Impressionen aus Berlin: Die Regenbogenbank

Wer kann etwas gegen eine so schön bunte Bank haben?

Nun, diese Sitzgelegenheit ist keine normale Parkbank, sondern ein Gedenkort. Sie wurde als Erinnerung an den Anschlag auf den diesjährigen Christopher Street Day (CSD) aufgestellt.

Am 25. Juli 2026 fuhr ein mutmaßlich islamistischer, 21-jähriger Attentäter mit einem Kleintransporter in den Großen Tiergarten, ermordete eine Frau und verletzte 31 Menschen teils schwer.

Zwei Wochen nach dem Anschlag pflanzte der Bezirk Mitte in der Nähe des Tatorts einen Ahornbaum und stellte eine Bank in Regenbogen-Farben auf. „Eine“, weil die Bank seitdem viermal mutwillig zerstört wurde. Auch der Baum wurde zerstört.

Alles wurde wieder aufgebaut und soll auch immer wieder aufgebaut werden.

Eine Idee, die mir gefällt, würde es nicht beim Wiederaufbau der Bank belassen. Stattdessen würde mit jeder Zerstörung der Bank die doppelte Zahl von Bänken in Regenbogen-Farben in Berlin aufgestellt werden. Also:

nach der ersten Zerstörung werden zwei Bänke aufgestellt,

nach der zweiten Zerstörung vier Bänke,

nach der dritten Zerstörung acht Bänke,

nach der vierten Zerstörung sechzehn Bänke,

nach der fünften Zerstörung gabe es schon 32 Bänke.

In Berlin gibt es viel Platz für Parkbänke.

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