TV-Tipp für den 12. Dezember

ARD, 01.05 (VPS 00.35)

Blueberry und der Fluch der Dämonen (F 2004, R.: Jan Kounen)

Drehbuch: Gerard Brach, Matt Alexander, Jan Kounen

LV: Jean Giraud (Moebius)/Jean-Michel Charlier: Die vergessene Goldmine; Das Gespenst mit den goldenen Kugeln (Comics)

Ein dickes Lob für die Programmplaner. Nachdem wir uns langsam an TV-Premieren von guten Filmen nach Mitternacht in der Nacht von Sonntag auf Montag gewöhnt haben (zum Beispiel nächsten Sonntag „25 Grad im Winter“, einer der Berlinale-Publikumslieblinge), ist die TV-Premiere von „Blueberry und der Fluch der Dämonen“ an einem Wochentag weit nach Mitternacht eine Beleidigung für die berufstätigen Gebührenzahler und auch alle anderen Menschen, die keine ausgesprochenen Nachtmenschen sind.

Bei einem der Privaten würde der Film am Wochenende um 20.15 Uhr laufen. Immerhin spielen neben Vincent Cassel auch Michael Madsen (!), Juliette Lewis (!), Ernest Borgnine, Tchéky Karyo und Val Avery (sein bislang letzter Film) mit.

Die Story des Western ist einfach: Sheriff Blueberry will sich an Wally Blount rächen.

Die Kritik war gespalten. Denn Western und Drogenvision fügen sich nicht richtig zusammen. Aber, stellvertretend für die anderen Kritiken: „Hätten diese Filmvisionen Ende der 60er Jahre das Licht der Leinwand erblickt, wären sie mit der Schlusssequenz von Kubricks ‚2001’ zum ultimativen Acid-Doublefeature verschmolzen.“ (Tobias Kniebe, SZ, 1. Juli 2004) „So bietet diese Neuauflage eines europäischen Second- Hand-Western das unterhaltsame Vergnügen, zu sehen, wie man eine eher fadenscheinige Geschichte visuell zu einem bemerkenswerten Kinoerlebnis aufbläst.“ (Lexikon des internationalen Films)

Zur Vorlage, den Blueberry-Comics muss eigentlich nichts gesagt werden.

Hinweise:

Film-Homepage

„Leutnant Blueberry“ bei Wikipedia

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