Amigo – Bei Ankunft Tod (D/I 2010, R.: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
LV: Lars Becker: Amigo, 1991
Zwei BKA-Ermittler sollen in Neapel einen vor zwanzig Jahren untergetauchten RAFler verhaften. Die Verhaftung geht schief und der RAFler macht sich auf den Weg nach Hamburg. Dort will er den Mann, der ihn an die Polizei verriet, zur Strecke bringen.
Seltsam, seltsam, dass Lars Becker seinen zwanzig Jahre alten Krimi, bei dem das Zeitkolorit sehr wichtig war, erst 2010 verfilmt. Entsprechend aus der Zeit gefallen und anachronistisch wirkt „Amigo“ dann auch über weite Strecken.
mit Tobias Moretti, Jürgen Prochnow, Florian David Fitz, Luca Ward, August Zirner, Ina Weisse, Uwe Ochsenknecht
Silentium (Österreich 2004, R.: Wolfgang Murnberger)
Drehbuch: Wolfgang Murnberger, Josef Hader, Wolf Haas
LV: Wolf Haas: Silentium!, 1999
Jetzt ist schon wieder etwas passiert. In Salzburg. Der Schwiegersohn des Festivalpräsidenten ist vom Mönchsberg hinuntergepurzelt. Und vielleicht war es Mord. Jedenfalls hat er vor einigen Tagen Unschönes von seiner Schulzeit im Knabenkonvikt erzählt. Jetzt soll der Brenner die Sache aufklären – und wir haben viel Spaß mit den Ermittlungen des Privatdetektivs und der schonungslosen Abrechnung mit der Salzburger Festival-High-Society und der Kirche.
Erstaunlich, aber nach meinen Unterlagen und einer Internet-Schnellrecherche ist das heute die TV-Premiere von „Silentium“, dem zweiten Brenner-Film der nahtlos und sehr prominent besetzt an die Qualitäten des ersten Brenner-Films „Komm, süßer Tod“ anknüpft.
mit Josef Hader, Simon Schwarz, Joachim Król, Maria Köstlinger, Udo Samel, Jürgen Tarrach, Rosie Alvarez, Georg Friedrich, Anne Bennent, Wolfgang S. Zechmayer, Christoph Schlingensief, Herbert Fux, Wolf Haas
Drehbuch: Wolfgang Murnberger, Wolf Haas, Josef Hader
LV: Wolf Haas: Komm, süßer Tod, 1998
Ex-Polizist Brenner will bei den „Kreuzrettern“ als Sanitäter nur eine ruhige Kugel schieben. Aber einige mysteriöse Mordfälle verhageln seinen Plan.
„Komm, süßer Tod“ erhielt 1999 den Deutschen Krimipreis und galt als unverfilmbar, bis Josef Hader und Wolfgang Murnberger sich ans Drehbuch setzten und einen Kinohit drehten.
„So viel abgefeimten Wortwitz, makabre Situationskomik und wunderbar verquere Charaktertypen,…, hat man schon lange nicht mehr im Kino erlebt. Fast jede einzelne Szene hat Film-noir-Klasse. Die Krimihandlung ist abstrus, aber clever konstruiert, deren eigenwillige Rasanz ein Lob der Langsamkeit. Wien fährt und läuft Amok, aber immer mit einem guten Schmäh auf den Lippen.“ (Dullinger, AZ, 20. 9. 2001)
2004 (in Deutschland 2005) startete der zweite Brenner-Krimi „Silentium“ im Kino: gleiches Team, gleiche Qualität. Der dritte Brenner-Krimi „Der Knochenmann“, wieder mit dem bewährten Team, folgte 2008.
Morgen zeigt 3Sat um 22.25 Uhr „Silentium“.
Mit Josef Hader, Simon Schwarz, Barbara Rudnik, Nina Proll, Bernd Michael Lade
Elite-Cop Drieu wird in ein kleines Revier bei Marseille, das demnächst geschlossen wird und dessen Polizist vollkommen demotiviert sind, versetzt. Aber Drieu akzeptiert die laxe Arbeitshaltung seiner Kollegen nicht. Außerdem entdeckt er Verbindungen zwischen einigen Verbrechen, die auf den ersten Blick nicht miteinander zu tun haben.
Der Quasi-Western „Unter Beschuss“ (DVD-Titel: Crossfire) reiht sich gelungen in die aktuelle Reihe französischer Kriminalfilme ein, die zeitgemäß aufbereitet, die einheimische Kriminalfilmtradition pflegen und sich an Hollywood-Vorbildern bedienen.
Jesse Stone – Totgeschwiegen (USA 2006, R.: Robert Harmon)
Drehbuch: J.T. Allen, Tom Selleck, Michael Brandman
LV: Robert B. Parker: Death in Paradise, 2001
Dritter Jesse-Stone-Film nach dem dritten Jesse-Stone-Roman. Dieses Mal muss Kleinstadtcop Jesse Stone den Mord an einer 14-jährigen aufklären. Seine Ermittlungen führen ihn in die besseren Kreise von Boston.
Ein weiterer feiner Polizeifilm.
Mit Tom Selleck, Edward Edwards, Viola Davis, John Diehl, William Devane
Freedomland – Das Gesicht der Wahrheit (USA 2006, R.: Joe Roth)
Drehbuch: Richard Price
LV: Richard Price: Freedomland, 1998 (Das Gesicht der Wahrheit)
Brenda Martin sagt, ihr vierjähriger Sohn sei von Schwarzen entführt worden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Aber schnell fragt der ermittelnde Polizist Lorenzo Council sich, ob die Mutter die Wahrheit sagt.
Irgendetwas ging da völlig schief. “Freedomland” erlebte, trotz seiner Besetzung und dem Renommee von Price als Roman- und Drehbuchautor (The Wanderers, Clockers, Die Farbe des Geldes, Kiss of death, Kopfgeld, Shaft – und die in den USA erfolgreiche Cop-Serie “The Wire”) seine Deutschlandpremiere als DVD. Die Kritiker und die Zuschauer waren – zu recht – enttäuscht. Stellvertretend:
“Der thematisch wichtige, gut gespielte Film demonstriert, wie aus einem Funken ein Flächenbrand entstehen kann. Dabei bekommt er das Thema des unter der Oberfläche schlummernden Rassismus nur ungenügend in den Griff.” (Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2006)
“For fans of Richard Price’s phenomenal 1998 novel Freedomland, sitting through Joe Roth’s incompetent big-screen translation will feel like you’re watching helplessly as an old friend gets kicked to death by a pack of drooling imbeciles. It’s the kind of literary adaptation that makes you wonder if anyone on the set had even a passing familiarity with the original text. Given that the credited screenwriter turns out to be the novelist himself … well, that’s saying something.” (Sean Burns, Philadelpia Weekly, 22. Februar 2006)
mit Samuel L. Jackson, Julianne Moore, Edie Falco, Ron Eldard, William Forsythe, Philip Bosco
Der junge Computerspezialist James Clayton wird vom CIA angeworben. Bereits während seiner Ausbildung soll er einen Maulwurf finden. Ein Test oder Realität?
Hübsch paranoider Agententhriller, bei dem Al Pacino wie auf Autopilot spielt. Naja, Colin Farrell und Bridget Moynahan entschädigen dafür und für die doch etwas formelhafte Geschichte mit ihren ständigen Überraschungen, die irgendwann genau deshalb auch langweilen.
mit Al Pacino, Colin Farrell, Bridget Moynahan, Gabriel Macht, Karl Pruner, Eugene Lipinski
Der harte britische Knastthriller „Screwed – Krieg im Knast“ basiert auf den Erinnerungen von Ronnie Thompson (ein Pseudonym), der sieben Jahre als Gefängniswärter arbeitete. Das verleiht dem Film im ersten Moment eine große Authentizität und man fragt sich immer wieder, ob es in englischen Gefängnissen wirklich so zu geht – und wie sehr sich das von deutschen Gefängnissen unterscheidet.
Allerdings werden Thompsons sieben Jahre im Film auf eine wesentlich kürzere Phase (ich hatte den Eindruck, dass der Film während einer mehrmonatigen Probezeit spielt) verkürzt und die Parallelgesellschaft des Gefängnisses wirkt dann wie ein Best-of-Knastfilm mit Insassen, die seelenruhig dealen, Wärtern, die schonungslos Gewalt anwenden, – sowieso herrscht hier das Recht das Stärkeren -, unfähigen Vorgesetzten (David Hayman schön fies), Pub- und Sexbar-Abenden der Wärter, die ihr Schlafdefizit mit Drogen ausgleichen und, etwas Story muss ja sein, einem schwunghaftem Drogenhandel, bei dem ein Wärter der Chef der Schmuggler ist. Unser ach so ehrlicher Held will sich nicht anpassen und es geschieht, was geschehen muss.
Dabei ist „Screwed – Krieg im Knast“ kein schlechter Film. Es ist halt nur ein weiterer harter Knastthriller, der trotz aller Übertreibungen und erzählerischen Verdichtungen (anscheinend hat sich der gesamte Abschaum des Universums in dem fiktiven Buch- und Filmknast HMP Romwell versammelt und beschlossen, dem Frischling gleich in den ersten Wochen zu beweisen, dass der wahre Krieg im Gefängnis und nicht im Irak stattfindet), gut und auch kurzweilig unterhält.
Eigentlich war ich sogar positiv überrascht, weil ich eher einen dümmlichen Actionfilm erwartete und ein straff erzähltes Drama sah, das Probleme zeigt, ohne eine Lösung zu haben. Denn auch wenn unser Held Sam am Ende den Job quittiert, wird sich im HMP Romwell nichts ändern. Der Kreislauf der Gewalt in dem geschlossenen System bleibt bestehen.
Screwed – Krieg im Knast (Screwed, GB 2011)
Regie: Reg Traviss
Drehbuch: Colin Butts
LV: Ronnie Thompson: Screwed: The Truth about Life as a Prison Officer, 2008
mit James D’Arcy, Noel Clarke, Frank Harper, Kate Magowan, Jamie Foreman, Doug Allen, Ray Panthaki, Andrew Shim, David Hayman, Joseph Gilgun
Dr. Chris Kelvin soll herausfinden, was auf der abgelegenen Raumstation Prometheus geschah. Die überlebenden Besatzungsmitglieder verhalten sich seltsam und eines Tages wacht Kelvin neben seiner quicklebendigen Frau auf. Dummerweise ist sie seit Jahren tot.
Das US-Remake von Andreij Tarkowskis Science-Fiction-Klassiker „Solaris“, den heute Zwanzigjährige nie gesehen haben. Dreißigjährige mit viel Glück. Denn nach der OFDB (und meinem Gedächtnis) lief der Film zuletzt vor sechs Jahren um Mitternacht auf Arte und die deutschen DVDs sind nicht empfehlenswert (Ton, Bild, Bonusmaterial).
Soderberghs Version ist Science-Fiction für denkende Menschen. Nicht perfekt, aber interessant.
Als Teenager war ich von Lems Roman mächtig begeistert. Tarkowskis Film sah ich erst Jahre später im TV.
mit George Clooney, Natascha McElhone, Jeremy Davies, Viola Davis, Ulrich Tukur
Ein Drogenhändler der besseren Art will aussteigen. Sein Boss hat vorher noch zwei Aufträge für ihn: er soll eine Junkie-Tochter aufspüren und eine riesige Menge Ecstasy aufkaufen. Das ist beides nicht so einfach.
Allgemein abgefeierter Gangsterthriller, der leider nie in die deutschen Kinos kam. Eine euphorische Stimme: „Aktionsreicher, beinharter Thriller in bester britischer Tradition. Hervorragend gespielt, fotografiert und inszeniert, bis ins kleinste Detail präzise entwickelt.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit Daniel Craig, Tom Hardy, Jamie Foreman, Sally Hawkins, Burn Gorman, Sienna Miller
Nur die Sonne war Zeuge (F/I 1960, R.: René Clément)
Drehbuch: René Clément, Paul Gégauff
LV: Patricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)
Tom Ripley soll im Auftrag von Philippes Vater den Sohn nach Amerika zurückbringen. Aber Tom und Philippe verstehen sich gut und Tom gefällt das müßige Millionärsleben. Warum also nicht einfach Philippe Greenleaf umbringen und dessen Stelle einnehmen?
Grandiose Verfilmung des ersten Ripley-Romanes; obwohl der Film moralisch korrekter endet.
Neben dem ausgefeilten Drehbuch trug besonders Henri Decaes superbe Farbfotografie zum Erfolg des Films bei. Erstmals schuf Farbe jene beklemmende Atmosphäre, die bis dahin nur aus den Schwarzweiß-Filmen der Schwarzen Serie bekannt war.
Patricia Highsmith schrieb danach vier weitere Bücher mit Tom Ripley, dem ersten sympathischen Psychopathen der Kriminalgeschichte.
LV: Cornell Woolrich: For the Rest of Her Life, 1968 (Kurzgeschichte, ursprünglich erschienen in Ellery Queen’s Mystery Magazine, deutscher Titel „Für den Rest ihres Lebens“)
Unerreichte Studie einer sadomasochistischen Paarbeziehung: Helmut Salomon versucht seine Frau, die etwa dreißigjährige Martha, zu erziehen und isoliert sie dafür zunehmend von der Außenwelt. Martha hat zunehmend Angst um ihr Leben. Aber sie will auch erzogen werden.
Weil Rainer Werner Fassbinder die Rechte an der Geschichte von Cornell Woolrich nicht hatte, durfte der für das Fernsehen gedrehte Film fast zwanzig Jahre nicht gezeigt werden. Er lief nur zweimal, 1974 und 1976, im Fernsehen. Als „Martha“ 1994 in Venedig seine Kinouraufführung hatte und im November 1994 im Kino startete, waren die Kritiker begeistert.
„Martha“ ist ein gut abgehangener Noir. Oder, für die Bildungsbürger: „Martha ist die ‚triviale’ Horror-Variante von Fontane Effi Briest…Von allen Filmen Fassbinders erscheint mir dieser der kompakteste, ein Film ohne Abschweifungen, zielstrebig auf einen Punkt zusteuernd.“ (Wilhelm Roth in Rainer Werner Fassbinder, Reihe Film 2, Hanser Verlag)
Mit Margit Carstensen, Karlheinz Böhm, Adrian Hoven, Barbara Valentin, Ingrid Caven, Günter Lamprecht, Peter Chatel, Salem El Hedi, Kurt Raab (und dem Bodensee, besonders Konstanz, als Kulisse)
Welt am Draht (D 1973, R.: Rainer Werner Fassbinder)
Drehbuch: Fritz Müller-Scherz, Rainer Werner Fassbinder
LV: Daniel F. Galouye: Simalacron-3, 1964 (Welt am Draht, Simulacron 3, The 13th Floor)
Nach dem mysteriösen Tod von Professor Vollmer übernimmt sein engster Mitarbeiter, Dr. Fred Stiller, die Leitung von „Simulacron 1“, einem Projekt in dem eine künstliche Welt erschaffen wurde, die präzise Vorhersagen über die reale Welt machen kann. Bald fragt Stiller sich, ob er Teil eines anderen Simulacron-Projekts ist und daher in einer künstlichen Welt lebt.
Rainer Werner Fassbinder dreht für das Fernsehen einen Science-Fiction-Zweiteiler und lädt dafür neben seinem Clan auch ungefähr alles, was damals Rang und Namen hatte, ein. Das Ergebnis ist toll und wurde in den vergangenen Jahren, nachdem der Film jahrelang nicht mehr im Fernsehen lief, auch gewürdigt. Neben den „Matrix“-Vergleichen (wonach „Welt am Draht“ ein Vorläufer von „Matrix“ ist und die Brüder Andy und Larry Wachowski etliche Ideen aus Fassbinders Film geklaut haben) hat vor allem die 2010 auf der Berlinale präsentierte restaurierte Fassung, mit anschließender DVD-Auswertung, einen entscheidenden Anteil an der Wiederentdeckung des Klassikers, der fragt, wie real die Wirklichkeit ist. Allerdings ist „Welt am Draht“ aus heutiger Sicht auch arg betulich inszeniert.
Dennoch: so gut konnte das deutsche Fernsehen sein.
Ach ja: Arte zeigt erstmals im TV die restaurierte Fassung.
mit Klaus Löwitsch, Barbara Valentin, Mascha Rabben, Karl-Heinz Vosgerau, Wolfgang Schenck, Günter Lamprecht, Ulli Lommel, Adrian Hoven, Ivan Desny, Joachim Hansen, Kurt Raab, Margit Carstensen, Peter Chatel, Ingrid Caven, Gottfried John, Christine Kaufmann, Rainer Langhans, Bruce Low, Eddie Constantine, Walter Sedlmayr, Elhedi Ben Salem, Peter Kern, Werner Schroeter, Magdalena Montezuma
Wahrscheinlich weil der ECHO-Jazzpreis der Deutschen Phono-Akademie in Dresden verliehen wird, sieht der MDR sich genötigt, über die Preisverleihung zu berichten. Dieter Moor moderiert, es wird Lob- und Dankesreden und, hoffentlich, auch etwas Musik geben.
„Sparks“ (USA 2009) ist ein von Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (Killshot, Inception, 50/50) geschriebener und gedrehter Kurzfilm mit Carla Gugino, Eric Stoltz und Xander Berkeley. Gordon-Levitts Regiedebüt basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Elmore Leonard, die zuerst in dem von Otto Penzler herausgeben Sammelband „Murder and Obsession“ (1999) und später in „When the Women come out to dance“ (2002), einem Sammelband mit neun Elmore-Leonard-Kurzgeschichten in dem auch „Fire in the Hole“, die Geschichte, die die tolle TV-Serie „Justified“ mit Timothy Olyphant als US Marshal Raylan Givens inspirierte, erschien.
Obwohl Gordon-Levitt die Dialoge (so meine Erinnerung, die ich schnell mit einem Blick in die Kurzgeschichte überprüfte) getreulich von Elmore Leonard übernahm, funktioniert der Kurzfilm besser als leicht experimentelles Experiment.
In Hamburg nimmt ein türkischer Witwer eine Prostituierte bei sich auf. Nach ihrem Tod fährt sein Sohn nach Istanbul, um ihre Tochter zu suchen.
„Auf der anderen Seite“ steht im Schatten von Fatih Akins großem Erfolg „Gegen die Wand“. Trotzdem erhielt der Ensemblefilm neben euphorischen Kritiken auch etliche Preise; unter anderem in Cannes den Preis für das beste Drehbuch, den Europäischen Filmpreis für das Drehbuch und den Deutschen Filmpreis in den Kategorien bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und bester Schnitt.
„Sowohl auf der Dialogebene als auch in der gesamten Anlage der Geschichte findet er eine sehr überzeugende Balance aus Künstlichkeit und Realismus.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit Baki Davrad, Nursel Köse, Hanna Schygulla, Tancel Kurtiz
Der korrupte Cop Grimaldi soll eine Berufskillerin, die sich mit der Mafia angelegt hat, beschützen. Er verliebt sich in sie und, auch weil sie ihr eigenes Spiel spielt, gerät er zwischen alle Fronten.
„Ein Film noir wie aus der Schreibmaschine von Cornell Woolrich“, steht vollkommen zutreffend im Fischer Film Almanach (1995).
mit Gary Oldman, Lena Olin, Annabella Sciorra, Juliette Lewis, Roy Scheider, Will Patton, David Proval, James Cromwell, Ron Perlman, Dennis Farina (Cameo)
Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung (Island 2008, R.: Óskar Jónasson)
Drehbuch: Arnaldur Indridason, Óskar Jónasson
Der Schmuggler und Familienvater Kristófer, auf Bewährung draußen, will, obwohl er finanziell kaum über die Runden kommt, ehrlich bleiben. Aber für seine Familie lässt er sich auf eine letzte Schmuggeltour ein.
„Isländischer Kriminalfilm, der trockenen Humor mit rasanten Actionszenen verbindet.“ (Lexikon des internationalen Films)
Für das gelungene US-Remake „Contraband“ übernahm Hauptdarsteller Baltasar Kormákur die Regie und Mark Wahlberg die Hauptrolle.
Heute hat mein eine der seltenen Gelegenheiten, sich das Original anzusehen – und man kann überrascht feststellen, dass einige der unglaublichsten Szenen schon im deutlich vom US-Gangsterthriller beeinflussten Original, das einen kräftigen Schluck aus der Kaurismäki-Pulle genommen hat, drin waren.
„Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung“ wirkt wie die Skizze für „Contraband“.
mit Baltasar Kormákur, Ingvar Eggert Sigurdsson, Kilja Nótt Thórarinsdóttir