Die 100 besten Filmplakate

Juni 20, 2008

Anstatt fleißig vor dem Computer zu sitzen, habe ich heute (endlich) zwei neue Regale gekauft und musste natürlich sofort mit dem Einräumen beginnen. Gleichzeitig habe ich mit dem großen Frühjahrsputz begonnen. Ich weiß, ich bin da etwas spät dran, aber dafür sortiere ich jetzt leidenschaftslos ganz viel aus. Ganze Jahrgänge alter Zeitungen fliegen raus (es gibt ja das Internet). Aktenordner werden geleert (es gibt ja Bibliotheken – und wer will schon einen politikwissenschaftlichen Aufsatz von 1995 über die Internationalen Beziehungen lesen?). Nicht mehr benötigte Kataloge landen in der Papiertonne. Kleider und Computerzubehör (Braucht jemand eine alte Tastatur?) fliegen raus – und plötzlich ist die Wohnung wieder viel größer.

Bei dieser ganzen Arbeit hat ein Linktipp von Bill Crider meine müden Augen erfreut: TCCandler hat eine Liste mit den 100 besten Filmplakaten erstellt. Ein schönes Teil mit einer ungewöhnlichen Wahl für den ersten Platz. Denn:

A great poster should intrigue, shock, inspire & excite. It should be aesthetically beautiful or original. Above all, it should be so memorable that a single glance will be instantly recognizable.


TV-Tipp für den 20. Juni

Juni 20, 2008

Das Buch machte mich zum Donald-E.-Westlake-Fan; der Film – – – naja, nette Sommerunterhaltung

Das Vierte, 20.15

Why Me? – Warum gerade ich? (USA 1990, R.: Gene Quintano)

Drehbuch: Donald E. Westlake, Leonard Maas Jr.

LV: Donald E. Westlake: Why me?, 1983

Einbrecher Gus Cardinale klaut zufällig einen unglaublich wertvollen Rubinring. Selbstverständlich machen sich andere Einbrecher, die Polizei, Geheimdienste und obskure Gestalten auf die Jagd nach dem Dieb.

Durchgeknallte Gaunerkomödie nach einem nicht ins Deutsche übersetzten Dortmunder-Roman (Das war mein erster Dortmunder und ich lag beim Lesen die meiste Zeit vor Lachen auf dem Boden.).

„Eine wirre, wilde Gaunerkomödie (…) mit Christopher Lambert und Christopher Lloyd, die ihren Affen reichlich Zucker verabreichen.“ (Fischer Film Almanach 1991)

Mit Christopher Lambert, Kim Greist, Christopher Lloyd, J.T. Walsh

Auch bekannt als „Die Jagd nach dem Teufelsrubin“ und „Warum gerade ich?“

Wiederholung: Samstag, 21. Juni, 16.15 Uhr

Hinweise

Homepage von Donald E. Westlake

Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“

Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“

Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions])

Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“ (geschrieben als Richard Stark)

Die Vorstellung der Parker-Serie (geschrieben als Richard Stark)


Fünf Fragen an Alfred Hellmann

Juni 19, 2008

Nach einer mehrjährigen Pause als Krimiautor (in der Zwischenzeit schrieb Alfred Hellmann Kabarettprogramme und das Sachbuch „Disziplin für Faule“, übersetzte Bücher und organisierte in Berlin die feine Veranstaltungsreihe „Cinema Royal“, bei der vier Drehbuchautoren sich, wie „Das Literarische Quartett“, über neue und alte Filme fetzten) veröffentlichte er vor wenigen Wochen seinen zweiten Kriminalroman. „Vor den Hymnen“ erhielt, nicht nur von mir, euphorische Kritiken.

Für die Kriminalakte beantwortet er fünf Fragen:

1) Jede Geschichte beginnt mit einer Idee. Was war die Ausgangsidee für „Vor den Hymnen“?

Ich hörte, dass Firmen mittlerweile auch bei uns diskrete Versicherungen gegen Produkterpressungen abschließen können, was bis dahin nur in Großbritannien und den USA möglich war. Die Versicherer arbeiten eng mit privaten Sicherheitsfirmen und Spezial-Detekteien zusammen, was, wie aktuell der Fall Telekom und andere belegen, nicht immer unproblematisch ist.

Zugleich wurde damals gegen Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Kölner Polizei ermittelt, wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung, versuchter Strafvereitelung im Amt, Betrug, Diebstahl und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. – Beides zusammen ergab den Treibsatz.

2) Kannst du uns etwas über das Schreiben von „Vor den Hymnen“ erzählen?

Es folgten erste Übungskapitel mit der Herausbildung der Protagonisten, einem gebürtigen Rheinländer und einer Ostdeutschen, innerhalb einer Berliner Mordkommission.

Parallel dazu führte ich Interviews mit Managern und Polizisten, darunter Mitgliedern von Spezialeinheiten, die natürlich darauf hinwiesen, dass ein paar schwarze Schafe noch keine Herde machen.

Früher schrieb ich nachts, heute schreibe ich früh am Morgen, ziemlich diszipliniert. (Ich gebe ja auch Workshops zum Thema Disziplin & Kreativität.)

3) Du bist auch Satiriker und Drehbuchautor. Inwiefern glaubst du, dass das deinen Roman beeinflusst hat?

Den Satiriker – oder Kabarettisten – musste ich im Zaum halten. Spannung und Komik passen nur bedingt zusammen. Ich habe versucht eine funktionierende Mischung zu finden.

Meine Lektorin, Dr. Marion Heister, hat zum Beispiel die frühe Variante einer zentralen Nebenfigur kritisiert: Katharina Syltenfuß, die zu diesem Zeitpunkt noch Sieglinde von Syltenfuß hieß und Kaufhauserpressung als harmloses Hobby für südseesüchtige Witwen betrieb. Der Lektorin erschien sie in der alten Fassung zu parodistisch, und sie befürchtete, dass der relative Unernst dieser Figur das restliche Buch ‚infizieren‘ könnte. Das fand ich, nach einer angemessenen Phase des Beleidigtseins, überzeugend. Also habe ich sie entschärft und ihr ein wenig Melancholie mitgegeben. Viele Leser, und noch mehr Leserinnen, mögen sie sehr.

Meine Arbeit als Drehbuchautor schlägt sich am deutlichsten in der Wahl der Erzählperspektiven nieder, vielleicht auch in der relativen Kürze der Kapitel. Spät rein in die Szene, früh raus, so lautete die Regel, die ich aber auch ein paar Mal verletzt habe.

4) Was dürfen wir demnächst von dir erwarten?

Einerseits arbeite ich an einem neuen Krimi, andererseits habe ich, gewissermaßen zu Erholung, eine Theaterkomödie („HoPP!“) geschrieben, die ich zurzeit Verlagen anbiete. Im Hintergrund schreibe ich an einem ,großen‘ Roman, der sich aber nur langsam entwickelt. Außerdem arbeite ich gelegentlich als freier Texter.

5) Welche fünf Bücher empfiehlst du für den Strandkorb?

1.. John Sandford, die Lucas-Davenport-Reihe – die für mich aktuell besten Thriller: spannend, realitätsnah und frei von narzisstisch-depressivem Gejammer.

2.. Janwillem van de Wetering – die frühen Krimis, auch die Bücher über seine Aufenthalte in buddhistischen Klöstern.

3.. Albert Camus „Der Fremde“. Vorzugsweise bei großer Hitze zu lesen.

4.. Anne Michaels „Fluchtstücke“. Hervorragend geschrieben, mit wunderschönem Sprachklang. Ich kenne Leute, die beim Lesen geweint haben.

5.. Lion Feuchtwanger „Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis“. Leidenschaft, Liebe, Künstlertum – mit Worten gemalt.

Alfred Hellmann: Vor den Hymnen

Emons, 2008

240 Seiten

9,90 Euro


Neu im Kino: Bank Job

Juni 19, 2008

Bank Job (The Bank Job, GB 2008, R.: Roger Donaldson)

Drehbuch: Dick Clement, Ian La Frenais

Dick Clement und Ian La Frenais sind zwei alte Hasen im britischen Filmgeschäft. Sie schrieben unter anderem die Drehbücher zu „Commitments“, „Wasser – Der Film“, etlichen Lovejoy-Folgen (in Deutschland nie gezeigt) und zu „Die alles zur Sau machen“ (Villain).

Mit ihrem neuesten Film „Bank Job“ kehrten sie wieder in die frühe Siebziger und dem von ihnen mit „Villain“ mitbegründeten britischen Gangsterfilm zurück. Dieses Mal lassen sie sich von einem wahren Bankraub inspirieren. Am 11. September 1971 raubten einige Kleingauner aus der Lloyd’s Bank 500.000 Pfund (was heute sechs Millionen Euro wären). Die Zeitungen füllten ihre Spalten mit Sensationsberichten über den „Walkie-Talkie-Einbruch“. Vier Tage lang. Dann untersagte die Regierung aus Gründen der nationalen Sicherheit weitere Berichte, vier Räuber wurden verhaftet, ihren Namen wurden nie bekannt, das Strafmaß ist unbekannt, große Teile der Beute verschwunden und die Akten darüber sind bis 2054 unter Verschluss. Das Team Clement/La Frenais hat jetzt mit „Bank Job“ eine Geschichte erfunden, die die Wahrheit sein könnte.

Und Roger Donaldson hat im Retro-Look einen angenehm altmodischen Ganovenfilm über den großen Coup, gewürzt mit einer Prise Polit-Thriller, gedreht.

Mit Jason Statham, Saffron Burrows, Stephen Campbell Moore, Daniel Mays, James Faulkner, Alki David

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film (anderes Layout)

Deutsche Homepage zum Film (derzeit kein Zugriff möglich)

Film-Zeit über „Bank Job“

Wikipedia über „The Bank Job“ (Englisch, mit Informationen zu den wahren Hintergründen)

Mirror über die wahren Hintergründe: Bank job that opened the door on a royal sex scandal (16. Februar 2008 )

Telegraph schreibt über die wahren Hintergründe und redet mit Dick Clement: Revisiting the riddle of Baker Street (15. Februar 2008 )


TV-Tipp für den 19. Juni

Juni 19, 2008

Kabel 1, 23.10

K1 Doku: Unterwegs mit den Agenten der Navy CIS

NCIS ist eine coole Serie. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Diese Reportage zeigt sie. Ungeschminkt, ohne bekannte Gesichter und wahrscheinlich mit der gleichen Militärverehrung, die wir aus der Serie kennen.

Hinweise

Homepage der NCIS (Naval Criminal Investigative Service)

Wikipedia über NCIS (Englisch)


Der Master of Suspense lädt ein

Juni 18, 2008

„The best thing about Alfred Hitchcock presents is Alfred Hitchcock presenting“, schrieb die New York Tribune bereits 1955. Denn der Regisseur ließ sich für das von ihm zwischen 1955 und 1965 präsentierte Programm von James Allardice sarkastische Texte schreiben, die mal mehr, mal weniger mit der dann folgenden Kriminalgeschichte zu tun hatten und sich immer wieder über die Sponsoren (damals wurde eine Serie von einer Firma präsentiert) lustig machte. In Deutschland wurden diese Einleitungen, wie die jetzt veröffentlichte DVD-Box „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“ zeigt, fast immer durch vollkommen andere Texte ersetzt, immer gekürzt und einmal sogar vollkommen weggelassen. Auch die Episoden wurden für die Fernsehausstrahlung gekürzt. Denn auch damals gab es ein Sendeschema und US-amerikanische Serien wurden dafür mal mehr, mal weniger elegant zurechtgeschnitten.

In der schön gestalteten DVD-Box „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“ sind die ungeschnittenen Episoden (die damals nicht synchronisierten Teile sind untertitelt), die vollständigen Moderationen von Alfred Hitchcock, die deutsch synchronisierten Einleitungen von Hitchcock (die anderen Teile seiner Moderation wurden geschnitten; außerdem wurde teilweise ein falscher Vorspann benutzt) und ein informatives Beiheft enthalten.

Doch das ist nur die Verpackung für zehn, heute immer noch sehenswerte, Episoden der „Alfred Hitchcock Hour“. Drei der zehn in der DVD-Box enthaltenen Episoden sind Premieren. Es sind das Spielerdrama „Ein Stück vom Kuchen“ mit dem jungen Robert Redford, der als Pilotfilm geplante Thriller „Diagnose Gefahr“, inszeniert von Sidney Pollack, und die schwarzhumorige Geschichte „Die Leiche“ mit einer grandiosen Ruth McDevitt als nervige, ältliche Schnapsdrossel, die entgegen aller Hoffnungen des Publikums, überlebt. Während bei „Ein Stück vom Kuchen“ und „Diagnose Gefahr“ die Schlusspointe nicht besonders überraschend ist, ist „Die Leiche“ eine der typischen Hitchcock-Geschichten über einen Unschuldigen, der glaubt im Suff einen Mord begangen zu haben und jetzt die Leiche verschwinden lassen will.

Genauso stilistisch bunt wie die Premieren sind auch die bereits in Deutschland gezeigten Episoden. In „Der letzte Zeuge“, inszeniert vom Meister höchstselbst, verteidigt sich ein der Fahrerflucht angeklagter Schriftsteller vor Gericht. Die einzelnen Verhöre sind kleine Kabinettstückchen der Schauspielkunst. Denn die einzelnen Zeugen zeichnen innerhalb weniger Sekunden gegensätzliche Charaktere.

„Einer weiß mehr“ ist ein weiteres Gerichtsdrama. Doch dieses Mal sitzt der Mörder als Geschworener im Gerichtssaal. Der angesehen Kaufmann George Davis hat im Affekt ein stadtbekanntes Flittchen erwürgt. Angeklagt wurde ihr Freund und Davis, der, obwohl von Schuldgefühlen geplagt, seine Tat nicht gestehen möchte, wird als ehrbarer Bürger einer der zwölf Geschworenen. Von der Jurybank aus versucht Davis die Unschuld des Angeklagten zu beweisen – ohne selbst angeklagt zu werden.

„Der Mann von nebenan“ ist eine gelungene „Das Fenster zum Hof“-Variante. Eine gerade zugezogene, junge Witwe glaubt, dass ihr Kleinstadt-Nachbar seine Frau umgebracht hat. Denn seit Tagen verhält er sich merkwürdig. Der Sheriff (gespielt von dem in den USA populären Davy-Crockett- und Daniel-Boone-Darsteller Fess Parker) beginnt sich umzuhören, aber – wie der schöne Originaltitel verrät – „Nothing ever happens in Linvale“.

„Ein Mord, wie er im Buche steht“, mit James Mason und Angie Dickinson, erzählt von einem angekündigten Mord. Ein Unbekannter schickt einem Verleger Tonbänder, auf denen er von einem Mord, den er begehen will, erzählt. Als der Verleger herausfindet, dass der Unbekannte einer seiner Krimiautoren ist, fragt er sich, ob der Autor ihm die Wahrheit oder nur die Geschichte von seinem neuesten Roman erzählt.

„Die Rechnung ist fällig“, mit Gena Rowlands, ist eine einfache, aber sehr effektive Gangstergeschichte mit zahlreichen Thrillerelementen. Richard Matheson (zuletzt wurde sein Roman „I am legend“ wieder verfilmt) schrieb den Roman und das darauf basierende Drehbuch. Der glücklich verheiratete, biedere Chris Martin erhält einen Anruf. Jemand will ihn umbringen. Schnell erfährt Martins Frau, dass ihr Mann früher ein Gangster war, er seine Mitverbrecher betrogen hatte und sie sich jetzt rächen wollen. Es entspinnt sich ein tödliches Spiel. Denn Martin will sein jetziges Leben beschützen.

„Kobalt 60“ erzählt die klassische Gangstergeschichte von einem minutiös geplanten Überfall, bei dem die Diebe mit ihrer Beute nicht froh werden. Denn zur Beute gehört neben dem Geld auch hochgefährliches Kobalt 60. Katherine Ross hat hier die Rolle der Geliebten des jungen Verbrechers – und entsprechend viel Raum wird den Liebesnöten der beiden jungen Erwachsenen gegeben. Doch natürlich kommt auch die Geschichte des Diebstahl und der anschließenden Konflikte innerhalb der Gruppe nicht zu kurz.

„Die Straße führt nach Dos Cucharos“ ist ein Thriller über eine minderjährige Britin, die mit ihren Eltern durch die USA fährt, vor einem Gasthof müde in das falsche Auto einsteigt und in Mexiko Zeugin eines Mordes wird. Die Verbrecher jagen sie. Ihre Eltern suchen sie und melden ihre Tochter bei der örtlichen Polizei als vermisst. Dummerweise gehört der Sheriff zur Schmugglerbande – und auch auf der mexikanischen Seite arbeitet die Polizei mit den Verbrechern zusammen. .

Die zehn in „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“ enthaltenen Episoden (insgesamt wurden 63 einstündige und 266 halbstündige Episoden gedreht) lassen die schnelle Pointe des vorher halbstündigen Formats „Alfred Hitchcock presents“ vermissen. Dafür wird den einzelnen Charakteren und der Milieuzeichnung mehr Raum gegeben. Die TV-Filme sind so, ungeachtet aller Beschränkungen des Formats (kurze Drehzeit, wenige Orte, wenige Schauspieler, keine Massenszenen, hauptsächlich Innendrehs oder auf dem Studiogelände), kleine Spielfilme. Damit sind sie das Zweitbeste an „Alfred Hitchcock zeigt“.

Koch Media will im zweiten Teil von „Alfred Hitchcock zeigt“ die restlichen in den Sechzigern in der ARD ausgestrahlten Episoden veröffentlichen. Neben den fünf Episoden sollen auch mehrere Deutschlandpremieren auf der DVD-Box enthalten sein. Dass danach auch ein dritter Teil mit bislang in Deutschland noch nicht gezeigten Episoden veröffentlicht wird, ist leider ziemlich unrealistisch.

Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1

Koch Media

Laufzeit: ca. 484 Minuten (10 Episoden auf 3 DVDs)

Bildformat: 1,33:1 (4:3)

Tonformat: Dolby Digital 2.0

Sprachen: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Extras: Deutsche Originalvorspänne, Bildergalerie, 48-seitiges Booklet mit Episodenguide

Die Episoden

Der letzte Zeuge (I saw the whole thing, USA1962)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: Henry Slesar

LV: Henry Cecil (Hörspiel)

Ein Mord wie er im Buche steht (Captive Audience, USA 1962)

Regie: Alf Kjellin

Drehbuch: William Link, Richard Levinson

LV: John Bingham: Morder off the record, 1957 (Marion)

Die Rechnung ist fällig (Ride the Nightmare, USA 1962)

Regie: Bernard Girard

Drehbuch: Richard Matheson

LV: Richard Matheson: Ride the Nightmare, 1959

Einer weiß mehr (The Star Juror, USA 1963)

Regie: Herschel Daugherty

Drehbuch: James Bridges

LV: Francis Didelot: Le septième Jure, 1958

Die Straße führt nach Dos Cucharos (Last seen wearing Blue Jeans, USA 1963)

Regie: Alan Crosland, Jr.

Drehbuch: Lou Rambeau

LV:: Amber Dean: Encounter with Evil, 1961 (Begegnung mit dem Bösen)

Der Mann von nebenan (Nothing ever happens in Linvale, USA 1963)

Regie: Herschel Daugherty

Drehbuch: William Link, Richard Levinson

LV: Robert Twohy: Out of this Nettle, 1962 (Ein toter Hund; Tote Hunde kläffen nicht – Kurzgeschichte)

Kobalt 60 (The dividing wall, USA 1963)

Regie: Bernard Girard

Drehbuch: Joel Murcott (nach einer Geschichte von George Bellak)

Ein Stück vom Kuchen (A piece of the action, USA 1962)

Regie: Bernard Girard

Drehbuch: Alfred Hayes (nach einer Geschichte von Oliver H. P. Garrett)

Deutschlandpremiere

Diagnose Gefahr (Diagnosis: Danger, USA 1963)

Regie: Sidney Pollack

Drehbuch: Roland Kibbee

Deutschlandpremiere

Die Leiche (The Cadaver, USA 1964)

Regie: Alf Kjellin

Drehbuch: James Bridges (nach einer Geschichte von Robert Arthur)

Deutschlandpremiere

Hinweise

Television Heaven über „Alfred Hitchcock presents“

The best of Television über „Alfred Hitchcock presents“

NBC über „The Alfred Hitchcock Hour“


TV-Tipp für den 18. Juni

Juni 18, 2008

Das Vierte, 22.00

Mein Bruder Kain (USA 1992, R.: Brian De Palma)

Drehbuch: Brian De Palma

Der angesehene Kinderpsychologe Carter Nix hat Probleme mit seinen verschiedenen Persönlichkeiten. Besonders Kain löst Probleme mit anderen Menschen gerne final.

Unterschätzter De-Palma-Film. Denn: “Raising Cain is (…) one of De Palma’s most challenging, elliptical and darkly comic films. Because of its refusal to ‚make it easy‘ for the audience, it is also the least understood and appreciated film from his ‚red phase‘.” (Senses of Cinema)

Mit John Lithgow, Lolita Davidovich, Steven Bauer, Frances Sternhagen, Gregg Henry

Hinweise

Senses of Cinema über „Mein Bruder Kain“ (Raising Cain)

Slant Magazine über „Mein Bruder Kain“

Senses of Cinema über Brian De Palma (2003)


Cover der Woche

Juni 17, 2008


R. i. P. Stan Winston, R. i. P. Esbjörn Svensson, Noir of the Week, Kurzgeschichten online, Doomsday zensiert

Juni 17, 2008

R. i. P. Stan Winston (7. April 1946 – 15. Juni 2008 )

Ihm verdanken wir die Spezialeffekte und das Make-Up in zahlreichen Horror- und Science-Fiction-Filmen, wie „Terminator“, „Aliens“, „Predator“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Small Soldiers“, „Jurassic Park“, „A. I. – Künstliche Intelligenz“ und, zuletzt, „Iron Man“.

Die erste Meldung fand ich in „Film – Blogging The Reel World„. Weitere Meldungen/Nachrufe in der LA Times (Blog), Hollywood Reporter, Fox News (AP-Meldung),  und Filmjournalisten.

R. i. P. Esbjörn Svensson (16. April 1964 – 14. Juni 2008 )

Der Jazzpianist (e. s. t.) starb bei einem Tauchunfall.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Stern, Faz, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Titel-Magazin und bei All about Jazz (die Meldung und ein Video-Tribute).

Der Noir of the Week ist „Red Light“ (Rotes Licht, USA 1949).

Die Sommerausgabe von Spinetingler ist – unter anderem mit Geschichten von Steve Mosby und Allan Guthrie – online. Noch mehr Kurzgeschichten gibt es bei Demolition Magazine – New Pulp on the Web.

Und noch ein Film, den ich mir nicht im Kino ansehen werde: „Doomsday – Tag der Rache“ (GB 2008, Regie/Buch: Neil Marshall). In den harten Endzeitfilm dürfen nur Erwachsene gehen – aber auch die dürfen, wie Schnittberichte verrät, nicht alles sehen.


TV-Tipp für den 17. Juni

Juni 17, 2008

Arte, 22.20

Wattstax (USA 1973, R.: Mel Stuart)

TV-Premiere der Musikdoku über das Watts-Gedenkkonzert vom 20. August 1972 im Los Angeles Memorial Coliseum mit den Stars von Stax Records: Isaac Hayes, The Bar-Kays, Rufus Thomas, The Staple Singers, The Dramatics, Kim Weston, Jimmy Jones, Rance Allen Group, The Emotions, Albert King, Little Milton, Johnnie Taylor, Mel and Tim, Carla Thomas und Luther Ingram. Jesse Jackson hält seine “I am”-Rede. Richard Pryor erledigt die Comedy-Einlagen. Herz, was begehrst du mehr?

Wiederholung: Freitag, 20. Juni, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Arte zum Film

Wikipedia über „Wattstax“ (englisch)


Zwei Hinweise

Juni 16, 2008

Bei The Rap Sheet fragt Patrick Lennon sich, wie das Verbrechen sich im Überwachungsstaat ändert. Oder anders formuliert: Wie wird in zwanzig, dreißig Jahren in Krimis über Verbrechen geschrieben werden? Er meint:

I’m not going to reflect in this post on whether these changes are right or wrong (though I do have strong views on these matters). I’m just saying, it’s happening. The result will be a situation where the investigation of crime and the policing of the public will move from being the traditional consensus-based process we are familiar with to an essentially automated system, focused on monitoring (to identify possible criminals before they act) and on the use of databases (to target them after they act).

The role of the state, and above all the police, will be truly revolutionized in Britain over the coming decade. No doubt our future law-enforcement officers will still have their personal crises and secrets, they’ll still drink, listen to music, and crack great one-liners. But they’ll be doing a fundamentally different job for a radically different employer. While we might mourn the inevitable extinction of the 20th-century British police detective, his or her replacement will be stacked with potential for writers of crime fiction.

Bei uns sieht es ähnlich aus und dieser Wandel wird bis jetzt kaum diskutiert.

Die letzten Tage habe ich „Damages“ (die gesamte Serie) und „Unschuldig (eine Folge, aber gefühlte zehn Folgen) gesehen. Während „Damages“ gut funktionierte, fragte ich mich bei der „Unschuldig“ immer wieder ‚Was soll das?‘. Ich hatte die letzte Folge „Chaostage“ gesehen. Die Story: Ein Mann hat seine lebenslange Haft für den Mord an einem Polizisten verbüßt. Jetzt will er, weil er nur noch wenige Wochen zu leben hat und sein Enkelkind kennenlernen will, seine Unschuld beweisen. Seine Tochter verweigert nämlich jeden Kontakt. Anwältin Dr. Anna Winter und ihr Team ermittelt. Dummerweise war mir die Motivation des Verurteilten vollkommen unklar. Warum hat er so lange geschwiegen? Warum will er jetzt, dass seine Unschuld bewiesen wird? Immerhin hat er seine Strafe verbüßt und seine Familie war ihm in den letzten Jahrzehnten herzlich egal. Warum will er jetzt seinen Enkel kennenlernen?

Und dann die Story. Ich fragte mich bei jedem Gespräch: Warum reden die Leute mit der Anwältin? Warum helfen sie der Anwältin Beweise für ihre Schuld zu finden (Ich sage nur: Demolieren der Hütte.)? Außerdem fehlten innerhalb der Ermittlungen die überraschenden Wendungen (Es ist nicht überraschend, wenn ein an Alzheimer erkrankter Mann sich an die Vergangenheit erinnert. Das ist das Normale. Überraschend wäre, wenn der Alzheimerkranke sich an sein letztes Essen erinnert.).

Lisa Kling schreibt zufällig über dieses Problem in „What it’s like“:

Your characters should always have a plan.  That plan can be changed or thwarted or abandoned in favor of a new plan, but they should never be directionless.

I wrestled with this very issue on a recent project.  My characters were investigating a crime.  They spent a while poking around, looking for clues, but it somehow felt flat.  Then I realized the problem – they didn’t have a theory.  So their investigation seemed random and flailing rather than purposeful.  I rewrote the sequence so that they were specifically investigating one suspect at a time.  They found exactly the same clues in exactly the same order, but their attitudes had changed.  Instead of “Aha, a clue, but what does it mean?”, they could say “Aha, this clue means it wasn’t Suspect A after all.  But it might point to Suspect B.”  Much stronger.  The same is true for medical investigations.  On any given episode of “House,” they’ll go through a dozen theories before hitting on the right answer.  But there’s always a working theory.

Uh, und nicht der Autor, sondern der Zuschauer muss diesen Plan (also das Ziel von jedem Charakters in einer Szene) kennen. In „Damages“ ist das den Drehbuchautoren sehr gut geglückt.


TV-Tipp für den 16. Juni

Juni 16, 2008

ZDF, 19.25

Die Ebay-Falle: Ein Auktionshaus, die Gauner und die Opfer (D 2008, R.: Michael Scheuch)

Drehbuch: Michael Scheuch

Eine Wiso-Dokumentation über – für gutgläubige Käufer – die Gefahren beim Ebay-Kauf und wie man sich gegen Ebay-Gauner wehren kann.

Wiederholung: Dienstag, 17. Juni, 03.25 Uhr (Taggenau! – und normalerweise in der ZDF Mediathek)

Hinweise

ZDF/Wiso zur Doku


TV-Tipp für den 15. Juni

Juni 15, 2008

Arte, 20.40

African Queen (USA 1951, R.: John Huston)

Drehbuch: James Agee, John Huston, Peter Viertel (ungenannt), John Collier (ungenannt)

LV: C. S. Forester: The African Queen, 1946 (Die „African Queen“)

Die zeitlos-witzige Abenteuerromanze (für die Jüngeren: Romantic-Comedy) enthält die klassischen Zutaten: zwei gegensätzliche Charaktere (Bogart als versoffener Kapitän und Hepburn als sittenstrenge Missionarin), exotische Kulisse (Ostafrika 1914), etwas Weltpolitik (sie will, nachdem die Deutschen ihre Familie ermordeten, ein Boot der Deutschen in die Luft jagen, er will in einem Fluss-Seitenarm in aller Ruhe seinen Schnapsvorrat austrinken) und ein vorhersehbares Ende (Ja, sie kriegen sich). Davor gibt es gefährliche Abenteuer und heftige Wortgefechte.

Bogart erhielt für diese untypische Rolle den schon lange überfälligen Oscar als bester Hauptdarsteller. Das Publikum liebte das streitbare Leinwandpaar. Die katastrophalen Dreharbeiten wurden später von Peter Viertel literarisch verarbeitet und von Clint Eastwood unter „Weißer Jäger, schwarzes Herz“ (White hunter, black heart; USA 1990) verfilmt.

Mit Humphrey Bogart, Katharine Hepburn, Robert Morley, Peter Bull

Wiederholungen:

Freitag, 20. Juni, 14.55 Uhr

Mittwoch, 2. Juli, 14.55 Uhr

Hinweise

AFI Classic Movies „The African Queen“ (Linksammlung)

Reel Classics: “The African Queen”


Das Buch, das Sie lesen müssen #7: Ross Thomas: Chinaman’s Chance

Juni 14, 2008

Bei The Rap Sheet empfiehlt Krimi-Autor Tim Maleeny in der Reihe „The Book you have to read“ „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas:

I’d tell you the real reason to read this novel is that it’s an absolute delight from the first page. The dialogue is laugh-out-loud funny, the plot as twisted as the characters. This book can be read more than once and never gets old.

Ross Thomas paved the way for many contemporary writers who bring velocity to their plots without losing a third dimension from their characters. If you love mysteries and thrillers and want the best of both in a single novel, pick up Chinaman’s Chance.

Dank des Alexander Verlages können wir auch die deutsche Übersetzung „Umweg zur Hölle“ genießen – und dann die weiteren Ross-Thomas-Romane lesen. Vor wenigen Wochen erschien „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983).


TV-Tipp für den 14. Juni

Juni 14, 2008

Kabel 1, 20.15

Der grüne Bogenschütze (D 1961, R.: Jürgen Roland)

Drehbuch: Wolfgang Menge, Wolfgang Schnitzler

LV: Edgar Wallace: The green archer, 1923 (Der grüne Bogenschütze)

Millionär und Ex-Gangster Abel Bellamy will sich auf dem Schloß Garre Castle zur Ruhe setzen. Aber ein geheimnisvoller grüner Bogenschütze beginnt auf seinem Anwesen Menschen umzubringen.

Der zweite und letzte Wallace-Film von Jürgen Roland ist „Wallace ohne Gänsehaut“ (Joachim Kramp: Hallo – Hier spricht Edgar Wallace!), aber mit Gert Fröbe.

Mit Gert Fröbe, Karin Dor, Klausjürgen Wussow, Eddi Arent, Harry Wüstenhagen, Wolfgang Völz

Hinweise

Edgar Wallace – The Official Site

Wikipedia über Edgar Wallace (Englisch)

Krimi-Couch über Edgar Wallace

Deutsche Edgar-Wallace-Fanseite


Besprechung „Todsichere Geschäfte“ online

Juni 13, 2008

Heute erschien in der Berliner Literaturkritik meine Besprechung von Michael Schomers Sachbuch „Todsichere Geschäfte – Wie Bestatter, Behörden und Versicherungen Hinterbliebene ausnehmen“ (Econ, 2007). Mir hat das informative Buch gut gefallen.


TV-Tipp für den 13. Juni

Juni 13, 2008

ARD, 02.00

An einem Freitag um halb zwölf (D 1960, R.: Alvin Rakoff)

Drehbuch: Frank Harvey

LV: James Hadley Chase: The world in my pocket, 1959 (An einem Freitag um halb zwölf)

Der Geldtransporter mit den Lohngeldern ist nicht zu knacken. Also plant Frank Morgan gleich den Diebstahl des Transporters.

Selten gezeigtes Caper-Movie. „While this effective film may ostensibly be a thriller about the robbery of an armored vehicle, considerable black comedy ensnares the action in many places.” (All Movie Guide)

Mit Nadja Tiller, Rod Steiger, Peter van Eyck, Jean Servais, Ian Bannen, Marisa Merlini

Hinweise

Krimi-Couch über James Hadley Chase

Mordlust über James Hadley Chase

Crimetime über James Hadley Chase

Kirjasto über James Hadley Chase

John Fraser über James Hadley Chase und „No Orchids for Miss Blandish“ (sein bekanntestes Buch)


Neu im Kino: You kill me

Juni 12, 2008

You kill me (You kill me, USA 2007, R.: John Dahl)

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Nach „Brügge sehen…und sterben“ ist „You kill me“ innerhalb weniger Wochen die zweite schwarze Komödie über einen Killer in der Fremde. Dieses Mal wird Sir Ben Kingsley, der den Alki-Killer Frank Falenczyk spielt, von seinem Boss von Buffallo, New York, in das sonnige San Francisco geschickt. Dort soll er bei den Anonymen Alkoholikern den dringend nötigen Entzug machen. Überflüssig zu sagen, dass das zu einigen tödlichen Verwicklungen und einer Liebesgeschichte führt.

(Anmerkung: Vielleicht ist es nur Zufall, aber Krimiautor Lawrence Block wurde in Buffalo, New York geboren, er schreibt eine Serie über einen Alkoholiker und eine über einen Killer. Vielleicht auch nicht.)

Mit Sir Ben Kingsley, Téa Leoni, Luke Wilson, Philip Baker Hall, Dennis Farina, Bill Pullman, Al Corley

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „You kill me“

Eye for Film: Interview mit John Dahl

Underground Online: Interview mit John Dahl

Salon.com: Interview mit John Dahl (inclusive Podcast)

Moving Pictures: Interview mit John Dahl (Video)


TV-Tipp für den 12. Juni

Juni 12, 2008

3sat, 21.00

scobel

Quellcode des Lebens: Gert Scobel im Gespräch mit William Gibson – na, dieser Titel verrät doch schon alles: eine Stunde mit dem Vater des Cyberpunks. Das ist doch eine echte Alternative zu dem Fußballspiel.

Wiederholung: Freitag, 13. Juni, 06.30 Uhr

Hinweise

3sat über William Gibson

Homepage von William Gibson

Deutsche Homepage von William Gibson

Rolling Stone interviewt William Gibson (2007)

De:Bug Magazin redet mit William Gibson (2008 )

Intor redet auch mit William Gibson (2008 )

The Boston Globe macht „Q&A“ mit William Gibson (2007)

Powells telefoniert mit William Gibson (2007)


Splitter – und der Last Laugh Award

Juni 11, 2008

Den Last Laugh Award 2008 für den besten witzigen 2007 in England veröffentlichten Kriminalroman erhielt

Murdering Americans, von Ruth Dudley Edwards

Nominiert waren

The Big O, von Declan Burke

The Good Thief’s Guide to Amsterdam, von Chris Ewan

Hard Man, von Allan Guthrie

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn

Angel’s Share, von Mike Ripley

The Herring Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler

What’s So Funny?, von Donald E. Westlake

Guthrie als witziger Autor? Unter dem Aspekt habe ich ihn bis jetzt nicht gelesen.

Die zweite Ausgabe von Plots with Guns ist online.

Bei PDFscreenplays sind diese Drehbücher neu online:

Gustin Nash: Charlie Bartlett (Komödie mit Robert Downey Jr., deutscher Kinostart ist am 26. Juni)

James Gray: We own the night (unterschätztes, gut besetztes Krimidrama – leiht euch die DVD aus!)

Ivan Goff/Ben Roberts: White Heat (Gangsterfilmklassiker mit James Cagney; deutsche Verleihtitel sind „Sprung in den Tod“ und „Maschinenpistolen“)

Frank Darabont: Indiana Jones and the City of the Gods (Yeah, jetzt kann die Frage beantwortet werden, ob George Lucas Recht hatte, als er dieses Buch nicht verfilmte.)

Am 27. Mai schreibt Watching-the-detectives-Dieter, er werde für einige Tage verschwinden und sich überlegen, wie es mit Wtd weitergehen soll. Doch anstatt der angekündigten Pause gibt es das.

Am Donnerstag läuft „The Happening“, der neue Film von „The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan gekürzt in den deutschen Kinos an. Tja, da hab ich wieder Geld gespart.

Auch heute Abend läuft bei Pro 7 wieder um 20.15 Uhr „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“, die neue, mehrfach ausgezeichnete Krimiserie mit Alexandra Neldel, vor einem durchaus überschaubaren Publikum (vor allem, wenn jetzt bei der Konkurrenz Fußballspiele gezeigt werden). Trotzdem wird die Serie fortgesetzt. Allerdings nicht im 45-minütigen Format, sondern als Spielfilmreihe.

Lee Goldberg war von dem neuen Indiana-Jones-Film nicht begeistert und der neue James-Bond-Roman hat ich auch nicht gefallen. (Ken Levine ist vom Indiana-Jones-Film auch nicht begeistert. John August ebenso.)

Bleiben wir noch eine Moment bei John August und seinen „Lessons for the summer, so far„:

I was often at a loss to say why Indy was doing what he was doing. (…) It’s this kind of granular motivation I’ve written about before. It’s not psychoanalysis. It’s making sure the audience understands what’s happening in any given moment, so they can anticipate what might happen next. Without this ability to anticipate, the audience is just flung around helplessly, wondering why the great Indiana Jones is just standing there watching special effects.The lesson: Every scene, every moment, ask the question: What is my hero doing, and why? If it’s not obvious, stop and rethink it.

Auf diese Seite wollte ich schon lange hinweise: Aktionsbündnis für faire Verlage. Das Bündnis wendet sich gegen Druckkostenzuschussverlage.