Neu im Kino/Filmkritik: Jodie Foster löst ein „Paris Murder Mystery“

Das Drehbuch habe sie überzeugt, die Hauptrolle in der französischen Krimikomödie „Paris Murder Mystery“ zu übernehmen, sagt Jodie Foster, die in den vergangenen Jahren nur in wenigen Filmen mitspielte. In der Originalfassung des Films kann sie außerdem ausführlich ihre Französischkenntnisse präsentieren. Sie spielt Lilian Steiner, eine in Paris in einer großen Wohnung lebende, geachtete Psychotherapeutin. Aber jetzt ist sie verunsichert. Eine ihrer Patientinnen ist verstorben. Suizid sagt die Polizei. Die Familie macht sie für Paula Cohen-Solals Tod verantwortlich. Steiner glaubt, dass Cohen-Solal ermordet wurde. Und sie glaubt, sie hätte die Tat verhindern können. Zusammen mit ihrem Ex-Mann beginnt sie mit der Suche nach dem Mörder.

Dabei geht die Amateurdetektivin bei ihren Ermittlungen arg unbedarft vor. Anstatt nach quasi-wissenschaftlichen Kriterien verschiedene Theorien zu überprüfen, lässt die Akademikerin sich von wilden Vermutungen, Vorurteilen und Gefühlen leiten. Nebenplots, wie ihr Ärger mit einem Patienten, der seit Jahren mit dem Rauchen aufhören will, und die harmonische Beziehung zu ihrem Ex-Mann, sind amüsant und sie demontieren Steiner weiter. Den lustlos mitgeschleiften Krimiplot bringen sie nicht voran.

Dank der guten Schauspieler und der guten Inszenierung ist die französische Krimikomödie „Paris Murder Mystery“ trotzdem unterhaltsam. Mehr nicht.

Inszeniert wurde die Komödie von Rebecca Zlotkowski. Zu ihren früheren Arbeiten als Regisseurin gehören „Belle Épine“, „Grand Central“ und „Ein leichtes Mädchen“. Sie ist auch Co-Drehbuchautorin von Audrey Diwans missglücktem „Emmanuelle“.

Paris Murder Mystery (Vie Privée, Frankreich 2025)

Regie: Rebecca Zlotowski

Drehbuch: Rebecca Zlotowski, Anne Berest, Gaëlle Macé (in Zusammenarbeit mit)

mit Jodie Foster, Daniel Auteuil, Virginie Efira, Mathieu Amalric, Vincent Lacoste, Luàna Bajrami, Noam Morgensztern, Frederick Wiseman, Aurore Clément

internationaler Titel: A Private Life

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über „Paris Murder Mystery“

Moviepilot über „Paris Murder Mystery“

Metacritic über „Paris Murder Mystery“

Rotten Tomatoes über „Paris Murder Mystery“

Wikipedia über „Paris Murder Mystery“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Rebecca Zlotowskis „Ein leichtes Mädchen“ (Une fille facile, Frankreich 2019)

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