dieses Mal will er eine Kunstammlung stehlen und einen untergegangenen Goldschatz bergen. Das wäre einfach, wenn es nicht die bösen Mitmenschen gäbe. – Angekündigt für November)

Gerald Kersh: Ouvertüre um Mitternacht (Zu seinen Lebzeiten war Gerald Kersh ein geachteter und sich gut verkaufender Autor. Heute ist er vor allem für seinen zweimal verfilmten Roman „Nachts in der Stadt“ bekannt. „Ouvertüre um Mitternacht“ spielt in London in den späten Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts. Ein zehnjähriges jüdisches Mädchen wird ermordet. Während DI Dick Turpin Dienst nach Vorschrift schiebt, beschließt die exzentrische Sozialreformerin Asta Thundersley den Mörder auf eigene Faust zu suchen. – Angekündigt für Januar 2008)


TV-Tipp für den 6. September

September 6, 2007

RTL, 20.15

CSI: Den Tätern auf der Spur – Um Leben und Tod (USA 2006, R.: Terrence O’Hara, Kenneth Fink)

Drehbuch: Naren Shankar, Jerry Stahl

Creator: Anthony E. Zuiker

Vor zwei Tagen begannen die Sonnenbrillen-Fetischisten neue Fälle aufzuklären. Heute legen die Taschenlampen-Fetischisten aus der Spielerstadt Las Vegas nach. In der Doppelfolge „Um Leben und Tod“ wird Willie Cutlers Frau ermordet. Kurz darauf erschießt er in einem Casino einen Sicherheitsbeamten und nimmt eine Geisel. Bei einem Befreiungsversuch wird Captain Jim Brass (der Ärmste muss inzwischen ständig Schicksalsschläge einstecken. Seine süchtige Tochter will nichts von ihm wissen und er erschießt einen Kollegen.) schwer verletzt.

Die CSI-Doppelfolge „Um Leben und Tod“ beendet die sechste Staffel der weltweit erfolgreichen Forensik-Serie. Kommenden Donnerstag startet RTL die siebte Staffel mit der Doppelfolge „Mord nach Modell“. Bis zur Winterpause werden die ersten dreizehn Folgen der siebten Staffel mit Gil Grissom und seinem Team gezeigt.

Mit William Petersen (Gil Grissom), Marg Helgenberger (Catherine Willows), Gary Dourdan (Warrick Brown), George Eads (Nick Stokes), Jorja Fox (Sara Sidle), Eric Szmanda (Greg Sanders), Robert David Hall (Dr. Al Robbins), Paul Guilfoyle (Captain Jim Brass)

Wiederholung:

Freitag, 7. September, 00.35 Uhr (taggenau!)

Hinweise:

RTL (immerhin hat RTL einige Videos  übernommen, aber insgesamt  ist die Vorstellung des Quotenknüllers einfach lieblos)

CBS (natürlich informativ)

CSI in der Kriminalakte (mit weiterführenden Hinweisen)


Es wird gegrantelt

September 4, 2007

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Mit dem Humor und der Sprache ist das so eine Sache. Die einen sind von Manfred Wieninger und seinen vier Marek-Miert-Privatdetektivromanen begeistert. Den anderen geht es wie mir. Sie können mit „Der Engel der letzten Stunde“ einfach nichts anfangen.

Im dritten Roman mit Privatdetektiv Marek Miert ist der reine Krimiplot kaum erkennbar und noch weniger nachvollziehbar. Der übergewichtige, cholerische und vollständig abgebrannte Marek Miert soll die seit über einem Monat verschwundene elfjährige Helene Kafka finden. Dass die Polizei, die gesamte Öffentlichkeit und eine andere Detektei keine Spur von der Verschwundenen gefunden haben, stört Miert nicht. Er beginnt seine Ermittlungen bei Helenes trunksüchtiger Mutter und pöbelt sich dann zur Lösung durch.

Diese Ermittlung interessiert Wieninger aber nur am Rand. Denn es ist einfach unlogisch, dass Miert das gelingen soll, was dem restlichen Österreich nicht gelingt. Trotzdem, soviel Konzession an die Genreregeln muss sein, findet Miert die verschwundene Helene. Aber ich kann unmöglich sagen, wie ihm das auf eine irgendwie nachvollziehbare Art gelungen ist.

Allerdings hat Wieninger auch überhaupt nicht den Anspruch einen gewöhnlichen Privatdetektivroman zu schreiben. Der Grundplot vom Suchen und Finden einer Person bildet für Wieninger nur das Gerüst für einen Rundumschlag auf die österreichische Psyche. Sein Ich-Erzähler Marek Miert grantelt sich zwischen Selbst- und Welthass schwankend durch „Der Engel der letzten Stunde“. Assoziativ springt er von einem Thema und Ermittlungsschritt zum Nächsten und begibt sich dabei immer wieder auf Abwege. Das ist typisch österreichisch und erinnert natürlich an den großen Thomas Bernhard.

In einem Roman mag ich dieses assoziative Granteln nicht.

Und deshalb gefällt mir auch „Der Engel der letzten Stunde“ nicht. Denn von einem Roman erwarte ich immer auch eine nachvollziehbare Geschichte.

 

 

Manfred Wieninger: Der Engel der letzten Stunde

Unionsverlag, 2007

192 Seiten

8,90 Euro

 

Erstausgabe: Haymon-Verlag, 2005

 

Weitere Informationen:

Unionsverlag über Manfred Wieninger:

http://www.unionsverlag.com/info/person.asp?pers_id=1829

Die Befragung:

http://www.alligatorpapiere.de/befragung-wieninger.html

 


TV-Tipp für den 5. September

September 4, 2007

Kabel 1, 20.15

Heist – Der letzte Coup (USA 2001, R.: David Mamet)

Drehbuch: David Mamet

Nachdem Meisterdieb Joe Moore bei einem Diebstahl von einer Überwachungskamera gefilmt wird, will er aussteigen. Aber sein Hehler Mickey Bergman erpresst ihn zu einem letzten großen Coup. Ab diesem Moment kämpfen sie gegeneinander.

Dank der guten Schauspieler und des wendungsreichen Drehbuchs von Regisseur David Mamet ist dieser Film vom letzten großen, perfekt ausgeführten Coup und den sich gegenseitig betrügenden Gaunern ein einziges Vergnügen. Denn „Heist – Der letzte Coup“ ist gutes Genrekino, präsentiert von einem Meister, der hier tief in seiner Trickkiste wühlt.

Mit Gene Hackman, Danny DeVito, Delroy Lindo, Sam Rockwell, Rebecca Pidgeon

Hinweise:

Deutsche Warner Brothers-Seite zum Film

Drehbuch von David Mamet


Spannendes aus Hamburg-Altona

September 4, 2007

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Neben all den hochgelobten literarischen Kriminalromane und dicken Serienkillerthrillern fällt Robert Bracks neuestes Buch „Schneewittchens Sarg“ kaum auf. Es ist ein schmales Buch. 192 Seiten. Es gibt nur einen Mord. Strukturell ist es ein Whodunit, bei dem es streng nach den Genreregeln auf den Gärtner als Mörder hinausläuft. Doch in seinem neuesten Roman ist Robert Brack an dem Wer-ist-der-Täter-Spiel nur mäßig interessiert. Als Kenner des Genres respektiert und befolgt er die Regeln und präsentiert innerhalb der Genrekonventionen ein pointiertes Bild des gesellschaftlichen Milieus der Achtundsechziger damals und heute.

In den Siebzigern besetzten sie leerstehende Gebäude und begannen verschiedene Projekte. In einem von ihnen, dem Sozial-Verein, wurde vor zwanzig Jahren im Keller die Leiche der erschlagenen siebzehnjährigen Vera vergraben. Als der Vereinssitz des Sozialprojektes jetzt abgerissen wurde, wurde ihr Skelett gefunden.

Die Polizei kommt nicht richtig weiter bei ihren Ermittlungen. Nur der sich treu gebliebene Alt-Achtundsechziger Paul möchte wissen, wer der Täter ist. Er beauftragt die Tochter eines verstorbenen Freundes, Schneewittchens Sarg zu finden. Die finanziell notorisch abgebrannte Privatdetektivin Lenina Rabe nimmt den Auftrag an. Immerhin kann sie ihrem Onkel Paul schlecht diesen Wunsch abschlagen. Kurz darauf erhält sie einen zweiten Auftrag. Sie soll für einen unbekannten, aber zahlungskräftigen Klienten herausfinden, wer der geheimnisvolle Anführer der Dänischen Befreiungsfront, Jens Jensen, ist. Diese Volkstümler fordern, dass Hamburg-Altona wieder ein Teil von Dänemark wird.

Bei ihren Ermittlungen stöbert die schlagkräftige und schlagfertige Lenina Rabe durch die Vergangenheit der Bewohner der damaligen Kommune.

Mit wenigen Worten entwirft Robert Brack die unterschiedlichen Biographien von Revolutionären, die sich mehr oder weniger stark anpassten. Indem Brack das heutige Leben seiner Charaktere mit ihrem damaligen Anspruch kontrastiert, werden sie und ihre Verlogenheit lebendig. Denn bereits lange bevor Vera auftauchte und für triebgesteuerte Unruhe sorgte, hatten die Kommunarden begonnen, sich zu bekriegen. Veras plötzliches und damals geheimnisvolles Verschwinden beschleunigte nur den Verfall der Gemeinschaft. Einige passten sich an. Einer wurde Firmeninhaber. Einer Immobilienbesitzer. Einer Arzt. Eine wurde zur hysterischen Ziege, die niemand das Betreten ihres Rasens gestattet. Eine schneidet liebevoll die Blumen und betrachtet alles mit dem distanzierten Blick eines Forschers. Und Leninas Auftraggeber Paul blieb sich treu. Deshalb halten ihn die anderen für einen Verlierer. Miteinander verbunden sind sie immer noch in herzlicher, auf alten Geschichten fußender Feindschaft, die sie, gewürzt mit revolutionären Sprüchen, im Schlaf herunterbeten können. Jeder Besucher einer alternativen Kneipe oder eines Treffens ökologischer Unternehmen kennt sie und in Bracks neuestem Roman werden sie in einer spannenden Kriminalgeschichte lebendig.

Der dritte Lenina-Rabe-Fall  „Schneewittchens Sarg“ ist ein geradliniger Privatdetektiv-Roman, der das Genre nicht neu erfindet, aber prächtig unterhält. Bei Robert Brack sind wir in den Händen eines Könners. Doch wen wundert das, wenn man weiß, dass Brack neben seinen Romanen auch Kritiken schrieb und Kriminalromane übersetzte. Unter anderem Robert B. Parker, der mit seiner Spenser-Serie den Privatdetektivroman in den USA in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts revitalisierte und zahlreiche neue Autoren dafür begeisterte. Robert Brack gehört, wie „Schneewittchens Sarg“ zeigt, dazu.

 

Robert Brack: Schneewittchens Sarg

Nautilus, 2007

192 Seiten

12,90 Euro

 

Homepage von Robert Brack:

http://www.gangsterbuero.de/zestart/frame.html


Fundsachen von „Black Snake Moan“ über SF zu Krimis

September 4, 2007

Das Drehbuch von Craig Brewer zu seinem Film „Black Snake Moan“ (Genau, der Südstaatenheuler mit dem herrlich pulpigen Plakaten, in dem Samuel L. Jackson einen Bluesmusiker spielt, der die Dorfhure Christina Ricci an eine Heizung fesselt und von ihren Dämonen befreien will. Eine schwüle Angelegenheit.) kann bei The Weekly Script nachgelesen werden.

„Auferstanden von den Toten“ von Martha Grimes steht auf dem elften Platz der Spiegel-Taschenbuchbestsellerliste. Deshalb verliert Helge Rehbein bei Spiegel Online einige Worte über diesen Inspector-Jury-Roman.

Bei Kaliber .38 denkt Thomas Wörtche über die Nachbarschaft von Science Fiction und Kriminalliteratur nach. „Desaster as usual“ heißt das Teil.

In der September-Ausgabe der Literaturkritik bespricht Walter Delabar den neuen Horst Eckert „Königsallee“ (er gefällt ihm nicht so); Georg Patzer den neuen Pablo de Santis „Die sechste Laterne“ (er gefällt ihm). Beim Blick über den Tellerrand entdecken wir außerdem  einige wohlwollende Worte über Jasper Fjordes „Es ist was faul“ (von Martin Andreas Spieß), von Frank Müller ebenso wohlwollendes über Thomas Brandlmeiers „Fantomas – Beiträge zur Panik des 20. Jahrhunderts“ und noch etliche weitere Bücher im Schwerpunkt „Film“.

Frank Rumpel empfiehlt im Titel-Forum Roland Voggenauers Debüt „Blut und Wasser“ für einen Nachmittag am Chiemsee.

Und dann gibt es noch das.


TV-Tipp für den 4. September

September 3, 2007

RTL, 20.15

CSI: Miami – Rio (USA 2006, R.: Joe Chappelle)

Drehbuch: Sunil Nayar

Creator: Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn

Zum Start der fünften Staffel des ersten Ablegers von “C. S. I. – Den Tätern auf der Spur“ spendiert Produzent Jerry Bruckheimer Lieutenant Horatio Caine (David Caruso) und Eric Delko (Adam Rodriguez) einen Ausflug nach Brasilien. Dort wollen die Beiden den Mörder von Caines Kurzzeit-Ehefrau und Delkos Schwester Marisol zur Strecke bringen. Wetten, dass den beiden Forensikern das gelingt, ohne auch nur einmal das Gesetz beugen zu müssen?

RTL zeigt zunächst die ersten 14 Episoden der fünften Staffel. Danach wird’s die gewohnte, mit Wiederholungen gefüllte Pause geben. Denn was wäre eine Woche ohne Sonnebrillen-Fetischismus und Caine-Einzeiler?

Mit David Caruso (Lieutenant Horatio Caine), Emily Procter (Calleigh Duquesne), Adam Rodriguez (Eric Delko), Khandi Alexander (Dr. Alexx Woods), Jonathan Togo (Ryan Wolfe), Rex Linn (Detective Frank Tripp), Eva La Rue (Natalia Boa Vista), Sofia Milos (Detective Yelina Salas)

Wiederholung:

Donnerstag, 6. September, 00.35 Uhr (taggenau!)

Hinweise:

RTL (gewohnt bescheidene Qualität)

CBS (gewohnt gute Qualität mit einigen Clips, einem Writer’s Blog, einem Wiki undundund)


Besprechung von Carafiglios „In freiem Fall“ online

September 3, 2007

Meine Besprechung von Gianrico Carofiglios Kriminalroman „In freiem Fall“ (Ad occhi chiusi, 2003) ist online in der Berliner Literaturkritik. Der Justizkrimi hat mir gefallen. Aber den Verdacht hatte ich schon vor der Lektüre, nachdem Carofiglio auf die Frage nach seinen schriftstellerischen Vorbildern antwortete:

„Große Vorbilder? Ich weiß nicht. Ich mag Steinbeck (da gibt es keine überflüssigen Wörter), Hemingway, Calvino, Fante, Lussu, Bukowski, Schnitzler, Saint-Exupéry, Lodge. Unter den Krimiautoren gefallen mir Lawrence Block, Joe Lansdale; und viele, viele andere…“

Damit kann ich elegant auch auf dieses Buch hinweisen.


Ein bisschen Luxus – Kapitel 16 online

September 3, 2007

Es ist Montag. Deshalb ist ein weiteres Kapitel von Dianas erstem (?) Fall hier online.

Wie immer wünsche ich spannende Unterhaltung!


TV-Tipp für den 3. September

September 3, 2007

ZDF, 22.15

Blood Work (USA 2002, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Michael Connelly: Bloodwork, 1997 (Das zweite Herz)

FBI-Mann Terry McCaleb sucht auf Bitten von Graciella nach dem Mörder ihrer Schwester. Immerhin hat er jetzt ihr Herz.

Ausgezeichnete Adaption des dicken Buches von Michael Connelly, bei dem einige für einen Film sehr sinnvolle Änderungen vorgenommen wurden.

I am very happy with it. I think it is a solid cop story and I think it captured the character and spirit of the book.” (Michael Connelly, auf seiner Homepage)

Mit Clint Eastwood, Jeff Daniels, Wanda De Jesus, Anjelica Huston

Homepage von Michael Connelly:

http://michaelconnelly.com/

Michael Connelly in der Spurensuche:

Hinweis “Der Mandant” (The Lincoln Lawyer, 2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-vierzig.html

Besprechung „Vergessene Stimmen“ (The Closers, 2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-dreissig-eins.html

Besprechung „The Lincoln Lawyer” (2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-neunzehn-grossstadtverbrechen.html