Nach Sam Peckinpahs „Sierra Charriba“ (um 22.55 Uhr in einer restaurierten Fassung) geht’s mit einem weiteren Western weiter:
BR, 00.50
Die gefürchteten Vier (USA 1966, R.: Richard Brooks)
Drehbuch: Richard Brooks
LV: Frank O’Rourke: A mule for the Marquesa, 1964 (später “The Professionals”)
Mexiko 1917: ein texanische Öl- und Viehmillionär engagiert vier Söldner seine von einem mexikanischen Revolutionär und Banditenführer entführte Frau zu befreien. Die vier Profis machen sich auf den Weg.
Richard Brooks Western-Klassiker „The Professionals“ ist gleichzeitig eine Heroisierung und zynische Demontage des professionellen Kriegshandwerks. Einer von Brooks besten, vielleicht sogar sein bester, Film.
Mit Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan, Woody Strode, Claudia Cardinale, Jack Palance, Ralph Bellamy
Bei den Alligatoren gibt es die neuen, von Alfred wunderschön bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps, mit subjektiven Einschätzen von mir zu diesen und vielen anderen Werken:
In den kommenden beiden Wochen gibt es einige TV-Premieren. Nämlich Astrid Paprottas ersten „Tatort“ (sie schreibt schon am Zweiten), Martin Asphaugs Unni-Lindell-Verfilmung „Kommissar Isaksen – Das 13. Sternbild“, Paul Greengrass‘ Robert-Ludlum-Verfilmung „Das Bourne Ultimatum“ („Die Bourne Verschwörung“ läuft auch), Antoine Fuquas Stephen-Hunter-Verfilmung „Shooter“, Peter Keglevics Batya-Gur-Verfilmung „Die Seele eines Mörders“ und Marcel Wehns „Von einem der auszog – Wim Wenders‘ frühe Jahre“.
Es gibt einige weitere selten gezeigte Hitchcock-Filme: seine Daphne-du-Maurier-Verfilmung „Riff-Piraten“, seine Joseph-Conradt-Verfilmung „Sabotage“, seine John-Buchan-Verfilmung „Die 39 Stufen“ und, öfter laufend, seine Frederick-Knott-Verfilmung „Bei Anruf Mord“.
Außerdem sehenswert sind Richard Brooks‘ Frank-O’Rourke-Verfilmung „Die gefürchteten Vier“, Stanley Kubricks Humphrey-Cobb-Verfilmung „Wege zum Ruhm“, die „Nachtschicht“-Filme „Tod im Supermarkt“ und „Der Ausbruch“ von Lars Becker, Robert Altmans John-Grisham-Verfilmung „Gingerbread Man – Eine nächtliche Affäre“ und Richard Fleischers Elmore-Leonard-Verfilmung „Das Gesetz bin ich“.
In der Talkshow tritt heute unter anderem Frank Schätzing auf. Er wird einiges über sein neues Buch „Limit“ erzählen. Mir ist es mit über 1300 Seiten ja viel zu dick.
Jessica Schwarz, Jan Josef Liefers und Sting wollen in der Sendung zum 35-jährigem Jubiläum auch aufschlagen.
Biotechniker und Topmanager Mark Whitacre steckt dem FBI, dass sein Arbeitgeber, der Agrarkonzern Archer Daniels Midland, mit den Japanern illegale Preisabsprachen tätigt. Das FBI ist begeistert und lässt Whitacre als Maulwurf arbeiten. Allerdings ist Whitacre nicht so unschuldig-doof, wie er auf den ersten Blick erscheint.
Die Big-Business-Posse basiert auf einem wahren Fall aus den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
New-York-Times-Finanzreporter Kurt Eichenwald schrieb auch die Enron-Geschichte „Conspiracy of Fools“ (Verschwörung der Narren).
mit Matt Damon, Scott Bakula, Joel McHale, Melanie Lynskey, Ludger Pistor, Clancy Brown
Ein versoffener Sheriff, ein behinderter Gunfighter und ein junger Messerwerfer legen sich mit der Bande eines skrupellosen Viehbarons an. Ihre Chancen den Kampf zu überlegen tendieren gegen Null.
Als Howard Hawks „Rio Bravo“ drehte, hatten sie beim Dreh viele gute Ideen, die allerdings nicht in diesen Film passten. Mit Leigh Brackett schrieb er dann, mit diesen Ideen, „El Dorado“; einen weiteren Western-Klassiker. Der dieses Mal sogar sehr witzig ist.
„‚El Dorado‘ ist ein Film gegen ‚Rio Bravo‘, wie ‚Rio Bravo‘ ein Film gegen ‚High Noon‘ war. (…) [‚El Dorado‘ ist] die radikale Entglorifizierung des Westernhelden.“ (Enno Patalas, Filmkritik 10/1967)
mit John Wayne, Robert Mitchum, James Caan, Charlene Holt, Michele Carey, Arthur Hunnicutt, R. G. Armstrong, Edward Asner
Zwei Serien mit interessanten Prämissen, die in ihrer Heimat auch erfolgreich laufen, starten heute im ZDF. Die eine auch im Hauptprogramm; die andere nur in dem neuen Spartenkanal mit der sehr überschaubaren Reichweite.
ZDF neo, 22.30
In Plain Sight – In der Schusslinie: Happy Birthday, Mary (USA 2008, R.: Mark Piznarski)
Autor/Erfinder: David Maples
Albuquerque, New Mexiko: US Deputy Marshal Mary Shannon (Mary McCormack) soll Menschen, die im Zeugenschutzprogramm sind, beschützen.
In den USA ist die dritte Staffel schon bestellt.
Mit Mary McCormack (Mary Shannon), Frederick Weller (Marshall Mann), Nichole Hiltz (Brandi Shannon), Todd Williams (Detective Robert Dershowitz), Lesley Ann Warren (Jinx Shannon)
Spooks – Im Visier des MI5: Heilige Rache (GB 2002, R.: Bharat Nalluri)
Drehbuch/Erfinder: David Wolstencroft
Serie über britische Agenten, die gegen Terroristen kämpfen.
In England wird derzeit die achte Staffel ausgestrahlt.
Weitere Folgen: Montags nach 22.00 Uhr in ZDF neo; Dienstags nach 23.00 Uhr (oft 23.30 Uhr) im ZDF.
Mit Peter Firth (Harry Pearce), Hugh Simon (Malcolm Wynn-Jones), Rory MacGregor (Colin Wells), David Oyelowo (Danny Hunter), Keeley Hawes (Zoe Reynolds), Matthew Macfadyen (Tom Quinn)
Shane West, Ed Burns, Ving Rhames, Martin Sheen und Jonathan Pryce haben in Greg Marcks‘ zweitem Spielfilm „Die Echelon-Verschwörung“ wichtige Rollen übernommen. Frauen sind, obwohl Tamara Feldman in einer in einer Prager Wohnung spielenden Szene ein halbes Dutzend böser Jungs verprügeln und töten darf, nur schmückendes Beiwerk. Das war in Marcks‘ schwarzhumorigem und ebenfalls glänzend besetztem Debüt „11:14“ noch anders. Damals löste eine Leiche zahlreiche Verwicklungen aus und oft waren Frauen die treibenden Kräfte für die schlimmsten Wendungen. Gegen dieses grandiose Feuerwerk von Ideen ist sein Folgewerk eine Enttäuschung. Denn auch wohlwollend betrachtet ist „Die Echelon-Verschwörung“ nur ein sehr durchschnittlicher Paranoia-Thriller ohne eine persönliche Handschrift.
Der Held der Geschichte ist der junge Computerexperte Max Petersen. Eines Tages schickt ihm in Bangkok ein Unbekannter ein Handy. Schnell stellt er fest, dass die SMS-Nachrichten auf diesem Handy sein Leben entscheidend beeinflussen. Er wird vor einem Flugzeugabsturz gewarnt und erhält einen gewinnbringenden Aktientipp. Nachdem seine ersten Erfahrungen mit den Handybotschaften positiv sind, fliegt er – wie vom Handy gewünscht – nach Prag und steigt in einem Nobelhotel ab. Dort trifft er auf den Sicherheitschef des Casinos und einen FBI-Agenten. Beide wollen herausfinden, wer Petersen die Botschaften schickt. Denn in der Vergangenheit haben auch andere Menschen so ein Handy erhalten. Kurz darauf sind sie gestorben. Und dann ist da auch noch ein überaus hilfsbereiter russischer Taxifahrer, der anscheinend problemlos alles besorgen kann.
Ihre Ermittlungen führen sie zu dem titelgebendem und wirklich existierendem US-amerikanischen Überwachungssystem „Echelon“. Sie fragen sich, wer den Computer steuert und was er vorhat.
Irgendwie wildgewordene Computer, ihre nicht minder durchgeknallten Beherrscher, irgendwelche skrupellosen Bösewichter, die Computer für ihre Zwecke kapern, und die zunehmende Überwachung sind für Science-Fiction- und Thrillerfans keine neuen Themen. „Eagle Eye“, „Staatsfeind Nr. 1“, „Das Netz“, „Wargames“, „Der Dialog“, „Colossus“, „2001“ und „Dr. Seltsam“, um nur einige Filme zu nennen, spielen mit dieser Angst der Menschen vor der Maschine. Mal besser, mal schlechter.
„Die Echelon-Verschwörung“ gehört in die zweite Kategorie.
Denn auch eine gute Besetzung und exotische Schauplätze (es wurde, wie für einen Bond- oder Bourne-Film, vor Ort gedreht) können ein maues und unplausibles Drehbuch nicht verbessern. Das beginnt schon mit der Frage, warum Max so bereitwillig den elektronischen Nachrichten folgt und endet mit der Erklärung für die Verschwörung, die mal wieder darauf aufbaut, dass die Empfänger der Handys sich entsprechend bestimmter ihnen unbekannter Pläne verhalten; – was natürlich ziemlicher Unfug ist.
Daher ist das Komplott letztendlich nur der Vorwand für zahlreiche Ortswechsel, Explosionen und gute Actionszenen, wie die schon erwähnte Schlägerei in einer Wohnung und einer nächtlichen Autoverfolgungsjagd quer durch Moskau.
Für einen langen Videoabend ist „Die Echelon-Verschwörung“ ein durchaus okayer Film, der aber immer weit unter seinen Möglichkeiten bleibt und im Windschatten von „Eagle Eye“ komplett unterging.
Der Informationsgehalt des Bonusmaterials, einigen wild zusammengeschnittenen Mini-Featurettes, tendiert gegen Null.
Anmerkung: Als nächstes will Greg Marcks „You don’t love me yet“ von Jonathan Lethem verfilmen. Das verspricht einen interessanten Film.
Die Echelon-Verschwörung (Echelon Conspiracy, USA 2009)
Regie: Greg Marcks
Drehbuch: Michael Nitsberg (auch Story), Kevin Elders
mit Shane West, Ed Burns, Ving Rhames, Martin Sheen, Tamara Feldman, Jonathan Pryce, Sergey Gubanov
Bonusmaterial: Interviews mit den Darstellern Shane West, Ed Burns, Martin Sheen, Ving Rhames und Regisseur Greg Marcks (ca. 5. Minuten), Teaser, Trailer, Wendecover
Der Auslandskorrespondent (USA 1940, R.: Alfred Hitchcock)
Drehbuch: Charles Bennett, Joan Harrison, James Hilton, Robert Benchley
Holland, 1939: Journalist Johnny Jones wird während der Recherchen für eine Reportage über den in Europa drohenden Krieg Zeuge eines Anschlags auf einen Diplomaten. Er beginnt die Hintermänner zu suchen.
Spannender Thriller, der auch Anti-Nazipropaganda ist.
Arte zeigt die vom ZDF angefertigte Synchronisation
mit Joel McCrea, Laraine Day, Herbert Marshall, George Sanders
Sehenswerte Doku mit vielen Statements über das in den Siebzigern in den USA sehr populäre Mitternachtskino. Der präzise Originaltitel ist „Midnight Movies: From the Margin to the Mainstream“. Vorgestellt werden „Eraserhead“, „Rocky Horror Picture Show“, „El Topo“, „Night of the Living Dead“, „The Harder They Come“ und „Pink Flamingos“.
Der Feind in den eigenen Reihen (F 2007, R.: Florent Emilio Siri)
Drehbuch: Florent Emilio Siri, Patrick Rotman
Nachdem Florent Emilio Siri in den USA mit Bruce Willis „Hostage- Entführt“ gedreht hatte, kehrte er in seine Heimat zurück und inszenierte einen krassen Film über den Algerienkrieg. Er folgt dabei einer Einheit, die in den Bergen skrupellos gegen die ebenfalls skrupellose FLN kämpft.
mit Benoît Magimel, Albert Dupontel, Aurélien Recoing, Marc Barbé, Eric Savin
auch bekannt als „Intimate Enemies“ (DVD-Titel, weil es selbstverständlich keinen Kinostart gab)
Buch zum Film: Sam Hedrin: Network, 1976 (Network)
Wegen sinkender Quoten soll eine Nachrichtensendung eingestellt werden. Ihr Sprecher Howard Beale kündigt, weil ihm damit seine Daseinsberechtigung genommen wird, in einer der folgenden Sendungen seinen Selbstmord an. Die Quoten steigen und Beale bekommt seine eigene Sendung. Dass damit eine für alle Beteiligten verhängnisvolle Spirale in Gang gesetzt wird, ahnen sie in diesem Moment nicht.
Bitterböse Mediensatire, die heute immer noch so aktuell (in gewissen Aspekten realistischer, in anderen nicht) wie damals ist.
Der Film war für zahlreiche Preise nominiert, erhielt vier Oscars (männliche und weibliche Hauptrolle, weibliche Nebenrolle und Drehbuch) und den Preis der Writers Guild of America (WGA).
mit Peter Finch, Faye Dunaway, William Holden, Robert Duvall, Wesley Addy, Ned Beatty, Ken Kercheval, Lance Henriksen (Miniauftritt als Anwalt), Tim Robbins (ungeannter Kurzauftritt als Mörder; sein Filmdebüt)
Nachdem der Horrorfilmklassiker in diesem Jahrhundert im Fernsehen noch nicht gezeigt wurde, wird er jetzt sogar zu einer sehr christlichen Zeit gezeigt. Das liegt auch an gesellschaftlichen Entwicklungen. Denn inzwischen ist der Film „frei ab 12 Jahre“.
„Die Bedeutung (nicht die Qualität) dieser Hammer-Produktion für den Vampirfilm ist in etwa mit der von Kubricks ‚2001‘ für den Science Fiction Film zu vergleichen: Der Aufbruch zu neuen Ufern!“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Horrorfilms, 1985/1989)
„Die Hammer-Filme waren viel markiger als Hollywoods B-Movies: Farbige Bilder, für das Genre üppige Details, eine durchgängig fähige britische Besetzung und eine wirksame Kombination von Sex und Blut, die die Vampirfilme in eine bislang ungeahnte Dimension katapultierten. (…) des besten Dracula-Films von Hammer, der in vielerlei Hinsicht immer noch der beste Dracula aller Zeiten ist.“ (James Marriott/Kim Newman: Horror, 2006)
Tatort: Das Glockenbachgeheimnis (D 1999, R.: Martin Enlen)
Drehbuch: Friedrich Ani
Wer ermordete Hauserbe Martens? Und was ist das Geheimnis des Glockenbaches?
Guter Münchner „Tatort“ mit den Kommissaren Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Menzinger (Michael Fitz). Iris Berben spielt eine dubiose Caféhaus-Besitzerin.
„Das Glockenbachgeheimnis“ gehört zu den am 3. Dezember auf DVD erscheinenden „Tatorten“. Anscheinend ist die DVD sogar mit sehenswertem Bonusmaterial ausgestattet.
James Bond: Casino Royale (USA 2006, R.: Martin Campbell)
Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade
LV: Ian Fleming: Casino Royale, 1953 (Casino Royale)
James Bond soll Le Chiffre, den Finanzier eines weltweiten Terrornetzwerkes, ausschalten.
Nach allgemeiner Einschätzung ist der einundzwanzigste James-Bond-Film (Offizielle Zählung) einer der fünf besten, vielleicht sogar der beste Bond-Film. Niemand hatte mit dieser umfassenden Revitalisierung des Mythos James Bond für das neue Jahrhundert gerechnet.
Der erste Auftritt von Daniel Craig als Geheimagent ihrer Majestät ist ein spannender Thriller mit einem viel zu langen Ende. Denn nachdem Le Chiffre tot ist, ist der Film noch lange nicht zu Ende.
Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.
Mit Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Jeffrey Wrigth, Judi Dench, Giancarlo Giannini
LV: Walter Wager: Telefon, 1975 (Krieg per Telefon)
Ein durchgeknallter KGBler weckt in den USA Schläfer und lässt sie Militärstützpunkte zerstören. Auf seinen Fersen sind ein russischer Spion und eine Doppelagentin. Sie sollen das Schlimmste verhindern.
Spannender Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges. Der Plot ist natürlich abgehobener Unfug, aber Donald Pleasence als Bösewicht ist einfach gut. „Aus dem Plot eines Spionagethrillers hat Siegel eine hinterhältige schwarze Komödie gemacht, in der sophisticatd mit amerikanischen und russischen Klischees gespielt wird.“ (Gabriele Jofer in Arnold/Esser, Hrsg.: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme)
Mit Charles Bronson, Lee Remick, Donald Pleasence, Patrick Magee
Bei den Alligatorpapieren sind meine neuesten TV-Krimi-Buch-Tipps online. Das wunderschöne Layout ist wie immer von Alligator-Alfred. Hier die einleitenden Worte:
Ab Sonntag beginnen die Nächte eine Stunde früher. Für uns Krimifans heißt das: eine Stunde länger Krimis genießen.
Zu den TV-Höhepunkten der kommenden beiden Wochen gehören die TV-Premiere des vorletzten James-Bond-Films „Casino Royale“, die beiden selten gezeigten Alfred-Hitchcock-Filme „Mr. Und Mrs. Smith“ und „Der Auslandskorrespondent“, Don Siegels Walter-Wager-Verfilmung „Telefon“, Stephen Frears Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald Westlake), John Hustons W.-R.-Burnett-Verfilmung „Asphalt-Dschungel“, Michael Manns Thomas-Harris-Verfilmung „Roter Drache“ und, nach der Nachtpremiere, Israel Adrián Caetanos Claudio-Tamburrini-Verfilmung „Buenos Aires 1977“ zu einer normalen Uhrzeit.
Für die Cineasten gibt es den ersten Tonfilm der Filmgeschichte: „Der Jazzsänger“.
LV: Gerald Kersh: Night and the city, 1938 (Nachts in der Stadt)
Robert de Niro macht als halbseidener Anwalt im heutigen Manhattan nicht minder halbseidene Box-Geschäfte.
Erst 2002 wurde in der „pulp master“-Reihe Kershs Klassiker ins Deutsche übersetzt und – zu Recht – allgemein gelobt. Das Buch hat auch nach über sechzig Jahren kein Patina angesetzt. Also: Unbedingt lesen!
„Night and the City“ ist nach „Die Ratte von Soho“ (USA 1950, R.: Jules Dassin, mit Richard Widmark) die zweite, von der Kritik fast einhellig verrissene Verfilmung des Buches. Denn das im heutigen New York spielende Remake ist nur ein nettes, leicht düsteres Großstadtdrama.
Mit Robert de Niro, Jessica Lange, Jack Warden, Eli Wallach