TV-Tipp für den 16. Oktober: Largo Winch – Tödliches Erbe

Oktober 16, 2012

ZDFneo, 22.00

Largo Winch – Tödliches Erbe (F 2008, R.: Jérôme Salle)

Drehbuch: Jérôme Salle, Julien Rappenau

LV: Philippe Francq, Jean van Hamme: L’Héritier , 1990 (Der Erbe), Le Group W, 1991 (Gruppe W), O.P.A, 1992 (Der Coup), Business Blues, 1993 (Business Blues, alles Comics)

Largo Winch, der unbekannte Erbe des unglaublich reichen Nerio Winch, will herausfinden, wer Nerio umbrachte. Dabei legt er sich mit mächtigen Leuten an.

Fetziger Actionthriller, der auf einer erfolgreichen Comicreihe basiert und in Frankreich ein Kinohit war.

„Largo Winch – Tödliches Erbe“ knüpft gelungen an die eskapistischen Abenteuerfilme der Sechziger, wie „Abenteuer in Rio“ (L’homme de Rio, 1964) mit Jean-Paul Belmondo, an. Das ist, auch in der Inszenierung, in erster Linie gut gemachte Unterhaltung die mit einem lockeren Fausthieb die Bedenkenträger Logik und Realismus schlägt, ohne in Hollywood-Gigantonomie zu verfallen.

Salle drehte auch „Anthony Zimmer – Fluchtpunkt Nizza“ (Sehbefehl), das von Hollywood als „The Tourist“ (Rotten-Tomatoes-Frischegrad 19 %) geremaked wurde.

mit Tomer Sisley, Kristin Scott Thomas, Miki Mannojlovic, Mélanie Thierry, Gilbert Melki, Karel Roden

Hinweise

Französische Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Largo Winch“ (deutsch, französisch)

Meine Besprechung von „Largo Winch – Tödliches Erbe“ (Largo Winch, Frankreich 2008)

Meine Besprechung von „Largo Winch II – Die Burma-Verschwörung“ (Largo Winch II, Frankreich/Belgien/Deutschland 2011)

 


DVD-Kritik: Nur wenige können „The Fades“ sehen

Oktober 15, 2012

Als ob die normalen Teenager-Ängste nicht schon genug wären. Der 17-jährige Paul Roberts wird auch noch von Alpträumen über eine nahende Apokalypse heimgesucht und er kann die Geister von toten Menschen sehen. Zum Glück erzählt ihm Neil Valentine, dass er nicht verrückt ist, sondern über eine besondere Gabe verfügt und dass er sie im Dienste der „Angelics“, einer Art Orden, die gegen bestimmte Umtriebe der Geister kämpft, Nutzen müsse. Oh, und dass er, Paul, der Auserwählte sei und sie jetzt gegen die Geister kämpfen müssten, die Menschenfleisch essen und so wieder, gesegnet mit einem immensen Appetit, auf die Erde zurückkehren würden.

Selbstverständlich hält sich die Begeisterung von Paul für diese neue Aufgabe in überschaubaren Grenzen. Er hängt dann doch lieber mit seinem einzigen Freund Michael ‚Mac‘ Armstrong ab und führt mit ihm echte Nerd-Gespräche, lässt sich von seiner Schwester in aller Öffentlichkeit gnadenlos beleidigen und schmachtet Jay an, die ihr Herz für den verklemmten Paul entdeckt.

Gut, das klingt jetzt wahrscheinlich nach einer weiteren 08/15-Schulkomödie, aber „The Fades“ ist dann doch etwas ganz anderes. Es ist die geglückte Verbindung von Schuldrama, Horrorfilm (zwischen Geisterfilm- und Zombie-Horror, mit einem Schuss Weltuntergang) und Superheldenepos, garniert mit wohldosiertem Humor, im Rahmen einer sechsteiligen TV-Serie, die von der BBC produziert wurde und daher auch den Intellekt des Zuschauers auf unterhaltsame Art befriedigt.

Dass die Geschichte auf sympathische Weise in der Wirklichkeit geerdet ist und die Charaktere glaubwürdig sind, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Es gibt nur einen Wermutstropfen, der eigentlich ein ganzes Fass ist: nach dem furiosen Showdown in der sechsten Episode kündigt sich am Horizont neues Unheil an. Paul hat zwar John (aka der Geist Polus), der zufällig einen Weg entdeckte, wie die Fades wieder zu Menschen werden können und der sich für erlittenes Unrecht rächen will, besiegt, aber er hat damit anscheinend etwas viel schlimmeres ausgelöst und wir werden nie erfahren, was Autor Jack Thorne sich für die zweite Staffel ausdachte, weil, trotz guter Quote und Preisen, wie dem BAFTA als beste dramatische Serie, die BBC keine zweite Staffel bestellte. „The Fades“ war dann, im Rahmen des allgemeinen Spardiktats, doch zu teuer und hatte ein zu altes Publikum. Das anvisierte Zielpublikum bei BBC 3, wo „The Fades“ lief, liegt zwischen 16 und 34 Jahren.

The Fades (The Fades, GB 2011)

Regie: Farren Blackburn, Tom Shankland

Drehbuch: Jack Thorne

mit Ian De Caestecker, Daniel Kaluuya, Johnny Harris, Natalie Dormer, Lily Loveless, Tom Ellis, Daniela Nardini, Sophie Wu, Joe Dempsey

–

DVD

Edel

Bild: 16:9 (PAL)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial (57 Minuten): Extra Szenen, Unveröffentlichte Szenen, Interview mit Mac, Hinter den Kulissen, Outtakes

Länge: 311 Minuten (3 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

–

Hinweise

BBC über „The Fades“

BBC Germany über „The Fades“

Wikipedia über „The Fades“ (deutsch, englisch)

 

 


TV-Tipp für den 15. Oktober: Machtkampf der Rocker

Oktober 15, 2012

ARD, 22.55

Machtkampf der Rocker (D 2012, R.: Gita Ekberg)

Drehbuch: Gita Ekberg

Dritte 45-minütige Doku von Gita Ekberg über die Hells Angels, die Bandidos und andere Outlaw Motorcycle Gangs, die alle in den vergangenen Wochen verstärkt von der Polizei besucht wurden.

Ihre ersten beiden Dokus „45 Min – Die Macht der Rocker“ (D 2010) und „45 Min – Die neue Macht der Rocker“ (D 2011) könnt ihr hier (mit einigen weiteren Informationen) ansehen.


Triff die Verantwortlichen für „Gnade“ und „Das Kind“ im Kino

Oktober 14, 2012

Während die Macher von „Nairobi Half Life“ (toller Gangsterfilm) und „Die Wand“ (bebildertes Hörspiel eines Romans) noch aus dem Koffer leben, packen die nächsten schon ihre Koffer.

„Gnade“ ist ein neuer Film von Regisseur Matthias Glasner und Hauptdarsteller Jürgen Vogel, die bereits in „Die Mediocren“, „Sexy Sadie“, „Der freie Wille“, „This is Love“, „Tatort: Flashback“ und „Die Stunde des Wolfs“ zusammen arbeiteten und nie vor kontroversen Stoffen zurückschreckten. Auch „Gnade“ wird die Zuschauer spalten.

Ingenieur Niels (Jürgen Vogel) ist mit seiner Frau und seinen Sohn nach Hammerfest gezogen, weil er dort mit ihnen ein neues Leben beginnen will. Als seine Frau nachts zufällig ein Mädchen überfährt (was sie erst am nächsten Tag erfährt) und Fahrerflucht begeht, wird ihre eh schon kriselnde Ehe auf die Probe gestellt.

Mir hat der Film, obwohl ich einiges zu bemängeln habe (wie arg gruselig-hölzerne Dialoge, im Nirgendwo endende Subplots, ein seltsames Ende), gefallen. Lag vielleicht auch an der Landschaft, in der ich keine fünf Minuten bleiben möchte, aber im warmen Kinosaal ist es etwas anderes.

Jedenfalls, wenn sie mit den Machern über eisige Landschaften. Beziehungen und Gnade reden wollen:

Berlin: 15.10. um 20:00 Uhr, Kino International mit Birgit Minichmayr, Jürgen Vogel, Matthias Glasner und Kristine Knudsen

Leipzig: 16.10. um 18:30 Uhr, Passage Kinos mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Lübeck: 16.10. um 20:00 Uhr, Filmhaus mit Produzentin Kristine Knudsen

Dresden: 16.10. um 20:45 Uhr, Programmkino Ost mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Hannover: 17.10. um 18:30 Uhr, Kino am Raschplatz mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Bremen: 17.10. um 21:00 Uhr, Schauburg mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Bielefeld: 18.10. um 18:30 Uhr, Lichtwerk mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Münster: 18.10. um 20:45 Uhr, Cinema mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Düsseldorf: 19.10. um 19:00 Uhr, Metropol mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Köln: 19.10. um 20:45 Uhr, Odeon mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Frankfurt: 20.10. um 18:30 Uhr, Harmonie Kinos mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Heidelberg: 20.10. um 20:15 Uhr, Gloria Kino mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Mannheim: 21.10. um 11:00 Uhr, Atlantis mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Freiburg: 21.10. um 15:00 Uhr, Friedrichsbau mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

Stuttgart: 21.10. um 19:30 Uhr, Atelier am Bollwerk mit Jürgen Vogel & Matthias Glasner

München: 22.10. um 20:00 Uhr, City Kinos mit Birgit Minichmayr & Matthias Glasner

Der reguläre Kinostart ist am 18. Oktober.

–

„Das Kind“ ist die Verfilmung eines Bestsellers von Sebastian Fitzek. In dem Thriller behauptet ein Kind, dass es ein Serienmörder sei. Anwalt Robert Stern (Eric Roberts) hält das aus nachvollziehbaren Gründen (Ein Zehnjähriger soll vor 15 Jahren einen Mord begangen haben? Vergiss es.) für Unfug. Aber dann überprüft er die Behauptungen des Jungen. Sie stimmen. Und das ist erst der Anfang für einige höllisch spannende Stunden. Jedenfalls wenn man Fitzeks Thriller liest. Denn die Kritiken, die ich bisher gelesen habe, sind verheerend.

Doch das sollte einen nicht daran hindern, das Kino zu besuchen, wenn Sebastian Fitzek anwesend ist. Denn er wird sicher einige Anekdoten erzählen. Die Daten der „Das Kind“-Kinotour mit Regisseur Zsolt Bács und Sebastian Fitzek (alphabetisch nach Städten sortiert)

Berlin – Cinemaxx Potsdamer Platz – Mittwoch, 17. Oktober

Bochum – UCI – Freitag, 19. Oktober

Bremen – Cinespace – Samstag, 20. Oktober

Dortmund – Cinestar – Freitag, 19. Oktober

Düsseldorf – UFA – Donnerstag, 18. Oktober

Essen – Cinemaxx – Freitag, 19. Oktober

Frankfurt – Cinestar Metropolis – Montag, 15. Oktober

Hamburg – UCI Mundsburg – Samstag, 20. Oktober

Hannover – Cinemaxx Raschplatz – Samstag, 20. Oktober

Köln Hürth – UCI – Donnerstag, 18. Oktober

Mannheim – Cineplex – Dienstag, 16. Oktober

Marburg – Cineplex – Montag, 15. Oktober

München – Neues Rottmann – Sonntag, 21. Oktober

Nürnberg – Cinecitta – Sonntag, 21. Oktober

Oberhausen – Cinestar – Donnerstag, 18. Oktober

Schweinfurt – Filmwelt – Sonntag, 21. Oktober

Stuttgart – UFA – Dienstag, 16. Oktober

Der reguläre Kinostart ist ebenfalls am 18. Oktober.

Vor einigen Tagen erschien auch Fitzeks neuester Thriller „Abgeschnitten“, den er zusammen mit Michael Tsokos, dem Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charité und des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin, schrieb.

Die Buchpremiere (noch nicht online) war sehr kurzweilig und sehr informativ. Bis dahin kann man sich die Herren Fitzek und Tsokos beim Essen und Reden ansehen:


TV-Tipp für den 14. Oktober: Jeremiah Johnson

Oktober 14, 2012

Arte, 20.15

Jeremiah Johnson (USA 1972, R.: Sydney Pollack)
Drehbuch: John Milius, Edward Anhalt

LV: Vardis Fisher: Mountain Man (1965), Raymond W. Thorp, Robert Bunker: Crow Killer: The Saga of Liver-Eating Johnson (1958, 1969)

Um 1850 zieht Exsoldat Jeremiah Johnson sich aus der Zivilisation in die Berge zurück. Doch auch dort findet er nicht seinen Seelenfrieden.

„Pollack setzt in seinem Film auf ruhige, meditative Bilder und arbeitet mit langsamen Panoramaschwenks und Überblendungen. Im Mittelpunkt steht die Schilderung der einsamen Bergwelt von Utah, deren überwältigende Schönheit zugleich auch als bedrohlich und lebensfeindlich gezeigt wird. Es ist eine archaische Welt des Auge-um-Auge, in die Jeremiah geht. Die Winter scheinen in diesen Bergen nie zu vergehen, und diese ewigen Winter betonen die selbstgewählte Isoliertheit der Protagonisten.“ (Peter Ruckriegel, in Bernd Kiefer/Norbert Grob [Hrsg.]: Filmgenres Western)

Mit Robert Redford, Will Geer, Stefan Gierasch

Wiederholungen

Mittwoch, 17. Oktober, 14.40 Uhr

Dienstag, 23. Oktober, 14.35 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Jeremiah Johnson“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über „Jeremiah Johnson“

Turner Classic Movies über „Jeremiah Johnson“

Meine Besprechung des Westerns „Butch Cassidy & Sundance Kid“ (mit Robert Redford)

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Sidney Pollack


TV-Tipp für den 13. Oktober: Leonard Cohen: Bird on a Wire

Oktober 13, 2012

3sat, 21.00

Leonard Cohen Bird on a Wire (GB 1974, R.: Tony Palmer)

Drehbuch: Tony Palmer

Tony Palmer dokumentierte die 1972er Europa-Tour von Leonard Cohen. Die Backstage-Bilder nehmen dabei einen großen Teil des Films ein, der ein ungeschminktes Bild von Leonard Cohen und dem Tourleben zeigt.

Die ursprüngliche Fassung der Doku wurde damals nur wenigen Leuten gezeigt. Danach versuchte Leonard Cohen, dem der Film nicht gefiel, eine eigene Version zu erstellen. Palmers Version galt lange Zeit als verschollen und wurde erst 2010 wieder gezeigt und auf DVD veröffentlicht.

mit Leonard Cohen, Ron Cornelius, Bob Johnston, Peter Marshal, David O’Connor, Jennifer Warnes, Donna Washburn

Hinweise

Homepage von Leonard Cohen

Rotten Tomatoes über „Leonard Cohen: Bird on a Wire“

Wikipedia über Leonard Cohen (deutsch, englisch) 

Tony Palmer über „Leonard Cohen: Bird on a Wire“

Leonard Cohen Files über „Leonard Cohen: Bird on a Wire“

DVD Talk: Jamie S. Rich über „Leonard Cohen: Bird on a Wire“

Movie Morlocks über „Leonard Cohen: Bird on a Wire“


TV-Tipp für den 12. Oktober: Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula

Oktober 12, 2012

3sat, 22.25

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (USA 1990, R.: David Lynch)

Drehbuch: David Lynch

LV: Barry Gifford: Wild at Heart: The Story of Sailor and Lula, 1984

Sailor und Lula flüchten vor einem Detektiv und einem Killer, die beide im Auftrag von Lulas durchgeknallter Mutter reinen Tisch machen sollen. Und dann treffen sie auf den Gangster Bobby Peru und dessen Komplizin Perdita Durango.

Lynchs wildes Roadmovie, ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes, ist ein hemmungslos übertriebener Trip durch einen Alptraum namens Amerika. Ein Meisterwerk.

Barry Gifford schrieb später das Drehbuch für den Lynch-Film „Lost Highway”. Außerdem publizierte er neben seinen Romanen, wie „Perdita Durango“, lesenswerte Sachbücher, wie „Out of the past“ über den Film Noir.

Mit Nicolas Cage, Laura Dern, Diane Ladd, Willem Dafoe, Isabella Rossellini, Harry Dean Stanton, Crispin Glover

Hinweise

Homepage von Barry Gifford

Homepage von David Lynch

Deutsche David-Lynch-Seite

Wikipedia über David Lynch

Meine Besprechung von David Lynchs „Lost Highway“ (Lost Highway, USA 1997)


Neu im Kino/Filmkritik: Oliver Stones durchwachsene Don-Winslow-Verfilmung „Savages“

Oktober 11, 2012

„Savages“ ist kein wirklich schlechter Film, aber es ist ein enttäuschender Film. Immerhin hat Oliver Stone einen Kriminalroman von Don Winslow verfilmt und Don Winslow hat in den vergangenen Jahren eine faktengesättigte alternative Geschichte von Südkalifornien, Mexiko und dem blühenden, grenzüberschreitendem Drogengeschäft, dem „war on drugs“ und der Surferszene geschrieben. Auch in „Zeit des Zorns“ (Savages, 2010) geht es darum. Ben und Chon sind Erzeuger von erstklassigem Marihuana, das sie in Laguna Beach an eine entsprechend vermögende Kundschaft verkaufen. Ben investiert einen Teil seines so erwirtschafteten Vermögens in Dritte-Welt-Hilsprojekte und bei Konflikten bevorzugt er den friedlichen Weg zwischen Ghandi und Buddhismus. Chon ist das Gegenteil. Als Ex-Navy-SEAL löst er Konflikte lieber anders. Trotzdem sind sie die besten Freunde und sie teilen sich auch eine Freundin. O, eigentlich Ophelia, ist ein wahrer Sonnenschein, deren Lebenserfüllung im Einkaufen besteht und die, im Gegensatz zu ihrer Mutter, stolz auf ihren kleinen Busen ist.

Für Ben, Chon und O läuft alles bestens, bis das Baja-Kartell ihnen ein Angebot macht, das sie als Nimm-an-oder-stirb-Offerte nicht ausschlagen sollten. Trotzdem lehnen sie das Beteiligungsangebot ab. Statt zu expandieren, wollen sie sich aus dem Drogengeschäft zurückziehen. Weil so aber auch ihr erstklassiger Stoff, an dem das Kartell interessiert ist, vom Markt verschwinden würde, entführen sie O.

Und das lassen die beiden Jungs sich nicht gefallen.

Noch bevor Don Winslows „Savages“ in den USA veröffentlicht wurde, sicherte Oliver Stone sich die Rechte und machte sich, mit Don Winslow und Shane Salerno („Armageddon – Das jüngste Gericht“, „Shaft – Noch Fragen?“) an die Arbeit. Genau, der Oliver Stone, der uns in „Platoon“ den Vietnamkrieg erklärte, in „JFK – Tatort Dallas“ die Ermordung Kennedys aufklärte, die Drehbücher für „12 Uhr nachts – Midnight Express“, „Scarface“, „Im Jahr des Drachen“ und „8 Millionen Wege zu sterben“, alles Thriller in denen es um Drogenhandel ging, schrieb, mit „Salvador“ einen Ausflug nach Südamerika machte und der in den vergangenen Jahren mehrere Dokumentarfilme über die Gegend „South of the Border“ (so hieß auch eine seiner Dokus) machte, in denen er die Unwissenheit der US-Amerikaner über Südamerika anprangerte.

Auf dem Papier sah das nach einer Ehe zweier Geistesverwandter aus. Obwohl Oliver Stone eher von einem missionarischem Eifer getrieben ist, der seine Filme oft so kontrovers, teilweise ärgerlich und deshalb auch spannend macht. Er ist ein Mann mit einer Agenda, die er stolz in die Welt brüllt.

Don Winslow ist – das Gegenteil. Seine Wut ist gezähmter. Dafür durchtränkt er seine schnörkellos erzählten Genregeschichten mit einem schwarzen Humor, der gleichmäßig gegen alle austeilt, und in denen das Bild einer Gesellschaft entsteht, die sich in ihren Widersprüchen gut eingerichtet hat. Jedenfalls heute. Früher war das etwas anders, wie er in dem eben erschienen grandiosen Roman „Kings of Cool“, in dem er die Vorgeschichte von „Zeit des Zorns“ erzählt und dabei bis in die sechziger Jahre zurückgeht.

Aber anstatt ein zweites „Scarface“ zu inszenieren oder eine große Anklage gegen den „war on drugs“ zu fahren, begnügt Oliver Stone sich in seiner Don-Winslow-Verfilmung mit dem braven heruntererzählen einer kleinen Gangstergeschichte, der die individuelle Oliver-Stone-Handschrift fehlt und die früher in neunzig Minuten erzählt worden wäre. Stone braucht, auch weil die Geschichte am Anfang und in der Mitte mit ihren vielen Subplots unglaublich lange vor sich hin mäandert, über zwei Stunden und er trifft dabei niemals den lakonischen Don-Winslow-Tonfall. Dafür lässt er die Geschichte von O erzählen, verändert etliche Details (so gibt es mehrere helfende Navy-Seals-Freunde von Chon und auch der Kampf von Ben und Chon gegen das Baja-Kartell verläuft anders) und er bietet am Filmende zwei Enden an. Eines davon hat er aus dem Buch übernommen – und, auch wenn Stones Ende nicht schlecht ist, zeigt gerade dieser Kunstgriff mit einem erfundenem und einem wahren Ende, dass er sich nie sicher war, wie er mit der Geschichte umgehen sollte. Außerdem bedient er in „Savages“ die gängigen Südamerika-Klischees von Armut und Drogenhandel, wonach alle Mexikaner Drogenschmuggler oder bestialische Mörder sind. Dieses arg plakatives Bild erstaunt gerade bei Oliver Stone, der es aufgrund seiner früheren Arbeiten besser wissen müsste.

„Savages“ ist kein wirklich schlechter Film. Es ist ein absolut okayer, gut besetzter Noir-Thriller, vor sonniger Kulisse, mit Gangstern, die sich gegenseitig verraten und umbringen.

Es ist aber auch ein Film, der weit hinter den Erwartungen zurückbleibt und selbstverständlich ist Don Winslows Roman „Zeit des Zorns“, wegen seiner Baditude, viel besser.

Savages (Savages, USA 2012)

Regie: Oliver Stone

Drehbuch: Shane Salerno, Don Winslow, Oliver Stone

LV: Don Winslow: Savages, 2010 (Zeit des Zorns)

mit Aaron Taylor-Johnson, Blake Lively, Taylor Kitsch, Benicio Del Toro, Salma Hayek, John Travolta, Demián Bichir, Shea Whigham, Sandra Echeverria, Emile irsch

Länge: 131 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

–

Die Vorlage

Don Winslow: Zeit des Zorns

(übersetzt von Conny Lösch)

Suhrkamp, 2011

352 Seiten

9,99 Euro

–

Originalausgabe

Savages

Simon & Schuster, 2010

–

Hinweise

„Savages“-Bonus: Die „Interrogation Series“ mit den Hauptcharakteren (kein Kommentar)

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Savages“

Metacritic über „Savages“

Rotten Tomatoes über „Savages“

Wikipedia über „Savages“

Hollywood & Fine: Interview mit Don Winslow (11. Juli 2012)

Homepage von Don Winslow

Deutsche Homepage von Don Winslow

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Private“ (The Dawn Patrol, 2008)

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Paradises“ (The Gentlemen’s Hour, 2009) und „Tage der Toten“ (The Power of the Dog, 2005)

Meine Besprechung von Don Winslows „Bobby Z“ (The Death and Life of Bobby Z, 1997)

Meine Besprechung von Don Winslows „Satori“ (Satori, 2011)

Mein Interview mit Don Winslow zu „Satori“ (Satori, 2011)

Don Winslow in der Kriminalakte


Neu im Kino/FIlmkritik: Wegen des großen Erfolgs präsentieren wir „96 Hours – Taken 2“

Oktober 11, 2012

Als vor vier Jahren „96 Hours“ (deutscher Titel, der französische Originaltitel und der internationale Titel sind „Taken“) in den Kinos anlief, gab es zwei Überraschungen. Ersten spielte der inzwischen Sechzigjährige Liam Neeson („Schindlers Liste“) in einem Actionkracher die Hauptrolle, zweitens war „96 Hours“ ein wirklich ansehbarer Film aus der Luc-Besson-Filmfabrik, die ihr Geld mit französischen Interpretationen bekannter Filmplots macht, und die als typische B-Picture-Firma gar nicht auf Filmkritiken achtet. Denn: Hauptsache, dem jugendlichen Publikum gefällt es.

In „96 Hours“ wird in Paris Kim (Maggie Grace), die Tochter des Ex-Geheimagenten Bryan Mills (Liam Neeson), entführt. Er macht sich auf den Weg. Weil er nur 96 Stunden Zeit hat, sie zu finden (dann wird sie von der bestialischen albanischen Menschenhändlermafia in irgendwelche finsteren Bordelle verschleppt), nimmt er keine Rücksichten. Er hinterlässt eine Spur von Leichen und kann seine Tochter retten.

In „96 Hours – Taken 2“ beschließt der Albaner Murad (Rade Serbedzija) sich an Bryan Mills dafür zu rächen. Mills will in Istanbul mit seiner Frau Lenore (Famke Janssen) und seiner Tochter einige ruhige Tage verbringen. Murad will die ganze Familie entführen, foltern und töten.

Dass das eine ganz dumme Idee, hätte er sich eigentlich schon am Grab von seinem Sohn denken können. Schon die Entführung läuft nicht nach Plan ab. Er kann zwar Mills und dessen Frau entführen. Aber Kim kann im Hotel den Häschern entkommen und wird von ihrem Vater telefonisch (Merke: ein Zweithandy im Schuhwerk ist Gold wert.) mittels gut platzierter Handgranaten (Merke: weil der Schall sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, können wir so unseren Standort feststellen.) zu dem Versteck geführt. Danach erhält sie eine unorthodoxe Fahrstunde, bei der sie Dutzende Polizeiautos schrotten darf, während ihr Vater und die Verfolger wild um sich schießen.

Wieder stapeln sich die Leichen der Bösewichter (die eine ungute Tendenz haben, immer in die Schussbahn zu laufen) und weil Murad mit Mills‘ Frau entkommen konnte, kennt der Ex-CIA-Mann, wieder einmal, keine Gnade.

„96 Hours – Taken 2“ erzählt die Geschichte von „96 Hours“ in den Details ziemlich gewitzt weiter und und gerade am Anfang lässt Regisseur Olivier Megaton („Transporter 3“, „Colombiana“) sich erstaunlich viel Zeit für die Charaktere, ihre Motive und ihre Beziehungen zueinander. Das gibt dem von Rachsucht getriebenem Murad sogar ein nachvollziehbares Motiv für seine Taten und zwei Dialoge mit Bryan Mills darüber. Das ist mehr als im ersten Film, wo die Bösewichter nur Kanonenfutter waren. Es gibt viel Action mit Schießereien, Faustkämpfen, Laufereien über Dächer und einer exzessiven Autoverfolgungsjagd, die von Megaton allerdings so modisch zerschnipselt werden, dass man höchstens die Hälfte mitbekommt und sich, mal wieder, über die mangelhafte Würdigung der Arbeit der Stuntmen ärgert.

Und mit neunzig Minuten ist der Film so kurz, dass keine Langeweile aufkommt, wenn Mills bei seiner Familienzusammenführung halb Istanbul zerstört.

Die große Überraschung des ersten Teils ist allerdings weg. Während wir da noch zweifelten, ob Mills der Aufgabe gewachsen ist, wissen wir jetzt, dass Mills unbesiegbar und für alle Eventualitäten gerüstet ist.

Aber „96 Hours – Taken 2“ ist ein ordentliches B-Picture mit viel Action, wenig Logik (Handgranaten im Stadtzentrum. Ein Bösewicht, der dem Helden alle Möglichkeiten zur Flucht lässt. Handlanger, die anstatt ihre Geisel zu bewachen, Fußball gucken), einigen guten Sprüchen und guten Schauspielern.

In den USA war der Film letzte Woche, mit großem Abstand, auf dem ersten Platz der Kinocharts. Ebenso in Frankreich, England, Irland und Australien. Und damit dürfte die Frage, ob es einen dritten „Taken“-Film gibt, beantwortet sein (und Drehbuchautor Robert Mark Kamen bestätigt das schon). Ich hoffe nur, dass die Macher sich dann eine Geschichte einfallen lassen, die die Stärken der ersten beiden „Taken“-Filme bewahrt, ohne die gleiche Geschichte noch einmal zu erzählen, nur dass dann, nach Tochter („Taken“) und Frau und Tochter („Taken 2“), Frau, Tochter und Freund entführt werden. Und etwas logischer könnte es auch sein.

96 Hours – Taken 2 (Taken 2, Frankreich 2012)

Regie: Olivier Megaton

Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kamen

mit Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Rade Serbedzija, Luke Grimes, D. B. Sweeney

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „96 Hours – Taken 2“

Metatcritic über „96 Hours – Taken 2“

Rotten Tomatoes über „96 Hours – Taken 2“

Wikipedia über 96 Hours – Taken 2“ (deutsch, englisch, französisch)

Collider: Interviews zum Film mit Liam Neeson, Famke Janssen und Olivier Megaton

Hollywood.com: Interview mit Robert Mark Kamen zum Film und zu „Taken 3“


TV-Tipp für den 11. Oktober: Blindes Vertrauen

Oktober 11, 2012

ZDF, 20.15

Blindes Vertrauen (USA 2010, R.: David Schwimmer)

Drehbuch: Andy Bellin, Robert Festinger

Im Netz gerät die 14-jährige Annie an einen Pädophilen, der sie auch zum Sex verführt. Ihre liberal-liebevollen Eltern versuchen mit der Tat umzugehen.

Dank des guten Drehbuchs, der guten Schauspieler und der zurückhaltenden Regie zeigt „Trust – Die Spur führt ins Netz“ eindrucksvoll und nachhaltig, was ein Missbrauch für die Betroffenen bedeutet, wie hilflos sie sind und man hört die „Es war Liebe“-Bekundungen von älteren Männern mit Minderjährigen mit anderen Ohren.

Ein zum Nachdenken anregendes Drama.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Clive Owen, Catherine Keener, Liana Liberato, Jason Clarke, Noah Emmerich, Viola Davis

auch bekannt als „Trust – Die Spur führt ins Netz“ (DVD-Titel)

Hinweise
Wikipedia über „Trust“ (deutsch, englisch)
Rotten Tomatoes über „Trust“
Collider Interview mit David Schwimmer über „Trust“ (30. März 2011)

BBC: Interview mit David Schwimmer über “Trust” (8. Juli 2011)

Meine Besprechung von „Trust – Die Spur führt ins Netz“ (Trust 2010)


Neu im Kino/FIlmkritik: Martina Gedeck rennt gegen „Die Wand“

Oktober 10, 2012

Respekt und auch Ehrfurcht vor der literarischen Vorlage sind, im ersten Moment, nichts schlechtes. Immerhin kennen wir genug Verfilmungen, bei denen die Macher in Interviews großmundig erzählen, wie sehr sie der Roman beeindruckte, und dann erzählen sie eine vollkommen andere Geschichte oder es gelingt ihnen erfolgreich, all die wirklich gelungenen Momente der Vorlage, aus dem Film zu tilgen. Manchmal folgen sie auch der Vorlage und verkehren durch die Art der Inszenierung die Aussage in das Gegenteil.

Bei einer bekannten Vorlage, egal ob Literaturklassiker, Kultbuch, Bestseller oder Comicverfilmung, wachen dann die Fans mit Argusaugen über die Verfilmung, die vor allem eine Bebilderung der Vorlage sein soll. Jede Abweichung wird, aus Angst vor deren Zorn oder übergroßem Respekt vor dem Autor, ängstlich vermieden – und so gibt es auch keinen wirklich eigenen Zugriff der Macher auf das Material.

Manchmal sagen die Regisseure auch, dass die Vorlage so gut sei, dass sie nichts verändern wollten. Dann übertragen sie einfach das Buch in das Drehbuchformat und bebildern es.

Auch Julian Roman Pölsler (die „Polt“- und Daniel-Käfer-Filme) hat bei seiner Verfilmung von Marlen Haushofers „Die Wand“ (anscheinend ein echter Literaturklassiker, den mir damals mein Deutschlehrer zugunsten von „Der Untertan“ vorenthielt) zu viel Respekt vor dem Roman, dem er sklavisch folgt und Martina Gedeck liest während des zweistündigen Films das halbe Buch vor.

 

Mir war wichtig, möglichst viel aus dem Roman in den Film zu übernehmen – daher auch die Off-Stimme. Ich habe mir die Maxime gesetzt, den Text nur durch Streichungen zu verändern und nichts hinzuzufügen. Nur ein Wort ist geändert.

Julian Roman Pölsler

 

Dazu gibt es Bilder von Martina Gedeck, die meistens mit unbewegtem Gesicht in die Kamera oder die Berglandschaft starrt. Das ist nicht besonders aufregend, lässt einem aber Zeit, sich während des Films Gedanken über die von ihr gespielte Frau und ihr Verhalten zu machen. Denn sie ist einfach zu passiv, wenn sie bemerkt, dass sie nach einer Nacht in einer abgelegenen Berghütte, das Tal nicht mehr verlassen kann. Sie ist von einer unsichtbaren Wand umgeben. Was auf der anderen Seite ist, was in der Nacht passiert ist, erfahren wir nicht – und selbstverständlich können wir uns ausgiebig Gedanken über die verschiedenen Interpretationen ihrer Situation machen: von irgendeiner Science-Fiction-Erklärung über Kalter-Kriegs-Paranoia (der Roman ist von 1963) bis hin zu einem persönlichem Trauma; so ein Locked-In-Syndrom oder ein Koma, in dem wir alles aus ihrer Sicht sehen (neinneinnein, „Life on Mars“ und „Ashes to Ashes“ sind etwas ganz anderes).

Pölsler liefert, wie Marlen Haushofer in ihrem Roman, keine Erklärung. Er zeigt nur, wie die eingeschlossene Frau, die am Anfang wie eine modebewusste, für das Landleben vollkommen ungeeignete Städterin wirkt, ihre Situation klaglos akzeptiert. Sie versucht nicht, sofort die Wand zu überwinden oder ihre Größe festzustellen oder Hilfe herbeizuholen. Stattdessen richtet sie sich umstandslos und ohne erkennbare Probleme auf ihr neues Leben als Bäuerin ein.

Und währenddessen liest Martina Gedeck die von Marlen Haushofer aufgeschriebenen Worte vor, die meistens erklären, was die Bilder gerade zeigen oder genausogut zeigen könnten. Diese Innenansichten eines Charakters sind das natürliche Metier eines Romans oder eines Radiohörspiels. Aber in einem Film langweilt die von der Protagonistin passiv hingenommene Situation zunehmend.

Die Wand (Österreich/Deutschland 2012)

Regie: Julian Roman Pölsler

Drehbuch: Julian Roman Pölsler

LV: Marlen Haushofer: Die Wand, 1963

mit Martina Gedeck, Karl-Heinz Hackl, Ulrike Beimpold, Julia Gschnitzer, Hans-Michael Rehberg, Wolfgang Maria Bauer

Länge: 108 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Die Kinotour zum Film mit Julian Roman Pölsler und Martina Gedeck

Donnerstag, 11.10.: Hamburg – Abaton 20 Uhr

Freitag, 12.10.: Köln – Off-Broadway 20:30 Uhr

Samstag, 13.10.: Frankfurt – Cinema 20:30 Uhr

Sonntag, 14.10.: Karlsruhe – Schauburg 11:00 Uhr

Sonntag, 14.10.: Stuttgart – Delphi Arthaus Kino 19:30 Uhr

Montag, 15.10.: Nürnberg – Cinecitta 19:00 Uhr

(Karten gibt es in den Kinos; das Nutzen des Vorverkaufs könnte eine gute Idee sein)

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Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die Wand“

Wikipedia über „Die Wand“

Berlinale: Die „Die Wand“-Pressekonferenz


TV-Tipp für den 10. Oktober: Tanz mit einem Mörder

Oktober 9, 2012

Arte, 20.15

Tanz mit einem Mörder (Kanada 1994, R.: Bruce McDonald)

Drehbuch: Bruce McDonald, Don McKellar, John Frizzel

LV: W. P. Kinsella: Dance me outside, 1977 (Kurzgeschichten)

Die Indianer Silas Crow und Frank Fencepost hängen mit Träumen, aber ohne eine Perspektive im Indianerreservat herum. Als Little Margaret Wolfchild ermordet und ihr Mörder bereits nach einem Jahr entlassen wird, wollen sie Blut mit Blut vergelten.

Der Fischer Film Almanach 1996 hält „Tanz mit einem Mörder“ für einen „mitreisenden und außergewöhnlichen Film“.

mit Ryan Black, Adam Beach, Jennifer Podemski, Michael Greyeyes, Hugh Dillon

auch bekannt als „Dance me outside“ (Kinotitel)

Wiederholung: Freitag, 12. Oktober, 03.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Tanz mit einem Mörder“

Rotten Tomatoes über „Tanz mit einem Mörder“

Wikipedia über „Tanz mit einem Mörder“ (deutsch, englisch)

 


Neu im Kino/FIlmkritik: Keine gute Fremdenverkehrswerbung, aber ein verdammt guter Film: „Nairobi Half Life“

Oktober 9, 2012

Manchmal ist die Geschichte zu einem Film interessanter als der Film.

Bei „Nairobi Half Life“ geht die so: Die Filmproduktonsfirma „One Fine Day Films“, zu deren Gesellschaftern Tom Tykwer („Lola rennt“, demnächst „Der Wolkenatlas“) gehört, will, zusammen mit der Deutsche Welle Akademie, Impulse für den zeitgenössischen afrikanischen Film, der irgendwo zwischen nicht vorhanden und international nicht bekannt schwankt, geben. Dafür geben sie Workshops, in denen Filmprofis in Buch, Regie, Kamera, Produktion, Szenebild, Ton, Schnitt und Schauspiel Workshops abhalten und mit den Teilnehmern Filme drehen.

Der Spielfilm„Nairobi Half Life“ entstand nach einem Ende September 2010 gehaltenem zweiwöchigen Kurs mit 57 Teilnehmern aus fünf afrikanischen Ländern. Sie wurden in sieben verschiedenen Gewerken unterrichtet und drehten Kurzfilme. Nach dem Kurs wählten die Lehrer, Vertreter der DW Akademie, One Fine Day Films und Ginger Ink. aus den Kursteilnehmern die Nachwuchstalente aus, die gemeinsam einen Spielfilm drehen sollten. Sie drehten mit einem offensichtlich arg überschaubarem Budget den Gangsterfilm „Nairobi Half Life“, der aus dem Leben der Beteiligten, ihren Sorgen und Nöten, entstand und aktuelle Probleme Afrikas, hier im Besonderen von Kenia, reflektiert.

Das ist ein ehrenwertes Anliegen und gegen Talentförderung kann niemand ernstlich etwas haben, aber eine Garantie für einen guten Film ist das nicht.

Auch der Filmplot ist auf den ersten Blick altbekannt: ein Junge vom Land geht in die große Stadt. Er will Karriere machen – und wird zum Verbrecher.

Aber Debüt-Regisseur Tosh Gitonga und die Autoren Sehra Mwihaki, Charles ‚Potash‘ Matathia und Samuel Munuene benutzen diese Geschichte nur als roten Faden, um ein ziemlich ernüchterndes Bild von Kenia und der Hauptstadt Nairobi zu zeichnen. Denn Mwas ist ein Sonnyboy, der in seinem Dorf illegal gebrannte DVDs von Hollywood-Blockbustern verkauft und gerne Schauspieler werden möchte. Als eine Theatergruppe aus Kenia bei ihnen auftritt, bemerkt die Gruppe, weil er in einer Pause eine Improvisation macht, sein Talent. Er solle nach Kenia kommen und in Theater vorsprechen.

Kaum in Kenia angekommen, wird Mwas ausgeraubt. Seine Habseligkeiten und die Hehlerware, die er in einem Elektronikladen abgeben sollte, sind weg. Kurz darauf wird er von der Polizei verhaftet. Im Gefängnis lernt er einen Bandenführer kennen, der ihn ins Herz schließt, weil Mwas das Säubern der vollkommen versifften Gefängnistoilette (eine Kloake ist dagegen sauber) in einem Akt des Widerstandes benutzt, um als Sänger zu brillieren.

Während Mwas immer mehr in das Kleingangsterleben abrutscht, verfolgt er allerdings auch seinen Traum weiter und es gelingt ihm im Theater die Hauptrolle in einem systemkritischen Stück zu bekommen. Während der Proben befreundet er sich mit einem aus Nairobis besseren Kreisen kommendem Schauspielerkollegen und es wird immer deutlicher, dass er sich für ein Leben entscheiden muss.

Jetzt hat auch Afrika seine ganz eigene Version von Martin Scorseses „Hexenkessel“ und

Fernando Meirelles/Kátia Lunds „City of God“: ein mitreisendes, hochenergentisch erzähltes Gangsterdrama, das starke Charaktere hat, präzise in seiner Milieuzeichnung ist, auch die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedigungen einbezieht, so auf Missstände aufmerksam macht, ohne in einen larmoyant-anklägerischen Duktus zu verfallen. „Nairobi Half Life“ ist im besten Sinne, großes, unterhaltsames Kino, bei dem wir mit den Charakteren mitfiebern und ihre Handlungen verstehen, auch wenn wir sie nicht gutheißen können.

Tosh Gitonga erzählt seine Geschichte in pointierten Szenen und mit einem Ende, das zum Weiterdenken anregt.

Oft ist der Film eben doch interessanter als die Geschichte hinter dem Film.

Nairobi Half Life (Nairobi Half Life, Kenia/Deutschland 2012)

Regie: Tosh Gitonga

Drehbuch: Sehra Mwihaki, Charles ‚Potash‘ Matathia, Samuel Munuene

mit Joseph Wairimu, Olwenya Maina, Nancy Wanjiku Karanja, Mugambi Nthiga, Paul Ogola, Anthony Ndung’u

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Die Benefizpremiere ist in Berlin am Mittwoch, den 10. Oktober, um 20.00 Uhr im Kino International mit Tosh Gitonga (Regisseur), Joseph Wairimu (Hauptdarsteller), Tom Tykwer & Sarika Hemi Lakhani (Produzenten One Fine Day Films), Ginger Wilson (Produzentin Ginger Ink) und Marie Steinmann (Initiatorin One Fine Day Films).

Die Kinotour mit dem Regisseur Tosh Gitonga und Hauptdarsteller Joseph Wairimu (wurde beim Durban International Film Festival als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet):

Donnerstag, 11. Oktober: Lübeck, Kino Koki, 20:30 Uhr

Freitag, 12. Oktober: Hamburg, Abaton, 20:00 Uhr

Sonntag, 14. Oktober: Oldenburg, Cine k, 11:00 Uhr

Sonntag, 14. Oktober: Bielefeld, Kamera, 19:00 Uhr

Montag, 15. Oktober: Münster, Cinema, 20:00 Uhr

Dienstag, 16. Oktober: Bonn, Bonner Kinemathek, 19:00 Uhr

Mittwoch, 17. Oktober: Köln, Filmforum NRW, 19:00 Uhr

Donnerstag, 18. Oktober: Tübingen, Arsenal Kino, 19:45 Uhr

Freitag, 19. Oktober: Heilbronn, Universum-Arthaus Kinos, 20:00 Uhr

Samstag, 20. Oktober: Freiburg, Kino Koki, 19:30 Uhr (außerdem mit Produzentin Sarika Hemi Lakhani und Projektkoordinatorin Roshanak Khodabakhsh)

Sonntag, 21. Oktober: Stuttgart, Atelier am Bollwerk, 15:30 Uhr

Montag, 22. Oktober: München, City Kinos, 19:00 Uhr

Dienstag, 23. Oktober: Würzburg, Central Programmkino, 18:00 Uhr

Mttwoch, 24. Oktober: Nürnberg, Cinecitta, 20:00 Uhr

Freitag, 26. Oktober: Leipzig, Passage, 19:30 Uhr

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Hinweise

Homepage zum Film

Wikipedia über „Nairobi Half Life“

Homepage von One Fine Day Films

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Und jetzt gibt es noch ein aktuelles 90-minütiges Gespräch mit Tom Tykwer über das Kino, seine Filme und „Nairobi Half Life“

 


TV-Tipp für den 9. Oktober: Strangers

Oktober 8, 2012

ZDFneo, 21.40

Strangers (USA 1992, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Robrt J. Averech, Andrew Mondsheim

Die New Yorker Polizistin Emily Eden soll den Mord an einem jüdischen Diamantenhändler aufklären. Sie quartiert sich im Haus des Rabbis ein und ist zunehmend fasziniert von der Welt der chassidischen Juden.

Weitgehend unterschätzter Thriller, der zwar das Genre nicht erneuert, aber gute Unterhaltung mit Tiefgang bietet. Halt ein typischer Lumet, der bei uns seine Premiere auf Video erlebte.

„Was sich in den ersten Szenen als 08/15-Cop-Film ausnimmt, entwickelt sich sehr bald zu einem ungewöhnlichen Krimi.“ (Fischer Film Almanach 1996)

mit Melanie Griffith, Eric Thal, Tracy Pollan, Lee Richardson, John Pankow, James Gandolfini

auch bekannt als „Sanfte Augen lügen nicht“

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Strangers“

Wikipedia über „Strangers“

Mein Nachruf auf Sidney Lumet

Sidney Lumet in der Kriminalakte


DVD-Kritik: Sachdienliche Informationen zu „Inspector Barnaby: Collector’s Box 1“

Oktober 8, 2012

Über „Inspector Barnaby“ muss ich wohl nichts sagen.

Doch!

Gut, also „Inspector Barnaby“ ist eine englische Krimiserie, die auf den Romanen von Caroline Graham basiert. Also nur die ersten spielfilmlangen TV-Filme basieren auf Büchern von Graham. Danach wurden, weil die ersten Folgen sehr erfolgreich liefen, neue Fälle erfunden.

In dem am 23. März 1997 ausgestrahlten, spielfilmlangen TV-Krimi „Tod in Badger’s Drift“ (The Killing at Badger’s Drift), der auf Grahams gleichnamigem Roman basiert, ermittelte Inspector Tom Barnaby (John Nettles) erstmals in der malerischen, typisch britischen Grafschaft Midsomer und weil der TV-Film so erfolgreich war, wurde aus dem Einzelfilm eine Serie. Seinen letzten Fall löste er am 23. Januar 2011. „Fit for Murder“ war sein 81. Fall. Danach übernahm ein Verwandter von Tom Barnaby den Stab der Ermittlungen.

In den Jahren änderte sich aber wenig in der Welt von „Midsomer Murders“, wie die Serie ursprünglich in England hieß (inzwischen wurde auch dort der Titel dem internationalen Titel angeglichen und die Serie heißt jetzt „Barnaby“): alles spielt in einer lauschigen, typisch englischen Grafschaft; es gibt viele sehr skurrile Bewohner; Feindschaften werden liebevoll über Generationen gepflegt; Ausländer, Neger, Drogen (also Heroin und so Zeug) und sexuelle Ausschweifungen (hm, Homosexualität dito) gibt es nicht. Eigentlich ist alles, abgesehen von den Fahrzeugen und den Telefonen, ungefähr wie zu Zeiten von Miss Marple und Hercule Poirot. Halt sehr cozy.

Es gibt meistens mehrere Morde. Oft mit ziemlich ungewöhnlichen Mordinstrumenten und Methoden. Und der Tonfall ist immer mild amüsiert. Vor allem Tom Barnaby scheint die Arbeit nicht sonderlich zu belasten. Naja, einer muss den Job halt erledigen und wenn man noch etwas Spaß dabei haben kann, ist es in Ordnung.

In Deutschland wurden die spielfilmlangen Filme vom ZDF erst mit einer großen Verzögerung und ohne Rücksicht auf die ursprünglichen Reihenfolge ausgestrahlt. Das geht, weil die Fälle nichts miteinander zu tun haben und auch das Privatleben von Inspector Tom Barnaby angenehm ereignislos, also normal, verläuft. Er ist mit Joyce glücklich verheiratet und ihre Tochter wird erwachsen, studiert und beginnt zu arbeiten. An ihr und den von den Polizisten verwandten Computern und Handys zeichnet sich etwas Wandel ab.

Dank der chaotischen ZDF-Ausstrahlungspolitik sind auch auf den von Edel veröffentlichten DVD-Boxen, in denen immer vier Fälle sind, kunterbunt gemischt.

Die jetzt erschienene erste „Collector’s Box“ enthält die ersten fünf „Inspector Barnaby“-DVD-Boxen. Soweit ich es überblicke, änderte sich auch an der Ausstattung der ursprünglichen DVD-Boxen nichs. Es gibt nur ein vierseitiges Booklet bei „Volume 3“. Enthalten sind:

Tod in Badger’s Drift (The Killing at Badger’s Drift, GB 1997, Staffel 1, Episode 1)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

LV: Caroline Graham: The Killing at Badger’s Drift, 1987 (Das Rätsel von Badger’s Drift)

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Blutige Anfänger (Written in Blood, GB 1998,Staffel 1, Episode 2)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

LV: Caroline Graham: Written in Blood, 1994 (Blutige Anfänger)

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Requiem für einen Mörder (Death of a Hollow Man, GB 1998, Staffel 1, Episode 3)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Caroline Graham

LV: Caroline Graham: Death of a Hollow Man, 1989 (Requiem für einen Mörder)

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Ein böses Ende (Death in Disguise, GB 1998, Staffel 1, Episode 5)

Regie: Baz Taylor

Drehbuch: Douglas Watkinson

LV: Caroline Graham: Death in Disguise, 1992 (Ein böses Ende)

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Der Schatten des Todes (Death’s Shadow, GB 1999, Staffel 2, Episode 1)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

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Der Würger von Raven’s Wood (Strangler’s Wood, GB 1999, Staffel 2, Episode 2)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

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Sport ist Mord (Dead Man’s Eleven, GB 1999, Staffel 2, Episode 3)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

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Der Mistgabel-Mörder (Judgement Day, GB 2000, Staffel 3, Episode 3)

Regie: Jeremy Silberston

Drehbuch: Anthony Horowitz

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Der Fluch von Aspern Tallow (Beyond the Grave, GB 2000, Staffel 3, Episode 4)

Regie: Moira Armstrong

Drehbuch: Douglas Watkinson

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Der Garten des Todes (Garden of Death, GB 2000, Staffel 4, Episode 1)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Christopher Russell

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Ein Männlein stirbt im Walde (Destroying Angel, GB 2001, Staffel 4, Episode 2)

Regie: David Tucker

Drehbuch: David Hoskins

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Der Tote im Kornkreis (The Electric Vendetta, GB 2001, Staffel 4, Episode 3)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Terry Hodgkinson

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Die Hexe von Setwale Wood (A Worm in the Bud, GB 2002, Staffel 5, Episode 2)

Regie: David Tucker

Drehbuch: Michael Russell

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Glockenschlag zum Mord (Ring out your Dead, GB 2002, Staffel 5, Episode 3)

Regie: Sarah Hellings

Drehbuch: Christopher Russell

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Mord am St. Malley’s Day (Murder on St. Malley’s Day, GB 2002, Staffel 5, Episode 4)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Andrew Payne

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Trau, schau, wem! (Death and Dreams, GB 2003, Staffel 6, Episode 2)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Peter Hammond

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Der Haus des Satans (A Tale of Two Hamlets, GB 2003, Staffel 6, Episode 4)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Alan Plater

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Blut ist dicker… (The Green Man, GB 2003, Staffel 7, Episode 1)

Regie: Sarah Hellings

Drehbuch: Michael Russell

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Der Club der toten Autoren (Sins of Commission, GB 2004, Staffel 7, Episode 4)

Regie: Peter Smith

Drehbuch: Elizabeth-Anne Wheal

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Brennen sollst du! (The Straw Woman, GB 2004, Staffel 7, Episode 6)

Regie: Sarah Hellings

Drehbuch: Jeff Dodds

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Die DVDs sind in schicken Papp-Digipacks, die mir als altem LP-Fan natürlich gefallen, untergebracht. Außerdem ist die „Collector’s Box“ enorm platzsparend.

Ach ja, als groß angekündigten Bonus gibt es eine DVD, die jeweils die erste Folge von „East West 101“ und „The Fades“ enthält.

P. S.: Die Fans von Anthony Horowitz, dem Autor des genialen Sherlock-Holmes-Romans „Das Geheimnis des weißen Bandes“ und der erfolgreichen Alex-Rider-Agententhrillerserie für Jugendliche dürfen sich freuen: In der Box sind die sechs „Inspector Barnaby“-Filme, die auf seinen Drehbüchern basieren, enthalten.

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Inspector Barnaby (Midsomer Murders, GB 1997 – 2011)

LV: Charaktere von Caroline Graham

mit John Nettles (DCI Tom Barnaby), , Daniel Casey (Sergeant Gavin Troy, 1997 – 2003), John Hopkins (Sergeant Dan Scott, 2004 – 2005), Jane Wymark (Joyce Barnaby), Barry Jackson (Dr Bullard), Laura Howard (Cully Barnaby)

Inspector Barnaby Collector’s Box 1

(Volume 1 – 5)

Edel: Motion

Bild: Pal 4:3/Pal 16:9

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: –

Bonusmaterial: 4-seitiges Booklet

Länge: 2140 Minuten (21 DVDs)

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

ITV über Inspector Barnaby

ZDF über „Inspector Barnaby“

Wikipedia über „Inspector Barnaby“ (deutsch, englisch)

FAZ: Nina Belz trifft John Nettles (6. März 2011)

Krimi-Couch über Caroline Graham

Kaliber.38 über Caroline Graham

 Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 12“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 13“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 14“

Meine Besprechung von „Inspector Barnaby – Volume 15“


TV-Tipp für den 8. Oktober: Halbblut

Oktober 8, 2012

Arte, 20..15

Halbblut (USA 1992, R.: Michael Apted)

Drehbuch: John Fusco

FBI-Agent Ray Levoi soll einen mysteriösen Mord im Sioux-Indianerreservat aufklären. Das Halbblut Levoi muss sich während der Ermittlungen auch seinen verleugneten indianischen Wurzeln stellen – und er entdeckt, dass die Morde mit Bohrungen nach Uran zusammenhängen.

„Halbblut“ ist ein spannender Thriller mit einem politischen Anliegen. Denn die Filmgeschichte beruht auf wahren Ereignissen aus dem Pine-Ridge-Reservat in South Dakota in den 70er Jahren. Michael Apted drehte vor dem Spielfilm die Dokumentation „Zwischenfall in Oglala“ (Incident at Oglala, USA 1992) darüber.

mit Val Kilmer, Sam Shepard, Graham Greene, Fred Ward, Fred Dalton Thompson, John Trudell, Rex Linn

Wiederholung: Donnerstag, 11. Oktober, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Halbblut“

Rotten Tomatoes über „Halbblut“

Wikipedia über „Halbblut“ (deutsch, englisch)

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Die Doku „Zwischenfall in Oglala“ von Michael Apted (im Original)


TV-Tipp für den 7. Oktober: Inception

Oktober 7, 2012

RTL, 20.15

Inception (USA/GB 2010, R.: Christopher Nolan)

Drehbuch: Christopher Nolan

Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.

Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.

mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas

Wiederholung: 8. Oktober, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zu „Inception“

Deutsche Homepage zu „Inception“

Film-Zeit über „Inception“

Rotten Tomatoes über „Inception“

Wikipedia über „Inception“ (deutsch, englisch)

Nolan Fans (umfangreiche Homepage, auch mit den Drehbüchern zu seinen Filmen, u. a. “Inception”)


TV-Tipp für den 6. Oktober: Sid & Nancy

Oktober 5, 2012

ZDF Kultur, 22.15

Sid & Nancy (GB 1986, R.: Alex Cox)

Drehbuch: Alex Cox, Abbe Wool

Selten gezeigtes Biopic über „Sex Pistols“-Bassist Sid Vicious und seine Freundin Nancy Spungen und ihrer tödlich verlaufende Liebesgeschichte.

„Die 1978 von der Regenbogenpresse geradezu zur Legende hochstilisierte Liebesgeschichte dient Alex Cox als Vorlage zu einem halbdokumentarischen Film über zwei Bürgerschrecks, die sich im Grunde nach einem ’stinknormalen‘ Familienleben sehnen. (…) ‚Sid und Nancy‘ ist letztlich eine dem Massengeschmack angepasste Biographie aus der Punk-Szene, die sprachlich, musikalisch und optisch fast die Sterilität von Disney-Familien-Produktionen erreicht.“ (Fischer Film Almanach 1988)

Johnny Rotten (John Lydon) war auch nicht begeistert.

Heute können wir uns endlich einmal ein eigenes Bild machen und in die jugendlichen Gesichter von einigen noch heute bekannten Schauspielern blicken.

Alex Cox drehte außerdem „Repo Man“, „Straight to Hell“ und „Walker“ und er meint zu „Sid & Nancy“:

Though I do think we erred towards the sentimental, I’m glad we made it.   Because in the mid-80’s there was the threat of a rival Sid & Nancy film – a Madonna vehicle, with Rupert Everett, financed by a Hollywood studio..   This was before Rupert Everett was a good actor.  I felt under an obligation to struggle against that studio project, fearing it would be even worse than mine. 

 

mit Gary Oldman, Chloe Webb, David Hayman, Debby Bishop, Xander Berkeley, Perry Benson, Tony London, Courtney Love, Iggy Pop, Slash (als Punk-Rocker)

Wiederholung: Sonntag, 7. Oktober, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sid & Nancy“

Wikipedia über „Sid & Nancy“ (deutsch, englisch)

Homepage von Alex Cox


Neu im Kino/Filmkritik: Unverfilmbar? Die Jack-Kerouac-Verfilmung „On the Road“

Oktober 5, 2012

Es hat, obwohl der Romanautor sofort nach der Erstveröffentlichung Marlon Brando einen Brief schrieb, in dem er ihn fragte, ob er die Hauptrolle spielen wolle, lange gedauert bis Jack Kerouacs bereits 1957 veröffentlichter Roman „On the Road“ verfilmt wurde.

Ob Kerouac damals wirklich den Brief an Marlon Brando, der damals ein Star war, schrieb, oder ob das eine der weiteren Legenden ist, die sich um den Roman ranken, kann nicht geklärt werden. Aber immerhin hatte Kerouac nichts gegen eine Verfilmung. Er hatte auch nichts gegen eine Überarbeitung, wie Howard Cunnell in „Diesmal schnell“ (enthalten in „On the Road – Die Urfassung“) zeigt. Nach seinem ersten Roman „The Town and the City“ (erschienen 1950) begann Jack Kerouac nach eigenen Worten im Oktober 1948 mit den Arbeiten an einem neuen Roman, der von Bewegung, dem Leben auf der Straße, handeln sollte. Dafür unternahm er zwischen 1947 und 1950, letztendlich, mehrere Reisen, notierte währenddessen seine Erlebnisse und was er hörte in Reisetagebüchern. Überarbeitete seine Notizen mehrmals, bis er im April 1951 in einem dreiwöchigem Schreibrausch auf einer einzigen Papierrolle die Urfassung von „On the Road“ schrieb. Danach begann er mit den Überarbeitungen, die letztendlich in dem 1957 erschienenen „On the Road“ mündeten, der schnell zum Klassiker und Bibel der Beat-Generation wurde. Immerhin porträtierte er aus eigenem Erleben die Nachkriegsgeneration, die ihren Platz in den Vereinigten Staaten suchte und die in einer konservativen Gesellschaft einen unbändigen Hunger nach Freiheit hatte.

Außerdem porträtierte er die Ikonen der Beat-Generation. In der Urfassung unter ihren richtigen Namen, in dem 1957 veröffentlichtem Roman unter Pseudonymen. Sal Paradise (Buch) ist Jack Kerouac. Dean Moriarty ist Neal Cassady, Marylou ist Luanne Henderson, Camille ist Carolyn Cassady, Old Bull Lee ist William S. Burroughs, Carlo Marx ist Allen Ginsberg, Jane ist Joan Vollmer, Galatea Dunkle ist Helen Hinkle, Ed Dunkle ist Al Hinkle, Terry ist Bea Franco undsoweiter.

Der Roman schildert, unterteilt in fünf Bücher, die, bis auf das letzte Buch, jeweils eine Reise schildern, mehrere Reisen von Jack Kerouac durch die USA und seine Beziehung zu Neal Cassidy, der für ihn eine Art Vorbild war. Dabei folgt er, vor allem weil die Reisen von Kerouac oft, außer dem Wunsch am anderen Ende des Landes jemand zu treffen, kein richtiges Ziel hatten, der episodischen Chronologie der Straße, die das Gegenteil der konventionellen Dramaturgie mit Anfang-Mitte-Ende ist. Eben deshalb wurde „On the Road“ auch immer für unverfilmbar gehalten. Denn wie soll man ein Buch, das keine Geschichte erzählt, verfilmen? Vor allem ohne die Zuschauer mit endlosen Wiederholungen, die immer wieder, an verschiedenen Orten, letztendlich das gleiche erzählen, zu langweilen?

Walter Salles (Central Station, Die Reise des jungen Che) nahm in seiner Verfilmung den einfachen Weg, in dem er sich weitgehend an Jack Kerouacs Roman hält und dessen Reisen und Erlebnisse chronologisch, mit einigen notwendigen Kürzungen und Umstellungen, schildert.

Dabei versucht er, oft mit der Handkamera und nah bei den Schauspielern, die Lebensenergie der Charaktere und die Energie des Bebop, der damals von ihnen bewunderten Musik, einzufangen.

Und „On the Road“ ist auch wie eine Bebop-Improvisation während eines Konzertes: schnell, energetisch, etwas zerfetzt – und am Ende auch etwas lang, wenn Jack Kerouac noch eine und noch eine Reise unternimmt.

Doch was damals neu und in einer konservativen Gesellschaft (Seht euch einfach noch einmal einen Doris-Day-Film an.) skandalös war, – Sex mit wechselnden Partnern, Untreue, Scheidungen, exzessiver Drogengebrauch -, taugt heute nicht mehr zum Skandal, sondern ist einfach Teil jeder Jugendkultur und der Selbstfindung nach der Pubertät. Denn die meisten Charaktere in Kerouacs „On the Road“ sind erstaunlich jung. Kerouac ist 1922 geboren und damit, mit Mitte Zwanzig, der Älteste. Und er war im Krieg; was in „On the Road“ allerdings höchstens in Nebensätzen, wenn er mal wieder einen Veteranenscheck erhält, angesprochen wird. Neal Cassidy ist 1926 geboren, war „ein junger, geheimnisumwobener Knacki“, der gerade die kaum jüngere, 16-jährige Louanne geheiratet hatte. Allen Ginsberg ist ebenfalls Jahrgang 1926. Der von ihnen bewunderte William S. Burroughs, den sie 1949 auf einer Reise besuchen, ist Jahrgang 1914, und seine Freundin Joan Vollmer, die er 1951 in Mexiko bei einem Wilhelm-Tell-Spiel erschoss, ist Jahrgang 1923.

„On the Road“ ist ein ehrenwerter, aber auch etwas zu vorsichtiger Versuch, den Roman zu verfilmen. Denn letztendlich hält Salles sich zu sehr an den Roman, der ja auch ein fiktionalisierter Tatsachenbericht mit eher karg gezeichneten Personen ist, die sich während der in dem Roman geschilderten Jahre kaum verändern. Und sie erscheinen im Film glamouröser als im Buch, das (ich habe eben die Urfassung gelesen) ein erstaunlich nüchternes und ungeschöntes Bild von ihnen zeichnet. Hier erscheint das Unterwegs-Sein oft weniger als die Suche nach etwas, als die Flucht vor Verantwortung. So verteilt Neal Cassady seine Ehefrauen und Geliebten, samt der von ihm gezeugten Kinder, über das gesamte Land und, weil er ständig pleite ist, zahlt er auch keine Alimente.

Deshalb hätte ich es interessanter gefunden, wenn Walter Salles, wie David Cronenberg bei seiner William-S.-Burroughs-Verfilmung „Naked Lunch“, auch auf die Entstehung des Romans eingegangen wäre und er so ein komplexeres Spiel zwischen Fiktion und Realität gewagt hätte oder wenn er sich deutlicher auf einen bestimmten Aspekt des doch arg mäanderten Romans beschränkt hätte, zum Beispiel auf die Beziehung von Jack Kerouac zu Neal Cassady als die Suche nach einer Vaterfigur. Der erste Satz der Urfassung „Zum ersten Mal traf ich Neal, kurz nachdem mein Vater gestorben war…“ legt diese Lesart ja nahe.

Obwohl, dann die Kritiker, die jetzt über zu viel Textnähe jammern und den Film als zu brav kritisieren, dann sicher über eine zu freie Bearbeitung des Kultbuches jammern würden.

Letztendlich trifft Walter Salles mit seiner Kerouac-Verfilmung den Ton des damals revolutionären Romans doch ziemlich gut. Dummerweise ist das, was damals tabubrechend war und so niemals verfilmt worden wäre, heute gar nicht mehr so aufregend und die Sehnsucht nach der Freiheit der Landstraße wurde seitdem in zahlreichen Road-Movies immer wieder thematisiert.

On the Road (On the Road, USA/GB/F/BR, 2012)

Regie: Walter Salles

Drehbuch: Jose Rivera

LV: Jack Kerouac: On the Road, 1957 (Unterwegs)

mit Garrett Hedlund, Sam Riley, Kristen Stewart, Amy Adams, Tom Sturridge, Kirsten Dunst, Viggo Mortensen, Steve Buscemi, Terrence Howard, Alice Braga

Länge: 137 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

–

Die Vorlage in der Urfassung

Jack Keroauc: On the Road – Die Urfassung

(übersetzt von Ulrich Blumenbach)

rororo, 2011

576 Seiten

9,99 Euro

(ab Seiten 439 die Nachworte: Howard Cunnell: Diesmal schnell – Wie Jack Kerouac ‚Unterwegs‘ schrieb; Penny Vlagopoulos: Die Neuerfindung Amerikas – Kerouacs Nation von ‚Untergrundmonstern‘; George Mouratidis: ‚Ins Herz der Dinge‘ – Neal Cassady und die Suche nach dem Authendischen; Joshua Kupetz: ‚Der gerade Weg führt nur zum Tod‘ – Die Urfassung von ‚Unterwegs‘ und die zeitgenössische Literaturtheorie)

–

Originalausgabe der Urfassung

On the Road: The Original Scroll

Viking Penguin, 2007

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Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „On the Road“

Rotten Tomatoes über „On the Road“

Wikipedia über die Verfilmung „On the Road“ (englisch), den Roman „On the Road“ (deutsch, englisch) und Jack Kerouac (deutsch, englisch)

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Bonusmaterial

DP/30-Interview mit Walter Salles, Kristen Stewart und Garrett Hedlund

Die Cannes-„On the Road“-Pressekonferenz mit vielen, vielen Teilnehmern

Und eine Doku über „On the Road“ – mit Jack Kerouac höchstpersönlich

 

 


TV-Tipp für den 5. Oktober: Zodiac – Die Spur des Killers

Oktober 4, 2012

RTL II, 22.05

Zodiac – Die Spur des Killers (USA 2007, R.: David Fincher)

Drehbuch: James Vanderbilt

LV: Robert Graysmith: Zodiac, 1976 (Zodiac – Auf der Spur eines Serienkillers)

Finchers epische, detailversessene Verfilmung über die Jagd nach dem Zodiac-Killer, der auch als Inspiration für den Killer in dem ersten „Dirty Harry“-Film diente. Der Zodiac-Killer versetzte in den späten Sechzigern die Bevölkerung in und um San Francisco in Angst und Schrecken. Dazu trugen neben seinen Taten und dem ausbleibenden Fahndungserfolg der Polizei auch seine verschlüsselten Briefe an die Öffentlichkeit bei. Bis heute ist seine Identität unklar.

Das Drehbuch war für den Edgar den Preis der Writers Guild of America nominiert.

Mit Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey jr., Brian Cox, Cloe Sevigny, Elias Koteas, Dermot Mulroney

Wiederholung: Sonntag, 7. Oktiber, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zu Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Zodiac – Die Spur des Killers“

Drehbuch „Zodiac von James Vanderbilt (oder hier)

Wikipedia über „Zodiac“ (deutsch, englisch)

Zodiac Killer Facts (eine Gegenüberstellung von Film und Wirklichkeit; – keine Ahnung, wie genau die Auflistung ist)

Meine Besprechung von David Finchers “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tattoo, USA 2011)

David Fincher in der Kriminalakte