Eines Tages ist Rabias Schule geschlossen. Es heißt, ihr Lehrer sei von einem Dschinn besessen. Während ihre Klassenkameraden im ländlichen Pakistan die freie Zeit genießen, will die zehnjährige Rabia herausfinden, warum die Schule geschlossen wirklich geschlossen wurde. Sie glaubt die Geschichte von dem Geist nicht.
Sie hört sich um, besucht die verschiedenen Menschen, die etwas mit der Schließung der Schule zu tun haben oder zu tun haben könnten. Bei ihrer Suche erfährt sie einiges über eine Gesellschaft zwischen Aberglaube, Tradition und Moderne und die alles beherrschenden patriarchalen Strukturen. Es sind Strukturen, die Bildung für Frauen nicht vorsehen.
Diese Suche strukturiert Regisseurin Seemab Gul in ihrem Spielfilmdebüt als klassische Ermittlungsgeschichte mit Rabia als neugieriger Ermittlerin, die auch in eine für sie fremde Welt eintaucht und geduldig eine Spur nach der nächsten verfolgt. Das ist bis zu Beginn des letzten Drittels, also nachdem Rabia das Ergebnis ihrer Recherche und die Erklärung für die Schließung der Schule präsentiert, ein sehr gelungenes, dicht erzähltes Drama, das das mit einer sympathisch-neugierigen Protagonistin tief in eine für uns fremde Welt eintaucht. Danach zerfleddert die Geschichte.
Das macht „Ghost School“ zu einem uneinheitlichem Film.

Ghost School (Pakistan/Deutschland/Saudi-Arabien 2025)
Regie: Seemab Gul
Drehbuch: Seemab Gul
mit Nazualiya Arsalan, Samina Seher, Adnan Shah Tipu, Vajdaan Shah, Muhammad Zaman, Muhammad Zayan, Kehan Naqvi
Länge: 88 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
–
Hinweise
Filmportal über „Ghost School“
Moviepilot über „Ghost School“
Rotten Tomatoes über „Ghost School“