Impressionen aus Berlin: Wir warnstreiken!

Berlin hat viele Kinos, viele Leinwände und viele verkaufte Tickets. Und immer wieder streikt das Personal der Kinos. Der jüngste Streik geht um die Bezahlung in den Yorck-Kinos. Dies ist eine angesehene Berliner Arthaus-Kinokette mit vierzehn Kinos und noch mehr Leinwänden.

Seit 2019 ist die Yorck-Kino GmbH wieder in der Tarifbindung. Durch die kürzlich erfolgte Erhöhung des Mindestlohns gab es für die Angestellten auch eine Gehaltserhöhung. Aktuell betrage, so die Yorck-Kinogruppe in einer Erklärung, der Einstiegslohn 12,50 Euro und liege damit über den Löhnen, die nach Tarifverträgen in Multiplexen gezahlt würden.

Mehr sei, auch wegen der steigenden Eniergiekosten, der Inflation und den aktuell geringen Ticketverkäufen, nicht drin.

ver.di will mehr. Konkret fordert die Dienstleistungsgewerktschaft für die 160 Beschäftigten, die sich ebenfalls mit gestiegenen Lebenshaltungskosten herumschlagen müssen, einen Einstiegslohn von mindestens 13 Euro pro Stunde, eine Beibehaltung der Mehrtheaterzulagen gemäß dem bestehenden Tarifvertrag (20 und 50 Cent, gestaffelt nach Sälen der Kinos; denn mehr Säle bedeuten mehr Arbeit), eine Beibehaltung der Jahressonderleistung (Weihnachtsgeld) und eine Beibehaltung der Lohnstruktur unter Anwendung der Betriebszugehörigkeitszulagen. Der Tarifvertrag soll zwölf Monate gelten.

Weil die Verhandlungen nicht vorankommen, gab es am Samstag vor dem delphi LUX (direkt am Bahnhof Zoo) einen ersten Warnstreik.

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