TV-Tipp für den 22. Mai: Die Abenteuer des Sherlock Holmes; Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville

Mai 21, 2009

Für unser Geburtstagskind Sir Arthur Conan Doyle bleiben wir etwas länger wach

ZDF, 00.15

Die Abenteuer des Sherlock Holmes (USA 1939, R.: Alfred Werker)

Drehbuch: Edwin Harvey Blum, William A. Drake

LV: Bühnenstück von William Gillette, Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle

Wo sind die Kronjuwelen? Hat Professor Moriarty sie geklaut? Sherlock Holmes sucht sie.

Zweiter Einsatz von Basil Rathbone als Sherlock Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson. Ida Lupino ist bei diesem klassischen Detektivfilm auch dabei.

ZDF, 01.35

Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville (USA 1939, R.: Sidney Lanfield)

Drehbuch: Ernest Pascal

LV: Arthur Conan Doyle: The hound of the Baskervilles, 1902 (Der Hund von Baskerville)

1889, Baskerville Hall: Sir Henry fürchtet um sein Leben und bittet Sherlock Holmes um Hilfe.

Der ämusante Oldie war der erste Film der überaus erfolgreichen Sherlock-Holmes-Reihe von 20th Century Fox mit Basil Rathbone und Nigel Bruce. Die Reihe lief acht Jahre.

Hinweise

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes


Neu im Kino: Public Enemy No. 1 – Todestrieb

Mai 21, 2009

Public Enemy No. 1. – Todestrieb (L’Ennemi Public No 1, F 2008, R.: Jean-Francois Richet)

Drehbuch: Abdel Raouf Dafri, Jean-François Richet

Zweiter Teil der hochgelobten Biographie des in Frankreich kultisch verehrten Gangsters Jacques Mesrine. Jetzt geht’s vor allem um sein öffentlichkeitswirksames Katz- und Mausspiel mit der Polizei.

Mit Vincent Cassel, Ludivine Sagnier, Mathieu Amalric, Gérard Lanvin, Samuel Le Bihan

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Dienst über „Publick Enemy No. 1. – Todestrieb“

Kriminalakte über „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“


TV-Tipp für den 21. Mai: La Mala Educación – Schlechte Erziehung

Mai 21, 2009

Arte, 21.00

La Mala Educación – Schlechte Erziehung (E 2004, R.: Pedro Almodóvar)

Drehbuch: Pedro Almodóvar

Nach zwanzig Jahren treffen sich zwei Klosterschüler wieder. Der eine ist jetzt ein gefeierter Regisseur. Der andere ein armer Schauspieler mit einem Drehbuch über seine Zeit im Kloster zwischen Missbrauch, Homosexualität, Lügen und Rachegedanken.

Das ist der Ausgangspunkt für einen typischen Almodóvar, der souverän zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Fiktion wechselt. „Wohl das reifste Werk des spanischen Enfant terrible.“ (Margret Köhler, Blickpunkt Film 21/2004)

Mit Gael Garcia Bernal, Daniel Giménez-Cacho, Fele Martinez, Lluis Homar

Wiederholung: Samstag, 23. Mai, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „La Mala Educación“

Wikipedia über „La Mala Educación“


TV-Tipp für den 20. Mai: Mörderischer Engel

Mai 19, 2009

HR, 23.50

Mörderischer Engel (F 1985, R.: Jacques Deray)

Drehbuch: Jacques Deray, Michel Audiard

LV: Derek Raymond (Robin Cook): He died with his eyes open, 1984 (Er starb mit offenen Augen)

Hat die schöne Barbara den Pianisten umgebracht? Inspektor Staniland versetzt sich immer mehr in die Persönlichkeit des Toten und verliebt sich in Barbara.

Nicht so düster wie das Buch (der erste Band der Factory-Serie), in Teilen sogar langatmig, aber solide aufgebaut, mit zahlreichen Anleihen beim „Film Noir“ und zwei wundervollen Hauptdarstellern: Michel Serrault und Charlotte Rampling

Hinweise

Wikipedia über Derek Raymond (sehr ausführlich)

Krimi-Couch über Derek Raymond

Mordlust über Derek Raymond

Times Online: The 50 greatest Crime Writers of all Times – No. 30: Derek Raymond (17. April 2008)

The Nation: Charles Taylor über Derek Raymond (17. Dezember 2008)


TV-Tipp für den 19. Mai: L. A. Confidential

Mai 19, 2009

Kabel 1, 20.15

L.A. Confidential (USA 1997, R.: Curtis Hanson)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: James Ellroy: L. A. Confidential, 1990 (Stadt der Teufel, L. A. Confidential)

Drei unterschiedliche Polizisten versuchen einen Mord aufzuklären und müssen dabei einen tiefen Sumpf aus Drogen, Sex, Gewalt und Abhängigkeiten trockenlegen.

Grandiose Verfilmung eines grandiosen Buches, das den Deutschen Krimipreis erhielt.

Brian Helgeland schaffte das scheinbar unmögliche: er raffte den 500-seitigen Thriller gelungen zu einem etwa zweistündigen Film zusammen und erhielt dafür den Edgar, den Preis der Writers Guild of America und einen Oscar. Kim Basinger für ihre Rolle als Edelhure erhielt ebenfalls die begehrte Trophäe.

Mit Guy Pearce, Russell Crowe, Kevin Spacey, Kim Basinger, Danny DeVito


TV-Tipp für den 18. Mai: Violette Nozière

Mai 17, 2009

Arte, 21.00

Violette Nozière (F/Can 1978, R.: Claude Chabrol)

Drehbuch: Odile Barski, Hervé Bromberger, Frédéric Grendel

LV: Jean-Marie Fitère: Violette Nozière, 1975 (Violette Nozière)

Paris 1933: Die siebzehnjährige Violette Nozière führt ein Doppelleben. Sie will aus ihrer kleinbürgerlichen Existenz ausbrechen. Das scheint nur zu gehen, indem sie ihre Eltern umbringt. Sie wird verhaftet und zum Tod verurteilt.

Damals erregte der Fall in Frankreich großes Aufsehen. Surrealistische Dichter verklärten die Angeklagte zu einer Heldin gegen die bürgerliche Familie. Aragon, Magritte, Simone de Beauvoir und Piere Brasseur waren von Violette Nozière und ihrer widersprüchlichen Persönlichkeit gefesselt. Chabrol zeigt diese Widersprüche mit zahlreichen Rückblenden. Fast allen Handlungen von Violette Nozière können mehrere, einander widersprechende Motive zugeordnet werden.

Einer von Chabrols besten Filmen, inszeniert mit seinen bewährten Schauspielern Isabelle Huppert, Stéphane Audran und Jean Carmet

Wiederholung: Dienstag, 2. Juni, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol

Senses of Cinema über Claude Chabrol

Wikipedia über „Violette Nozière“


TV-Tipp für den 17. Mai: Columbo: Ein Hauch von Mord

Mai 17, 2009

Direkt nach der „Leiche zum Dessert“ (Das Vierte, 20.15 Uhr) gibt’s einen weiteren Peter-Falk-Film

SRTL, 22.10

Columbo: Ein Hauch von Mord (USA 1973, R.: Jeannot Szwarc)

Drehbuch: Jackson Gillis, Myrna Bercovici (Geschichte)

Erfinder: Richard Levinson, William Link

Eine Kosmetikdiva erschlägt ihren Ex, weil dieser ihre Formel für eine revolutionäre Antifaltencreme an ihren Erzfeind verkaufen wollte. Lt. Columbo beginnt den Mörder zu suchen.

Allein schon wegen der Besetzung sehenswert.

Mit Peter Falk, Vera Miles, Martin Sheen, Vincent Price


TV-Tipp für den 16. Mai: Eine Leiche zum Dessert

Mai 15, 2009

Nachdem ich gestern zwei „Columbo“-Folgen gesehen und heute den neuen, grandiosen „100 Bullets“-Band „Du sollst nicht töten“ (dieses Mal liefern Azzarello/Risso eine Hardboiled-PI-Geschichte) gelesen habe, kann es nur einen Film als Tipp des Tages geben:


Das Vierte, 16.05

Eine Leiche zum Dessert (USA 1976, R.: Robert Moore)

Drehbuch: Neil Simon

Ein Millionär lädt die berühmtesten Detektive der Welt ein. Er behauptet, sie könnten einen Mord nicht aufklären, der um Mitternacht stattfinden wird. Die Detektive sehen das anders.

Neil Simon zieht in seiner Krimikomödie die Images der bekanntesten, literarischen Detektive der Welt (hier: Miss Marple, Hercule Poirot, Sam Spade, Nick Charles aka Der dünne Mann mit Gattin Nora, Charlie Chan) und die Prinzipien des Whodunits durch den Kakao. Ein köstlicher Spaß – nicht nur für Genre-Fans.

Verkörpert werden die Meisterdetektive und Tatverdächtige u. a. von Truman Capote, Peter Falk, Alec Guiness, David Niven, Peter Sellers

Wiederholung: Sonntag, 17. Mai, 20.15 Uhr


Neu im Kino: Illuminati, Im Sog der Nacht

Mai 15, 2009

Illuminati (Angels & Demons, USA 2009, R.: Ron Howard)

Drehbuch: David Koepp, Akiva Goldsman

LV: Dan Brown: Angels & Demons, 2000 (Illuminati)

Der Papst ist tot. Die Illuminati wollen jetzt den Vatikan mit einer Antimateriebombe vernichten und Symbolologe Robert Langdon soll im Auftrag der katholischen Kirche die Zeichen entziffern und so das Schlimmste verhindern.

Zweite Dan-Brown-Verfilmung, die kommerziell natürlich jenseits jeder Kritik steht, auch wenn bei „Rotten Tomatoes“ die positiven und negativen Stimmen zu ausgewogenen 50 Prozent Frische (also schnell essen oder wegwerfen) kommen und sich immerhin einig sind, dass „Illuminati“ besser als der „Da Vinci Code“ ist.

Stellvertretend: „zweieinhalb Stunden heiteren Stuss, der am meisten Spaß macht, wenn man gar nicht erst zu verstehen versucht, was die gehetzten Typen auf der Leinwand da beim Hin- und Herrennen, aber auch Hin- und Herfahren, Hin- und Herfliegen und Hin- und Herhüpfen gerade von Konklave, Bernini, Illuminati, Galileo – und wie diese ganzen anderen komischen lateinischen Fachausdrücke noch so heißen – erzählen.“ (Jens Balzer, Berliner Zeitung 12. Mai 2009)

Tja, vielleicht doch besser wieder „Illuminatus!“ von Robert Shea und Robert A. Wilson lesen.

Ansonsten:

Dan Browns neuer Roman „The lost symbol“ erscheint am 15. September in den USA.

„The Da Vinci Code – Sakrileg“ läuft am Sonntag, den 17. Mai, um 20.15 Uhr auf Pro  7; die Wiederholung gibt’s am Montag, den 18.  Mai, um 09.15 Uhr.

Mit Tom Hanks, Ewan McGregor, Ayelet Zurer, Stellan Skarsgård, Pierfrancesco Favino, Nikolaj Lie Kaas, Armin Mueller-Stahl

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Illuminati“

Wikipedia über Dan Brown

Homepage von Dan Brown

Deutsche Homepage von Dan Brown

Spielfilm.de: Interview mit Dan Brown (13. Mai 2009)

Im Sog der Nacht (Ch/D 2009, R.: Markus Welter)

Drehbuch: Moritz Gerber

Nach einem missglückten Banküberfall ziehen sich eine Frau und zwei Männer auf eine einsame Berghütte zurück.

Das Drama läuft in Berlin zwar nur in zwei Kinos (mit je einer Vorstellung pro Tag), aber das klingt gut: „Vom geradezu mystischen Finale abgesehen hat der Film tatsächlich die Qualitäten des französischen Kriminalthrillers von anno dazumal (…) Er hat die Konzentration auf das Wesentliche, und er hat etwas, das deutschen Debüts so gerne abgeht: nämlich Rhythmus.“ (Philipp Bühler, Berliner Zeitung, 14. Mai 2009)

Mit Nils Althaus, Lena Dörrie, Stipe Erceg

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Im Sog der Nacht“


TV-Tipp für den 15. Mai: Mach’s noch einmal, Sam!

Mai 15, 2009

WDR, 23.15

Mach’s noch einmal, Sam! (USA 1972, R.: Herbert Ross)

Drehbuch: Woody Allen (nach seinem Theaterstück)

Der New Yorker Filmkritiker Allan wird von seiner Frau verlassen. Die Suche nach einer neuen Freundin gestaltet sich (wie der Clip beweist) schwierig. Erst als sein Idol Humphrey Bogart ihn berät, scheint sich das Blatt zu wenden.

Woody Allen sagte über „Mach’s noch einmal, Sam!“, es sei „die autobiographische Geschichte eines Verliebten mit ungeheuren Komplexen. Die Anhäufung von Themen, die mich faszinieren, Sex, Ehebruch, neurotische Liebe, Angst. Dennoch ist es eine Komödie im strengsten Sinn des Wortes, ohne ein ernsthaftes Element.“

Außerdem ist es Woody Allens erste Liebeserklärung an den Film.

Mit Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts, Jerry Lacy, Susan Anspach

Hinweis

Woody Allen in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. Mai: Mean Streets – Hexenkessel

Mai 14, 2009

Ein leicht verspätetes Geburtstagsgeschenk zu Harvey Keitels Geburtstag:


WDR, 23.15

Mean Streets – Hexenkessel (USA 1973, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Martin Scorsese, Mardik Martin

New York, Lower East Side: Charlie versucht sich um seinen leicht durchgeknallten Kumpel Johnny Boy zu kümmern. Denn dieser verärgert mit seinen Eskapaden auch die Mafia.

Grandioses Frühwerk von Martin Scorsese und der Start von mehreren großen Karrieren.

Mean Streets besteht vor allem aus einem Mosaik von Momentaufnahmen und Anekdoten; an Stelle einer kontinuierlichen Entwicklung herrscht die Kontinuität des Stillstands. Vielleicht ist das der Hauptgrund, warum Mean Streets so irritierend authentisch wirkt.“ (Hans Günther Pflaum in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte [Hrsg.]: Martin Scorsese – Hanser Reihe Film 37, 1986)

Die größte Ironie bei dem Film ist, dass „Mean Streets“ untrennbar mit New York verbunden ist, obwohl, wegen des Geldes, die meisten Szenen nicht an Originalschauplätzen sondern in Los Angeles gedreht wurden

Mit Robert De Niro, Harvey Keitel, David Proval, Amy Robinson, Robert Carradine, David Carradine, Martin Scorsese (als Shorty, der Killer im Auto)

Hinweise

Wikipedia über „Mean Streets“

Süddeutsche Zeitung: Fritz Göttler über Harvey Keitel (13. Mai 2009)

FAZ: Michael Althen über Harvey Keitel (13. Mai 2009)

Die Welt: Gerhard Midding über Harvey Keitel (13. Mai 2009)


TV-Tipp für den 13. Mai: Die Arbeitslosen von Marienthal

Mai 13, 2009

3sat, 21.05

Die Arbeitslosen von Marienthal (Aus 2009, R.: Günter Kaindlstorfer)

Drehbuch: Günter Kaindlstorfer

Knapp einstündige Doku über eine klassische soziologische Studie (Wie alle Klassiker: jeder Soziologiestudent hat von ihr gehört; jeder bestätigt die Wichtigkeit und niemand hat sie gelesen). In der empirischen Studie werden die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit in dem Dorf Marienthal, das von einer einzigen, 1930 geschlossenen Textilfabrik abhängig war, geschildert.

Die Doku fragt, ob die Ergebnisse der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal – Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit“ heute immer noch (oder wieder) relevant sind.

Fast im Anschluss gibt es um 22.25 Uhr „Einstweilen wird es Mittag“ (D/Aus 1988, R.: Karin Brandauer), die hmhm Verfilmung der Studie.

Wiederholungen

Donnerstag, 14. Mai, 04.30 Uhr (Taggenau!)

Dienstag, 2. Juni, 11.10 Uhr

Hinweise

3sat über die Doku

Wikipedia über die Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (jeweils mit weiterführenden Links)


TV-Tipp für den 12. Mai: Diese Zwei sind nicht zu fassen

Mai 12, 2009

Tele 5, 20.15

Diese Zwei sind nicht zu fassen (USA 1986, R.: Peter Hyams)

Drehbuch: Gary DeVore, Jimmy Huston

Die Cops Ray Hughes und Danny Costanzo verbringen einen Zwangsurlaub in Florida. Dort reift ihr Entschluss, den Job im kalten Chicago hinzuschmeißen. Doch zuerst wollen sie in Chicago noch ihren Intimfeind, einen Drogenboss, fangen.

Typische 80er-Jahre Buddy-Komödie mit dummen Sprüchen und viel Action. Gerade für letzteres ist Peter Hyams, wenn das Genre stimmt, immer ein Garant.

Die zeitgenössische Kritik war nicht so begeistert: „Actionkomödie, die sich jedoch in ihre Bestandteile aufzulösen droht.“ (Fischer Film Almanach 1987) „Das Vergnügen an diesem Gangsterfilmjux hält sich in Grenzen, da die Witze, Sprüche und Actionszenen weder taufrisch noch besonders originell dafür in Discountmengen anfallen.“ (Zoom)

Mit Gregory Hines, Billy Cristal, Steven Bauer, Darlanne Fluegel, Joe Pantoliano, Dan Hedaya, Jimmy Smits


TV-Tipp für den 11. Mai: Nouvelle Vague – Außenansichten

Mai 11, 2009

Arte, 22.35

Nouvelle Vague – Außenansichten (Fr 2008, R.: Luc Lagier)

Drehbuch: Luc Lagier

Nach Francois Truffauts Debüt „Sie küssten und sie schlugen ihn“ (21.00 Uhr; unbedingt ansehen!) gibt es eine fast einstündige Doku über den Einfluss der Nouvelle Vague auf andere Filmemacher:

Die Dokumentation wirft zahlreiche Fragen auf, unter anderem auch über den internationalen Einfluss der Nouvelle Vague. Hat sich diese Art Filme zu machen international durchsetzen können? Wie hat sie das amerikanische Kino von den 70er Jahren bis heute beeinflusst? Wie haben amerikanische Regisseure die Nouvelle Vague rezipiert? Und warum haben französische Regisseure wie Truffaut, Godard und Resnais letztlich nie in den USA gedreht? Antworten auf diese Fragen soll ein Blick über den Ozean geben. In New York und Los Angeles kommen dazu Filmgrößen wie Sidney Lumet, Arthur Penn, Monte Hellman, William Friedkin, Paul Schrader, Robert Benton, DA Pennebaker, Jerry Schatzberg, Brian De Palma, James Gray und Wes Anderson zu Wort. (Arte über die Doku)

Wiederholung: Donnerstag, 28. Mai, 16.00 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Nouvelle Vague“

Movie College über „Nouvelle Vague“


TV-Tipp für den 10. Mai: Zimmer frei! mit Klaus Doldinger

Mai 9, 2009

WDR, 22.30

Zimmer frei!

Klaus Doldinger bewirbt sich um das Zimmer in der WG von Götz Alsmann und Christine Westermann.

Muss ich wirklich etwas zu Doldinger sagen? Nun gut: Passport, das „Tatort“-Intro, die Musik zu „Einer von uns beiden“, „Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“ undundund.

Hinweise

WDR über „Zimmer frei!“

Homepage von „Passport“ und Klaus Doldinger

Wikipedia über Klaus Doldinger

Klaus-Doldinger-Fanseite

Die Zeit: Interview mit Klaus Doldinger (6.  Dezember 2008)


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Mai 8, 2009

Die aktuellen TV-Krimi-Buch-Tipps sind mit vielen schönen Bildern online bei den Alligatorpapieren. Viele Wiederholungen gibt’s:

Hallo liebe Krimifreunde,
zu einigen ruhigen Tagen voller Mord und Totschlag. Aber solange Barnaby, Bienzle, Wallander und der Wolf im Dienst der guten Sache unterwegs sind, haben Mörder letztendlich keine Chance. Neben diesen spielfilmlangen TV-Krimis gibt es auch einige immer wieder sehenswerte Spielfilme. Dazu gehören Charles Vidors Noir „Gilda“, Robert Moores Neil-Simon-Verfilmung „Eine Leiche zum Dessert“, Gordon Parks Ernest-Tidyman-Verfilmung „Shaft“, Lee Tamahoris Pete-Dexter-Verfilmung „Nach eigenen Regeln“, Claude Chabrols selten gezeigte Jean-Marie-Fitère-Verfilmung „Violette Noizière“, Curtis Hansons immer wieder sehenswerte James-Ellroy-Verfilmung „L. A. Confidential“, Jacques Derays eher selten gezeigte Derek-Raymond-Verfilmung „Mörderischer Engel“ und zur Vorbereitung für den nächsten Dan Brown gibt es „The Da Vinci Code – Sakrileg“.


TV-Tipp für den 9. Mai: Tatort: Amoklauf

Mai 8, 2009

NDR, 20.15

Tatort: Amoklauf (D 1993, R.: Werner Masten)

Drehbuch: Dieter Hirschberg, Werner Masten (nach einer Vorlage von Asta Scheib)

Einzelgänger Brandner schleust für den Unternehmer Hattkämper Kurden nach Deutschland. Als einer der Kurden stirbt, kommt es zum Streit zwischen Brandner und Hattkämpfers Männern. Kurz darauf verschwindet Brandners Tochter und der Vater sieht rot. Die Kommissare Stoever und Brockmöller versuchen ein Blutbad zu verhindern.

Damals war Werner Masten der Hausregisseur für das Team Stoever/Brockmöller (und mit „Liebling Kreuzberg“ und „Auf Achse“ auch der von Manfred Krug). Die Fälle waren auch gut. „Amoklauf“ ist ein in der Wirklichkeit grundierter Thriller.

Mit Manfred Krug, Charles Brauer, Lutz Reichert, Werner Tietze, Peter Lohmeyer, Hussi Kutlucan, Wolf-Dieter Sprenger

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Paul Stoever

Homepage von Asta Scheib


TV-Tipp für den 8. Mai: Die purpurnen Flüsse

Mai 8, 2009

Pro 7, 20.15

Die purpurnen Flüsse (F 2000, R.: Mathieu Kassovitz)

Drehbuch: Mathieu Kassovitz, Jean-Christophe Grange

LV: Jean-Christophe Grange: Les Rivières pourpres, 1997 (Die purpurnen Flüsse)

Wer bringt in einer abgeschiedenen Alpenuni Menschen um? Kommissar Niémans ermittelt und deckt dabei eine gigantische Verschwörung auf.

Spannender, nicht sonderliche plausibler Thriller: „aufwändig inszenierter Trashfilm“ (tip).

Mit Jean Reno, Vincent Cassel, Dominique Sanda

Wiederholung: Samstag, 9. Mai, 23.50 Uhr

Hinweise

Homepage von Jean-Christophe Grange

Wikipedia über Jean-Christophe Grange

Krimi-Couch über Jean-Christophe Grange


TV-Tipp für den 7. Mai: Reservoir Dogs

Mai 7, 2009

WDR, 23.15

Reservoir Dogs (USA 1992, R.: Quentin Tarantino)

Drehbuch: Quentin Tarantino

Buch zum Film (Drehbuch): Quentin Tarantino: Reservoir Dogs – Das Buch zum Film/Zweisprachige Ausgabe (rororo 1997)

Einige Gangster überfallen einen Juwelier. Der Überfall geht schief. Sie flüchten in eine Garage. Mr. Orange (sie kennen sich nur unter Farb-Pseudonymen) liegt schwerverletzt auf dem Boden und kämpft um sein Leben. Die anderen Gangster versuchen währenddessen die 100.000-Dollar-Frage „Wer hat uns verraten?“ zu klären.

Der Einfluss von Quentin Tarantinos Kinodebüt auf das Kino der Neunziger Jahre kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich sage nur nicht-chronologisches Erzählen (Bis dahin galt die eiserne Regel: Keine Rückblenden!), lustvoll zelebrierte Gewalt, coole Dialoge und oft ebenso coole Monologe.

Wirklich erstaunlich bei dem Klassiker ist nur, dass er erst heute seine TV-Premiere feiert. Wer also in den vergangenen Jahren jede Kinoaufführung verpasste und keine der zahlreichen DVD-Ausgaben kaufte, kann jetzt endlich das Werk sehen.

Mit Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen,    Chris Penn, Steve Buscemi, Lawrence Tierney, Edward Bunker, Quentin Tarantino

Hinweise

The Quentin Tarantino Archives

Deutsche Quentin-Tarantino-Fanseite

Wikipedia über „Reservoir Dogs“

Drehbuch „Reservoir Dogs“ von Quentin Tarantino


TV-Tipp für den 6. Mai: Hope and Glory

Mai 6, 2009

SWR, 23.00

Hope and Glory (GB 1987, R.: John Boorman)

Drehbuch: John Boorman

Buch zum Film: Rolf Giesen: John Boorman – Hope and Glory, 1987

Als Bill neun Jahre alt ist, beginnt der zweite Weltkrieg. Während für seinen Vater an der Front und die Mutter in einer Londoner Vorstadt die nächsten Jahre ein ständiger Überlebenskampf sind, erlebt Bill diese Zeit anders.

John Boormans Rückblick auf die Kriegsjahre und auch seine Jugend ist eine mit typisch britischem Humor erzählte herzerwärmende Geschichte einer Kindheit. In Deutschland floppte der Film, obwohl er in England und den USA breit abgefeiert wurde und auch deutsche Kritiker die Qualität von „Hope and Glory“ erkannten: „Für uns gehört ‚Hope and Glory’ zu den erfreulichsten Erlebnissen und schönsten Filmen des Jahres.“ (Fischer Film Almanach 1988)

„Hope and Glory ist so etwas wie Boormans Antwort auf das monumentale Filmwerk Heimat von Edgar Reitz, das ihm, wie er betont, viel gegeben hat.“ (Rolf Giesen: John Boorman – Hope and Glory)

Boormans Film war unter anderem in den Kategorien bestes Drehbuch, beste Regie und bester Film für den BAFTA, Oscar und Golden Globe nominiert. Den Golden Globe für den besten Film erhielt er. Außerdem erhielt „Hope and Glory“ in diesen Kategorien den Los Angeles Film Critics Association Award. Und die Writers Guild of America nominierte das Drehbuch.

Mit Sebastian Rice-Edwards, Geraldine Muir, Sarah Miles, David Hayman, Sammi Davis, Ian Bannen

Hinweise

Wikipedia über „Hope and Glory“

Drehbuch “Hope and Glory” von John Boorman (Vierte Fassung, 1986)

Drehbuch „Hope and Glory“ von John Boorman (Vierte Fassung als  PDF)