TV-Tipp für den 20. September: Die verfilmten Kriminalromane

Kabel 1, 16.45

Die diebische Elster (USA 1987, R.: Hugh Wilson)

Drehbuch: Jeph Loeb, Matthew Weisman, Hugh Wilson

LV: Lawrence Block: The burglar in the closet, 1978 (Frisch geklaut ist halb gemordet, Der Dieb im Schrank)

Buchhändler und Einbrecher Bernice Rhodenbarr stolpert bei einem Einbruch über eine Leiche. Um nicht selbst ins Gefängnis zu wandern, muss sie (Yep, Bernie ist eine Frau.) den Mörder fangen.

Ehe ich jetzt länger aushole, nur soviel: Muss echt nicht sein. Dieser lärmige 80-er-Jahre-Schrott hat wirklich nichts (bis auf einige Wendungen in der Story) mit Lawrence Blocks witzigen Burglar-Romanen zu tun.

Mit Whoopi Goldberg, Bob Goldthwait, G.W. Bailey, Lesley Ann Warren, James Handy, John Goodman

Hinweise

Homepage von Lawrence Block

Unbedingt kaufen müssen Sie das von mir herausgegebene Buch „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ (KrimiKritik 5, Nordpark-Verlag)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Telling Lies for Fun and Profit – A Manual for Fiction Writers” (1994)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Spider, spin me a web – A Handbook for Fiction Writers” (1995)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks: “All the flowers are dying” (2005)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Lucky at Cards” (2007)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Abzocker“ (Grifter’s Game, 2004; frühere Ausgaben: Mona, 1961; Sweet slow death, 1986)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Verluste” (Everybody dies, 1998)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Killing Castro“ (Originalausgabe unter dem Pseudonym Duncan Lee als „Fidel Castro Assassinated“, 1961)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Falsches Herz“ (The Girl with the long green Heart, 1965)

ZDF Theaterkanal, 19.40

Anwalt Abel: In tödlicher Gefahr (D 1999, R.: Olaf Kreinsen)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Fanny soll ihren Mann umgebracht haben. Aber Anwalt Abel glaubt an ihre Unschuld.

Mit Günther Maria Halmer, Peter Sattmann, Nina Hoger

Hinweise

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ (2006)

Eins Festival, 20.15

Back Fire – Eine Mutter sieht rot (F 1984, R.: Alain Bonnot)

Drehbuch: André G. Brunelin, Marie-Thérèse Cuny, Alain Bonnot

LV: Gérald Moreau: Nathalie ou la Punition, 1979

Annie Girardot sieht rot – und die Polizei sieht schweigend zu.

Schnörkelloser französischer Selbstjustiz-Thriller.

ZDF, 22.00

Fred Vargas: Bei Einbruch der Nacht (F 2009, R.: Josée Dayan)

Drehbuch: Emmanuel Carrère

LV: Fred Vargas: L’homme à l’envers, 1999 (Bei Einbruch der Nacht)

In den Bergen zerfleischt eine Bestie Schafe und zuletzt auch eine Bäuerin. Eine Komponinistin, ein Waisenkind, ein greiser Schäfer, ein Grizzly-Forscher und Kommissar Adamsberg jagen das Tier.

Erste von vier Vargas-Abenden, die das ZDF sonntags zeigt (unter anderem ein Zweiteiler). Warum das ZDF mit dem zweiten Auftritt von Jean-Hugues Anglade als Kommissar Adamsberg beginnt, wissen nur die Lerchenberg-Fernsehgötter. Aber wenn es keine filmübergreifenden Plots gibt, ist es ja auch egal.

Mit Jean-Hugues Anglade, Hélène Fillières, Alain Fromager, Maurice Garrel, Corinne Masiero, Tobias Moretti

Hinweise

Facebook-Seite von Fred Vargas

Krimi-Couch über Fred Vargas

ARD, 00.05

Arabeske (USA 1966, R.: Stanley Donen)

Drehbuch: Julian Mitchell, Stanley Price, Pierre Marton (Pseudonym von Peter Stone)

LV: Alex Gordon (auch Gordon Cotler): The Cipher, 1961

Oxford-Professor Pollock soll eine hethitische Inschrift entziffern. Er weiß nicht, dass er danach umgebracht werden soll.

Schwungvolle Agenten-Komödie in einem verschwenderischen Dekor, z. B. trägt Sophia Loren nur Kleider von Dior. Ist einer der besten nicht von Hitchcock inszenierten Hitchcock-Filme – und eine prall gefüllte Wundertüte an Intrigen und Gegenintrigen.

Gordons Buch war 1962 als bestes Debüt für den Edgar nominiert.

Mit Gregory Peck, Sophia Loren

BR, 00.15

Das Haus der Lady Alquist (USA 1944, R.: George Cukor)

Drehbuch: John Van Druten, Walter Reisch, John L. Balderston

LV: Patrick Hamilton: Gaslight, 1938 (Theaterstück)

Nach dem Umzug leidet Paula Alquist an Wahnvorstellungen. Oder will sie jemand in den Wahnsinn treiben?

Über den bekannt-beliebten Romantikthriller schreibt das Lexikon des internationalen Films zutreffend: „Ein ungebrochen spannender Psychokrimi, angesiedelt im viktorianischen Zeitalter, hervorragend inszeniert und gespielt. Reizvoll vor allem durch die außergewöhnliche Kameraführung.“

Ingrid Bergman erhielt für ihre Leistung den Oscar und den Golden Globe. Für die Ausstattung gab es einen weiteren Oscar. Außerdem war „Das Haus der Lady Alquist“ in allen wichtigen Oscar-Kategorien nominiert: Bester Film, Drehbuch, Kamera, Haupt- und Nebenrolle. Der große Abräumer war in diesem Jahr aber das Musical „Going my way“ (Der Weg zum Glück, R.: Leo McCarey). Erinnert sich noch jemand an diesen Film?

Hamilton schrieb auch die Vorlage zum Hitchcock-Film “Rope – Cocktail für eine Leiche”.

Mit Charles Boyer, Ingrid Bergman, Joseph Cotton, Angela Lansbury (Debüt), Barbara Everest

Hinweis

Kirjasto über Patrick Hamilton

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