Die schon etwas ältere Olga (Teresita Sánchez) lebt in Mexiko-Stadt ein eintöniges Leben zwischen Lebensmitteleinkäufen, Sudoku-Spielen und ihrer Wohnung. Dort kämpft sie – erfolglos – gegen Stubenfliegen. Weil sie Geld braucht, vermietet sie ein Zimmer unter an den aus Oaxaca kommenden Tulio (Hugo Ramirez). Seine Frau liegt todkrank im nahe gelegenem Krankenhaus. Er will bei ihr sein. Er ist höflich, zurückhaltend und bemüht sich alle Bedingungen von Olga zu erfüllen und möglichst wenig aufzufallen. Das liegt auch daran, dass er nicht allein gekommen ist, sondern von seinem abgöttisch geliebtem neunjährigen Sohn Cristian (Bastian Escobar) begleitet wird. Olga hat er nichts von ihm gesagt. Jede Nacht, wenn Olga schläft, bringt er ihn in die Wohnung.
Selbstverständlich entdeckt Olga eines Tages den ihr verschwiegenen Untermieter.
Und ebenso selbstverständlich entwickelt sich eine Beziehung zwischen der mürrischen Frau und dem aufgewecktem Kind. Ein wichtige Rolle spielt dabei ein „Cosmic Defender Pro“-Spielautomat und Cristians Wunsch, seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen.
Auf der Berlinale kam „Moscas – Fliegen und andere Gäste“ von Fernando Eimbcke beim Publikum gut an. Der Film, der im Wettbewerb lief, erhielt den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost und den Preis der Ökumenischen Jury.
Eimbcke erzählt seine handlungsarme, überrraschungsfreie Geschichte über das Leben und Sterben in atmosphärischen SW-Bildern. Er konzentriert sich auf seine drei Hauptfiguren, ihr Leben und wie sie miteinander interagieren. Das Ergebnis überzeugt.

Moscas – Fliegen und andere Gäste (Moscas, Spanien/Mexiko 2026)
Regie: Fernando Eimbcke
Drehbuch: Vanesa Garnica, Fernando Eimbcke
mit Teresita Sánchez, Bastian Escobar, Hugo Ramírez
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
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Hinweise
Moviepilot über „Moscas – Fliegen und andere Gäste“
Rotten Tomatoes über „Moscas – Fliegen und andere Gäste“
Wikipedia über „Moscas – Fliegen und andere Gäste“ (deutsch, englisch)