Urban Priol und Georg Schramm begrüßen in der heutigen Ausgabe ihrer Satiresendung Josef Hader, Jochen Malmsheimer und Volker Pispers. Es dürfte also ziemlich schwarzhumorig werden.
Die Tage ist die Taschenbuch-Ausgabe von Georg Schramms „Lassen Sie es mich so sagen… – Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit“ (Heyne, 8,95 Euro) erschienen. Eine höchst vergnügliche, vom Meister selbst liebevoll kommentierte Sammlung seiner schönsten Auftritte von den Anfängen (zum Beispiel als katholischer Hassprediger auf dem Ostermarsch) bis zur Gegenwart.
JAMES BOND: Moonraker – Streng geheim (GB 1979, R.: Lewis Gilbert)
Drehbuch: Christopher Wood
LV: Ian Fleming: Moonraker, 1955 (Mondblitz)
Buch zum Film: Christopher Wood: James Bond and Moonraker, 1979 (Moonraker – Streng geheim)
Der stinkreiche Hugo Drax hält wenig von seinen Mitmenschen. Deshalb will er sie umbringen und mit einigen Auserwählten einen neuen Start machen. James Bond macht ihm einen Strich durch die Rechnung.
Natürlich hat der Film mit dem Buch eigentlich nichts mehr gemeinsam und das Ende – im Orbit – ist – auch heute – reinste Zukunftsmusik. Aber die bekannten Bond-Elemente wurden locker-flockig über den Globus verteilt. Das Ergebnis ist eine vergnügliche Mischung aus Action, leichtbekleideten Frauen, Witzen und einem glänzend aufgelegten Roger Moore. „Moonraker“ ist einer der guten Moore-Bonds.
Mit Roger Moore, Lois Chiles, Michael Lonsdale, Richard Kiel, Corinne Clery
Kalter Krieg, Kuba, Castro, CIA, KGB und die Frage: Wer ist der Verräter?
Schwacher Agententhriller von Hitchcock.
Im Anschluss läuft, im Rahmen des Arte-Themenabends „Spione im Kalten Krieg“, die Doku „War Games“ (P/F 2009, R.: Dariusz Jablonski) über den polnischen Armeeoberst und Überläufer Ryszard Kuklinksi, der die Welt vor einem Atomkrieg bewahrt haben soll.
Mit Frederick Stafford, Karin Dor, Michel Piccoli, Philippe Noiret
Los Angeles, 1937: Evelyn Mulwray beauftragt Privatdetektiv Jake Gittes, das Verschwinden ihres Mannes, dem Chef der Wasserwerke, aufzuklären. Schnell gerät der kleine Detektiv in ein Komplott, das er nie ganz durchschaut.
Sozusagen die Essenz der Schwarzen Serie. Georg Seeßlen hält „Chinatown“ für den definitiven private eye-Film der siebziger Jahre.
Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Diane Ladd, Roman Polanski, Bruce Glover, James Hong, Burt Young,
LV: Charles Willeford: Miami Blues, 1984 (Miami Blues)
Als erstes bringt Junior in Miami einen bettelnden Krishna um. Dann beginnt er mit seinem Brotjob: Überfälle. Als ihm Sgt. Hoke Moseley zu nahe kommt, raubt er ihn aus (Dienstpistole, Ausweis, Gebiss). Und das nimmt Moseley wirklich persönlich.
Willefords Hoke-Moseley-Krimis sind eine bitterböse, urkomische Abrechnung mit dem amerikanischen Traum. Armitages Adaption bebildert in weiten Teilen nur Willefords Buch. Trotzdem: „Hervorragend gespielte Kriminalgroteske, die sich nach und nach als böse Abrechnung mit dem amerikanischen Traum entpuppt.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit Fred Ward, Alec Baldwin, Jennifer Jason Leigh, Charles Napier
LV: Robert Harris: The Ghost, 2007 (Ghost, Der Ghostwriter)
Ein finanziell klammer Autor (Gibt es andere?) soll die Biographie eines Politikers schreiben. Allerdings hat der Politiker Dreck am Stecken und der Autor will die Wahrheit aufschreiben.
Politthriller, der auf der Berlinale seine Premiere erlebte, weitgehend positiv aufgenommen wurde und jetzt im Kino startet.
mit Ewan McGregor, Piere Brosnan, Kim Cattrall, James Belushi, Olivia Williams, Timothy Hutton, Tom Wilkinson, Eli Wallach
Spur der Bären (D 2010, R.: Hans-Christoph Blumenberg)
Drehbuch: Alfred Holighaus, Hans-Christoph Blumenberg
Spielfilmlange Doku mit vielen Interviews und seltenem Archivmaterial über die Berlinale von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Mit Tilda Swinton, Angl Lee, Rosa von Praunheim, Arthur Brauner, Ulrich Gregor, Moritz de Hadeln, Dieter Kosslick, Reinhard Hauff, Wieland Speck, Tom Tykwer, Wolfgang Kohlhaase, Michael Winterbottom
Erinnern Sie sich an den Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehen?
Nun, heute kommen die Programmplaner diesem Auftrag wieder gewohnt publikumsfreundlich nach und zeigen einen Film, der für die deutsche Filmgeschichte begeistern soll. Doch vor der Bildung sind die Mühen der Ebene: Um Himmels Willen, In aller Freundschaft, Plusminus, Menschen bei Maischberger, ttt-extra und dann, weit nach Mitternacht, präsentiert das Deutsche Fernsehen mit überschwänglichem Stolz und kaum zu bremsender Begeisterung für die Schlaflosen, Spätaufsteher und Cinephilen in deutscher Erstausstrahlung
ARD, 00.40
Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte (D 2008, R.: Michael Althen, Hans Helmut Prinzler)
Konzept: Hans Helmut Prinzler, Michael Althen
Michael Ballhaus, Andreas Dresen, Doris Dörrie, Dominik Graf, Wolfgang Kohlhaase, Caroline Link, Christian Petzold, Tom Tykwer, Wim Wenders und Hanns Zischler stellen ihre deutschen Lieblingsfilme vor. So entsteht ein kleiner, subjektiver Spaziergang durch die deutsche Filmgeschichte von „Nosferatu“ über „Menschen am Sonntag“, „M“, „Unter den Brücken“, „Alice in den Städten“ und „Die Ehe der Maria Braun“ bis zu „Heimat 1“.
Zweistündige sehr sehenswerte Doku über den Filmverlag der Autoren. Zu den Gründungsmitgliedern am 18. April 1971 gehörten Hark Bohm, Peter Lilienthal, Hans Noever, Pete Ariel, Uwe Brandner, Veith von Fürstenberg, Wim Wenders, Hans W. Geissendörfer und Volker Vogeler. Später kam auch Rainer Werner Fassbinder dazu. Die Idee des Filmverlags der Autoren war, die eigenen Filme kollektiv zu produzieren und zu verleihen. In den folgenden Jahren war der Filmverlag die kreative Brutstätte des Neuen Deutschen Films.
Mit Rudolf Augstein, Heinz Badewitz, Hark Bohm, Uwe Brandner, Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler, Peter Fleischmann, Hans W. Geissendörfer, Peter Handke, Irm Hermann, Werner Herzog, Alexander Kluge, Peter Lilienthal, Tom Luddy, Margaret Ménégoz, Lynda Myles, Hans Noever, Thomas Schamoni, Peter Sickert, Laurens Straub, Dan Talbot, Veith von Fürstenberg, Luggi Waldleitner, Wim Wenders
Auch bekannt als „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“
Eigentlich ist “Stammheim” ein abgefilmtes Theaterstück: Aust und Hauff konzentrierten sich auf die Verhandlung gegen die Baader-Meinhof-Gruppe und nahmen die Gerichtsprotokolle als Grundlage für die Dialoge.
Damals irritierte die Kritiker, dass Schauspieler anders aussehende Personen spielten, die im öffentlichen Bewusstsein noch sehr präsent waren.
Heute ist “Stammheim” ein Stück Zeitgeschichte und ein Blick in eine für uns inzwischen sehr fremde Zeit.
“Es ist ein Film über die Unfähigkeit der Politik und der Justiz, die Verhältnisse zu reflektieren, in denen Gewalt entsteht. Ein Film über die Ungeduld und Unduldsamkeit derjenigen, die erklärten, das Volk befreien zu wollen und am Ende mehr Zwänge und staatliche Repression erreichen.
Wie in einem Mikrokosmos findet der Kampf zwischen dem Staat und seinen radikalsten Gegner in einem Gerichtssaal statt. Keine Seite geht daraus unbeschädigt hervor. Die einen bekämpfen das Recht und die Ordnung des bürgerlichen Staates und berufen sich gleichzeitig auf seine Gesetze. Die anderen vertreten die Gesetze und verletzen dennoch das Recht (…)
Hauff und Aust haben den mutigsten Film über unsere politische Gegenwart gemacht.“ (Fischer Film Almanach 1987)
„Stammheim“ erhielt 1986 auf der Berlinale den Goldenen Bären. Während der Preisverleihung sagte Jurypräsidentin Gina Lollobrigida – ein grober Verstoß gegen die Etikette -, dass sie gegen den Film gestimmt habe.
mit Ulrich Pleitgen, Ulrich Tukur, Therese Affolter, Sabine Wegner, Hans Kremer, Dominique Horwitz
Bei den Alligatorpapieren sind meine, wie immer von Alligator-Alfred wunderschön bebilderten, neuen TV-Krimi-Buch-Tipps online. Highlights der kommenden 14 Tage sind:
Wahrscheinlich wegen der tollen Tage ist das TV-Programm nicht so toll. Dennoch gibt es einige sehenswerte Krimiverfilmungen. Es beginnt mit David Mackenzies Peter-Jinks-Verfilmung „Hallam Foe“. Es geht weiter mit Reinhard Hauffs Stefan-Aust-Verfilmung „Stammheim“ (dafür gab’s einen Goldenen Bären), Aisling Walshs Lynda-La-Plante-Verfilmung „Der Preis des Verbrechens: Herr der Fliegen“, George Armitages Charles-Willeford-Verfilmung „Miami Blues“, Michael Hodges‘ Ted-Lewis-Verfilmung „Get Carter“ (mal wieder deutlich nach Mitternacht), Roman Polanskis „Chinatown“ (nach einem Drehbuch von Robert Towne), Lee Tamahoris „Nach eigenen Regeln“ (nach einem Drehbuch von Pete Dexter) und, als leichtgewichtigen Ausklang, gibt es die „Mordrezepte der Barbouzes“.
Oh, und James Bond hat alle Hände voll zu tun.
Der SF-Klassiker – und wie es sich für einen Klassiker gehört: unglaublich teuer, lang, an der Kasse zunächst gefloppt, von Produzenten und Verleihern in verschiedenen gekürzten Versionen herausgebracht und, vor allem optisch, ein großer Einfluss auf eigentlich alle dystopischen SF-Filme (Was wäre “Blade Runner” ohne “Metropolis”?). Dass die Geschichte eher banal und die Botschaft ärgerlich ist – geschenkt.
Obwohl: Nachdem 2008 in Buenos Aires eine Kopie der verschollen geglaubten Premierefassung entdeckt und aufwendig restauriert wurde, kann heute erstmals die um ein gutes Viertel längere und fast vollständige Version (einige Teile konnten nicht gerettet werden) von “Metropolis” endlich wieder gesehen werden.
Wetterunfühlige Menschen können am Brandenburger Tor eine Open Air Vorstellung erfrieren.
Im Anschluss zeigt Arte um 23.10 die gut einstündige Doku “Die Reise nach Metropolis”.
mit Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Brigitte Helm, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George
Der Plot von „Skate or Die“ kann auf einem halben Bierdeckel notiert werden: zwei Skater filmen in einem Parkhaus einen Drogendeal, der schiefgeht. Sie werden entdeckt und flüchten zur Polizei. Dort entdecken sie, dass ihre Verfolger Polizisten sind und – den Rest können Sie sich wirklich denken.
Auf die andere Hälfte des Deckels passen die Dialoge.
Damit dürfte klar sein, dass „Skate or Die“ sich nicht an die Freunde dialoglastiger, vertrackter und intellektuell herausfordernder Filme wendet. Denn Regisseur Miguel Courtois und den Drehbuchautoren Clelhio Favretto und Chris Nahon (Buch und Regie bei „Das Imperium der Wölfe“ und Regie bei „Kiss the Dragon“) geht es um Action und das Lebensgefühl einer jugendlichen Subkultur; wobei sich das Lebensgefühl auf das Skaten durch Paris, das Herumhängen und den Konsum von Joints beschränken.
Genauso oberflächlich wie der Blick in die Skater-Szene sind auch die Charakterisierungen. Die Guten sind gut (auch wenn sie noch in der Slacker-Phase sind) und die Bösen sind sehr böse (auch wenn sie eine Polizeimarke haben).
Die gesamte Kreativität der Macher floss in die Actionszenen. Die beiden Hauptrollen wurden mit Skatern besetzt und auch die anderen Schauspieler durften sich, wie das „Making of“ zeigt, körperlich austoben. Dass bei dem Dreh niemand ernsthaft verletzt wurde ist, angesichts der zahlreichen im „Making of“ dokumentierten Stürze, ein Wunder. Denn Courtois setzte auf altmodische Handarbeit.
Diese auf den Straßen von Paris gedrehten Actionszenen sind atemberaubend nah gefilmt, rasant geschnitten und spektakulär, aber als Zuschauer ist man niemals emotional involviert. Man weiß, auch ohne das Drehbuch gelesen zu haben, dass alles gut ausgeht. Man weiß, dass die beiden jugendlichen Helden sich, wenn sie von Brücken springen, zwischen fahrenden Autos und Fußgängern durchrasen und von einem Gebäude zum nächsten springen, dass sie sich nicht verletzen. Denn dann wäre der Film aus. Gleichzeitig legt der meist Trip-Hop-Klängen bestehende, durchgehend pulsierende Soundtrack einen beruhigenden Laidback-Teppich aus.
„Skate or Die“ ist ein 90-minütiger Videoclip, der wahrscheinlich jeden über 25-jährigen langweilt.
Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)
Drehbuch: Peter S. Fischer
Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall
Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.
Pasolinis tolldreiste Geschichten (I/F 1971, R.: Pier Paolo Pasolini)
Drehbuch: Pier Paolo Pasolini
LV: Geoffrey Chaucer: The Canterbury Tales (Kurzgeschichten)
Lange nicht mehr (falls überhaupt jemals im TV) gezeigter Episodenfilm: Im England des 14. Jahrhunderts erzählen sich einige Pilger auf dem weg nach Canterbury meist sehr unzüchtige Geschichten.
„Pasolinis tolldreiste Geschichten“ (klingt fast wie ein Ableger des „Schulmädchenreports“) ist der Mittelteil seiner Trilogie des Lebens. Vor „I Racconti di Canterbury“ (auch „Canterbury Tales“) verfilmte er einige Geschichten aus dem „Decameron“, danach einige Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“. Für „Pasolinis tolldreiste Geschichten“ verfilmte er acht Geschichten der aus 22 Geschichten bestehenden „Canterbury Tales“ von Geoffrey Chaucer (1340 – 1400).
Der Film erhielt 1972 auf der Berlinale den Goldenen Bären. Dennoch: „Stilistisch noch uneinheitlicher, noch konfuser erzählt und primitiver montiert als ‚Il Decameron‘, zeigt ‚I Racconti di Canterbury‘ Pasolini auf einem künstlerischen Tiefpunkt. Nur drei Episoden dieses verunglückten Torsos, der unverständlicherweise den Hauptpreis der Berlinale 1972 bekam, sind bemerkenswert.“ (Wolfram Schütte in „Pier Paolo Pasolini“, Hanser Reihe Film 12)
Mit Pier Paolo Pasolini, Laura Betti, J. P. Van Dyne, Drek Deadman, Hugh Griffith, Josephine Chaplin
LV: Charakter von Peter Cheney (in der Verkörperung von Eddie Constantine)
Lemmy Caution soll in Alphaville einen verschwundenen Kollegen finden und den Wissenschaftler von Braun ausschalten. Sein Computer Alpha 60 regiert die Stadt nach logischen Gesichtspunkten.
Damals war Eddie Constantine als sympathischer Haudrauf in leichtgewichtigen Actionfilmen bekannt-beliebt. Populär wurde er als Agent Lemmy Caution. Später hieß er auch in den Filmen oft nur noch Eddie.
Godard zertrümmerte mit Eddie Constantine (der es damals Leid war, die immergleiche Rolle zu spielen) den Mythos. In Berlin erhielt „Alphaville“ den Goldenen Bären. Die Eddie-Fans mochten – wenig überraschend – die Anti-Utopie nicht.
„Godard meint kein Utopia dieser oder jener Provenienz, sondern den totalen technischen Staat“, schrieb damals die Frankfurter Allgemeine. Der Filmdienst schrieb: „Wenn der Schriftsteller Theodore Sturgeon behauptet, eine Science Fiction-Story sei eine Geschichte, ‚die den Menschen als Mittelpunkt sieht, ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaupt nicht zustande gekommen wäre’, so erscheint einem Jean-Luc Godards neuester Film als der erste Versuch eines Science-Fiction-Films überhaupt. Die technische Entwicklung bietet die Voraussetzung für die Behandlung – sagen wir es etwas hochtrabend – existenzphilosophischer Fragen.“
„Die Konventionen des Science-Fiction-Thrillers liefern lediglich den Rahmen für einen Film, der mit Elan die Themen und Bilder des Genres zu einer Art magnetischem Feld mobilisiert, in dem Godard eine Vielzahl von philosophischen und ästhetischen Ideen anrührt, während die generelle Form der Sache bewahrt bleibt. Eine derart freie Annäherung ermöglicht dem Zuschauer ungewöhnlich vielfältige und befreiende Genüsse. In diesem Sinne ist ‚Lemmy Caution gegen Alpha 60‘ zusammen mit ‚Pierrot le Fou‘ der romantischste anarchische Film von Godard. (…) Vielleicht ist die beste Annäherung an den Film einfach, ihn als Gewebe von intellektuellen und sinnlichen Freuden zu akzeptieren, als Genuss für Kinoliebhaber.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)
Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, Laszlo Szabo
Hochgelobtes und vielfach ausgezeichnetes Drama über das Verhalten der Königin Elisabeth II nach dem Tod von Prinzessin Diana.
Der Anlass ist wahrscheinlich, dass 6. Februar 1952 zur Thronnachfolgerin proklamiert wurde. Aber gestern lief zur besten Sendezeit „Willkommen bei Carmen Nebel“ und nach dem „aktuellen sportstudio“ (hmhm) wäre es dann doch etwas spät gewesen.
Dennoch freue ich mich, dass ein anspruchsvoller Film seine TV-Premiere zu einer halbwegs okayen Zeit erlebt. Das ZDF ist da eh besser als das Erste.
Peter Morgan schrieb danach die Drehbücher zu „Frost/Nixon“ und der David-Peace-Verfilmung „The Damned United“. Im Moment verfilmt Clint Eastwood mit Matt Damon sein Buch „Hereafter“. Morgan sitzt gerade am Drehbuch für den nächsten James-Bond-Film und er soll wohl auch für die John-le-Carré-Verfilmung „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ das Drehbuch schreiben.
mit Helen Mirren, Michael Sheen, James Cromwell, Sylvia Simms, Alex Jennings