TV-Tipp für den 7. Mai: Heat

Mai 7, 2012

Kabel 1, 22.05

Heat (USA 1995, R.: Michael Mann)

Drehbuch: Michael Mann

Die Story ist einfach und altbekannt: ein Polizist jagt einen ihm geistesverwandten Dieb.

Der Film ist sogar ein Remake. Michael Mann nahm einfach sein altes Drehbuch für „Showdown in L. A.“ (L. A. Takedown, 1989) und machte aus einem anderthalbstündigem TV-Piloten einen dreistündigen Kinofilm. Dank des größeren Budgets und guter Schauspieler (eine aus heutiger Sicht sehr beeindruckende Liste von Mann-Vertrauten, Stars und damals noch unbekannteren Namen) entstand ein Klassiker.

Berater bei dem Film waren Chuck Adamson (vor seinem Tod: Polizist und Autor für „Miami Vice“ und „Crime Story“), Dennis Farina (heute: Ex-Polizist und Schauspieler) und Andy McNab (heute: Ex-SAS und Schriftsteller).

mit Al Pacino, Robert De Niro, Val Kilmer, Jon Voight, Tom Sizemore, Amy Brenneman, Ashley Judd, Mykelti Williamson, Wes Studi, Diane Venora, Ted Levine, Dennis Haysbert, William Fichtner, Natalie Portman, Tom Noonan, Danny Trejo, Henry Rollins, Jeremy Piven, Xander Berkeley, Marty Ferrero, Rick Avery, Bud Curt (ungenannt, als Restaurantmanager Solenko)

Hinweise

Wikipedia über „Heat“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Heat“ von Michael Mann (Fassung vom 3. März 1994)

Michael Mann in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. Mai: Daybreakers

Mai 6, 2012

Pro 7, 22.20

Daybreakers (Australien/USA 2009, R.: Michael Spierig, Peter Spierig)

Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig

2019: Vampire beherrschen die Welt. Weil es aber nicht mehr genug Menschenblut gibt, forscht Vampir Edward Dalton für Bromley an einem Blutersatz. Als er auf einige Menschen, die im Untergrund leben, trifft, muss er sich zwischen den Menschen und den Vampiren entscheiden.

Daybreakers“ ist ein feiner Film, der trotz Ethan Hawke, Willem Dafoe und Sam Neill und der guten Einspielergebnissen in anderen Ländern bei uns keinen Kinostart erhielt. Das führt zu der traurigen Erkenntnis, dass Vampirfilme derzeit wohl nur als Biss-Filme genug kommerzielles Appeal für eine Kinoauswertung haben. Eine in sich glaubwürdige Dystopie, die detailreich eine Welt zeichnet, in der durchaus kultivierte Blutsauger die Macht übernommen haben, gehört nicht dazu.

mit Ethan Hawke, Willem Dafoe, Sam Neill, Claudia Karvan, Michael Dorman, Isabel Lucas

Wiederholung: Montag, 7. Mai, 02.00 Uhr

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Daybreakers“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Daybreakers“

Fearnet telefoniert mit den Spierig-Brüdern (19. Oktober 2007)

Killerfilm trifft die Spierig-Brüder (8. Januar 2010)

Meine Besprechung von „Daybreakers“


TV-Tipp für den 5. Mai: Das Urteil – Jeder ist käuflich

Mai 5, 2012

Sat.1, 22.15

Dar Urteil – Jeder ist käuflich (USA 2003, R.: Gary Fleder)

Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien, Rick Cleveland, Matthew Chapman

LV: John Grisham: The runaway jury, 1996 (Das Urteil)

Die Witwe eines bei einem Amoklauf erschossenen Geschäftsmannes verklagt die Waffenhersteller. Die Angeklagten engagieren Rankin Fitch, ihnen die passenden Geschworenen herauszusuchen. Aber der Geschworene Nick Easter spielt sein eigenes Spiel.

Der erste gemeinsame Film der seit Jahrzehnten befreundeten Stars Gene Hackman und Dustin Hoffman ist ein spannender Verschwörungsthriller über die Käuflichkeit des us-amerikanischen Justizsystems. Während des Drehs bemerkten die Macher, dass sie zwar einen Hackman/Hoffman-Film drehten, aber keine Hackman/Hoffman-Szene hatten. Also wurde die Toiletten-Szene geschrieben.

Das Drehbuch zu dieser gelungenen Grisham-Verfilmung war 2004 für den Edgar Allan Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert.

Mit John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Bruce Davison, Jennifer Beals

Wiederholung: Sonntag, 6. Mai, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Urteil“

Homepage von John Grisham

Wikipedia über John Grisham (deutsch, englisch) und „Das Urteil“ (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über John Grisham

John-Grisham-Fanseite

John Grisham in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Mai: Minority Report

Mai 4, 2012

Pro 7, 20.15

Minority Report (USA 2002, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Scott Frank, Jon Cohen

LV: Philip K. Dick: The Minority Report, 1956 (erstmals erschienen in Fantastic Universe, Januar 1956, Der Minderheiten-Bericht, Kurzgeschichte)

Schöne neue Welt: 2054 werden in Washington, D. C., Verbrecher bereits vor der Tat, aufgrund der Prognose von Precogs, verhaftet. Ein perfektes System, bis die Precogs sagen, dass der Polizist John Anderton bald einen Mann, den er überhaupt nicht kennt, umbringen wird. Anderton glaubt nicht an die Prognose. Er flüchtet und versucht herauszufinden, warum er zum Mörder werden soll.

Guter, etwas zu lang geratener Science-Fiction-Thriller, der für den Bram-Stoker-, Nebula- und Hugo-Preis nominiert war und den Saturn-Preis erhielt.

mit Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, Max von Sydow, Lois Smith, Peter Stormare

Wiederholung: Samstag, 5. Mai, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Minority Report“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Minority Report“

Homepage von Philip K. Dick

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ ist 50/50

Mai 3, 2012

Gerade als der 27-jährige Adam Lerner (Joseph Gordon-Levitt) glaubt, dass sein Leben richtig beginnt, erfährt er, dass er Krebs hat. Er kann es nicht fassen. Denn er ist der fleischgewordene Biedermann. Selbstverständlich ist er Nichtraucher und beim Joggen bleibt er brav an einer roten Ampel stehen. Auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist. Aber Krebs kann jeden treffen. Sein Kumpel Kyle (Seth Rogen), der auf den ersten Blick sein vergnügungssüchtiger Antagonist ist, dessen Leben aus Saufen, Sex und pubertären Witzen besteht, tröstet ihn, dass eine Heilungschance von „50/50“ doch gar nicht so schlecht sei und auch später wird er immer mehr, ohne ein Wort darüber zu verlieren, zu seinem treuen Begleiter. Er ist ein echter Freund und Seth Rogen spielt ihn angenehm zurückhaltend.

Auch Adams dominante Mutter (Anjelica Huston) offenbart vor allem am Filmende neue Seiten. Adams Leidensgefährten, die er während der Chemotherapie kennen lernt (Philip Baker Hall, Matt Frewer), sind doppelt so alt, aber geteiltes Leid ist vielleicht nicht halbes Leid, aber die Haschkekse machen es etwas erträglicher. Und dann ist da noch Adams Therapeutin (Anna Kendrick), die noch in der Ausbildung steckt, sichtlich von ihrem gleichaltrigen Patienten überfordert ist und wie sich die Beziehung zwischen ihr und Adam entwickelt, können wir uns, vor allem nachdem Adam sich von seiner Freundin trennt, denken.

Drehbuchautor Will Reiser, der selbst Krebs hatte, und Regisseur Jonathan Levine („All the Boys love Mandy Lane“) gehen das ernste Thema mit einer ordentlichen Portion Humor und entsprechend unsentimental an. „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ umschifft so gekonnt die offensichtlichen Fallen der Geschichte, die leicht zu einer tränenreichen Schmonzette hätte werden können. Aber über die Krankheit, wie sie behandelt wird und was sie für einen bedeutet, erfährt man auch ziemlich wenig, weil in dem Film der Krebs schnell zur austauschbaren Probe für den Protagonisten, die ihn zum Mann machen soll, wird. Mit einer 50/50-Chance ist die Probe allerdings gar nicht so schwer. In dem letzte Woche im Kino angelaufenen französischen Spielfilm „Das Leben gehört uns“ müssen die jungen Eltern von dem keine zwei Jahre altem Adam erfahren, dass ihr Kind Krebs und keine reelle Überlebenschance hat. Und während Valérie Donzelli in ihrer kraftvollen Ode an das Leben spürbar macht, wie die Krebsbehandlung und das Leben in Krankenhäusern plötzlich das gesamte Leben der jungen Eltern bestimmt, schrecken Reiser und Levine genau davor zurück.

50/50“ ist halt nur gut gespieltes und gut gemachtes Independent-Kino über einen jungen Mann, der erwachsen wird und eine neue Freundin findet.

Vielleicht sollten wir Europäer ein Remake von „50/50“ machen…

50/50 – Freunde fürs (Über)leben (50/50, USA 2011)

Regie: Jonathan Levine

Drehbuch: Will Reiser

mit Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anna Kendrick, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Matt Frewer, Philip Baker Hall

Länge: 100 Minuten

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „50/50“

Rotten Tomatoes über „50/50“

Wikipedia über „50/50“ (deutsch, englisch)

Zeit Online: Interview mit Will Reiser zum Film

 


Neu im Kino/FIlmkritik: Die gut besetzte Enttäuschung „The Cold Light of Day“

Mai 3, 2012

Mit „The Cold Light of Day“ gibt Mabrouk El Mechri sein Hollywood-Debüt.

Das ist ungefähr das erfreulichste, was über den neuen Film des Regisseurs von „JCVD“ gesagt werden kann. Während er in „JCVD“ mit Jean-Claude van Damme nur einen Star hatte, der sich selbst spielte und Mabrouk El Mechri so aus einem eher durchschnittlichen Banküberfall-Thriller eine intelligent-böse Meditation über das Startum und die Verbindungen von Schein und Sein machte, hat er in „The Cold Light of Day“ mit Bruce Willis, Sigourney Weaver und Henry Cavill (früher Charles Brandon in „Die Tudors“ , demnächst Superman/Clark Kent in „Man of Steel“) gleich mehrere bekannte Namen an Bord.

Dafür wurde dann auf ein intelligentes Drehbuch verzichtet. Um nicht falsch verstanden zu werden: verglichen mit infantilen Gurken wie „Battleship“ oder „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ hat „The Cold Light of Day“ ein fein ziseliertes Drehbuch. Aber verglichen mit Agententhrillern wie den „Bourne“-Filmen oder den actionlastigen Politthrillern der siebziger Jahre oder auch Arthur Penns Gene-Hackman-Matt-Dillon-Pappa-ist-Geheimagent-Vehikel „Target“ ist „The Cold Light of Day“ ein liebloses Malen nach Zahlen, in dem Will Shaw (Henry Cavill) beim Spanienurlaub feststellen muss, dass sein Vater (Bruce Willis) CIA-Agent ist, in irgendeiner sehr tiefen Scheiße steckt, bei der es um einen Koffer geht, den alle haben wollen (Zum Glück kein USB-Stick) und kaum beginnt sein Vater ihm die Sache zu erklären, wird er aus dem Hinterhalt erschossen. Wills Restfamilie wurde inzwischen entführt und er muss jetzt das tun, was ein Mann in dieser Situation eben tun muss. Dass er dabei als Normalo verdammt sportlich ist und über ein beachtliches Improvisationstalent verfügt – geschenkt. Das ist in diesen Filmen eben so. Dass Carrack (Sigourney Weaver im schießwütigen Bad-Ass-Modus) als Bösewicht Probleme gerne auch mit wüsten Ballereien auf offenen Plätzen erledigt – ebenso.

Immerhin hat sie ihren Spaß dabei. Dass das eine idiotische Art ist, mit Personalproblemen umzugehen; – geschenkt.

Aber auch dann hat „The Cold Light of Day“ mit krassen Logiklöchern und Absurditäten zu kämpfen, die einem den Spaß an diesem touristischen Action-Thriller vergällen, der von der ersten bis zur letzten Minute wie die Kopie von vielen anderen, ungleich besseren Filmen wirkt.

Der groß angekündigte Auftritt von Bruce Willis beschränkt sich auf die ersten Minuten des Films. Danach wird er aus dem Hinterhalt erschossen und, das mag jetzt etwas schockierend sein, er ist wirklich tot. Ja, er taucht im Finale nicht als rettender Engel auf. Insofern ist „The Cold Light of Day“ ein weiterer Film in Bruce Willis‘ umfangreicher Filmographie, in dem er sich mit einer kleinen Rolle begnügt, um etwas auszuprobieren oder, was hier wahrscheinlich der Fall war, um mit Mabrouk El Mechri zusammen zu arbeiten.

The Cold Light of Day (The Cold Light of Day, USA 2011)

Regie: Mabrouk El Mechri

Drehbuch: Scott Wiper, John Petro

mit Henry Cavill, Verónica Echegui, Bruce Willis, Sigourney Weaver, Joseph Mawle, Caroline Goodall, Roschdy Zem, Colm Meaney

Länge: 94 Minuten

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Cold Light of Day“

Rotten Tomatoes über „The Cold Light of Day“

Wikipedia über „The Cold Light of Day“


TV-Tipp für den 3. Mai: Nachtschicht: Ich habe Angst

Mai 3, 2012

ZDFneo, 20.15

Nachtschicht: Ich habe Angst (D 2008, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Auch in ihrer fünften Nacht gibt es für den Hamburger Kriminaldauerdienst viel zu tun. Bei einer Razzia entwischt ihnen der Kopf der Fälscherbande. Eine Lehrerin meldet sich anonym beim KDD und zeigt eine Kindesmisshandlung an. Ein Mann wird erstochen.

Zufälle über Zufälle – aber von Lars Becker schlüssig, pointiert und gewohnt unterhaltsam als Porträt einer Nacht zusammengefügt.

Mit Armin Rohde, Minh-Khai Phan-Thi, Ken Duken, Barbara Auer, Pierre Semmler, Ulrike Krumbiegel, Matthias Brandt

Hinweise

ZDF über „Nachtschicht“

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 2. Mai: Der große Coup/Die schwarze Windmühle

Mai 2, 2012

Eine kleine Don-Siegel-Nacht

HR, 23.15

Der große Coup (USA 1973, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Dean Riesner, Howard Rodman

LV: John Reese: The Looters, 1968 (später wegen des Films “Charley Varrick”)

Zufällig klaut Charley Varrick bei einem Überfall auf eine Provinzbank eine dreiviertel Million Dollar. Dummerweise gehört das Geld der Mafia – und die versteht keinen Spaß.

Herrlich amoralischer Gangsterfilm, bei dem ein Einzelner einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen eine große, skrupellose Organisation aufnimmt.

„In diesem besten von Siegels späten Filmen wird nicht nur mit dem Genre gespielt, bis ein Westernmuster in einem Mafiafilm aufscheint, sondern sein Drehbuch ist auch derart ausgefeilt, dass es seine Wahrheit erst im letzten Moment offenbart.“ (Kevin Gough-Yates, in Frank Arnold/Michael Esser [Hrsg.]: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme)

John Reese schrieb in erster Linie Western.

Mit Walter Matthau, Joe Don Baker, John Vernon, Felicia Farr, Don Siegel (als Tischtennisspieler)

Hinweise

Wikipedia über „Der große Coup“ (deutsch, englisch)

HR, 01.00

Die schwarze Windmühle (GB 1974, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Leigh Vance

LV: Clive Egleton: Seven days to a killing, 1973

Der Sohn des britischen Geheimagenten Tarrant wird entführt. Tarrants Vorgesetzten scheinen kein Interesse an einer Befreiung zu haben. Also kämpft Tarrant allein um das Leben seines Sohnes.

Ein Spätwerk von Don Siegel: ein harter, eiskalter Agententhriller, der seine Story konzentriert und ohne Mätzchen geradlinig erzählt.

„‘The black Windmill’ ist kein bedeutendes Werk in Siegel Karriere, aber etwas, das es heute kaum noch gibt: ein mit Konzentration und Originalität erzählter Genrefilm.“ (Marcus Stiglegger in Frank Arnold/Michael Esser, Hrsg.: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme, 2003)

Mit Michael Caine, Donald Pleasence, John Vernon, Delphine Seyrig

Hinweise

Wikipedia über Clive Egleton und über „Die schwarze Windmühle“ (deutsch, englisch)

Fantastic Fiction über Clive Egleton

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


TV-Tipp für den 1. Mai: Inglourious Basterds

Mai 1, 2012

RTL, 22.25

Inglourious Basterds (USA/D 2009, R.: Quentin Tarantino [Regie „Nation’s Pride“: Eli Roth])

Drehbuch: Quentin Tarantino (deutsche Dialoge: Tom Tykwer; französische Dialoge: Nicholas Richard)

Frankreich, 1944: Aldo Raine und seine Spezialeinheit sind zum Nazi-Skalpieren nach Europa gekommen. Die Jüdin Shosanna will den SS-Mann Hans Landa (Oscar für Christoph Waltz), der ihre Familie umbrachte, töten. In Paris, in einem Kino, treffen sie sich.

Ein feiner Kriegsfilm, den man unbedingt in der Originalfassung, in der meisterlich zwischen den verschiedenen Sprachen gewechselt wird, ansehen sollte. Außerdem wird auch im Original die meiste Zeit deutsch gesprochen.

RTL wird aber wahrscheinlich die deutsche Synchronisation bringen.

mit Brad Pitt, Mélanie Laurent, Eli Roth, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Jacky Ido, B. J. Novak, Omar Doom, August Diehl, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Mike Myers, Julie Dreyfus, Mike Myers, Rod Taylor, Sönke Möhring, Ken Duken, Christian Berkel, Ludger Pistor, Jana Pallaske, Bo Svenson, Enzo G. Castellari (als er selbst), Samuel L. Jackson (Erzähler in der Originalversion)

Wiederholung: Mittwoch, 2. Mai, 03.25 Uhr

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Inglourious Basterds“

Collider: Interviews zum Film mit Christoph Waltz, Eli Roth, Samm Levine, B. J. Novak, Diane Kruger und Melanie Laurent

YouTube: Cannes-Pressekonferenz “Inglourious Basterds” (Teil 1, Teil 2)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‚Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

 Quentin Tarantino in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. April: Spartan

April 29, 2012

ZDF, 22.30

Spartan (USA 2004, R.: David Mamet)

Drehbuch: David Mamet

Die Tochter des US-Präsidenten wird entführt. Spezialagent Robert Scott soll sie finden – und der Befehlsempfänger deckt ein Komplott auf.

Wenn David Mamet einen Polit-Thriller schreibt und inszeniert, dann sind einerseits die üblichen Genrestandards enthalten und andererseits, dank guter Schauspieler und Dialoge, auch viel mehr.

Außerdem waren bei den Vorbereitungen und dem Dreh zahlreiche Polizei- und Militärspezialisten dabei. Der bekannteste (und wichtigste) dürfte Eric L. Haney sein, dessen „Inside Delta Force“ auch die Grundidee für die von David Mamet und Shawn Ryan (The Shield) erfundene grandiose Serie „The Unit“ lieferte.

mit Val Kilmer, Derek Luke, William H. Macy, Ed O’Neill, Kristen Bell, Tia Texada, Mark Pellegrino

Hinweise

Homepage zum Film

Drehbuch „Spartan“ von David Mamet

Wikipedia über „Spartan“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von David Mamets „Bambi vs. Godzilla – Über Wesen, Zweck und Praxis des Filmbusiness“ (Bambi vs. Godzilla – On the Nature, Purpose, and Practice of the Movie Business, 2007)

David Mamet in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 29. April: Fahrraddiebe

April 29, 2012

ZDF Kultur, 23.00

Fahrraddiebe (I 1948, R.: Vittorio De Sica)

Drehbuch: Cesare Zavattini, Oreste Biancoli, Suso Cecchi d’Amico, Adolfo Franci, Vittorio De Sica

LV: Luigi Bartolini: Ladri di Biciclette, 1948 (Fahrraddiebe)

Rom, kurz nach dem Krieg: Antonios Fahrrad, das er unbedingt für seine Arbeit braucht, wird geklaut. Zusammen mit seinem Sohn sucht er den Dieb.

Ein Meilenstein des italienischen Neorealismus

mit Lamberto Maggionrani, Enzo Staiola, Liannella Carell

Wiederholung: Montag, 30. April, 03.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Fahrraddiebe“ (deutsch, englisch)

Archive.org: „Fahrraddiebe“ in der deutschen Fassung

Film-Rezensionen bespricht „Fahrraddiebe“

Critic bespricht „Fahrraddiebe“

Kauftipp

Im Unionsverlag erschien jetzt die Taschenbuchausgabe von Luigi Bartolinis „Fahrraddiebe“ (übersetzt von Hellmut Ludwig, 224 Seiten, 10,95 Euro) und, was soll ich sagen, ich liebe diese alten Romane, in denen sich die Autoren ewig Zeit ließen, bis die Handlung beginnt. Schon im zweiten Absatz steht „Hierher bin ich heute gekommen, auf die Piazza del Monte, um zu versuchen, mein schönes neues Fahrrad wiederzufinden, das mir gestern gestohlen wurde.“


TV-Tipp für den 28. April: Mr. Klein

April 28, 2012

Meine Bitte, den Film mal vor Mitternacht zu zeigen, wurde erhört

WDR, 23.55

Monsieur Klein (F/I 1976, R.: Joseph Losey)

Drehbuch: Franco Solinas, Fernando Morandi, Joseph Losey

Paris 1942: Robert Klein verdient als Kunsthändler gut an der Not der Juden. Eines Tages liegt vor seiner Haustür ein an ihn adressiertes Exemplar der „Les informations juives“. Klein will herausfinden, warum er die Zeitung zugeschickt bekommen hat. Er erfährt von einem gleichnamigen Juden, der sich anscheinend seiner Identität bemächtigen will.

Kafkaesker Alptraum ohne die Hoffnung auf ein Happy End, von Losey karg und sehr stilbewusst inszeniert. Delons zurückhaltendes Spiel passt perfekt zur Rolle des emotionslosen Mitläufers, der nur an sich denkt und dabei zielsicher ins Verderben läuft.

Delon war für einen Cesar als bester Schauspieler nominiert, Losey erhielt einen für die Regie und der Film gewann den Cesar für bester Film.

mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Michel Lonsdale, Juliet Bertot, Suzanne Flon, Jean Bouise

Hinweise

Wikipedia über „Monsieur Klein“ (deutsch, englisch, französisch)

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon

Meine Besprechung von „Der Leopard“ (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von „Die Abenteurer“ (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 27. April: Der Deutsche Filmpreis 2012

April 27, 2012

ARD, 21.45

Der Deutsche Filmpreis 2012

Noch nicht „Oscar“, aber man bemüht sich, die Verleihung des Deutschen Filmpreises (Lola heißt unser Oscar) möglichst prächtig zu gestalten. Erwartet werden 1800 Gäste, 600 Flaschen Schampus stehen bereit, Michael Bully Herbig, Christoph Maria Herbst, Josef Hader, Volker Schlöndorff, Roland Emmerich und Florian David Fitz werden die Gewinner verkünden. Was soll da noch schief gehen?

Mehr Infos auf der Seite zum Deutschen Filmpreis.


Dokumentarfilmtipp des Tages: Sam Peckinpah – Man of Iron

April 26, 2012

Diese BBC-Dokumentation über Sam Peckinpah muss ich mir unbedingt ansehen:

Danach, vielleicht, mal wieder

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Das Leben gehört uns“ feiert das Leben

April 26, 2012

basierend auf einer wahren Geschichte“ wurde in den letzten Jahren zu der inflationären Floskel bei Spielfilmen, um der Geschichte einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu geben; auch wenn die wahre Geschichte anders war.

Auch der französische Spielfilm „Das Leben gehört uns“ basiert auf einer wahren Geschichte. Nämlich der Geschichte von einem jungen Ehepaar und ihrem Kind, dem mit 18 Monaten Krebs diagnostiziert wurde. Die Ärzte räumen dem Kind sehr geringe Überlebenschancen ein.

Selbstverständlich hoffen die Eltern, das ihr Kind überlebt und sie begeben sich, von einem Krankenhaus zum nächsten, auf eine Odyssee durch das Gesundheitssystem.

So weit, so konventionell.

Aber „Das Leben gehört uns“ wurde von Valérie Donzelli inszeniert, die auch das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle spielt, und sie erzählt, basierend auf ihren Tagebüchern, die Geschichte ihres Sohnes Gabriel, der im Film Adam heißt und sich heute kerngesund ist. Ihr Ehemann und Gabriels Vater Jérémie Elkaïm schrieb ebenfalls am Drehbuch mit und übernahm die Rolle des oft als überfordert und so ziemlich verantwortungslos erscheinendem Filmvater.

Sie zeichnen in ihrem Film ein ziemlich ungeschminktes Porträt einer jungen Familie, die den Kampf gegen den Krebs und um ihr Kind aufnimmt. Denn plötzlich müssen sie ihr gesamtes Leben umstellen. Anstatt zu arbeiten und Karriere zu machen, sitzen sie in Krankenhäusern.

In gewisser Weise ist dieser Film autobiographisch, weil Jérémie und ich ein Kind haben, das schwer krank wurde. Die Fakten liegen sehr nah an dem, was wir durchgemacht haben, dennoch erzählt der Film nicht unsere Geschichte“, sagt Valérie Donzelli im Presseheft.

Ihr Mann Jérémie Elkaïm ergänzt: „Dass wir uns dann in dieses Projekt gestürzt haben, lag daran, dass unser Sohn im wirklichen Leben geheilt wurde. Wir dachten, dass wir etwas Wundervolles mit den Zuschauern teilen können. Der Gedanke, dass wir das Böse loswerden, um etwas Gutes zu teilen, machte das Projekt verlockend. Der Wunsch, über das Kino eine ideale Version des Lebens zu vermitteln, ist etwas, das Valérie und mich sehr stark verbindet.“

Der teils mit Laien gedrehte Film ist auch eine Danksagung an das staatliche Gesundheitssystem und den Sozialstaat. Denn einerseits – und zu Recht – vertrauen Juliette und Roméo (so heißen die Eltern im Film) darauf, dass Adam eine gute und angemessene Behandlung erfährt, andererseits stehen sie deswegen und obwohl sie nicht mehr berufstätig sein können, nicht vor dem finanziellen Ruin.

Und es ist eine kraftvolle Liebeserklärung an das Leben, den Durchhaltewillen und den Glauben einer Familie aneinander und eine großes, unpathetisches Danke-Schön an die Menschen, die sich über viele Jahre in verschiedenen Krankenhäusern um ihren Sohn Gabriel kümmerten und die auch bei den Dreharbeiten mithalfen.

Das alles wird von Donzelli in einer typisch französischen Mischung, mit klug gewählten Stilbrüchen und einem improvisiert-dokumentarischem Touch, präsentiert, die sich selbstbewusst in die Tradition der Nouvelle Vague stellt, die persönliche Geschichten publikumswirksam erzählen wollte. Das gelingt „Das Leben gehört uns“.

Das Leben gehört uns (La Guerre est déclarée, Frankreich 2011)

Regie: Valérie Donzelli

Drehbuch: Valérie Donzelli, Jérémie Elkaïm

mit Valérie Donzelli, Jérémie Elkaïm, César Desseix, Gabriel Elkaïm, Brigitte Sy, Elina Löwensohn, Michèle Moretti, Philippe Laudenbach, Bastien Bouillon, Béatrice De Staël, Anne Le Ny, Frédéric Pierrot, Elisabeth Dion

Länge: 100 Minuten

Hinweise

Französische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Das Leben gehört uns“ (englisch, französisch)

Rotten Tomatoes über „Das Leben gehört uns“

Film-Zeit über „Das Leben gehört uns“

Allocine über „Das Leben gehört uns“

 

taz: Interview mit Valérie Donzelli und Jérémie Elkaïm



TV-Tipp für den 26. April: Das Osterman-Weekend

April 26, 2012

ARD, 00.20

Das Osterman-Weekend (USA 1983, R.: Sam Peckinpah)

Drehbuch: Alan Sharp, Ian Masters

LV: Robert Ludlum: The Osterman-Weekend, 1972 (Das Osterman-Wochende)

Der CIA nimmt an, dass die Freunde von Journalist John Tanner KGB-Spione sind. Mit Tanners Hilfe verwanzen sie für ein Wochenende sein ganzes Haus. Ab da geht alles schief. Seine Freunde wollen ihre Geheimnisse schützen, Tanner will die Wahrheit wissen und CIA-Agent Fassett spielt ein ganz eigenes Spiel.

Peckinpahs letzter Film ist ein kühler Spionagethriller, ein Verwirrspiel (deshalb kann der Film immer wieder angesehen werden. Nach einem Jahr haben Sie die konfuse Handlung schon wieder vergessen.) und eine Studie über den Verfall von Freundschaft und Vertrauen. „Das Osterman-Weekend“ ist einer der schwachen Peckinpah-Filme mit einer deprimierenden Aussage.

Ulrich von Berg schrieb in „Sam Peckinpah – Ein Outlaw in Hollywood“ (1987): „The Osterman Weekend ist von der ersten bis zur letzten Einstellung ein monströses Vexierspiel, in dem jeder jeden täuscht und betrügt. Keine der Figuren ist zur Identifikation tauglich, alle sind nichts als abhängige Marionetten….Die Menschen in diesem Film sind flach und eindimensional, keiner von ihnen macht eine innere Entwicklung durch, ihre Handlungsmotive sind ohne Ausnahme von Eigennutz bestimmt (Macht, Rache, Prestige, materielle Vorteile). Peckinpah interessiert sich für keinen einzigen von ihnen besonders – und das ist gut angesichts des abstrusen Drehbuchs – sondern allein für das alles Vertrauen zerfressende und alle zwischenmenschliche Beziehungen infiltrierende Geflecht aus Intrigen und Gegenintrigen. Die Atmosphäre von Hilflosigkeit und Abhängigkeit ist wichtig, nicht die Plausibilität des Plots…In Peckinpahs letztem Film unterliegen sie (die eigenen vier Wände, AdV) der totalen Kontrolle eines offensichtlich wahnsinnigen CIA-Agenten. Die stoischen Einzelgänger, die sich in allen seinen anderen Filmen gegen Reglementierung und Anpassung zur Wehr setzen, gib es hier nicht mehr. Das Bild, das Peckinpah in The Osterman Weekend von Amerika entwarf, ist die konsequente Weiterentwicklung der düsteren Zukunftsvision seiner Western, das Versprechen einer freien Gesellschaft wird als Lüge entlarvt. Ein Arrangement mit dieser Gesellschaft ist den höchst unterschiedlichen Männern in Peckinpahs zeitgenössischen Filmen unmöglich“.

Mit Rutger Hauer, John Hurt, Craig T. Nelson, Dennis Hopper, Burt Lancaster, Chris Sarandon, Meg Fosters, Helen Shaver

Hinweise

Wikipedia über „Das Osterman-Wochenende“ (deutsch, englisch)

Ludlum Books – The Fansite of Robert Ludlum

Meine Besprechung von Mike Siegels „Passion & Poetry: The Ballad of Sam Peckinpah“

Meine Besprechung von Sam Peckinpahs „Gefährten des Todes“

Meine Besprechung von Sam Peckinpahs “Steiner – Das eiserne Kreuz”

Sam Peckinpah in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 25. April: Die Rebellen von Oberhausen

April 25, 2012

Arte, 22.15

Die Rebellen von Oberhausen (D 2012, R.: Jason Pohland)

Drehbuch: Jason Pohland

Gut einstündige Doku über, nun, „Die Rebellen von Oberhausen“; – also die jungen deutschen Regisseure, die vor fünfzig Jahren in Oberhausen das Ende von Papas Kino beschworen, einen neuen, die Wirklichkeit reflektierenden Film machen wollten und das bundesdeutsche Kino der siebziger Jahre prägten.

Hansjürgen Pohland, der auch zu den Unterzeichnern gehört, unterhielt sich jetzt, unter anderem, mit Alexander Kluge, Volker Schlöndorff, Edgar Reitz (der gerade im Hunsrück „Die andere Heimat“ dreht) und Haro Senft über das Manifest und seine Wirkung.

Anschließend läuft Alexander Kluges „Abschied von Gestern“.

Hinweise

Arte über die Doku und das Oberhausener Manifest

Wikipedia über das Oberhausener Manifest

Seite der Internationale Kurzfilmtage Oberhausen über das Oberhausener Manifest


TV-Tipp für den 24. April: Herr der Fliegen

April 24, 2012

ZDFkultur, 22.20

Herr der Fliegen (GB 1963, R.: Peter Brook)

Drehbuch: Peter Brook

LV: William Golding: Lord of the Flies, 1954 (Herr der Fliegen)

Nach einem Flugzeugabsturz versucht eine Gruppe britischer Schuljungen zu überleben. Zuerst halten sie sich an die in der Schule eingeübten Regeln. Doch schnell legen sie die Fesseln der Zivilisation ab.

eine exzellente und intelligente Verfilmung der literarischen Vorlage“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon) deren pessimistische Botschaft für Kontroversen sorgte und sorgt. Brooks selten gezeigte Verfilmung erlebte seine Deutschlandpremiere erst 1971 im ARD und 1983 dann auch im Kino.

William Golding erhielt 1983 den Nobelpreis für Literatur. Sein Debütroman „Herr der Fliegen“ ist inzwischen ein Klassiker.

1990 drehte Harry Hook ein Remake.

mit James Aubrey, Tom Chapin, Hugh Edwards, Roger Elwin, Tom Gaman, David Brunjes, Kent Fletcher

Wiederholung: Mittwoch, 25. April, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Herr der Fliegen“

Screen Online über „Herr der Fliegen“

Peter Brook über „Herr der Fliegen“

Fanseite zum Film


TV-Tipp für den 23. April: Rosemaries Baby

April 23, 2012

Arte, 22.00

Rosemaries Baby (USA 1968, R.: Roman Polanski)

Drehbuch: Roman Polanski

LV: Ira Levin: Rosemary’s Baby, 1967 (Rosemaries Baby)

Die sensible Rosemarie und ihr Mann ziehen in New York in ein Apartment ein, das in einem Haus, in dem seltsame Dinge geschehen sollen, ist. Schnell fragt sie sich, ob an den Gerüchten doch etwas dran ist. Vor allem nachdem sie überraschend schwanger wird. Sie glaubt, dass ihr Kind verhext ist. Aber niemand glaubt ihr.

Ein Horrorfilmklassiker, den ich, als ich ihn als Jugendlicher sah, als ziemlich langweilig empfand – und gerade das ist ein Grund, sich diesen Film noch einmal anzusehen und damit das erste Urteil zu revidieren. Außerdem fand ich Levins Roman, dem Polanski sehr genau folgt, gar nicht so schlecht.

mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon, Sidney Blackmer, Ralph Bellamy, Charles Grodin, Elisha Cook jr.

Wiederholung: Mittwoch, 25. April, 00.00 Uhr (Taggenau!)

HInweise

Wikipedia über „Rosemaries Baby“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Roman Polanskis “Der Ghostwriter” (The Ghost Writer, Fr/D/GB 2010)

Roman Polanski in der Kriminalakte

Ira Levin in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 22. April: Scoop – Der Knüller

April 22, 2012

ARD, 23.50

Scoop – Der Knüller (GB/USA 2006, R.: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen

Auf Wunsch eines frisch verstorbenen Star-Reporters ermitteln ein Magier (Allen gewohnt panisch) und eine junge Journalistin (Johansson ungewohnt tapsig) in einem Mordfall.

Nach dem hochgelobten Krimi „Matchpoint“ gab es mit „Scoop“ wieder einen typischen Allen-Film bei dem die in seiner damaligen Heimat Großbritannien spielende Krimigeschichte nur der Aufhänger für Witze ist. Danach drehte er in England noch den Krimi „Cassandras Traum“ und ging dann nach Spanien.

mit Scarlett Johansson, Woody Allen, Hugh Jackman, Ian McShane, Anthony Head

Hinweis

Französische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Scoop – Der Knüller“

Homepage von Woody Allen

Deutsche Woody-Allen-Seite

Woody Allen in der Kriminalakte