Neu im Kino/Filmkritik: „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ und ein Serientäter kündigt weitere Morde an

Seit 2009 veröffentliche Jörg Maurer sechzehn humoristische Alpenkrimis mit Kommissar Hubertus Jennerwein als etwas seltsamen und an Akinetopsie (aka Bewegungsblindheit) leidenden Ermittler. Von den Büchern wurden über drei Millionen Exemplare verkauft. Mit den Verfilmungen haute es bislang nicht hin. 2011 wurde der Jennerwein-Krimi „Föhnlage“ für das Fernsehen verfilmt. Es blieb eine einmalige Ermittlung.

Jetzt wird ein zweiter Versuch gestartet. „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ bekommt sogar, trotz TV-Optik und einer erkennbar auf weitere Filme angelegten Erzählweise, einen Kinostart.

Während des Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wird auf den gerade springenden dänischen Skispringer geschossen. Der vor wenigen Minuten in dem Ort wieder angekommene Kommissar Jennerwein (Florian Brückner) beginnt mit seinen Ermittlungen. Während der Bürgermeister möchte, dass die Ermittlungen möglichst schnell beendet werden und er wieder ungehindert die Bewerbung von Garmisch-Partenkirchen für die Winter-Olympiade forcieren kann, erhalten Jennerwein und sein Team anonyme Briefe, in denen weitere Taten angekündigt werden.

Hannu Salonens Verfilmung des zweiten Jennerwein-Alpenkrimis „Hochsaison“ nimmt sich, zum Glück, gegenüber dem Roman viele Freiheiten und konzentriert sich mehr auf den Kriminalfall.

Im Gegensatz zu dem konfus vor sich hin plätscherndem Roman, erzählt Salonen, ausgehend von einem von Maximilian Brückner, Linus Herbig-Matten und Dinah Marte Golch geschriebenem Drehbuch, eine ziemlich stringente Kriminalgeschichte mit einer ordentlichen Portion bayerischem Humor. Es gibt einem Blick auf die regionalen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten, die fotogen für die Verbrechen ins Szene gesetzt werden. Das Ermittlerteam findet in diesem Krimi zusammen. Die Absicht der Macher, dass es gemeinsam weitere Fälle lösen soll, ist unverkennbar. Das alles orientiert sich deutlich an den gelungeneren Eberhofer-Krimikomödien. In „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ ist alles harmloser und austauschbarer.

Kommisar Jennerwein – Hochsaison (Deutschland 2026)

Regie: Hannu Salonen

Drehbuch: Maximilian Brückner, Linus Herbig-Matten, Dinah Marte Golch, Marcus Pfeiffer (Dialogbearbeitung)

LV: Jörg Maurer: Hochsaison, 2010

mit Florian Brückner, Sarah Thonig, Frederic Linkemann, Eva-Maria Reichert, Helmfried von Lüttichau, Florian Thongsap Welsch, Cornelius Obonya

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Die Vorlage

Jörg Maurer: Hochsaison

Fischer Taschenbuch Verlag, 2010

400 Seiten

14 Euro

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Hinweise

Homepage zum Film 

Filmportal über „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“

Moviepilot über „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“

Homepage von Jörg Maurer

Fischer Verlag über Jörg Maurer

Krimi-Couch über Jörg Maurer

Wikipedia über Jörg Maurer und „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“

Meine Besprechung von Jörg Maurers „Hochsaison“ (2010)

Meine Besprechung von Hannu Salonens „Arctic Circle – Der unsichtbare Tod“ (Ivalo; Arctic Circle, Finnland/Deutschland 2018)

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