TV-Tipp für den 19. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 19, 2011

WDR, 13.45

Fury (USA 1936, R.: Fritz Lang)

Drehbuch: Fritz Lang, Bartlett Cormack

LV: Norman Krasna: Mob Rule (Story)

Ein unschuldig Verurteilter sinnt auf Rache.

Fritz Langs erster us-amerikanischer Spielfilm ist die überzeugende Hollywood-Version von Die Nibelungen und M – mit einer fulminanten Rede von Spencer Tracy am Filmende.

Mit Spencer Tracy, Walter Brennan

Auch „Blinde Wut“

WDR, 15.15

Die zwölf Geschworenen (USA 1957, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Reginald Rose

LV: Reginald Rose (Story, Bühnenstück)

Hat der angeklagte Puertoricaner seinen Vater ermordet? Die Geschworenen beraten.

Lumets erster Spielfilm ist ein Klassiker des Gerichtsfilms: ein Raum, zwölf Personen, die eine Entscheidung fällen müssen: unerträgliche Spannung. Ausgangspunkt für den Spielfilm war ein einstündiges Fernsehspiel von Reginald Rose, der dafür von eigenen Erfahrungen als Geschworener inspiriert wurde. Beim Start wurde der Film von der Kritik gelobt, für zahlreiche Preise nominiert und floppte – trotz des niedrigen Budgets – an der Kasse. „Sidney Lumets Erstlingsfilm verleiht dem Geschehen durch die Begrenzung des Ortes und der Personen eine große Dichte und Spannung. Die Wahrheitsfindung entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Menschentypen, Ideologien und Interessen – ein Modellfall ´demokratischer´ Aufklärungsarbeit. Hervorragend besetzt, gespielt und fotografiert (Preis der OCIC in Berlin)“ (Lexikon des Internationalen Films)

Mit Henry Fonda, L. J. Cobb, Ed Begley, E. G. Marshall, Jack Warden, Martin Balsam, Jack Klugman, Joseph Sweeney

ARD, 20.15

Mordkommission Istanbul: Mord am Bosporus (D 2009, R.: Michael Kreindl)

Drehbuch: Mathias Klaschka

LV: Hülya Özkan: Mord am Bosporus, 2006

Zweiter TV-Fall für Kommissar Mehmet Özakin. Dieses Mal sucht er einen Serienkiller, der es auf verheiratete Geschäftsmänner abgesehen hat.

mit Erol Sander, Nadeshda Brennicke, Oscar Ortega Sánchez

RTL II, 20.15

Der Hades-Faktor (USA 2006, R.: Mick Jackson)

Drehbuch: Elwood Reid

LV: Robert Ludlum, Gayle Lynds: The Hades Factor, 2000 (Der Hades Faktor)

Böse Menschen lassen in den USA einen mörderischen Ableger des Ebola-Viruses frei. Nur der ehemalige Agent Jon Smith kann die Terroristen stoppen.

Die Besetzung ist gut. Es wurde viel in Berlin gedreht (Lokalpatriotismus). Der Trailer sieht sehr nach “24” aus. Stephen Dorff wird zu einem Kiefer Sutherland-Lookalike. Und Anjelica Huston spielt die Präsidentin der USA. Das klingt ziemlich vielversprechend. Am Ende ist es doch nur ein dreistündiger TV-Film, der das Versprechen des Trailers niemals einlöst. Dafür gibt es zu wenig Action, zu wenige Verwicklungen und alles ist zu eindeutig in Gut und Böse unterteilt. Nett, aber trotz der Besetzung verzichtbar.

Relativ aufwändiger und prominent besetzter TV-Zweiteiler, der sich stereotyper Feindbilder bedient.“ (Lexikon des internationalen Films)

Für heute ist eine etwas über zweistündige Fassung angekündigt.

Mit Stephen Dorff, Danny Huston, Mira Survino, Anjelica Huston, Blair Underwood, Sophia Myles

Hinweise

Wikipedia über Robert Ludlum (deutsch, englisch)

Robert-Ludlum-Fanseite

Kirjasto über Robert Ludlum

Homepage von Gayle Lynds

ARD, 22.15

JAMES BOND: Goldfinger (GB 1964, R.: Guy Hamilton)

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Hinweise

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

James Bond in der Kriminalakte

MDR, 00.00

Misery (USA 1990, R.: Rob Reiner)

Drehbuch: William Goldman

LV: Stephen King: Misery, 1987 (Sie)

Des Schriftstellers Alptraum (hilflos ans Bett gefesselt in den Händen eines fanatischen Fans), des Zuschauers Vergnügen. Eine der besten Verfilmungen des Grandmasters der Mystery Writers of America.

Kathy Bates erhielt für ihre furchterregende Darstellung der helfenden Krankenschwester den Oscar, den Chicago Film Critics Association Awards und den Golden Globe als beste Schauspielerin.

Mit James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Lauren Bacall, Frances Sternhagen

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park


TV-Tipp für den 18. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 18, 2011

Weil der Alligator sich wieder auf die Jagd begeben hat: die verfilmten Kriminalromane

ZDFneo, 00.20

Der Preis des Verbrechens: Gefallener Engel – Teil 1 (GB 2004, R.: Paul Unwin)

Drehbuch: Lynda La Plante

Die Detectives Walker und Connor müssen den Mord an einer Edelprostituierten aufklären. Sie arbeitete in einem SM-Club, in dem sich auch hochrangige Politiker vergnügen.

Die achte Ausgabe der von Lynda La Plante erfundenen Serie „Trial & Retribution“ ist zwar auch ein Zweiteiler, aber mit jeweils siebzig Minuten ist diese Folge wesentlich kürzer als gewohnt geraden.

Den zweiten Teil gibt es am Freitag, den 25. März, um 00.20 Uhr.

Mit David Hayman, Victoria Smurfit, Colin Salmon

Hinweise

Homepage von Lynda La Plante

Wikipedia über „Trial & Retribution“

Fernsehserien über „Der Preis des Verbrechens“

ITV über „Trial & Retribution“

Meine Besprechung von „Der Preis des Verbrechens – Volume 1“

Meine Besprechung von „Der Preis des Verbrechens – Volume 2“

Eins Festival, 00.50

Commissario Laurenti: Der Tod wirft lange Schatten (D 2008, R.: Hannu Salonen)

Drehbuch: Lothar Kurzawa

LV: Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten, 2005

Auf dem Marktplatz von Triest wird ein Mann erschossen. Das Motiv scheint, so findet Commissario Laurenti heraus, eine Mappe mit wichtigen Dokumenten zu sein, die der Tote bei sich hatte.

Die Spannung des vierten Laurenti-Krimis scheint sich in sehr überschaubaren Grenzen zu halten: „schnarchig inszeniert“ (TV Spielfilm)

Mit Henry Hübchen, Barbara Rudnik, Hanns Zischler, Katharina Thalbach, Christopher Buchholz, Rolf Hoppe, Ludwig Trepte, Inga Busch, Luise Berndt, Horst Krause, Catherine Flemming

Hinweis

Homepage von Veit Heinichen

 


TV-Tipp für den 17. März: 3satbuchzeit

März 17, 2011

3sat, 21.00

3satbuchzeit

Eine Stunde lang gibt’s Infos von der Leipziger Buchmesse über die Eröffnung, Preisverleihungen, neue Bücher (ich befürchte mit einem viel zu geringem Krimianteil) und natürliche auch Gespräche mit den Autoren. Außerdem werden alle Gespräche am 3sat-Stand für die Mediathek aufgezeichnet und auf der 3sat-Homepage gibt es auch einige Infos zu der Buchmesse.


TV-Tipp für den 16. März: Shining

März 16, 2011

Heute ohne lästige Werbepausen

Arte, 22.15

Shining (GB 1980, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson

LV: Stephen King: The Shining, 1977 (Shining)

Jack Nicholson läuft axtschwingend durch ein einsames Hotel – und wir können eine der besten Stephen King-Verfilmungen (auch wenn der Grandmaster mit Kubricks Version nicht zufrieden war und ihm eine Jahre später gedrehte, inzwischen vergessene TV-Fassung besser gefiel) genießen.

„Der Horrorfilm schlechthin.“ (Der Spiegel)

Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park


DVD-Kritik: Robert De Niro und Edward Norton treffen sich wieder in „Stone“

März 15, 2011

Vor zehn Jahren trafen Robert De Niro und Edward Norton in „The Score“ erstmals aufeinander. Marlon Brando spielte in dem Einbrecherfilm auch mit und die Kritiker waren von dem Treffen der aus drei verschiedenen Generationen stammenden Schauspielergiganten milde enttäuscht. Denn „The Score“ ist ein altmodischer Einbrecherfilm für den nicht unbedingt so hochkarätige Schauspieler nötig gewesen wären. Aber geschadet hat es dem Film nicht.

Jetzt treffen Robert De Niro und Edward Norton in „Stone“ wieder aufeinander. Es ist wieder ein Kriminalfilm. Naja, irgendwie. Denn „Stone“ ist auch ein religiös angehauchtes Drama und die Charakterstudie eines mit seinem Leben haderndem, introvertiertem Biedermannes. Jedenfalls irgendwie. Denn das vor allem in einem Büro spielende, ursprünglich als Theaterstück geschriebene Zweipersonendrama „Stone“ entscheidet sich nie für ein Genre und damit auch für keine bestimmte Geschichte. Stattdessen plätschert der Film über Jack Mabry reichlich ziellos und langatmig vor sich hin.

Dieser Jack Mabry (Robert De Niro) schreibt im Gefängnis die Gutachten für den Bewährungsausschuss. Er ist gut. Er steht kurz vor seiner Pensionierung. Er lebt seit Jahrzehnten mit Madylyn (Frances Conroy) zusammen. Diese Ehe ist schon lange nur noch ein Gefängnis, in dem beide sich eingerichtet haben. Gemeinsam besuchen sie an den Wochenenden den Gottesdienst.

Auf seine letzten Tage soll Mabry Gerald Creeson (Edward Norton), der lieber „Stone“ genannt werden möchte, begutachten. Stone will unbedingt früher raus und spannt dafür auch seine junge, gutaussehende, enorm heiße Frau Lucetta (Milla Jovovich als Abziehbild der Femme Fatale) ein. Sie macht sich an Jack ran. Der lehnt zunächst ihre Kontaktwünsche, weil sie gegen die Vorschriften verstoßen, schroff ab.

Später nicht mehr – und was spätestens jetzt ein zünftiger, wenn auch etwas unplausibler Noir werden könnte, verläuft im Nichts. Auch das innere Drama von Mabry ist kaum nachvollziehbar.

Und die scheinbar endlosen Gespräche zwischen dem Plappermaul Stone und dem Schweiger Jack Mabry sind auch nicht besonders prickelnd. Es wird einfach nur endlos über Erlösung, den Weg zum besseren Menschen, Glauben undsoweiter räsoniert.

Aber es wird nie klar, warum uns ein Häftling, der alles sagen würde, um aus dem Gefängnis zu kommen, und ein Gutachter, der ein bieder-braver Beamter ist und der schon tausende ähnlich bauernschlaue Häftlinge begutachtet hat, interessieren könnten. Vor allem ist absolut unklar, was der erfahrene alte Hase Mabry in dem Jungspund erblickt, er sich dann ziemlich idiotisch verhält und absolut grundlos vieles riskiert. Denn selbstverständlich hüpft Jack mit Lucetta ins Bett. Aber, wie so vieles in „Stone“, ist dieser Seitensprung für die Geschichte vielleicht nicht unbedingt nebensächlich, aber in jedem Fall folgenlos.

Während des Abspanns fragt man sich, warum man sich von so einem Film zwei Stunden seines Lebens stehlen ließ. Warum De Niro und Norton, die ihre Rollen desinteressiert-lieblos runterspielen, zusagten, fragte man sich schon während des Films. Warum das zähe Drama bei uns seine Premiere auf DVD erlebte, ist allerdings schon vor dem ersten Zusammentreffen von De Niro und Norton, die in den vergangenen Jahren keine glückliche Hand bei ihrer Rollenauswahl hatten, klar. Der von Robert De Niro gespielte Jack Mabry ist uns egal.

Stone (Stone, USA 2010)

Regie: John Curran

Drehbuch: Angus MacLachlan

mit Robert De Niro, Edward Norton, Milla Jovovich, Frances Conroy

DVD

Ascot Elite

Bild: 2,4:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial (angekündigt): Making Of, Interviews, Beim Dreh, Originaltrailer

Länge: 102 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Wikipedia über „Stone“

Drehbuch „Stone“ von Angus MacLachlan


TV-Tipp für den 15. März: Unter Verdacht: Brubeck

März 15, 2011

Arte, 23.10

Unter Verdacht: Brubeck (D 2008, R.: Ed Herzog)

Drehbuch: Wolfgang Stauch

LV: Wolfgang Stauch: Brubecks Echo, 2000

Bei einem Autounfall starben Frau und Kind von Hauptkommissar Brubeck. Er will sich an den Tätern, einer Pharmavertreterin und einem Starpianisten, rächen. Eva Prohacek versucht das zu verhindern.

Alle, die Stauchs Roman gelesen haben und denen er gefiel, sollten wahrscheinlich nicht einschalten. Denn der Film „Brubeck“ entstand „nach Motiven von“.

Ansonsten: eine weitere gelungene Folge von derzeit Deutschlands bester Krimiserie.

Mit Senta Berger, Rudolf Krause, Gert Anthoff, Fritz Karl, Ben Becker

Hinweisd

ZDF über „Unter Verdacht“

Wikipedia über „Unter Verdacht“

Homepage von Wolfgang Stauch


TV-Tipp für den 14. März: Hans Zimmer – Der Sound für Hollywood

März 14, 2011

Arte, 22.45

Hans Zimmer – Der Sound für Hollywood (D 2011, R.: Ariane Riecker, Dirk Schneider)

Drehbuch: Ariane Riecker, Dirk Schneider

Einstündige Doku über einen Deutschen, der als Mitglied der Gruppe „The Buggles“ (Ihre Hit-Single war „Video killed the Radio Star“.) erfolgreich war, die Musik für einige Filme, wie „Die Geschichte der O. – 2. Teil“ (Uh, hat den jemand gesehen?) und „The Fruit Machine“, schrieb und sich dann auf den Weg nach Hollywood machte. Dort schrieb er die Musik für „Rain Man“ und ungefähr hunderttausend weitere Filme.

Ein Gerücht sagt, dass er für einen Blockbuster der vergangenen zwanzig Jahre nicht die Musik schrieb. Aber das kann auch eine Hollywood-Legende sein.

Wiederholungen

Samstag, 19. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Mittwoch, 30. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über die die Doku

Wikipedia über Hans Zimmer (deutsch, englisch)

IMDB über Hans Zimmer

Homepage von Hans Zimmer


TV-Tipp für den 13. März: Wahre Lügen – Where the Truth Lies

März 13, 2011

Tele 5, 00.00

Wahre Lügen (Can/GB 2005, R.: Atom Egoyan)

Drehbuch: Atom Egoyan

LV: Rupert Holmes: Where the Truth Lies, 2003

1972 will eine junge, ehrgeizige Journalistin herausfinden, was 1957 in einem Hotelzimmer geschah. Damals wurde die Leiche einer Studentin in der Suite der erfolgreichen Entertainer Lanny Morris und Vince Collins gefunden. Die Todesursache wurde nie geklärt, aber die Freundschaft der beiden Entertainer zerbrach.

Eleganter Neo-Noir von Kritikerliebling Atom Egoyan.

„Die retrospektiv erzählte Mischung aus Film noir und 1950er-Jahre-Melodram ist als faszinierendes Spiel mit Chiffren und Symbolen konzipiert, das, inszenatorisch perfekt, auf höchst vergnügliche Weise den Widerspruch zwischen Schein und Sein demonstriert.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Kevin Bacon, Colin Firth, Alison Lohman, Rachel Blancard

Hinweise

Wikipedia über „Wahre Lügen“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Wahre Lügen“

Homepage von Atom Egoyan

Deutsche Atom-Egoyan-Fanseite


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

März 12, 2011

Eine empfehlenswerte Krimiverfilmung, die die Tage im TV läuft, ist „Blood Work“ (Connelly! Eastwood! Helgeland!).

Die anderen Krimiverfilmungen sind in den von mir geschriebenen, von Alfred wunderschön bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps bei den Alligatorpapieren einsehbar:

Zu den sehenswerten Krimiverfilmungen der kommenden Tage gehören Clint Eastwoods Michael-Connelly-Verfilmung „Blood Work“, Atom Egoyans Rupert-Holmes-Verfilmung „Wahre Lügen“, Lars Beckers „Amigo – Bei Ankunft Tod“ (nach seinem Roman), Fritz Langs Norman-Krasna-Verfilmung „Fury“, Sidney Lumets Reginald-Rose-Verfilmung „Die zwölf Geschworenen“, Guy Hamiltons Ian-Fleming-Verfilmung „James Bond: Goldfinger“, Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung „Misery“, Charles Laughtons Davis-Grubb-Verfilmung „Die Nacht des Jägers“, Wim Wenders Patricia-Highsmith-Verfilmung „Der amerikanische Freund“ und die Stieg-Larsson-Fans dürfen sich die Kinoversion von „Verblendung“ im Heimkino ansehen.


TV-Tipp für den 12. März: Blood Work

März 12, 2011

RTL II, 23.30

Blood Work (USA 2002, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Michael Connelly: Bloodwork, 1997 (Das zweite Herz)

FBI-Mann Terry McCaleb sucht auf Bitten von Graciella nach dem Mörder ihrer Schwester. Immerhin hat er jetzt ihr Herz.

Ausgezeichnete Adaption des dicken Buches von Michael Connelly, bei dem einige für einen Film sehr sinnvolle Änderungen vorgenommen wurden.

„I am very happy with it. I think it is a solid cop story and I think it captured the character and spirit of the book.” (Michael Connelly, auf seiner Homepage)

Mit Clint Eastwood, Jeff Daniels, Wanda De Jesus, Anjelica Huston

Wiederholung: Sonntag, 13. März, 03.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Michael Connelly

Meine Besprechung von Michael Connellys „The Lincoln Lawyer“ (2005, deutscher Titel: Der Mandant)

Meine Besprechung von Michael Connellys „Vergessene Stimmen“ (The Closers, 2005)

Meine Besprechung von Michael Connellys “L. A. Crime Report” (Crime Beat, 2004)

Meine Besprechung von Michael Connellys “Kalter Tod” (The Overlook, 2007)

Meine Besprechung von Michael Connellys “Echo Park” (Echo Park, 2006)

Michael Connelly in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Über Alejandro González Iñárritus „Biutiful“

März 11, 2011

Nachdem ich die Welt mit ‚Babel‘ bereist hatte, fand ich, dass es genug war mit parallel verlaufenden Handlungssträngen, zersplitterten Strukturen und sich kreuzenden Erzählungen. Jeder Film, den ich gemacht hatte, wurde in einer anderen Sprache gedreht, in einem anderen Land“, sagt Alejandro González Iñárritu im Presseheft zu seinem neuestem Film „Biutiful“.

Also konzentriert Iñárritu sich, im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“, in „Biutiful“ auf eine Geschichte. Und, während sich dem Zuschauer in seinen früheren Filmen erst langsam erschloss, wie die einzelnen Geschichten miteinander zusammenhängen, die Form die manchmal arg plakative Botschaft verdeckte und gerade in „Babel“ die Verknüpfung der einzelnen rund um den Globus spielenden Geschichten arg gewollt war, erzählt Iñárritu in „Biutiful“ chronologisch und ohne Abschweifungen die Geschichte der letzten Tage des in Barcelona lebenden Kleingangsters Uxbal (grandios: Javier Bardem).

Bei ihm hat Alejandro González Iñárritu tief in die Klischeekiste des guten Verbrechers gegriffen. Er ist ein alleinerziehender Vater, der seine beiden Kinder liebevoll erzieht und niemals schlägt. Er kümmert sich, wenn auch widerwillig, um seine emotional gestörte Ex-Frau, die an Bipolarität leidet. Er passt auf die von ihm geführten Verbrecher, die illegal in Barcelona leben, auf. Das ist einerseits seine Pflicht. Andererseits tut er etwas mehr als nötig. Er versucht das Leben der Illegalen, die in einer Werkstatt und auf einer Baustelle arbeiten, besser zu gestalten. Er steckt, obwohl er selbst kaum Geld hat, immer wieder den Menschen, für die er sich verantwortlich fühlt, Geld zu. Er wirkt immer so, als trage er das Leid der gesamten Welt auf seinen Schultern. Denn auch wenn sein Bruder ihm rät, sich weniger um die anderen zu kümmern, kann er es nicht.

Und er hat Krebs im Endstadium. Deshalb will er kurz vor seinem Tod noch alles regeln.

Das könnte jetzt leicht in einer endlos-unerträglichen Kitschorgie über die guten, armen Menschen enden.

Tut es aber nicht. Das liegt einerseits an Javier Bardem, der Uxbal glaubhaft als einen zwischen seinem Anspruch und der tristen Wirklichkeit zerrissenem Charakter spielt. Andererseits liegt dies an den anderen Charakteren, die mit ihren Fehlern, Unfähigkeiten und Egoismen einen wohltuenden Kontrast zu dem gnadenlos idealisiertem Uxbal bilden.

Alejandro González Iñárritu und sein langjähriger Kameramann Rodrigo Prieto halten die Handkamera immer drauf. Sie gönnen den oft unangenehm nah aufgenommenen Schauspielern und dem Publikum nur wenige Sekunde, in denen die Handkamera mal nicht kunstvoll wackelt, Ruhe. Während früher eine Kamerabewegung eine Sensation war, ist es bei Iñárritu keine Kamerabewegung.

Und genauso wie die Kamera etwas zu sehr wackelt, ist das Elend in den schmuddeligen Wohnungen und Straßen Barcelonas, das nichts von der „Vicky Cristina Barcelona“-Idylle hat, etwas zu dick aufgetragen in dem, wie immer bei Iñárritu, etwas zu langem Film. Denn obwohl „Biutiful“ nur die Passionsgeschichte eines sterbenden Kleingangsters erzählt, braucht er dafür, wie bei „Amores Perros“ und „Babel“, zweieinhalb Stunden.

Dennoch ist „Biutiful“ deutlich gelungener als „Babel“ und, wenn vielleicht nicht Alejandro González Iñárritus bester, dann nach „Amores Perros“, sein zweitbester Film.

Biutiful (Biutiful, Mexiko/USA 2010)

Regie: Alejandro González Iñárritu

Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Armando Bo, Nicolás Giacobone

mit Javier Bardem (Uxbal), Maricel Álvarez (Marambra), Hanaa Bouchaib (Ana), Guillermo Estrella (Mateo), Eduard Fernández (Tito), Cheikh Ndiaye (Ekweme), Diaryatou Daff (Ige), Taisheng Cheng (Hai), Luo Jin (Liwei)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Biutiful“

Collider: Interview mit Alejandro González Iñárritu (26. Dezember 2010)


TV-Tipp für den 11. März: Amigo – Bei Ankunft Tod

März 11, 2011

Arte, 20.15

Amigo – Bei Ankunft Tod (D/I 2010, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

LV: Lars Becker: Amigo, 1991

Zwei BKA-Ermittler sollen in Neapel einen vor zwanzig Jahren untergetauchten RAFler verhaften. Die Verhaftung geht schief und der RAFler macht sich auf den Weg nach Hamburg. Dort will er den Mann, der ihn an die Polizei verriet, zur Strecke bringen.

Seltsam, seltsam, dass Lars Becker jetzt einen zwanzig Jahre alten Krimi verfilmt, bei dem das Zeitkolorit sehr wichtig war.

mit Tobias Moretti, Jürgen Prochnow, Florian David Fitz, Luca Ward, August Zirner, Ina Weisse, Uwe Ochsenknecht

Wiederholung: Montag, 14. März, 14.45 Uhr

Hinweise

Arte über „Amigo – Bei Ankunft Tod“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker


DVD-Kritik: Gary Cooper meint „Der General starb im Morgengrauen“

März 10, 2011

Um den Abenteuerfilm „Der General starb im Morgengrauen“ als „Film noir“ einzusortieren, muss man schon einen sehr weiten Begriff von Noir haben. Denn nur in Madeleine Carrolls Rolle kann etwas vom klassischen Noir-Ethos entdeckt werden.

Gary Cooper spielt den Abenteurer O’Hara, der in China einen Gürtel mit Geld von den Rebellen nach Shanghai schmuggeln soll. Dort soll das Geld für den Kauf von Waffen im Kampf gegen einen blutrünstigen Herrscher, eben dem titelgebenden General, verwandt werden. Eine Frau (Madeleine Carroll) wird auf O’Hara angesetzt. Sie verliebt sich in ihn. Aber gleichzeitig will sie auch ihrem Vater, der sie in das Komplott hineinzog, helfen. Denn er benötigt das Geld für eine Reise zurück in seine amerikanische Heimat. Dort möchte er seine letzten Monate verbringen.

Was nach den ersten Minuten zu einer zünftigen, kolportagehaften Abenteuergeschichte werden könnte, versinkt ziemlich schnell in einem verwirrend-langatmigem Spiel, in dem Pläne öfters scheitern und die Motive der Charaktere öfters im Dunkeln bleiben. Im Dunkeln bleibt auch, warum O’Hara das Geld schmuggeln soll (denn einen auffallenderen Kurier dürfte es in ganz China nicht geben), warum der ach so blutrünstige General einige Leute nicht tötet und warum die Bösewichte einen so furchtbar komplizierter Plan für den Raub des Geldgürtels ersinnen, anstatt O’Hara einfach zu schnappen und zu töten.

Letztendlich ist die 1936 gedrehte und heute sehr antiquiert wirkende Studioproduktion „Der General starb im Morgengrauen“ nur noch von historischem Interesse. Auch die sehr bescheidene Bildqualität des Films, der erst 1981 im NDR seine deutsche Premiere erlebte, verstärkt diesen Eindruck.

Der General starb im Morgengrauen (The General died at dawn, USA 1936)

Regie: Lewis Milestone

Drehbuch: Clifford Odets

LV: Charles G. Booth: The General died at dawn, 1936

mit Gary Cooper, Madeleine Carroll, Akim Tamiroff, Dudley Diges, Porter Hall

DVD

Koch-Media (Film Noir Collection 7)

Bild: 1,37:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Bildergalerie, Original Kinotrailer, Booklet

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „Der General starb im Morgengrauen“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Der General starb im Morgengrauen“


TV-Tipp für den 10. März: Angriff aus dem Internet

März 10, 2011

ARD, 22.45

Angriff aus dem Internet (D 2011, R.: Klaus Scherer)

Drehbuch: Klaus Scherer

Wie Online-Täter uns bedrohen“ wird uns in 45 Minuten erklärt. Online und auch offline.

Hinweis

ARD über die Doku


TV-Tipp für den 9. März: Ein Köder für die Bestie

März 9, 2011

Arte, 21.45

Ein Köder für die Bestie (USA 1962, R.: J. Lee Thompson)

Drehbuch: James R. Webb

LV: John D. MacDonald: The executioners, 1957 (eine gekürzte deutsche Ausgabe erschien unter „Ein Köder für die Bestie“, ungekürzt – 1992 im Heyne Verlag – unter „Kap der Angst“)

Nach seinem Knastaufenthalt beginnt Max Cady Sam Bowden und dessen Familie zu terrorisieren. Immerhin brachte dessen Aussage ihn ins Gefängnis.

Spannender Psychoschocker

Mit Gregory Peck, Robert Mitchum, Martin Balsam, Telly Savalas

Hinweise

Wikipedia über John D. MacDonald (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über John D. MacDonald

Krimi-Couch über John D. MacDonald

Umfangreiche amerikanische John D. MacDonald-Fanseite


TV-Tipp für den 8. März: 8 Frauen

März 8, 2011

BR, 23.40

8 Frauen (F 2002, R.: Francois Ozon)

Drehbuch: Francois Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Hinweise

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutsch, englisch, französisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)


TV-Tipp für den 7. März: Kein Mord bleibt ungesühnt

März 7, 2011

ZDF, 22.25

Kein Mord bleibt ungesühnt (F 2006, R.: Franck Mancuso)

Drehbuch: Franck Mancuso

LV: Lawrence Block: Like a bone in the throat (Kurzgeschichte, abgedruckt in “Enough Rope”)

Ein Sexualstraftäter ermordet die neunjährige Tochter des Polizisten Malinowski. Der kurz darauf als Täter verurteilte Eckman beteuert in Briefen gegenüber Malinowski seine Unschuld. Als Malinowski deshalb auf eigene Faust mit Ermittlungen beginnt, beginnt er immer mehr an Eckmans Unschuld zu glauben.

Regiedebütant Mancuso schrieb vorher unter anderem das Drehbuch für den Noir-Polizeithriller „36 – Tödliche Rivalen“. „Kein Mord bleibt ungesühnt“ erhielt ebenfalls gute Kritiken und (erlebte) ebenfalls seine Deutschlandpremiere auf DVD. Das scheint inzwischen bei französischen Kriminalfilmen so üblich zu sein.

Denn „Kein Mord bleibt ungesühnt“ ist ein kleiner, feiner Krimi mit einem gelungenen Ende.

Mit Jean Dujardin, Laurent Lucas, Agnès Blanchot, Jean-Pierre Cassel

Auch bekannt als „Counter Investigation – Kein Mord bleibt ungesühnt“

Wiederholung: Mittwoch, 9. März, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Lawrence Block

Unbedingt kaufen müssen Sie das von mir herausgegebene Buch „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ (KrimiKritik 5, Nordpark-Verlag)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Telling Lies for Fun and Profit – A Manual for Fiction Writers” (1994)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Spider, spin me a web – A Handbook for Fiction Writers” (1995)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks: “All the flowers are dying” (2005)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Lucky at Cards” (2007)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Abzocker“ (Grifter’s Game, 2004; frühere Ausgaben: Mona, 1961; Sweet slow death, 1986)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks “Verluste” (Everybody dies, 1998)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Killing Castro“ (Originalausgabe unter dem Pseudonym Duncan Lee als „Fidel Castro Assassinated“, 1961)

Meine Besprechung von Lawrence Blocks „Falsches Herz“ (The Girl with the long green Heart, 1965)

Lawrence Block in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. März: Shooter

März 6, 2011

Pro7, 23.10

Shooter (USA 2007, R.: Antoine Fuqua)

Drehbuch: Jonathan Lemkin

LV: Stephen Hunter: Point of Impact, 1993 (Im Fadenkreuz der Angst)

Actionhaltiger Thriller über den desillusionierten Ex-Marine-Scharfschützen Bob Lee Swagger, der als Strohmann für einen Anschlag auf ein Staatsoberhaupt herhalten soll. Er kann vor seiner Verhaftung flüchten und beginnt die wahren Täter zu jagen.

Viele tolle Actionszenen, grandiose Landschaftsaufnahmen (ein Treffen auf einem schneeweißen Berggipfel sieht schon toll aus) und eine Story, die ziemlich vorhersehbar den Konventionen des Verschwörungssthrillers folgt, machen „Shooter“ zu einem Thriller, bei dem man nicht vollkommen auf das Denken verzichten muss. Am Ende gibt es dann einige unnötige Twists.

mit Mark Wahlberg, Michael Peña, Danny Glover, Kate Mara, Elias Koteas, Rhona Mitra, Rade Sherbedgia, Ned Beatty

Wiederholung: Montag, 7. März, 03.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Shooter“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Shooter“

Stephen-Hunter-Fanseite


TV-Tipp für den 5. März: James Bond: Goldfinger

März 5, 2011

ARD, 22.15

JAMES BOND: Goldfinger (GB 1964, R.: Guy Hamilton)

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Hinweise

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

James Bond in der Kriminalakte


Neu im Kino: Unknown Identity

März 4, 2011

Unknown Identity (Unknown, Japan/Kanada/USA/Deutschland 2010)

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Oliver Butcher, Stephen Cornwell

LV: Didier von Cauwelaert: Hors de moi, 2003 (Unknown Identity)

In Berlin soll der Wissenschaftler Martin Harris einen Vortrag halten. Er verunglückt und als im Krankenhaus erwacht, behaupten alle, dass er nicht Martin Harris sei. Er glaubt’s nicht und will das Komplott aufdecken.

Paranoia-Thriller.

Er ist geradlinig inszeniert, bietet mitreißende Action und birgt manche Überraschung. Auch das komische Potential seiner Paranoia reizt er aus, ohne Schrecken und Tragik derselben zu schmälern.“ (Patrick Seyboth, epd-Film 3/2011)

Und wenn dann das ganze noch in Berlin spielt, kann nichts mehr schiefgehen.

Da wollen wir, mal wieder, gnädig über den „deutschen“ Titel und das nichtssagende Plakat hinwegsehen

mit Liam Neeson, Diane Kruger, January Jones, Aidan Quinn, Bruno Ganz, Sebastian Koch, Frank Langella, Stipe Erceg

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Unknown Identity“

Homepage von Didier von Cauwelaert