„Cassandra Darke“ hat Probleme und eine Pistole

Cassandra Darke ist eine ältere, übergewichtige, notorisch schlecht gelaunte, Menschen hassende Kunsthändlerin. In London wohnt sie im noblen Chelsea und danach scheinen die Geschäfte wirklich gut zu gehen. Scheinen. Denn als bekannt wird, dass sie Fälschungen verkauft, bekommt sie Probleme mit der Justiz.

Nachdem die 71-jährige zu einer Bewährungsstrafe und Sozialstunden verurteilt wurde, entdeckt sie in der Kellerwohnung ihres Hauses eine Pistole, die wahrscheinlich Nicki Boult gehörte.

Nicki ist eine mittellose Aktionskünstlerin, die einige Monate bei Cassandra lebte. Sie verliebte sich in einen Mann und geriet so in kriminelle Kreise. Dabei gelangte auch die Pistole, die ein Verbrechen beweisen könnte, in ihre Hände.

Jetzt überlegt Cassandra, was sie mit der Waffe tun soll – und ob sie Nicki helfen soll.

Posy Simmonds erzählt diese Geschichte als bebilderte Kurzgeschichte. Denn für einen Comic gibt es zu viele Fließtextteile. Und für eine Kurzgeschichte gibt es dann wiederum zu viele Zeichnungen, teils mit, teils ohne Sprechblasen. Teils das Geschriebene illustrierend, teils die Geschichte weiter erzählend. Diese ungewöhnliche Mischung funktioniert ausgezeichnet.

Die Geschichte selbst ist dann weniger eine Kriminalgeschichte, sondern mehr eine mit bösem Humor erzählte Charakterstudie mit Krimi-Beilage.

Posy Simmonds: Cassandra Darke

(übersetzt von Sven Scheer)

Reprodukt, 2019

96 Seiten

24 Euro

Originalausgabe

Cassandra Darke

Jonathan Cape, 2018

Hinweise

Reprodukt über Posy Simmonds

Wikipedia über Posy Simmonds

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